Hertha BSC Hertha BSC
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Taktiktisch

10.08.2003 - 13:30 Uhr
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Taktiktisch |#31
30.04.2014 - 21:48 Uhr
Nur weil Real Madrid gestern Bayern München auseinander genaommen, zerlegt und filetiert hat, muss das System gut ein. Ich finde deren System sogar sehr anfällig und es lebt praktisch von vier Spielern die auf einem Weltklasse Niveau, wenn nicht sogar auf diesen Planeten die besten Spieler auf ihrer Position sind.

Der wohl beste Spieler den die Madrilenen haben ist Luka Modric der definitiv der beste 8er ist den es gibt. Für mich der Nachfolger von Xavi. In deinen System übernimmt diese Rolle Baumjohann. Das geht schief. Modric kann auf engsten Raum gegen zwei, drei Gegenspieler bestehen. Baumjohann traue ich das nicht zu. So einen ähnlichen Spielertypen fehlt Hertha BSC und deshalb fordere ich, wenn auch für andere Spielsysteme einen solchen Spieler. Eikrem traue ich diese Rolle zu oder auch Badelj. Ich weiß nicht was Nico Kovac in Brasilien macht. Wenn er diese beiden Spieler im Mittelfeld von Kroatien aufstellt... Popkorn und Bier.

Über Bale und Ronaldo muss man auch nicht viel schreiben. Der eine hat ein Abo auf die Top3 bei der Wahl des besten Fußballers. Sein Flügelpartner ist Defensiv sogar noch stärker. Dazu sind beide Killermaschienen vor dem Tor. Ben-Hatira und Allagui würden sich die Beine brechen wenn sie so was anstellen würden.

Über Benzema muss man auch nicht viele Worte verlieren.

Dieses System ist nicht zu kopieren, weil es sehr auf die Spieler zugeschnitten ist. Was man kopieren kann und ich öfters beschreibe ist das leiten oder dirigieren des Gegners auf die Flügel, um sie dort zu isolieren. Deshalb schwebt mit auch, das in Deutschland unbekannte 4-2-2-2 vor in der in der Mitte 4 zentrale 2er Ketten sind. Um den Spielaufbau völlig zu zerstören, könnte ich ich mir vorstellen, dass die 10er sich an den gegnerischen 6er orientieren und die Stürmer nicht an den Innenverteidigern, sondern an den Außenverteidigern. Somit würden nur die Innenverteidiger des Gegners frei bleiben und die Wege auf die Flügel oder auf die 6er versperrt sein. Zwangsläufig muss dann ein langer Ball kommen, bei dem Hertha einen 6 zu 4 Vorteil besitzt.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#32
04.11.2014 - 10:11 Uhr
Ein kompaktes 4-4-2/4-2-4-0/2-4-4-0

Das 4-4-2 ist zwar nicht das modernste Spielsystem, aber es ist mit das einfachste. Viele Mannschaften verteidigen so, obwohl sie im Angriff auf zum Beispiel ein 4-2-3-1 setzen. Stehen die Abwehr und das Mittelfeldband eng beieinander, kann des Defensiv zu einen waren Bollwerk, mit schnellen Spielern im Sturm und auf den Flügeln, können Konter wieder zu einer Waffe werden.

Die Außenverteidiger
Es gibt zwei Spielarten: Die defensive Variante in der die Außenverteidiger sich vornehmlich auf das Verteidigen konzentrieren. Oder die Offensive in der sie die Außenlinien abarbeiten, während ihre Vorderleute den Strafraum oder den 10er Raum besetzen.
Auf der rechten Seite würde Ndjeng für den offensiven Außenverteidiger stehen und Pekarik für den defensiven. Auf der linken Seite bietet sich Schulz für den Offensiven Part an und Hosogai für den Defensiven.
Aber auch die Löwsche Variante mit vier Innenverteidigern wäre möglich. Brooks - Langkamp - Lustenberger - Heitinga.

Das Zentrale Mittelfeld
Hier findet die größte Veränderung statt. Aktuell setzt Luhukay gerne auf Abräumer wie Hosogai und Niemeyer. Das höchste der Gefühle ist Skjelbred als Ballträger neben einen Abräumer, meistens Hosogai.
Der Abräumer wird abgeschafft und im zentralen Mittelfeld sollen zwei 8er spielen die auch defensiv mitarbeiten. Neben Ballträgern wie Skjelbred oder Cigerci ein Spielgestalter. Wer diese Rolle bis zur Winterpause übernehmen kann ist schwierig. Ronny wäre eine Option, wenn er defensiv ackert. Lustenberger kann ich schlecht einschätzen, da er in den letzten Jahren fast nur in der Innenverteidigung gespielt hat. Hegeler ist bisher bei Hertha nicht angekommen. Aber auch Mukhtar wäre eine Option. Vom Gefühl her würde ich Lustenberger bzw. Mukhtar den Vorzug geben.

Die zentrale Offensive
Ein Spielgestalter auf der 8 reicht nicht aus. Um im Zentrum des Spielfelds mehr spielerische Präsenz zu erhalten, Kalou und Ronny auf diesen Positionen. Von dort aus sollen sie entweder auf die Flügel ausweichen, wenn die Flügelstürmer in den Sturm oder in den 10er Raum ziehen, oder sich zur Unterstützung der 8er ins Mittelfeld fallen lassen.
Gegen Mannschaften die sich hinten reinstellen, würde sich ebenfalls Schieber als körperlich präsenter Spieler neben Kalou anbieten.

