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David Wagner
Geburtsdatum 19.10.1971
Alter 54
Nat. Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Funktion Leiter der Nachwuchsabteilung
Akt. Verein RB Leipzig

David Wagner [ehem. Trainer]

09.05.2019 - 21:25 Uhr
Zeige Ergebnisse 31-40 von 272.
David Wagner [ehem. Trainer] |#31
21.10.2019 - 08:12 Uhr
Spielerisch ist das bereits jetzt eine andere Welt als in den vergangenen zig Jahren..man muss jetzt nur noch im letzten Drittel vernünftig zuende spielen, aber aber mit dem Spielermaterial einfach gar nicht möglich ist. Maximal die Hälfte der Truppe ist ausgelegt für diesen Spielstil, vor allem Oczipka, Burgstaller und Uth sind maximal fehl am Platz, aber auch Leute wie Caligiuri auf die ich eigentlich nichts kommen lassen möchte, können dieses schnelle Umschaltspiel auf Dauer nicht optimal spielen.
Aber mir wäre es lieber, wir setzen auf dieses gute System, ein System und eine Art von Fußball, für die der S04 bald stehen könnte und tauschen nach und nach das Spielermaterial, als das wir uns jetzt wieder nur auf Punkte ausrichten, egal um welchen Preis.
David Wagner [ehem. Trainer] |#32
30.10.2019 - 00:20 Uhr
Leute, mir muss wirklich mal jemand erklären, wieso die Personalentscheidungen von Wagner so in der Kritik stehen.
Wie schon so häufig von den bekannteren und geschätzteren Usern hier erklärt fußt der aktuelle Erfolg nun mal auf den Entscheidungen des Trainers und bspw. der dauernd kritisierte Burgstaller ist ein nicht zu unterschätzender Faktor in unserem Spiel (Anlaufen; Führungsspieler; insbesondere Bälle festmachen, was so kein anderer vorne drin bei uns kann derzeit usw.).

Zu der Wechselpolitik muss man dringend mal auf die Interviews mit Wagner verweisen. Wer sich die nicht gibt kann auch einfach nicht mitreden:
Wagner verweist immer wieder auf die hohe Qualität und den tollen Konkurrenzkampf. Vor allem bzgl. Nastasic hat er auch mehrfach erklärt, dass er nur wegen der Verletzung aus der Startelf gerutscht ist und es einfach schwer hat, weil die andern beiden Jungs einen unfassbar guten Job gemacht haben (und besonders gut zusammen passen: Sane für Physis und Standards, Stambouli für Spieleröffnung und intelligentes Rausrücken im richtigen Moment).
Dass dann manchmal die Wechsel erst spät kommen sehe ich ähnlich. Der Coach betont aber auch dauernd, dass er nicht der reinen Rotation wegen wechselt und ein eingespieltes Team nicht ohne Not auseinander reißen will. Das halte ich für absolut legitim und auch innerhalb von 90 Minuten für einen nachvollziehbaren Ansatz.
Und jetzt sind im Pokal mit Kabak, Uth und Raman gleich mal drei potenzielle Leistungsträger erfolgreich integriert und an einen möglichen Stammplatz herangeführt worden.
Hinzu kommt wie gesagt, dass der (unerwartete) Erfolg ihm bisher einfach auch Recht gibt.

Einen Sonderfall stellt für mich nur Kutucu dar, den ich auch wirklich gerne mehr sehen würde.
Die anderen Jungspunde aus der eigenen Jugend dürfen sich gerne erst mal in der Regio an die ruppigere Gangart im Profi- bzw. Herrenbereich gewöhnen. Das tut ihnen sicher gut und dass jetzt Boujellab letzte Saison schon auf Einsätze gekommen ist liegt wohl vornehmlich daran, dass uns ein unbekümmerter und kreativer Spieler in dem Moment einfach ansonsten abgegangen ist.
Jetzt wo andere wieder performen kann er in aller Ruhe herangeführt werden. Er und Mercan haben gerade mal 9 Spiele in ihrer ersten Profisaison gesehen und werden wohl nach und nach irgendwann zu ihren Einsätzen kommen und dürfen ganz gemächlich Erfahrung auf unterschiedlichem Niveau sammeln.

