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Fanszene RB Leipzig

07.10.2013 - 00:29 Uhr
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Fanszene RB Leipzig |#31
25.11.2017 - 12:33 Uhr
Neue Fans waren für RB Leipzig bislang ein Segen. Doch jetzt zieht der junge Bundesligist eine problematische Klientel an, es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen etablierten linken und rechten Gruppen.


Rb-Fans.de hat es ja auch Twitter bereits publik gemacht, dort sind mir bei dem vielschichtigen Thema immernoch zu wenig Zeichen für eine sinnvolle Diskussion.

Beim letzten Heimspiel habe ich einen unfreiwilligen und unwissentlichen Feldversuch mit ein paar Leuten dieser Gruppe gehabt. Politische Richtungen waren dabei für mich erstmal nicht erkennbar, trotzdem hat mich im Nachklatsch das Verhalten an Leute aus meiner Jugendzeit erinnert.
Die Motivation ist mMn nicht der Fußball, weshalb ohnehin ein Ausschluss aus der aktiven Fanszene zutreffen ist, sondern die eigene Selbstdarstellungsmöglichkeit, sogar eventuell das Erleben des gewissen Machtgefühls.

Generell halte ich die oktroyierte Meinung für falsch, in Bezug auf den Fußball ist sie jedoch stellenweise . Abschwächend, dann doch eher selbst bestimmt. Gerade in einer sich relativ neuformierenden Fanszene, welche sich vor allem das Kredo des familienfreundlichen, gewaltfreien Fußball für Alle und Jeden auf die Fahne geschrieben hat, ist sowas natürlich mit großem Widerhall verbunden. Damit gilt es nunmehr umzugehen, sich gewissermaßen zu positionieren und vor allem zu tolerieren. Bei letzterem sicher keine Straftaten, dennoch politische Abweichungen von der eigenen Meinung, sofern sie menschlichen Grundsätzen nicht widerspricht. Menschliche Grundsätze die auch seitens der akzeptierten Fanszene vertreten werden und das mit Recht. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob dieses harsche Ausleben, diejenigen, vielleicht sogar die Mehrheit, verschreckt, welche in gewissen politischen Punkten weniger radikal sind. Geht es doch um Fußball und um mindestens ca. 90 Minütigen gemeinsamen Support. Unterstützung des gemeinsamen Vereins, des gemeinsamen Zusammenhalt, der gemeinsamen Richtung.

Dem, was die Gruppe aus dem Artikel widerspricht, weil sie sich in eine Gruppe eingeschlichen hat, die aus einer vernünftigen Motivation für sich selbst und menschlichen Motiven entschieden hat diesen Weg mit RB Leipzig zu gehen. In unterschiedlichsten Formen. Ob auf Twitter, als Redakteur bei RB-Fans, ob Sector A, B, C oder D. sogar im Live Ticker von zu Hause. Es gibt auch tatsächlich Leute die mit seinen Liebsten einfach nur ins Stadion gehen wollen, damit sie etwas Zeit verbringen können oder vor RB Leipzig keinen Bezug zum Fußball hatten. Alldem widerspricht diese Grundhaltung, diese Motivation dieser Gruppe, weil sie fernab der entscheidenden Gesichtspunkte.

Die Lösung bzw. der Umgang mit sowas? Das kann ich nicht konkret beantworten. Wenn Menschen jedoch sagen, wir finden es gut, dass man neben der Polizei noch eine Art so geartete selbsternannte Bürgerwehr hat, sollten wir darüber diskutieren.

•     •     •

Dreifacher Champion im Fußball-Quiz---Muss ich mehr sagen
Fanszene RB Leipzig |#32
25.11.2017 - 13:26 Uhr
Zitat von tony4arsenal

Neue Fans waren für RB Leipzig bislang ein Segen. Doch jetzt zieht der junge Bundesligist eine problematische Klientel an, es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen etablierten linken und rechten Gruppen.


Rb-Fans.de hat es ja auch Twitter bereits publik gemacht, dort sind mir bei dem vielschichtigen Thema immernoch zu wenig Zeichen für eine sinnvolle Diskussion.

Beim letzten Heimspiel habe ich einen unfreiwilligen und unwissentlichen Feldversuch mit ein paar Leuten dieser Gruppe gehabt. Politische Richtungen waren dabei für mich erstmal nicht erkennbar, trotzdem hat mich im Nachklatsch das Verhalten an Leute aus meiner Jugendzeit erinnert.
Die Motivation ist mMn nicht der Fußball, weshalb ohnehin ein Ausschluss aus der aktiven Fanszene zutreffen ist, sondern die eigene Selbstdarstellungsmöglichkeit, sogar eventuell das Erleben des gewissen Machtgefühls.

Generell halte ich die oktroyierte Meinung für falsch, in Bezug auf den Fußball ist sie jedoch stellenweise . Abschwächend, dann doch eher selbst bestimmt. Gerade in einer sich relativ neuformierenden Fanszene, welche sich vor allem das Kredo des familienfreundlichen, gewaltfreien Fußball für Alle und Jeden auf die Fahne geschrieben hat, ist sowas natürlich mit großem Widerhall verbunden. Damit gilt es nunmehr umzugehen, sich gewissermaßen zu positionieren und vor allem zu tolerieren. Bei letzterem sicher keine Straftaten, dennoch politische Abweichungen von der eigenen Meinung, sofern sie menschlichen Grundsätzen nicht widerspricht. Menschliche Grundsätze die auch seitens der akzeptierten Fanszene vertreten werden und das mit Recht. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob dieses harsche Ausleben, diejenigen, vielleicht sogar die Mehrheit, verschreckt, welche in gewissen politischen Punkten weniger radikal sind. Geht es doch um Fußball und um mindestens ca. 90 Minütigen gemeinsamen Support. Unterstützung des gemeinsamen Vereins, des gemeinsamen Zusammenhalt, der gemeinsamen Richtung.

