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Bewertung der sportlichen Situation

02.12.2019 - 16:42 Uhr
Bewertung der sportlichen Situation |#5261
24.08.2026 - 14:01 Uhr
Zitat von Old_Icebear

Unsere 3 IVs + Kunze sollen v.a. für die defensive Stabilität sorgen. Das klappt derzeit - auch mal mit Krahls Hilfe. Dann sind immer noch 6 Spieler für offensive Impuls übrig. Bevor ich also Kunze dafür kritisiere, dass er nicht am Spielaufbau teilnimmt (was übrigens auch nicht stimmt!), müssten erst mal andere Spieler in die Pflicht genommen werden. Kunze ist am Ball sicher kein Rastelli - aber Bälle behaupten und saubere Pässe spielen kann er durchaus.

Man darf sich auch gerne fragen, warum unser Offensivspiel nach Skyttäs Ausfall so schwach ist. Das auf Kunze zu schieben, halte ich für absurd.

Wir haben mit Sicherheit andere Baustellen als Kunze.


Kunze ist EINE Baustelle.

Die zweite Halbzeit und den "Spielaufbau" gegen Karlsruhe vor Augen, sind Sahin und Kapitän/Spielmacher Ritter noch größere. Ritter war vorne abgetaucht. Sahin lässt sich immer noch zu sehr tief fallen. Hat dann selbst keine Anspielstationen nach vorne - bzw. zu wenige. U.a. weil er als 8er fehlt. Wenn wir eh schon mit 3er-Kette spielen, mit 3 IVs, die die defensive halten, dann ist noch ein 6er wie Kunze davor je nach Situation, zu diskutieren. Aber ganz sicher brauchen wir nicht noch einen wie Sahin. Sahin wird weiter vorne als Anspielstation gebraucht.

Ich persönlich hoffe darauf, dass Schramm kurz- und mittelfristig Kunze ersetzt. Kunze im Kader zu haben und je nach Gegner/Situation auch einzusetzen, finde ich sehr gut.
Und ich hoffe, dass Sahin sich auch wieder offensiver zeigt und gerade die jungen Spieler Tazemeta und Kanate unterstützt.

Über Berisha, der im Laufe der Spielzeit regelmäßig stark abbaut und dann als Faktor im Kombinationsspiel ausfällt und wie und mit wem man ihn dann ersetzt, haben wir als Baustelle dann auch noch nicht gesprochen...

Es gibt nach wie vor offensichtlich viel zu tun.

•     •     •

Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Bewertung der sportlichen Situation |#5262
24.08.2026 - 14:03 Uhr
Für die 6-er/8-er Position haben wir im eigenen Nachwuchs die besten Talente. Schramm, Hofmeister,
Scheer, Stevic ; das sind Spieler, die sehr gut ausgebildet sind und spielerisch alles mitbringen, um
diese Positionen gut zu spielen. Nicht umsonst spielt Hofmeister Nationalmannschaft.

Im Zentrum, zusammen mit Skyttäa, würden die frischen Wind bringen; auf diesen Positionen müssen
wir nicht über Transfers aus anderen Vereinen gehen.

Nur, die Jungs müssen spielen und das Vertrauen des Trainers haben. Dann bin ich sicher, das was
Kunze und Sahin derzeit auf der 6 und 8 bringen, bringen die auch. Da sollten wir uns ein Beispiel
nehmen an Nürnberg und dem KSC.

Das Spiel in Mannheim, so besch..... es war, hat die Manschaft zusammengeschweißt und diesen
Schwung muss man versuchen mitzunehmen. Mit Skyttäa und Kanate haben wir 2 junge Ausnahme-
spieler und an denen werden unsere Jungen wachsen, aber nicht auf der Bank oder bei den Amas.

Die Zukunft unseres Vereins sind nicht Spieler wie Rasmussen, Asta, Kunze, Berisha, Sahin oder Ritter.
Den Prozess sollte Lieberknecht aber schnell einleiten, auch unter der Prämisse, dass die Jungen aus
Unerfahrenheit den ein oder anderen Fehler machen, sonst sind die nämlich schnell weg.
Bewertung der sportlichen Situation |#5263
24.08.2026 - 14:05 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Zitat von Buggy_FCK

Zitat von Praesi

Mich wundert es, dass das aus meiner Sicht größte Problem im Spielaufbau hier so gut wie überhaupt nicht angesprochen wird.
Ich finde schon, dass das hier ernsthaft diskutiert wird.
In den Spieltagthreads habe ich Ähnliches kritisiert, dass dann wiederum mit Statistiken zu Kunze beantwortet wurde, welche zeigen sollen, dass Kunze aktuell nicht schlechter bei uns ist, als zum Start der letzten Spielzeit.

Wenn man losgelöst von der Quantität von Spielern auf bestimmten Positionen bewertet, auf welcher Position wir uns mit gezielten Verstärkungen maximal verbessern könnten, dann ja, dann wäre das auch in meinen Augen die defensive MF Zentrale.
Sahin ist da alleiniger Aufbauspieler völlig überfordert und verbraucht hier in meinen Augen zu viele Körner, die ihm dann wiederum in der Offensive abgehen.
Und Kunze? Er bekommt zum einen das Zentrum mit Sahin nicht dicht und dafür kommt für den Offensivpart maximal ein paar tiefe Ballgewinne beim 2ten Ball rum.
Und ja, das ist ein Problem bei uns, dass man jetzt in allen 3 Spielen deutlich sehen konnte.
Wenn wir bei "wünsch dir was " wären und ich mir einen Spieler aus der Konkurrenz der 2ten Liga aussuchen dürfte, der m.E. uns am Weitesten voran bringen würde, dann wäre das in meinen Augen der Nürnberger Adam Markhiev, der für Kunze auflaufen sollte. So ein Mann würde uns denke ich auf ein anderes Level heben.
Natürlich ist diese Personalie aktuell als Verpflichtung für uns völlig unrealistisch. Aber in meinen Augen braucht es genau so einen Spielertypen. Einer der 2 Kämpfe gewinnt und gleichzeitig auch die Meter nach Vorne macht und spielerische/technische Skills dafür mitbringt.


