Hertha & Nürnberg vom Punkt weiter
Füllkrug trifft bei Werder-Comeback – Kantersiege für Hannover und Hoffenheim
©IMAGO
Im DFB-Pokal sind am Samstagnachmittag zwei Überraschungen durch Last-Minute-Treffer noch möglich. Mit Werder Bremen (3:0 gegen LSK Hansa), wo Niclas Füllkrug bei seinem Comeback gleich ein Tor erzielte, 1899 Hoffenheim (4:0 gegen Erzgebirge Aue) und Hannover 96 (9:1 gegen SV Hemelingen) setzten sich die Favoriten jeweils durch. Nachsitzen musste beinahe Bundesliga-Neuling SV 07 Elversberg: Beim MSV Duisburg sorgte U-Nationalspieler Francis Onyeka erst spät für das erlösende 2:1 und legte schnell das 3:1 nach. Hertha BSC und der 1. FC Nürnberg mussten nachsitzen.
Füllkrug trifft: Werder zieht in zweite Pokalrunde ein
Der SV Werder Bremen hat beim Comeback von Niclas Füllkrug seine Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde erfüllt und seine mäßige Pokalbilanz der vergangenen Jahre aufgebessert. Beim 3:0 (1:0) gegen den fünftklassigen Lüneburger SK erzielte Rückkehrer Füllkrug per Foulelfmeter den Treffer zum 2:0 (53.) für den Bundesligisten. Jens Stage (11.) hatte den Favoriten früh Führung gebracht. Der ebenfalls neuverpflichtete Ludovit Reis (76.) sorgte für den Endstand.
Die Partie fand in der Heimstätte des FC St. Pauli am ausverkauften Hamburger Millerntor statt, da die Lüneburger als Gastgeber kein geeignetes Stadion haben und ausweichen mussten. Für den Verein aus der Oberliga Niedersachsen war es in seiner 125-jährigen Klubgeschichte der vierte Auftritt im DFB-Pokal – und zum vierten Mal kam das Aus in der ersten Runde.
TSG Hoffenheim ohne Mühe beim Drittliga-Absteiger Aue
Die TSG 1899 Hoffenheim hat die erste Pokalhürde beim Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue mühelos gemeistert. Der Europa-League-Starter gewann beim Tabellenfünften der Nordost-Regionalliga souverän mit 4:0 (3:0). Vor 8.199 Fans im Erzgebirgsstadion erzielte Patrick Wimmer (6. Minute) die Gästeführung, ehe Wouter Burger (17.) und erneut Wimmer (45.+1) erhöhten. Nach dem Wechsel traf Max Moerstedt (63.) zum Endstand.
Hannover 96 zieht souverän in die zweite Pokalrunde ein
Zweitligist Hannover 96 hat ohne Probleme die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Gegen den Bremer Fünftligisten SV Hemelingen feierte die Mannschaft von Trainer Christian Titz ein 9:1 (6:0)-Schützenfest. In den drei Jahren zuvor waren die Niedersachsen jeweils in der Auftaktrunde gescheitert.
Stéfan Teitur Thórdarson eröffnete den Torreigen vor 13.217 Fans im Weserstadion in der 5. Minute. Die weiteren Treffer für den in der Liga noch sieglosen Tabellenvorletzten erzielten Lars Gindorf (11./39./53.), Marcel Hartel (16.), erneut Thordarson (19.), Benedikt Pichler (21./88.) und Taycan Etcibasi (90.+1).
Elversberg bezwingt Duisburg dank später Tore von Onyeka
Mit einem glanzlosen Arbeitssieg hat die SV Elversberg die erste Runde im DFB-Pokal überstanden. Eine Woche vor ihrem Debüt in der Fußball-Bundesliga haben die Saarländer beim Drittligisten MSV Duisburg mit 3:1 (0:1) gewonnen. Matchwinner ist Neuzugang Francis Onyeka. Die Leihgabe von Bayer Leverkusen erzielte in der Schlussphase der Partie zwei Treffer (88. und 90.+1 Minute), nachdem Luca Schnellbacher (38.) den Favoriten zunächst in Führung gebracht hatte und Duisburgs Tyger Lobinger (54.) zwischendurch zum 1:1 getroffen hatte. Durch den Sieg qualifizierte sich die Mannschaft von SVE-Trainer Vincent Wagner damit zum dritten Mal hintereinander für die zweite Pokalrunde.
Das letzte Erstrunden-Aus mussten die Elversberger in der Saison 2023/2024 hinnehmen, nach einer Niederlage (0:1) gegen den FSV Mainz 05. Ggeen den MSV dauerte es zunächst auch, ehe die Gäste ihre spielerische Überlegenheit gegen eine kompakt stehende Duisburger Defensive in Zählbares umwandeln konnten.
Hertha BSC zittert sich beim 1. FC Saarbrücken weiter
Hertha BSC hat beim früheren DFB-Pokalschreck 1. FC Saarbrücken mit viel Mühe die zweite Runde erreicht. Erst im Elfmeterschießen gewann der Zweitligist vor 15.500 Zuschauern im ausverkauften Ludwigsparkstadion mit 4:2 (1:1/1:0/0:0). Torhüter Marius Gersbeck hielt dabei Schüsse von Florian Pick und Kai Brünker. In der regulären Spielzeit hatten Paul Seguin (69.) für die Alte Dame und (90.+6) für den FCS.
Klose im Glück: 1. FC Nürnberg gewinnt im Elfmeterschießen
Der 1. FC Nürnberg hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals erst im Nachsitzen und mit einer Menge Dusel gelöst. Der Zweitliga-Spitzenreiter setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 beim Drittligisten Viktoria Köln durch.
In den Duellen vom Punkt zeigte FCN-Kapitän Jan Reichert zweimal seine Klasse. Der Schlussmann parierte die Schüsse von Pascal Fallmann und Niklas Jahn. Auch zwei Nürnberger Schützen verschossen, was aber am Ende keine Rolle spielte. Nach 90 Minuten und nach der Verlängerung stand es zuvor 1:1.
Mittelstürmer Piet Scobel (57. Minute) erzielte für eine lange Zeit harmlose Nürnberger Mannschaft das Führungstor. Aber Meiko Sponsel (90.+6) rettete die Kölner mit seinem ganz späten Tor in die Verlängerung. Da dort keine weiteren Treffer fielen, ging es ins Elfmeterschießen. Dort hatten die Franken am Ende die besseren Nerven und verhinderten ein weiteres Erstrunden-Aus wie im Vorjahr, als sie noch gegen den Fünftligisten FV Illertissen - übrigens ebenfalls im Elfmeterschießen - gescheitert waren.
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