Erfahrung ist hier auch das richtige Stichwort. Wie man in den letzten drei Spielen sehr schön sehen konnte kann es im Fußball immer sehr schnell in beide Richtungen (Erfolg oder Misserfolg) gehen und auch eine grandiose Leistung reicht nicht immer für einen souveränen Sieg.
Deshalb sind Spieler wie Caligiuri und Oczipka, die nicht mehr top performen, aber in gewissen Situationen die nötige Ruhe mitbringen oder mal das passende Foul begehen auch weiterhin gefragt. Das gleiche gilt für Burgstaller, der nebenbei auch schon bewiesen hat, dass er knipsen kann. Bitte denkt auch mal an die Durststrecken von anderen Größen wie bspw. Huntelaar zurück.
Und deshalb ist jetzt beim aktuellen Entwicklungsstand noch nicht immer Platz für alle Jungspunde. Da springen schon Nübel, Kabak, Kenny, McKennie, Serdar, Harit und Matondo rum, die alle noch etwas grün hinter den Ohren sind.
Wenn dann ein Kutucu häufig noch wild (weil besonders motiviert) und taktisch unorthodox agiert, braucht er vielleicht doch noch etwas mehr Zeit, als sich manch einer wünschen mag.
Ich bin mir sicher, der Junge wird seinen Weg bei uns gehen. Bis dahin können wir uns aber einfach freuen, einen Joker zu haben, der brennt sobald er rein kommt und mit seinem Tempo und seiner Zielstrebigkeit dem Gegner dann so richtig Feuer macht.

Bis er das und noch viel mehr dann über 90 Minuten abrufen kann sollten wir alle mal die Füße still halten und unseren neuen Verantwortlichen vertrauen, die uns gerade ein Schalke bescheren, dass gefühlt zum ersten mal seit Ewigkeiten wieder richtig viel Bock macht!
David Wagner [ehem. Trainer] |#33
30.10.2019 - 10:18 Uhr
Zitat von nibo1904
Zitat von EnzoDerMobster

Zitat von nibo1904

Tja, David

Es bleibt aktuell wirklich dasselbe.

Es ist unfassbar wie schnell und gut er uns spielerisch wie stark verbessert. Es ist unfassbar, wie gut er einzelne Spieler gemacht hat.

Es ist aber weiterhin unfassbar, dass wir anscheinend zu wenig Kondition haben für 90. Minuten und vor allem was für merkwürdige Personalentscheidungen er teilweise und was für Wechsel und wie viel zu spät er diese immer vollzieht.

Ich hoffe, bei den letzten Punkten ändert er sich noch.

Denn an sich macht er eine sau gute Arbeit. Er muss nur gucken, dass er sich das nicht selbst alles kaputt macht.


Welche seltsamen Entscheidungen meinst du denn?

Gut, Burgstaller hätte ich vielleicht nicht noch das neunte Mal spielen lassen in der Liga, aber ansonsten sind es doch auch seine Personalentscheidungen, die uns so gut machen?! Auch wenn er nicht immer die hippen und coolen Spieler spielen lässt.

Zu den Wechseln... ja gut. Was soll man auch wechseln, wenn man den Gegner so durch die Wand klatscht.

Es sollten sich viele mal vor Augen halten, dass Wechsel vor der 60. Minute auch eher die Ausnahme sind.


Zum ersten: Klar, natürlich. Deshalb ja auch "teilweise". Damit meine ich Sachen wie Schöpf auf Acht in Hoffenheim, ein flaches 4-4-2 Mit Uth gegen Köln, wo dann Mc Kennie hinterher als LA spielt, seine komische Treue zu Burgi, mit einem weiteren eher Abschlussschwachen Stürmer.

Dazu spielen für mich Kutucu und Uth zu wenig.