Die Flügelstürmer
Beerens und Stocker haben drei Optionen. Von der Grundlinie Flanken in den Strafraum schlagen. In den Strafraum ziehen und hoffen, dass die Stürmer beim ausweichen auf die Flügel oder in den 10er Raum die Innenverteidiger mitziehen und so Lücken entstehen. Und selber in den 10er Raum ziehen um damit auf den Flügel eine Lücke für einen 8er oder Außenverteidiger zu reißen, wenn der Außenverteidiger den Flügelstürmer verfolgt.

Das Pressing
Beim Angriffspressing würden die Flügelstürmer sich an den gegnerischen Außenverteidigern orientieren, während die Stürmer die 6er im Deckungsschatten die Innenverteidiger angreifen. Die 8er greifen zusätzlich die 6er an und verfolgen sie auch wenn einer sich in die Abwehr zurückfallen lässt.. Damit das Spielsystem kompakt bleibt positioniert sich die Abwehrkette auf Höhe der Mittellinie.
Sollte die erste Pressingreihe überspielt werden, greifen diese in Rückwärtspressing den ballführenden Spieler an, verstellen die Optionen für den Rückpass und isolieren so den Spieler. Verliert er den Ball gibt es sofort für den Balleroberer Möglichkeiten den eigenen Mann anzuspielen und so das Spiel umzuschalten.
Bleibt der Gegner am Ball hat er durch die Kompaktheit nicht viel Raum und Zeit das Spiel aufzubauen. Unterstützen kann man diesen Effekt, in dem der ballferne Flügelstürmer ins Zentrum rückt und der ballnahe 8er bei Angriffen über den Flügel oder der ballnahe Flügelstürmer bei Angriffen durch die Mitte, unterstützend den ballführenden Gegner unter Druck setzen.

Der Spielaufbau
Im Spielaufbau lässt sich der Spielgestalter zwischen die breiten Innenverteiger fallen. Die Außenverteidiger rücken in den Halbraum und bilden zusammen mit dem zweiten 8er eine etwas enge 3er Kette als in der Abwehr. Es entsteht so ein 3-3-4. So kann man lange Bälle auf die 4er Angriffsreihe schlagen die durch die 3er Kette im Mittelfeld abgesichert ist, oder man baut das Spiel weiter über das Mittelfeldband auf. Hält diese den Ball, kann der Spielgestalter diese Überlaufen und würde sich vor ihr für den Spielaufbau anbieten. Oder die Außenverteidger starten aus dem Halbraum in Richtung Außenlinie

Die Offensive
In der Offensive bilden sich zwei Pärchen. Die Stürmer und die Flügelstürmer. Die vier Spieler können die Pärchen und damit ihre Position wechseln. Die Positionen sind nicht starr ausgelegt, sondern fluid. So können einen Stürmer und ein Flügelstürmer einen Flügel überladen, während ihre Partner im Zentrum auf Zuspiele lauern. Er können sich aber auch alle vier Spieler im Sturm und im 10er Raum befinden und auf Zuspiele über Außenverteidiger warten.
Durch das ständige Rochieren der Positionen, soll es keine feste Zuordnung für die gegnerische Abwehr geben und eventuell kann man so die Defensive auseinander ziehen.

Personal:
Tor: Kraft.
Außenverteidiger Pekarik und Schulz.
Innenverteidiger Brooks und Lustenberger(Hosogai).
Zentrales Mittelfeld: Skjelbred und Mukhtar (Lustenberger)
Flügelstürmer: Beerens und Stocker
Sturm: Kalou und Ronny.

Schieber ist eine Option für den Sturm.
Ben-Hatira für den Sturm oder als Flügelstürmer.
Ndjeng für die rechte Außenverteidigung.
Hosogai für die linke Außenverteidigung.
Heitinga für die Innenverteidigung.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#33
26.02.2015 - 17:16 Uhr
Vorab: Der folgende Post ist so eine Art Mischung aus Kaderanalyse, Wunschaufstellung und Taktikspielerei und weicht stark von unserer momentanen Ausrichtung ab. Ich werde hier nicht die Spieler für die Startelf vorschlagen, die den größten Namen haben (Kalou), sondern die Spieler, die ich für sinnvoller erachte. Außer Acht bleiben die Spieler, die verletzt oder Trainingsrückstand haben. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Spieler aus der vermeintlich zweiten Reihe (vdB, Wagner).

Unabgängig vom Spielsystem (3/5-er oder 4-er Abwehr, 1 oder 2-Mann-Sturm) sind folgende Spieler gesetzt:
Kraft: Mangels Einsätze kann ich Jarstein nicht beurteilen. Kraft ist ein solider Towart, auf der Linie überdurchschnittlich, im modernen Torwartspiel inkl. Straumraumbeherrschung eher unterdurchschnittlich. Dennoch beste Alternative.
Pekarik: Mangels Konkurrenz gesetzt. Halte ich für einen "Entweder-Oder" Spieler, sprich entweder ist er ausschließlich defensiv tätig oder offensiv. Für einen umschaltenden Flügelspieler fehlt es ihm mE deutlich an Spritzigkeit und Handlungsschnelligkeit. Da seine Stärken eher in der Defensive liegen, hält er sich an eine defensive Ausrichtung. Merke: Dafür darf die rechte Offensivposition sich offensiver ausrichten.
Skjelbred: Ist für mich dank seiner Lauf- und Einsatzbereitschaft gesetzt. Dazu kommen solide Zweikampfwerte und passables Stellungsspiel. Der solide Allrounder.
Schieber: Siehe Skjelbred. Unglaublich wertvoll im Pressing und Gegenpressing. Zudem der mit Abstand torgefährlichste Spieler aus dem Spiel (182 min/Tor, Kalou: 293).