Kunzes primäre Aufgabe ist Defensivarbeit - die macht er gut! Wenn ich manche Beiträge lese, kommt es mir so vor, als wäre es die alleinige Aufgabe von Kunze, die Mitte zuzumachen. Das ist aber nicht so. Auch Sahin muss hier seinen Teil erledigen - und das macht er nur so leidlich. Oft genug steht er zu weit weg vom Mann - und folglich ist dann die Mitte offen, was dann seltsamerweise Kunze immer zugeschrieben wird.

Dazu kommt, dass auch ein Ritter und Skyttä oder Tazemeta entsprechende Defensivarbeit machen müssen - was auch nicht immer passt.

Kann sich noch jemand an die Zeit vor Kunze erinnern? Da war unsere Mitte offen wie ein Scheunentor! Ich gehe sogar so weit und sage, dass, wenn Anfang Kunze gehabt hätte, wir aufgestiegen wären.

Unsere 3 IVs + Kunze sollen v.a. für die defensive Stabilität sorgen. Das klappt derzeit - auch mal mit Krahls Hilfe. Dann sind immer noch 6 Spieler für offensive Impuls übrig. Bevor ich also Kunze dafür kritisiere, dass er nicht am Spielaufbau teilnimmt (was übrigens auch nicht stimmt!), müssten erst mal andere Spieler in die Pflicht genommen werden. Kunze ist am Ball sicher kein Rastelli - aber Bälle behaupten und saubere Pässe spielen kann er durchaus.

Man darf sich auch gerne fragen, warum unser Offensivspiel nach Skyttäs Ausfall so schwach ist. Das auf Kunze zu schieben, halte ich für absurd.

Wir haben mit Sicherheit andere Baustellen als Kunze.


Absurd... naja ...
ES sagt ja auch keiner, dass Kunze alleine das MF Zentrum absichern soll, die Diskussion bezieht sich auf das Zusammenspiel mit Sahin.
Und trotzdem, wenn Sahin sich ausschließlich auf 2 Kämpfe und 2te Bälle konzentrieren soll /konzentrieren kann, dann ist es eben auch Kunzes Hauptjob die Zentrale zu zu bekommen, was aktuell augenscheinlich überhaupt nicht gelingt.
Ich finde ehrlich gesagt auch nicht, dass er diese Aufgabe souverän hinbekommt. Gegen den KSC macht er nicht nur diesen einen Katstrophen Pass nach hinten, nein er steht auch oft falsch. Selbiges beim Waldhof.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch dazu, dass weder Ritter, Skyttä und auch nich Kanate viel für die Defensive machen. Aber trotzdem sehe ich, dass Kunzes Job sich ausschließlich auf defensive 2 Kämpfe fokussiert und das ist mir einfacb in einer 3er/5er Kette zu wenig. Das wiederum hat m.E. zur Folge, dass Sahins Spiel weder Fisch noch Fleisch ist. Hinten kommt er nicht richtig in die 2 Kämpfe und nach Vorne kommt er nicht in die letzten Meter, weil er mit einem Auge immer zurück schauen muss. Dies ist einfach in der Form so nicht gut. Und genau deswegen behaupte ich, dass wenn man Kunze mit einem anderen Typen ala Makhiev austauschen würde, dass man dieses Problem in der Form nicht hätte.

•     •     •

Fußball bleibt nur dann Fußball, wenn der jeweilige Erfolg eines Vereines im direkten Zusammenhang mt dem Sportlichen und dem sportlich erwirtschafteten Erfolg des Vereines steht!



Bewertung der sportlichen Situation |#5264
24.08.2026 - 14:36 Uhr
Um das Ganze wirklich besser zu verstehen oder nachvollziehen zu können, müsste man sich wohl zunächst einmal mit der eigentlichen Spielidee beschäftigen, auf die unser Trainer spätestens seit der Verletzung von Prtajin abzielt - denn so wirklich erkennbar sind diese Schablonen abseits des "Heroballs" auf unsere Nummer 9 auch heute noch nicht.

Mir persönlich kommt es nach wie vor so vor, als würde unser gesamtes Offensivspiel aktuell mehr denn je von der individuellen Qualität einzelner Spieler leben. Das ist grundsätzlich wenig überraschend und funktioniert bei anderen Profiteams nicht völlig anders (Stichwort „Unterschiedsspieler“). Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir nach rund eineinhalb Jahren unter Lieberknecht und gerade auch unter dem Leitbild des absoluten „Pragmatikers“ dem irgendwo der Ruf vorauseilt ist, sich primär um die einfachen "Basics" zu kümmern, in einigen Bereichen einfach weiter sein müssten.

