Aufreger des Wochenendes IV
23.09.2012 - 11:42 Uhr
09.12.2012 - 19:10 Uhr
Zitat von chris7799:
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Gab es die Strafe nicht, weil Guerrero einen Zuschauer mit einer Flaschen beworfen hat, oder reden wir von zwei unterschiedlichen Urteilen?
Meinst du das hier: http://www.goal.com/de/news/827/bundesliga/2012/03/29/3000580/hsv-geldstrafe-wegen-becherwurf ?
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Gab es die Strafe nicht, weil Guerrero einen Zuschauer mit einer Flaschen beworfen hat, oder reden wir von zwei unterschiedlichen Urteilen?
Meinst du das hier: http://www.goal.com/de/news/827/bundesliga/2012/03/29/3000580/hsv-geldstrafe-wegen-becherwurf ?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von maaaNu am 09.12.2012 um 19:10 Uhr bearbeitet
09.12.2012 - 19:21 Uhr
Zitat von maaaNu:
Zitat von chris7799:
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Gab es die Strafe nicht, weil Guerrero einen Zuschauer mit einer Flaschen beworfen hat, oder reden wir von zwei unterschiedlichen Urteilen?
Meinst du das hier: http://www.goal.com/de/news/827/bundesliga/2012/03/29/3000580/hsv-geldstrafe-wegen-becherwurf ?
Ich glaub, er meint den Spielabbruch bei St.Pauli-Schalke
Zitat von chris7799:
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Gab es die Strafe nicht, weil Guerrero einen Zuschauer mit einer Flaschen beworfen hat, oder reden wir von zwei unterschiedlichen Urteilen?
Meinst du das hier: http://www.goal.com/de/news/827/bundesliga/2012/03/29/3000580/hsv-geldstrafe-wegen-becherwurf ?
Ich glaub, er meint den Spielabbruch bei St.Pauli-Schalke
09.12.2012 - 19:56 Uhr
Der Becherwurf auf Stark nach dem Spiel war echt übel und ich hoffe, der Werfer wird ausfindig gemacht. Wäre Stark getroffen worden, gäbe es auf jeden Fall drastische Strafen für Dortmund.
Was mich stört, ist, dass Stark als der "Täter" gesehen wird. Vielmehr sehe ich Stark als Opfer des Nichtvorhandenseins des Videobeweises in dieser Szene. Jeder, der hier seinen Senf dazugibt, beruft sich auf Zeitlupen. Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
Was mich stört, ist, dass Stark als der "Täter" gesehen wird. Vielmehr sehe ich Stark als Opfer des Nichtvorhandenseins des Videobeweises in dieser Szene. Jeder, der hier seinen Senf dazugibt, beruft sich auf Zeitlupen. Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
09.12.2012 - 19:59 Uhr
Zitat von borusse76:
Zitat von Helmi59:
Zitat von borusse76:
Zitat von Helmi59:
Welche Spieler sind denn diese Saison zu Unrecht gesperrt worden?
Martin Stranzl nach der roten Karte gegen den HSV.
Schwalbe im 16er von ???, Platzverweis für Stranzl, Elfmeter, 1 Spiel sperre.
Hat der Schiedsrichter da seinen Fehler ebenfalls sowohl öffentlich als auch im Spielbericht zugegeben? Wenn nein, sind die Fälle nicht vergleichbar.
Den Spielbericht kenne ich nicht und nach dem Spiel hat sich Herr Aytekin nicht den Kameras gestellt (schlechtes Gewissen? Keine Größe?) Interessant war aber das Interview mit Stranzl nach dem Spiel. Sinngemäß sagte Stranzl das er den Schiri aufforderte den HSV-Spieler zu befragen. Aytekin darauf: meinste wirklich? Stranzl: ja. Aytekin: Ach nee, kein Interesse.
Und ich bitte dich/euch, hängt eine Sperre jetzt wirklich davon ab was ein Schiri nach dem Spiel sagt bzw zugibt? Das entscheidende Wort ist für mich Tatsachenentscheidung. Auch ein Stranzl wurde gesperrt, zu Unrecht.