Zu den Wechseln: Naja, wenn ich weiß, dass ich gute Alternativen auf der Bank habe, weiß dass meine Mannschaft nach 70. Minuten stehend K.O seit Wochen ist und mir das Spiel langsam entgleiten, muss man früher wechseln. Gegen Köln, Hoffenheim, im Derby und heute besonders. Denn man wusste ja, dass man souverän führt und eine englische Woche hat. Wen er bringt ist auch oft nicht ganz nachzuvollziehen.

Wie gesagt, an sich macht er eine klasse Arbeit, jedoch sollt er aus den Sachen noch lernen. Da sind einige Dinge seit Wochen dabei.

Das wir nach 70Minuten platt sind liegt an der intensiven Spielweise. Wir sind sowohl was die Laufleistung insgesamt, besonders aber die intensiven Läufe und Sprints ganz vorne dabei in der Liga, teilweise sogar mit Abstand vorne. Spieler anderer Mannschaften wären ähnlich platt, da bin ich mir sicher.

Bei Personalentscheidungen kommt es immer darauf an, was man bewirken möchte. Schöpf ist ein Allrounder, kann definitiv im Zentrum spielen und ist extrem laufstark, was in unserem Spiel sicher nicht verkehrt ist. Uth in Köln kann auch ein Experiment gewesen sein, gestern hat er neben Raman gespielt. McKennie hat genug Dynamik um auch auf dem Flügel nützlich sein zu können, auch wenn das nicht seine Hauptposition ist. Seine Physis ist aber wertvoll für uns und dann kann es sinnvoller sein einen Spieler auf dem Feld zu behalten, auch wenn er positionsfremd spielt, auch weil man so einen Wechsel aufspart. Und über Burgstaller wurde schon seitenlang diskutiert.

Die meisten die argumentieren, er hätte Kutucu, Mercan oder Miranda bringen sollen, wollen diesen Spielern Spielpraxis ermöglichen. Wenn es darum geht Spieler heranzuführen, dann wären sie auch die sinnvollsten Wechselkandidaten.
Bei taktischen Wechseln, gerade wenn dann Systemumstellungen umgesetzt werden sollen, sind die Entscheidungsgrundlagen völlig andere. Gestern kam Serdar für McKennie, also eine etablierte Kraft, der im Rhythmus und eingebunden ist. Burgstaller sollte vorne wühlen und mit gegen den Ball arbeiten. Hätte Wagner auf den KO-Punch gesetzt, wäre stattdessen wahrscheinlich Matondo gekommen. Und Nastasic sollte kurz vor Ende zusätzliche Defensivstärke einbringen.

Die Entscheidungen lassen sich schon nachvollziehen, es kommt eben darauf an, ob man die Idee hinter den Wechseln versteht. Er wechselt tatsächlich relativ spät und könnte zumindest den ersten Wechsel vorziehen. Bei unserer Spielweise halte ich es aber auch für sinnvoll sich Wechselmöglichkeiten aufzuheben, falls ein Spieler wirklich nicht mehr kann oder sich verletzt. Denn die letzte Viertelstunde in Unterzahl, nachdem wir 75 Minuten dieses Tempo gegangen sind, wäre fatal.

Dazu haben Wechsel neben taktischen und spielerischen Wirkungen auch psychologische. Erfahrene Spieler mit Führungspotenzial können eine Partie beruhigen, ein junger flinker Konterspieler zeigt, dass der KO gesetzt werden soll. Da sind einfach viele Faktoren, die bei Wechselentscheidungen eine Rolle spielen. Wenn man nicht weiß, welche Faktoren Wagner berücksichtigt und worauf er besonders wert legt, dann können die Entscheidungen irritierend sein.