Dem, was die Gruppe aus dem Artikel widerspricht, weil sie sich in eine Gruppe eingeschlichen hat, die aus einer vernünftigen Motivation für sich selbst und menschlichen Motiven entschieden hat diesen Weg mit RB Leipzig zu gehen. In unterschiedlichsten Formen. Ob auf Twitter, als Redakteur bei RB-Fans, ob Sector A, B, C oder D. sogar im Live Ticker von zu Hause. Es gibt auch tatsächlich Leute die mit seinen Liebsten einfach nur ins Stadion gehen wollen, damit sie etwas Zeit verbringen können oder vor RB Leipzig keinen Bezug zum Fußball hatten. Alldem widerspricht diese Grundhaltung, diese Motivation dieser Gruppe, weil sie fernab der entscheidenden Gesichtspunkte.

Die Lösung bzw. der Umgang mit sowas? Das kann ich nicht konkret beantworten. Wenn Menschen jedoch sagen, wir finden es gut, dass man neben der Polizei noch eine Art so geartete selbsternannte Bürgerwehr hat, sollten wir darüber diskutieren.


Ich hatte ja auf Twitter schon meinen Senf dazu gegeben, aber da du das Thema hier gerade so ausführlich ansprichst, gerne nochmal von mir hier.

Vorneweg: Ich kenne weder die Red Aces noch L.E. United sonderlich gut. Der einzige der mir da hängengeblieben ist, ist der Typ, der bei jedem Spiel sein ganzes Gesicht rot-weiß angemalt hat.

Es ist unschön zu sehen, das sich unsere einst so einzigartige Fanszene, um uns alle beneidet haben und auch immernoch beneiden, langsam anfängt „Mainstream“ im negativen Sinne zu werden. Verstehe auch nicht, warum man sich unbedingt die Köpfe einhauen muss und sich profilieren muss, wer denn nun den Längsten hat, aber wie gesagt, bin da auch nicht tief genug drin in der Materie. Ich kenne auch nur diese negativen Schlagzeilen nach dem Gastspiel in Frankfurt, an denen ich aber meine ernsthaften Zweifel hab, da ich aus sicherer Quelle weiß, das dies ausschließlich ein Statement der „Red Aces“ war, welches weder Verein noch andere FC‘s vor Veröffentlichung gesehen haben.
Eigentlich baut sich dieser Hass, zwischen beiden Fanszenen und ja, es ist tatsächlich Hass, ja auf den vermeintlich unterschiedlichen politischen Ebenen basiert, auf. Ich werde den Namen meiner Quelle nicht nennen, aber ich saß beim Fanclubtreffen meines FC‘s, den ich hier aber ebenfalls nicht namentlich erwähnen werde, mit einigen Mitgliedern zusammen und mir wurden einige krasse Sachen erzählt.
Nur so viel, über den L.E. United Jungs und Mädels lag bislang eine schützende Hand als Kontrolleur, die jetzt weggekrochen ist, dadurch drehen die momentan bisschen frei, obwohl das alles, so wurde mir berichtet, dufte Typen sind. Red Aces haben aus dem Grund ein Problem mit L.E. United, weil sie eben diese vermeintlichen unterschiedlichen politischen Ansichten haben. Die Red Aces als bekanntlich linke Vereinigung und die L.E. United als vermeintliche Rechte und Nazis. So stimmt das nicht. L.E United steht für einen geschlossenen Auftritt im Block und eigentlich auch für geschlossenen Support. Sie wollen eben keine Politik im Stadion, weshalb man denkt sie sind automatisch rechts angehaucht, aber auch das ist falsch. Ein L.E. United-Mitglied ist laut meinen Infos im Stadtrat der Linkspartei. So viel zu dem Thema. Und so hat sich das ganze aufgebauscht, hinzu kommt noch, die sehr unglückliche, sehr aggressive Formulierung ihrer „Ideologie“. So sind sozusagen die Buh-Männer im Block, aber es gibt immer auch Gegenpole, die diese Entwicklung erzeugen und die Red Aces sind bei solchen auch kein Kind von Traurigkeit.
Nein, ich möchte die Vorkommnisse und das Verhalten mancher L.E. United Mitglieder nicht schönreden. Aber bitte überlegt und differenziert! bevor ihr urteilt. Was wir aber alle tun können, ist zusammenzuhalten und zu filtern, wer unserer Fanszene gut tut und wen wir getrost rausschmeißen können. Aber es wird immer schwieriger, das ist mir bewusst.

In dem Sinne, schönen Spieltag euch allen. daumen-hoch

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RBL 2021/2022

Gulacsi - Mukiele, Orban, Simakan, Angeliño - Adams, Laimer - Szoboszlai, Olmo - Nkunku, Silva