Ich kann nicht beurteilen, ob Stranzl hier das Gespräch absolut wahrheitsgetreu oder aber in seinem Sinne schöngefärbt wiedergegeben hat. Und natürlich hängt eine Sperre auch davon ab, was der Schiri nach dem Spiel sagt. Oder was denkst Du, wozu er einen Spielbericht abgibt und bei einer ggf. erfolgenden mündlichen Verhandlung als Zeuge befragt wird? Auf dem Spielfeld gilt doch auch, was der Schiri sagt. Warum soll dann eine spielbezogene Aussage von ihm nicht gelten, nur weil sie nach dem Abpfiff erfolgt?
Außerdem wird die Tatsachenentscheidung „Platzverweis“ doch gar nicht aufgehoben. Lediglich die normalerweise eintretende Folge dieser Tatsachenentscheidung, nämlich eine Spielsperre, würde nicht erfolgen. Und was diese Möglichkeit angeht, verweise ich auf den nachstehenden Post (vielen Dank an den Verfasser):
Zitat von burbach73:
http://arge.sportgericht.de/News/ARGESportrecht/news8792.html
Nach der Rechtsprechung des DFB kann in einem solchen Fall die Vorsperre gegen den Spieler aufgehoben und das Verfahren eingestellt werden. Der Weltverband FIFA hat durch Zirkular Nr. 866 vom 24. September 2003 bei einem „offensichtlichen Fehlentscheid des Schiedsrichters“ ein solches Vorgehen zugelassen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran so problematisch ist. Anstatt sich zu freuen oder wenigstens zu akzeptieren, dass es grundsätzlich möglich ist, einer fälschlich erfolgten roten Karte nicht die ansonsten zwangsweise auszusprechende Spielsperre folgen zu lassen, wird nur auf Fällen herumgeritten, wo dies – ob zu Recht oder Unrecht, lasse ich mal dahingestellt, da ich es nicht beurteilen kann – nicht erfolgt ist und daraus abgeleitet, dass dann auch jeder andere zu Unrecht des Platzes Verwiesene gesperrt werden müsse, weil das ja auch dem Spieler einer eigenen Mannschaft passiert sei.
Wie hier schon gesagt wurde: Einen Freispruch gibt es nicht, wenn der Spieler nur "ganz wenig" oder "so gut wie nichts" getan hat, sondern nur dann, wenn er _gar_nichts_ von dem, was ihm vorgeworfen wurde, getan und auch kein sonstiges Fehlverhalten gezeigt hat.
Zitat von Helmi59:
Zitat von borusse76:
Zitat von Helmi59:
Welche Spieler sind denn diese Saison zu Unrecht gesperrt worden?
Martin Stranzl nach der roten Karte gegen den HSV.
Schwalbe im 16er von ???, Platzverweis für Stranzl, Elfmeter, 1 Spiel sperre.
Hat der Schiedsrichter da seinen Fehler ebenfalls sowohl öffentlich als auch im Spielbericht zugegeben? Wenn nein, sind die Fälle nicht vergleichbar.
Den Spielbericht kenne ich nicht und nach dem Spiel hat sich Herr Aytekin nicht den Kameras gestellt (schlechtes Gewissen? Keine Größe?) Interessant war aber das Interview mit Stranzl nach dem Spiel. Sinngemäß sagte Stranzl das er den Schiri aufforderte den HSV-Spieler zu befragen. Aytekin darauf: meinste wirklich? Stranzl: ja. Aytekin: Ach nee, kein Interesse.
Und ich bitte dich/euch, hängt eine Sperre jetzt wirklich davon ab was ein Schiri nach dem Spiel sagt bzw zugibt? Das entscheidende Wort ist für mich Tatsachenentscheidung. Auch ein Stranzl wurde gesperrt, zu Unrecht.
