10.06.2026 - 07:30 | Quelle: Transfermarkt | Lesedauer: unter 5 Min.
Weltmeisterschaft
Cole Palmer
Nicht nominiert oder verletzt 

Wertvollste Spieler, die die WM verpassen: 28 Marktwerte von mindestens 50 Millionen

Nicht nominiert oder verletzt: Wertvollste Spieler, die die WM verpassen
©IMAGO

Eine Weltmeisterschaft ist für jeden Profifußballer das größte Karriereziel. 1.248 Spieler aus 48 Ländern konnten sich diesen Traum in diesem Jahr erfüllen. Andere hatten ihr WM-Ticket bereits sicher, wurden aber von einer Verletzung ausgebremst und wiederum andere wurden von ihren Nationaltrainern nicht berücksichtigt. Transfermarkt blickt auf die wertvollsten Profis, die das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus letztgenannten Gründen definitiv verpassen.



Weltweit sind nach der jüngsten Runde der Marktwert-Updates 22 Spieler mindestens 100 Millionen Euro wert sind. Vier davon werden bei der WM aber nicht zu sehen sein. Schon länger steht fest, dass Khvicha Kvaratskhelia (140 Mio. Euro) und Dominik Szoboszlai (100 Mio.) nicht dabei sind, da sich Georgien und Ungarn nicht qualifizieren konnten. Auf diese Profis wird im Folgenden aber nicht näher eingegangen. Bei den zwei weiteren Akteuren, Fermín López und Cole Palmer, hat das Fehlen andere Ursachen.


Marktwert
Fermín López
F. López Offensives Mittelfeld
100,00 Mio. €


López ereilte im letzten LaLiga-Heimspiel der Saison ein bitteres Schicksal, als er einen Mittelfußbruch erlitt. Sonst wäre er wohl sehr sicher einer der 26 WM-Fahrer Spaniens gewesen, denn nur Lamine Yamal und Pedri haben beim amtierenden Europameister mit 100 Mio. Euro einen noch höheren Marktwert als der 23-Jährige.


Auch Palmer gehört mit 100 Mio. Euro zu den wertvollsten Fußballern seines Heimatlandes, dennoch nominierte ihn England-Coach Thomas Tuchel nicht. „Ich glaube, er leidet unter mangelnder individueller Form innerhalb des Vereins“, begründete der deutsche Coach seine Wahl zuungunsten des Chelsea-Profis. „Er war über die gesamte Saison hinweg nicht so entscheidend oder einflussreich wie in den vergangenen Spielzeiten. Außerdem hatte er bei uns keinen großen Einfluss. Seine Bilanz bei uns war einfach nicht herausragend, nicht gut genug, um ihn zu einem Spieler zu machen, bei dem man sagt: ‚Egal was passiert, er kommt auf jeden Fall zum Einsatz.‘“ Palmer brachte es bislang in 14 Partien für die Three Lions auf zwei Tore und eine Vorlage.


Marktwert
Cole Palmer
C. Palmer Offensives Mittelfeld
100,00 Mio. €


Der Engländer ist damit der weltweit wertvollste Fußballer, der aus Leistungsgründen nicht zur WM fährt. „Es war eines der schwierigsten Telefonate und natürlich einer der prominentesten Namen, die wir außen vor lassen, aber ich weigere mich, Spieler nur wegen ihres Namens mitzunehmen und ich weigere mich, sie dann auf einer ungewohnten Position einzusetzen, nur um ihnen eine Chance zu geben“, sagte Tuchel über den offensiven Mittelfeldspieler, der innerhalb der letzten Saison 20 Mio. Euro an Wert einbüßte.


Palmer ist aber nicht der einzige hoch bewertete Engländer, der bei der WM zusehen muss. Auch Phil Foden und Morgan Gibbs-White (beide 70 Mio.) haben kein Ticket für die Reise zum Turnier in Mexiko, Kanada und den USA bekommen; ebenso große Namen wie Trent Alexander-Arnold (60 Mio.) oder Harry Maguire (8 Mio.). Trotzdem stellt der Weltmeister von 1966 die zweitwertvollste Nationalmannschaft der Welt mit 1,36 Milliarden Euro.



