Wahrscheinlichkeit
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Letzte Bewertung: 27.08.2026
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Wechselt Cedric Teuchert zu Hannover 96?
26.07.2026 - 18:08 Uhr
Quelle: Hannoversche Allgemeine (HAZ)
26.07.2026 - 19:24 Uhr
Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Gerücht aufkommt. Teuchert hat sich nirgendwo wirklich durchgesetzt, außer in Hannover. Klar er hat in Nürnberg überzeugt, aber man muss es halt ins Verhältnis setzen. Ich denke mal, dass er nach Hannover zurückkommen wird und mit gleich zwei Topstürmern kann eigentlich nichts mehr Hannover vom Aufstieg abhalten. (Kommt mir nicht mit Wolfsburg, ein teurer Kader sagt nicht, dass ein Aufstieg besiegelt ist)
26.07.2026 - 20:17 Uhr
Zitat von Marckholm
Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Gerücht aufkommt. Teuchert hat sich nirgendwo wirklich durchgesetzt, außer in Hannover. Klar er hat in Nürnberg überzeugt, aber man muss es halt ins Verhältnis setzen. Ich denke mal, dass er nach Hannover zurückkommen wird und mit gleich zwei Topstürmern kann eigentlich nichts mehr Hannover vom Aufstieg abhalten. (Kommt mir nicht mit Wolfsburg, ein teurer Kader sagt nicht, dass ein Aufstieg besiegelt ist)
Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Gerücht aufkommt. Teuchert hat sich nirgendwo wirklich durchgesetzt, außer in Hannover. Klar er hat in Nürnberg überzeugt, aber man muss es halt ins Verhältnis setzen. Ich denke mal, dass er nach Hannover zurückkommen wird und mit gleich zwei Topstürmern kann eigentlich nichts mehr Hannover vom Aufstieg abhalten. (Kommt mir nicht mit Wolfsburg, ein teurer Kader sagt nicht, dass ein Aufstieg besiegelt ist)
Mit Geld bis zum Abwinken ist der Aufstieg nicht besiegelt, aber mit einem Källman und Teuchert im Kader schon? Ich glaube mit der Meinung stehst du ziemlich alleine da. Aber hier soll es ja um Ceddi gehen:
So wie ich das mitbekommen habe, ist er in Isernhagen wirklich heimisch geworden. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass Hannover für ihn der erste Ansprechpartner ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Ceddi Bock hat, bei 96 Verantwortung als Spieler zu übernehmen und auf die Aussicht, Aufstiegs- und/oder Derbyheld zu werden. Ich glaube, da ist er menschlich auch der Typ für, diese Aufgabe in seiner Wahlheimat wahrnehmen zu wollen. Ich zweifle eher daran, ob sein Leistungsvermögen das noch hergibt, hier eine tragende Rolle zu spielen. Seine Zeit in der MLS habe ich nicht weiter verfolgt. Grundsätzlich passt er vom Spielertyp jedenfalls ins Titz-System, weswegen ich einer Rückkehr grundsätzlich nicht negativ gegenüberstehe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mitleser96 am 26.07.2026 um 20:18 Uhr bearbeitet
26.07.2026 - 20:58 Uhr
Ich mochte Teuchert immer sehr gerne und er konnte aus jeder Lage ein Tor erzielen. Doch ich habe Zweifel an seiner Physis! Und ich habe Zweifel ob er zu Titz passt, denn sein Fussball ist kräfteraubend. Teuchert war jetzt nie der Spieler, der den Gegner presst und anläuft. Doch genau das musst du unter Titz machen. Gebe dem Gerücht 35%....
27.07.2026 - 00:33 Uhr
Und dann hätten wir auch einen fähigen Elfmeterschützen. Wir hatten letzte Saison nicht so den Riecher vom Punkt, er könnte die Quote wieder halbwegs geradebiegen.