Ich wundere mich auch über einige Wechsel, aber ich kann Wagner zugestehen, dass er die Entscheidungen wohlbedacht trifft und letztlich trägt er auch die Verantwortung. Mich würde es auch freuen, wenn beispielsweise Kutucu häufiger spielt oder Miranda mal seine Chance erhält. Wagner setzt aber wohl recht stark auf Eingespieltheit, auf einen erweiterten Stamm von 14-15 Spielern. Das hat Vorteile, bedingt aber auch gewisse Nachteile.
Schöpf war bisher außen vor, hat jetzt zweimal begonnen, weil McKennie und Serdar nicht 100%ig fit sind. Er macht seine Sache ordentlich, wird aber wieder nur Ersatz sein, wenn die beiden wieder komplett fit sind. Noch scheint Wagner nur bedingt rotieren zu wollen. Gegen Bielefeld kamen Raman, Uth und Kabak neu rein, dann wären zusätzlich Mercan und Miranda einfach zu viel gewesen. Vllt kommen beide rein, wenn wir das 4. und 5. Tor machen. Wagner wirkt was das Personal angeht etwas konservativer, aber bisher gibt ihm der Erfolg recht. Spieler wie Miranda, Kutucu, Boujellab oder Mercan werden aber ihre Chance bekommen.
David Wagner [ehem. Trainer] |#34
30.10.2019 - 14:53 Uhr
Man muss ja an der Stelle auch einmal betrachten, in welcher Situation sich DW mit der Mannschaft befindet. Er kommt zu einer Mannschaft die spielerisch letzte Saison abgeschmiert ist. Allein sein neues Spielsystem/ seine neue Spielphilosophie ist doch schon der erste krasse Einschnitt und Änderung für die Mannschaft. Und in diesem Zusammenhang ist nun mal ebenso wichtig, das Gesamtkonzept stimmig zu halten, die Mannschaft zu festigen und die perfekte Raum- und Rollenverteilung auf dem Platz sicherzustellen. Ansonsten ist es irgendwann auch zu viel mit den Änderungen und das ganze Konstrukt bricht ein. Ich denke das ist auch ein Grund wieso aktuell noch auf bewährte Spieler gesetzt wird.

Sollte das System irgendwann in sich stabil sein und sich bewährt haben, sind die Abläufe gefestigt und es kann auf Spieler wie Miranda, Kutucu und Mercan zurückgegriffen werden. Und die Jungs werden ihre Chance bekommen. Aber aktuell hilft uns halt eben noch nicht der Stürmer weiter, der wie wild über den ganzen Platz rennt.

Ich bin erst einmal froh, dass wir endlich wieder einen Trainer haben, bei dem man auf Anhieb ein Konzept feststellt. Der erste nach Rolf glaube ich. Und die späten Wechsel, Nichtberücksichtigung von diversen Spieler etc. wird sich auch noch geben.

Im Übrigen: Junge Spieler kommen doch meist ihre Chance, wenn das Stammpersonal ausfällt. Gut das es aktuell bei uns nicht so ist, aber gleichzeitig macht es das für die jungen Spieler natürlich schwieriger in das Team zu rücken.

•     •     •

Wenn Schalke 04 nicht wär, wär das Parkstadion immer leer *sing
David Wagner [ehem. Trainer] |#35
30.10.2019 - 16:24 Uhr
Zitat von Leonidas89


Wagner macht bisher einen klasse Job und ich hoffe, dass er das noch lange tut, aber dazu gehört halt auch, dass man auch in guten Phasen nicht vergisst, an den Dingen zu arbeiten, die man ggf. noch optimieren kann.


Und das tut David Wagner nicht? Der Wagner, der gebetsmühlenartig auch nach gewonnen Spielen betont, dass alle gemeinsam noch in einem kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozess sind ...

Vielleicht haben die Meisten, denen hier die rosarote Brille vorgeworfen wird, nur das Vertrauen, dass unsere Verantwortlichen und insbesondere David Wagner genau das mit Kompetenz, Engagement, Leidenschaft, aber auch Geduld, Realismus, dem Blick für´s Mögliche und der Lebenserfahrung, dass nicht alles auf einmal geht und es im Leben wie im Fußball immer auch wieder Rückschläge gibt, umsetzen und richtig gut machen.