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Der_wahre_Fan am 25.11.2017 um 13:35 Uhr bearbeitet
Fanszene RB Leipzig |#33
28.11.2017 - 20:08 Uhr
Ich mag mich auch mal wieder in die Diskussion einmischen, obwohl ich eigentlich gar nicht auf den Zwist zwischen den Aces und United usw. eingehen will. Das es verschiedene politische Richtungen natürlich auch bei den Fanclubs geben soll, ist selbstverständlich, die Mitglieder sind ja auch nichts aus dem Nichts entstanden. Nur - und das erwarte ich eigentlich nicht nur im Stadion - sollte man in der Lage sein, sich trotzdem zu vertragen. Es gehören nunmal beide Seiten zur Politik, die Linke und die Rechte, auch wenn man sich meist nur zu einer hingezogen fühlt. Von daher halte ich es für bedenklich, wenn man versucht politische Meinungsäußerung im Stadion durchzuführen, weil man damit zwangsläufig Konflikte zur anderen Richtung schürt.
Ein eher rechts gesinnter Mensch fühlt sich halt eher provoziert, wenn man linke Parolen hochhält, ein linker wenn man rechte hochhält. Ich will mich für beide Seiten nicht einspannen lassen. Ich will Fußball schauen. Mir ist es egal, ob der Fan neben mir AFD, Linke oder FDP-Wähler ist, solange er sich entsprechend der Stadionordnung verhält. Ich halte es aber auch nicht für ein Verfehlung, wenn man politisch in eine der beiden Richtungen tendiert, ich halte es sogar für entscheidend für die politische Meinungsbildung. Wichtig ist, wie man miteinander umgeht. Demokratie macht irgendwie nur Sinn, wenn es auch unterschiedliche Standpunkte gibt. Aber im Stadion? Man kann politische Diskussionen sachlich führen, trotz entgegengesetzter Positionen (auch wenn dies in Deutschland offenbar allgemein sehr schwer fällt) aber im Stadion funktioniert es wohl kaum. Ich werde mich dort auch in Zukunft nicht an politischen Meinungsäußerungen nicht beteiligen. Ich werd Fußball schauen, Jubeln, Fluchen, Singen usw.
Fanszene RB Leipzig |#34
30.01.2018 - 09:50 Uhr
Zitat von tony4arsenal
Der FaulerZauber von den Schwabenballisten (den gibts doch hier auch... klar gibts den hier auch, sonst fress ich meinen Stab aus Ebenholz mit Dornschwanzschuppenkern) bringt die Situation gerade auch für gemäßigt aktive Fans stark auf den Punkt:

Once upon a time I was falling in love …

Ich hätte mich ja gern in Luft aufgelöst, um zu sehen, wie Du den Stab aus Ebenholz frisst, aber ja, mich gibt es auch hier.

Danke für das positive Feedback, mir war es ein Anliegen mal eine Diskussion anzuregen, was unser Selbstverständnis und unsere Identität ist. Das Feedback zeigt mir, dass viele sich darüber Gedanken machen. Es liegt an uns, etwas daraus zu machen.

•     •     •

What part of our history is reinvented and under rug swept?
What part of your memory is selective and tends to forget?
Fanszene RB Leipzig |#35
10.04.2018 - 09:10 Uhr
Zitat von tony4arsenal

Zitat von fcbfan1897

Der Höhepunkt war dann die fliegenden Fäuste in HZ2...

Für mich persönlich ist da heute etwas kaputt gegangen.
Das Sportliche war mir dann irgenwann egal, ob 1:4 Niederlage oder 4:1 Sieg, geschenkt.
Highlight des Tages: "Los jetzt, alle zusammen" vom Podest in HZ2
Die haben den Schuss doch echt nicht gehört...


Was ist passiert. Bekomme das gerade nur am Rande auf Twitter mit. Hat sich wer gekloppt. Gern auch im Fanszene Thread, falls hier OT.

Was mich positiv Stimmt, ist die Tatsache, das heute auch ohne Capo das ganze Stadion mitgemacht hat. Der Wechselgesang in HZ 1 war einer der besten den ich je erlebt habe. Und gerade als wir auf dem Erdhügel dran waren viel das 1:0. Nach der Feierei ging es weiter mit uns. Großartig.

Jetzt ist mein Puls wieder unten, ich versuchs mal sachlich nüchtern, kann aber nichts versprechen.
Gekloppt wurde sich in HZ2, zwischen einem "Boykottler" und "Dagegen-Protestierenden", die Nebenmänner wirkten aber zum Glück deeskalierend, bevor dann die Ordner da waren. War dann am Ende aber nur Folge von dem was die vielen Minuten davor so passierte.

Eigentlich ging es wie immer los, "Rasenball Olé" 2,3 Minuten vor Anpfiff. Dort setzten dann aber die Boykottierer (noch vor Anpfiff!) sofort ein mit "unschönen" Worten ("Hurra"-Söhne), Mittelfingern und Dauer-Trillerpfeiffe wie auf ner Verdi-Demo - ALLES in Richtung übrige Fans gerichtet. Vorher ankündigen, dass jeder machen kann was er will und dann das augen-zuhalten
Auf Aktion folgt nunmal Reaktion, und darum kann ich es den vielen anderen im B nicht verübeln, dass man in HZ2 schwieg, ich ebenfalls und ich bereue es nicht. Zu Beginn der 2.HZ die Boykottierer ausgebuht und dann mucksmäuschen still gewesen.

Diese Ultra-Diktatoren, diese Meinungsfaschisten (anders kann man sie nicht nennen), gibt es bei fast jedem Club. Als ich in Liga 4 (Einstieg Rangnick) zum Verein kam, gab es diese nicht bei uns und auch bis letztes Jahr nicht in dieser Ausprägung. Da standen wir zusammen und keiner fühlte sich größer oder bedeutsamer als der andere. Genau das hat mich damals angesprochen und stark motiviert. Heute sehe ich da nur noch diese 50 Mann die meinen, sie wären wichtiger als die restlichen 5, 6 Tausend dahinter und denken Zitat "Ohne uns wärt ihr nur ein lächerlicher Haufen". Ich sehe da nur einen "lächerlichen Haufen", der sich über alle anderen stellt und damit bewusst ausgrenzt (soviel zum Thema Toleranz - "Antirassismus", "AntiHomophobie" *hust*), beleidigt, provoziert und Dauer-Triller-pfiff um den Anhang nieder zu machen, der nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Das war unterste Schublade - aber die fühlen sich ja bis heute noch im Recht ugly

Um noch etwas lobend zu erwähnen:
Ich fand es unheimlich stark, was da aus Block 30 aber auch von der anderen Seite des Podests (27, 26) rüber schwappte, wenn auch unkoordiniert und teilweise durcheinander, aber wenn die Mitte schweigt ist das kein Wunder. Man hat, wie du schon sagst Toni, bewiesen, dass wir diese Ultra-Deppen nicht brauchen, um ordentlich Stimmung zu erzeugen. Ging schließlich damals auch, heute sind wir deutlich mehr. Das war die richtige Form von "Gegenprotest".

