Diskussionsrunde

Antipathie gegen Mannschaften: Ab wann ist es verwerflich?

01.02.2014 - 01:15 Uhr
Ab wann ist eurer Meinung nach eine Antipathie gegen eine Mannschaft verwerflich?

Ich bin HSV-Fan und ich kenne einen Fan oder Sympathisanten von Bayern München, der eine Antipathie gegen meinen Hamburger Sport-Verein von 1887 hat. Und hier auf TM.de gibt es manche Fans und Sympathisanten des BVB, die eine Abneigung gegen die Hanseaten haben.

Als ich nach der Begründung fragte, musste man sich fragen, ob man mit dem Kopf schütteln soll.

Wie sieht ihr das?

Aus meiner Sicht kann man eine Antipathie gegen einen Verein lediglich dann haben, wenn zwischen den Fanlagern von Verein A und Verein B etwas vorgefallen war. Auch ist eine Antipathie verständlich, wenn zwischen zwei Mannschaften eine Rivalität existiert.
Zitat von Gaststaette:
Ab wann ist eurer Meinung nach eine Antipathie gegen eine Mannschaft verwerflich?


Immer. Ich schaue Fußball zur Unterhaltung, da bringen einem negative Emotionen kein Stück weiter.

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RB Leipzig - Tradition seit 2009
Zitat von Rasenballer:
Zitat von Gaststaette:
Ab wann ist eurer Meinung nach eine Antipathie gegen eine Mannschaft verwerflich?


Immer. Ich schaue Fußball zur Unterhaltung, da bringen einem negative Emotionen kein Stück weiter.

Es ist nun mal gewachsene Rivalitäten. Oder man mag ein Verein aus anderen Gründen nicht (Auftreten in der Öffentlichkeit, Polarisierung, Vereinspolitik etc.). Daran ist nix verwerflich. Wenn du Fussball guckst zur Unterhaltung isses deine Sache, aber gestehe es anderen zu ihren Stand zum Fussball und zu ihrem Verein zu haben wie sie es möchten. Ohne eine Wertung hervorzunehmen. Thema Toleranz und so.
Zitat von Suedkurve2013:
Zitat von Rasenballer:
Zitat von Gaststaette:
Ab wann ist eurer Meinung nach eine Antipathie gegen eine Mannschaft verwerflich?


Immer. Ich schaue Fußball zur Unterhaltung, da bringen einem negative Emotionen kein Stück weiter.

Es ist nun mal gewachsene Rivalitäten. Oder man mag ein Verein aus anderen Gründen nicht (Auftreten in der Öffentlichkeit, Polarisierung, Vereinspolitik etc.). Daran ist nix verwerflich. Wenn du Fussball guckst zur Unterhaltung isses deine Sache, aber gestehe es anderen zu ihren Stand zum Fussball und zu ihrem Verein zu haben wie sie es möchten. Ohne eine Wertung hervorzunehmen. Thema Toleranz und so.


Ja, man muss die Intoleranz einiger zwingend tolerieren.
Wenn ich einen Verein nicht leiden kann bin ich intolerant? Wenn ich dem seine Existenzberechtigung absprechen würde, würde wohl eher ein Schuhe draus werden.

BTW: Gibt es Politiker die du nicht leiden kannst? Ich wette jede Menge, man bist du intolerant. :D
Verwerflich wird es in dem Moment, wo man glaubt, seine Antipathie durch Handgreiflichkeiten ausdrücken zu müssen. Alles andere ist völlig okay.
Allerdings muss man seine Antipathie nicht beispielsweise bei tm.de den anderen permanent aufs Auge drücken. Tut man ja in der Realität auch nicht. Das hat dann was mit sozialem Verhalten zu tun.
Mich erstaunt immer wieder mit welchem Engagement manche Menschen ihren Hassverein immer wieder versuchen niederzumachen (ob durch stumpfe Gewalt, sinnlose Parolen oder selbst durch ständiges unreflektiertes Dissen in diesem Forum).

