Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von Newtrial
Es sollte jetzt eigentlich jedem einzelnen Stadtrat klar sein, was eine Verschiebung dieser Entscheidung auf den Tag nach der Deadline bedeutet - und was der OB damit beabsichtigt.
Ich hoffe, die GO des Stadtrates gibt es her, dass z.B. die CDU-Fraktion eine Sondersitzung beantragen und durchsetzen kann. Weiß das jemand? Wie ist das Verfahren bei so etwas?
Littig muss jetzt schnellstens aktiv werden! Und es muss mit SPD-Abweichlern eine Mehrheit gefunden werden, die den Weichel-Antrag ablehnt, den alten FCK-Antrag wieder aufnimmt und dann ohne Wenn und Aber bewilligt. In der Folge wird dann Weichel - sollte er irgendetwas so Ähnliches wie ein Rückgrat haben - hoffentlich zurücktreten.
Es sollte jetzt eigentlich jedem einzelnen Stadtrat klar sein, was eine Verschiebung dieser Entscheidung auf den Tag nach der Deadline bedeutet - und was der OB damit beabsichtigt.
Ich hoffe, die GO des Stadtrates gibt es her, dass z.B. die CDU-Fraktion eine Sondersitzung beantragen und durchsetzen kann. Weiß das jemand? Wie ist das Verfahren bei so etwas?
Littig muss jetzt schnellstens aktiv werden! Und es muss mit SPD-Abweichlern eine Mehrheit gefunden werden, die den Weichel-Antrag ablehnt, den alten FCK-Antrag wieder aufnimmt und dann ohne Wenn und Aber bewilligt. In der Folge wird dann Weichel - sollte er irgendetwas so Ähnliches wie ein Rückgrat haben - hoffentlich zurücktreten.
Newtrial, das ist zu kurz gedacht. Hier stimmen nicht FCK-Fans gegen den Bürgermeister ab, hier stimmt ein den Bürgern von Kaiserslautern verpflichteter Stadtrat über einen (von wahrscheinlich mehreren) Finanzierungsrahmen ab. Da muss bei jedem Stadtrat (auch bei Michael Littig) der Faktor FCK-Fan ruhen bzw. hinten angestellt werden. Natürlich ist der Stellenwert des FCK für die Bürger ein Faktor - aber eben nicht nur.
Dass Klaus Weichel ein seltsames Spiel spielt, steht außer Frage, aber eine Abwahl nur auf Basis seiner - ich nenne es einmal - Antipathie gegen den FCK kann als Grund nicht ausreichen. Ich hoffe mehr darauf, dass der Stellenwert des FCK von den Stadträten (auch innerhalb der SPD) anders interpretiert wird als vom Oberbürgermeister. Und wenn dem so wäre, dürfte eine Sondersitzung auch nicht ausgeschlossen sein.
Momentan ist nicht einmal die gestern angekündigte Sondersitzung am 2. März im Sitzungskalender der Stadt Kaiserslautern eingetragen. Obwohl heute online dort schon ein update gemacht wurde. Also ist hier möglicherweise noch Bewegung drin.
Ja, aber Stand heute erst, nachdem die Lizensierungsunterlagen eingereicht wurden.
Für die Lizensierung wird das bedeuten, das man eine Planung mit einem Etat von 4 Millionen Euro ausgeben kann, sofern die weiteren Rahmenbedingungen denen der aktuellen Saison entsprechen. Sind Investorenzusagen von der Kürzung der Stadionmiete abhängig, geht das Licht aus.
Dass Weichel zuletzt noch sagt, er will eine Sondersitzung des Stadtrats noch im Februar anberaumen, um den Sachverhalt rechtzeitig zu klären, und den TOP jetzt auf einen Termin nach Einreichung der Lizenzunterlagen verschleppt, sollte eigentlich juristisch relevant sein. Der daraus potenziell entstehende Schaden für Stadt und Verein bzw. dessen Arbeitnehmer liegt im achtstelligen Bereich. Aber das ist halt das Problem, wenn man hauptamtliche Politiker vor der Nase hat. Es ist paradox, aber je besser die bezahlt werden, umso unwahrscheinlicher ist es, dass sie Entscheidungen treffen, die für die Bevölkerung sinnvoll sind.
