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Wer wird neuer Trainer?

20.05.2022 - 12:47 Uhr
Wer wird neuer Trainer? |#31
23.05.2022 - 07:05 Uhr
Zitat von der_Hendrik

Man hätte Terzic bereits letzten Sommer haben können.
Da hat man ihn nicht für gut genug befunden und einen Millionenbetrag für Rose bezahlt.
Nun soll Terzic plötzlich doch gut genug sein?


Das ist so nicht richtig.

Zum Zeitpunkt, als man die Ausstiegsklausel von Rose gezogen hat, waren die vorigen Ergebnisse wie folgt:
- Niederlage Freiburg
- Sieg Augsburg
- Niederlage Gladbach
- Niederlage Leverkusen
- Unentschieden Mainz

Dass man dann von den letzten 13 Spielen 10 und zur Krönung noch den Pokal gewinnen würde, war da nicht absehbar und die Klausel von Rose hatte - meine ich zumindest - eine recht frühe Frist.

Ich bin aber mal gespannt, ob es Terzic bzw. jemand anders mit Stallgeruch oder ein Externer sein wird.

•     •     •

BVB 1909 - Deutscher Meister 2010/2011, 2011/2012 + DFB Pokalsieger 2012

Obrigado Dedê - Danke für Leidenschaft, Einsatz und 13 Jahre echte Liebe!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Starbury1988 am 23.05.2022 um 07:09 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Trainer? |#32
23.05.2022 - 07:46 Uhr
Nach allem was man zwischenzeitlich in der Presse lesen konnte, hat man Rose bei der Nachbesprechung der Saison für vieles verantwortlich gemacht. Ohne Frage ist Rose als Cheftrainer in einer Position, die Verantwortung übernehmen muss, gerade wenn es um Punkte wie Motivation, Taktik und generell um das sportliche Abschneiden geht. Ganz sicher kann man nicht damit zufrieden sein aus einer CL-Gruppe mit Ajax, Sporting und Besiktas als Gruppendritter rauszufliegen, auch wenn es mit der Verletzung von Haaland und mehreren unsinnigen roten Karten entscheidende Faktoren gab, auf die Rose keinen Einfluss hatte. Auch das Ausscheiden im Pokal, gegen einen Zweitligisten, muss sich Rose ankreiden lassen, ebenso wie die desaströsen Vorstellungen gegen die Rangers. Ich kann mir gut vorstellen, dass man etwas neidisch auf die Frankfurter geblickt hat, und sich im Stillen gedacht hat, dass man selbst auch in dieser Lage sein könnte.

Man darf aber eben auch nicht vollkommen ausblenden, dass Rose einen großen Teil der Saison auf eigentliches Stammpersonal verzichten musste. Wenn man gezwungen ist in der IV mit Pongracic und Witsel zu spielen, Wolf auf einmal zum Stammspieler wird, Haaland gefühlt die halbe Saison ausfällt, und vor allem in der CL quasi gar nicht verfügbar war, und man generell an jedem Spieltag 6-12 Ausfälle kompensieren muss, ist das eben eine außergewöhnliche Situation.

Ich hoffe wirklich sehr, dass die Verantwortlichen wissen was sie getan haben, und es keine Trotzreaktion war, wie manch einer vermutet. Da Rose allerdings mit in die Personalplanung für die kommende Saison involviert war, und auch mit den neuen Spielern gesprochen hat, gehe ich davon aus, dass das doch eine sehr spontane Entscheidung war. Zumindest mal die Aussagen von Schlotterbeck und Adeyemi klingen entsprechend verhalten. Als BVB ist es schon eine doofe Situation, den Spielern einen tollen Plan für die Zukunft aufzuzeigen, und dann wird völlig überraschend der Trainer rausgeworfen, womit auf einer ganz entscheidenden Position erst einmal ein Fragezeichen steht.

Ob Terzic, der es ja sehr wahrscheinlich werden wird, der Heilsbringer ist, wird man abwarten müssen. Auf jeden Fall setzt der Verein damit einiges aufs Spiel. Nicht nur die tolle Geschichte, wie Edin uns mit einem siegreichen Schlusssport noch auf Platz 3 geführt hat, die aber vor allem mit dem Pokalgewinn ein mehr als perfektes Ende hatte. Sondern auch die generelle Zukunft von Terzic im Verein. Denn ob man ihm noch einmal das Hintertürchen des sportlichen Direktors aufhalten kann, wage ich zu bezweifeln.

