Der Fall Ballack & die Kapitänsfrage
02.06.2010 - 14:37 Uhr
20.06.2011 - 12:42 Uhr
Sommerloch somewhere?
Wird Zeit, das der (Männer-)Fußball wieder losgeht.
Fragen über Fragen zum Thema Spieler vs. Verband:
Wer erinnert/weiß noch, wie eines der größten Talente des deutschen Fußballs im Streit oder so ähnlich in den 80ern mit dem DFB überworfen hat?
Stattdessen haben wir einen verhinderten Greenkeeper als späteren Leader bekommen....(naja WM 90 spricht ja für ihn)
Wie war das Ende DES deuschen Fußballers (Lichtgestalt!) in der N11? Oder des in seinem Schatten stehenden? Aber "aus der Tiefe des Raumes" bleibt!
Was bleibt beim berühmstesten Sohn Chemnitz'?
Redet irgendwer noch über Frings? (Außer SVW-Fans vielleicht)
Wird Zeit, das der (Männer-)Fußball wieder losgeht.
Fragen über Fragen zum Thema Spieler vs. Verband:
Wer erinnert/weiß noch, wie eines der größten Talente des deutschen Fußballs im Streit oder so ähnlich in den 80ern mit dem DFB überworfen hat?
Stattdessen haben wir einen verhinderten Greenkeeper als späteren Leader bekommen....(naja WM 90 spricht ja für ihn)
Wie war das Ende DES deuschen Fußballers (Lichtgestalt!) in der N11? Oder des in seinem Schatten stehenden? Aber "aus der Tiefe des Raumes" bleibt!
Was bleibt beim berühmstesten Sohn Chemnitz'?
Redet irgendwer noch über Frings? (Außer SVW-Fans vielleicht)
20.06.2011 - 12:42 Uhr
Zitat
Ich glaube auch nicht, dass es für die Mannschaft positiv wäre, wenn sich ein Ballack als Kaderspieler Nr. 17 oder 18 auf die Bank gesetzt hätte.
Das Medienecho, wenn er 90 Minuten auf der Bank sitzt kann sich jeder vorstellen!
Das ist sicher interessante Spekulationen wert.
Immerhin hat sich auch ein Oliver Kahn hinter Lehmann auf die Bank gesetzt.
Klar ist, dass Ballack sicher ein großes Ego hat - kein Wunder, Jahre lang war er der beste Deutsche Spieler und einzige ernstzunehmende Legionär.
Aber ich traue ihm zu, dass auch er sich zunächst hinten angestellt hätte, so viel Realitätsnähe kann man ihm mMn schon attestieren. Immerhin war er praktisch ein ganzes Jahr außer Gefecht. Man hätte ihn durch Einsätze wieder heranführen, jetzt die komplette Vorbereitung mit Bayer machen lassen und dann bspw. nach der Hinrude schauen können, wohin die Reise geht.
Das Problem ist doch, dass Ballack von vorn herein keien Chance mehr hatte. DAS finde ich so bitter. Da wird einer im Mai '10 weggegrätscht, alle sind empört, geschockt...und drei Monate später interessiert es keine Sau.
Das ist auch bitter für ihn selbst, und man tut ihm damit - was die Rekonvaleszenz angeht - auch keinen Gefallen.
Mit ehrlichem Vertrauen, einer kompletten Vorbereitung, der Bühne CL nächste Saison und einer ernsthaften Chance, hätte man dem ganzen eine völlig andere Note gegeben.
Klar ist allerdings auch, dass Löw das alles nicht wollte, da er offenbar ein (menschliches?) Problem mit Ballack hat, und ihn deshalb genau wie Kuranyi, Frings oder Hildebrandt vor die Tür gesetzt hat.
Ich glaube auch nicht, dass es für die Mannschaft positiv wäre, wenn sich ein Ballack als Kaderspieler Nr. 17 oder 18 auf die Bank gesetzt hätte.
Das Medienecho, wenn er 90 Minuten auf der Bank sitzt kann sich jeder vorstellen!
Das ist sicher interessante Spekulationen wert.
Immerhin hat sich auch ein Oliver Kahn hinter Lehmann auf die Bank gesetzt.
Klar ist, dass Ballack sicher ein großes Ego hat - kein Wunder, Jahre lang war er der beste Deutsche Spieler und einzige ernstzunehmende Legionär.
Aber ich traue ihm zu, dass auch er sich zunächst hinten angestellt hätte, so viel Realitätsnähe kann man ihm mMn schon attestieren. Immerhin war er praktisch ein ganzes Jahr außer Gefecht. Man hätte ihn durch Einsätze wieder heranführen, jetzt die komplette Vorbereitung mit Bayer machen lassen und dann bspw. nach der Hinrude schauen können, wohin die Reise geht.
Das Problem ist doch, dass Ballack von vorn herein keien Chance mehr hatte. DAS finde ich so bitter. Da wird einer im Mai '10 weggegrätscht, alle sind empört, geschockt...und drei Monate später interessiert es keine Sau.
Das ist auch bitter für ihn selbst, und man tut ihm damit - was die Rekonvaleszenz angeht - auch keinen Gefallen.
Mit ehrlichem Vertrauen, einer kompletten Vorbereitung, der Bühne CL nächste Saison und einer ernsthaften Chance, hätte man dem ganzen eine völlig andere Note gegeben.