Ich hoffe, dass sich die Boykottierer für diese Aktion beim restlichen Teil in irgendeiner Form entschuldigen bzw. es nicht noch schlimmer machen durch die nächste dämliche Aktion.
Ansonsten sehe ich Hannoveranische Verhältnisse auf uns zu kommen. Wenn sie vorn ihren Dauer-Sing-Sang durchziehen, gelingt es dem Rest auch nicht eine halbwegs gangbare Koordination hinzubekommen. Als nächstes wird dann wahrscheinlich um Stimmrecht beim Verein protestiert augen-zuhalten

PS: Der Protest hat "lustigerweise" dafür gesorgt, dass wir nächstes Jahr wieder Montags spielen, von der CL darf man sich dank dieser "Helden" solangsam verabschieden.

•     •     •

Fertig Meister! Ist jetzt Feierabend?
Ihr dürft heute länger bleiben, aber keine Überstunden aufschreiben!
Nö Alter, das wird mir hier zu anstregend, ich hab Urlaub!
Nix da, die Firma geht vor! Die Leute von heute, nöö nöö nöö.

...Ey guck mal, Bullen!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von fcbfan1897 am 10.04.2018 um 09:13 Uhr bearbeitet
Fanszene RB Leipzig |#36
12.08.2018 - 19:19 Uhr
Zitat von UweZH

Zitat von Rumpelstilzchen

...
Keiner bekehrt euch hier zum Christentum und so soll es auch ihnen freistehen nach ihrer Facon selig zu sein.

Für mich war es dann eben zu persönlich, darum habe ich den "pM"-Modus gewählt. zwinker

Wieso zu persönlich? Dich hat doch eigentlich niemand direkt angesprochen. Du hast hier den Fakt quasi wie einen Knochen in die Runde geworfen und dann haben einige daran genagt. Muss man jetzt doch nicht irgendwas per PM klären.
Zitat von Bullseye09

Nur treffen sich Atheisten nicht mit Fans verfeindeter Fußballvereine:
Da können wir noch was von den Christen lernen zwinker

Gar nichts können wir lernen. Die Realität bzw das LEBEN ist unser Lehrmeister. Weiß eh niemand so genau wie sich die Leute dann im Stadion verhalten. Vom Beten wurde noch nie was besser. Im Gegenteil.
Stimme hier Tony absolut zu in seinen Ausführungen. Er hat sich wie gewohnt sehr diplomatisch ausgedrückt. Ist nicht so mein Ding. Unter dem Deckmantel der Religion wurden im Laufe der Geschichte die schlimmsten Verbrechen der Menschheit begangen. Da muss mich hier niemand zuquatschen.
Jeder soll natürlich nach seinen Vorstellungen leben. Kein Thema. Aber das hier in einem Fußballforum zu bringen, halte ich zumindest für fragwürdig. War doch irgendwie klar in welche Richtung das dann laufen kann, auch wenn ein Mod meint, dass es hier her gehört. Ändert nichts an der Tatsache dass es hier eigentlich ein Fußballforum ist und da Politik hier quasi verboten ist, sollte es Religion erst recht sein. Religion IST Politik. Mehr als alles andere! Aber so wie ich diese erlauchte Runde einschätze, ist sich hier jeder darüber im Klaren.
Noch was. @aus_LE , @Der_wahre_Fan
Zitat von Euch beiden


"Getrennt in den Farben, in der Sache vereint"
"in den Farben getrennt, in der Sache vereint".


Ist jetzt nicht Euer ernst, oder? Flo hatte ja noch einen guten Beitrag dazu verfasst. Deshalb habe ich meine aufkommenden Magenkrämpfe versucht, zu unterdrücken. Aber als dann Du @aus_LE das Ding auch noch gebracht hast - als alter Hase...ugly
Das ist doch der Troll-Spruch schlechthin. Seit dem 19.05.2009 wird uns das Ding um die Ohren gehauen. Schlimm, schlimmer, Tradition. augen-zuhalten Von Dynamo bis Dortmund wird das verwendet. Ich mag keine Eigentore. Vor allem nicht wenn wir uns als Fangemeinschaft lächerlich machen. Und das auf TM, wo es mit Sicherheit mehr lesen als wir glauben.

Für mich ist das Religionsding hier ein schlimmer Unfall. Man kann einfach nicht wegsehen.

Edit: Oh, da gab es jetzt einige Beiträge dazwischen. Macht ja nichts.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von EisenerBulle am 12.08.2018 um 19:21 Uhr bearbeitet
Fanszene RB Leipzig |#37
31.08.2018 - 20:46 Uhr
Zitat von EisenerBulle
Zitat von tony4arsenal

Also ich wäre dabei. Zur Not im Plauder. Mich würde aber hierzu, also das spezielle Thema, schon interessieren. Langsam aber sicher sollte sich auch der Fußballfan positionieren.

Aber mir stellt sich immer die Frage ob er das dann auch IM Stadion tun sollte...?


Der Fußball an sich hat gewisse logische Grundsätze, die Rassismus oder die Verachtung anderer Religionen ausschließen. Ob ein Fußballfan, der das Tor seiner Mannschaft von einem Schwarzen bejubelt, dennoch im Privaten eine gewisse Antipathie gegen diese Mitmenschen propagiert bzw. sich für solch eine Denke im Allgemeinen ausspricht widerlegt sich nicht nur selbst, sondern versteht den Kontext nicht.

Ich selbst bin aus flappsigen Gründen immer sehr politisch unkorrekt in meinen Aussagen im Stadion, kann dies aber steuern und sobald sich hier jemand angegriffen fühlt, ist das sehr schnell klar gestellt.

Zeitgleich und mit den aktuellen erschütterten Geschehnissen aus Chemnitz, stellt sich für mich die Frage, ob diese flappsige Haltung tatsächlich noch angebracht ist, obwohl ich mir durchaus bewusst und auch bisher selbstsicher sagen kann, dass ich Sprüche von Meinungsverbreitung gut differenziert habe.