27.07.2026 - 07:52 Uhr
Zitat von nettospielzeit
Und dann hätten wir auch einen fähigen Elfmeterschützen. Wir hatten letzte Saison nicht so den Riecher vom Punkt, er könnte die Quote wieder halbwegs geradebiegen.
Und dann hätten wir auch einen fähigen Elfmeterschützen. Wir hatten letzte Saison nicht so den Riecher vom Punkt, er könnte die Quote wieder halbwegs geradebiegen.
Bringt aber nur was, wenn wir die Elfmeter erst nach der 70. Min. bekommen, 🤫denn mehr als Ergänzungsspieler wäre Cedi wohl nicht. (Es sei denn, er blüht noch einmal richtig auf.)
Im Übrigen haben wir mit Lars einen hervorragenden Elfmeterschützen, der bis dato wohl auf links gesetzt ist. (zumindest so lange, bis Husseyn wieder voll da ist.)
27.07.2026 - 11:41 Uhr
Ich denke nicht, dass ich mit meiner Meinung alleine bin. Vielleicht war das ein wenig zu optimistisch, allerdings Zweifel ich nicht daran, dass Hannover mit Teuchert einen starken Transfer landen könnte. Die MLS ist auch nicht mehr die Liga, wo man entspannt seine Karriere beenden kann, sondern ist mittlerweile auch eine wirklich anspruchsvolle Liga geworden. Ist auch nicht für jeden was. Und Teuchert ist ja nicht am Ende seiner Karriere angekommen, sondern ist mit 29 noch in einen guten Fußballer-Alter, wo noch was geht.
27.07.2026 - 11:48 Uhr
Teuchert zurück zu 96? Als Joker interessant – wenn er sich auch wie ein Joker bezahlen lässt!
Cedric Teuchert - Mal wieder. Hannover 96 habe sich laut NP mit Teuchert beschäftigt, er wohnt wieder in der Region. Vermutlich fehlt nur noch die Meldung, dass jeden Abend in St. Louis traurig war und er seitdem jeden Morgen mit 96-Bettwäsche aufwacht. Ja, ne, is klar.
Teuchert ist seit Ende Mai zurück in Deutschland. Wenn Hannover ihn unbedingt gewollt hätte, hätte man deutlich früher handeln können. Dann hätte er am 23. Juni zum Vorbereitungsstart auf dem Platz stehen und sich an die Abläufe von Christian Titz gewöhnen können. Stattdessen reden wir Ende Juli über einen Spieler, der die komplette Vorbereitung verpasst hat und zwei Wochen vor dem Ligastart noch keinen neuen Verein besitzt.
Das muss nicht bedeuten, dass 96 kein ernsthaftes Interesse hat. Es spricht aber dagegen, dass Teuchert auf der ursprünglichen Wunschliste ganz oben stand. Eine andere Erklärung wäre, dass die finanziellen Vorstellungen bisher nicht zusammenpassten und Teuchert erst jetzt zu den erforderlichen Abstrichen bereit ist. Auch das wäre verständlich. Wer in den USA zuletzt ein Grundgehalt von $1,4 Mio. (garantierte Vergütung $1,54 Mio.) hatte, unterschreibt nicht automatisch zwei Monate später begeistert einen Vertrag als Ergänzungsspieler in der 2. Bundesliga.
Rückblickend wirkt Teucherts Karriereverlauf auffällig. In Hannover war er zunächst erfolgreich, verlor später an Wirkung und Einsatzzeit. In St. Louis begann er ebenfalls mit großer Euphorie und starken Zahlen, bevor seine Rolle kleiner wurde und schließlich das Vertragsende folgte.
Für die einfache Erzählung von der nachlassenden Motivation gibt es allerdings einen Haken. Im Januar 2024 lag tatsächlich ein Angebot aus St. Louis vor. Der MLS-Klub soll rund 350.000 bis 400.000 Euro geboten haben, während Hannover eine höhere Ablöse verlangte. Teuchert entschied sich damals ausdrücklich dafür, bis zum Saisonende bei 96 zu bleiben. Oder entschied sich der Verein und man hat es so dargestellt - wie auch immer.
