28.02.2026 - 20:30 | Quelle: dpa/TM | Lesedauer: unter 4 Min.
Bundesliga
Harry Kane
Kimmich mit spätem Siegtreffer 

FC Bayern enteilt BVB im Meisterrennen – Vierter Kane-Doppelpack in Serie

FC Bayern gewinnt packenden Klassiker beim BVB
©IMAGO

Die Meisterschaft in der Bundesliga scheint entschieden. Nach dem 3:2 (0:1) im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund ist Rekordmeister Bayern München zehn Spieltage vor dem Saisonende auf elf Punkte enteilt. Super-Torjäger Harry Kane mit seinem vierten Doppelpack in den letzten vier Spielen (54. Minute/70., Foulelfmeter) und Joshua Kimmich (87.) entschieden das Prestigeduell beim Tabellenzweiten nach der Pause.


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Harry Kane
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Nico Schlotterbeck hatte den BVB (26.) in Führung gebracht, allerdings gleich zweimal Glück, nicht vom Platz gestellt zu werden. Daniel Svensson (83.) hatte zum zwischenzeitlichen 2:2 getroffen. Neben der schmerzhaften Niederlage beklagte Dortmund auch den Ausfall von Kapitän Emre Can, der vor der Pause anscheinend ernsthaft verletzt ausgewechselt werden musste.



Trotz einer klaren Leistungssteigerung zum 1:4-Desaster bei Atalanta Bergamo in der Champions League verloren die Dortmunder damit auch das zweite Saisonspiel gegen die Bayern. Der bislang letzte Heimsieg gegen den Rekordmeister liegt bereist mehr als sieben Jahre zurück. Für das Team von Trainer Niko Kovac war es zudem die erste Heimniederlage überhaupt in dieser Saison.


Dortmund verbessert nach Königsklassen-Klatsche


Von Beginn an war Feuer im Prestigeduell, das zum 114. Mal ausgetragen wurde. In der Bundesliga gab es nur die Duelle der Bayern mit Werder Bremen (118) und Borussia Mönchengladbach (115) öfter. Die Dortmunder waren sichtlich bemüht, die Schmach von Bergamo und das blamable Ausscheiden in der Champions League unter der Woche wettzumachen. Die Intensität gegen mental und physisch frischere Bayern war deutlich höher.



Den Ball ließ aber erstmal der Tabellenführer laufen. Der BVB verteidigte leidenschaftlich, kam aber kaum aus der eigenen Hälfte raus. Die Führung fiel wie aus dem Nichts und nicht aus dem Spiel heraus. Eine Freistoßflanke von Svensson köpfte Schlotterbeck vorbei an Jonas Urbig ins Netz. Manuel Neuer hatte den Wettlauf mit der Zeit nach seinem Faserriss verloren und es nicht in den Kader geschafft. Schlotterbeck hatte bei seinem vierten Saisontreffer Glück, überhaupt noch auf dem Platz zu stehen.



Nach gut einer Viertelstunde hatte der Nationalverteidiger Josip Stanisic übel und stumpf umgetreten und die Gelbe Karte gesehen. Damit war der 26-Jährige gut bedient. Nach dem 1:0 des BVB änderte sich das Spiel. Die Dortmunder bekamen nun etwas mehr Zugriff, es entwickelte sich bis zur Pause ein intensiver Schlagabtausch, den die Bayern-Fans weitestgehend still verfolgten. Vor dem Bundesliga-Gipfel hatte es eine Auseinandersetzung der Polizei mit Teilen der organisierten Fanszene des Rekordmeisters gegeben. Laut „Sky“-Informationen hätten Gäste-Fans aus Protest und aus Solidarität mit den betroffenen Anhängern entschieden, sich mit Gesängen und Anfeuerungen zurückzuhalten.


Bensebaini und Guirassy wegen Ramadan zunächst auf der Bank


Keine zehn Minuten nach Wiederanpfiff war es kurzzeitig vorbei mit der guten Abwehrarbeit der Dortmunder. Beim Ausgleich durch Goalgetter Kane rückte der für Can eingewechselte Ramy Bensebaini etwas zu ungestüm aus dem Abwehrzentrum raus, weshalb Serge Gnabry und Torschütze Kane bei einem Chipball von Kimmich komplett frei vor dem BVB-Tor auftauchten. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft ließ sich diese Einladung nicht nehmen und vollstreckte zum 29. Mal in dieser Saison.