Das dort Geschehene, die Parolen unterscheiden sich unwesentlich, von der Art und Weise, der einer Fanszene, die ähnlich durch die Straßen mit Fangesängen ziehen kann, wie ein anderer Mob. Dabei geht es nicht um das was geschrien wird, sondern darum das geschrien wird und damit die mitläuferschaft gefördert wird.

Es ist sicherlich nicht zielführend im Stadion, wenn sich mehr links oder rechts gerichtete Truppen profilieren, ein Grundtenor und dieser muss meiner Meinung die Akzeptanz jeden Mensches sein, sollte für die Bewertung einer Fanszene maßgebend sein. Dazu gehört es halt sich auch politisch und gemeinsam zu äußern, von daher ist ein Auschluss und damit der Verbot eines Diskurs über Ansichten, völlig daneben.

Und zum Diskurs gehört eben auch die Bewertung der Geschehnisse in Chemnitz, die für mich persönlich eine Grenze des Schweigens überschritten haben und weshalb ich es für sehr wichtig halte dies, auch beim Thema Fußball und vielmehr Fandasein anzusprechen, um auch im Stadion ein Meinungsbild generieren zu können. Denn letztlich wurde ein Fußballspiel abgesagt, wegen einer nicht im Stadion zu suchenden Thematik. Damit ist der Fußball integriert und muss sich nun noch mehr positionieren.

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Dreifacher Champion im Fußball-Quiz---Muss ich mehr sagen
Fanszene RB Leipzig |#38
04.09.2018 - 17:54 Uhr
Zitat von EisenerBulle

Zitat von Ronald_inho

Zitat von EisenerBulle

@Flutlicht09
Lass jut sein. Bin auch kein Fan von solchen Beiträgen. Kann das mit jeder Faser meines Körpers nachvollziehen. grins
Bringt natürlich nichts. Dafür darf man uns dann in diversen anderen Foren bei TM zur Sau machen. Aktuelles Beispiel Düdo. Die und auch andere sind sich für rein garnichts zu schade. ugly Das gibt dem Wort Bashing teilweise ne völlig neue Bedeutung. Hätte nie gedacht dass sowas bei TM durchgeht. Habe mich ursprünglich aus diesem Grund mal hier angemeldet obwohl ich selbst jetzt nicht unbedingt ein Unschuldslamm bin. Aber wenn sogar ein RBler (?) (@CaptainCaptain ) wegen so einer belanglosen Bemerkung von Dir das Wort Bashing in den Mund nimmt dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Muss ich vielleicht auch nicht aber vielleicht mal was für die ständigen Besserwisser - egal ob aus Ost oder West:
WIR HIER WURDEN NICHT AM 19.05. 2009 geboren. Da wurde lediglich RBL gegründet! Danke! Bitte!

Anmerkung: Wie man als Leipziger ein BVB-Fan (@Ronald_inho ) sein kann, erschließt sich mir übrigens in keinster Art und Weise. Es sei denn, man lebt dort. Aber ich muss ja zum Glück nicht alles verstehen - genauso wie Du. silent


Naja das ist recht simpel erklärt, ich bin schon von kleinauf BvBler, vor zwei Jahren nach Leipzig gezogen beruflich und wüsste nicht warum ich ein Problem mit dem Verein haben sollte. Nettes Stadion, (meistens guter Fussball), nette Fans und Leute, also warum soll ich sie haten?!

Bin jetzt sicher kein Fan, gehe aber gerne ins Stadion mit und hab auch kein Problem ihnen die Daumen zu drücken, zumal die meisten meiner Freunde hier auch RB Fans sind. Man kann Fan sein eines Vereins und andere Vereine ja dennoch gutheißen, zumindest wüßte ich jetzt nicht was dagegen sprechen würde. smile

Wenn es um das Konstrukt welches dahinter steht geht, wäre es meiner Meinung nach ein wenig Schizophren das den Leipziger Fans vorzuwerfen, während man im selben Atemzug einem börsennotierten Club dir Daumen drückt jedes WE, zumindest meiner Meinung nach. smile

Das mit dem "willkommen in der BvB Welt" war somit mehr darauf bezogen was euch in den kommenden Jahren erwarten könnte und dies in Bezug auf Erwartungshaltungen dem Verein und Funktionären gegenüber, weil es nun mal Parallelen dahingehend zum BvB gibt, nicht mehr und nicht weniger. smile

Hab es mal hierhin verlagert.
Ach weist Du, ich bin ja eigentlich nicht so ein Stinkstiefel. Diplomat allerdings auch nicht. Zwinkernd
Man ist hier eben im Laufe der Zeit überdurchschnittlich sensibilisiert worden was "gute Ratschläge" betrifft. Ist ja nun nicht so, dass hier alle bei Null angefangen haben. Aber es wird halt immer wieder so reingetragen. Ich glaube wir haben ne echt "knuffige" Fanszene (noch). Von Fußball haben wir auch Ahnung.stark
Ich jetzt vielleicht weniger aber in unserer kleinen TM-Runde gibts schon ganz feine Experten. Fußballfans wie überall halt - zumindest in den wesentlichen Dingen.


Geht ja nicht darum bei null angefangen zu haben oder nicht. Wie schnell Erwartungen in die Höhe schießen können sieht man doch bei meinem BvB und dies eben since 2010/2011, wird sind schon bei den Moratas für 100 Millionen angekommen die gefordert werden und befeuert wird es dann noch durch solche Aussagen von Watzke dass man sich wenn man überzeugt ist auch einen 100 Millionrn Transfer leisten könnte.

