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Das System Fußball - Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit

21.05.2020 - 15:34 Uhr
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Zitat von KSColeoleeee

Die Bundesliga (respektive DFL) mit ihrer zentralen Vermarktung ist jedoch ein „Relikt“ aus der „sozialen Marktwirtschaft“ der BRD, die immer einen Gegenpol zur freien Marktwirtschaft - zum Beispiel - der USA gebildet hat. Und heute einen Gegenpol zu globalen Wirtschaftstendenzen bildet.


.

Also auf das mit den USA muss jetzt auch eingehen. Fast schon paradox sind die Teams in den US Profiligen extrem solidarisch. Obwohl die Teams in der NFL, NBA, MLB oder NHL die Spielzeuge von Milliardären sind, werden die gesamten Liga Einnahmen erfolgsunabhängig aufgeteilt. Dazu kommen noch die sogenannten Drafts wo jeder Club die Neuprofis auswählen darf. Hier wählt der Ligaletzte zuerst und der Gewinner zuletzt. Ergebnis: Chancengleichheit mit regelmässig neuen Spitzenmannschaften.

Davon ist der Fussball in Europa und Deutschland Lichtjahre entfernt. Mit dem neuen Investorendeal zementieren die Spitzenclubs ihre Vormachtstellung nur weiter. Deshalb kann ich dieses „Solidaritäts“ Gerede von Leuten die den Löwenanteil de mr Gelder bekommen nicht mehr hören und hatte aus diesem Grund gehofft der KSC lehnt ab. Jetzt kam’s anders. Trete ich deshalb aus dem KSC aus? NIEMALS!!

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Bananen Verbot, aber sofort!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von garfi am 12.12.2023 um 18:38 Uhr bearbeitet
Zitat von garfi

Zitat von KSColeoleeee

Die Bundesliga (respektive DFL) mit ihrer zentralen Vermarktung ist jedoch ein „Relikt“ aus der „sozialen Marktwirtschaft“ der BRD, die immer einen Gegenpol zur freien Marktwirtschaft - zum Beispiel - der USA gebildet hat. Und heute einen Gegenpol zu globalen Wirtschaftstendenzen bildet.


.

Also auf das mit den USA muss jetzt auch eingehen. Fast schon paradox sind die Teams in den US Profiligen extrem solidarisch. Obwohl die Teams in der NFL, NBA, MLB oder NHL die Spielzeuge von Milliardären sind, werden die gesamten Liga Einnahmen erfolgsunabhängig aufgeteilt. Dazu kommen noch die sogenannten Drafts wo jeder Club die Neuprofis auswählen darf. Hier wählt der Ligaletzte zuerst und der Gewinner zuletzt. Ergebnis: Chancengleichheit mit regelmässig neuen Spitzenmannschaften.

Davon ist der Fussball in Europa und Deutschland Lichtjahre entfernt. Mit dem neuen Investorendeal zementieren die Spitzenclubs ihre Vormachtstellung nur weiter. Deshalb kann ich dieses „Solidaritäts“ Gerede von Leuten die den Löwenanteil de mr Gelder bekommen nicht mehr hören und hatte aus diesem Grund gehofft der KSC lehnt ab. Jetzt kam’s anders. Trete ich deshalb aus dem KSC aus? NIEMALS!!



Ich hab ja nicht die Solidarität innerhalb der Bundesliga/DFL mit derjenigen der NBA verglichen, sondern die soziale Marktwirtschaft mit der freien. Von der NBA war keine Rede.

@El-Konsolero hat - soweit ich das richtig verstanden habe - ergänzend darauf verwiesen, dass die zentrale Vermarktung der DFL kein deutsches Alleinstellungsmerkmal ist. Und er hat das Argument gebracht, dass der Wettbewerb der höchsten nationalen Ligen ohne den Liga-Unterbau sehr wahrscheinlich nicht möglich oder eher unattraktiv wäre. Beides halte ich für ziemlich valide Argumente. -

Mir ging es in meinem Post jedoch um die Tatsache, dass diese Solidarität in Deutschland - wie auch immer sie gefärbt/strukturiert ist - kein Naturgesetz ist und wir als KSC gut daran täten, bestimmte gesamtgesellschaftliche Tendenzen dahingehend zu prüfen, wie wir uns als Verein unsere eigene Zukunft vorstellen anstatt auf die Ergebnisse der Verhandlungen anderer zu warten.

