Das deutsche Mittelfeld III
31.10.2011 - 13:31 Uhr
24.06.2016 - 19:01 Uhr
Bei Mesut Özil fehlt bei mir mittlerweile auch jegliches Verständnis.
Jeder der meint irgendwie seine Meinung über die deutsche Mannschaft kund zu geben (v.a. irgendwelche möchtegern Sportjournalisten in den Medien) fängt erstmal mit Boateng hammer, Neuer hammer, seit NIR auch Kimmich hammer und Müller trifft schon irgendwann an... Dann wird natürlich irgendein Kritikpunkt gesucht und immer wird zuerstmal Özil genannt! Auch wenn ich nicht viel von diesen Spielernoten halte, da die ja auch eine subjektive Meinung der Redakteure sind, aber in allen drei Spielen hat er von den vier nominellen Angreifern (RA, ZOM, LA, MS) die beste Note im Kicker gehabt - Zufall? Kickerliebling? Wohl eher nicht.
Wenn Scholl den Kroos nicht mit seiner Packing-Rate ins gute Licht gestellt hätte, wäre das beim "Querpass"-Toni dasselbe geworden. Mein Pa meinte doch allenernstes gegen NIR irgendwann in der 2HZ, dass vom Kroos heute auch nicht so viel kommen würde... und das denken leider immer noch zu viele.
Ich kann verstehen wenn einer sagt dieses Ballgeschiebe ist nicht meins, ich sehe lieber risikoreichen Konterfußball. Dann liegt das aber am Trainer und nicht an den Spielern. Ganz davon abgesehen, dass unsere aktuelle Spielanlage perfekt zur Mannschaft passt!
Jeder der meint irgendwie seine Meinung über die deutsche Mannschaft kund zu geben (v.a. irgendwelche möchtegern Sportjournalisten in den Medien) fängt erstmal mit Boateng hammer, Neuer hammer, seit NIR auch Kimmich hammer und Müller trifft schon irgendwann an... Dann wird natürlich irgendein Kritikpunkt gesucht und immer wird zuerstmal Özil genannt! Auch wenn ich nicht viel von diesen Spielernoten halte, da die ja auch eine subjektive Meinung der Redakteure sind, aber in allen drei Spielen hat er von den vier nominellen Angreifern (RA, ZOM, LA, MS) die beste Note im Kicker gehabt - Zufall? Kickerliebling? Wohl eher nicht.
Wenn Scholl den Kroos nicht mit seiner Packing-Rate ins gute Licht gestellt hätte, wäre das beim "Querpass"-Toni dasselbe geworden. Mein Pa meinte doch allenernstes gegen NIR irgendwann in der 2HZ, dass vom Kroos heute auch nicht so viel kommen würde... und das denken leider immer noch zu viele.
Ich kann verstehen wenn einer sagt dieses Ballgeschiebe ist nicht meins, ich sehe lieber risikoreichen Konterfußball. Dann liegt das aber am Trainer und nicht an den Spielern. Ganz davon abgesehen, dass unsere aktuelle Spielanlage perfekt zur Mannschaft passt!
25.06.2016 - 07:44 Uhr
Zitat von HessenBayern
Ich muss gestehen das ich bei der EM noch nicht viel gepflegten Konterfußball gesehen habe. Belgien ausgenommen. Vielleicht auch Ungarn. Größtenteils wurden die Bälle nach vorne gebolzt in der Hoffnung der gegnerische Verteidiger schläft oder ist nicht so schnell. Die Mittelfeldspieler fungierte als Verteidiger und konnten kein Aufbauspiel leisten. Siehe Nordirland. Furchtbar.
Da schau ich mir lieber gepflegtes Mittelfeldspiel an was übriges viel risikoreicher ist als das Konterspiel. Denn beim Konterspiel bleiben die Verteidiger tief stehen während das dominierende Mittelfeldspiel nur von technisch versierten Fußballern ausgeübt werden kann und die Verteidiger ziemlich hoch stehen.
Letztendlich stellt sich die Frage will ich Jürgen Drews oder Andrea Bocelli?

Zitat von 19Schnix25
.....Ich kann verstehen wenn einer sagt dieses Ballgeschiebe ist nicht meins, ich sehe lieber risikoreichen Konterfußball. Dann liegt das aber am Trainer und nicht an den Spielern. Ganz davon abgesehen, dass unsere aktuelle Spielanlage perfekt zur Mannschaft passt!