Eine externe Lösung wäre daher für mich die deutlich bessere Wahl. Auch wenn mir kein Name einfällt, der realistisch und verfügbare, und ein klares Upgrade zu Rose wäre. Deswegen wirkt es auf mich so, als hätte sich der Verein hier völlig unnötig in eine vertrackte Situation gebracht. Ich bin gespannt, wie sie ausgehen wird.
Wer wird neuer Trainer? |#33
23.05.2022 - 08:07 Uhr
Nach dem, was man nun den vereinsnahen Quellen entnehmen konnte, schien die Intention, seine Arbeit niederzulegen, von Marco Rose selber ausgegangen zu sein.

Er fordert ein Nibelungenbekenntnis, spürt im Gespräch jedoch, dass die Verantwortlichen ihn skeptisch betrachten und entscheidet sich dann, hinzuwerfen. Man scheint ja damit offensichtlich von beiden Seiten aus bereits misstrauisch gewesen zu sein. Sonst wirft man nicht einfach nach einem 3 h Disput seinen Job hin.

Auch wenn dies nicht verbrieft ist, so passt es m.M. nach zum Menschen Marco Rose. In Gladbach reagierte er ähnlich dünnhäutig auf Kritik. Er scheint auch in nicht geringem Maße von sich überzeugt zu sein.

Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man -zwar skeptisch - einfach so Rose schanzen wollte, ohne einen Plan B zu haben. Für den BVB ein Worst Case jetzt.

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"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können."
Wer wird neuer Trainer? |#34
23.05.2022 - 08:37 Uhr
Zitat von AwesomeOne_86
Zitat von Doc_Gonzo

Zitat von SachMalChris

Man darf aber eben auch nicht vollkommen ausblenden, dass Rose einen großen Teil der Saison auf eigentliches Stammpersonal verzichten musste. Wenn man gezwungen ist in der IV mit Pongracic und Witsel zu spielen, Wolf auf einmal zum Stammspieler wird, Haaland gefühlt die halbe Saison ausfällt, und vor allem in der CL quasi gar nicht verfügbar war, und man generell an jedem Spieltag 6-12 Ausfälle kompensieren muss, ist das eben eine außergewöhnliche Situation.


Deinen Beitrag finde ich insgesamt gelungen, warum du (und andere auch) aber das Trainerteam bei dieser irren Verletzungsmisere einfach komplett aus der Verantwortung nimmst, verstehe ich nicht. Das kann man mMn so pauschal nicht tun, da es durchaus auch durch das Trainerteam beeinflussbare Faktoren gibt, die zur Verletzungssituation beitragen.


Das weiß man aber eben nicht von außen. Gerade in so einem Ausmaß hat das sicherlich mehrere Gründe. Festzuhalten ist aber, daß der halbe Kader schon verletzt oder angeschlagen zur Vorbereitung antrat, also quasi bevor Rose überhaupt Einfluss hatte. Im Grunde hat sich das dann einfach die komplette Saison so durchgezogen.


Das mag sein, dennoch teile ich die Einschätzung von @Doc_Gonzo: Die Verletzungsmisere aufzuarbeiten, dort erfolgreich nach Ursachen zu forschen und zu finden, ist mit Sicherheit die schwierigste Aufgabe bei der Beseititung von Defiziten.

Will man taktische Unzulänglichkeinen aufarbeiten, kann man leicht das Trainerteam kritiseren. Will man die Mentalität oder den Willen der Spieler hinterfragen, kann man neue Spieler verpflichten oder die Ansprache des Trainers kritisieren.

Bei Verletzungen geht das nicht so einfach. Hier spielen einfach zig Faktoren mit rein: Manche Spieler (Rapha, Haaland) sind einfach von Natur aus anfälliger, manche haben Probleme mit bestimmten Trainings- und Belastungsgestaltungen und manchmal gibt es Defizite im medizinisch-physiotherapeutischen Mitarbeiterbereich.

