Unter Menschenmaklern a.k.a Spielerberatern bzw Vermittlern !
11.06.2005 - 13:40 Uhr
Der Artikel ist zwar was älter, aber trotzdem sher interessant zu lesen !
Unter Menschenmaklern
William Amos wollte Fußballprofi in Deutschland werden, sein Fall illustriert die rohen Sitten auf dem Transfermarkt
BERLIN, 13. Juni. Er träumte von einer Karriere als Profi in Deutschland. Jetzt sitzt William Amos, 22 Jahre alt, aus Kamerun, untätig in einem Heim für Asylbewerber am Rande von Berlin. Neunzehn Quadratmeter teilt er sich mit einem anderen Afrikaner. Die Langeweile zermürbt. "Ich würde gerne einen Ball nehmen, mit Freunden spielen - und dabei alles vergessen", sagt William Amos und senkt den Kopf. "Aber ich bin zu traurig zum Fußballspielen." Dabei liebt er diesen Sport. Seit seinem fünften Lebensjahr jagt er dem Ball nach, hat es in den Kader eines Schweizer Nationalliga-A-Clubs geschafft. Bis Dezember spielte er in der zweiten französischen Liga. Sein Vater, ein Holzhändler, war stolz auf ihn. Jetzt schämt sich William Amos so sehr, dass er ihn nicht anrufen und um Geld für den Heimflug bitten will. "Ich muss das alleine schaffen. Es geht um meine Ehre."
Marcelinhos Unterschrift
Er grübelt oft, warum er diesem Mann, der ihn in das fremde Land gelockt hat, so sehr vertrauen konnte. Naiv sei er gewesen, sagt er. Doch andererseits hat ihm Nino Gomes, ein 33-jähriger Portugiese, der nach eigenen Angaben seit acht Jahren als Vermittler von Profispielern arbeitet, diesen Vertrag gezeigt - als Beweis für angebliche Seriosität. Das Papier trug die echte Unterschrift von Marcelinho, dem Mittelfeldakteur von Hertha BSC. "Hättest du nicht auch geglaubt, dass dir Marcelinhos Berater einen guten Verein besorgen kann?", fragt William Amos. Vielleicht ja, wenn man einen großen Traum hat, so wie er.
Doch die Vision des jungen Mannes aus Jaounde endete im Januar mit einem Probetraining in der zweiten Mannschaft des 1. FC Union Berlin. Und ein paar Tage später vor der Geschäftsstelle des FC Energie Cottbus. Das war alles, was heraussprang, alles, was dieser Spielerberater ihm an Chancen vermittelt hat. In Kamerun, sagt William Amos, glaube jeder talentierte Spieler an eine schnelle Karriere in Deutschland; man müsse nur erst dort sein. So wie Mohammadou Idrissou, 23, Stürmer bei Hannover 96. Gegen ihn habe er früher oft gespielt. Gomes versprach William Amos eine ähnliche Karriere. Ende Dezember warb er ihn bei seinem damaligen Verein in Paris ab. Das war nicht schwer, weil Amos unter den vielen Ausländern bei dem Zweitligisten kein Fortkommen sah. Er ahnte nicht, dass der Kontrakt, den Gomes mit Marcelinho geschlossen hatte, nichts wert war. Ein Vertrag, der die Arbeitsvermittlung zur Exklusivleistung macht, hat keinen rechtlichen Bestand.
Amos sagt, er habe daraufhin Gomes vertrauensvoll 15 000 Euro für die Vermittlung eines Arbeitsplatzes und einer Wohnung gegeben - und seinen Pass. Den benötige er für Verhandlungen mit Vereinen, hatte Gomes gesagt. Weder Geld noch Ausweis hat der 22-Jährige bis heute zurück. Ohne Papiere und festen Wohnsitz meldete er sich bei der Ausländerbehörde. Endstation Asylbewerberheim.
In den vergangenen zwei Wochen hat Gomes immer wieder vereinbarte Treffen mit Amos platzen lassen. "Dieser Spieler hat sowieso keine Qualität, weiter mit mir zusammenzuarbeiten", sagt er abfällig: "Der Typ lügt. Ich habe nie Geld von ihm bekommen, sondern ihm 600 Euro geliehen. Woher soll ein Asylant auch so viel Geld haben?" Dreistigkeit ist Gomes Masche. Mit der Wahrheit nimmt er es offenbar nicht sehr genau. Sein gutgläubiger Klient aber war zumindest so vorsichtig, sich im Beisein seiner Freundin ein Schriftstück unterschreiben zu lassen, wonach Gomes versichert, ihm 5 000 Euro in Raten zurückzuzahlen.