.....Ich kann verstehen wenn einer sagt dieses Ballgeschiebe ist nicht meins, ich sehe lieber risikoreichen Konterfußball. Dann liegt das aber am Trainer und nicht an den Spielern. Ganz davon abgesehen, dass unsere aktuelle Spielanlage perfekt zur Mannschaft passt!
Ich muss gestehen das ich bei der EM noch nicht viel gepflegten Konterfußball gesehen habe. Belgien ausgenommen. Vielleicht auch Ungarn. Größtenteils wurden die Bälle nach vorne gebolzt in der Hoffnung der gegnerische Verteidiger schläft oder ist nicht so schnell. Die Mittelfeldspieler fungierte als Verteidiger und konnten kein Aufbauspiel leisten. Siehe Nordirland. Furchtbar.
Da schau ich mir lieber gepflegtes Mittelfeldspiel an was übriges viel risikoreicher ist als das Konterspiel. Denn beim Konterspiel bleiben die Verteidiger tief stehen während das dominierende Mittelfeldspiel nur von technisch versierten Fußballern ausgeübt werden kann und die Verteidiger ziemlich hoch stehen.
Letztendlich stellt sich die Frage will ich Jürgen Drews oder Andrea Bocelli?


Das der Ballbesitzfußball für die Defensive deutlich gefährlicher ist, ist klar. Das Angriffsspiel ist beim Konter halt viel risikoreicher, da dabei schnell nach vorn gespielt wird.
Wenn ich so gute Spieler wie Spanien oder Deutschland habe, ist das Aufbauspiel mit Kurzpassspiel deutlich risikoärmer.
10.07.2016 - 15:43 Uhr
Quelle: www.sueddeutsche.de
"Özil war einer der besten Offensivspieler der EM"
Ex-Fußball-Profi Stefan Reinartz spricht im SZ-Interview über die Trends der EM, die Leistung der DFB-Elf - und darüber, warum er Mesut Özil für verkannt hält.
Interview mit Reinartz über sein EM-Fazit. Ex-Fußball-Profi Stefan Reinartz spricht im SZ-Interview über die Trends der EM, die Leistung der DFB-Elf - und darüber, warum er Mesut Özil für verkannt hält.
Zitat von SZ
Welcher Spieler hat Sie bei der EM am meisten beeindruckt?
Mesut Özil war für mich einer der besten Offensivspieler.
Wie bitte?
Lassen Sie mich das erklären, ich liebe das Thema. Özil polarisiert ohne Ende, aber nur in Deutschland - in England und Spanien wird er gefeiert. Er ist ja auch ein seltsamer Spieler: Viele Tore schießt er nicht, ein richtig guter Dribbler ist er auch nicht, und er ist auch nicht besonders schnell. Man fragt sich, wie er es schafft, so viele Tore vorzubereiten und so effektiv zu sein. Die Antwort: Er ist die beste Anspielstation. Über ihn sind bei der EM mit die meisten Gegenspieler überspielt worden, 66. Özils große Stärke ist das Raumverhalten zwischen den Linien. Da ist er der Beste der Welt. Für Zuschauer sieht das unspektakulär aus.
Welcher Spieler hat Sie bei der EM am meisten beeindruckt?
Mesut Özil war für mich einer der besten Offensivspieler.
Wie bitte?
Lassen Sie mich das erklären, ich liebe das Thema. Özil polarisiert ohne Ende, aber nur in Deutschland - in England und Spanien wird er gefeiert. Er ist ja auch ein seltsamer Spieler: Viele Tore schießt er nicht, ein richtig guter Dribbler ist er auch nicht, und er ist auch nicht besonders schnell. Man fragt sich, wie er es schafft, so viele Tore vorzubereiten und so effektiv zu sein. Die Antwort: Er ist die beste Anspielstation. Über ihn sind bei der EM mit die meisten Gegenspieler überspielt worden, 66. Özils große Stärke ist das Raumverhalten zwischen den Linien. Da ist er der Beste der Welt. Für Zuschauer sieht das unspektakulär aus.
11.07.2016 - 18:53 Uhr
Toller Link, Danke!
In das "Team of the tournament" hat es Özil aber nicht geschafft. Dafür ist Kroos dort vertreten.
In das "Team of the tournament" hat es Özil aber nicht geschafft. Dafür ist Kroos dort vertreten.
29.07.2016 - 11:07 Uhr
Einer der größten deutschen Mittelfeldstrategen tritt also zurück. Für mich war er nach Matthäus der Beste, den wir auf der Position je hatten.