Unabhängig vom Spielsystem brauchen wir einen defensiven Flügelspieler. Für diese Rolle kämen Plattenhardt und Schulz in Betracht.
Rein vom Gefühl her hätte ich behauptet, dass Plattenhardt der technisch deutlich bessere Spieler ist, Schulz dafür die Geschwindigkeit hat. Statistisken geben folgendes Bild wieder (whoscored, bundesliga.de. Für Plattenhardt mit dem Vorbehalt der geringen Einsätze und für Schulz die Einsätze im LM):
Ähnliche Zweikampfwerte, Laufleistung, geblockte Bällte und Passquote, Schulz bei abgefangenen Bällen vorne.
Fazit: Tendenz Schulz. (Dennoch bleibe ich persönlich bei der Meinung, dass Plattenhardt im Normalfall der bessere LV ist)

Unabhängig vom Spielsystem werden folgende Spieler nicht eingesetzt:
Ronny: Zugegeben, hier spielt eine gewisse Antipathie mit. Ich halte Spieler wie Ronny für eine aussterbende Spezies im modernen Fußball: der altmodische Zehner. Technisch stark, gute Übersicht, Ballmagnet, gute Standards. Dafür schwache Laufleistung, Pressing, Motivation und allgemeine Defizite im Spiel gegen den Ball. Wäre Ronny 6-7 Jahre früher geboren worden, wäre er wohl mindestens international unterwegs. So passt er leider nicht ins laufintensive moderne Pressingspiel, das von vielen Mannschaften und auch hier in diesem Post angestrebt wird.
Hegeler: Achillesferse Handlungsschnelligkeit. Scheint oft mit den Gedanken woanders zu sein. Zudem langsam, unbeweglich. Erinnert mich in manchen Situationen eher an ein Teil dieser gelben Spielerwände fürs Freistoßtraining.

Spielsystem - Vorüberlergungen:
Wir haben keinen richtigen Spielmacher. Kann man dadurch umgehen, dass man bevorzugt über die Außen spielt. Oder man macht es mit mehr Spielern (=mehr Anspielstationen) im Mittelfeld wett. Erstere Variante ist leicht vorherzusehen, letztere tendenziell weniger. Beide Alternativen gepaart dürfte den fehlenden Spielmacher allein ausgleichen. Freilich fehlt in jedem Fall diese Option.

3/5-er oder 4-er Kette:
Die 4-er Kette hat den Vorteil, dass man mit einer relativ geringen Spieleranzahl defensiv die Räume mittels Verschieben gut abdecken kann. Auch in der Offensivbewegung bleibt man mit 2 IVs hinten stabil. Der Spielaufbau läuft bevorzugt über die Mitte.
Ich persönlich halte in einer Mannschaft ohne kreativen Spielmacher die 4-er Kette für zu statisch und vorhersehbar. Die beiden IVs sind auf ihrer Position meist fest, selten und - sofern nicht im Fall eines äußerst ballsicheren IVs - unerwünscht ist das Vorstoßen eines IVs, da dadurch im Rückraum große Lücken entstehen, insb. wenn die AVs wie üblich nach vorne rücken. Das Risiko nach Ballverlust ist dort größer als der Nutzen des Überraschungseffekts.
Die 3/5-er Kette hat - konsequentes Veschieben vorausgesetzt - den Vorteil eines zusätzlichen Spielers im Mittelfeld sowie im Notfall in der Abwehr. Vielmehr geht es aber darum, dass durch den zusätzlichen MIttelfeldspieler der Ball schon vor der Abwehr gewonnen werden soll, sodass die nominell ein Mann geringere Abwehr nicht mehr ins Gewicht fällt.

1 oder 2-Mann-Sturm:
Hier geht es weniger um die dogmatische Erläuterung als um das vorhandene Spielermaterial. Dies wären bei uns Schieber und Kalou. Schieber ist gesetzt (s.o.), fraglich also, ob Kalou in einen 2-Mann-Sturm passt.
Antwort vorweg: mE nein. Natürlich ist Kalou der technisch wohl bessere Spieler als Scheber (auch wenn er das nicht oft zeigt), jedoch ist seine Arbeit gegen den Ball so unbefriediegend, als dass er es nicht rechtfertigen könnte, dass dafür auf einen mangels Spielmacher dringend benötigten zusätzlicher (neben dem in der Verteidigung oben genannten) Mittelfeldspieler verzichtet wird. Man könnte nun anführen, dass Kalou auch hinter der Spitze als quasi-MF spielen könnte. Jedoch ist der Laufaufwand im anvisierten System noch höher als in der Spitze, sodass eine Aufstellung hier erst recht nicht sinnvoll erscheint. An dieser Situation würde sich nur dann etwas ändern, wenn Kalou sein im Vergleich zu Schieber schwächeres Laufverhalten durch größere Torgefahr ausgleicht. Was momentan nicht der Fall ist. Fazit: Kalou wäre das prominenteste Opfer der neuen Taktik.