Der Fall Amos zeigt die Abgründe in der Branche der Menschenmakler. Bei Hertha BSC, wo sich täglich dubiose Hausierer in Sachen Fußball vorstellen, löst der Fall keine Verwunderung aus. Erst recht nicht, als der Name Gomes fällt. "Wenn dieser Herr sich unserer Geschäftsstelle weniger als einen Kilometer nähert, kriegt er Probleme", sagt Pressesprecher Hans-Georg Felder. Manager Dieter Hoeneß will sich über Gomes erst gar nicht offiziell äußern - er ist Persona non grata beim Bundesligisten, seit als erwiesen gilt, dass Gomes sich in einer Discothek das Vertrauen des leichtgläubigen Marcelinho erschlichen hat: Er versprach ihm einen höher dotierten Vertrag als sein Berater mit Hertha ausgehandelt habe. Felder sagt, daraufhin sei der sensible Spielmacher nicht nur in eine Formkrise gestürzt, sondern Gomes habe den Brasilianer bei Schalke 04 angeboten. Zwischengeschaltet war jener Rechtsanwalt, der seinen Namen für Transfers von Gomes hergibt, weil der nämlich keine offizielle Spielerberater-Lizenz des Weltverbands Fifa besitzt. Die aber fordert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für die Vermittlung von Profis - oder ein Advokat muss involviert sein.
Nicht ungewöhnlich ist es in der zwielichtigen Branche, dass Kicker - wie im Fall William Amos - selbst einen Vermittler bezahlen, bevor der seine Kontakte spielen lässt. Auch der Berliner Spielerberater Henry Hennig erhält täglich Faxe aus Afrika, Osteuropa oder Südamerika, in denen ihm Geld für seine Dienstleistung geboten wird: "Einige würden für einen Platz in der Bundesliga alles tun." Hennig, im Gegensatz zu Gomes ein lizenzierter Spielerberater, arbeitet nur mit jungen, deutschen Profis. Nie schließt er schriftliche Vereinbarungen. "Den Handel mit Menschen aus der dritten Welt mache ich nicht mit", sagt er - und berichtet von rüden Umgangsformen im Gewerbe. Konkurrenten versuchten oft, seine Klienten mit Schecks und sogar Reisegutscheinen abzuwerben. "Amos ist kein Einzelschicksal", sagt Hennig. "Wie er werden zuhauf Talente zerstört."
Die Sitten verrohen. Nach der Kirch-Krise fließt nur noch bei den großen Transfers viel Geld. In der Regel kassieren die Berater für ein Jahr Vertragsdauer noch jeweils ein Monatsgehalt eines Erstligaprofis. Früher war es meist das Drei- bis Vierfache. In der zweiten Liga wird einmalig ein Monatssalär gezahlt, unabhängig von der Laufzeit des Vertrags. Beim 1. FC Union etwa muss sich der Manager eines Kickers mit maximal 10 000 Euro begnügen. In der dritten Liga gibt es meist gar keine Provisionen mehr.
Gomes behauptet, er habe zahlreiche Spieler in die erste Bundesliga gebracht. Namen nennt er nicht, weil er ja diskret arbeite - das mache ihn so erfolgreich. Doch Fakt ist, dass seine Firma Felini-Sportmanagement Pleite gegangen ist. Ende Februar musste er die feinen Büros am Potsdamer Platz räumen, die auch auf den ahnungslosen Kameruner William Amos Eindruck gemacht hatten. Geblieben aber ist Nino Gomes sein nassforsches Auftreten: "Ich habe noch nie Probleme mit einem Verein gehabt. Da können sie jeden fragen."
Beim VfL Bochum sehen sie das anders. Der Bundesligist hat ihn angezeigt. Wegen Urkundenfälschung ermittelte die Staatsanwaltschaft Bochum. Gomes soll Schreiben des VfL in Zusammenhang mit dem brasilianischen Profi Valnei Souza gefälscht haben. Auch der 1. FC Kaiserslautern war laut Auskunft der Polizei involviert. Das Verfahren wurde eingestellt, weil Gomes die Schuld auf brasilianische Kollegen schob. "Er hat sich rein gewaschen", sagt Jörg Hetzel, Leiter des Betrugskommissariats in Berlin. Die Polizei in der Hauptstadt hat Gomes nun aber wieder im Visier, denn William Amos hat Anzeige wegen Betruges erstattet. Ein ähnlicher Fall ist Hetzel noch nie untergekommen, aber einen Eindruck hat der Kriminalhauptkommissar bei den Untersuchungen bereits gewonnen: "Spielervermittler sind wie Pferdehändler, sie verdienen am Können anderer und haben nicht den besten Leumund."
William Amos kämpft. Er will zumindest 5 000 Euro zurückhaben: "Das reicht für den Rückflug und einen Neuanfang." Die übrigen 10 000 Euro habe er schon abgeschrieben. Gomes habe ihm erklärt, dieses Geld sei für seine Unkosten verwendet worden. Viel Geld für wenig Arbeit: Einen Monat lang hatte er Amos in einem Hotel in der Nähe des Alexanderplatzes einquartiert. Um erst dann mit ihm beim 1. FC Union vorstellig zu werden. Dort ist Gomes kein Unbekannter. "Der schickt uns häufig Videos von Spielern und Exposés", sagt Geschäftsführer Bernd Hofmann. In seinem Lebenslauf preist der Handlungsreisende mit Wohnsitzen in Lissabon und Berlin immer "multitalentierte Spieler" an.