Beste Grüße
Lullaby
Das Vorgehen des OB ist hochgradig unseriös und gefährlich. Wenn er durch dieses geschachere die Lizensierung erschwert oder verhindert, schafft er mit Blick auf ein vermeintliches Verwertungskonzept Fakten, die meiner Meinung nach für die Stadt viel teurer werden als eine Pachtreduzierung. Ich möchte hier nicht über Motive spekulieren, aber klar muss sein, dass das Interesse der Stadt neben dem Erhalt des FCK als Wirtschafts- und Identifikationsfaktor AUCH eine möglichst sichere wirtschaftliche Zukunft der Stadiongesellschaft sein sollte.
Bei Wegfall des einzigen Mieters wegen Insolvenz oder Ende des Profifußballs ist die Stadiongesellschaft faktisch erledigt. Die Verschiebung hinter diesen Termin ist daher das Handeln eines politischen Hasardeurs der sich Vorteile verspricht, aber nicht verantwortliches politisches Handeln.
Verständliche Ausdrucksweise wäre hilfreich. Was willst du sagen? Dass es im Interesse des FCK ist, wie Weichel hier handelt? Ernsthaft?
Ich wüsste nicht, dass sie das jetzt mittragen. Die Gegendarstellung des FCK ist profesionell und zutreffend. Der von OB Weichel geforderte Debt-to-Equity-Swap (also die "Bezahlung" mit Aktien) ist in der Situation ein totales Risiko. Es hängen sehr viele verschiedene Haftungsrisiken daran und jeder Geschäftsführung wäre zu raten, sich darauf nicht einzulassen. Jeder seriöse Rechtsberater wird dann eher zur Insolvenz raten.
Zudem wäre für eine solche Vorgehensweise vermutlich eine gesellschaftsrechtliche Grundlage nötig. Die ist aktuell wohl nicht gegeben UND kein Investor wird unter diesen Bedingungen noch investieren. Letztlich ist die Forderung so gestrickt, dass es nur zwei Erklärungen gibt:
(a) Weichel weiß nicht, was er da tut
(b) Weichel weiß was er tut und will das Ende des FCK.
Eine dritte Variante gibt es nicht.
Nochmal: klare und verständliche Ausdrucksweise. Was willst du damit sagen? Was ist dein Einwand? Hast du einen Beitrag zur Diskussion - wenn nicht: si tacuisses.
Bei Wegfall des einzigen Mieters wegen Insolvenz oder Ende des Profifußballs ist die Stadiongesellschaft faktisch erledigt. Die Verschiebung hinter diesen Termin ist daher das Handeln eines politischen Hasardeurs der sich Vorteile verspricht, aber nicht verantwortliches politisches Handeln.
Zitat von Callavera
Du, weiß ich nicht, ob da gegen den FCK agiert wird!?
Zitat von Diabolo
"offensichtlich angeblich..."
Also das kannst selbst du nicht übersehen, dass da gegen den FCK agiert wird. Du kritisiert hier immer die anderen, dass alles zu einseitig gesehen wird. Von dir aber natürlich immer alles objektiv. Lächerlich
"offensichtlich angeblich..."
Also das kannst selbst du nicht übersehen, dass da gegen den FCK agiert wird. Du kritisiert hier immer die anderen, dass alles zu einseitig gesehen wird. Von dir aber natürlich immer alles objektiv. Lächerlich
Du, weiß ich nicht, ob da gegen den FCK agiert wird!?
Verständliche Ausdrucksweise wäre hilfreich. Was willst du sagen? Dass es im Interesse des FCK ist, wie Weichel hier handelt? Ernsthaft?
Zitat von Callavera
Erkläre mir den Sachverhalt mit den Aktien der Stadt beim FCK
und wieso die Regionalen erstmal Verhandlungen abbrachen deswegen
und jetzt das doch mittragen? Wieso?
Erkläre mir den Sachverhalt mit den Aktien der Stadt beim FCK
und wieso die Regionalen erstmal Verhandlungen abbrachen deswegen
und jetzt das doch mittragen? Wieso?
Ich wüsste nicht, dass sie das jetzt mittragen. Die Gegendarstellung des FCK ist profesionell und zutreffend. Der von OB Weichel geforderte Debt-to-Equity-Swap (also die "Bezahlung" mit Aktien) ist in der Situation ein totales Risiko. Es hängen sehr viele verschiedene Haftungsrisiken daran und jeder Geschäftsführung wäre zu raten, sich darauf nicht einzulassen. Jeder seriöse Rechtsberater wird dann eher zur Insolvenz raten.
