Bei bestem Willen kann ich ein Chelsea oder City nicht traditionsclubs nennen nur weil sie alt sind wenn sie das reine Produkt von Investoren sind. Ein Hoffenheim ist wie jeder andere Dorfclub auch mehrere Jahrzehnte alt, das macht die aber kein Traditionsclub.
Die Erfolge sind das reine Produkt vom disproportionalen Investment und nichts gewachsenes oder organisches.
So nervig United und Arsenal Fans sind mit ihrem Größenwahn so haben sie es sich verdient. Beide Vereine haben die letzten Jahre konstant Erfolge gefeiert (unabhängig was man vom modernen United hält). Das hat man sich verdient und ist so organisch zu einem Top Team in England mit großer fanbase geworden.
City und Chelsea sind nur große Marken wegen dem Geld.
Chelsea war früher nur einer der zig Viertel Vereine von London und wurden nur von den lokalen Schnöseln unterstützt. Jetzt sind sie eine globale Marke gleichauf mit United oder Arsenal.
Ohne Abramovich hätten sie weiterhin ein Londoner Traditionsclub wie QPR oder Millwall sein können aber jetzt ist es reiner Plastik. Sogar mehr wenn man bedenkt das Boehly und Co den Namen ändern wollen (was auch Abramovich wollte) um es besser als Londoner Klub zu vermarkten und es nur daran scheitert wegen einem abkommen was Abramovich unterzeichnet hat als er den Verein kaufte. Das ist eine pure Vermarktungsmaschine. Ergo Plastik
Genauso wie City, PSG, Hoffenheim, Leipzig, etc etc (und für mich auch Bayer und PSV, aber da schweige ich lieber sonst heulen die Bayer Fans wieder)
Danke, du kannst deine subjektive Meinung wenigstens in Worte fassen ohne in zu viele Phrasen zu verfallen. 👍️
Aus meiner Sicht lässt du dich zu sehr von den Symptomen ablenken als die Ursachen zu benennen.
In der Premier League ist so gut wie nichts "gesund gewachsen", dort war seit mitte der 90er nur die Frage, welche(r) Besitzer macht die Taschen weiter auf.
United z.B. hatte bis zu ihrem Titel '92/'93 auch 26 Jahre nicht viel gerissen (ich unterschlage hier FA Cups) und ist durch die damaligen Rekordtransfers von Cantona und Kean wieder Meister geworden. Die Class of '92 kam erst danach.
Arsenal hat in den letzten Jahren viel aber sicher nicht "konstant Erfolge gefeiert", außer du nimmst die Manschaftsentwicklung als Erfolg mit.
Dafür waren Chelsea und City in den Jahren einfach zu konstant und erfolgreich.
Chelsea war vor Abramovich schon ein Verein der immer zwischen den internationalen Plätzen und dem Mittelfeld gependelt ist, so viel gehört auch hier zur Warheit.
Und dann kommen wir zu einem Kern deiner Aussagen: "Ohne Abramovich hätten sie weiterhin ein Londoner Traditionsclub wie QPR oder Millwall sein können aber jetzt ist es reiner Plastik."
Ich gehe nur auf deine Beispiele ein, sonst wird die Liste zu lang.😅
Millwall gehört einem US Investor, der allerdings lieber Geld aus dem Verein zieht als zu investieren.
QPR ist in malaysischer Hand, auch hier das selbe, lieber Gewinne abschöpfen als zu investieren.
Wie du selbst festgestellt hast, kann kein Besitzer den Verein Chelsea umbenennen, da die Namensrechte bei den Fans liegen, dein Ausgangspunkt war falsch aber das Ergebnis korrekt.
Jeder Verein ist auf Vermarktung angewiesen selbst dein FC Barcelona (kein Angriff, nur ein Beispiel), das Station heißt "Spotify Camp Nou" und über den Gründer und Anteilseigner Daniel Ek reden wir lieber nicht.
Und jetzt zu meiner Ausgangsannahme, du arbeitest dich an den Symptomen eines komplett durchkomerzialisierten Sportes ab. Es sind nun einmal wir Fans, die das Ganze tragen, ob mit Trikotkäufen, Stadionbesuchen oder Live Übertragungen anschauen, die dieses System gefüttert und groß gemacht haben, damit es sich für Investoren und Spekulanten lohnt. Und es ist mittlerweile egal, ob wir von Frankreich (PSG und ihre Machenschaften) nach Deutschland (Bayern und der Kirch-Deal, der die Bundesliga kaputt gemacht hat), England (Investoren geführte Vereine) usw. schauen, das Bild ist überall gleich, nur die Zahlen sind etwas andere.
Ich weiss, Fussball ist emotional und ich mag gute Diskussionen, bei denen man etwas mitnimmt. Meinetwegen kannst du jeden Verein nutzen, solang Ton und Form gewart werden, Meinungen sind gut um auch einmal andere Blickwinkel annehmen zu können.
Eine Bitte hätte ich zum Abschluss, benutz doch bitte das Wort "Plastikclub" nicht mehr, das ist nicht nur dem Verein gegenüber Respektlos sondern auch den Spielern, Fans und den Mitarbeitenden.
Schönes Wochenende und danke für deinen Standpunkt.
In England und Italien auch bspw sind alle Vereine von Besitzern gegründet worden und hatten alle immer Besitzer.
Ein United oder Inter haben immer einen Besitzer gehabt, genauso in den erfolgreichen 60ern oder die unglücklichen 10ern. Das sind Länder wo die sportliche Kultur nunmal anders sind als in Deutschland oder Spanien wo die Ursprünge beim Vereinswesen liegen. Somit kann ich bei England natürlich nicht komplett Besitzer verdammen weil gab ja nie was anderes.
Wie gesagt Millwall, QPR, Chelsea, Arsenal und United haben alle Besitzer seit jeher.
Aber ein Millwall spielt trotzdem nicht CL und wird auch wohl nie CL spielen, weil das die natürliche Größe des Vereins ist. Ein QPR ist zwar eine alte Größe, aber die historische Entwicklung des Vereins und des englischen Fußballs allgemein ist es halt jetzt ein Zweitligist und nicht mehr.
United und Arsenal haben wir ja abgeklappert. Chelsea war wie die ersten beiden bis jemand so viel Geld reingesteckt hat, dass der englische und internationale Transfermarkt komplex verschoben wurden und all die finanziellen Regeln die wir aktuell haben kreiert werden mussten. Das ist ein ganz anderes Niveau als ein QPR oder United. DAS ist was Chelsea und City Plastik macht, nicht der Besitzer per se sondern die Struktur und wie diese erreicht wurde.
Und die Namens Geschick ist ein Beispiel dafür wie wenig die Besitzer der Verein selbst interessiert. Ohne dies würde Chelsea längst London irgendwas FC heißen.
Vermarktung gehört zum Fußball dazu klar, aber es gibt ein Unterschied zwischen wenn es nur ein Mittel ist und wenn es das einzige Ziel ist. Chelsea ist klar letzteres.
Und natürlich kann jeder unterstützen was er will, aber man muss dann auch Kritik über den Verein aushalten können. Wenn man es nicht ertragen kann wenn ein Plastik genannt wird dann ist das für mich nur ein Zeichen das man unterbewusst das gleiche denkt.