Viele werden jetzt sagen: "Der Rücktritt kam zwei Jahre zu spät." Im Nachhinein ist das richtig! Auch wenn er schon seit 2013 vermehrt Probleme mit seinem Körper hatte, war 2014 allerdings noch nicht abzusehen wie der Fitnessverlauf bis zur EM 2016 aussieht. Zumal er in der Hinrunde gute Leistungen bei Manchester United gezeigt hat, die uns bei der EM sicherlich geholfen hätten.
Geschadet hat sein Einsatz bei der EM aber gewiss nicht! Bis auf Khedira, Kroos und Gündogan ist nämlich noch keiner zum Zeitpunkt der EM besser als er gewesen.
Sein Rücktritt ist für michjedenfalls mit seinen 31 Jahren ideal gewesen. Wenn er mit 29 abgetreten wäre, hätte vor zwei Jahren auch jeder aufgeschriehen - wie es auch bei Lahm und Mertesacker der Fall gewesen war!
Für mich ist Schweinsteiger eh ein besonderer Fall. Er hat in "meiner ersten Bundesligasaison" debütiert und war somit einer der ersten Spieler, von denen ich die komplette Karriere wahrgenommen habe. Das er jetzt mehr oder weniger von der großen Bühne abtritt - Manchester wird ja wahrscheinlich auch nichts mehr - ist schon sehr schockierend. Schockierend wie die Zeit vergeht. Es kommt mir vor als ob es gestern gewesen ist.
Viele werden jetzt sagen: "Der Rücktritt kam zwei Jahre zu spät." Im Nachhinein ist das richtig! Auch wenn er schon seit 2013 vermehrt Probleme mit seinem Körper hatte, war 2014 allerdings noch nicht abzusehen wie der Fitnessverlauf bis zur EM 2016 aussieht. Zumal er in der Hinrunde gute Leistungen bei Manchester United gezeigt hat, die uns bei der EM sicherlich geholfen hätten.
Geschadet hat sein Einsatz bei der EM aber gewiss nicht! Bis auf Khedira, Kroos und Gündogan ist nämlich noch keiner zum Zeitpunkt der EM besser als er gewesen.
Sein Rücktritt ist für michjedenfalls mit seinen 31 Jahren ideal gewesen. Wenn er mit 29 abgetreten wäre, hätte vor zwei Jahren auch jeder aufgeschriehen - wie es auch bei Lahm und Mertesacker der Fall gewesen war!
Für mich ist Schweinsteiger eh ein besonderer Fall. Er hat in "meiner ersten Bundesligasaison" debütiert und war somit einer der ersten Spieler, von denen ich die komplette Karriere wahrgenommen habe. Das er jetzt mehr oder weniger von der großen Bühne abtritt - Manchester wird ja wahrscheinlich auch nichts mehr - ist schon sehr schockierend. Schockierend wie die Zeit vergeht. Es kommt mir vor als ob es gestern gewesen ist.
29.07.2016 - 19:47 Uhr
Mit Schweinsteiger verlässt ein ganz Großer die Deutsche Nationalmannschaft. Wie es an anderer Stelle schon geschrieben wurde, ist er einer der Spieler, die den Aufschwung der Nationalmannschaft in den 2000ern entscheidend geprägt haben. 120 Länderspiele, zunächst als linker oder rechter Flügel, seit 2010 dann als ZM, wo er mir eindeutig besser gefallen hat. Hier kann man Van Gaal sicherlich ein Stück weit dankbar sein, dass er dieses Potenzial für das ZM in Schweinsteiger erkannt hat.
Neben der Anfangszeit um "Schweini" bleiben mir vor allem die Turniere 2010 und 2014 im Gedächtnis. 2010 war Schweinsteiger einer der überragenden Spieler des Turniers und 2014 hat er sich dann für den Deutschen Fußball unsterblich gemacht und wird nun in einer Reihe mit den anderen großen Stars der Deutschen Fußballgeschichte genannt werden, der auf und neben dem Platz ein entscheidender Faktor war.
Leider hat sein Körper seit einigen Jahren viele Probleme bereitet, die ihn sicherlich ordentlich zugesetzt haben. Alleine zu den letzten drei Turnieren konnte er nie top fit anreisen. Auch zwischen den Turnieren fehlte er häufig aufgrund von Verletzungen. Hätte sein Körper besser mitgespielt, wäre er in den letzten Jahren noch wertvoller gewesen und hätte nun vielleicht auch noch zwei gute Jahre vor sich gehabt.
So ist es die absolut richtige Entscheidung kürzer zu treten und den Platz im Nationalteam für die jungen Spieler frei zu machen.
Danke für die tolle Zeit und viele großartige Spiele im Nationaltrikot.