Fakt ist, die Anzahl der Muskelverletzungen bei uns war konstant enorm hoch. Richtig ist, dass Rose mit einem sehr angeschlagenen Kader in die Saison gehen musste, aber eine wirkliche Besserung dieser Situation ist auch nicht in den Phasen gekommen, in denen die Belastung auf ein Spiel die Woche heruntergeschraubt worden ist. Hier müssen irgendwo in den o. g. Bereichen Defizite sein und es liegt zumindest der Schluss nahe, dass das Trainerteam hier nicht gänzlich aus der Verantwortung zu ziehen ist.

Schließlich wechselt man nicht mit jedem neuen Trainer auch gleich seine Physiotherapeuten bzw. seinen Mannschaftsarzt aus. Aber wie gesagt, das ist lediglich eine Überlegung und keine gesicherte Erkenntnis.

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Borussia Dortmund.

Mitglied seit: 19.12.2007
Wer wird neuer Trainer? |#35
23.05.2022 - 09:05 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von Doc_Gonzo

Zitat von SachMalChris

Man darf aber eben auch nicht vollkommen ausblenden, dass Rose einen großen Teil der Saison auf eigentliches Stammpersonal verzichten musste. Wenn man gezwungen ist in der IV mit Pongracic und Witsel zu spielen, Wolf auf einmal zum Stammspieler wird, Haaland gefühlt die halbe Saison ausfällt, und vor allem in der CL quasi gar nicht verfügbar war, und man generell an jedem Spieltag 6-12 Ausfälle kompensieren muss, ist das eben eine außergewöhnliche Situation.


Deinen Beitrag finde ich insgesamt gelungen, warum du (und andere auch) aber das Trainerteam bei dieser irren Verletzungsmisere einfach komplett aus der Verantwortung nimmst, verstehe ich nicht. Das kann man mMn so pauschal nicht tun, da es durchaus auch durch das Trainerteam beeinflussbare Faktoren gibt, die zur Verletzungssituation beitragen.


Natürlich hat ein Trainerteam auch in gewissen Maße seine Aktien da drin.
Aber die Verletzungsproblematik beim BVB gibt es nicht erst seitdem Rose Trainer ist/war.
Auch davor gab es viele Verletzungsprobleme im Kader des BVB. Zwar nicht in diesem Ausmaß, aber dennoch nicht wirklich gering.
Das Problem mit den Verletzungen liegt da m.M.n. durchaus tiefer begründet und letztendlich ist dann halt die Frage, wenn man von Beginn an in der Saison solche Probleme hast, weil eben auch viele Spieler bereits mit Problemen aus der Sommerpause gekommen sind, und du als Trainer in gewissen Maße auch unter Druck stehst Ergebnisse zu liefern, ob man dann, wenn ein Spieler sich fit meldet, diesen dann doch lieber noch 1-2 Wochen länger raus lässt, nur um auf Nummer sicher zu gehen.

Klar, besonders bei Personalengpässen fehlen dem Trainer Alternativen, um mit geringem sportlichen Risiko Spieler schonen zu können.
Aber diese Rechnung geht doch insgesamt nicht auf. Statt die Spieler ein Spiel zu schonen, geht man das Risiko ein, dass sie mehrere Wochen ausfallen.
In Einzelfällen wird das Risiko belohnt. In dieser Saison schien mir das aber überhaupt nicht der Fall gewesen sein. Auch ist es für mich eindeutig, dass wir dieses Risiko eingegangen sind. Aussagen wie "Akanji muss immer spielen" (Hinrunde, ging damals auch gut) oder "für Haaland sind Tore Erholung" und einige andere, zeigen das ganz klar, finde ich.

Wie groß der Anteil des Trainerteams an der Verletzensmisere ist, ist spekulativ. Dass sie einen nicht unbedeutenen Anteil daran haben, würde ich aber stark von ausgehen.
Wer wird neuer Trainer? |#36
23.05.2022 - 09:35 Uhr
Zitat von JayZy
Zitat von AwesomeOne_86

Zitat von Doc_Gonzo

Zitat von SachMalChris

Man darf aber eben auch nicht vollkommen ausblenden, dass Rose einen großen Teil der Saison auf eigentliches Stammpersonal verzichten musste. Wenn man gezwungen ist in der IV mit Pongracic und Witsel zu spielen, Wolf auf einmal zum Stammspieler wird, Haaland gefühlt die halbe Saison ausfällt, und vor allem in der CL quasi gar nicht verfügbar war, und man generell an jedem Spieltag 6-12 Ausfälle kompensieren muss, ist das eben eine außergewöhnliche Situation.