"Bei Gomes ist gleich jeder ein Riesentalent", sagt Henry Häusler, Unions ehemaliger Amateurtrainer. Amos war nur einer von vielen Gomes-Probanden, den er im Reserveteam testen sollte. Nur bekannte Spieler dürfen gleich im Profikader mit trainieren. Amos ist Häusler in Erinnerung geblieben: "Der hatte gute Anlagen, war aber nicht fit, in dieser Verfassung hat es nicht gereicht für den Lizenzbereich." Amos sagt, Gomes habe ihm damals erzählt, Union sei ein armer Zweitligist - er werde ihn nun zu einem zahlungskräftigen Erstligisten bringen. Im Februar tauchte das Duo unangemeldet bei Energie Cottbus auf. Gomes leugnet den Vorgang, doch Energie-Manager Klaus Stabach kann sich gut erinnern an den merkwürdigen Auftritt. Auch seine Sekretärin, denn sie hatte Mitleid mit dem jungen Mann, der bei klirrender Kälte allein im Auto sitzen bleiben musste, während Vermittler Gomes um einen Termin bat. Er wurde abgewiesen. "Die Transferliste war schon einige Tage, seit 30. Januar, geschlossen, wir hatten keinen Bedarf mehr", sagt Stabach, der sich über einen Berater wundert, der die Wechselfristen nicht kennt.
Kämpfen für das Recht
Seitdem hat der Arbeitsvermittler keinen Finger mehr für William Amos krumm gemacht. Der 22-Jährige behauptet, Nino Gomes habe ihm sogar gedroht, ihn umbringen zu lassen - wenn er nicht endlich Ruhe gebe. Der in die Enge getriebene Geschäftemacher tritt nun gegen jenen nach, dessen Beine ihm keine schnelle Rendite brachten: "Ich erstatte Anzeige wegen Belästigung gegen William, mein Name wird in den Schmutz gezogen", sagt Gomes. Und: "Das ist das Problem bei Afrikanern, wenn man ihnen nicht helfen kann. Sie revanchieren sich auf diese Art."
Doch William Amos ist keiner dieser jungen Spieler, die sich einschüchtern lassen. Vermutlich gibt es viele wie ihn, die ihr Geld verloren haben und nie eine echte Chance bekamen. Amos, der Englisch und Französisch auf einer Schule in Paris lernte, passabel Deutsch spricht und obendrein Jura studiert hat, will um sein Recht kämpfen. Nino Gomes ist nervös geworden. Um Amos zu besänftigen, bot er ihm ein Probetraining beim SC Brandenburg Süd an. Doch William Amos sagt stolz: "Ich bin nicht hierher gekommen, um in der Oberliga zu spielen. Dafür bin ich zu gut." Seinen Traum will er sich noch nicht nehmen lassen.
Lizenz zum globalen Handel // Die Zahl der Spielervermittler ist stetig gewachsen: 1995 waren beim Fußball-Weltverband (Fifa) 50 registriert, darunter drei Deutsche. 1997 waren es 287 Agenten (36 Deutsche). Der aktuelle Stand: 1 143 Vermittler (89 Deutsche). Früher musste ein Vermittler für eine Fifa-Lizenz 200 000 Schweizer Franken hinterlegen und einen einwandfreien Leumund besitzen.
Anwälten ist es erlaubt, Vermittlungen vorzunehmen. Nach Ansicht von vielen Rechtsexperten sollten sogar nur Advokaten derartige Angelegenheiten wahrnehmen. Vor Gericht ist eine Fifa-Lizenz nicht viel wert.
Der Weltverband Fifa hat inzwischen die Vergabe von Vermittler-Lizenzen an die nationalen Verbände delegiert: Das globale Geschäft wurde zu unübersichtlich. Der DFB verlangt von einem Spielerberater, dass er seine Klienten versichert; der Leumund muss einwandfrei sein. Doch für Manager ohne Lizenz gibt es eine Hintertür: Sie arbeiten mit Anwälten zusammen.
BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN "Zu traurig zum Fußballspielen": William Amos kam aus Frankreich nach Deutschland, um hier Profi zu werden - er verlor Geld, Pass und Träume.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0614/sport/0005/
Unter Menschenmaklern
William Amos wollte Fußballprofi in Deutschland werden, sein Fall illustriert die rohen Sitten auf dem Transfermarkt
BERLIN, 13. Juni. Er träumte von einer Karriere als Profi in Deutschland. Jetzt sitzt William Amos, 22 Jahre alt, aus Kamerun, untätig in einem Heim für Asylbewerber am Rande von Berlin. Neunzehn Quadratmeter teilt er sich mit einem anderen Afrikaner. Die Langeweile zermürbt. "Ich würde gerne einen Ball nehmen, mit Freunden spielen - und dabei alles vergessen", sagt William Amos und senkt den Kopf. "Aber ich bin zu traurig zum Fußballspielen." Dabei liebt er diesen Sport. Seit seinem fünften Lebensjahr jagt er dem Ball nach, hat es in den Kader eines Schweizer Nationalliga-A-Clubs geschafft. Bis Dezember spielte er in der zweiten französischen Liga. Sein Vater, ein Holzhändler, war stolz auf ihn. Jetzt schämt sich William Amos so sehr, dass er ihn nicht anrufen und um Geld für den Heimflug bitten will. "Ich muss das alleine schaffen. Es geht um meine Ehre."