Sein sportlicher Rückgang hatte außerdem schon vorher begonnen. Teuchert erzielte acht Tore in den ersten zehn Ligaspielen, wurde dann aber durch eine hartnäckige Oberschenkelverletzung für ungefähr zwei Monate ausgebremst. Die Einsatzzeiten gingen zurück, aber daraus eine Art innere Kündigung abzuleiten, wäre Küchenpsychologie. Verletzung, fehlender Rhythmus, Konkurrenz und die offene Vertragssituation reichen als Erklärung zunächst aus. Dennoch gibt es ein Muster, wenn man sich die Zeit in St. Louis anschaut, ob Absicht oder nicht.
In St. Louis schlug Teuchert sofort ein (7 Tore / 4 Assists in den ersten 14 Spielen). Nach der Eingewöhnung kamen 5 Tore und 4 Vorlagen hinzu (zehnmal in Folge in der Startelf). Das war ein Teuchert, den man vielleicht in besten Zeiten in Hannover gesehen hat. Er war beweglich, abschlussorientiert und gefährlich, wenn andere Spieler Räume für ihn öffneten.
2025 änderten sich die Bedingungen. Ein neuer Trainer kam, die offensive Idee funktionierte nicht und Teucherts Position wurde verändert. Marcel Hartel (um den es ja interessanterweise auch ein Gerücht gibt) spielte zentraler und besetzte teilweise genau die Räume, in die Teuchert zuvor hineingestoßen war. Dazu kamen mehrere muskuläre Probleme und schließlich eine öffentlich nur als „Beinverletzung“ bezeichnete Pause von August bis Ende Dezember (also bis zum Ende der Saison).
2026 absolvierte er zwar wieder Teile beziehungsweise nach eigener Aussage die gesamte Vorbereitung, erlitt im März aber eine weitere Sprunggelenksverletzung. Seine MLS-Bilanz bis zum Abschied: zehn Einsätze, viermal Startelf, 298 Minuten, kein Tor und eine Vorlage.
St. Louis besaß die Option für das restliche Kalenderjahr, aber diese wurde nicht gezogen.
Man kann die Entwicklung deshalb weder auf mangelnde Einstellung noch ausschließlich auf Verletzungen reduzieren. Teuchert war am stärksten, wenn Rolle, Umfeld und körperlicher Zustand zusammenpassten. Veränderte sich einer dieser Faktoren, nahm sein Einfluss teilweise deutlich ab. Genau darin liegt bei einer Rückkehr die Chance – und das Risiko.
Als neuer Stammstürmer ergibt Teuchert für mich wenig Sinn. Källman und Pichler sind definitiv vor ihm in der Hierarchie, wobei man mit Pichler nicht fest planen kann. Beide sind für die zentrale Position in Titz’ System besser geeignet, da sie auch gut als alleinige Spitze funktionieren. Hobrecht und Etcibasi sollen als Nachwuchsspieler ebenfalls Minuten erhalten, wobei ich bei den beiden eher davon ausgehe, dass sie in bereits entschiedenen Spielen ihre ersten Minuten sammeln.
Sollte Daisuke Yokota tatsächlich gehen, könnte Teuchert auf der rechten Offensivseite eingesetzt werden. Gleichwertig ersetzen würde er Yokota allerdings nicht. Yokota bringt Dribblings, Richtungswechsel und Aktionen aus der Breite mit. Teuchert zieht früher nach innen und sucht den Abschluss. Diese Rolle steht aber in der Ausprägung Bundu zu. Wäre Teuchert nicht anfällig auf Verletzungen und Bunde würde man abgeben, sähe ich hier eine potentielle Rolle, aber im Pressing müsste Teuchert ebenfalls deutlich stabiler arbeiten, als es seine Daten und meine Erinnerung vermuten lassen.