Was die NBA betrifft: I love that game. Die dortige „Solidarität“ ist - wie Du beschreibst - sicher anders gelagert und wird zudem viel strenger überwacht als - sagen wir - das so genannte „Financial FairPlay“ *hust* im europäischen Spitzenfußball. Doch wer genau hinsieht, wird erkennen, dass es eine mindestens ebenso fragwürdige Solidarität ist, die nur einem Zweck dient: Das Geschäft „NBA“ am Laufen halten.
Die „Fankultur“ ist eine komplett andere, es gibt weder Auf- noch Abstieg (ganz gleich wie schlecht du abschneidest), der Event-Charakter wirkt wie vieles andere übertrieben künstlich, das Franchise-System ist mitunter ein Spielball der superreichen Klubbesitzer, das Rekrutierungssystem aus dem College oder Ausland ist aufgebaut wie eine Menschen-Lotterie, usw. Kurzum: Alles dient dem Zweck der kommerzialisierten Unterhaltung von Fernsehzuschauern in verschiedenen Zeitzonen und somit auch weltweit. Als Fan kann es Dir passieren, dass dein Team am Ende der Saison in deiner Stadt abgeschraubt und in einer anderen Zeitzone unter anderem Namen wieder angeschraubt wird. Undenkbar in Europa.

All das mag aber für den US-amerikanischen Markt und seine 4 Hauptsportarten Basketball, Baseball, Football und Eishockey der richtige Ansatz sein.
Ich denke, für Europa ist das nix. Die „Super League“-Idee ging/geht ja in diese Richtung. Deshalb: Sorry, wahrscheinlich verstehe ich Deinen Post leider nicht ganz. Was genau ist Dein Kritikpunkt? Ist das ein Plädoyer für mehr oder „echte“ Solidarität innerhalb der DFL?

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„Die Hölle, das sind die anderen.“ JPS

(Was Sartre damit sagen wollte: „Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSColeoleeee am 12.12.2023 um 20:25 Uhr bearbeitet
Zitat von Barbecue

Ich äußere mich zu dem Thema nicht, weil ich schlichtweg keine Ahnung habe, was mit dem Investoren-Deal einhergehen würde und was nicht? Ich kann es schlicht nicht abschätzen. Sämtliche negative Kommentare enthalten bisher allerdings auch nichts inhaltliches sondern überspitzt gesagt "capitalism BAD", was ich für eine eher unterkomplexe Einstellung halte...

Vielleicht kann ja jemand ausführen:

- Was das ganze finanziell für den KSC bedeutet
- WIE wir uns damit ins Bein schießen?
- ...

Substanzloses aber lautes dagegen sein löst bei manchem Leser eher gegenteiliges aus...


Bevor ich das in eigene Worte packe und womöglich falsch wiedergebe, habe ich zwei Artikel rausgesucht, die das Ganze - nach meiner Einschätzung - so ordentlich zusammenfassen, dass man es versteht bzw. seine eigenen Schlüsse daraus ziehen kann:

Der erste ist aus „Die Zeit“ und erschien vor der Abstimmung:
https://www.zeit.de/sport/2023-12/dfl-investor-bundesliga-pro-contra/seite-3

Der zweite stammt aus der Sportredaktion der „Deutschen Welle“ bzw. dem Sportinformationsdienst (SID) und erschien nach der Abstimmung:
https://amp.dw.com/de/dfl-beschliesst-investoren-einstieg-für-die-bundesliga/a-67690206

Vielleicht bringt das etwas Licht ins Dunkel.

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„Die Hölle, das sind die anderen.“ JPS

(Was Sartre damit sagen wollte: „Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSColeoleeee am 12.12.2023 um 23:31 Uhr bearbeitet
Zitat von KSC-FAN1894

Wenn man liest wie das Geld aufgeteilt wird ist klar das die Schere zwischen den deutschen Clubs noch weiter auseinander geht.
Alleine diese 100 Mio. für Vereine die zu Marketingzwecken ins Ausland reisen.