Ich kann nicht beurteilen, ob Stranzl hier das Gespräch absolut wahrheitsgetreu oder aber in seinem Sinne schöngefärbt wiedergegeben hat. Und natürlich hängt eine Sperre auch davon ab, was der Schiri nach dem Spiel sagt. Oder was denkst Du, wozu er einen Spielbericht abgibt und bei einer ggf. erfolgenden mündlichen Verhandlung als Zeuge befragt wird? Auf dem Spielfeld gilt doch auch, was der Schiri sagt. Warum soll dann eine spielbezogene Aussage von ihm nicht gelten, nur weil sie nach dem Abpfiff erfolgt?
Außerdem wird die Tatsachenentscheidung „Platzverweis“ doch gar nicht aufgehoben. Lediglich die normalerweise eintretende Folge dieser Tatsachenentscheidung, nämlich eine Spielsperre, würde nicht erfolgen. Und was diese Möglichkeit angeht, verweise ich auf den nachstehenden Post (vielen Dank an den Verfasser):
Zitat von burbach73:
http://arge.sportgericht.de/News/ARGESportrecht/news8792.html
Nach der Rechtsprechung des DFB kann in einem solchen Fall die Vorsperre gegen den Spieler aufgehoben und das Verfahren eingestellt werden. Der Weltverband FIFA hat durch Zirkular Nr. 866 vom 24. September 2003 bei einem „offensichtlichen Fehlentscheid des Schiedsrichters“ ein solches Vorgehen zugelassen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran so problematisch ist. Anstatt sich zu freuen oder wenigstens zu akzeptieren, dass es grundsätzlich möglich ist, einer fälschlich erfolgten roten Karte nicht die ansonsten zwangsweise auszusprechende Spielsperre folgen zu lassen, wird nur auf Fällen herumgeritten, wo dies – ob zu Recht oder Unrecht, lasse ich mal dahingestellt, da ich es nicht beurteilen kann – nicht erfolgt ist und daraus abgeleitet, dass dann auch jeder andere zu Unrecht des Platzes Verwiesene gesperrt werden müsse, weil das ja auch dem Spieler einer eigenen Mannschaft passiert sei.
Wie hier schon gesagt wurde: Einen Freispruch gibt es nicht, wenn der Spieler nur "ganz wenig" oder "so gut wie nichts" getan hat, sondern nur dann, wenn er _gar_nichts_ von dem, was ihm vorgeworfen wurde, getan und auch kein sonstiges Fehlverhalten gezeigt hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Helmi59 am 09.12.2012 um 20:06 Uhr bearbeitet
09.12.2012 - 20:04 Uhr
Zitat von chris7799:
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Nicht der HSV, sondern der FC St. Pauli. Es war das Spiel gegen Schalke im Frühjahr 2011. Wir haben neben einer hohen Geldstrafe (meiner Erinnerung nach 100.000 €) eine Platzsperre bekommen und mussten unser erstes Heimspiel der Folgesaison in Lübeck (vor etwa der Hälfte der bei uns möglichen Zuschauern) abhalten.
Für mich auch ein Aufreger der Wurf eines vollen Bierbechers auf das Schiedsrichtergespann in Dortmund. Natürlich waren die Gemüter erregt, dennoch hat alles irgendwo seine Grenzen und diese wurden damit deutlich überschritten. Ich hab leider nicht mehr in Erinnerung welche Strafe der HSV damals erhalten hatte, nachdem der Linienrichter von einem Becher getroffen wurde, aber hier muss dann natürlich auch gehandelt werden.
Nicht der HSV, sondern der FC St. Pauli. Es war das Spiel gegen Schalke im Frühjahr 2011. Wir haben neben einer hohen Geldstrafe (meiner Erinnerung nach 100.000 €) eine Platzsperre bekommen und mussten unser erstes Heimspiel der Folgesaison in Lübeck (vor etwa der Hälfte der bei uns möglichen Zuschauern) abhalten.
09.12.2012 - 20:21 Uhr
Mal ne Frage an die Regelkundigen.