Zudem wäre für eine solche Vorgehensweise vermutlich eine gesellschaftsrechtliche Grundlage nötig. Die ist aktuell wohl nicht gegeben UND kein Investor wird unter diesen Bedingungen noch investieren. Letztlich ist die Forderung so gestrickt, dass es nur zwei Erklärungen gibt:
(a) Weichel weiß nicht, was er da tut
(b) Weichel weiß was er tut und will das Ende des FCK.
Eine dritte Variante gibt es nicht.
Zitat von Callavera
Und das "angeblich" nur, weil man hier nicht wissen kann,
wieso der FCK das so darstellte? Warum?
Für was?
Und das "angeblich" nur, weil man hier nicht wissen kann,
wieso der FCK das so darstellte? Warum?
Für was?
Nochmal: klare und verständliche Ausdrucksweise. Was willst du damit sagen? Was ist dein Einwand? Hast du einen Beitrag zur Diskussion - wenn nicht: si tacuisses.
@Callavera:
Niemand lügt, du hast nur nicht genau gelesen. Der FCK beschreibt in seiner Gegendarstellung genau dass ER das Problem mit dem debt-to-equity-swap hat. Genauer: der Verein, die KGaA und die Handelnden Personen gehen unwägbare Risiken mit einem solchen Vorgehen bei der gegebenen Struktur ein. Ich kann das gerne mal bei Gelegenheit versuchen, verständlich für Laien zu erklären, es ist aber für Profis ziemlich offenkundig.
Etwaige Neuinvestoren haben (vielleicht) kein Problem damit, auch das überrascht wenig. Der Nachteil entsteht beim Verein und den bisherigen Investoren. Für die Neuinvestoren würde die der swap ja bereits bei der Wertfindung berücksichtigt werden müssen.
Im übrigen steigt nicht die Stadt "ein" - sie verlangt weiter eine ungehörig hohe Miete aufgrund ihrer völlig unfähig gestalteten Finanzierung, die sie nicht ablöst (um damit wiederum die finanzierende Bank zu begünstigen) und akzeptiert als Bezahlung nur Aktien, die ihr nicht zustehen und die satzungs- und beschlussgemäß für andere Zwecke bestimmt sind.
Niemand lügt, du hast nur nicht genau gelesen. Der FCK beschreibt in seiner Gegendarstellung genau dass ER das Problem mit dem debt-to-equity-swap hat. Genauer: der Verein, die KGaA und die Handelnden Personen gehen unwägbare Risiken mit einem solchen Vorgehen bei der gegebenen Struktur ein. Ich kann das gerne mal bei Gelegenheit versuchen, verständlich für Laien zu erklären, es ist aber für Profis ziemlich offenkundig.
Etwaige Neuinvestoren haben (vielleicht) kein Problem damit, auch das überrascht wenig. Der Nachteil entsteht beim Verein und den bisherigen Investoren. Für die Neuinvestoren würde die der swap ja bereits bei der Wertfindung berücksichtigt werden müssen.
Im übrigen steigt nicht die Stadt "ein" - sie verlangt weiter eine ungehörig hohe Miete aufgrund ihrer völlig unfähig gestalteten Finanzierung, die sie nicht ablöst (um damit wiederum die finanzierende Bank zu begünstigen) und akzeptiert als Bezahlung nur Aktien, die ihr nicht zustehen und die satzungs- und beschlussgemäß für andere Zwecke bestimmt sind.
Noch eine leine Anekdote von der gestrigen Stadtratssitzung:
Die "rechte Hand" des OB (Bürgermeisterin Beate Kimmel, SPD) verließ mitten in der Debatte um den FCK mit strammen Schritten den Sitzungssaal. Man hätte meinen können, die Frau muß mal dringend ums Eck. Später erzählte ein Besucher sie stünde unten im Forum des Rathauses mit den FCK Verantwortlichen. Ich denke mal, die haben ihr klar gemacht, daß sie ihren Gönner einfangen muß, wenn nicht auch ihre politische Karriere am Fritz-Walter-Stadion zerbrechen soll.