Damit meinte ich wie gesagt weniger es den Leipzigern unter die Nase zu reiben was sie erwarten könnte weil sie ja noch nicht so lange dabei sind im Oberhaus (schon klar dass Leipziger Fans nicht erst Fussball angefangen haben zu schauen als RB es in die Bundesliga schaffte), sondern einfach mehr darauf bezogen die Erwartungen lieber ein wenig zu senken, da man eben solche Abgänge wie Keita nicht instant ersetzen kann und hier war/ist der Tenor ja im Grunde nicht anders als bei uns drüben. Nach zwei Spieltagen ist unser Neuzugang Alcacer schon unbrauchbar weil wir gegen Hannover 0:0 gespielt haben, dabei hat er noch nicht eine Sekunde auf dem Platz gestanden weil mehr oder minder last minute Transfer und den BvB gibts es schon fast 110 Jahre.... ugly

Also damit hat es nichts zu tun, die Erwartungen dahingehend was der eigene Verein erreichen kann unter diversen Umständen ist eben rational zu betrachten was eben die wenigsten schaffen und davon wird/ist auch Leipzig mit seinen Fans nicht befreit wo wir wieder bei der CL Quali wären die ganz klar Ziel von RB sein muss und auch so propagiert wurde, was aber trotz sehr guter Qualität im Kader kein Selbstläufer ist wie eben einige so denken. Selbe Probleme haben wir eben auch drüben mit Fans, wobei Probleme jetzt das falsche Wort ist, aber einfach zu hohe Erwartungen. In unseren Spieltagsthread braucht man gar nicht erst schauen usw. smile

Wusst auch nicht dass die Leipziger Fraktion hier so angegangen wird, demnach versteh ich dann die Reaktion vom User @Flutlicht09 ein wenig, spätestens aber als ich klarstellte wie ich es meinte muss dann halt auch mal gut sein, zumal ich sogar im BvB Bereich mich pro Leipzig ausspreche wenn ich es für richtig erachte und deshalb auch leicht gereizt auf seine plumpen Unterstellungen reagierte, aber alles gut, von daher auch halb so wild. smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ronald_inho am 04.09.2018 um 17:59 Uhr bearbeitet
Fanszene RB Leipzig |#39
06.10.2018 - 14:17 Uhr
Zitat von schnuedelsport

Zitat von fcbfan1897

Zitat von schnuedelsport

Sich an die Treppe zu stellen in diesem Outfit und dann ein "F*ck Politics"- (im Original natürlich ohne Zensur) Banner hochhalten ist auch Politik. Was soll das? Sind die so dumm oder halten sie die anderen dafür? Dann auch noch an dieser Stelle, mit dem hässlichen Totenkopf und dem hässlichen Hut - das finde ich anmaßend und frech. Wenigstens haben sie ihre Gesichter geschwärzt, dadurch ist das Foto nicht ganz so hässlich.


In dem Zusammenhang interpretiere ich das als "Gegen Politik im Stadion", und das unterstütze ich absolut, wie @eisenerbulle. Aber kann ja jeder reindeuten, was er will. "Anmaßend und frech" würde ich im übrigen eher das bezeichnen, was ggf. im Stadion passiert. Wenn ungefragt Menschen instrumentalisiert und wehrlos missbraucht(!) werden, um politische Statements Einzelner eine Stimme zu geben. Und nur deswegen kommt ja dieses Plakat.


Was meinst du mit deiner Aussage, dass "ungefragt Menschen instrumentalisiert und wehrlos missbraucht(!) werden", v. a. im Kontext "was ggf. im Stadion passiert"?

Zitat von fcbfan1897

Politik wurde es in dem Moment, als eine Gruppe das Machtvakuum für sich beanspruchte (total "demokratisch"), diese "Macht" politisch für sich ausnutzte und damit natürlich eine Opposition schürte.


Und was meinst du hiermit genau?

Zitat von fcbfan1897

Wie sollten es aber nicht so machen wie die Jungs im Bundestag und an den Wirkungen herumdoktern, sondern uns mehr mit den Ursachen beschäftigen - bevor irgendwann eine "Revolution" ausgerufen wird.


Und hiermit?

Ich will mit den Nachfragen wirklich nicht nerven, ich verstehe einfach nur nicht, was du meinst.

Und ich verstehe auch nicht, wie du dieses Statement als unpolitisch verstehen kannst. Es ist aggressiv und meinungsdiktatorisch. Und es passiert vor unserem Stadion, mit einer offiziellen RB-Flagge im Hintergrund. Ja, anmaßend und frech finde ich das. Und dabei interpretiere ich noch nicht mal.

Ich meine damit die Gruppe(n), die sich als Meinungsführer auftat(en) und Politik ins Stadion brachte(n) bzw. sich offen, einheitlich und klar zu einer Seite des politischen Spektrums bekennen (Allein das ist in dieser Position für mich ein No-Go). Unser Verein macht es an der Stelle vor, wie es geht. Darüber haben wir hier doch ebenfalls schon gesprochen.

Wenn ich an der Spitze Entscheidungen treffe, die zu sehr in eine politische Richtung gehen, bzw. mich allgemein zu weit außen positioniere, mehrt sich die Opposition auf der anderen Seite. Und da ist es prinzipiell egal wie rum. Man erntet was man säht. Also was tun? Weiter so und Opposition zerschlagen? Hat noch nie und wird auch in Zukunft nicht funktionieren, macht die Opposition nur stärker und in ihren Handlungen und Aussagen von mal zu mal aggressiver (Ursache-Wirkung).

Das Statement ist sicher provokant, man kann es aggressiv nennen, aber meinungsdiktorisch wäre es nur, wenn sie es im Stadion vor tausenden Fans dahinter gemacht hätten - haben sie aber nicht.

Mir ist es, wie schon einmal gesagt, bums was die Jungs in ihrer Freizeit machen. Im Stadion will ich davon aber nichts sehen, weder von der einen noch von der anderen Seite. Darauf reagier ich allergisch. Im Stadion gehts um unseren Verein, den alle gemeinsam supporten sollen. Wers braucht kann gerne draußen miteinander darüber debattieren, ob er nun den linken oder rechten Nonsens für sinnvoller hält, ist ein freies Land.