Bensebaini hatte schon in Bergamo schwerwiegend mehrfach gepatzt und war wie Serhou Guirassy zu Spielbeginn zunächst auf der Bank geblieben. Dortmunds Trainer Kovac hatte dies vor dem Spiel mit dem muslimischen Fastenmonat Ramadan begründet. „Wir sind seit zwei Wochen in der Fastenzeit und wir haben schon vier Spiele gespielt. Es kostet viel Energie, wenn du den ganzen Tag nicht essen und nicht trinken kannst und deswegen konnte ich die Jungs heute einfach auch nicht bringen“, sagte Kovac bei „Sky“. Guirassy-Ersatz Fábio Silva erwischte allerdings einen rabenschwarzen Tag und war im Angriff ein Totalausfall. Der Portugiese gewann kaum einen Zweikampf und verlor viele Bälle. Erst nach über eine Stunde hatte Kovac ein Einsehen und tauschte die beiden Angreifer gegeneinander aus.


Schlotterbeck im Glück


Eine Wirkung hatte dies zunächst nicht. Ein Schlotterbeck-Tritt gegen Stanisic im Strafraum brachte die Bayern in Führung. Der sichere Elfmeterschütze Kane verwandelte den fälligen Strafstoß. Auch bei der Szene hatte Schlotterbeck Glück. Die eigentlich fällige zweite Gelbe Karte gegen ihn ließ Schiedsrichter Sven Jablonski diesmal stecken.


Nach dem 2:2-Ausgleich durch Svensson witterte Dortmund wieder Morgenluft, doch das Traumtor von Kimmich kurz vor dem Spielende ließ die euphorisierten BVB-Fans verstummen.


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Guardian Kristiansund BK Guardian 01.03.2026 - 16:42
Zitat von flolo
Zitat von yobiffar

Zitat von Hase-Be

Zitat von H-bauer

Irgendwie ist es mittlerweile seltsam, welche Entscheidungen von den Schiedsrichter getroffen werden.
Schlotterbeck hätte bereits bei der ersten Szene glatt rot bekommen müssen. Dass er da gnädigerweise mit allen „Ausreden“ wie „er rutscht über den Ball“ weiterspielen darf, ist unverständlich. Dass er nach dem Jubel bei den Fans nochmals dem Platzverweis entgeht - sorry, aber die Regel ist nun mal so - ist ein zweites Mal unverständlich. Dass er dann nach dem berechtigten Elfmeter sich noch hinstellt und abwinkt, versteht keiner mehr - und auch da hätte er nochmals gelb bekommen müssen, weil Stanisic vor dem Tor ohne Gegenspieler steht, wenn das Foul nicht passiert.
Aber man kann auch die Meisterschaft über die Schiedsrichter künstlich spannend machen wollen. Oder sind die Schiedsrichter mittlerweile so schlecht? Jede Woche gibt es zig Entscheidungen, die nicht nur „diskussionswürdig“ sind, sondern schlicht und ergreifend falsch. Macht mittlerweile keinen Spaß mehr, sich das jede Woche reinzuziehen und die faulen Ausreden und das fadenscheinige Zurechtbiegen der „Schiedsrichterexperten“ zu sehen und zu hören.


Ich diskutiere mit einem Kumpel, der auch nicht einsehen will, weshalb Schlotterbeck mehrfach vom Platz hätte fliegen müssen. Dass es für die erste Szene kein Rot gab, braucht schon viel Fantasie, von mir aus lasse ich "von vorne", "über den Ball gerutscht" etc, wie du auch sagst, noch gelten. Alles geschenkt, hier wäre rot angebracht. Der Schiri gibt gelb, somit kann der VAR nicht eingreifen.
Aber da du auf die Regeln verweist, bist du da wohl definitiv besser im Bilde als ich, kannst du mir bitte die Regeln (am besten mit Quellen, damit es kein genörgel gibt) nennen, die die Gelbe fürs Jubeln erkärt? Er springt ja nur über eine Werbebande und macht ja nichts Provokantes, oder Zeitspiel, etc. Beim Elfmeter wird es etwas schwierig, da das Foul war gerade mal einen Meter von der Strafraumgrenze entfernt war (sieht man ja in den TV Bildern), man somit eher nicht von einer Torchance ausgehen kann, aber da scheinst du die Regel besser zu kennen, als ich und es wird wohl eine andere Regel greifen.

Danke schonmal im Voraus!