Als zweite Spitze neben Källman könnte er zur Geltung kommen. Källman bindet die Innenverteidiger, Teuchert bewegt sich in die entstehenden Zwischenräume und sucht nach Ablagen den direkten Abschluss. Dafür müsste Titz während eines Spiels allerdings tatsächlich auf zwei Stürmer umstellen. Wir wissen allerdings auch, dass Titz bei der Grundausrichtung recht stur bleibt und wir sehen schon an Gindorf, wie schwer er sich damit tut. Gedankliche Spielereien, wie man es irgendwie hinbekommt gibt es durchaus, aber die meisten sind so nicht realistisch.
Die größte Chance sehe ich deshalb in der Jokerrolle. Teuchert hat schon früher gezeigt, dass er nicht viele Kontakte benötigt, um gefährlich zu werden. Gegen müde Verteidiger oder Mannschaften, die in der Schlussphase höher stehen müssen, können seine diagonalen Läufe und sein schneller Abschluss einen Unterschied machen. Er wäre ein Spielertyp, den der derzeitige Kader in dieser Form nicht besitzt. Dafür kam zu Beginn der Saison teilweise Källman für Pichler rein, aber Teuchert könnte diese Rolle nochmal deutlich besser interpretieren.
Diese Rolle hätte allerdings klare Grenzen. Ist ein Spiel bereits entschieden, sollten die Minuten an Hobrecht, Etcibasi oder andere Nachwuchsspieler gehen. Teuchert wäre nicht der Spieler für die letzten 20 Minuten beim Stand von 3:0, damit er noch ein wenig Beschäftigung bekommt. Er müsste dann kommen, wenn ein Spiel kippen kann oder ein Tor benötigt wird. Das wären vermutlich weniger Startelfeinsätze und insgesamt weniger Minuten, als er sich selbst vorstellt.
Das Gehalt ist ein wichtiges Thema: Das Niveau des St.Louis-Vertrags ist für Hannover 96 bei der beschriebenen Rolle völlig ausgeschlossen.
Für einen Rotationsspieler, der zunächst körperlich aufgebaut werden muss und dessen beste Position im aktuellen System nicht fest vorgesehen ist, würde ich ein fixes Bruttojahresgehalt von höchstens 250.000 bis 300.000 Euro für vertretbar halten. Über Einsatz-, Minuten- und Torprämien könnte die Gesamtvergütung bei einer wirklich guten Saison auf ungefähr 500.000 bis 600.000 Euro steigen. Dazu ein Vertrag über maximal zwei Jahre, lieber ein Jahr mit einer vereinsseitigen Option, die beispielsweise an eine bestimmte Zahl von Einsatzminuten gekoppelt wird.
Diese Zahlen sind keine Information über ein tatsächliches Angebot oder die interne Gehaltsstruktur von 96. Sie beschreiben lediglich, was mir für die vorgesehene Rolle wirtschaftlich noch plausibel erscheint. Bei einem höheren garantierten Gehalt würde man nicht mehr einen Joker bezahlen, sondern einen Stammspieler erwarten.
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt. Sieht sich Teuchert als nostalgisch aufgeladener Königstransfer mit Stammplatzgehalt: lieber nicht.
Cedric Teuchert - Mal wieder. Hannover 96 habe sich laut NP mit Teuchert beschäftigt, er wohnt wieder in der Region. Vermutlich fehlt nur noch die Meldung, dass jeden Abend in St. Louis traurig war und er seitdem jeden Morgen mit 96-Bettwäsche aufwacht. Ja, ne, is klar.
Teuchert ist seit Ende Mai zurück in Deutschland. Wenn Hannover ihn unbedingt gewollt hätte, hätte man deutlich früher handeln können. Dann hätte er am 23. Juni zum Vorbereitungsstart auf dem Platz stehen und sich an die Abläufe von Christian Titz gewöhnen können. Stattdessen reden wir Ende Juli über einen Spieler, der die komplette Vorbereitung verpasst hat und zwei Wochen vor dem Ligastart noch keinen neuen Verein besitzt.
