Neue Zahlen von „L'Équipe“
Gehälter in der Ligue 1: Top-Verdiener Dembélé könnte vom eigenen Trainer überholt werden
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Ousmane Dembélé ist Top-Verdiener der Ligue 1 und kassiert dreimal so viel wie der am besten verdienende Spieler, der nicht bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht. „L'Équipe“ veröffentlichte am Donnerstag das Gehaltsranking des französischen Oberhauses, das die Fachzeitung traditionell selbst errechnet. Dabei finden sich 14 PSG-Profis, bevor der erste Nicht-Pariser, Pierre-Emile Højbjerg, auf dem 15. Rang erscheint.
Højbjerg verdient demnach nur ein Drittel dessen, was Dembélé monatlich einstreicht: Brutto eine halbe Million für den früheren Bayern-Profi gegen 1,5 Millionen für den einstigen Dortmunder. Zum Vergleich: In der Bundesliga erhalten die Münchner Jamal Musiala und Harry Kane noch mal gut eine halbe Million Euro mehr als der amtierende Weltfußballer Dembélé. Auch Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Dembélés Landsmann Dayot Upamecano liegen noch darüber. In Spanien wird zudem das Gehalt von Kylian Mbappé auf mehr als 2,6 Mio. Euro brutto pro Monat geschätzt.
Bei PSG folgen auf Dembélé Marquinhos, Achraf Hakimi und Lucas Hernández, die bei rund 1,1 Mio. Euro brutto monatlich liegen und mit Dembélé ein Quartett im siebenstelligen Gehaltslevel bilden. Mit 950.000 absteigend bis 800.000 gelistet werden Warren Zaïre-Emery, Vitinha, Kvaratskhelia, João Neves, Nuno Mendes, Willian Pacho und Fabián Ruiz. Bei 550.000 bzw. einer halben Million liegen Bradley Barcola bzw. Désiré Doué und Lucas Chevalier, dann folgen erstmals Spieler, die nicht bei PSG sind. Höjbjerg sowie die OM-Kollegen Mason Greenwood und Geoffrey Kondogbia, Corentin Tolisso von Lyon und Ilya Zabarnyi von PSG werden auf 450.000 bis 500.000 Euro beziffert. Ein solcher Betrag reicht für einen Platz in der Top-20 (zu den Listen nach Verein bei „L'Équipe“).
Trainer Luis Enrique könnte alle Spieler überholen
Dembélés Spitzenposition wird dem Angreifer aber womöglich streitig gemacht, kurioserweise aber nicht von einem Mitspieler, sondern von seinem Trainer. Luis Enrique steht vor der Verlängerung seines Vertrags in Paris und soll bei Vollzug ein Jahresgehalt von 20 Mio. Euro einstreichen – 2 Mio. Euro mehr, als Dembélé hochgerechnet in einem Jahr verdient. Momentan wird Luis Enriques monatliches Salär noch auf eine Million Euro geschätzt, was schon jetzt fast dreimal so viel ist wie die Entlohnung für Paulo Fonseca bei Lyon als zweitbestbezahlter Trainer – und das 40-Fache des niedrigsten Trainergehalts in der Ligue 1: 25.000 Euro von Metz-Coach Benoît Tavenot.
Bei den Spielern macht „L’Équipe“ ebenfalls eine wachsende Kluft zwischen den Gehältern bestimmter Teams aus und spricht von einer zweigeteilten Liga. Besonders deutlich sei der Abfall, abgesehen von PSG demnach vom zehnt- zum elftgrößten Ligavertreter; so errechnete die Publikation ein durchschnittliches Bruttogehalt von monatlich 80.000 Euro bei RC Lens und 50.000 Euro im Schnitt beim FC Nantes sowie bei Stade Brest. Dazu zitiert das Blatt den beim Verband registrierten Spielerberater Ousmane Sall: „Manche Vereine wollen niedrige Grundgehälter anbieten und diese mit allerlei Boni kompensieren. Früher konnten beispielsweise Abstiegskandidaten Gehälter zwischen 70.000 Euro und 100.000 Euro brutto zahlen. Heute sprechen wir eher von 30.000 bis 40.000 Euro mit Steigerungen nach 40 Spielen. Aber sie hoffen, den Spieler zu verkaufen, bevor er dieses Niveau erreicht.“
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