Kühn startet bei Rapid durch: „Jetzt war es an der Zeit, mich im Männerfußball zu zeigen“
Nicolas Kühn galt zu Juniorenzeiten als eines der besten deutschen Talente seines Jahrgangs. 2019 wurde er mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet, im Jahr zuvor hatte er seinen Wechsel aus dem Nachwuchs von RB Leipzig zu Ajax Amsterdam vollzogen. Über weitere [...]
Von durchstarten könnte man sprechen, wenn er Stammspieler mit starken Leistungen wäre, aber so ist das doch ziemlich weiter weg von der Realität.
Im Endeffekt macht er es aus meiner Sicht richtig, dass er über die Stationen Aue und Wien versucht, sich erstmal eine Basis zu erarbeiten. Auch als guter Zweitliga-Spieler oder als guter Spieler in Österreich, Belgien oder der Schweiz kann man eine gute Karriere haben und irgendwann noch mit Mitte oder Ende 20 den Sprung in die Bundesliga schaffen.
Wichtig ist dafür natürlich, nicht zu hadern nach dem Motto "Mensch, ich war doch schon so eine große Nummer in der Jugendzeit bei Leipzig, Ajax und den Bayern und jetzt spiele ich in Österreich". Und ich glaube das hat er verstanden. Er gehört schon zu den "glücklichen" paar Prozent, für die es zu einer Profikarriere gereicht hat. Nicht für jeden kann es direkt das höchste Regal sein.
Interessante Wahrnehmung da von durchstarten zu sprechen, wenn einer mit in 2 Wochen 23 Jahren in Österreich bei einem Club aus dem oberen Mittelfeld Rotationsspieler ist.
Von durchstarten könnte man sprechen, wenn er Stammspieler mit starken Leistungen wäre, aber so ist das doch ziemlich weiter weg von der Realität.
Kühn war in der Hinrunde einer der besten Spieler von Rapid. Er hat auch, wenn nicht von Verletzungen gebremst, eigentlich immer gespielt. Man merkt ihm total sein Potential an, er hat eine tolle Technik, hohe Geschwindigkeit und ein sehr starkes Dribbling. Außerdem war er immer frech, mutig und ist gerade zu Saisonbeginn, als Rapid mit dem alten Trainer aufgetreten ist wie eine Kreisligamannschaft, herausgestochen. Mit etwas mehr Glück und besseren Entscheidungen vorm Tor, hätte er mehr Scorer, aber er ist ein Spieler, der mit seiner Spielweise das Spiel seiner Mannschaft total belebt und sollte nicht (nur) an seinen Scorern bemessen werden. Er war für viele Rapidler Spieler der Herbstsaison. Nur zur Info