Marcelinhos Unterschrift
Er grübelt oft, warum er diesem Mann, der ihn in das fremde Land gelockt hat, so sehr vertrauen konnte. Naiv sei er gewesen, sagt er. Doch andererseits hat ihm Nino Gomes, ein 33-jähriger Portugiese, der nach eigenen Angaben seit acht Jahren als Vermittler von Profispielern arbeitet, diesen Vertrag gezeigt - als Beweis für angebliche Seriosität. Das Papier trug die echte Unterschrift von Marcelinho, dem Mittelfeldakteur von Hertha BSC. "Hättest du nicht auch geglaubt, dass dir Marcelinhos Berater einen guten Verein besorgen kann?", fragt William Amos. Vielleicht ja, wenn man einen großen Traum hat, so wie er.
Doch die Vision des jungen Mannes aus Jaounde endete im Januar mit einem Probetraining in der zweiten Mannschaft des 1. FC Union Berlin. Und ein paar Tage später vor der Geschäftsstelle des FC Energie Cottbus. Das war alles, was heraussprang, alles, was dieser Spielerberater ihm an Chancen vermittelt hat. In Kamerun, sagt William Amos, glaube jeder talentierte Spieler an eine schnelle Karriere in Deutschland; man müsse nur erst dort sein. So wie Mohammadou Idrissou, 23, Stürmer bei Hannover 96. Gegen ihn habe er früher oft gespielt. Gomes versprach William Amos eine ähnliche Karriere. Ende Dezember warb er ihn bei seinem damaligen Verein in Paris ab. Das war nicht schwer, weil Amos unter den vielen Ausländern bei dem Zweitligisten kein Fortkommen sah. Er ahnte nicht, dass der Kontrakt, den Gomes mit Marcelinho geschlossen hatte, nichts wert war. Ein Vertrag, der die Arbeitsvermittlung zur Exklusivleistung macht, hat keinen rechtlichen Bestand.
Amos sagt, er habe daraufhin Gomes vertrauensvoll 15 000 Euro für die Vermittlung eines Arbeitsplatzes und einer Wohnung gegeben - und seinen Pass. Den benötige er für Verhandlungen mit Vereinen, hatte Gomes gesagt. Weder Geld noch Ausweis hat der 22-Jährige bis heute zurück. Ohne Papiere und festen Wohnsitz meldete er sich bei der Ausländerbehörde. Endstation Asylbewerberheim.
In den vergangenen zwei Wochen hat Gomes immer wieder vereinbarte Treffen mit Amos platzen lassen. "Dieser Spieler hat sowieso keine Qualität, weiter mit mir zusammenzuarbeiten", sagt er abfällig: "Der Typ lügt. Ich habe nie Geld von ihm bekommen, sondern ihm 600 Euro geliehen. Woher soll ein Asylant auch so viel Geld haben?" Dreistigkeit ist Gomes Masche. Mit der Wahrheit nimmt er es offenbar nicht sehr genau. Sein gutgläubiger Klient aber war zumindest so vorsichtig, sich im Beisein seiner Freundin ein Schriftstück unterschreiben zu lassen, wonach Gomes versichert, ihm 5 000 Euro in Raten zurückzuzahlen.
Der Fall Amos zeigt die Abgründe in der Branche der Menschenmakler. Bei Hertha BSC, wo sich täglich dubiose Hausierer in Sachen Fußball vorstellen, löst der Fall keine Verwunderung aus. Erst recht nicht, als der Name Gomes fällt. "Wenn dieser Herr sich unserer Geschäftsstelle weniger als einen Kilometer nähert, kriegt er Probleme", sagt Pressesprecher Hans-Georg Felder. Manager Dieter Hoeneß will sich über Gomes erst gar nicht offiziell äußern - er ist Persona non grata beim Bundesligisten, seit als erwiesen gilt, dass Gomes sich in einer Discothek das Vertrauen des leichtgläubigen Marcelinho erschlichen hat: Er versprach ihm einen höher dotierten Vertrag als sein Berater mit Hertha ausgehandelt habe. Felder sagt, daraufhin sei der sensible Spielmacher nicht nur in eine Formkrise gestürzt, sondern Gomes habe den Brasilianer bei Schalke 04 angeboten. Zwischengeschaltet war jener Rechtsanwalt, der seinen Namen für Transfers von Gomes hergibt, weil der nämlich keine offizielle Spielerberater-Lizenz des Weltverbands Fifa besitzt. Die aber fordert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für die Vermittlung von Profis - oder ein Advokat muss involviert sein.
Nicht ungewöhnlich ist es in der zwielichtigen Branche, dass Kicker - wie im Fall William Amos - selbst einen Vermittler bezahlen, bevor der seine Kontakte spielen lässt. Auch der Berliner Spielerberater Henry Hennig erhält täglich Faxe aus Afrika, Osteuropa oder Südamerika, in denen ihm Geld für seine Dienstleistung geboten wird: "Einige würden für einen Platz in der Bundesliga alles tun." Hennig, im Gegensatz zu Gomes ein lizenzierter Spielerberater, arbeitet nur mit jungen, deutschen Profis. Nie schließt er schriftliche Vereinbarungen. "Den Handel mit Menschen aus der dritten Welt mache ich nicht mit", sagt er - und berichtet von rüden Umgangsformen im Gewerbe. Konkurrenten versuchten oft, seine Klienten mit Schecks und sogar Reisegutscheinen abzuwerben. "Amos ist kein Einzelschicksal", sagt Hennig. "Wie er werden zuhauf Talente zerstört."