Deinen Beitrag finde ich insgesamt gelungen, warum du (und andere auch) aber das Trainerteam bei dieser irren Verletzungsmisere einfach komplett aus der Verantwortung nimmst, verstehe ich nicht. Das kann man mMn so pauschal nicht tun, da es durchaus auch durch das Trainerteam beeinflussbare Faktoren gibt, die zur Verletzungssituation beitragen.


Das weiß man aber eben nicht von außen. Gerade in so einem Ausmaß hat das sicherlich mehrere Gründe. Festzuhalten ist aber, daß der halbe Kader schon verletzt oder angeschlagen zur Vorbereitung antrat, also quasi bevor Rose überhaupt Einfluss hatte. Im Grunde hat sich das dann einfach die komplette Saison so durchgezogen.


Das mag sein, dennoch teile ich die Einschätzung von @Doc_Gonzo: Die Verletzungsmisere aufzuarbeiten, dort erfolgreich nach Ursachen zu forschen und zu finden, ist mit Sicherheit die schwierigste Aufgabe bei der Beseititung von Defiziten.

Will man taktische Unzulänglichkeinen aufarbeiten, kann man leicht das Trainerteam kritiseren. Will man die Mentalität oder den Willen der Spieler hinterfragen, kann man neue Spieler verpflichten oder die Ansprache des Trainers kritisieren.

Bei Verletzungen geht das nicht so einfach. Hier spielen einfach zig Faktoren mit rein: Manche Spieler (Rapha, Haaland) sind einfach von Natur aus anfälliger, manche haben Probleme mit bestimmten Trainings- und Belastungsgestaltungen und manchmal gibt es Defizite im medizinisch-physiotherapeutischen Mitarbeiterbereich.

Fakt ist, die Anzahl der Muskelverletzungen bei uns war konstant enorm hoch. Richtig ist, dass Rose mit einem sehr angeschlagenen Kader in die Saison gehen musste, aber eine wirkliche Besserung dieser Situation ist auch nicht in den Phasen gekommen, in denen die Belastung auf ein Spiel die Woche heruntergeschraubt worden ist. Hier müssen irgendwo in den o. g. Bereichen Defizite sein und es liegt zumindest der Schluss nahe, dass das Trainerteam hier nicht gänzlich aus der Verantwortung zu ziehen ist.

Schließlich wechselt man nicht mit jedem neuen Trainer auch gleich seine Physiotherapeuten bzw. seinen Mannschaftsarzt aus. Aber wie gesagt, das ist lediglich eine Überlegung und keine gesicherte Erkenntnis.


Ich gehe mit, dass die Grundursache nicht bei Rose liegt. Der BVB hat verletzungsanfällige Spieler und/oder die Belastung war insbesondere für den Stamm in den letzten Jahren so hoch, dass auch das irgendwann Tribut erfordert. Dennoch denke ich, dass man einige Muster bei Rose finden kann, die nicht förderlich waren.

Guerreiro: fällt vom 8. bis 11. Spieltag mit einem Muskelfaserriss aus, wird dann direkt wieder von Beginn an gebracht, spielt 64 Minuten und hat wieder muskuläre Probleme. Eine Woche später spielt er dann 82 Minuten und einen Kurzeinsatz gegen Besiktas, um danach dann nochmal 2 Spiele mit muskulären Problemen zu verpassen. Danach ist dann quasi Winterpause und Guerreiro nur noch wegen Corona ausgefallen, weil er nur gegen die Rangers noch in einem Spiel eine englische Woche drin hatte. Richtig fit wirkte er die komplette Saison aber nicht.

Zagadou: Bei seinem Muskelfaserriss in der Phase zu Beginn der Rückrunde war er Stammspieler. 3 Spiele über 90 Minuten und 42 weitere Minuten, bis der Muskel nicht mehr mitmachte, waren in 14 Tagen dann doch zu viel, wobei ich in dem Fall dennoch denke, dass man Zagadou relativ gut durch die Saison gebracht hat, was Verletzungen betrifft, weil er frühestens einen Monat nach seinen Verletzungen wieder richtig reingeworfen wurde.