Das gibt mir einen Hauch von Hoffnung., daß die langjährige Vertraute von Klaus Weichel nicht auch den Verstand verliert und in ihrer Fraktion das Thema Verantwortung auf den Tisch bringt um Weichels Glücksspielereien auf dem Rücken der Stadt und des FCK zeitnah zu beenden.
Die "rechte Hand" des OB (Bürgermeisterin Beate Kimmel, SPD) verließ mitten in der Debatte um den FCK mit strammen Schritten den Sitzungssaal. Man hätte meinen können, die Frau muß mal dringend ums Eck. Später erzählte ein Besucher sie stünde unten im Forum des Rathauses mit den FCK Verantwortlichen. Ich denke mal, die haben ihr klar gemacht, daß sie ihren Gönner einfangen muß, wenn nicht auch ihre politische Karriere am Fritz-Walter-Stadion zerbrechen soll.
Das gibt mir einen Hauch von Hoffnung., daß die langjährige Vertraute von Klaus Weichel nicht auch den Verstand verliert und in ihrer Fraktion das Thema Verantwortung auf den Tisch bringt um Weichels Glücksspielereien auf dem Rücken der Stadt und des FCK zeitnah zu beenden.
Was hier passiert ist für mich ein bisschen wie ein Mexican Standoff zwischen Stadt, respektive OB, FCK und Investoren. Der FCK droht mit Insolvenz, die Investoren damit, dass sie nicht investieren und der OB droht mit, ja mit was eigentlich?
Jede Seite will natürlich das beste Ergebnis herausholen. Je weniger der FCK für zwei weitere Jahre FWS Stadion bezahlen muss, desto besser für ihn und seine Investoren. Die Stadt, bzw. der OB, hat keine Lust sich mit schönen Worten abspeisen zu lassen und sobald der Pachtnachlass beschlossene Sache ist, legen die Investoren die Millionen auf den Tisch, während die Stadt in die Röhre schaut, womöglich sogar Auflagen durch die ADD bekommt. Alle Positionen sind für mich nachvollziehbar. Wäre ich an der Stelle vom FCK, würde ich genauso vorgehen und wäre ich an der Stelle des OB, würde ich auch nicht sofort klein beigeben.
Hier geht es um Geld, viel Geld, vor allem für die Investoren und wenn ich mit einem großen Gläubiger wie der Stadt verhandeln müsste, würde ich mich zuerst bedeckt halten mit meinen Investitionszusagen, denn je heftiger ich im Vorfeld mit dem Scheckbuch wedele, desto schlechter wird meine Verhandlungsposition gegenüber der Stadt. Der OB wird davon ausgehen, dass der FCK und die Investoren ihm jetzt etwas vorjammern, solange es um *seine* Pacht geht und sobald er bzw. die Stadt nachgegeben hat, ist dann plötzlich Geld da.
Im Endeffekt wird natürlich keiner *abdrücken* und mindestens eine Waffe ist sowieso nicht scharf geladen. Man wird irgendeinen lauen Kompromiss finden und alle werden sich wieder friedlich hinsetzen. Man sollte auf jeden Fall damit aufhören irgendwelche komischen Sachen zu unterstellen und unnötig Panik zu verbreiten, das gilt für alle Seiten und in alle Richtungen. So läuft das eben, wenn verhandelt wird.
Jede Seite will natürlich das beste Ergebnis herausholen. Je weniger der FCK für zwei weitere Jahre FWS Stadion bezahlen muss, desto besser für ihn und seine Investoren. Die Stadt, bzw. der OB, hat keine Lust sich mit schönen Worten abspeisen zu lassen und sobald der Pachtnachlass beschlossene Sache ist, legen die Investoren die Millionen auf den Tisch, während die Stadt in die Röhre schaut, womöglich sogar Auflagen durch die ADD bekommt. Alle Positionen sind für mich nachvollziehbar. Wäre ich an der Stelle vom FCK, würde ich genauso vorgehen und wäre ich an der Stelle des OB, würde ich auch nicht sofort klein beigeben.