Erste Klasse Flüge von München nach Singapur sind teuer, ins Elsass kommst Du mit dem 49Euro Ticket ugly
Klar lachen sich Bayern, der BVB oder Bayer kaputt dass sie auf Kosten des Rests der DFL ihren internationalen Grössenwahn finanziert bekommen. Wie geschrieben interessiert mich was für den KSC hängen bleibt und welche Zugeständnisse wir den Investoren machen müssen.

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Bananen Verbot, aber sofort!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von garfi am 13.12.2023 um 08:48 Uhr bearbeitet
Die Hoffnung liegt jetzt bei Hannover 96. Und bei jedem Verein, dass er Einspruch gegen den Ausgang der Abstimmung einlegt.

Quelle: 11Freunde
Ges­tern berich­teten wir hier über die undurch­sich­tigen Hin­ter­gründe der DFL-Mit­glie­der­ver­samm­lung, die am Montag den Ein­stieg eines Inves­tors beschloss. Inzwi­schen sickerte durch, welche Ver­eine gegen das Unter­fangen votierten. Aus­ge­rechnet Han­nover 96, ver­treten durch Geschäfts­führer Martin Kind, soll sich nicht dar­unter befinden. Und das, obwohl der Verein ihn explizit anwies, gegen den Deal zu stimmen. ​„Dem Ent­schluss fehlt damit die Legi­ti­ma­tion“, stellte Han­no­vers Ver­eins­vor­stand Sebas­tian Kramer jetzt fest. Zur Erin­ne­rung: Es war eine ein­zige Stimme, die die anonyme Abstim­mung letzt­lich ent­schied. Die von Martin Kind?

Der 79-Jäh­rige gilt als Befür­worter eines Inves­to­ren­ein­stiegs, sein Klub als strikter Gegner. Doch der Verein hat gegen­über Kind ein ​„unein­ge­schränktes Wei­sungs­recht“, gere­gelt durch 50+1. Heißt kon­kret: Martin Kind hätte im Sinne des Ver­eins stimmen müssen. Tat es aber wohl nicht. ​„Es gab eine ein­deu­tige Wei­sung, und die kann nicht umge­setzt worden sein“, bemerkt Kramer. Und erhebt jetzt zu Recht Vor­würfe gegen die DFL: ​„Durch aktive Untä­tig­keit ist ein Ent­schluss zustande gekommen, der bei kon­se­quenter Durch­set­zung der 50+1‑Regel nicht zustande gekommen wäre“. Ob die Ent­schei­dung der DFL nun doch noch platzt, hängt davon ab, ob ein Klub sie offi­ziell anficht.

Sollten sich die Vor­würfe gegen Kind bewahr­heiten, dürften dar­über hinaus auch seine Tage als Geschäfts­führer bei 96 gezählt sein. Gegen­über dem Verein hat er eine Aus­kunfts­pflicht. Doch die ent­spre­chende Nach­frage ließ er – bis­lang – unbe­ant­wortet.

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von soulKSC am 13.12.2023 um 08:51 Uhr bearbeitet
Zitat von ML7DeutscheCR7


Nun ist es aber so, dass ich die These in den Raum stelle, dass bei den Fußballvereinen, die Mehrheit der Mitglieder jeweils dagegen stimmen würde (Ausnahme RB), wenn sie die Entscheidung gehabt hätten. Jetzt kann man zurecht damit argumentieren, dass die Bosse, aber natürlich im Recht sind, trotzdem anders zu entscheiden. Das mag rechtlich völlig in Ordnung sein, moralisch ist es das aber für mich nicht. Wenn ich weiß, dass die (deutliche) Mehrheit meiner Mitglieder gegen die Entscheidung ist, ich mich aber trotzdem dafür entscheide, dann ist das für mich einfach nicht in Ordnung.

Wie gesagt das Ganze ist legitim, aber ich als Individuum habe mich gefragt, wieso ich in einem Verein sein soll, der die Interessen seiner Mitglieder mMn. nicht ausreichend berücksichtigt? Deshalb bin ich doch in einem Verein, um mitzugestalten und mitzubestimmen.
Deshalb unterstütze ich jetzt lieber andere Vereine, bei denen ich das kann. Das heißt übrigens nicht, dass ich gar nicht mehr zum KSC gehe oder die Spiele schaue. Aber warum soll ich in einem Verein Mitglied sein, bei dem die Meinung der Mitglieder egal ist, sobald es um Geld geht? Darum geht es mir.
Wie gesagt aus meiner Sicht, hört sich der Deal auch rein wirtschaftlich nicht nachhaltig oder sinnvoll an.