Meunier: hat bis Mitte Januar fast alle Spiele weitestgehend mitgemacht, bis der Muskel zwickte. War dann wieder zu Beginn des Februars im Mannschaftstraining und spielte sofort wieder gegen Leverkusen eine Halbzeit in der er sich erneut verletzte. Kann passieren, aber gegen die Rangers passierte direkt dasselbe nochmal, als er diesmal keine 3 Tage im Mannschaftstraining zurück war und er sich letztendlich eine Verletzung zuzog, die die Saison beendete

Can: fiel noch in der Saisonvorbereitung 3 Wochen aus, verpasste Pokalauftakt und erstes Ligaspiel dadurch. Keine 3 Tage, nachdem er zurück ist, spielt er gegen 11 Minuten und ist danach dann über einen Monat mit einer erneuten Muskelverletzung raus. Auch diesmal ist er keine 3 Tage im Training zurück, als er gegen Augsburg einen Kurzeinsatz spielt und anschließend eine Länderspielpause anstand, in der er nominiert war, zwar nicht spielte, aber somit aber wohl auch kaum ein Aufbautraining durchziehen konnte. 4 Spiele in 14 Tagen später, in denen er 296 Minuten ran musste, war er dann wieder raus mit einer Muskelverletzung. Danach wurde es dann besser, obwohl es noch zweimal zum selben Prinzip kam, dass er kurz nachdem er zurück war, direkt wieder einen Kurzeinsatz hatte und anschließend Stamm spielte. Wobei auch hier auffällig ist, dass die längeren verletzungsfreien Zeiträume keine englischen Wochen enthielten.

Reyna: saudumm gelaufen, da hier kaum die Belastung die Schuld trägt.

Haland: bis zur ersten Muskelverletzung Ende September hat Haland alle 8 Spiele gemacht und wurde nur einmal kurz vor Schluss ausgewechselt. Danach war er keine Woche im Mannschaftstraining zurück, macht wieder 2 Spiele über die vollen 90 Minuten und fällt mit einer anderen Muskelverletzung aus. Ende November kommt er dann zurück, macht glaube ich nur das Abschlusstraining mit, vor dem Spiel gegen Wolfsburg und kommt dort noch zu einem Kurzeinsatz. Danach spielt er dann erneut fast alle Spiele über die volle Distanz, spielt nur gegen Besiktas weniger als 80 Minuten und verletzt sich dann wieder Mitte Januar am Muskel gegen Hoffenheim. 1,5 Monate später kommt er zurück, wird diesmal über 2 kürzere Einsätze langsamer herangeführt, nachdem die englischen Wochen schon vorbei sind und spielt dann bis zum Schluss durch, wobei er dabei teils sogar angeschlagen spielte.

Ich denke die Fälle zeigen überwiegend ganz gut, dass Rose die Belastung für diese Spieler zu hoch hielt, sie nach Verletzungen oft zu schnell wieder reinwarf, viel spielen ließ, während die längeren verletzungsfreien Zeiträume mit offensichtlich geringerer Belastung einhergingen. Das war zu wenig Rotation, die oft das Dilemma bedingt, dass die BU aus dem Stand aus gelegentlichen 10 Minuten Einsätzen 4-5 Spiele in 3 Wochen machen sollten. In Teilen spielt hier natürlich auch die Transferpolitik rein, da das Leistungsgefälle hinter dem Stamm oft extrem war, aber letztendlich hat sich dadurch ein Teufelskreis aufgebaut, den Rose in jedem Fall nicht durchbrochen hat.
Wer wird neuer Trainer? |#37
23.05.2022 - 09:55 Uhr
Zitat von tirobvb
Zitat von IoBinQuak-Quak

Nach dem, was man nun den vereinsnahen Quellen entnehmen konnte, schien die Intention, seine Arbeit niederzulegen, von Marco Rose selber ausgegangen zu sein.

Er fordert ein Nibelungenbekenntnis, spürt im Gespräch jedoch, dass die Verantwortlichen ihn skeptisch betrachten und entscheidet sich dann, hinzuwerfen. Man scheint ja damit offensichtlich von beiden Seiten aus bereits misstrauisch gewesen zu sein. Sonst wirft man nicht einfach nach einem 3 h Disput seinen Job hin.