Qual der Wahl bei Frankreich und Brasilien – Karl muss beim DFB abreisen


Mit 1,52 Mrd. Euro noch höher taxiert sind nur die Franzosen, bei denen es ebenfalls einige Härtefälle gibt. So hatten beispielsweise Premier-League-Shootingstar Junior Kroupi (70 Mio.), Real Madrids Eduardo Camavinga und RB Leipzigs Castello Lukeba (beide 50 Mio.) sportlich das Nachsehen. Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké (80 Mio.) fehlt dagegen verletzt mit einem Achillessehnenriss. Der Liverpooler ist damit einer von 28 Spielern mit einem Marktwert von mindestens 50 Mio. Euro, die die WM verpassen – Spieler, die sich mit ihren Nationalmannschaften nicht qualifizieren konnten, nicht eingerechnet.



Zwischenzeitlich in der WM-Qualifikation unter Druck stand Rekordsieger Brasilien. Mit Trainer Carlo Ancelotti wurde die Teilnahme aber perfekt gemacht. Traditionell hat die Seleção immer viele Offensivstars zur Auswahl, aber nicht für alle ist Platz im Kader. So musste auch Ancelotti harte Entscheidungen treffen und beispielsweise Mittelstürmer João Pedro mitteilen, dass er trotz eines Marktwerts von 80 Mio. Euro zu Hause bleibt. Die Rechtsaußen Estêvão (80 Mio.) und Rodrygo (45 Mio.) fehlen dagegen aufgrund von Blessuren; letztgenannter noch lange wegen eines Kreuzbandrisses.


Marktwert
João Pedro
João Pedro Mittelstürmer
80,00 Mio. €


Auch im DFB-Team gibt es verletzungsbedinge Ausfälle. Zuerst erwischte es Serge Gnabry (18 Mio.) im April mit einem Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel. Vor wenigen Tagen gesellte sich Youngster Lennart Karl (60 Mio.) dazu, der niedergeschlagen mit einem Muskelbündelriss im linken Oberschenkel aus den USA abreisen musste. Für den 18-Jährigen rückte Assan Ouédraogo nach. Infrage wären für diese Position auch Durchstarter Said El Mala (45 Mio.) oder Karim Adeyemi (40 Mio.) gekommen, beide hatten jedoch das Nachsehen. Ebenfalls von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt wurden trotz hoher Marktwerte Yann Bisseck (50 Mio.), Tom Bischof (40 Mio.), Kevin Schade (35 Mio.) und Finn Jeltsch. Letzterer ist der mit 35 Mio. Euro wertvollste Nicht-Nationalspieler Deutschlands.



Huijsen nicht bei Spanien dabei – weitere Überraschungen


Für Spanien rechnete sich Dean Huijsen (60 Mio.) gute Chancen auf seine erste WM aus, schließlich war er im März im Lehrgang noch dabei. Doch der Innenverteidiger fehlt in der Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente, der für ein Novum sorgte. Erstmals in der Geschichte reist La Furia Roja ohne einen Profi von Real Madrid zu einer Weltmeisterschaft. Dafür ist ein Oktett vom FC Barcelona am Start. Groß darauf eingehen wollte de la Fuente aber nicht. „Ich schaue nicht, woher unsere Spieler kommen. Vielleicht werden es einige Fans tun. Für mich ist das nicht wichtig. Ich denke, es ist eine sehr sorgfältig erstellte Liste. Jeder auf der Liste hat es sich verdient.“


Marktwert
Dean Huijsen
D. Huijsen Innenverteidiger
60,00 Mio. €


Überraschend war zudem die Nichtberücksichtigung von Ex-Leverkusener Jeremie Frimpong (35 Mio.) im niederländischen Nationalteam. Auch weitere ehemalige und aktuelle Bundesliga-Profis mit einem Marktwert von mindestens 30 Mio. Euro sind in den nächsten Wochen zum Zuschauen verdammt, weil sie entweder verletzt sind oder nicht nominiert wurden. Dazu zählen der frühere Leipziger Xavi Simons (Niederlande, 40 Mio., Kreuzbandriss), Dortmunds Jobe Bellingham (England, 40 Mio.), Leipzigs Christoph Baumgartner (Österreich, 40 Mio., Oberschenkelverletzung), Frankfurts Jonathan Burkardt (Deutschland, 30 Mio.), Ex-Münchner Matthijs de Ligt (Niederlande, 30 Mio., Rückenverletzung), der ehemalige BVB-Profi Jamie Gittens (England, 30 Mio., Oberschenkelverletzung) und RBs Rômulo (Brasilien, 30 Mio.).



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klassischer Tuchel grins Aber gut auf der Position haben sie genug andere Optionen.
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