Aktuell wirkt es auf mich allerdings so, als müsse der Gegner – wie bereits gegen WOB und den KSC gut zu beobachten war – im Grunde nur die Außenbahnen doppeln, um uns und unsere nächste Aktion relativ leicht vorherzusehen: Ball zurück in die Innenverteidigung und anschließend der lange Schlag nach vorne. Ich war regelrecht erschrocken, wie schnell Senft als neuer KSC-Coach diese Spielweise beim Spiel auf dem Betze erkannt und ab etwa der 20. Minute zunehmend gegen uns verwendet hat ohne dass wir auch nur im Ansatz dazu fähig gewesen sind, 1-2 einstudierte andere Taktikpläne aus unserer Zauberkiste hervorzukramen um einem immer stärker-werdenden KSC in der zweiten Halbzeit zumindest phasenweise Einhalt gebieten zu können.

Für eine mögliche B-Variante und damit ein stärkeres Pass- und Kombinationsspiel fehlen uns hingegen offenbar auch heute noch die Ideen und Automatismen. Zum Teil sogar ein funktionierendes Laufspiel. Oder, um es mit Niklas Levinson sinngemäß zu formulieren: Es fehlt schlicht an einer erkennbaren „Idee, wie man das Spielgerät vom einen Strafraum in den anderen tragen möchte“.

Natürlich werden solche Faktoren durch jährliche Kaderumbrüche, Abgänge und personelle Rochaden empfindlich erschwert. Trotzdem kann man meiner Meinung nach durchaus zu dem Schluss kommen, dass wir bei grundlegenden Dingen wie im profanen Doppelpassspiel, Dreieckskombinationen und einstudierten Spielformen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht von der berühmten Stelle zu kommen scheinen.

Man sollte es sicher nicht höher hängen, als TL es gemeint hat. Scharfe Kritiker könnte seine Aussage vor dem Waldhof-Spiel – „Ein Roter wird die Pille schon über die Linie drücken“ – allerdings durchaus als Beleg für eine gewisse Ratlosigkeit und Limiterheit in der Offensive sehen, die uns aktuell umgibt.

Eine wirkliche Balance zwischen einer stabilen Defensive in Verbindung mit einem funktionierenden Angriffspiel scheint uns jedenfalls auch zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin abzugehen und genau das sollte man so langsam schon erkennen können - andere Clubs schaffen dies schließlich auch und das in bedeutend kürzerer Zeit oder mit einer (vermeintlich) geringeren Qualität der Einzelspieler.

Gruß,
W7
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wingman_7 am 24.08.2026 um 14:39 Uhr bearbeitet
Bewertung der sportlichen Situation |#5265
24.08.2026 - 15:33 Uhr
Zitat von Wingman_7
Um das Ganze wirklich besser zu verstehen oder nachvollziehen zu können, müsste man sich wohl zunächst einmal mit der eigentlichen Spielidee beschäftigen, auf die unser Trainer spätestens seit der Verletzung von Prtajin abzielt - denn so wirklich erkennbar sind diese Schablonen abseits des "Heroballs" auf unsere Nummer 9 auch heute noch nicht.

Mir persönlich kommt es nach wie vor so vor, als würde unser gesamtes Offensivspiel aktuell mehr denn je von der individuellen Qualität einzelner Spieler leben. Das ist grundsätzlich wenig überraschend und funktioniert bei anderen Profiteams nicht völlig anders (Stichwort „Unterschiedsspieler“). Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir nach rund eineinhalb Jahren unter Lieberknecht und gerade auch unter dem Leitbild des absoluten „Pragmatikers“ dem irgendwo der Ruf vorauseilt ist, sich primär um die einfachen "Basics" zu kümmern, in einigen Bereichen einfach weiter sein müssten.

Aktuell wirkt es auf mich allerdings so, als müsse der Gegner – wie bereits gegen WOB und den KSC gut zu beobachten war – im Grunde nur die Außenbahnen doppeln, um uns und unsere nächste Aktion relativ leicht vorherzusehen: Ball zurück in die Innenverteidigung und anschließend der lange Schlag nach vorne. Ich war regelrecht erschrocken, wie schnell Senft als neuer KSC-Coach diese Spielweise beim Spiel auf dem Betze erkannt und ab etwa der 20. Minute zunehmend gegen uns verwendet hat ohne dass wir auch nur im Ansatz dazu fähig gewesen sind, 1-2 einstudierte andere Taktikpläne aus unserer Zauberkiste hervorzukramen um einem immer stärker-werdenden KSC in der zweiten Halbzeit zumindest phasenweise Einhalt gebieten zu können.

Für eine mögliche B-Variante und damit ein stärkeres Pass- und Kombinationsspiel fehlen uns hingegen offenbar auch heute noch die Ideen und Automatismen. Zum Teil sogar ein funktionierendes Laufspiel. Oder, um es mit Niklas Levinson sinngemäß zu formulieren: Es fehlt schlicht an einer erkennbaren „Idee, wie man das Spielgerät vom einen Strafraum in den anderen tragen möchte“.

Natürlich werden solche Faktoren durch jährliche Kaderumbrüche, Abgänge und personelle Rochaden empfindlich erschwert. Trotzdem kann man meiner Meinung nach durchaus zu dem Schluss kommen, dass wir bei grundlegenden Dingen wie im profanen Doppelpassspiel, Dreieckskombinationen und einstudierten Spielformen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht von der berühmten Stelle zu kommen scheinen.

Man sollte es sicher nicht höher hängen, als TL es gemeint hat. Scharfe Kritiker könnte seine Aussage vor dem Waldhof-Spiel – „Ein Roter wird die Pille schon über die Linie drücken“ – allerdings durchaus als Beleg für eine gewisse Ratlosigkeit und Limiterheit in der Offensive sehen, die uns aktuell umgibt.