Neben der Anfangszeit um "Schweini" bleiben mir vor allem die Turniere 2010 und 2014 im Gedächtnis. 2010 war Schweinsteiger einer der überragenden Spieler des Turniers und 2014 hat er sich dann für den Deutschen Fußball unsterblich gemacht und wird nun in einer Reihe mit den anderen großen Stars der Deutschen Fußballgeschichte genannt werden, der auf und neben dem Platz ein entscheidender Faktor war.
Leider hat sein Körper seit einigen Jahren viele Probleme bereitet, die ihn sicherlich ordentlich zugesetzt haben. Alleine zu den letzten drei Turnieren konnte er nie top fit anreisen. Auch zwischen den Turnieren fehlte er häufig aufgrund von Verletzungen. Hätte sein Körper besser mitgespielt, wäre er in den letzten Jahren noch wertvoller gewesen und hätte nun vielleicht auch noch zwei gute Jahre vor sich gehabt.
So ist es die absolut richtige Entscheidung kürzer zu treten und den Platz im Nationalteam für die jungen Spieler frei zu machen.
Danke für die tolle Zeit und viele großartige Spiele im Nationaltrikot.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marcelinho1000 am 29.07.2016 um 19:54 Uhr bearbeitet
23.09.2016 - 14:36 Uhr
Michael Cox von Zonal Marking hält Özil für den einzigen verbliebenen Zehner der PL, weil er bei Arsenal noch eine "freie Rolle" ausfüllen darf:
But Ozil offers another interpretation. When such a selfless footballer and an intelligent user of space is given the freedom to go his own way, to play outside the rest of the team’s structure, he’s capable of bringing the attacks together in a manner that almost defies logic, that transcends tactics and organisation.
Peculiarly, English football has never before been blessed with so many players capable of playing a free role, yet arguably only Ozil is successfully playing that way for a major club at the moment. For the sake of tactical variety and individual brilliance, let’s hope he continues to shine.
But Ozil offers another interpretation. When such a selfless footballer and an intelligent user of space is given the freedom to go his own way, to play outside the rest of the team’s structure, he’s capable of bringing the attacks together in a manner that almost defies logic, that transcends tactics and organisation.
Peculiarly, English football has never before been blessed with so many players capable of playing a free role, yet arguably only Ozil is successfully playing that way for a major club at the moment. For the sake of tactical variety and individual brilliance, let’s hope he continues to shine.
08.10.2016 - 18:25 Uhr
Quelle: www.faz.net
Julian Weigl beim Nationalteam
„Man muss vorsichtig sein in diesem Geschäft“
Julian Weigl wird als Mittelfeldstratege beim BVB geschätzt. Er hat klare Vorstellungen über seinen Weg im Nationalteam und für das WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien.
Interview mit Julian Weigl „Man muss vorsichtig sein in diesem Geschäft“
Julian Weigl wird als Mittelfeldstratege beim BVB geschätzt. Er hat klare Vorstellungen über seinen Weg im Nationalteam und für das WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien.
Zitat von Weigl
Seitdem ich in Dortmund in diesem System spiele, ist Sergio Busquets mein Vorbild. Barcelona spielt ein ähnliches System, und Busquets hat darin eine zentrale Rolle. Zudem hat er eine ähnliche Statur. Er ist immer in den richtigen Räumen unterwegs, hat immer viele Ballkontakte und kurbelt das Spiel so an, wie ich das gerne beim BVB machen würde.
Seitdem ich in Dortmund in diesem System spiele, ist Sergio Busquets mein Vorbild. Barcelona spielt ein ähnliches System, und Busquets hat darin eine zentrale Rolle. Zudem hat er eine ähnliche Statur. Er ist immer in den richtigen Räumen unterwegs, hat immer viele Ballkontakte und kurbelt das Spiel so an, wie ich das gerne beim BVB machen würde.
11.10.2016 - 20:26 Uhr
Quelle: www.sueddeutsche.de
Das sportliche Karrierehoch von Mesut Özil hat mit einem neuen Rollenverständnis zu tun: Er ist nicht mehr bloß genialer Vorlagengeber, sondern auch Schwerarbeiter.
.....
12.10.2016 - 14:39 Uhr
Quelle: www.sueddeutsche.de
Es ging am Dienstagabend in Hannover um die Verwendung der Spieler Mesut Özil und İlkay Gündoğan, als Löw kurz vor Mitternacht meinte, er könne sich die beiden auch als Duo in der kreativen Zentrale vorstellen. "Sozusagen als Doppel-Zehn", sagte Löw und kicherte ein bisschen.
.....
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