Zumindest ist das meine Wahrnehmung, meine Sicht und mein Empfinden der aktuellen sportlichen Situation. Ja, ich bin zufrieden, sehr sogar. Weil es seit langer Zeit richtig gut aussieht, Spaß macht, ein Plan erkennbar ist UND ich das Vertrauen habe, dass das planvoll geschieht UND auch die handelnden Personen incl. David Wagner sehen und wissen, wo es noch Dinge zu verbessern gibt und das sogar angehen.

Ich verspüre einfach nur keinerlei Drang, etwaige "Missstände" benennen und anprangern zu müssen. Nicht, weil ich nicht sehe, dass es immer noch viel zu tun und zu verbessern gibt. Einfach, weil ich zum einen sehr, sehr zuversichtlich bin, dass auch David Wagner die hier angesprochenen, wenn wir ehrlich sind, nicht sonderlich komplexen Sachverhalte auch sieht, und ich ihm sogar tatsächlich mehr Kompetenz und Einschätzung der Spieler und des Kaders zuspreche, als mir, insbesondere aufgrund der für mich außerordentlich unerwarteten positiven Leistungsentwicklung. Auch bin ich recht optimistisch, dass die hier angesprochenen Dinge für David Wagner keine völlig ungeahnten Ansatzpunkte darstellen, und er diese gedanklich auch schon durchspielt bzw. es getan hat, aber eben auch Gründe haben wird, dies nicht oder eben noch nicht zu tun.

Meine Zufriedenheit und Zuversicht speist sich nun mal aus der wahrnehmbaren Leistungskurve UND dem Vertrauen in David Wagner, dass ihm Potentiale auch bekannt sind und auffallen, und er einen Plan verfolgt, sie zu heben. Dass dies nur Schritt für Schritt geht, deckt sich dann zufälligerweise auch noch mit meiner persönlichen Lebenserfahrung.

•     •     •

Man sollte einen Gedanken erst einmal zulassen, bevor man ihn ablehnt.
Ich erwarte keine Zustimmung zu meiner Meinung, sondern nur, dass ich sie haben darf!
David Wagner [ehem. Trainer] |#36
09.11.2019 - 17:51 Uhr
Also zu Uth und Schöpf wären vermutlich sehr viele Spieler die bessere Alternative gewesen. Die machen einfach wenig bis gar nichts richtig oder gut. Pressing bestenfalls durchschnittlich, spielerisch nicht gut, keine Ballsicherheit. Da hätte heute selbst Burgstaller mehr Sinn ergeben als Uth. Auf Erfahrung kann man es ja auch nicht schieben, schließlich verdaddeln wir auch mit den erfahrenden Spieler Führung um Führung.

Das ist jetzt das 3.Heimspiel in der Liga gegen einen Gegner, der individuell unterlegen ist, in dem man nach Führung wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und heute sogar drei Mal. Das ist dann definitiv auch die Aufgabe des Trainers, denn das Muster ist schon ziemlich offensichtlich. Das gilt natürlich ganz losgelöst von den Personalien.

Insgesamt leistet er natürlich sehr gute Arbeit, aber es ist sehr frustrierend, dass man mit etwas besser wirklich überragend dastehen könnten. Wir verschenken viel zu viele Punkte und das Schema warum ist oftmals dasselbe.

Spielkontrolle ist dieser Mannschaft, sobald sie in Führung geht, ein Fremdwort. Bei 2:1 gegen einen Gegner, dem ansonsten vollkommen die Mittel fehlen mit 8 Mann blind nach vorne pressen, insbesondere wenn man dann in der IV mit Notnagel spielen muss, also bitte. Spätestens nach dem 3:2 muss dann auch doch mal eine Ansage kommen.
Individuelle Fehler oder mal eine schlechte Leistung, damit komme ich klar, aber ständig dieselben Fehler zu machen, ist einfach extrem frustrierend. Wie viele gefährliche Kontersituation wir in Führung ständig zu lassen, geht einfach gar nicht.