Eine wirkliche Balance zwischen einer stabilen Defensive in Verbindung mit einem funktionierenden Angriffspiel scheint uns jedenfalls auch zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin abzugehen und genau das sollte man so langsam schon erkennen können - andere Clubs schaffen dies schließlich auch und das in bedeutend kürzerer Zeit oder mit einer (vermeintlich) geringeren Qualität der Einzelspieler.

Gruß,
W7


Ich werfe jetzt einfach Mal folgende Frage in den Raum:
Haben wir wirklich mehr individuelle Qualität im Mittelfeld?

Ich meine weder Hannover, noch Elversberg performte ohne Kunze bzw. Sahin jetzt deutlich schlechter.
Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.
Bewertung der sportlichen Situation |#5266
24.08.2026 - 16:17 Uhr
Zitat von Olivarius

Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.


Und da waren wir dennoch ganz weit von "gut" entfernt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder diese Spieler sind allesamt ungenügend (wogegen bei Sahin/Kunze die Vita und bei Schramm/Hofmeister das Talent spricht).

Oder unser Trainer bekommt es eben analog zu der IV im letzten Jahr eben hin, dass die Spieler nicht entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden und Schwächen dadurch stärker zu Tage treten, weil es an einem funktionierenden Konstrukt fehlt. Dass heuer genau die Spieler plötzlich 3 Spiele zu Null gespielt haben, die man letztes Jahr noch allesamt zum Teufel gewünscht und mehrere Neuzugänge gefordert hat, ist ja auch nicht vom Himmel gefallen.

Für mich ist die Situation da ähnlich wie im Sturm. Da kannst du jetzt natürlich die Namen munter austauschen - und analog von Hanslik/Bassette/Emreli auf Yardimci/Berisha wechseln - ohne dass sich am eigentlichen Problem etwas ändert, nämlich dass die zu wenige brauchbare Zuspiele bekommen, weil es an Pass- und Positionsspiel, an Automatismen und Laufwegen fehlt.
Kunze und Sahin sind aktuell die ärmsten Schweine auf dem Platz, weil die riesige Räume abdecken sollen. Vorne pressen, gleichzeitig aber vor der jetzt tiefer stehenden Abwehr die Räume eng machen und abdecken. Spielerisch werden und wurden die von Ritter/Skyttä komplett hängen gelassen, weil die eben körperlich gar nicht in der Lage sind das Pressing mitzugehen, noch da durch extreme Laufarbeit die beiden entlasten. Gleichzeitig suchen beide - also unseren Offensiven - selbst lieber die Abschlussposition, als da spielerisch was zu lösen. Und von den Außenbahnen, auf denen vor allem eben Haas und massiv limitiert, brauchen wir da gar nicht zu reden.

Schaut man sich mal beispielsweise Kunze an:
Der hat gegen Mannheim in etwas genau so viele Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt wie in der eigenen Hälfte (22 Pässe zu 23 Pässe). 3 von 3 langen Bällen kamen an - alle in der gegnerischen Hälfte. Die Passquote generell lag bei 77% in der gegnerischen Hälfte, bei 96% in der eigenen Hälfte.
Kunze mag zwar etwas ungelenk daherkommen, sicherlich auch aufgrund seiner Statur. Aber der Kerl ist beileibe kein Rumpelfüßler, der kann die Bälle schon auch sauber verteilen. In erster Linie braucht er aber das, was eben alle brauchen - Anspielstationen. Und wenn da vorne ein Berisha zwischen zwei/drei Verteidigern hängt, Haas auf links ständig nur abdreht und die Pille zurück spielt, hinter ihm nur die IV für den langen Hafer sind und vorne eben Skyttä und Ritter mit weitem Abstand irgendwo im Niemandsland rumhängen, wird es für alle schwer. Wir spielen viel (!) zu statisch und komplett ohne Idee, sofern wir auf einen Gegner zulaufen, der nicht komplett unsortiert ist. Und dann fehlt es und an Geistesblitzen und Laufwegen, diese Statik aufzubrechen. Da wird dann eben der Ball so lange hin und her gespielt, bis ihn jemand verliert oder unter Bedrängnis blind in die Mitte haut, damit man dann wieder pressen kann.

Aktuell jedenfalls sehe ich unsere größte Limitierung in Haas. Der hat jeden Esprit verloren und läuft zwar immer noch viel, aber komplett ohne Ertrag. Er kommt an keinem Spieler vorbei, seine Flanken sind katastrophal. Von 9 Pässen von ihm gegen Mannheim in der gegnerischen Hälfte, gingen 6 wieder in nach hinten. Ich hoffe wirklich, dass Murphy da dauerhaft eine Verstärkung sein kann.

•     •     •

Mein Leben hab ich dir vermacht, jeden Tag und jede Nacht!
Forza FCK, rot-weiß-rot olé!
Bewertung der sportlichen Situation |#5267
24.08.2026 - 16:34 Uhr
Zitat von Hemdl
Zitat von Olivarius

Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.


Und da waren wir dennoch ganz weit von "gut" entfernt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder diese Spieler sind allesamt ungenügend (wogegen bei Sahin/Kunze die Vita und bei Schramm/Hofmeister das Talent spricht).

Oder unser Trainer bekommt es eben analog zu der IV im letzten Jahr eben hin, dass die Spieler nicht entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden und Schwächen dadurch stärker zu Tage treten, weil es an einem funktionierenden Konstrukt fehlt. Dass heuer genau die Spieler plötzlich 3 Spiele zu Null gespielt haben, die man letztes Jahr noch allesamt zum Teufel gewünscht und mehrere Neuzugänge gefordert hat, ist ja auch nicht vom Himmel gefallen.