Anvisiertes Spielsystem: 3-2-4-1
Nun (endlich!?) der Hauptteil. Folgende Grundordnung:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4---2---3--
Die Spieler 3 und 4 sind hierbei Flügelspieler, also AVs, wenn man so will. 5 und 6 sind "Halbspieler", die je nacch Situation vor oder in der Abwehr spielen. Der Rest ist relativ selbsterklärend bzw. wird dem Kader nach angepasst.

In der Arbeit gegen den Ball ergibt sich ein "gestaffeltes" Pressing:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4-------3--
-------2------
Die Außen (10, 11) orientieren sich an den gegnerischen AVs. Ziel ist es, dass der Ball möglichst in der Mitte bleibt, wo das Tempo typischerweise niedriger ist. Zudem ist man mit 5 Spielen in der Mitte (5-9) zahlenmäßig überlegen, zumindest gegen eine gegnerische 4-er Kette.
Spielt der Gegner mit einer tiefstehenden oder sich fallen lassenden 6, wird diese von der 9 so früh wie möglich gestört, aber gerade nicht als Anspielstation zugestellt. Reminder: Wir wollen, dass der Gegner durch die Mitte spielt. Aber er soll nicht die Zeit für einen ordentlichen Spielaufbau bekommen. Die IVs bleiben frei.
7 und 8 stellen die Räume zu den gegnerischen 8ern zu, spielt der Gegner nicht mit solchen, werden die entsprechenden Räume zugestellt. Maßgeblich ist, dass die Verbindung zwischen 6 und den restlichen Verbindungsspielern (typischerweise eben 8er) gekappt werden soll.
5 und 6 sind für die Offensivräume hinter der Spitze sowie für etwaige lange Bälle (ggf. mit HIlfe der 2) verantwortlich.
3 und 4 orientieren sich an den Flügeln, mit Tendenz nach innen.
2 ist Absicherung. Kann gerne den gegnerischen Stürmer bei einem Pläuschchen einschüchtern.
Spielt der Gegner mit zwei 6-ern ändert sich die Formation entsprechend:
11--9---7--10
-----6-8-5----
---4-------3--
-------2------
Die IVs bleiben frei, 10 und 11 an die AVs (wie oben), 9 und 7 (bzw.8) laufen die gegnerischen 6er an. 8 (bzw. 7) lässt sich dementsprechend fallen. Rest wie oben.
Kommt der Gegner ins zweite Drittel, lassen sich die Ketten fallen:
-------9-------
11--8---7--10
--4--6--5--3-
-------2------
im eigenen Drittel:
-------9-------
11----------10
-----8-7------
-4-6-2-5-3-
Man sieht also, das Verschieben ist für den defensiven Teil der Taktik essentiell. Insbesondere kommt es auf 5-8 an, ob sowohl ein kompaktes MF als auch eine solide Defensive erreicht werden kann.

Offensiv richtet sich alles gemäß dem Prinzip Überladen. Schon vom Anfang des Spielaufbaus an wird die Konzentration auf einen Flügel oder die Mitte gelegt und dieser Teil des Spielfeldes überladen. Besonders bei den Flügeln wird die andere Seite vernachlässigt. (Oder wohlwollend formuliert: es sollen gegnerische Spieler auf die anvisierte Seite gezogen werden, damit die andere offener ist und man dies theoretisch nutzen könnte).
Bei Flügeln sähe das so aus:
11----9--------
---8--7--10---
--4--6---------
----2--5--3---
4 und 6 gehen mit nach vorne, 11 rückt eins weiter vor, 8, 7 und 10 verschieben in Richtung des Flügels. Wichtig ist, dass 5 in die Abwehr geht und auch diese in die entsprechende Richtung verschiebt. So wird ein Flügel mit 6 Spielern überladen, was einerseits mehr Anspielstationen schafft, andererseits auf dem anderen Flügel Lücken reißt. Hauptaugenmerk sollte allerdings auf dem Durchbrechen auf dem Flügel liegen, um Flanken von der Grundlinie oder wahlweise flache Bälle in den Rückraum (7 und 8) zu schlagen.
In der Mitte hingegen:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4---2---3--
bleibt es beim Grundkonstrukt. Nur dass ggf. 10 und 11 weiter in die Mitte rücken. 3 und 4 bleiben hinten.