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Fertig Meister! Ist jetzt Feierabend?
Ihr dürft heute länger bleiben, aber keine Überstunden aufschreiben!
Nö Alter, das wird mir hier zu anstregend, ich hab Urlaub!
Nix da, die Firma geht vor! Die Leute von heute, nöö nöö nöö.

...Ey guck mal, Bullen!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von fcbfan1897 am 06.10.2018 um 14:21 Uhr bearbeitet
Fanszene RB Leipzig |#40
08.10.2018 - 23:47 Uhr


Danke für den Link, aus_LE. Was hier folgt, geht nicht gegen dich.


Ich habe den verlinkten Beitrag gelesen. Der Blog war mir bisher nicht bekannt, und ich habe keinen älteren Eintrag gelesen (was ich auch in Zukunft nicht tun werde). Der Text ist ein Paradebeispiel für (schlecht) versteckte Stimmungsmache gegen das Bündnis "Rasenballfans gegen Rassismus" (mit dem ich nichts zu tun habe btw.) aus der Ecke der Neuen Rechten bzw. Jungkonservativen.
Ich schreibe hier kurz auf, warum ich zu dieser Meinung komme. Wer mir nicht folgen will, lacht mich möglicherweise aus, aber ich kann das nicht so stehen lassen.

Das thematisierte Foto mit dem Hut wird gezeigt. Der kurze einleitende Absatz lässt offen, ob der Autor sich über die Gruppe lustig macht oder auf die genannte Intention, die u.a. verschränkten Arme seien dafür da, "wohl um der Aussage auf dem Spruchband mehr Nachdruck zu verleihen", gerne anspringt. "Wir meinen es ernst!"
Es wird kurz auf das "F*ck" eingegangen, einmal richtig übersetzt, einmal verharmlosend mit "verdammt", was keine zutreffende Übersetzung des Begriffs ist.

Der Autor geht auf die Fischerhüte und ihrem persönlichen F*CK nicht weiter ein, sondern schreibt ohne Grund über die Abkürzung "FCK". Diese sei "bei linken und rechten Sprachautisten" verbreitet. Das Weglassen der Vokale stehe laut Autor dabei "sinnbildlich für verweigertes Denken". (Anmerkung: dass "rechte" Sprachautisten angeführt werden, ist kein Argument dafür, dass der Text nicht rechts sein kann. Der Autor sieht sich offensichtlich selbst nicht als "Sprachautist" (boah allein der Begriff reicht eigentlich schon), da er sich sehr um eine scharfe und intelligent wirkende Sprache bemüht.)
Als Beispiel für die Benutzung des seiner Meinung nach "sprachautistischen" "FCK" sehen wir: Sticker mit dem Aufdruck "FCK AFD" und "FCK NZS" sowie ein T-Shirt mit dem Aufdruck "FCK RBL". Was bewirkt diese Zusammenstellung beim Leser: Das letztere, das weiß der RBL-Fan, (auch ich tongue ) ist ja wirklich dumpf und blöde; also sind die ersten beiden auch Quatsch. Wirklich dumm, diese "Linken". Beispiele des "Sprachautismus" von Rechts: null.

Nun geht der Autor auf den Begriff "politics" ein und erwähnt richtig, dass damit nicht nur Politik, sondern einzelne Vorgänge, die etwas mit Politik zu tun haben, bspw. Wahlen, gemeint sind. Das Plakat erhalte dadurch "einen antidemokratischen Unterton". Durch diesen Einwand möchte der Autor den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.
Er schreibt dann, dass man dies "ohne Politikstudium nicht unbedingt wissen" müsse, es der Aktion aber "ein unbeabsichtigtes Geschmäckle" verleihe.
Ich denke, dass die Menschen, die solche Plakate schreiben, sehr genau wissen, was sie da aufschreiben; wenn nicht, sollen sie es vorher nachlesen. Dass der Autor sich einfach festlegt, es gebe keine absichtlichen antidemokratischen Untertöne, ist völlig unbegründet. Der Begriff "Geschmäckle" ist diesbezüglich noch weiter verharmlosend. Der Autor geht nicht darauf ein, dass das Plakat nicht auf das Stadion als Ort des Politik-F*ckens verweist, sondern es allgemeingültig formuliert.

Es sei dem Autor im Folgenden "im Grunde schleierhaft", was die Aktion eigentlich soll. "Wollen sie Ralf Rangnick den Rücken stärken? Geht es ihnen um eine Botschaft an die anderen Stadionbesucher? Oder wollen sie ihnen unliebsame Gruppen wie die Red Aces und Rasenballisten provozieren?"
Ersteres: Nein. (RR hat erst vor kurzem ein Statement abgegeben, dass Deutschland auf dem rechten Auge blind ist, und hat somit auch die im Grundgesetz verankerten Werte erneut unterstützt). Das zweite: Keine Ahnung. Das letzte: Ja, bestimmt. Gab ja lange keinen Stress mehr. Wäre doch schön, wenn die RA und Rasenballisten endlich weg wären, damit man mehr von seinen Fischerhut-Kumpels mit ins Stadion bringen kann und dort richtig laut "FCK Politics!" (ach ne ich meine F*CK Politics sorry) brüllen kann.

Dann gibt es gute Ratschläge. Da die Aktion "nicht gerade familienfreundlich" wirke, solle sich L.E. einen "cleveren Imageberater" zulegen. Also eigentlich sind die ganz nett, aber mein Gott, die hatten halt zu Hause nur die schwarzen Klamotten und die Hüte rumliegen, und nur ein Bild von nem Totenkopf, na ja, da haben sie das halt genommen? Oder was soll uns dieser Hinweis sagen? Zur Schwärzung der Gesichter übrigens kein Wort.