Dass man die zwei Spieler, die ein Spiel auch mal kontrollieren können entweder abgegeben oder aussortiert haben, kommt natürlich noch erschwerend hinzu.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MrSatan2 am 09.11.2019 um 17:55 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#37
09.11.2019 - 18:08 Uhr
Zitat von MrSatan2
Also zu Uth und Schöpf wären vermutlich sehr viele Spieler die bessere Alternative gewesen. Die machen einfach wenig bis gar nichts richtig oder gut. Pressing bestenfalls durchschnittlich, spielerisch nicht gut, keine Ballsicherheit. Da hätte heute selbst Burgstaller mehr Sinn ergeben als Uth. Auf Erfahrung kann man es ja auch nicht schieben, schließlich verdaddeln wir auch mit den erfahrenden Spieler Führung um Führung.

Das ist jetzt das 3.Heimspiel in der Liga gegen einen Gegner, der individuell unterlegen ist, in dem man nach Führung wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und heute sogar drei Mal. Das ist dann definitiv auch die Aufgabe des Trainers, denn das Muster ist schon ziemlich offensichtlich. Das gilt natürlich ganz losgelöst von den Personalien.

Insgesamt leistet er natürlich sehr gute Arbeit, aber es ist sehr frustrierend, dass man mit etwas besser wirklich überragend dastehen könnten. Wir verschenken viel zu viele Punkte und das Schema warum ist oftmals dasselbe.

Spielkontrolle ist dieser Mannschaft, sobald sie in Führung geht, ein Fremdwort. Bei 2:1 gegen einen Gegner, dem ansonsten vollkommen die Mittel fehlen mit 8 Mann blind nach vorne pressen, insbesondere wenn man dann in der IV mit Notnagel spielen muss, also bitte. Spätestens nach dem 3:2 muss dann auch doch mal eine Ansage kommen.
Individuelle Fehler oder mal eine schlechte Leistung, damit komme ich klar, aber ständig dieselben Fehler zu machen, ist einfach extrem frustrierend. Wie viele gefährliche Kontersituation wir in Führung ständig zu lassen, geht einfach gar nicht.

Dass man die zwei Spieler, die ein Spiel auch mal kontrollieren können entweder abgegeben oder aussortiert haben, kommt natürlich noch erschwerend hinzu.

Wir fangen uns unnötige und unglückliche Gegentore, nutzen dafür vorne unsere Chancen zu selten und verpassen somit Spiele rechtzeitig zu entscheiden. Trifft Harit heute im Konter nicht die Unterkante der Latte sondern rein, gewinnen wir wahrscheinlich. Die Fortuna kommt erst durch einen Handelfmeter aus dem Nichts wieder ins Spiel, dann verlieren wir in der Offensive völlig unnötig den Ball und die Absicherung greift nicht und das letzte Tor für Düsseldorf ist einfach wahnsinnig gut gespielt.

Finde ich schwierig, da eine Systematik zu finden oder zumindest eine, wo man der Mannschaft konkret einen Vorwurf machen kann. Wenn man das Pressing aufhört, schenkt man dem Gegner mehr Spielanteile, wird passiv und fängt sich dann je nachdem auch den Gegentreffer.

Es greift noch nicht alles, aber funktioniert bereits sehr viel. Wenn wir besser spielen als punkten ist das bitter, aber deutet darauf hin, dass wir zukünftig auch ergebnistechnisch noch besser da stehen sollten.

Denke da ist jetzt bei dir auch viel Frust dabei, der verständlich ist. Wir haben in den letzten Spielen wirklich einige Punkte extrem unnötig weggeworfen. Hoffentlich lernen wir daraus und schaffen es die unnötigen Gegentore abzustellen. Insgesamt ist die Entwicklung aber weiterhin positiv.
David Wagner [ehem. Trainer] |#38
09.11.2019 - 18:28 Uhr
Zitat von Socke04

Zitat von Sinnedien

Ich kann dem Herrn nicht mehr folgen.
Seine Personalentscheidungen sind zum wahnsinnig werden. Nüchtern betrachtet, ein gerechtes Unentschieden heute, wenn man sich unsere Startelf anschaut.
Statt Jungs wie Mercan und Kutucu Spielzeit zu geben, damit die sich entwickeln können, setzt er lieber auf durchschnittliche Spieler wie Caliguiri/Schöpf/Uth.