Hier geht es um Geld, viel Geld, vor allem für die Investoren und wenn ich mit einem großen Gläubiger wie der Stadt verhandeln müsste, würde ich mich zuerst bedeckt halten mit meinen Investitionszusagen, denn je heftiger ich im Vorfeld mit dem Scheckbuch wedele, desto schlechter wird meine Verhandlungsposition gegenüber der Stadt. Der OB wird davon ausgehen, dass der FCK und die Investoren ihm jetzt etwas vorjammern, solange es um *seine* Pacht geht und sobald er bzw. die Stadt nachgegeben hat, ist dann plötzlich Geld da.
Im Endeffekt wird natürlich keiner *abdrücken* und mindestens eine Waffe ist sowieso nicht scharf geladen. Man wird irgendeinen lauen Kompromiss finden und alle werden sich wieder friedlich hinsetzen. Man sollte auf jeden Fall damit aufhören irgendwelche komischen Sachen zu unterstellen und unnötig Panik zu verbreiten, das gilt für alle Seiten und in alle Richtungen. So läuft das eben, wenn verhandelt wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 04.02.2020 um 15:32 Uhr bearbeitet Zitat von Troglauer
Jede Seite will natürlich das beste Ergebnis herausholen. Je weniger der FCK für zwei weitere Jahre FWS Stadion bezahlen muss, desto besser für ihn und seine Investoren. Die Stadt, bzw. der OB, hat keine Lust sich mit schönen Worten abspeisen zu lassen und sobald der Pachtnachlass beschlossene Sache ist, legen die Investoren die Millionen auf den Tisch, während die Stadt in die Röhre schaut, womöglich sogar Auflagen durch die ADD bekommt. Alle Positionen sind für mich nachvollziehbar. Wäre ich an der Stelle vom FCK, würde ich genauso vorgehen und wäre ich an der Stelle des OB, würde ich auch nicht sofort klein beigeben.
Jede Seite will natürlich das beste Ergebnis herausholen. Je weniger der FCK für zwei weitere Jahre FWS Stadion bezahlen muss, desto besser für ihn und seine Investoren. Die Stadt, bzw. der OB, hat keine Lust sich mit schönen Worten abspeisen zu lassen und sobald der Pachtnachlass beschlossene Sache ist, legen die Investoren die Millionen auf den Tisch, während die Stadt in die Röhre schaut, womöglich sogar Auflagen durch die ADD bekommt. Alle Positionen sind für mich nachvollziehbar. Wäre ich an der Stelle vom FCK, würde ich genauso vorgehen und wäre ich an der Stelle des OB, würde ich auch nicht sofort klein beigeben.
Das mit dem "nicht sofort klein beigeben" ist für mich zu kurz gedacht. Für eine Drittligamannschaft, die wir nun mal sind, ist eine Stadionpacht von € 425.000 eine Menge Geld. Im Vergleich zu 3/4 der Mitbewerber sogar einen ganz große Menge. Die Stadt hat das Stadion und muss es bestmöglich vermieten, dumm nur, dass es maximal einen einzigen Interessenten gibt. Dass der ehemals große FCK nun in die Niederungen des Profifußballs hinabgestiegen ist, war nicht unbedingt vorherzusehen, aber auf neue Gegebenheiten muss man sich einrichten. Dies muss jedes Unternehmen das überleben will und deshalb muss die Stadt auch weiterhin den Pachtzins auf die jeweilige Situation anpassen und der FCK so günstig als möglich einfordern.
Was aber der FCK im Gegensatz zu den vorher erwähnten 3/4 der Mitbewerber hat, ist ein überdurchschnittlicher Zuschaueranteil für diese unterklassige Liga. Deshalb wäre es doch für beide Seiten kein Problem wenn man eine Grundpacht und eine Zuschauerbeteiligung auf einem neuen Modell erstellt.
Ich würde bei einem Schnitt ab 15.000 Zuschauern beginnen und für jeden zusätzlichen Zuschauer 10 -20 % Beteiligung am Kartenverkauf aushandeln. Je besser der FCK spielt umso mehr Einnahmen generiert er für sich und für die Stadt.
Dies könnte ich als OB auch problemloser verkaufen als eine Beteiligung ab der zweiten Runde im DFB-Pokal.
Die zu erwartenden Mehreinnahmen sehe ich als sehr wahrscheinlich gegeben an. Denn eins ist sicher, wenn der Zuschauerschnitt unter 15.000 fällt spielt die Mannschaft so schlecht, dass sie nie mehr aufsteigen wird und somit zwangsläufig in die Insolvenz rutscht.