Auch wenn dies nicht verbrieft ist, so passt es m.M. nach zum Menschen Marco Rose. In Gladbach reagierte er ähnlich dünnhäutig auf Kritik. Er scheint auch in nicht geringem Maße von sich überzeugt zu sein.

Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man -zwar skeptisch - einfach so Rose schanzen wollte, ohne einen Plan B zu haben. Für den BVB ein Worst Case jetzt.


Das würde auch ein wenig zu seiner letzten PK passen, wo er ein klares "Ja" zu 2022/23 vermieden hat.
Was am Ende gelaufen ist werden wir wohl nicht erfahren, aber dass Rose hier durchaus selber der Initiator ist, sollte zumindest nicht unterschlagen werden bz.w zumindest in Betracht bezogen werden. Aber einige hier scheinen einfach blind auf die Verantwortlichen einhauen zu wollen, warum auch immer.


Der Trainerverschleiß in den letzten Jahren ware eben sehr hoch, weswegen das Grundvertrauen in solche Entscheidungen entsprechend niedrig ist und Muster erkannt werden wollen, die nicht notwendigerweise vorhanden sind. In dem Fall denke ich auch, dass sich das Ganze etwas anders gestaltet hat und eine Entlassung an sich nicht geplant war, wenn sie auch schon länger im Bereich des gut Möglichen lag. Alles deutet darauf hin, dass es beiseitig keine ausreichende Überzeugung mehr gab, dass man gemeinsam eine Entwicklung, zu einem vom Verein definierten Ziel - und nein, das wird nicht zwingend die Meisterschaft gewesen sein -, anstoßen kann, sodass das keine einseitige Kündigung war, sondern eine beidseitige Entscheidung.

Meines Erachtens bekräftigt das auch die augenblickliche Situation, indem es eben doch nicht so komplett sicher war, dass Terzic übernimmt, sondern erst noch überlegen muss. Zwar wäre ich überrascht, sollte er den Job nicht annehmen, aber allein die Tatsache, dass er überlegen muss, empfinde ich ziemlich positiv und ist meines Erachtens auch nicht gestellt, um einen automatisierten Prozess zu kaschieren. Denn Terzic wurde zwar von Sammer in den letzten Wochen wohl intern gepusht, um Rose zu beerben, weil der von ihm überzeugt ist, aber womöglich hat Terzic eben mehr von seinem aktuellen Job, weswegen ich mir vorstellen kann, dass er das eigentlich nicht aufgeben will. Das wäre im Grunde auch für den Verein eine optimale Situation, weil Terzic seine Cheftrainerambitionen damit langfristig klären würde - Interim ist immer möglich -, wodurch ein neuer Trainer medial weniger Druck haben dürfte durch die Situation, als etwa Rose. Dazu würde das nochmal bekräftigen, dass man sich nicht wegen Terzic von Rose getrennt hat, sondern weil es unabhängig von Alternativen nicht mehr gepasst hat.
Wer wird neuer Trainer? |#38
23.05.2022 - 10:16 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von tirobvb

Zitat von IoBinQuak-Quak

Nach dem, was man nun den vereinsnahen Quellen entnehmen konnte, schien die Intention, seine Arbeit niederzulegen, von Marco Rose selber ausgegangen zu sein.

Er fordert ein Nibelungenbekenntnis, spürt im Gespräch jedoch, dass die Verantwortlichen ihn skeptisch betrachten und entscheidet sich dann, hinzuwerfen. Man scheint ja damit offensichtlich von beiden Seiten aus bereits misstrauisch gewesen zu sein. Sonst wirft man nicht einfach nach einem 3 h Disput seinen Job hin.

Auch wenn dies nicht verbrieft ist, so passt es m.M. nach zum Menschen Marco Rose. In Gladbach reagierte er ähnlich dünnhäutig auf Kritik. Er scheint auch in nicht geringem Maße von sich überzeugt zu sein.

Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man -zwar skeptisch - einfach so Rose schanzen wollte, ohne einen Plan B zu haben. Für den BVB ein Worst Case jetzt.


Das würde auch ein wenig zu seiner letzten PK passen, wo er ein klares "Ja" zu 2022/23 vermieden hat.
Was am Ende gelaufen ist werden wir wohl nicht erfahren, aber dass Rose hier durchaus selber der Initiator ist, sollte zumindest nicht unterschlagen werden bz.w zumindest in Betracht bezogen werden. Aber einige hier scheinen einfach blind auf die Verantwortlichen einhauen zu wollen, warum auch immer.


