Überflieger Shaqiri unverändert
Marktwerte Schweiz: Inter-Leihgabe Stanković Top-Gewinner – Zanotti rückt an Sanches heran
©TM/IMAGO
Nach einer starken Saison für den FC Luzern heißt der größte Gewinner des Marktwert-Updates in der Schweizer Super League Aleksandar Stanković. Der 19 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler, Sohn des ehemaligen Champions-League-Siegers Dejan Stanković, legt um satte 6 Millionen Euro zu und steigt mit 11 Mio. Euro in die Top-4 der wertvollsten Spieler der Liga auf. Überflieger Xherdan Shaqiri (33) verbleibt unterdessen bei 2 Mio. Euro, während es für die meisten der deutschen Legionäre Abwertungen gibt.
Stanković verpasste in der zurückliegenden Saison keine Partie für Luzern und trug sich zudem fünfmal in der Scorerliste ein. Während seiner Leihe von Inter Mailand durchlief er eine große Entwicklung, weswegen die Luzerner die Kaufoption für den U21-Nationalspieler ziehen werden, wie Sportchef Remo Meyer bestätigte. Allerdings verfügt Inter über eine Rückkaufoption. Berichten zufolge sollen 1,5 Mio. Schweizer Franken, umgerechnet 1,6 Mio. Euro, für Stanković fällig werden, die Nerazzurri können ihn dann für 3 Mio. Franken, 3,2 Mio. Euro, zurückzuholen, um ihn möglicherweise weiterzuverkaufen.
Weitere große Gewinner neben dem Youngster sind Willem Geubbels (23) vom FC St. Gallen und Jonas Adjetey (21) vom Meister FC Basel, die jeweils um 4 Mio. Euro auf 10 Mio. bzw. 8 Mio. Euro aufgewertet werden. Unverändert bleibt dagegen die Taxierung von Basel-Rückkehrer Shaqiri, der mit 18 Toren und 21 Vorlagen bester Torschütze und Scorer Super League und von der Transfermarkt-Community zum Spieler der Saison gewählt wurde. „Shaqiri hat eine herausragende Saison gespielt ohne Frage, aber würde ein anderer Verein tatsächlich noch eine Ablöse in Millionenhöhe für einen 33-Jährigen zahlen? Denn grundsätzlich gehen die Marktwerte in diesem Alterssegment fast nur nach unten, auch wenn die Leistungen noch ansprechend sind. Daher wurde sich für einen Kompromiss entschieden und der Marktwert von 2 Mio. Euro beibehalten“, erklärt Maximilian Meyer, Datenscout in der Schweiz. Unter den Klubs ist Meister Basel aber Top-Gewinner mit einem Plus von 10,3 Mio. Euro.
Während es für Shaqiri damit nicht mehr für einen Platz unter den Top-50 reicht, festigen Luganos Mattia Zanotti (22) und Albian Hajdari (22) ihre Plätze als Zweit- und Drittwertvollster der Liga hinter Alvyn Sanches (22, bleibt bei 14 Mio. Euro). Beide legen um je 3 Mio. Euro zu und rücken mit nun 13 Mio. bzw. 12 Mio. Euro näher an den Lausanne-Profi Sanches heran.
Hinab geht es dagegen am deutlichsten für Justin Hammel (24). Der Torhüter von den Grasshoppers büßt 1,5 Mio. auf 2,5 Mio. Euro ein. In siebenstelliger Höhe verlieren auch BSC Young Boys' Joël Monteiro (25, -1 Mio. auf 6 Mio.) und Basels Joe Mendes (22, -1 Mio. auf 3 Mio.). Fast ausschließlich der Rotstift angesetzt wird auch bei den deutschen Spielern im Schweizer-Oberhaus. Unter anderem der ehemalige Münchner Lukas Mai (25, -300.000 auf 2 Mio.), Bochum-Leihgabe Lukas Daschner (26, -300.000 auf 900.000) und Ex-HSV-Profi Sonny Kittel (32, -100.000 auf 200.000) werden abgewertet. Einzig der frühere Freiburger Pius Dorn (28) gewinnt leicht um 100.000 auf 900.000 Euro dazu.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).
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