Tatsächlich ist mir erst durch die Sendung klar geworden, dass es beim FCK-Antrag nicht um die Gnade einer temporären Pachtminderung geht, sondern dass im vor zwei Jahren mit der Stadt geschlossenen Vertrag festgelegt wurde, dass man sich nun über die künftige PachtFESTSETZUNG ganz grundsätzlich unterhalten werde (Merk berief sich auf § 3, ich kenne das Dokument halt nicht).
Ich glaube, man hat diesen Aspekt in der Vergangenheit vereinsseitig ein bisschen versäumt klarzustellen. Die aktuelle Pachtfestsetzung stellt uns für Liga 3 nicht konkurrenzfähig auf - und muss ein für allemal und unbefristet vom Tisch! DAS ist der Punkt - und nicht eine temporäre "Pachtminderung", weil es uns gerademal nicht so gut geht. Solange das Stadion im Fremdbesitz ist, wollen und können wir nicht mehr als 430k in Liga 3 zahlen (zuzüglich weiterer Verpflichtungen, die sich ohne Instandhaltung wohl insgesamt auf 600k belaufen, wenn ich eine Nebenbemerkung von Markus Merk richtig verstanden habe). Ende Gelände! Mehr geht nicht!
Selbst ich als vermutlich relativ gut informierter Fan war bislang in der semantischen Blase der Beantragung einer temporären "Minderung" der Pacht für Liga 3 gefangen. Da kann der OB dann mit "Kompensationen" um die Ecke kommen. Ein FCK-Antrag, der klar macht, dass es hier nicht um einen temporären Engpass geht, sondern dass wir die Pachthöhe in Liga 3 ganz grundlegend an marktüblichen Kriterien neu festsetzen wollen, hätte diese Rhetorik des OB nicht anschlussfähig erscheinen lassen. Also: Auch wenn wir noch 25 Jahre Liga 3 spielten und das Stadion im Stadtbesitz bliebe, zahlten wir künftig immer noch nur den marktüblichen Zins! Eine Pachthöhe von 3 Mio in Liga 3 kann sich die Stadt also demnach ein für allemal in die Haare schmieren! Das ist eine komplett andere Verhandlungsbasis als darum zu bitten, dass einem Stadt noch mal ein, zwei Jahre aus de Klemme hilft.
Mir zumindest war das bis gestern so nicht klar.
Ich glaube, man hat diesen Aspekt in der Vergangenheit vereinsseitig ein bisschen versäumt klarzustellen. Die aktuelle Pachtfestsetzung stellt uns für Liga 3 nicht konkurrenzfähig auf - und muss ein für allemal und unbefristet vom Tisch! DAS ist der Punkt - und nicht eine temporäre "Pachtminderung", weil es uns gerademal nicht so gut geht. Solange das Stadion im Fremdbesitz ist, wollen und können wir nicht mehr als 430k in Liga 3 zahlen (zuzüglich weiterer Verpflichtungen, die sich ohne Instandhaltung wohl insgesamt auf 600k belaufen, wenn ich eine Nebenbemerkung von Markus Merk richtig verstanden habe). Ende Gelände! Mehr geht nicht!
Selbst ich als vermutlich relativ gut informierter Fan war bislang in der semantischen Blase der Beantragung einer temporären "Minderung" der Pacht für Liga 3 gefangen. Da kann der OB dann mit "Kompensationen" um die Ecke kommen. Ein FCK-Antrag, der klar macht, dass es hier nicht um einen temporären Engpass geht, sondern dass wir die Pachthöhe in Liga 3 ganz grundlegend an marktüblichen Kriterien neu festsetzen wollen, hätte diese Rhetorik des OB nicht anschlussfähig erscheinen lassen. Also: Auch wenn wir noch 25 Jahre Liga 3 spielten und das Stadion im Stadtbesitz bliebe, zahlten wir künftig immer noch nur den marktüblichen Zins! Eine Pachthöhe von 3 Mio in Liga 3 kann sich die Stadt also demnach ein für allemal in die Haare schmieren! Das ist eine komplett andere Verhandlungsbasis als darum zu bitten, dass einem Stadt noch mal ein, zwei Jahre aus de Klemme hilft.