Zur möglichen Gelben (und damit Gelb-Roten) für Schlotterbeck beim Torjubel: In den "Laws of the Game" steht unter "Celebration of a goal, Law 12", dass das Verlassen des Platzes beim Torjubel (also auch über die Bande) erst einmal keine mit Gelb zu bestrafende Handlung ist. Gelb gibt es dafür nur, wenn es zum Zeitspiel genutzt wird, das Trikot aus- bzw. über den Kopf gezogen wird und bei sonstigem unsportlichen Verhalten (Provokationen etc.). Der Punkt, der hier relevant wird, ist dieser: Es gibt demnach ebenfalls Gelb, wenn Spieler beim Torjubel über die Bande springen und dadurch Sicherheitsrisiken entstehen. Dazu zählt auch, sich auf die Zuschauer zuzubewegen, an/auf Zäune zu springen oder in den Zuschauern zu "verschwinden". Und meiner Meinung nach hat Schlotterbeck genau das getan - er geht so nah ran an die Zuschauer, wie er kann. Näher ran kann er nur, wenn er die zweite Barriere auch noch überspringt. Ich hab definitiv schon gelbe Karten für diese Art Torjubel gesehen und insgesamt muss man schon sagen, dass es ein Witz ist, dass Schlotterbeck durchspielen durfte.
Das Foul ist für mich eindeutig eine rote Karte. Da ist es auch egal, dass er über den Ball rutscht. Zweitens darf es gut und gerne eine gelb-rote Karte sein bei dem Torjubel. Und drittens ist sein Foulspiel beim Elfmeter nicht ballorientiert und somit ebenfalls Gelb (bzw. Gelb-Rot).



Also ich hab mir hier alle Kommentare durchgelesen, und dass die meisten Bayernfans hier gelb rot für das jubeln fordern, is ein harter Witz mit Krönung ihres Kommentares.
Dass sie den Paragraphen zitieren, absolut korrekt und dachte mir die ganze zeit: wann sieht jemand diesen Paragraphen bzw liest ihn ma?
Dann ihr Kommentar 🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️ man kann die Welt sich auch machen wir sie sich gefällt 😂😂
Sind sie offizieller Schiedsrichter in der ersten bis dritten Liga? im DFL Betrieb für Schiedsrichterwesen angestellt?
Neun?
Dann sollten sie ihre Interpretation des Paragraphen nicht als Wahrheit heraus ballern 😉😉
Vielleicht überlassen sie die Einordnung einem Medium, was eine gewisse Seriosität zu bieten hat

https://www.kicker.de/gelb-rot-schlotterbecks-gewagter-torjubel-1197537/artikel

Bitte immer nicht gefühlte Wahrheiten als Fakt auslegen/rausblöken. 😄😉 (und an dem gestrigen Tag gerade hauptsächlich aus der Bayernfanfront zu dem Jubel. (Über rot fürs Foul oder dann gelbrot für den Elfer steht bei dem "jubel gelb" nicht zur Debatte))
Bitte, hab gerne weitergeholfen 👍🏼👍🏼👍🏼


"Die meisten Bayern Fans" fordern nicht gelb rot, sondern glatt rot. Auch sonst kommt dein Kommentar mit den ganzen Emojis eher weniger seriös rüber. Vielleicht wäre Facebook ein besserer Ort dafür gewesen.
stepser FSV Zwickau stepser 01.03.2026 - 16:13
Also irgendwie fand ich Bayern nicht so stark wie es von manchen dargestellt wird. Unentschieden wäre das deutlich gerechtere Ergebnis gewesen. Gerade in Halbzeit 1 kann ich mich an keine nennenswerte Torchance der Bayern erinnern.
Natürlich hat aber Schlotterbeck Glück nicht schon nach 20 Minuten vom Platz zu fliegen, das war eine sehr großzügige Auslegung, die ich sonst nur von Finalspielen kenne.

Es spricht halt dann für die Qualität der Bayern ein solches Spiel trotzdem zu gewinnen. Nicht schön aber effektiv und gnadenlos.
Bananenbaum Hannover 96 Bananenbaum 01.03.2026 - 16:12
Zitat von Borussenfan14
Ohne die offene Diskussion zu der frühen Roten gegen Hoffenheim wäre Schlotterbeck zu 100% vom Platz gegangen.

Deswegen war die Schirileistung so "merkwürdig". Man wollte nicht das nächste Spiel verpfeiffen.


Man wollte ein Spiel nicht verpfeifen, indem man ein Spiel verpfeift.

Die Logik erschließt sich irgendwie nicht.
Harry Kane
FC Bayern München
Harry Kane
Geb./Alter:
28.07.1993 (33)
Nat.:  England Irland
Akt. Verein:
FC Bayern München
Vertrag bis:
30.06.2027
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Mittelstürmer
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60,00 Mio. €
Joshua Kimmich
FC Bayern München
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Geb./Alter:
08.02.1995 (31)
Nat.:  Deutschland
Akt. Verein:
FC Bayern München
Vertrag bis:
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Trainer:
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Kadergröße:
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Letzter Transfer:
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Gesamtmarktwert:
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Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
28
Letzter Transfer:
Bara Sapoko Ndiaye
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