Die Sitten verrohen. Nach der Kirch-Krise fließt nur noch bei den großen Transfers viel Geld. In der Regel kassieren die Berater für ein Jahr Vertragsdauer noch jeweils ein Monatsgehalt eines Erstligaprofis. Früher war es meist das Drei- bis Vierfache. In der zweiten Liga wird einmalig ein Monatssalär gezahlt, unabhängig von der Laufzeit des Vertrags. Beim 1. FC Union etwa muss sich der Manager eines Kickers mit maximal 10 000 Euro begnügen. In der dritten Liga gibt es meist gar keine Provisionen mehr.
Gomes behauptet, er habe zahlreiche Spieler in die erste Bundesliga gebracht. Namen nennt er nicht, weil er ja diskret arbeite - das mache ihn so erfolgreich. Doch Fakt ist, dass seine Firma Felini-Sportmanagement Pleite gegangen ist. Ende Februar musste er die feinen Büros am Potsdamer Platz räumen, die auch auf den ahnungslosen Kameruner William Amos Eindruck gemacht hatten. Geblieben aber ist Nino Gomes sein nassforsches Auftreten: "Ich habe noch nie Probleme mit einem Verein gehabt. Da können sie jeden fragen."
Beim VfL Bochum sehen sie das anders. Der Bundesligist hat ihn angezeigt. Wegen Urkundenfälschung ermittelte die Staatsanwaltschaft Bochum. Gomes soll Schreiben des VfL in Zusammenhang mit dem brasilianischen Profi Valnei Souza gefälscht haben. Auch der 1. FC Kaiserslautern war laut Auskunft der Polizei involviert. Das Verfahren wurde eingestellt, weil Gomes die Schuld auf brasilianische Kollegen schob. "Er hat sich rein gewaschen", sagt Jörg Hetzel, Leiter des Betrugskommissariats in Berlin. Die Polizei in der Hauptstadt hat Gomes nun aber wieder im Visier, denn William Amos hat Anzeige wegen Betruges erstattet. Ein ähnlicher Fall ist Hetzel noch nie untergekommen, aber einen Eindruck hat der Kriminalhauptkommissar bei den Untersuchungen bereits gewonnen: "Spielervermittler sind wie Pferdehändler, sie verdienen am Können anderer und haben nicht den besten Leumund."
William Amos kämpft. Er will zumindest 5 000 Euro zurückhaben: "Das reicht für den Rückflug und einen Neuanfang." Die übrigen 10 000 Euro habe er schon abgeschrieben. Gomes habe ihm erklärt, dieses Geld sei für seine Unkosten verwendet worden. Viel Geld für wenig Arbeit: Einen Monat lang hatte er Amos in einem Hotel in der Nähe des Alexanderplatzes einquartiert. Um erst dann mit ihm beim 1. FC Union vorstellig zu werden. Dort ist Gomes kein Unbekannter. "Der schickt uns häufig Videos von Spielern und Exposés", sagt Geschäftsführer Bernd Hofmann. In seinem Lebenslauf preist der Handlungsreisende mit Wohnsitzen in Lissabon und Berlin immer "multitalentierte Spieler" an.
"Bei Gomes ist gleich jeder ein Riesentalent", sagt Henry Häusler, Unions ehemaliger Amateurtrainer. Amos war nur einer von vielen Gomes-Probanden, den er im Reserveteam testen sollte. Nur bekannte Spieler dürfen gleich im Profikader mit trainieren. Amos ist Häusler in Erinnerung geblieben: "Der hatte gute Anlagen, war aber nicht fit, in dieser Verfassung hat es nicht gereicht für den Lizenzbereich." Amos sagt, Gomes habe ihm damals erzählt, Union sei ein armer Zweitligist - er werde ihn nun zu einem zahlungskräftigen Erstligisten bringen. Im Februar tauchte das Duo unangemeldet bei Energie Cottbus auf. Gomes leugnet den Vorgang, doch Energie-Manager Klaus Stabach kann sich gut erinnern an den merkwürdigen Auftritt. Auch seine Sekretärin, denn sie hatte Mitleid mit dem jungen Mann, der bei klirrender Kälte allein im Auto sitzen bleiben musste, während Vermittler Gomes um einen Termin bat. Er wurde abgewiesen. "Die Transferliste war schon einige Tage, seit 30. Januar, geschlossen, wir hatten keinen Bedarf mehr", sagt Stabach, der sich über einen Berater wundert, der die Wechselfristen nicht kennt.