Der Trainerverschleiß in den letzten Jahren ware eben sehr hoch, weswegen das Grundvertrauen in solche Entscheidungen entsprechend niedrig ist und Muster erkannt werden wollen, die nicht notwendigerweise vorhanden sind. In dem Fall denke ich auch, dass sich das Ganze etwas anders gestaltet hat und eine Entlassung an sich nicht geplant war, wenn sie auch schon länger im Bereich des gut Möglichen lag. Alles deutet darauf hin, dass es beiseitig keine ausreichende Überzeugung mehr gab, dass man gemeinsam eine Entwicklung, zu einem vom Verein definierten Ziel - und nein, das wird nicht zwingend die Meisterschaft gewesen sein -, anstoßen kann, sodass das keine einseitige Kündigung war, sondern eine beidseitige Entscheidung.

Meines Erachtens bekräftigt das auch die augenblickliche Situation, indem es eben doch nicht so komplett sicher war, dass Terzic übernimmt, sondern erst noch überlegen muss. Zwar wäre ich überrascht, sollte er den Job nicht annehmen, aber allein die Tatsache, dass er überlegen muss, empfinde ich ziemlich positiv und ist meines Erachtens auch nicht gestellt, um einen automatisierten Prozess zu kaschieren. Denn Terzic wurde zwar von Sammer in den letzten Wochen wohl intern gepusht, um Rose zu beerben, weil der von ihm überzeugt ist, aber womöglich hat Terzic eben mehr von seinem aktuellen Job, weswegen ich mir vorstellen kann, dass er das eigentlich nicht aufgeben will. Das wäre im Grunde auch für den Verein eine optimale Situation, weil Terzic seine Cheftrainerambitionen damit langfristig klären würde - Interim ist immer möglich -, wodurch ein neuer Trainer medial weniger Druck haben dürfte durch die Situation, als etwa Rose. Dazu würde das nochmal bekräftigen, dass man sich nicht wegen Terzic von Rose getrennt hat, sondern weil es unabhängig von Alternativen nicht mehr gepasst hat.


Sehe ich grundsätzlich genauso. Die Frage ist, wer einspringt, sollte es Terzic widererwartend nicht machen wollen? Die einzige nennenswerte Alternative wäre wohl Maaßen. Als Mensch ein richtig guter Typ und fachlich wohl auch über jeden Zweifel erhaben. Die Frage, die sich mir stellen würde, wäre hier die Ausrichtung des Spielsystems. Maaßen setzte dabei vermehrt auf Dreierkette mit schnellen Außen (Knauff, Bueno, Viet, Bah-Traore usw.). Allgemein eine Spielidee, welche ich auf den aktuellen Kader nicht zugeschnitten sehe. Ein funktionierendes Ballbesitzsystem hat Maaßen zudem auch nicht implementieren können, wobei dies in den unteren Ligen auch nicht wirklich gefordert war.

Würde mich interessieren, wie der allgemeine Tenor hinsichtlich Maaßen wäre. Kann ihn, aufgrund zu wenig gesehener Spiele, nicht richtig einschätzen. Der Erfolg als Trainer bei all seinen bisherigen Stationen gibt ihm allerdings recht. Wäre wohl ein mutiger Weg ohne eine gewisse Prognostizierbarkeit.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bulrog am 23.05.2022 um 10:18 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Trainer? |#39
23.05.2022 - 10:27 Uhr
Zitat von Nic
Persönlich könnte ich mir schon vorstellen, dass es einen Zusammenhang zwischen höherer Belastung und verletzungsbedingten Ausfällen gibt. Vielleicht hat hier ja jemand eine Seite mit den entsprechenden Vergleichsdaten der Vorsaisons?