In erster Linie lebe ich den FUßball für meine Freude und Unterstützung meinen Lieblingen gegenüber. Auf dem Weg zum Erfolg trifft man auf Rivalen, etwas das gut und wichtig ist, es schürrt Ehrgeiz und Wettkampf und dafür ist dann eben der Sport da. Sticheleien zwischen BVB/Schalke, Arsenal/Tottenham usw. sind total ok und ein jeder sollte das abkönnen, aber wenn im Stadion lieber der Gegner ausgepfiffen als mein Team angefeuert wird, hört es bei mir schon auf. Generell beschäftigen sich viel zu viele viel zu viel mit dem Gegner als dem eigenen Team.

Gewalt, geschenkt, ist immer komplett dämlich und basiert auf hinverbranntheit hoch 10.
Zitat von Gaststaette:


...Als ich nach der Begründung fragte, musste man sich fragen, ob man mit dem Kopf schütteln soll...



Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Sympathie und Antipathie sind solch subjektive und oft nicht rational erklärbare Dinge, dass es da meines Erachtens keiner besonderen Begründung bedarf. Wenn man mir Bilder von zehn Menschen zeigt, so könnte ich nach meinem ersten Eindruck auch bereits sagen ob mir die Person eher sympathisch oder eher unsympathisch ist. In dem Moment eigentlich völlig unsinnig, da ich die Person überhaupt nicht kenne und sich das Bild auch zweifellos ändern könnte wenn ich die Person besser kennenlernen würde, aber dennoch ist dieser erste Impuls vorhanden.

Genauso ist das bei mir bei Fußballvereinen. Ich könnte dir zu jedem Fußballverein in der Bundesliga aufzählen ob mir der Verein eher sympathisch oder unsympathisch ist, aber das zu begründen? Das würde mir größtenteils schwerfallen. Da reicht zum Teil schon eine einzige Person oder ein einziges Ereignis aus, dass irgendwann mal den Ausschlag gegeben hat.

Als BVB-Anhänger würde mir die Begründung übrigens beim HSV noch mit am Leichtesten fallen. Wenn ich mich da an das Trochowski-Abseitstor am letzten Spieltag in letzter Spielminute erinnere und an die anschließende Häme etlicher HSV-Anhänger, dann fällt es da nicht wirklich schwer. Hinzu kommen mir unsympathische Personen wie Rafael Van der Vaart, Tolgay Arslan und Oliver Kreuzer. Das man sich dann noch eine Person wie Kühne ins Boot holt, das tut für mich sein Übriges.

Grundsätzlich ist diese Antipathie aber bei mir nicht dermaßen ausgeprägt, mit einigen wenigen Ausnahmen, dass sie sich nicht auch wieder umkehren könnte. So war mir z.B. die Frankfurter Eintracht lange unsympathisch, mittlerweile mag ich deren Mannschaft und deren Fußball. Unterm Strich kann ich aber an Antipathie nichts Schlimmes finden, sofern man sie in einem normalen Rahmen auslebt. Würde ich mir jetzt ein Spiel von Freiburg gegen den HSV anschauen, so würde ich mich halt freuen wenn die Freiburger gewinnen und umgekehrt ärgern wenn der HSV gewinnt, das war es dann aber auch. Ich persönlich käme nie auf die Idee das irgendwie anders auszuleben, wie beispielsweise mit körperlicher Gewalt. Spätestens da ist dann auch sicherlich die Grenze des Normalen überschritten.
Für mich ist Antiphathie, die in einem sportlichen Rahmen, einfach dazu gehört.

Ab wann gibt es Antiphatie:
- Rivalität der Klubs
- Leute die sich mit dem Verein indentifizieren, die man verabscheut
- Kommerz
- Erfolgsvereine
etc.

Solange es in einem sportlichen Rahmen bleibt, finde ich es sogar toll, dass es eine Sportart soviele Emotionen auslösen kann...

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Grasshopper Club Zürich | Arsenal Football Club | Real Madrid
Zitat von lebon:
Für mich ist Antiphathie, die in einem sportlichen Rahmen, einfach dazu gehört.

Ab wann gibt es Antiphatie:
- Rivalität der Klubs
- Leute die sich mit dem Verein indentifizieren, die man verabscheut
- Kommerz
- Erfolgsvereine
etc.

Solange es in einem sportlichen Rahmen bleibt, finde ich es sogar toll, dass es eine Sportart soviele Emotionen auslösen kann...


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