Das muss nicht bedeuten, dass 96 kein ernsthaftes Interesse hat. Es spricht aber dagegen, dass Teuchert auf der ursprünglichen Wunschliste ganz oben stand. Eine andere Erklärung wäre, dass die finanziellen Vorstellungen bisher nicht zusammenpassten und Teuchert erst jetzt zu den erforderlichen Abstrichen bereit ist. Auch das wäre verständlich. Wer in den USA zuletzt ein Grundgehalt von $1,4 Mio. (garantierte Vergütung $1,54 Mio.) hatte, unterschreibt nicht automatisch zwei Monate später begeistert einen Vertrag als Ergänzungsspieler in der 2. Bundesliga.
Rückblickend wirkt Teucherts Karriereverlauf auffällig. In Hannover war er zunächst erfolgreich, verlor später an Wirkung und Einsatzzeit. In St. Louis begann er ebenfalls mit großer Euphorie und starken Zahlen, bevor seine Rolle kleiner wurde und schließlich das Vertragsende folgte.
Für die einfache Erzählung von der nachlassenden Motivation gibt es allerdings einen Haken. Im Januar 2024 lag tatsächlich ein Angebot aus St. Louis vor. Der MLS-Klub soll rund 350.000 bis 400.000 Euro geboten haben, während Hannover eine höhere Ablöse verlangte. Teuchert entschied sich damals ausdrücklich dafür, bis zum Saisonende bei 96 zu bleiben. Oder entschied sich der Verein und man hat es so dargestellt - wie auch immer.
Sein sportlicher Rückgang hatte außerdem schon vorher begonnen. Teuchert erzielte acht Tore in den ersten zehn Ligaspielen, wurde dann aber durch eine hartnäckige Oberschenkelverletzung für ungefähr zwei Monate ausgebremst. Die Einsatzzeiten gingen zurück, aber daraus eine Art innere Kündigung abzuleiten, wäre Küchenpsychologie. Verletzung, fehlender Rhythmus, Konkurrenz und die offene Vertragssituation reichen als Erklärung zunächst aus. Dennoch gibt es ein Muster, wenn man sich die Zeit in St. Louis anschaut, ob Absicht oder nicht.
In St. Louis schlug Teuchert sofort ein (7 Tore / 4 Assists in den ersten 14 Spielen). Nach der Eingewöhnung kamen 5 Tore und 4 Vorlagen hinzu (zehnmal in Folge in der Startelf). Das war ein Teuchert, den man vielleicht in besten Zeiten in Hannover gesehen hat. Er war beweglich, abschlussorientiert und gefährlich, wenn andere Spieler Räume für ihn öffneten.
2025 änderten sich die Bedingungen. Ein neuer Trainer kam, die offensive Idee funktionierte nicht und Teucherts Position wurde verändert. Marcel Hartel (um den es ja interessanterweise auch ein Gerücht gibt) spielte zentraler und besetzte teilweise genau die Räume, in die Teuchert zuvor hineingestoßen war. Dazu kamen mehrere muskuläre Probleme und schließlich eine öffentlich nur als „Beinverletzung“ bezeichnete Pause von August bis Ende Dezember (also bis zum Ende der Saison).
2026 absolvierte er zwar wieder Teile beziehungsweise nach eigener Aussage die gesamte Vorbereitung, erlitt im März aber eine weitere Sprunggelenksverletzung. Seine MLS-Bilanz bis zum Abschied: zehn Einsätze, viermal Startelf, 298 Minuten, kein Tor und eine Vorlage.
St. Louis besaß die Option für das restliche Kalenderjahr, aber diese wurde nicht gezogen.