Kämpfen für das Recht
Seitdem hat der Arbeitsvermittler keinen Finger mehr für William Amos krumm gemacht. Der 22-Jährige behauptet, Nino Gomes habe ihm sogar gedroht, ihn umbringen zu lassen - wenn er nicht endlich Ruhe gebe. Der in die Enge getriebene Geschäftemacher tritt nun gegen jenen nach, dessen Beine ihm keine schnelle Rendite brachten: "Ich erstatte Anzeige wegen Belästigung gegen William, mein Name wird in den Schmutz gezogen", sagt Gomes. Und: "Das ist das Problem bei Afrikanern, wenn man ihnen nicht helfen kann. Sie revanchieren sich auf diese Art."
Doch William Amos ist keiner dieser jungen Spieler, die sich einschüchtern lassen. Vermutlich gibt es viele wie ihn, die ihr Geld verloren haben und nie eine echte Chance bekamen. Amos, der Englisch und Französisch auf einer Schule in Paris lernte, passabel Deutsch spricht und obendrein Jura studiert hat, will um sein Recht kämpfen. Nino Gomes ist nervös geworden. Um Amos zu besänftigen, bot er ihm ein Probetraining beim SC Brandenburg Süd an. Doch William Amos sagt stolz: "Ich bin nicht hierher gekommen, um in der Oberliga zu spielen. Dafür bin ich zu gut." Seinen Traum will er sich noch nicht nehmen lassen.
Lizenz zum globalen Handel // Die Zahl der Spielervermittler ist stetig gewachsen: 1995 waren beim Fußball-Weltverband (Fifa) 50 registriert, darunter drei Deutsche. 1997 waren es 287 Agenten (36 Deutsche). Der aktuelle Stand: 1 143 Vermittler (89 Deutsche). Früher musste ein Vermittler für eine Fifa-Lizenz 200 000 Schweizer Franken hinterlegen und einen einwandfreien Leumund besitzen.
Anwälten ist es erlaubt, Vermittlungen vorzunehmen. Nach Ansicht von vielen Rechtsexperten sollten sogar nur Advokaten derartige Angelegenheiten wahrnehmen. Vor Gericht ist eine Fifa-Lizenz nicht viel wert.
Der Weltverband Fifa hat inzwischen die Vergabe von Vermittler-Lizenzen an die nationalen Verbände delegiert: Das globale Geschäft wurde zu unübersichtlich. Der DFB verlangt von einem Spielerberater, dass er seine Klienten versichert; der Leumund muss einwandfrei sein. Doch für Manager ohne Lizenz gibt es eine Hintertür: Sie arbeiten mit Anwälten zusammen.
BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN "Zu traurig zum Fußballspielen": William Amos kam aus Frankreich nach Deutschland, um hier Profi zu werden - er verlor Geld, Pass und Träume.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0614/sport/0005/
11.06.2005 - 18:03 Uhr
>>Nino Gomes ist nervös
>>>geworden. Um Amos zu besänftigen, bot er ihm ein
>>Probetraining
>>>beim SC Brandenburg Süd an. Doch William Amos sagt stolz:
>>"Ich
>>>bin nicht hierher gekommen, um in der Oberliga zu spielen.
>>>Dafür bin ich zu gut." Seinen Traum will er sich noch nicht
>>>nehmen lassen.
>>
>>Unabhängig davon dass die geschichte ne riesige schweinerei
>>ist finde ich es doch etwas seltsam dass amos zu stolz für
>die
>>oberliga ist, für was höheres hat es schon am anfang seiner
>>zeit in deutschland gereicht, ohne spielpraxis und mit
>>wahrscheinlich noch schlechterer kondition wirds schwierig
>für
>>ihn. Wünsche ihm auf jeden fall dass er sich irgendwo
>>durchbeisst.
>
>
>Durch das Gehalt bei einem Oberligisten hätte er sich gut
>ernähren können !
>
das stimmt allerdings...
und wenn er zu gut für die Oberliga wäre wie nach seinen aussagen wär bestimmt bald ein Höherklassiger Verein auf ihn aufmerksam geworden...
>>>geworden. Um Amos zu besänftigen, bot er ihm ein
>>Probetraining
>>>beim SC Brandenburg Süd an. Doch William Amos sagt stolz:
>>"Ich
>>>bin nicht hierher gekommen, um in der Oberliga zu spielen.
>>>Dafür bin ich zu gut." Seinen Traum will er sich noch nicht
>>>nehmen lassen.
>>
>>Unabhängig davon dass die geschichte ne riesige schweinerei
>>ist finde ich es doch etwas seltsam dass amos zu stolz für
>die
>>oberliga ist, für was höheres hat es schon am anfang seiner
>>zeit in deutschland gereicht, ohne spielpraxis und mit
>>wahrscheinlich noch schlechterer kondition wirds schwierig
>für
>>ihn. Wünsche ihm auf jeden fall dass er sich irgendwo
>>durchbeisst.
>
>
>Durch das Gehalt bei einem Oberligisten hätte er sich gut
>ernähren können !
>
das stimmt allerdings...
und wenn er zu gut für die Oberliga wäre wie nach seinen aussagen wär bestimmt bald ein Höherklassiger Verein auf ihn aufmerksam geworden...