Ich hab in Echtzeit gesehen wie der Ball von Schmelzers Bein Richtung Arm springt. Für mich sah es so aus, alsob er die Hand berührt. Aber wieso ist das automatisch ein Regelverstoß? Ich mein Schmelzer hat das nicht mit Absicht gemacht und war auch nicht fahrlässig, da die Arme ja am Körpern ware. Das ist doch kein regelwidriges Handspiel?
Denn in der Diskussion geht es ja die ganze Zeit nur darum, ob der Ball seine Hand berührt hat.
Ich hab in Echtzeit gesehen wie der Ball von Schmelzers Bein Richtung Arm springt. Für mich sah es so aus, alsob er die Hand berührt. Aber wieso ist das automatisch ein Regelverstoß? Ich mein Schmelzer hat das nicht mit Absicht gemacht und war auch nicht fahrlässig, da die Arme ja am Körpern ware. Das ist doch kein regelwidriges Handspiel?
Denn in der Diskussion geht es ja die ganze Zeit nur darum, ob der Ball seine Hand berührt hat.
09.12.2012 - 20:26 Uhr
Zitat von BVBfanBerlin:
Und ja, wenn es einen anderen Spieler betreffen würde, der einem anderen Verein zu gehörig ist, ich würde mich ebenfalls darüber aufregen.
Hast du dich auch aufgeregt, als Stranzl gegen den BVB gesperrt war, obwohl er unberechtigt Rot gesehen hatte und trotzdem gesperrt wurde?
Und ja, wenn es einen anderen Spieler betreffen würde, der einem anderen Verein zu gehörig ist, ich würde mich ebenfalls darüber aufregen.
Hast du dich auch aufgeregt, als Stranzl gegen den BVB gesperrt war, obwohl er unberechtigt Rot gesehen hatte und trotzdem gesperrt wurde?
09.12.2012 - 20:29 Uhr
Zitat von haldir87:
Mal ne Frage an die Regelkundigen.
Ich hab in Echtzeit gesehen wie der Ball von Schmelzers Bein Richtung Arm springt. Für mich sah es so aus, alsob er die Hand berührt. Aber wieso ist das automatisch ein Regelverstoß? Ich mein Schmelzer hat das nicht mit Absicht gemacht und war auch nicht fahrlässig, da die Arme ja am Körpern ware. Das ist doch kein regelwidriges Handspiel?
Denn in der Diskussion geht es ja die ganze Zeit nur darum, ob der Ball seine Hand berührt hat.
Das wäre die zweite Ebene, über die zu diskutieren wäre. Für mich wäre das wohl eher auch keine Absicht gewesen (Auch wenn das in Originalgeschwindigkeit für mich anders aussah). Wenn die (vermeintliche) Berührung am rechten Arm gewesen wäre, hätte man evtl. noch drüber nachdenken können, weil die faktisch den Körper auch verbreitert hat. Da Schmelzer die Hand aber nicht zwecks Verbreiterung dahin getan hat (auch wenn diese letztendlich vorlag), wäre das auch in dem Fall für mich kein Elfmeter gewesen.
In Original-Geschwindigkeit - und das muss man Stark + Gespann (ich gehe aufgrund der Verzögerung zwischen Berührung und Pfiff davon aus, dass ihm einer der anderen drei gesagt hat, dass es Hand gewesen sei. Er selbst hatte ja auch keine freie Sicht) zugute halten - sah es für mich aber eher nach einem (absichtlichen) Handspiel aus. Das hat Rafau85 gut zusammengefasst:
Zitat von Rafau85:
(...) Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
Mal ne Frage an die Regelkundigen.
Ich hab in Echtzeit gesehen wie der Ball von Schmelzers Bein Richtung Arm springt. Für mich sah es so aus, alsob er die Hand berührt. Aber wieso ist das automatisch ein Regelverstoß? Ich mein Schmelzer hat das nicht mit Absicht gemacht und war auch nicht fahrlässig, da die Arme ja am Körpern ware. Das ist doch kein regelwidriges Handspiel?