Für mich ist die Situation da ähnlich wie im Sturm. Da kannst du jetzt natürlich die Namen munter austauschen - und analog von Hanslik/Bassette/Emreli auf Yardimci/Berisha wechseln - ohne dass sich am eigentlichen Problem etwas ändert, nämlich dass die zu wenige brauchbare Zuspiele bekommen, weil es an Pass- und Positionsspiel, an Automatismen und Laufwegen fehlt.
Kunze und Sahin sind aktuell die ärmsten Schweine auf dem Platz, weil die riesige Räume abdecken sollen. Vorne pressen, gleichzeitig aber vor der jetzt tiefer stehenden Abwehr die Räume eng machen und abdecken. Spielerisch werden und wurden die von Ritter/Skyttä komplett hängen gelassen, weil die eben körperlich gar nicht in der Lage sind das Pressing mitzugehen, noch da durch extreme Laufarbeit die beiden entlasten. Gleichzeitig suchen beide - also unseren Offensiven - selbst lieber die Abschlussposition, als da spielerisch was zu lösen. Und von den Außenbahnen, auf denen vor allem eben Haas und massiv limitiert, brauchen wir da gar nicht zu reden.

Schaut man sich mal beispielsweise Kunze an:
Der hat gegen Mannheim in etwas genau so viele Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt wie in der eigenen Hälfte (22 Pässe zu 23 Pässe). 3 von 3 langen Bällen kamen an - alle in der gegnerischen Hälfte. Die Passquote generell lag bei 77% in der gegnerischen Hälfte, bei 96% in der eigenen Hälfte.
Kunze mag zwar etwas ungelenk daherkommen, sicherlich auch aufgrund seiner Statur. Aber der Kerl ist beileibe kein Rumpelfüßler, der kann die Bälle schon auch sauber verteilen. In erster Linie braucht er aber das, was eben alle brauchen - Anspielstationen. Und wenn da vorne ein Berisha zwischen zwei/drei Verteidigern hängt, Haas auf links ständig nur abdreht und die Pille zurück spielt, hinter ihm nur die IV für den langen Hafer sind und vorne eben Skyttä und Ritter mit weitem Abstand irgendwo im Niemandsland rumhängen, wird es für alle schwer. Wir spielen viel (!) zu statisch und komplett ohne Idee, sofern wir auf einen Gegner zulaufen, der nicht komplett unsortiert ist. Und dann fehlt es und an Geistesblitzen und Laufwegen, diese Statik aufzubrechen. Da wird dann eben der Ball so lange hin und her gespielt, bis ihn jemand verliert oder unter Bedrängnis blind in die Mitte haut, damit man dann wieder pressen kann.

Aktuell jedenfalls sehe ich unsere größte Limitierung in Haas. Der hat jeden Esprit verloren und läuft zwar immer noch viel, aber komplett ohne Ertrag. Er kommt an keinem Spieler vorbei, seine Flanken sind katastrophal. Von 9 Pässen von ihm gegen Mannheim in der gegnerischen Hälfte, gingen 6 wieder in nach hinten. Ich hoffe wirklich, dass Murphy da dauerhaft eine Verstärkung sein kann.


Naja, sowohl Schramm als auch Hofmeister haben wir zumindest in dieser Saison kaum bzw. gar nicht gesehen.
Aus diesem Grund würde ich sie auch aus der Gleichung raus nehmen.

Für mich sind Kunze und Sahin nicht die Ursache des Problems, aber auch schon ein Teil davon.
Kunze geht zum Beispiel die Offensive komplett ab und Sahin bewegt sich zwar wesentlich besser in die Räume, hat dann aber auch Probleme mit der Entscheidungsfindung.

Für mich ist allerdings das größte Problem , dass wir insgesamt zu wenig Geschwindigkeit/Athletik im Mittelfeld haben. Kunze ist zu langsam und Sahin spielt zu körperlos und Ritter läuft zu wenig und trifft obendrein auch nicht immer die richtige Entscheidung.

Meiner Meinung nach brauchen wir mehr Aggressivität/Körperlichkeit und Geschwindigkeit und das sowohl im Kopf als auch in den einzelnen Situationen.

Ich sehe es schon so, dass gerade Schramm mit seiner Spielweise ein Element gibt, was wir aktuell nicht haben und gut gebrauchen könnten.
Bewertung der sportlichen Situation |#5268
24.08.2026 - 16:54 Uhr
Zitat von Hemdl
Zitat von Olivarius

Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.


Und da waren wir dennoch ganz weit von "gut" entfernt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder diese Spieler sind allesamt ungenügend (wogegen bei Sahin/Kunze die Vita und bei Schramm/Hofmeister das Talent spricht).

Oder unser Trainer bekommt es eben analog zu der IV im letzten Jahr eben hin, dass die Spieler nicht entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden und Schwächen dadurch stärker zu Tage treten, weil es an einem funktionierenden Konstrukt fehlt. Dass heuer genau die Spieler plötzlich 3 Spiele zu Null gespielt haben, die man letztes Jahr noch allesamt zum Teufel gewünscht und mehrere Neuzugänge gefordert hat, ist ja auch nicht vom Himmel gefallen.