11.06.2005 - 18:35 Uhr
Ich denke, dass die Fifa in Afrika, Südamerika und anderen armen Gebieten eine Kampagne starten sollte, die junge Spieler vor den Risiken eines solchen Beraters warnt. Es ist gut, dass die Buli-Klubs, wie z.B. Hertha, solche Spielerberater kategorisch ablehnen, aber das schützt die Spieler trotz allem nicht. Wenn sie erfahren auf was die dich da eingelassen haben ist es leider bereits zu spät. Die Fifa könnte mit einer Aufklärungskampagne und vielleicht eigenen Vermittlern viele Talente vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren.
Eine Weltorganisation wie die Fifa sollte doch in der Lage sein, einen Beraterstab aufzubauen, der sich um Talente aus Afrika und Südamerika kümmert. Wenn man bei den Spielern beknnt macht, dass man in Europa nur über diese Berater einen Platz bekommt würde vielen Spielern ein schlimmes Schicksal erspart bleiben. Zwar wird es sicherlich trotzdem noch Berater geben, die auf ähnliche Weise Spieler ausnehmen, aber die Zahl würde sicher drastisch zurückgehen.
Eine Weltorganisation wie die Fifa sollte doch in der Lage sein, einen Beraterstab aufzubauen, der sich um Talente aus Afrika und Südamerika kümmert. Wenn man bei den Spielern beknnt macht, dass man in Europa nur über diese Berater einen Platz bekommt würde vielen Spielern ein schlimmes Schicksal erspart bleiben. Zwar wird es sicherlich trotzdem noch Berater geben, die auf ähnliche Weise Spieler ausnehmen, aber die Zahl würde sicher drastisch zurückgehen.
12.06.2005 - 12:32 Uhr
Ich würde aber so nem Menschen auch nicht blind 15000 Euro geben. Wer so naiv ist, ist selbst schuld.
13.06.2005 - 10:27 Uhr
>Ich nehm doch lieber den Spatz in der Hand als das
>Abschiebeheim ......
>Ausser dem Berater dem er da auf den "leim" gegangen ist ...
>scheint er selber auch nicht der Hellste zu sein .....
Mal von dem weiter unten beschriebenen Problem mit der Arbeitserlaubnis abgesehen, würde ich doch nie wieder geschäftlich etwas mit diesem Typen zu tun haben wollen! Wer mich schonmal so verarscht hat, dem vertraue ich doch in keinster Weise mehr...
Der Oberligist wird doch von dieser Idee nichts gewusst haben. Die hätten doch gleich gesagt, dass ein Spieler ohne europäischen Pass für sie gar nicht spielen darf!
dude23 Sun 12.06 05 12:32
4505 Beiträge
Ich würde aber so nem Menschen auch nicht blind 15000 Euro geben. Wer so naiv ist, ist selbst schuld.
Selbst schuld...is klar...der Junge hat ja auch sonst die grosse Perspektive und hätte sich die hochdotierten Berufe aussuchen können...naiv war es, aber die Hoffnung, gross rauszukommen, hat schon ganz andere blind gemacht...
>Abschiebeheim ......
>Ausser dem Berater dem er da auf den "leim" gegangen ist ...
>scheint er selber auch nicht der Hellste zu sein .....
Mal von dem weiter unten beschriebenen Problem mit der Arbeitserlaubnis abgesehen, würde ich doch nie wieder geschäftlich etwas mit diesem Typen zu tun haben wollen! Wer mich schonmal so verarscht hat, dem vertraue ich doch in keinster Weise mehr...
Der Oberligist wird doch von dieser Idee nichts gewusst haben. Die hätten doch gleich gesagt, dass ein Spieler ohne europäischen Pass für sie gar nicht spielen darf!
dude23 Sun 12.06 05 12:32
4505 Beiträge
Ich würde aber so nem Menschen auch nicht blind 15000 Euro geben. Wer so naiv ist, ist selbst schuld.
Selbst schuld...is klar...der Junge hat ja auch sonst die grosse Perspektive und hätte sich die hochdotierten Berufe aussuchen können...naiv war es, aber die Hoffnung, gross rauszukommen, hat schon ganz andere blind gemacht...
13.06.2005 - 16:42 Uhr
>OK das ist ein Argument... aber er hat ja nicht "abgesagt"
>weil er wusste das er nicht spielberechtigt ist ... sondeern
>wegen der Liga Stärke !
Ja. so heisst es im Artikel. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass er auch einfach keinen Bock mehr auf den Typen hatte...Wenn er sich dafür wirklich einfach nur zu gut vorkam, ist dass natürlich Stolz, der fehl am Platze ist...zumal er ja in der Oberliga die Möglichkeit hätte, sich für bessere Vereine anzubieten...
>Übrigens mir sind Fälle aus der Verbandsliga bekannt wo 2
>Argentinier beim VFR Neuss aufliefen ... die zuvor aus der 2
>griechischen Liga transferiert wurden ... und dort ein
>fürstliches Gehalt für diese Verhältnisse bezogen ... beide
>kamen auf 1500 Euro Fixum + Prämien ... wie kann denn das sein
>?
Keine Ahnung...Es gibt aber doch viele Fälle, wo auch unterklassige Vereine sich ein-zwei teure Spieler leisten um ein bischen nach oben zu kommen...