Man kann die Entwicklung deshalb weder auf mangelnde Einstellung noch ausschließlich auf Verletzungen reduzieren. Teuchert war am stärksten, wenn Rolle, Umfeld und körperlicher Zustand zusammenpassten. Veränderte sich einer dieser Faktoren, nahm sein Einfluss teilweise deutlich ab. Genau darin liegt bei einer Rückkehr die Chance – und das Risiko.
Als neuer Stammstürmer ergibt Teuchert für mich wenig Sinn. Källman und Pichler sind definitiv vor ihm in der Hierarchie, wobei man mit Pichler nicht fest planen kann. Beide sind für die zentrale Position in Titz’ System besser geeignet, da sie auch gut als alleinige Spitze funktionieren. Hobrecht und Etcibasi sollen als Nachwuchsspieler ebenfalls Minuten erhalten, wobei ich bei den beiden eher davon ausgehe, dass sie in bereits entschiedenen Spielen ihre ersten Minuten sammeln.
Sollte Daisuke Yokota tatsächlich gehen, könnte Teuchert auf der rechten Offensivseite eingesetzt werden. Gleichwertig ersetzen würde er Yokota allerdings nicht. Yokota bringt Dribblings, Richtungswechsel und Aktionen aus der Breite mit. Teuchert zieht früher nach innen und sucht den Abschluss. Diese Rolle steht aber in der Ausprägung Bundu zu. Wäre Teuchert nicht anfällig auf Verletzungen und Bunde würde man abgeben, sähe ich hier eine potentielle Rolle, aber im Pressing müsste Teuchert ebenfalls deutlich stabiler arbeiten, als es seine Daten und meine Erinnerung vermuten lassen.
Als zweite Spitze neben Källman könnte er zur Geltung kommen. Källman bindet die Innenverteidiger, Teuchert bewegt sich in die entstehenden Zwischenräume und sucht nach Ablagen den direkten Abschluss. Dafür müsste Titz während eines Spiels allerdings tatsächlich auf zwei Stürmer umstellen. Wir wissen allerdings auch, dass Titz bei der Grundausrichtung recht stur bleibt und wir sehen schon an Gindorf, wie schwer er sich damit tut. Gedankliche Spielereien, wie man es irgendwie hinbekommt gibt es durchaus, aber die meisten sind so nicht realistisch.
Die größte Chance sehe ich deshalb in der Jokerrolle. Teuchert hat schon früher gezeigt, dass er nicht viele Kontakte benötigt, um gefährlich zu werden. Gegen müde Verteidiger oder Mannschaften, die in der Schlussphase höher stehen müssen, können seine diagonalen Läufe und sein schneller Abschluss einen Unterschied machen. Er wäre ein Spielertyp, den der derzeitige Kader in dieser Form nicht besitzt. Dafür kam zu Beginn der Saison teilweise Källman für Pichler rein, aber Teuchert könnte diese Rolle nochmal deutlich besser interpretieren.
Diese Rolle hätte allerdings klare Grenzen. Ist ein Spiel bereits entschieden, sollten die Minuten an Hobrecht, Etcibasi oder andere Nachwuchsspieler gehen. Teuchert wäre nicht der Spieler für die letzten 20 Minuten beim Stand von 3:0, damit er noch ein wenig Beschäftigung bekommt. Er müsste dann kommen, wenn ein Spiel kippen kann oder ein Tor benötigt wird. Das wären vermutlich weniger Startelfeinsätze und insgesamt weniger Minuten, als er sich selbst vorstellt.
Das Gehalt ist ein wichtiges Thema: Das Niveau des St.Louis-Vertrags ist für Hannover 96 bei der beschriebenen Rolle völlig ausgeschlossen.
Für einen Rotationsspieler, der zunächst körperlich aufgebaut werden muss und dessen beste Position im aktuellen System nicht fest vorgesehen ist, würde ich ein fixes Bruttojahresgehalt von höchstens 250.000 bis 300.000 Euro für vertretbar halten. Über Einsatz-, Minuten- und Torprämien könnte die Gesamtvergütung bei einer wirklich guten Saison auf ungefähr 500.000 bis 600.000 Euro steigen. Dazu ein Vertrag über maximal zwei Jahre, lieber ein Jahr mit einer vereinsseitigen Option, die beispielsweise an eine bestimmte Zahl von Einsatzminuten gekoppelt wird.