Für mich ist die Situation da ähnlich wie im Sturm. Da kannst du jetzt natürlich die Namen munter austauschen - und analog von Hanslik/Bassette/Emreli auf Yardimci/Berisha wechseln - ohne dass sich am eigentlichen Problem etwas ändert, nämlich dass die zu wenige brauchbare Zuspiele bekommen, weil es an Pass- und Positionsspiel, an Automatismen und Laufwegen fehlt.
Kunze und Sahin sind aktuell die ärmsten Schweine auf dem Platz, weil die riesige Räume abdecken sollen. Vorne pressen, gleichzeitig aber vor der jetzt tiefer stehenden Abwehr die Räume eng machen und abdecken. Spielerisch werden und wurden die von Ritter/Skyttä komplett hängen gelassen, weil die eben körperlich gar nicht in der Lage sind das Pressing mitzugehen, noch da durch extreme Laufarbeit die beiden entlasten. Gleichzeitig suchen beide - also unseren Offensiven - selbst lieber die Abschlussposition, als da spielerisch was zu lösen. Und von den Außenbahnen, auf denen vor allem eben Haas und massiv limitiert, brauchen wir da gar nicht zu reden.

Schaut man sich mal beispielsweise Kunze an:
Der hat gegen Mannheim in etwas genau so viele Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt wie in der eigenen Hälfte (22 Pässe zu 23 Pässe). 3 von 3 langen Bällen kamen an - alle in der gegnerischen Hälfte. Die Passquote generell lag bei 77% in der gegnerischen Hälfte, bei 96% in der eigenen Hälfte.
Kunze mag zwar etwas ungelenk daherkommen, sicherlich auch aufgrund seiner Statur. Aber der Kerl ist beileibe kein Rumpelfüßler, der kann die Bälle schon auch sauber verteilen. In erster Linie braucht er aber das, was eben alle brauchen - Anspielstationen. Und wenn da vorne ein Berisha zwischen zwei/drei Verteidigern hängt, Haas auf links ständig nur abdreht und die Pille zurück spielt, hinter ihm nur die IV für den langen Hafer sind und vorne eben Skyttä und Ritter mit weitem Abstand irgendwo im Niemandsland rumhängen, wird es für alle schwer. Wir spielen viel (!) zu statisch und komplett ohne Idee, sofern wir auf einen Gegner zulaufen, der nicht komplett unsortiert ist. Und dann fehlt es und an Geistesblitzen und Laufwegen, diese Statik aufzubrechen. Da wird dann eben der Ball so lange hin und her gespielt, bis ihn jemand verliert oder unter Bedrängnis blind in die Mitte haut, damit man dann wieder pressen kann.

Aktuell jedenfalls sehe ich unsere größte Limitierung in Haas. Der hat jeden Esprit verloren und läuft zwar immer noch viel, aber komplett ohne Ertrag. Er kommt an keinem Spieler vorbei, seine Flanken sind katastrophal. Von 9 Pässen von ihm gegen Mannheim in der gegnerischen Hälfte, gingen 6 wieder in nach hinten. Ich hoffe wirklich, dass Murphy da dauerhaft eine Verstärkung sein kann.


Ich halte das Spiel gegen den Waldhof aufgrund der Spielweise und geringeren Gegnerqualität nicht für maßgeblich. Kunze konnte man lange genug anschauen, um zu sehen, dass sein progressives Passspiel zu wünschen übrig lässt, er kaum an den Strafraum nachrückt und wenn er es doch mal tut von dort weder für direkte noch für indirekte Torgefahr sorgen kann. Das zieht sich statistisch auch durch seine ganze Karriere.

Kunze ist im Wesentlichen ein konservativer 6er, der sehr gut vor der Abwehr abräumt und bei eigenem Ballbesitz vornehmlich Bälle von der einen Seite auf die andere oder in Richtung IV/Torwart verschiebt. Wenn er Platz hat, kommt auch mal ein guter Ball nach vorne, aber eben auch nur dann. Inbesondere kann er im Gegensatz zu Sahin Drucksituationen nicht konstruktiv auflösen, sondern muss immer den Sicherheitspass spielen.

Beste Grüße
Lullaby
Bewertung der sportlichen Situation |#5269
24.08.2026 - 17:49 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von Hemdl

Zitat von Olivarius

Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.


Und da waren wir dennoch ganz weit von "gut" entfernt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder diese Spieler sind allesamt ungenügend (wogegen bei Sahin/Kunze die Vita und bei Schramm/Hofmeister das Talent spricht).

Oder unser Trainer bekommt es eben analog zu der IV im letzten Jahr eben hin, dass die Spieler nicht entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden und Schwächen dadurch stärker zu Tage treten, weil es an einem funktionierenden Konstrukt fehlt. Dass heuer genau die Spieler plötzlich 3 Spiele zu Null gespielt haben, die man letztes Jahr noch allesamt zum Teufel gewünscht und mehrere Neuzugänge gefordert hat, ist ja auch nicht vom Himmel gefallen.

Für mich ist die Situation da ähnlich wie im Sturm. Da kannst du jetzt natürlich die Namen munter austauschen - und analog von Hanslik/Bassette/Emreli auf Yardimci/Berisha wechseln - ohne dass sich am eigentlichen Problem etwas ändert, nämlich dass die zu wenige brauchbare Zuspiele bekommen, weil es an Pass- und Positionsspiel, an Automatismen und Laufwegen fehlt.
Kunze und Sahin sind aktuell die ärmsten Schweine auf dem Platz, weil die riesige Räume abdecken sollen. Vorne pressen, gleichzeitig aber vor der jetzt tiefer stehenden Abwehr die Räume eng machen und abdecken. Spielerisch werden und wurden die von Ritter/Skyttä komplett hängen gelassen, weil die eben körperlich gar nicht in der Lage sind das Pressing mitzugehen, noch da durch extreme Laufarbeit die beiden entlasten. Gleichzeitig suchen beide - also unseren Offensiven - selbst lieber die Abschlussposition, als da spielerisch was zu lösen. Und von den Außenbahnen, auf denen vor allem eben Haas und massiv limitiert, brauchen wir da gar nicht zu reden.