Angepasste Aufstellung nach unseren Kader (in Klammern am Ende Alternativen):
1 - Kraft: gesetzt, s.o. (Jarstein)
2 - Für diese Position wäre eigentlich Thiago Silva am besten geeignet. Der Spieler, der die Abwehr ordnet. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, im Ballbesitz die 3-er Kette zu halten und ordnen, falls die Halbspieler oder AVs nicht richtig verschieben. Daneben ist beim Pressing der letzte Mann. Ein gutes Stellungsspiel ist folglich unabdingbar. Spielaufbau ist hingegen nicht seine Aufgabe. Ich habe mich hier für Langkamp entschieden, der im Vergleich zu Brooks den gefestigteren, reiferen Eindruck macht, was ihn eher als Abwehrchef qualifiziert. Freilich geht im die Geschwindigkeit ab. (Brooks)
3 - Pekarik: gesetzt, s.o. (Ndjeng)
4 - Schulz: s.o. (Plattenhardt)
5 - Lustenberger: Sofern er solide spielt, was er in den letzten Wochen leider nicht getan hat, ist er der mustergültige Halbspieler. Darf im Verbund mit der 6 den offensiveren Part übernehmen, wo Pekarik doch eher defensiv sein soll. (Hosogai, Heitinga)
6 - Brooks: Tatsächlich. Er erinnert mich so ein wenig an einen etwas ungestümeren Boateng. Schnell, gute Zweikämpfe, aber nicht konstant und mit manchen spielentscheidenden Fouls und Fehlern. Dennoch: Seine Vorstöße sind vielversprechend. Zudem soll er ja ohnehin den defensiveren Part der Halbspieler einnehmen. (Niemeyer)
7 - Der mit der Rückennummer 7, Hosogai. Richtig, er bringt wenig Spielkultur mit. Dafür aber die für das (Gegen-)Pressing so benötigte Laufbereitschaft. Allein dadurch wird er beim Überladen helfen. Nachteil: Beim Angriff über die rechte Seite sollte die 10 vermehrt auf Flanken setzen, da Hosogais Schüsse jetzt nicht so dolle sind. Pässe in den Rückraum fallen somit eher weg. (Skjelbred)
8 - Skjelbred: gesetzt, s.o., zudem die Ausführungen zu Hosogai. (Cigerci)
9 - Schieber: gesetzt, s.o. (Kalou)
10 - Beerens: Ist schnell, kann flanken. Das reicht, um ihn für die 10 aufzustellen. Ist defensiv nicht so bemüht, aber dafür haben wir ja Pekarik (s. ganz oben: 10 darf offensiver sein) und Hosogai. (Haraguchi)
11 - Stocker: Im Vergleich zu Beerens langsamer aber im Dribbling besser. Gepaart mit Schulz (Tempo +, Technik -) ergibt das auch hier die schöne Komplementärbesetzung. (ÄBH)

Nach der Aufstellung ergeben sich folgende feine taktische Änderungen im Angriffsspiel:
Der Spielaufbau findet bevorzugt über den linken Flügel und die Mitte statt. Damit ist nicht gemeint, dass der rechte Flügel gar nichts macht, eher soll nur eine Tendenz angedeutet werden.

Zuletzt: Wer sich tatsächlich bis hier durchgeschlagen hat, Respekt!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von holahorihexa am 26.02.2015 um 17:26 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#34
13.12.2015 - 13:39 Uhr
Zitat von ac3er
Was mir persönlich gestern einmal mehr aufgefallen ist, dass wir endlich mal die Pässe in die Tiefe spielen und sich dort auch endlich auch Anspielstationen bieten, die durch Prallenlassen den Spielaufbau in der MItte forcieren (bspw. Ibisevic oder Kalou auf Darida). In der vergangenen Saison hab ich Aggressionen gekriegt, weil wir zwar bis in die gegnerische Hälfte kombiniert haben, allerdings dort das Zentrum zu war und die außen auch nur nach hinten spielen konnten. Ist noch jemandem das in der Art aufgefallen? smile


Ja so in etwa. Gestern war auffällig, dass wir drei/vier Varianten drauf haben um aus der IV den Aufbau heraus zu gestalten:

1. Pass auf die AV um dann die Linie runter zu spielen
2. der IV geht 5-10m mit Ball (Brooks) und passt in den Halbraum auf Darida/ Kalou
2.1. Der nimmt den Ball an und verteilt ihn auf den 8er, Flügelspieler oder leitet direkt auf Ibisevic weiter
2.2. passt zum 6er, welcher das Spiel auf die Außen verlagern kann
3. der lange Ball
4. hinten rum

Gerade die Variante 2 war gestern äußerst zielführend. Im Gegensatz zum Leverkusenspiel, wo Brooks keine Zeit für den Ball hatte, hat er nun nicht den Nebenmann (Platte, Schelle, Langkamp) anspielen müssen, sondern konnte 30m mit einem direkten Pass überwinden. Durch das Nachrücken von Schelle, Darida/Kalou und dem ballfernen Außen hatte man situativ Überzahl in Ballnähe. Falls man isoliert wurde, konnte man aber immer noch den Weg hintenrum gehen. Man hat den Reifeprozess gesehen, dass wir gegen passive Mannschaften nicht hektisch werden. Solche Spiele sollten wir auch zukünftig nicht mehr verlieren. Kritisch muss man immer noch sein, dass wir Probleme bekommen wenn der Gegner aggressiv auf die IV geht (30. - 45. gestern). Dann werden die Pässe unsauberer und Brooks muss den Ball auf Schelle spielen, der keine Unterstützung hat. Auch da hat man gestern den Fortschritt erkennen können, dass Kalou und Darida bis auf die Höhe von Schelle zurückfallen um Anspielstationen darzustellen. Damit sind aber nur noch 2-3 Spieler auf den restlichen 60m bis zum gegnerischen Tor verteilt. Das ist aktuell unsere größte Problemstelle. Was machen wir, wenn wir so gepresst werden?