Diese Zahlen sind keine Information über ein tatsächliches Angebot oder die interne Gehaltsstruktur von 96. Sie beschreiben lediglich, was mir für die vorgesehene Rolle wirtschaftlich noch plausibel erscheint. Bei einem höheren garantierten Gehalt würde man nicht mehr einen Joker bezahlen, sondern einen Stammspieler erwarten.
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt. Sieht sich Teuchert als nostalgisch aufgeladener Königstransfer mit Stammplatzgehalt: lieber nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wurstwart96 am 27.07.2026 um 11:54 Uhr bearbeitet
27.07.2026 - 12:02 Uhr
Zitat von Wurstwart96
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt.
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt.
Ich lese mir deinen Text später durch, aber das FETT gedruckte springt ins Auge.
Daher welche Gehaltseinbußen? Cedi ist arbeitslos und hat demzufolge keine Gehaltseinbußen.
27.07.2026 - 12:44 Uhr
Zitat von handycap
Ich lese mir deinen Text später durch, aber das FETT gedruckte springt ins Auge.
Daher welche Gehaltseinbußen? Cedi ist arbeitslos und hat demzufolge keine Gehaltseinbußen.
Offiziell ist Cedi seit 27 Tagen vereinslos. Für mich ist das bislang allerdings eher eine normale Phase zwischen zwei Engagements als klassische Arbeitslosigkeit. Maßgeblich bleibt deshalb, welches Gehalt er zuletzt bezogen hat und mit welchen Vorstellungen er in die Verhandlungen geht. Zitat von Wurstwart96
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt.
All das nur, wenn Teuchert diese massiven Gehaltseinbußen und seine Rolle als Joker annimmt.
Ich lese mir deinen Text später durch, aber das FETT gedruckte springt ins Auge.
Daher welche Gehaltseinbußen? Cedi ist arbeitslos und hat demzufolge keine Gehaltseinbußen.
Dass er bei einer Rückkehr nach Deutschland deutlich weniger verdienen wird, dürfte kaum zu vermeiden sein. Sein bisheriges Gehaltsniveau lässt sich angesichts seiner jüngsten Leistungen, Ausfallzeiten und der infrage kommenden Rolle hier nicht abbilden.
Entscheidend ist daher nicht, ob er aktuell ein Gehalt bezieht, sondern zu welchen finanziellen Abstrichen er bereit ist und welche Alternativen er tatsächlich hat. Aus meiner Sicht hätte 96 für ihn hauptsächlich die Rolle als Joker zu vergeben, was ich lang und breit ausgeführt habe.
Ob seine Vorstellungen dazu passen, wissen wir nicht. Und ansonsten gilt bei Rückholaktionen wie immer: Aufgewärmt schmeckt nur Grünkohl.
27.07.2026 - 13:03 Uhr
Zitat von usernick
Und ansonsten gilt bei Rückholaktionen wie immer: Aufgewärmt schmeckt nur Grünkohl.
Und ansonsten gilt bei Rückholaktionen wie immer: Aufgewärmt schmeckt nur Grünkohl.
Dem möchte ich widersprechen, jegliche Kohlgerichte schmecken aufgewärmt oftmals besser.
Dennoch bleibt es ein Fakt, dass Cedi kei Gehalt bezieht und dadurch nichts einbüßen kann.
Dazu ist er Vermutlich was Gehälter und mögliche Vertragsinhalte bei einen neuen Arbeitgeber betrifft mind. So gut informiert wie du oder ich.
Das heißt er wird genau wissen was er fordert kann und was nicht und da sind auch 60.000 im monat mehr als nichts und wären keine Einbuße.
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