Schaut man sich mal beispielsweise Kunze an:
Der hat gegen Mannheim in etwas genau so viele Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt wie in der eigenen Hälfte (22 Pässe zu 23 Pässe). 3 von 3 langen Bällen kamen an - alle in der gegnerischen Hälfte. Die Passquote generell lag bei 77% in der gegnerischen Hälfte, bei 96% in der eigenen Hälfte.
Kunze mag zwar etwas ungelenk daherkommen, sicherlich auch aufgrund seiner Statur. Aber der Kerl ist beileibe kein Rumpelfüßler, der kann die Bälle schon auch sauber verteilen. In erster Linie braucht er aber das, was eben alle brauchen - Anspielstationen. Und wenn da vorne ein Berisha zwischen zwei/drei Verteidigern hängt, Haas auf links ständig nur abdreht und die Pille zurück spielt, hinter ihm nur die IV für den langen Hafer sind und vorne eben Skyttä und Ritter mit weitem Abstand irgendwo im Niemandsland rumhängen, wird es für alle schwer. Wir spielen viel (!) zu statisch und komplett ohne Idee, sofern wir auf einen Gegner zulaufen, der nicht komplett unsortiert ist. Und dann fehlt es und an Geistesblitzen und Laufwegen, diese Statik aufzubrechen. Da wird dann eben der Ball so lange hin und her gespielt, bis ihn jemand verliert oder unter Bedrängnis blind in die Mitte haut, damit man dann wieder pressen kann.

Aktuell jedenfalls sehe ich unsere größte Limitierung in Haas. Der hat jeden Esprit verloren und läuft zwar immer noch viel, aber komplett ohne Ertrag. Er kommt an keinem Spieler vorbei, seine Flanken sind katastrophal. Von 9 Pässen von ihm gegen Mannheim in der gegnerischen Hälfte, gingen 6 wieder in nach hinten. Ich hoffe wirklich, dass Murphy da dauerhaft eine Verstärkung sein kann.


Ich halte das Spiel gegen den Waldhof aufgrund der Spielweise und geringeren Gegnerqualität nicht für maßgeblich. Kunze konnte man lange genug anschauen, um zu sehen, dass sein progressives Passspiel zu wünschen übrig lässt, er kaum an den Strafraum nachrückt und wenn er es doch mal tut von dort weder für direkte noch für indirekte Torgefahr sorgen kann. Das zieht sich statistisch auch durch seine ganze Karriere.

Kunze ist im Wesentlichen ein konservativer 6er, der sehr gut vor der Abwehr abräumt und bei eigenem Ballbesitz vornehmlich Bälle von der einen Seite auf die andere oder in Richtung IV/Torwart verschiebt. Wenn er Platz hat, kommt auch mal ein guter Ball nach vorne, aber eben auch nur dann. Inbesondere kann er im Gegensatz zu Sahin Drucksituationen nicht konstruktiv auflösen, sondern muss immer den Sicherheitspass spielen.

Beste Grüße
Lullaby


Ich denke, die Beschreibung trifft es ziemlich genau, deswegen würde ich mir daher auch Veränderung auf der Position wünschen und warum ich Spieler wie Kunze auf dieser Position einfach nicht mehr für zeitgemäß halte. Dass er insgesamt aktuell wichtig für uns ist, glaube ich auch, aber glaube trotzdem, dass du mit einem anderen Spielertyp defensiv keine Abstriche machen musst, aber dafür für dein prinzipielles Aufbauspiel und die Spielkultur weiterentwickeln kannst.
Das wäre für mich halt der nächste Schritt in der Entwicklung und dafür fehlt es Kunze halt einfach an Skills. Für mich hast du vom Skillset mit Kunze im Prinzip einen 4. IV auf dem Platz, der "Vorstopper"-Vibes hat nicht mehr und nicht weniger.
Bewertung der sportlichen Situation |#5270
24.08.2026 - 17:59 Uhr
Zitat von ecliipz
Zitat von Lullaby

Zitat von Hemdl

Zitat von Olivarius

Ich bin zum Beispiel der Meinung das gegen Ende der letzten Saison unser Mittelfeld mit Robinson und Schramm nicht schlechter war.


Und da waren wir dennoch ganz weit von "gut" entfernt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder diese Spieler sind allesamt ungenügend (wogegen bei Sahin/Kunze die Vita und bei Schramm/Hofmeister das Talent spricht).

Oder unser Trainer bekommt es eben analog zu der IV im letzten Jahr eben hin, dass die Spieler nicht entsprechend ihrer Stärken eingesetzt werden und Schwächen dadurch stärker zu Tage treten, weil es an einem funktionierenden Konstrukt fehlt. Dass heuer genau die Spieler plötzlich 3 Spiele zu Null gespielt haben, die man letztes Jahr noch allesamt zum Teufel gewünscht und mehrere Neuzugänge gefordert hat, ist ja auch nicht vom Himmel gefallen.