Denn in der Diskussion geht es ja die ganze Zeit nur darum, ob der Ball seine Hand berührt hat.
Das wäre die zweite Ebene, über die zu diskutieren wäre. Für mich wäre das wohl eher auch keine Absicht gewesen (Auch wenn das in Originalgeschwindigkeit für mich anders aussah). Wenn die (vermeintliche) Berührung am rechten Arm gewesen wäre, hätte man evtl. noch drüber nachdenken können, weil die faktisch den Körper auch verbreitert hat. Da Schmelzer die Hand aber nicht zwecks Verbreiterung dahin getan hat (auch wenn diese letztendlich vorlag), wäre das auch in dem Fall für mich kein Elfmeter gewesen.
In Original-Geschwindigkeit - und das muss man Stark + Gespann (ich gehe aufgrund der Verzögerung zwischen Berührung und Pfiff davon aus, dass ihm einer der anderen drei gesagt hat, dass es Hand gewesen sei. Er selbst hatte ja auch keine freie Sicht) zugute halten - sah es für mich aber eher nach einem (absichtlichen) Handspiel aus. Das hat Rafau85 gut zusammengefasst:
Zitat von Rafau85:
(...) Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hagenauer am 09.12.2012 um 20:35 Uhr bearbeitet
09.12.2012 - 23:06 Uhr
Zitat von Rafau85:
Was mich stört, ist, dass Stark als der "Täter" gesehen wird. Vielmehr sehe ich Stark als Opfer des Nichtvorhandenseins des Videobeweises in dieser Szene. Jeder, der hier seinen Senf dazugibt, beruft sich auf Zeitlupen. Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
Zitat von burbach73:
http://arge.sportgericht.de/News/ARGESportrecht/news8792.html
Nach der Rechtsprechung des DFB kann in einem solchen Fall die Vorsperre gegen den Spieler aufgehoben und das Verfahren eingestellt werden. Der Weltverband FIFA hat durch Zirkular Nr. 866 vom 24. September 2003 bei einem „offensichtlichen Fehlentscheid des Schiedsrichters“ ein solches Vorgehen zugelassen.
Hierin liegt in meinen Augen die Crux der Geschichte: Um einen "offensichtlichen Fehlentscheid" handelt es m.E. nicht, da der Ball AUGENSCHEINLICH den Weg an die Hand Schmelzers gefunden hatte - mithin lag vom Schiedsrichtergespann eine korrekte Zuordnung Vergehen-> begehender Spieler vor.
Somit wurde lediglich ein falscher Tatsachenentscheid getroffen, aber nicht ein offensichtlicher Fehlentscheid, der nur vorgelegen hätte, wenn A) der Ball meilenweit von irgendeiner Hand / Arm entfernt gewesen wäre (also klar ersichtlich KEIN Handspiel vorlag) oder B) der Spieler Schmelzer weit ab vom Geschehen gestanden hätte, mithin eine Falschidentifikation getroffen worden wäre. Da man beide Argumente verneinen muss, wäre eine 1-Spiel-Sperre die konsequente Anwendung der gängigen Praxis.
Unabhängig davon sollte man zur neuen Saison festlegen, wie in Zukunft ähnlich gelagerte Fälle einheitlich geregelt werden sollten.
Was mich stört, ist, dass Stark als der "Täter" gesehen wird. Vielmehr sehe ich Stark als Opfer des Nichtvorhandenseins des Videobeweises in dieser Szene. Jeder, der hier seinen Senf dazugibt, beruft sich auf Zeitlupen. Aber keiner hat NUR die Livebilder gesehen. Als ich Schmelzers Rettungstat sah, habe ich sofort "Ach du Sch..." gedacht. Es sah verdammt danach aus, als wenn Schmelzer mit den Armen Richtung Ball geht. Außerdem muss Stark die Szene im Laufen bewerten.