Man man man, dass kann doch nicht wahr sein. Endlich ein Trainer, der guten Fußball spielen lassen kann, sich aber mit seinen unverständlichen Entscheidungen, das Leben selber schwer macht.


Erklär mir bitte mal inwiefern Kutucu und Mercan die besseren Alternativen zu Torschütze Caligiuri, Schöpf und Einwechselspieler Uth gewesen wären.
Offensichtlich weißt Du mehr über dieses Spiel und die Spieler als der Trainer um daran zu verzweifeln, lass es uns doch auch wissen - dann können wir gemeinsam bewerten wer nachvollziehbarere Argumente hat.


Wagner liefert gute Ergebnisse im spielerischen Bereich mit der Mannschaft, ihm verfolgte aber stets ein sehr großes Problem im Sturm-Zentrum, die uns Punkte bisher gekostet haben können. Also wenn man mal sieht was Burgstaller und Uth so vergaben, dann muss man kein Hellseher sein, um sagen zu dürfen, dass hätten einige Stürmer auf dem Niveau aber besser gemacht - und wenn es nur 30 % mehr Effizienz ist, dann sprechen wir da schon von einigen Toren mehr und vermutlich auch Punkten.

Er hat es wochenlang nicht probiert zu lösen, Burgi war gesetzt. Aber das war okay, seine Überzeugung hätte auch zu was führen können. Nun versucht er es öfters mit Uth, der bisher im Gesamten eher unterirdisch agiert, mit einem kleinen Hoch in Bielefeld. Nun nur noch mit Raman in einem anderen System, nachdem Uth zuvor ein Totalausfall war. Der kam heute wieder zum Zug und vergab aus zwei Metern vor dem Tor mit einem Kopfball als nett gemeinte Vorlage für Serdar eine große Chance.

Ich kann schon verstehen, dass man jetzt auch gerne mal Kutucu von Beginn an sehen möchte, da er bisher in beinahe jedem Auftritt zur überzeugen wusste oder vielversprechend wirkte und die meiste Torgefahr von allen austrahlte. Denn bisher konnte keine Handlung von Wagner im Sturm unser Problem lösen. Der Frust wird halt größer und größer, da Kutucu inzwischen die letzte unangefasste Alternative ist, die anscheinend konsequent nicht in Frage kommt. Wenn man dann sieht was seine Kollegen so abliefern, fragt man sich, warum nicht? Die Erklärung mit dem Druck war die einzige und letzte bzgl. Kutucu, die ja aber mit Humor genommen wurde.

Wenn man nur einen Sieg aus fünf Spielen holt, dann wird die Kritik nicht leiser. Tore sind nunmal, würde ich jetzt einfach mal behaupten, recht wichtig im Fussball.

Und nein, ich kann nicht behaupten mit Kutucu löst er das Problem, aber man kann inzwischen behaupten, mit Burgi und Uth löst er es nicht. Nach monatelanger Kost, darf man durchaus zur der Erkenntnis kommen.

Es wird halt zum Mysterium, warum lässt er ihn nicht von der Leine? Greift evtl. ein neuer Vertrag bei bestimmter Anzahl an Spielen mit einer niedrigen AK? Lachend
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RGB277740 am 09.11.2019 um 18:33 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#39
10.11.2019 - 10:11 Uhr
David hat gestern im Sportstudio wieder einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen.
Er hat mehrfach betont, dass Schalke auf einem guten Weg ist, aber noch längst nicht dort, was mit der Mannschaft möglich sein kann. Zu seiner Spielidee hat er nicht viel gesagt, das haben die Fragen allerdings auch nicht hergegeben.
Auf die Frage nach den wenigen Stürmertoren hat er etwas gereizt reagiert. Ihm sei es egal, wer die Tore macht, womit er irgendwo auch recht hat. Ich bin mir aber sicher, dass intern auf jeden Fall nach einem Neuzugang gefahndet wird.