Mir zumindest war das bis gestern so nicht klar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 10.02.2020 um 11:55 Uhr bearbeitet
Deutlich wird ja auch, worum es bezüglich der Aktienpakete wirklich geht:
Der Verein soll - eben nicht monetär, sondern in Form von Aktienpaketen - 3,2 Millionen Euro p.a. zahlen und darüber hinaus die Instandhaltung eines WM-Stadions übernehmen.
Wenn man sich darauf einmal einlässt, dann sind die Tore geöffnet, entsprechende Aktienpakete auch in Zukunft zu verlangen.
Angesichts der gerade von @Newtrial dargestellten Vereinbarung, sich grundlegend um eine Neufassung der Pachtbedingungen zu kümmern, ist das in der Tat der blanke Hohn.
Es ist für beide Seiten eine mehr als ungünstige Situation, aber die Stadt muss jetzt von ihren Vorstellungen abrücken.
Irgendwo kann es dann auch nicht sein, dass sich das Land - mal wieder - aus der Affäre ziehen will, aber das ist ein anderes Thema.
Ich bin jedenfalls stolz auf unsere Vereinsführung, dass sie standhaft bleibt und deutlich macht, dass wir zu Kompromissen bereit sind, aber nicht vor Weichel und der SPD kuschen werden!
Es sollte eventuell aber mal deutlicher gemacht werden, dass sich Weichel mehrmals nicht an getroffene Absprachen gehalten hat und dabei ist, sich als Verhandlungspartner zu disqualifizieren...
Interessant finde ich auch, dass wohl ein Kaufangebot für das FWS bereits unterbreitet, wenn auch abgelehnt wurde.
So viel zum Thema "Luftschloss". Das ist(!) nun mal der einzig gangbare nachhaltige Weg, um diese Posse abschließend zu regeln - und daher muss er verfolgt werden.
Dass die "gesamtgesellschaftliche" Lösung mehr als zwei Monate in Anspruch nimmt, sollte keinen überraschen.
Positiv stimmt mich, dass Merk von einem Einvernehmen mit den Regionalen spricht - wer über einen Stadionkauf verhandelt, wird nicht zulassen, dass es keine Lizenz gibt.
Und dafür muss jetzt endlich diese Pachtfrage geregelt werden!
Der Verein soll - eben nicht monetär, sondern in Form von Aktienpaketen - 3,2 Millionen Euro p.a. zahlen und darüber hinaus die Instandhaltung eines WM-Stadions übernehmen.
Wenn man sich darauf einmal einlässt, dann sind die Tore geöffnet, entsprechende Aktienpakete auch in Zukunft zu verlangen.
Angesichts der gerade von @Newtrial dargestellten Vereinbarung, sich grundlegend um eine Neufassung der Pachtbedingungen zu kümmern, ist das in der Tat der blanke Hohn.
Es ist für beide Seiten eine mehr als ungünstige Situation, aber die Stadt muss jetzt von ihren Vorstellungen abrücken.
Irgendwo kann es dann auch nicht sein, dass sich das Land - mal wieder - aus der Affäre ziehen will, aber das ist ein anderes Thema.
Ich bin jedenfalls stolz auf unsere Vereinsführung, dass sie standhaft bleibt und deutlich macht, dass wir zu Kompromissen bereit sind, aber nicht vor Weichel und der SPD kuschen werden!
Es sollte eventuell aber mal deutlicher gemacht werden, dass sich Weichel mehrmals nicht an getroffene Absprachen gehalten hat und dabei ist, sich als Verhandlungspartner zu disqualifizieren...
Interessant finde ich auch, dass wohl ein Kaufangebot für das FWS bereits unterbreitet, wenn auch abgelehnt wurde.
So viel zum Thema "Luftschloss". Das ist(!) nun mal der einzig gangbare nachhaltige Weg, um diese Posse abschließend zu regeln - und daher muss er verfolgt werden.
Dass die "gesamtgesellschaftliche" Lösung mehr als zwei Monate in Anspruch nimmt, sollte keinen überraschen.
Positiv stimmt mich, dass Merk von einem Einvernehmen mit den Regionalen spricht - wer über einen Stadionkauf verhandelt, wird nicht zulassen, dass es keine Lizenz gibt.
Und dafür muss jetzt endlich diese Pachtfrage geregelt werden!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 10.02.2020 um 12:11 Uhr bearbeitet
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