Wie du ja schreibst, ist deine Ausführung eine These und deine Meinung; ich bezweifle, dass es innerhalb jedes Vereins eine Mehrheit GEGEN diese Entscheidung gibt - und ich stelle sogar die These auf, dass die Mehrheit der KSC-Mitglieder sich für den Einstieg entscheiden würden, hätten Sie die Wahl.

Warum ich meine These glaube - mein Umfeld, mehrere KSC-Mitglieder und "sogar" aktive Ultra's sind entweder pro Investor oder zumindest nicht gegen den Einstieg - klar gibt es auch den einen "Gegner", der den Ausverkauf des Fussballs in DE befürchtet, aber wie gesagt, in meinem Umfeld ist die Entscheidung klar pro Investor.

Allerdings, um es jetzt nicht zu positiv darzustellen, sagen die meisten auch, was jetzt eigentlich kommt und welche Auswirkung es auf die 1. & 2. BL haben wird (und damit auch auf den KSC) nicht bekannt ist....aber die meisten finden z.B. eine Streaming-Plattform eine gute "Sache"...

@all - ich habe es schon mal gefragt, kann man innerhalb eines bestehenden Threads eine Abstimmung einfügen? mich würde echt interessieren, ob man hier eher pro oder contra ist.
Ich hab mir jetzt ein paar Artikel dazu durchgelesen, um mal zu verstehen, was diesen mögliche Investor-Deal im Kern ausmacht. Mal ganz abgesehen davon, ob man das gut oder miserabel findet, hab ich versucht, das in drei Punkte einzustampfen:

1. Der Ausgangspunkt: Die DFL - und da sind sich die Vereine wie auch viele Fans und Fan-Gruppierungen scheinbar einig - braucht Geld, um in die Zukunft zu investieren, die eigene Vermarktung im In- und Ausland voranzutreiben, und um im Konkurrenzkampf mit anderen Ligen mitzuhalten bzw. nicht abgehängt zu werden. Mittel zum Zweck dieser Investition ist eine Auslagerung der Vermarktungsrechte für die nächsten 20 Jahre.

2. Die Wette: Die DFL geht eine Wette ein. Diese Wette lautet (sinngemäß): „Wir gehen davon aus, dass das Wirtschafts-Produkt ‚Profi-Fußball’ auch in Zukunft attraktiver und auch einnahmenträchtiger werden wird; und zwar so attraktiv, dass wir (alle 36 Vereine der 1. und 2. Liga) bereit sind, 8 Prozent unserer jährlichen Einnahmen aus diesen Vermarktungsrechten an einen Investor abzugeben. Für diese 8 Prozent wollen wir 1 Milliarde erlösen. 300 Millionen von dieser 1 Milliarde erhalten die Vereine, um ab Bestehen des Deals das sofortige Minus von diesen 8 Prozent auszugleichen - zumindest für die ersten Jahre, denn wir gehen ja davon aus, dass wir bald (hier wird kein Zeitrahmen genannt) so viel mehr erwirtschaften, dass diese 8 Prozent Minus nicht weiter ins Gewicht fallen.“ Heißt: Bringt der Deal mittelfristig mehr als diese 8 Prozent plus X sind alle zufrieden. Allerdings: Schafft es die DFL mit Hilfe des Investors nicht, signifikant mehr als diese 8 Prozent in Zukunft einzunehmen, schauen alle blöd aus de Wäschuglygrins

3. Die Folgen abseits des Deals: Tja, das ist heute nicht absehbar. Zwar behält sich die DFL die Rechte für - zum Beispiel - den Saison-Terminplan vor (= „rote Linie“), aber was in 5 Jahren passiert, wenn die Einnahmen nicht gestiegen sind und einer (z.B. Streamer, o.ä.) die „Entzerrung“ des Spielplans als Bedingung fordert (also z.B. unterschiedliche Spielzeiten für jedes Spiel), weiß keiner. Dieses Szenario käme dann quasi der „Pistole auf der Brust“ gleich.