Für mich ist die Situation da ähnlich wie im Sturm. Da kannst du jetzt natürlich die Namen munter austauschen - und analog von Hanslik/Bassette/Emreli auf Yardimci/Berisha wechseln - ohne dass sich am eigentlichen Problem etwas ändert, nämlich dass die zu wenige brauchbare Zuspiele bekommen, weil es an Pass- und Positionsspiel, an Automatismen und Laufwegen fehlt.
Kunze und Sahin sind aktuell die ärmsten Schweine auf dem Platz, weil die riesige Räume abdecken sollen. Vorne pressen, gleichzeitig aber vor der jetzt tiefer stehenden Abwehr die Räume eng machen und abdecken. Spielerisch werden und wurden die von Ritter/Skyttä komplett hängen gelassen, weil die eben körperlich gar nicht in der Lage sind das Pressing mitzugehen, noch da durch extreme Laufarbeit die beiden entlasten. Gleichzeitig suchen beide - also unseren Offensiven - selbst lieber die Abschlussposition, als da spielerisch was zu lösen. Und von den Außenbahnen, auf denen vor allem eben Haas und massiv limitiert, brauchen wir da gar nicht zu reden.

Schaut man sich mal beispielsweise Kunze an:
Der hat gegen Mannheim in etwas genau so viele Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt wie in der eigenen Hälfte (22 Pässe zu 23 Pässe). 3 von 3 langen Bällen kamen an - alle in der gegnerischen Hälfte. Die Passquote generell lag bei 77% in der gegnerischen Hälfte, bei 96% in der eigenen Hälfte.
Kunze mag zwar etwas ungelenk daherkommen, sicherlich auch aufgrund seiner Statur. Aber der Kerl ist beileibe kein Rumpelfüßler, der kann die Bälle schon auch sauber verteilen. In erster Linie braucht er aber das, was eben alle brauchen - Anspielstationen. Und wenn da vorne ein Berisha zwischen zwei/drei Verteidigern hängt, Haas auf links ständig nur abdreht und die Pille zurück spielt, hinter ihm nur die IV für den langen Hafer sind und vorne eben Skyttä und Ritter mit weitem Abstand irgendwo im Niemandsland rumhängen, wird es für alle schwer. Wir spielen viel (!) zu statisch und komplett ohne Idee, sofern wir auf einen Gegner zulaufen, der nicht komplett unsortiert ist. Und dann fehlt es und an Geistesblitzen und Laufwegen, diese Statik aufzubrechen. Da wird dann eben der Ball so lange hin und her gespielt, bis ihn jemand verliert oder unter Bedrängnis blind in die Mitte haut, damit man dann wieder pressen kann.

Aktuell jedenfalls sehe ich unsere größte Limitierung in Haas. Der hat jeden Esprit verloren und läuft zwar immer noch viel, aber komplett ohne Ertrag. Er kommt an keinem Spieler vorbei, seine Flanken sind katastrophal. Von 9 Pässen von ihm gegen Mannheim in der gegnerischen Hälfte, gingen 6 wieder in nach hinten. Ich hoffe wirklich, dass Murphy da dauerhaft eine Verstärkung sein kann.


Ich halte das Spiel gegen den Waldhof aufgrund der Spielweise und geringeren Gegnerqualität nicht für maßgeblich. Kunze konnte man lange genug anschauen, um zu sehen, dass sein progressives Passspiel zu wünschen übrig lässt, er kaum an den Strafraum nachrückt und wenn er es doch mal tut von dort weder für direkte noch für indirekte Torgefahr sorgen kann. Das zieht sich statistisch auch durch seine ganze Karriere.

Kunze ist im Wesentlichen ein konservativer 6er, der sehr gut vor der Abwehr abräumt und bei eigenem Ballbesitz vornehmlich Bälle von der einen Seite auf die andere oder in Richtung IV/Torwart verschiebt. Wenn er Platz hat, kommt auch mal ein guter Ball nach vorne, aber eben auch nur dann. Inbesondere kann er im Gegensatz zu Sahin Drucksituationen nicht konstruktiv auflösen, sondern muss immer den Sicherheitspass spielen.

Beste Grüße
Lullaby


Ich denke, die Beschreibung trifft es ziemlich genau, deswegen würde ich mir daher auch Veränderung auf der Position wünschen und warum ich Spieler wie Kunze auf dieser Position einfach nicht mehr für zeitgemäß halte. Dass er insgesamt aktuell wichtig für uns ist, glaube ich auch, aber glaube trotzdem, dass du mit einem anderen Spielertyp defensiv keine Abstriche machen musst, aber dafür für dein prinzipielles Aufbauspiel und die Spielkultur weiterentwickeln kannst.
Das wäre für mich halt der nächste Schritt in der Entwicklung und dafür fehlt es Kunze halt einfach an Skills. Für mich hast du vom Skillset mit Kunze im Prinzip einen 4. IV auf dem Platz, der "Vorstopper"-Vibes hat nicht mehr und nicht weniger.


Erschwerend kommt noch hinzu, dass mit Gyamfi sowie Elvedi jetzt auch nicht unbedingt die Ball sichersten Spieler dahinter spielen.
Was zur Folge hat das der Gegner eigentlich nur Rasmussen und Sahin respektieren muss im Spielaufbau, dass dann mit Haas auch noch ein zwar dynamischer Spieler, aber nicht unbedingt der kreativste Spieler genau vor Rasmussen spielt, macht das Ganze nicht unbedingt besser.
Meiner Meinung nach passt die ganze Kombination überhaupt nicht zusammen und wir schießen und damit im Moment selbst in den Schuh.
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