Lasst David mal ein, zwei Jahre seine Arbeit machen. Jetzt schon wieder zu diskutieren, was alles schlecht läuft, etc... ist schon wieder reine Panikmache. Gerade mit den Problemen in der Defensive sollten wir die Spiele aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Ich will mal die Zecken ohne Hummels und Akanji spielen sehen......

Ich war über das 3:3 auch nicht begeistert. Aber gerade das letzte Tor hat bewiesen, dass die Abstimmung fehlt, was durchaus normal ist wenn die Abwehrstützen wegbrechen.

Ich hoffe hier wird endlich mal die Geduld gezeigt, die Schalke benötigt.
David Wagner [ehem. Trainer] |#40
02.12.2019 - 11:42 Uhr
Zitat von Krepo
Im Endeffekt muss man sagen, hat er alles goldrichtig gemacht. Ob das jetzt Glück oder was auch immer war, ist ja egal. Er hat wie man so schön sagt ein gutes Händchen bewiesen mit seinen Wechseln. Ich persönlich hätte auch früher gewechselt und bei mir wäre auch Cali rausgekommen für Kutucu, den ich ebenfalls als platt empfunden habe. Zum Glück coacht Wagner und nicht ich smile

Wieso er allerdings den 3. Wechsel nicht benutzt hat, um die Nachspielzeit zu drücken, erschließt sich mir auch nicht ganz. Wobei man in so einer Phase sicherlich gerne die Ordnung bewahren will und wenn dann einen erfahrenen Spieler reinwerfen will, da wäre nur Burgstaller in Frage gekommen. Da stellt sich dann die Frage für wen man ihn bringt. Einen Mercan hätte man sicherlich bringen können, allerdings hab ich in diesen entscheidenden Minuten dann doch lieber die 'erfahrenen' Mckennie, Mascarell und Serdar auf dem Platz anstatt einen talentierten Jugendspieler. Von daher, alles richtig gemacht!

Wagner wechselt tatsächlich immer sehr spät, aber das ist eine Frage der Philosophie. Und sicherlich spielen auch die Optionen von der Bank eine Rolle.

Wechsel in der Schlussphase zur Stabilisierung der Mannschaft sind komplizierter als einfach einen defensiven Spieler für einen offensiven zu bringen. Es ändert die Balance des Spiels und meist auch das System. Letzteres kann sogar, trotz eines Defensivspielers mehr, zu einer Destabilisierung führen, zumindest in der Umstellungsphase kurz nach dem Wechsel. Wenn Zuordnungen anders sind, Räume anders besetzt werden, sich die Struktur im eigenen Spiel ändert.
Bei offensiven Wechseln ist es ja ähnlich, dass ein Stürmer für einen Mittelfeldspieler nicht zwingend die Durchschlagskraft erhöht. Wenn dadurch der Spielaufbau zusammenbricht und nur noch lange Bälle gespielt werden, kann es sogar schaden.

Wagner scheint darauf zu setzen, dass sein System funktioniert und behält es so lange bei wie möglich. Erst wenn Spieler offensichtlich ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, reagiert er. Aber er wechselt nicht präventiv. Er tankt praktisch erst, wenn die Tanknadel im roten Bereich ist und nicht schon, wenn noch ein 1/4-Tank vorhanden ist. Für diejenigen, die gerne jungen Spielern gegen Spielende ein paar Minuten gönnen, ist das sicher unverständlich, aber der Ansatz an sich ist nachvollziehbar. Konservativ, aber nachvollziehbar.

Die Wahl der Startelf war auch verständlich, weil gegen Union schlicht eine gewisse Härte und Routine gefragt war. Da muss man physisch dagegen halten, auch wenn man spielerisch stärker sein sollte. Auf diese Anforderung durch den Gegner muss man reagieren. Mit einem Florettedegen richtet man eben nicht so viel aus gegen einen soliden Holzknüppel.
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