Schaut mal hier und haltet das Video bei Sekunde 4 an (bei Schmelzers vermeintlichem Handspiel):
https://www.youtube.com/watch?v=UYCTrl8g9LY
Aus Starks Sicht sieht es sehr nach Handspiel aus! (Wer was anderes sagt, hat entweder eine dicke schwarz-gelbe Brille auf, oder ist geblendet von besseren Zeitlupen.)
Schmelzers Körper ist leicht verdreht und aus Starks Sicht kommt der Ball dort zum Stehen, wo Schmelzer seine Arme verschränkt. Dazu kreuzt kurz danach (durch Starks Weiterlaufen) Piszczek seine Sicht, was die Entscheidung in jedem Fall schwieriger macht. Stark sprach nachher von einem "Warhnehmungsfehler". Ich seh es so, dass er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Seine Warhnemung hat einfach nur einen Schluss zugelassen, und zwar Elfmeter und Rot.
Wer jetzt behauptet, dass der Assistent das Nicht-Handspiel hätte sehen müssen, hat keine Ahnung vom Pfeifen. Dieser hätte aber die vorherige Abseitsposition sehen müssen.
Quintessenz: Fehlentscheidung, bei der ich Stark keine Schuld zuweise!
Zudem hat Stark in Interviews seinen Fehler zugegeben.
Zitat von burbach73:
http://arge.sportgericht.de/News/ARGESportrecht/news8792.html
Nach der Rechtsprechung des DFB kann in einem solchen Fall die Vorsperre gegen den Spieler aufgehoben und das Verfahren eingestellt werden. Der Weltverband FIFA hat durch Zirkular Nr. 866 vom 24. September 2003 bei einem „offensichtlichen Fehlentscheid des Schiedsrichters“ ein solches Vorgehen zugelassen.
Hierin liegt in meinen Augen die Crux der Geschichte: Um einen "offensichtlichen Fehlentscheid" handelt es m.E. nicht, da der Ball AUGENSCHEINLICH den Weg an die Hand Schmelzers gefunden hatte - mithin lag vom Schiedsrichtergespann eine korrekte Zuordnung Vergehen-> begehender Spieler vor.
Somit wurde lediglich ein falscher Tatsachenentscheid getroffen, aber nicht ein offensichtlicher Fehlentscheid, der nur vorgelegen hätte, wenn A) der Ball meilenweit von irgendeiner Hand / Arm entfernt gewesen wäre (also klar ersichtlich KEIN Handspiel vorlag) oder B) der Spieler Schmelzer weit ab vom Geschehen gestanden hätte, mithin eine Falschidentifikation getroffen worden wäre. Da man beide Argumente verneinen muss, wäre eine 1-Spiel-Sperre die konsequente Anwendung der gängigen Praxis.
Unabhängig davon sollte man zur neuen Saison festlegen, wie in Zukunft ähnlich gelagerte Fälle einheitlich geregelt werden sollten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schlappschuss am 09.12.2012 um 23:20 Uhr bearbeitet
09.12.2012 - 23:25 Uhr
1. Stark hat GAR NICHTS exakt gesehen, weil er von seiner Position aus das Geschehen gar nicht sehen konnte, weil ein Spieler (pischek) direkt die Sicht verdeckte. Guckt euch das Video nochmal an uns achtet auf die Position von Stark. Der hat dann lediglich auf Verdacht und weil die WOB-Spieser protestierten auf Handspiel gepfiffen.
2. Selbst wenn Schmelzer mit anliegender vor dem Körper den ball an die Hand bekommt, ist es kein Handspiel. Es handelt sich daher um keinen Wahrnehmungsfehler, sondern um einen Auslegungsfehler. Hat Schri Merk ja auch exakt so beschrieben (Zitate im Kicker).
2. Selbst wenn Schmelzer mit anliegender vor dem Körper den ball an die Hand bekommt, ist es kein Handspiel. Es handelt sich daher um keinen Wahrnehmungsfehler, sondern um einen Auslegungsfehler. Hat Schri Merk ja auch exakt so beschrieben (Zitate im Kicker).
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