Dass eine (sprint-)intensive Spielweise letztendlich zumindest theoretisch zu mehr Ausfällen und Verletzungen führt, ist ja wahrlich kein medizinisches Hexenwerk.
Bedeutend relevanter ist daher das Gesamtbild, also die Kombination aus Saison- sowie Spieltagsvorbereitung, natürlich die Spielweise, Größe, Gewicht und Grundathletik des individuellen Spielers, Disziplin beim Trainingsplan, Quantität und Qualität der Ernährung, das Zustandekommen der (Muskel-)Verletzung (Sprint, Foul, "doofe Bewegung") und nicht zuletzt die mentale Verfassung bzw. wie der einzelne auf die (möglicherweise sehr strengen) Vorgaben des Vereins reagiert. Und als Trainerteam bist du letztendlich in der Position, diese zu vermitteln und aufzuzeigen, warum man was macht und welche positiven wie negativen Konsequenzen folgen können.
Vergleicht man nur die verschiedenen Saisons miteinander, in denen weder Kader, noch Trainerteam und somit die Herangehensweisen identisch waren, bekommt man meines Erachtens nur wenig valide Aussagen in Bezug auf die Spielweise, wenn alle anderen Begleitumstände sich ebenfalls verändert haben.

Fakt ist, beim BVB sind die häufigen Muskelverletzungen seit einiger Zeit Thema. Fakt ist auch, dass Roses Gladbacher weder in der ersten, noch in der zweiten Saison derart viele Muskelverletzungen wie wir diese Saison zu beklagen hatten. Dennoch wird es schwierig, etwas daraus abzuleiten, weil man bspw. nicht weiß, wie sehr die beiden Borussias dem jeweiligen Trainerteam freie Hand gelassen hatten bzw. wie festgefahren die eigenen Strukturen waren und sind.

Ansonsten hat es schon Gründe, warum es immer wieder "Phänomene" wie Lewandowski oder Cristiano Ronaldo gibt, die kaum bis nie verletzt sind. Gerade, wenn man sich Interviews von (oft ehemaligen) Fußballprofis anhört oder durchliest (Gündogan, Schieber), die selbst häufig verletzt waren und ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, bekommt man klare Indizien, dass der Lebensstil neben dem Platz eben auch relevante Auswirkung auf den eigenen Körper hat. Nicht für jeden Spieler im selben Maße, aber dennoch vorhanden.
Schieber äußert im verlinkten Interview ("Vor zehn Jahren war es egal, was du isst."), mit zwei bis drei Kilogramm weniger hätte er viel Belastung von den Knien nehmen können. Niklas Süle mit bereits zwei Kreuzbandrissen und einigen Faserrissen sprach vor seinem Wechsel zu den Bayern davon, er gönne sich gewisse "Leckerbissen nicht mehr so oft wie früher" (https://www.goal.com/de/meldungen/niklas-suele-fc-bayern-muenchen-itw-interview-09-2019/nlvbslquw64013h6f6va4frq4). Auch Felix Kroos berichtete mal, er habe nie ansatzweise so viel Disziplin gehabt wie sein Bruder, was den Körperfettanteil angeht - auch er fiel immer wieder aus.

Edit: tm.de hat mich den letzten Link leider nicht einbetten lassen rolleyes

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Wir müssen wissen, wir werden wissen!

Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eberhard am 23.05.2022 um 10:32 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Trainer? |#40
23.05.2022 - 11:28 Uhr
Die Entscheidung / Verkündung von Terzic dauert tatsächlich verdächtig an. Vielleicht beschäftigt man sich doch mit Alternativen.

Wenn wir unseren ambitionierten Umbruch voll angehen wollen und auch in den Pokalwettbewerben unbequem sein möchten, dann wäre Unai Emery die logische Wahl. Das Thema Sprache darf hier kein Ausschlusskriterium sein, denn Englisch beherrscht auch er, auch wenn manchmal teils mit witziger Aussprache. Wenn die Sprache ein Problem wäre, hätte er bei PSG nicht so gut performt. Emery ist nach Zidane der Trainer mit der zweithöchsten Siegquote in internationalen K.O. Spielen = 84%.

PSG hatte einen Punkteschnitt von 2,42 unter ihm. (Tuchel = 2,35; Pochettino=2,15)

Arsen Wenger sagte, es war ein großer Fehler Emery nicht länger das Vertrauen zu schenken.

Er hebt ein Villareal auf eine Stufe mit Liverpool, Bayern und Juve in den K.O. Spielen und dies mit Spielern wie einem alten Albiol als IV. Seine Spieler bezeichnen ihn als Taktikgenie.
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