Gegen Leverkusen haben Darida, Brooks, Weiser bei der Ballannahme direkt versucht einen Mann aussteigen zu lassen. Klappte das, war dahinter 15m Raum und die nötige Zeit den Ball in die Reihe um Kalou/ Ibisevic zu bringen. Klappte es nicht, hatten wir keine Ballbesitzphasen und das Spiel konnte nicht mehr kontrolliert werden. So auch gestern gegen Darmstadt. Die Variante mit dem langen Ball muss dann besser kontrolliert werden. Hier liegt es an Darida/ Kalou und den Außen den zweiten Ball festzumachen...
Taktiktisch |#35
14.04.2016 - 18:07 Uhr
Oder ein Mischsystem. Ausgehend von einer Raute pendelt der 6 zwischen 6er Position und Abwehrkette hin und her. 5-2/4-3. Die beiden 6er/8er hätten weniger Defensivarbeit und könnten zusammen mit den beiden Flügelverteidigern das Spiel aufbauen. 2-1-4 oder 3-4. In der Offensive eine 3er Reihe wobei der Spieler in der Mitte sich auf die 10er Position zum Aufbau fallen lassen kann, oder zwei Spieler nach hinten Fallen. 1-2/2-1.

Nominell wäre das ein 5-2-3 mit zwischen Innenverteidigung und 6er Position pendelnden Spieler in der Defensive und ein bzw. zwei Spieler die sich aus der Sturmreihe in den Spielaufbau in das Mittelfeld fallen lassen können. Durch die vier Akteure im Zentrum sollte man das Mittelfeld kontrollieren können.

Aktuell würde das dann so aussehen:
Jarstein; Plattenhardt - Brooks - Skjelbred/Lustenberger/Stark - Stark/Langkamp - Weiser: Darida - Cigerci; Baumjohann; Ibisevic - Kalou.

Eventuell würde man auch mit Haraguchi eine Option für die Flügelverteidigung besitzen.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#36
28.07.2016 - 23:28 Uhr
Zitat von physsus
Zitat von adailton

Absolut keine Weiterentwicklung und da braucht man nichts von wegen mitten in der Saisonvorbereitung erzählen.


Wir sind aber inmitten der Saisonvorereitung und die Transferliste ist noch offen.
Von dir hätte ich eher seitenlange und langweilige Taktikanalysen erwartet anstelle solcher dummen Stammtischparolen.

Nach dem Spiel ist mir zumindest nicht so bange vor den kommenden Pokalspielen. Das war früher anders.


Entschuldige, ich kann nicht anders als mich schlapp zu lachen... Recht hast du.

Mehr war heute nun wirklich nicht zu erwarten, ich habe sogar noch "schlimmeres" befürchtet.
Die Mannschaft hat erst 10-15 min gebraucht um ins Spiel zu kommen. Dann wurde es mit der Zeit besser.
Ab der 60. / 65. min waren sie nur noch platt und einige einige konzentrationsschwächen sorgten für Fehler in der Defensive.
Am Ende hatten wir Glück das Pukki den Ball über das Tor hebt.

Alles in allem bin ich für den Trainingsstand ganz zufrieden.

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Hertha BSC - SG Gerstensaft
Indiana Pacers - Indianapolis Colts
Taktiktisch |#37
29.07.2016 - 06:12 Uhr
Zitat von adailton
Zum Argument die Mannschaft muss sich erst einspielen. (...) Wenn man etwas verändern will und eine Vorstellung hat, kann man schon vor dem 1. Pflichtspiel beginnen (...).

Ich glaube, genau an der Stelle liegst du etwas falsch - und ich denke, an zwei Punkten:

1) Das Argument ist ja gar nicht "die Mannschaft muss sich erst einspielen", sondern: Die Beine sind müde.

Wie reagiert man darauf taktisch? Bei Dardai/Widmayer lautet die Antwort halt: Bewährte Abläufe, einfach spielen, die Mitte abdichten. Ich glaube, dass Hertha in diesem ersten Pflichtspiel extrem gefährdet war, und noch mit einem Unentschieden wäre ich sehr zufrieden gewesen. Man sieht diese Gefährdung auch schön bei der Analyse der Statistikdaten:

Langkamp brach schon Ende der ersten (!) Hz ein, Darida zu Beginn der zweiten Hz, Lustenberger und Pekarik Mitte der 2. Hz. Die waren flach wie eine Flunder - und ab dem Moment des Einbruchs hat sich bei diesen Spielern die Fehlpassquote schlagartig jeweils verdreifacht. Kalou hat sich über die ganze Partie gut hinein gebissen, aber ihm fehlte jegliche Spritzigkeit, die für sein Spiel so wichtig ist. Zu Beginn der ersten Hz konnte der Gegner schön zeigen, dass er die besseren Beine hat - und ab der Mitte der 2. Hz. kam unsere Hertha ins schwimmen.

Sorry, aber mit müden Beinen geht das kaum besser, und die adäquate taktische Antwort darauf ist halt: "bewährte Abläufe, einfach spielen" - das bedeutet aber längst noch nicht, dass das die ganze Saison über so laufen muss.

2) Wenn man die Mannschaft mit neuen Abläufen vertraut macht und weiter entwickeln will, dann gebe ich dir recht, dass man damit schon vor dem ersten Pflichtspiel beginnen sollte. Das Trainerteam sprach davon, das Offensivspiel weiter entwicklen zu wollen. Nur, warum glaubst du, dass die Mannschaft das gerade schon in der ersten Partie zeigen soll, in einer Phase, wo der Trainingsschwerpunkt auf die Konditionsgrundlagen und die läuferische Arbeit liegt?