13.06.2005 - 18:07 Uhr
leute, aufs datum achten!
die story ist vom sommer 2003, damals konnte man auch als nicht-europäer in die oberliga wechseln.
das mit der einschränkung im amateur-fussball ist erst seit sommer 2004.
trottdem hätte er es versuchen sollen, hätte ja auch alleine zu einem oberliag-verein gehen können, so wie collin benjamin, der zuerst auch zu stolz war. aber schon nach kurzer zeit konnte er zeigen, dass er dafür zu gut war und wurde höherklassig verpflichtet.
die story ist vom sommer 2003, damals konnte man auch als nicht-europäer in die oberliga wechseln.
das mit der einschränkung im amateur-fussball ist erst seit sommer 2004.
trottdem hätte er es versuchen sollen, hätte ja auch alleine zu einem oberliag-verein gehen können, so wie collin benjamin, der zuerst auch zu stolz war. aber schon nach kurzer zeit konnte er zeigen, dass er dafür zu gut war und wurde höherklassig verpflichtet.
06.02.2006 - 15:13 Uhr
daher nur lizensierte, denke dann werden die wahren schwarzen schafe weniger
21.10.2006 - 09:27 Uhr
Augenthaler in der Stuttgarter Zeitung vom 21.10.2006:
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StZ:Sami Khedira hat für den VfB erst einen Bundesligaeinsatz von Anfang an bestritten. Im Sommer endet sein Vertrag . . .
KA:Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Da haben wir ja schon das Dilemma - Khedira wird im Augenblick überall angeboten.
StZ:Was wohl kaum die Schuld des Spielers sein dürfte?
KA:Ganz allgemein gesprochen gibt es Berater, denen es oft weniger um das Wohl ihrer Klienten geht denn um den schnellen Euro, der damit verdient werden kann.
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StZ:Sami Khedira hat für den VfB erst einen Bundesligaeinsatz von Anfang an bestritten. Im Sommer endet sein Vertrag . . .
KA:Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Da haben wir ja schon das Dilemma - Khedira wird im Augenblick überall angeboten.
StZ:Was wohl kaum die Schuld des Spielers sein dürfte?
KA:Ganz allgemein gesprochen gibt es Berater, denen es oft weniger um das Wohl ihrer Klienten geht denn um den schnellen Euro, der damit verdient werden kann.
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21.10.2006 - 11:19 Uhr
>Augenthaler in der Stuttgarter Zeitung vom 21.10.2006:
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>
>StZ:Sami Khedira hat für den VfB erst einen Bundesligaeinsatz
>von Anfang an bestritten. Im Sommer endet sein Vertrag . . .
>
>KA:Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Da haben wir ja schon
>das Dilemma - Khedira wird im Augenblick überall angeboten.
>
>StZ:Was wohl kaum die Schuld des Spielers sein dürfte?
>
>KA:Ganz allgemein gesprochen gibt es Berater, denen es oft
>weniger um das Wohl ihrer Klienten geht denn um den schnellen
>Euro, der damit verdient werden kann.
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Khedira war bei Schalke im Gespräch...! Müller hat sogar bestätigt, dass er im Blickfeld ist!
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>StZ:Sami Khedira hat für den VfB erst einen Bundesligaeinsatz
>von Anfang an bestritten. Im Sommer endet sein Vertrag . . .
>
>KA:Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Da haben wir ja schon
>das Dilemma - Khedira wird im Augenblick überall angeboten.
>
>StZ:Was wohl kaum die Schuld des Spielers sein dürfte?
>
>KA:Ganz allgemein gesprochen gibt es Berater, denen es oft
>weniger um das Wohl ihrer Klienten geht denn um den schnellen
>Euro, der damit verdient werden kann.
>--------------------------------------------------------------------
Khedira war bei Schalke im Gespräch...! Müller hat sogar bestätigt, dass er im Blickfeld ist!
21.07.2009 - 15:40 Uhr
Hier ein neuer Artikel, der zum Thema passt. Wollte ich euch nicht vorenthalten:
Die Macher im Hintergrund
Juan Figer und seine Berufskollegen.
Wenn Fußballberater in Südamerika ihre ersten beruflichen Schritte wagten, hatten sie bisher immer "Onkel Dagobert" vor Augen. Nicht die immerfort Geld zählende Figur aus den Disney-Comics, sondern einen untersetzten Mann aus Uruguay: Der 54-jährige Francisco Casal, der gern dicke Ketten, Armbänder und Ringe aus Gold trägt, ist neben Landsmann Juan Figer der wohl mächtigste Spieleragent des Kontinents.
http://sport.orf.at/090309-13438/index.html
Die Macher im Hintergrund
Juan Figer und seine Berufskollegen.
Wenn Fußballberater in Südamerika ihre ersten beruflichen Schritte wagten, hatten sie bisher immer "Onkel Dagobert" vor Augen. Nicht die immerfort Geld zählende Figur aus den Disney-Comics, sondern einen untersetzten Mann aus Uruguay: Der 54-jährige Francisco Casal, der gern dicke Ketten, Armbänder und Ringe aus Gold trägt, ist neben Landsmann Juan Figer der wohl mächtigste Spieleragent des Kontinents.
http://sport.orf.at/090309-13438/index.html
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