Für den KSC würde ein solcher Deal bedeuten:
- 8 Prozent weniger Einnahmen aus den Vermarktungsrechten, die der DFL obliegen.
- Als Ausgleich für die ersten Jahre nach Beschluss des Deals sorgt die DFL, weist aber gleichsam darauf hin, dass man jegliches Szenario schon mal mit einplanen sollte
- Geht die Wette auf, bedeutet das Mehreinnahmen im Vergleich zu heute. Geht die Wette schief, fehlt ein Teil der Einnahmen, mit denen man heute noch operiert. Quasi: Gürtel noch enger schnallen.

Natürlich wird es noch mehr Faktoren geben, die hier und in Zukunft eine Rolle spielen. Das Ganze ist also nur sehr schwer vorherzusagen. - Hoffe aber, das hilft als erste Einschätzung! Gern korrigieren, falls ich irgendwo falsch abgebogen bindaumen-hoch

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„Die Hölle, das sind die anderen.“ JPS

(Was Sartre damit sagen wollte: „Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSColeoleeee am 13.12.2023 um 15:47 Uhr bearbeitet
Zitat von KAlist


Also genau das was die DFL schon lange will so aber nicht durchgesetzt bekommt und später den Buhmann Investor nennen kann: Entzerrung des Spielplans!
... mit Pistole auf der Brust, Investor will das so, Vereine brauchen das Geld daher keine Alternative, weltweiter Rückgang der Finanzen konnte ja keiner Ahnen ugly

Ich gehe die Wette zu 100% ein.
Die einzige Frage ist, ob das jetzt in 3, 4 oder 5 Jahren passiert.

Man hätte das auch einfach mit den Namensrechten der Bundesliga einnehmen können. Stadionnamen sind doch heutzutage auch fast alle vermarktet. Nicht das dies besonders schön wäre, aber eben nötig.
Wäre halt ein viel kleineres Stück gewesen. Und das fällt mir nur spontan ein, mit etwas Hirnschmalz gäbe es sicherlich noch mehr Lösungsansätze, um an die benötigten Mittel zu kommen.
Hier wird der Investor bewusst gesucht um spätere Änderungen immer auf diesen schieben zu können.


Ich glaube die Entzerrung des Spieltags wird eher nicht zu mehr Einnahmen führen. Der deutsche Michel ist seine Konferenz gewohnt und liebt diese, eine weitere Zerstückelung wird daher den Gegenteiligen Effekt haben auch weil viele Spiele der Liga einfach nicht interessant sind. Halte es für wahrscheinlicher dass die Liga auf 20 Mannschaften aufgestockt werden, man hätte 2 Spiele mehr zu promoten und könnte es sich noch erdreisten 1 Spiel der Samstagskonferenz zu entziehen (also dann nur noch 3 statt 4). Die Verluste des Heimmarkts wird da auch nicht so schnell von neuen Quellen im Ausland aufgefangen werden. Aktuell reden wir von 1 Mrd zu 200 Mio pro Jahr Heim zu Ausland (und da sind Österreich, Schweiz und Südtirol als deutschsprachige Gebiete schon mit drin).

Sieht man sich die Ligen an, dann ist bis auf La Liga keine Liga komplett entzerrt. Selbst die PL hat SA um 16 Uhr 4 Spiele gleichzeitig nur dass es dort meines Wissens nach keine Konferenz gibt. Und La Liga nimmt nicht unbedingt mehr Geld ein als die BL:

https://www.statista.com/statistics/782317/la-liga-tv-rights-revenue-received-by-football-teams-in-spain/

https://football-finance.com/1-bundesliga-tv-revenue-distribution/

Ja Real und Barca nehmen deutlich mehr Kohle ein als Bayern weil sie sich selbst vermarkten aber schon dahinter gleich es sich relativ an und das trotz des großen Vorteils der spanischen Sprache für die Auslandsvermarktung.

Die DFL muss halt anerkennen dass man mit der deutschen Sprache einen großen Wettbewerbsnachteil gegenüber Englisch, Spanisch oder gar Französisch hat und diesen auch nicht so leicht wegbekommt. Das ist zusätzlich zur Verpassung des Auslandsvermarktungszugs noch ein heftiger Brocken.

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Polytifoso - laut Couchinski

Blau wie´s Meer und weiß wie Schnee, dass bist du mein KSC!