Ich glaube, der Vorbereitungszyklus lässt es gar nicht zu, das Einüben neuer Spielformen und neuer taktischer Elemente schon jetzt auf den Platz zu bringen, zumal solche Einheiten bislang in der Vorbereitung eher so nebenher liefen. Liefen mussten! Ich bin mir aber sicher, dass die sportliche Leitung, aber auch das Trainerteam Konsequenzen aus dem Ende der letzten Saison gezogen haben, und der Zugang von Duda zeigt imho auch die Richtung an, in die es gehen soll.

Mit anderen Worten: Noch ist es deutlich zu früh, um zu urteilen. Mit der Betonung auf "deutlich"...
zwinker

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- Wollja! -
Taktiktisch |#38
29.07.2016 - 12:42 Uhr
Ich bin morgen mal auf das Spiel gegen Braunschweig gespannt, weil es sich erster Linie für Testspieler, Reservisten und Neuzugänge eignet, auf sich aufmerksam zu machen. Denn Kraft/Körber, Stark, Mittelstädt, Kurt, Duda, Allagui, Schieber, Baumjohann, Hegeler, Allan und Cigerci können dort gegen einen Gegner, der in der Vorbereitung wesentlich weiter ist, Werbung für sich machen. Da stellt sich die Mannschaft quasi von ganz alleine auf. Mal sehen, was es gibt. Warum ich es hier poste: ich bin mal auf die Rolle von Duda gespannt. Er könnte ja die Lösung der Frage von @adailton sein, wie sich Dardai das zentrale Spiel in Zukunft vorstellt und ob der Probe-Akteur vom LFC brauchbar ist

Kraft/Körber
Pekarik/Weiser (jeder eine HZ) - Stark - Hegeler - Mittelstädt
Allan - Cigerci
Allagui - Baumjohann/Duda (ein paar Minuten) - Kurt
Schieber

dazu als Reserve die Jugendspieler und Ronny, wenn er denn Minuten bekommen soll. Die Bröndby-Spieler werden mit Sicherheit extrem geschont werden. Wird also ein Muster ohne großen Wert werden und dient letzten Endes in erster Linie zum Beobachten und Anbieten. Ich rechne mit einer z.T. deutlichen Niederlage

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Hertha gewinnt Pokal-Spiele - ich pack es nicht...

Mit ganzem Herzen Exil-Herthaner aus OWL mit kopflastiger SC Paderborn-Sympathie - auch wenn DAS gerade extrem schwer fällt ;-)

Fix ist ein Transfer erst, wenn der Lange twittert!


Dieser Beitrag wurde zuletzt von guerteltier am 29.07.2016 um 12:43 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#39
23.08.2016 - 18:11 Uhr
Prinzipiell fand ich das 4-4-2 am Ende gegen Regensburg auch ganz nett, aber dauerhaft ist das glaube ich nichts für uns. Dazu kam sicherlich auch, dass Regensburg in der Phase stehend KO war und die entstandenen Räume einfach nicht mehr so zustellen und pressen konnte wie vorher.

Wie schon von meinem Vorredner erwähnt sind wir dafür defensiv auch viel zu instabil aktuell und das wird mit der Reduzierung auf 2 zentrale Mittelfeldspieler sicherlich nicht besser.

Außerdem sollte man auch nicht vergessen, dass wir als größten Transfer momentan einen 10er verpflichtet haben und dafür soviel Geld zu zahlen, wenn kurz darauf das System umgestellt werden soll und die Spielmacherposition wegfällt, kann ich mir schlicht und ergreifend nicht vorstellen.
Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, wenn man dann Duda als spielenden Stürmer neben Ibisevic aufstellt, da weiß ich aber einerseits nicht, ob er das überhaupt kann und andererseits wäre Kalou dann überfällig. Und wenn der stattdessen auf links gestellt werden soll, kann man auch gleich beim 4-2-3-1 bleiben.

Meines Erachtens kann man das 4-4-2 eventuell gegen Teams, die sich lediglich auf Konter spezialisieren (z.B. Darmstadt) oder bei einem Rückstand in der Schlussphase bei einem Rückstand mal machen, aber momentan ist das 4-2-3-1 glaube ich das beste System für uns.
Taktiktisch |#40
28.08.2016 - 23:22 Uhr
Ich hab es mal hierher verschoben, weil es mMn hier besser reinpasst.

Zitat von adailton
Es geht mir nicht um das Spielsystem, sondern um die Zusammensetzung des 4-2-3-1. Bei Lustenberger und Skjelbred läuft auf der Doppel 6 nichts nach vorne zusammen. Nach Bröndby hat er dies geändert und lief mit Skjelbred und Darida auf, was gegen Neapel wohl gut aussah. War selber nicht dabei. Und jetzt kommt er wieder auf die Idee die beiden zusammen spielen zu lassen. Hat ja immerhin die ganze Rückrunde und gegen Bröndby ja auch nicht funktioniert. Mit Pekarik als Außenverteidiger hat man das letzte Bemühen auf der Defensive etwas aufzubauen begraben. Das ist eine Auswärts Taktik aber keine gegen einen Aufsteiger in einem Heimspiel.