Einen solchen Berater bräuchten die Gruppen von Rasenballfans gegen Rassismus nicht, wie der Autor dann richtig(!) anmerkt. Sie seien sich ja der Gesellschaft im Rücken sicher (Chemnitz in den letzten Wochen verfolgt?), würden aber Gegenteiliges behaupten, um Außenseiter zu sein und sich besser empören zu können (gibt es dafür Belege? Mir sind keine bekannt, deswegen wirkt es auf mich erneut wie Stimmungsmache). Damit der Sarkasmus des Autors nicht verloren geht, kopiere ich die Passage ganz hier rein: "Mit Regenbogenfahnen, die grundsätzlich freundlicher wirken als schwarze Outfits, posiert man für einen bunten Sport. Freundlicher wirkt außerdem, dass bei dieser Aktion Frauen und Kinder dabei sind und nicht nur breitschultrige, grimmig dreinblickende Männer."
Es wirkt nicht freundlicher. Es ist freundlicher. Also überhaupt freundlich. Auch was inhaltlich so gesagt wird.

Über den nächsten Absatz könnte ich allein so viel schreiben, wie ich schon bisher viel zu viel geschrieben habe (Edith schreit voreilig "Tu's nicht!". Du bist noch gar nicht dran, Edith. Aber ich höre auf dich.). Die Kurzfassung ist, der Autor beschwert sich ausführlich darüber, dass auf dem Plakat der freundlichen Menschen "Kein Schritt zurück" steht, statt (wie für ihn richtig) "Wir weichen keinen Schritt zurück". Er beschwert sich darüber, dass der Schritt "sinnwidrig zum Subjekt" gemacht würde.
Warum regt mich das auf?
Erstens weil es Ok ist, den Schritt zum bspw. grammatikalischen Subjekt zu machen, zum Beispiel im Satz: Es wird kein Schritt zurück gemacht (die Kurzfassung wäre dann "Kein Schritt zurück"). Das muss man aber nicht wissen und schon gar nicht schreiben, wenn man Sprachaut... ich meine, wenn man nicht Germanistik stud... ich meine, wenn man Stimmung machen will.
Zweitens weil das Plakat der Fischerhut-Boys inhaltlich deutlich verfänglicher und missverständlicher ist, dies jedoch einfach verharmlos wird (s.o.), aber nicht für ungültig erklärt wie das "Kein Schritt zurück".

Die bunten Aktionen seien "prospektiv", was ja vorausschauend bedeutet, der Autor aber als irgendwie unnötig meint. Und das müsse ja nicht sein, denn "Affenlaute, Ausgrenzungen und Einschüchterungen von Menschen sind im Stadion bisher nicht dokumentiert." Ok, dann dokumentiere ich ab jetzt Ausgrenzungen und Einschüchterungen. Und "das heißt nicht, dass der Eine oder Andere nicht wohlmöglich (sic!) rassistische oder homophobe Sprüche bereit hielte", was der Autor jetzt aber nicht weiter bedenklich oder schlimm findet, wieder nach dem Motto "ist ja nix passiert".
Wenn der Autor nicht wüsste, dass Gesprochenes und Geschriebenes Meinungen bildet, die letztlich zu Taten führen, hätte er diesen tendenziösen Text, der mir schon eine Stunde Nachtschlaf gekostet hat, nicht geschrieben. Und wenn ich die selbe Hoffnung nicht hätte, würde ich mir die Arbeit nicht machen.

Nächster Absatz dann: "Das hängt auch damit zusammen, dass Nationalismus, Rassismus und Homophobie gesellschaftlich geächtet sind" (zum Glück und aktuell). "Die NPD ist in der Bedeutungslosigkeit versunken und die großen Parteien betonen regelmäßig, dass sie sich gegen die genannten Diskriminierungsformen aussprechen." UND WAS IST MIT DER FCK AFD?!?! (Edith streichelt mir beruhigend die Hand). Betonen die das auch? Hab ich nicht mitbekommen. Dann kommt noch der entsprechende Verweis auf "Fachkräfte", in diesem Fall Fußballspieler, die sich nicht unwohl fühlen sollen. Deswegen, wegen des "Image Deutschlands" und weil die angeführten Punkte "geschäftsschädigend" seien, seien die Politiker und die Vereine ja sowieso gegen die oben genannten Nationalismus, Rassismus und Homophobie. Ach so. Ich dachte immer, weil es im Gesetz steht, abgesehen von vielen anderen Vorteilen. Aber was weiß ich schon.

Dann werden die Bemühungen der Antirassisten wieder in den Dreck gezogen: Denen seien die Gründe der Vereine nicht ehrbar genug (weil es ja nur um Kohle gehe), und deswegen müssten sie immer noch eins draufsetzen. Nur deswegen. Und auch "weil mittlerweile die Regierung selbst dem Rechtsextremismus den Kampf ansagt". MITTLERWEILE? Als wäre das irgend etwas Neues oder Seltsames? Danach kommt in diesem Absatz noch ein bisschen Geschwurbel.

Dann letzter Absatz (wer noch dabei ist: danke). "Freilich spricht nichts dagegen, sich jederzeit gegen die Diskriminierung von Mitmenschen einzusetzen." Aber? "Problematisch wird es aber, wenn dieses Engagement lediglich der eigenen Selbstbehauptung dient und zudem den Blick für die tatsächlichen Probleme in der Gesellschaft verstellt." Diese Behauptungen habe ich so immer mal gehört und gelesen. Es gibt erstens überhaupt keinen Beleg dafür, dass das Engagement lediglich der Selbstbehauptung dient - keinen. Absichtlich falsch verstandene Grammatik ist kein Argument. Zweitens verstellt ein aktives Einschreiten gegen Rassismus und Homophobie in keiner Weise den Blick für die Probleme in der Gesellschaft. Das wird vom Autor einfach so behauptet. Ohne Beispiel. Null.
Soll er doch die Probleme aufzählen. Oder ist der Blick darauf durch Rassismus und Homophobie verstellt?

"Man müsse sich den Anfängen erwehren, heißt es dann oft.", schreibt er. Ich bin froh, dass Menschen das tun und weiter tun werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von schnuedelsport am 08.10.2018 um 23:55 Uhr bearbeitet
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