08.06.2009 - 15:10 | Quelle: Transfermarkt | Lesedauer: unter 3 Min.
 

Eine Saison der Rekorde

Die spannendste Saison in der Geschichte der Bundesliga wurde bis zum letzten Spieltag von den Stürmern geprägt. Der treffsicherste Stürmer, das erfolgreichste Sturmduo und der beste Vorbereiter kommen alle aus einem Verein: der VfL Wolfsburg sicherte sich in einem packenden Finish den ersten Meistertitel seiner Vereinsgeschichte. Dies gelang zuletzt vor 39 Jahren einem Verein – Borussia Mönchengladbach.

Jaroslav Drobný sorgte mit teils sensationellen Leistungen dafür, dass Hertha BSC Berlin bis zum Schluss ganz oben mitspielte und letztlich souverän in die neue Europa League einzog.

Großen Anteil daran hatte auch Josip Simunic. Früher durch seine „robuste“ Spielweise bekannt, überzeugte der kroatische Nationalspieler diese Saison mit starken Auftritten und avancierte so zum besten Innenverteidiger der diesjährigen Wahl.

Neben ihm spielt Heiko Westermann. Der Schalker war mit 6 Toren neben Subotic der torgefährlichste Abwehrspieler der abgelaufenen Saison und einer der wenigen Lichtblicke in einer verkorksten Gelsenkirchener Saison

Eine der wenigen Spieler, die bei Bayern Normalform zeigten, ist Philipp Lahm. Der Aussenverteidiger glänzte zwar nur selten, war aber über die Saison gesehen der Konstanteste in einer wackeligen Münchner Abwehrformation.

Marcel Schäfer vom Meister VfL Wolfsburg vervollständigt die Abwehr. Der 25jährige Linksverteidiger bereitete 8 Tor in der Liga vor und schaffte unter Felix Magath den Sprung in die Nationalmannschaft.

Auf der linken Seite im Mittelfeld dribbelt Franck Ribéry. Der Franzose zählt zu Recht zu den derzeit besten Spielern der Welt, auch wenn seine Leistungen nicht ganz so überragend waren wie noch in der letzten Saison. Dennoch buhlen ausländische Topklubs wie Real Madrid um den 26 Jahre alten Nationalspieler.

Diesen Lockrufen bereits erlegen ist Diego: künftig schnürt der Brasilianer für die alte Dame aus Turin die Fussballschuhe. Der 24Jährige war mit 12 Treffern der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga, brillierte zudem im UEFA-Pokal mit wichtigen Toren.

Der Wolfsburger Zvjezdan Misimovic (27) bereitete allein in der Liga 20 Tore vor und stellte damit einen neuen Rekord in der 40jährigen Bundesligageschichte auf. Daneben glänzte er
mit sieben Treffern auch als Torschütze.

Mario Gomez sorgte mit seinen 24 Toren dafür, dass der VfB Stuttgart bis zum letzten Spieltag die Chance hatte, die Schale zu gewinnen. Letztlich reichte es zu Platz 3 in der Tabelle und in der Torjägerliste. Gomez wechselt nach der Saison zum FC Bayern München – geschätzte 35 Millionen Euro bedeuten Bundesligatransferrekord.

Edin Dzeko (Wolfsburg) traf fast nach Belieben und netzte 26 Mal ein. Zudem lieferte der Mittelstürmer zu zehn weiteren Toren die Vorarbeit. Kein Wunder, dass er auf der Wunschliste zahlreicher Vereine (u.a. Chelsea und der AC Mailand) steht.
Der 23 Jahre alte Nationalspieler aus Bosnien-Herzegowina bildet zusammen mit Vereinskamerad

Grafite (30 Jahre) das erfolgreichste Stürmerduo der Bundesligageschichte (54 Treffer). Der Brasilianer, 2007 nach Wolfsburg gekommen, sicherte sich mit 28 Treffern die Torjägerkanone und kratzte mit 1,12 Treffern pro Spiel am legendären 40-Tore-Rekord von Gerd Müller (1,18 Tore/Spiel).

Trainer des Jahres wurde Felix Magath: Noch nie schaffte es ein Verein nach Platz 9 in der Vorrunde, die Meisterschaft zu gewinnen. Der Wolfsburger Alleinherrscher übernimmt in der kommenden Saison das Traineramt auf Schalke.


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