Ich finde, das diese Unkreativität aus der Zentrale nur bedingt die Schuld von Lustenberger und Skjelbred ist. Ersterem möchte ich heute durchaus ein gutes Spiel bescheinigen, er hatte 2-3 ordentliche Seitenwechsel dabei und hat auch unsere einzige wirkliche Torchance in der 1.Hz vorbereitet. Aber sei's drum.

Ich sehe das Problem auch viel mehr darin, dass die Sechser viel zu selten den Ball bekommen mit dem Spiel vor sich. Also entweder ist es von Pal nicht gewollt oder dass Vertrauen in Skjelle und Lusti ist nicht da, aber sowohl Pekarik aber vor allem auch Plattenhardt spielen den Ball beinahe ausnahmslos immer wieder zurück zum IV, anstatt die 6er direkt anzuspielen. Meistens kriegen die beiden anschließend den Ball von den IV. Dann stehen sie aber mit dem Rücken zum Gegner und werden auch schon angelaufen, sodass alles andere als den Ball direkt wieder prallen zu lassen äußerst riskant wäre. So ist es schon mal grundsätzlich schwierig, wirklich sinnvolle Bälle nach vorne zu spielen. Das müssen dann eben die IV's erledigen (Brooks macht das immer besser, Langkamp leider nicht) oder es sieht eben so unkreativ aus wie heute über weite Strecken.

Pekarik ist momentan top in Form und hat dies auch als einziger durch die ganze Vorbereitung hinweg gezeigt und auch im Pokal bestätigt. Defensiv ist er eine Bank und seine Offensiv-Bemühungen sind auch durchaus ansprechend bisher, mit Weiser harmoniert er wirklich gut und er traut sich mehr zu als Platte auf der linken Seite zumeist. Wie man momentan kritisieren kann, dass Pal auf ihn setzt ist für mich völlig unverständlich, dazu hat bisher auch keiner von den Flügelspielern gut genug gespielt, als dass ein Wechsel gerechtfertigt wäre.

Zitat von adailton
Zum Thema Ballbesitz. In der ersten Halbzeit hatte man Werte um 65% gehabt. Am Ende 54,8%. Da muss Freiburg gut aufgeholt oder gestört haben.


Bis zum Gegentreffer war Freiburg nicht wirklich an Ballbesitz interessiert, die wären hier liebend gerne mit einem 0:0 nach Hause gegangen. Deswegen die krassen Werte in Halbzeit 1. Dass sich das nach dem 1:0 ein wenig in die andere Richtung verschoben hat, ist eine ganz normale Reaktion der Mannschaft, die hinten liegt, da die natürlich in der Pflicht ist, etwas zu tun. Dennoch sind die bei ihrem ganzen Ballbesitz nicht einmal gefährlich im 16er aufgetaucht. Zugegeben, dass haben wir in der 1.Hz auch nicht geschafft, vor dem 1:0 in der 2.Hz dann aber schon, da waren ein paar gute Chancen mit bei.

Zitat von adailton
Gibt es irgendwo eine Seite wo man die Packing Daten vom Spiel sehen kann? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Werte von Lustenberger und Skjelbred hoch sind. Zitat: Favre die 6er sind die wichtigsten Spieler.


Wäre mal interessant, glaube es aber nicht, sogar die Teams selber müssen ja dafür in die Tasche greifen, wenn sie die Werte wollen, das würde ja keiner machen, wenn man sich die auch einfach im Internet anschauen kann.

Gute Werte werden die beiden vermutlich nicht haben, auch aus o.g. Gründen. Wichtig waren Skjelbred und Lustenberger heute dennoch für unser Spiel, nebenbei haben wir nämlich auch ein Tor zu VERTEIDIGEN, das kommt mir in deinen Analysen immer viel zu kurz, und da haben die beiden einen eminent wichtigen Anteil daran, dass die Freiburger heute so wenig Chancen hatten, weil sie sehr viele Zweikämpfe bestritten haben und sehr viel zugelaufen haben. Und das ist nicht selbstverständlich, auch wenn unser Gegner heute "nur" ein Aufsteiger war. Von dem her passt Favres Aussage doch Zwinkernd

Zitat von adailton
Das Zitat von Guadiola mit der Kontrolle und Ballbesitz stammt ursprünglich von Rinus Michels aus den 70er. Wenn der Gegner nicht den Ball hat, kann er keine Tore schießen. Von Guadiola ist aber bekannt, dass er dieses Hin und her Geschiebe vom Außenverteidiger auf den Innenverteidiger der dann entweder auf den Innenverteidiger oder den Außenverteidiger zurück passt, hasst. Das ist kein Fußball, das ist nichts.


Und dennoch machen das auch seine Teams Zwinkernd Tut ehrlich gesagt aber auch nicht mehr zur Sache. Das wir unser Ballbesitz nicht nach Pep's Vorgaben gestalten, damit kann ich leben, der trainiert ja auch kein Team mit dem Spielermaterial von Hertha BSC. Manchmal frage ich mich echt, ob du von unserem Team erwartest, das die einen vergleichbaren Ballbesitzfußball aufziehen wie z.B. die Bayern in der vergangenen Saison. Für mich ist das weit von dem weg, was realistisch mit unserer Truppe möglich ist. Auch nicht wenn ein Darida auf der Sechs spielt.
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