HSV

We had dreams and songs to sing
Of the glory, round the Fields of Anfield Road
https://www.kicker.de/die-kind-kontroverse-rollt-ein-problem-auf-die-liga-zu-984931/artikel

Im Angesicht der aktuellen Posse um die Abstimmung bezüglich eines Investors bin ich ja mittlerweile an einem Punk, der die Sicht von 96-Präsident Kramer nicht nur unterstreicht, sondern eigentlich jeden einzelnen abstimmenden Verein in Anbetracht der Gemengelage eigentlich dazu bringen sollte, aktiv gegen die Gültigkeit der Abstimmung vorzugehen und Klage einzureichen.

Natürlich kann man jetzt hinterfragen, ob ein Verein, der mit dem Ausgang der Wahl seine eigene Stimme bestätigt sieht, sinnvollerweise Einspruch einlegen sollte. Vergegenwärtigt man sich aber, wie diese Abstimmung gelaufen ist, sehe ich eigentlich für kein stimmberechtigtes Mitglied eine Alternative.

Ein Wahlbeauftragter, der dem Weisungsrecht und einer Auskunftspflicht gegenüber seinem Stammverein unterliegt, verhält sich rechtswidrig und wird dabei von einem Wahlverfahren durch eine Organisation geschützt, die eigentlich beauftragt ist, das 50+1-Prinzip sicherzustellen. Dadurch wird eine demokratische Wahl eines Gremiums ad absurdum geführt, dem alle anderen Beteiligten angehören.

Sich jetzt hinzustellen, selbst als Befürworter des Deals, und darauf zu verweisen, dass die Wahl ja geheim gewesen wäre (was bislang nie so war) oder dass man nichts mit den Problemen bei Hannover 96 zu tun habe (was natürlich Quark ist, denn die 50+1-Regel ist von allen Vereinen beschlossen worden und als solche auch zu tragen), ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch eine Verachtung des eigenen demokratischen Stimmrechts innerhalb der DFL. Eine Wahl ist nur so lange eine Wahl, wie sie ihre eigenen Regeln befolgt.

Mal abgesehen davon, dass ich mir erhoffe, dass alle Gegner des Investorendeals Klage gegen den Ausgang des DFL-Antrags einreichen, erwünsche ich mir zwingend, dass auch der KSC sich dieser Klage anschließt, um den demokratischen Grundprinzipien, auf der diese Wahl doch eigentlich fußen sollte, gerecht zu werden.

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Zitat von Scrapmaster
https://www.kicker.de/europaeischer-gerichtshof-oeffnet-tuer-fuer-super-league-986136/artikel

Einerseits gut, dass der FIFA und UEFA endlich mal die Flügel gestutzt werden, andererseits wird die Geldmaschinerie jetzt nochmal richtig in Gang gesetzt. Bleibt abzuwarten, was dies langfristig für Auswirkungen auf die nationalen Ligen und die kleineren Vereine hat.


Bin auch sehr gespannt, was da auf uns zu kommt. Von der Monopolstellung der FIFA und UEFA war ich noch nie positiv gestimmt. Deren Entscheidungen konnte ich noch nie nachvollziehen, vor allem durch das FFP traten bei mir meist nur Fragezeichen ins Gesicht. Zudem sind da vermutlich 80% von korrupt, seit Jahrzehnten bekommt man die WM oder EM nicht mehr zugewiesen, sondern es wird dafür gezahlt.

Also gerne kann diese Konstrukt mal komplett zerstört werden. Da habe ich nichts dagegen.
Ob es durch diesen Beschluss jetzt fairer und konsumentenfreundlicher wird?
Ich glaube nein.

Aber ein positiver Aspekt: "Die Spiele sollen alle kostenlos zu schauen sein". Das wäre mal eine feine Sache, nicht zig Anbieter zu kaufen, um alle nationalen und internationalen Spiele verfolgen zu können.

Nach wie vor werden die meisten Entscheidungen durch Geld und Macht getroffen. Daher denke ich, dass neue Spielmodi oder eine Super League nicht der Heilsbringer für uns Fans oder "kleinere" Vereine sein wird. Es könnte sich sogar zum Nachteil entwickeln.

Kurzfristig wird da aber meiner Meinung nach trotz des Urteils nichts kommen. Es bleibt also abzuwarten...
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