Klar ist allerdings auch, dass Löw das alles nicht wollte, da er offenbar ein (menschliches?) Problem mit Ballack hat, und ihn deshalb genau wie Kuranyi, Frings oder Hildebrandt vor die Tür gesetzt hat.
20.06.2011 - 12:55 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Dem würde ich vollumfänglich zustimmen, aber auch eines ergänzen: Wenn der Trainer nicht in der Lage ist, einen "klassischen Führungsspieler" dieses Typus in eine neue Mannschaft zu integrieren, wenn dieser einen sportlichen Mehrwert verspricht, dann ist er ein schlechter Trainer bzw. abgeschwächter: ein schlechterer Trainer als er sein könnte. Gerade persönliche Eitelkeiten (wenn man das berüchtigte FAZ-Interview nimmt) sollten bezüglich des optimal besetzten Kaders eigentlich keine Rolle spielen. Stellt sich eben die Frage, welche Rolle Ballack im Team hatte und inwiefern der mayer-vorfeldersche Auftritt 2010 (mit Gartenstuhl am Trainingsplatz, wann war das, 2004?) sinnvoll war - ein Ego-Querulant wie Effenberg oder Basler oder ein de facto nicht teamfähiges Alphamännchen wie Roy Keane war er meiner Auffassung nach nie.
Natürlich kann der perfekte Trainer mit allen Charakteren umgehen und es gibt Abzüge zumindest in der B-Note, wenn er dies nicht kann. Dennoch gibt es wohl keinen Trainer auf der Welt, der nicht mit gewissen Charakteren besser zusammenarbeitet, als mit anderen oder ganz auf diese verzichtet, auch wenn diese sportlich dazu keinen Anlass geben. Die englischen Nationaltrainer, auch höchster Reputation, scheitern reihenweise daran ein vernünftiges homogenes Team um Gerrard und Lampard, zumindest zu Turnierzeiten, aufzubauen. Nicht das ich einen von beiden als schwierig erachte, aber es passt einfach nicht. Vielleicht ist es besser sich selbst auch einzugestehen, dass ich es eben nicht schaffen werde aus den besten Einzelspielern das beste Team zu formen, auch wenn das nicht perfekt ist, ist es mir lieber als dass Löw oder welcher Trainer auch inner, letztlich daran scheitert, nicht vorher reagiert zu haben. Langfristig arbeitende Vereinstrainer, machen dies schließlich auch, wenn Ferguson das Gefühl hat das Teamgefüge ist wegen Spieler X oder Y in Gefahr, wird er reagiern und das hat er auch schon zur Genüge getan und ist damit auch gut gefahren. Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)
Der Makel scheint mir doch eher ein relativer zu sein, denn ein absoluter, da in der Realität solche Trainer nicht existieren oder zumindest keineswegs besser abschneiden, als Trainer, die dies anders handhaben.
Dem würde ich vollumfänglich zustimmen, aber auch eines ergänzen: Wenn der Trainer nicht in der Lage ist, einen "klassischen Führungsspieler" dieses Typus in eine neue Mannschaft zu integrieren, wenn dieser einen sportlichen Mehrwert verspricht, dann ist er ein schlechter Trainer bzw. abgeschwächter: ein schlechterer Trainer als er sein könnte. Gerade persönliche Eitelkeiten (wenn man das berüchtigte FAZ-Interview nimmt) sollten bezüglich des optimal besetzten Kaders eigentlich keine Rolle spielen. Stellt sich eben die Frage, welche Rolle Ballack im Team hatte und inwiefern der mayer-vorfeldersche Auftritt 2010 (mit Gartenstuhl am Trainingsplatz, wann war das, 2004?) sinnvoll war - ein Ego-Querulant wie Effenberg oder Basler oder ein de facto nicht teamfähiges Alphamännchen wie Roy Keane war er meiner Auffassung nach nie.
Natürlich kann der perfekte Trainer mit allen Charakteren umgehen und es gibt Abzüge zumindest in der B-Note, wenn er dies nicht kann. Dennoch gibt es wohl keinen Trainer auf der Welt, der nicht mit gewissen Charakteren besser zusammenarbeitet, als mit anderen oder ganz auf diese verzichtet, auch wenn diese sportlich dazu keinen Anlass geben. Die englischen Nationaltrainer, auch höchster Reputation, scheitern reihenweise daran ein vernünftiges homogenes Team um Gerrard und Lampard, zumindest zu Turnierzeiten, aufzubauen. Nicht das ich einen von beiden als schwierig erachte, aber es passt einfach nicht. Vielleicht ist es besser sich selbst auch einzugestehen, dass ich es eben nicht schaffen werde aus den besten Einzelspielern das beste Team zu formen, auch wenn das nicht perfekt ist, ist es mir lieber als dass Löw oder welcher Trainer auch inner, letztlich daran scheitert, nicht vorher reagiert zu haben. Langfristig arbeitende Vereinstrainer, machen dies schließlich auch, wenn Ferguson das Gefühl hat das Teamgefüge ist wegen Spieler X oder Y in Gefahr, wird er reagiern und das hat er auch schon zur Genüge getan und ist damit auch gut gefahren. Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)
Der Makel scheint mir doch eher ein relativer zu sein, denn ein absoluter, da in der Realität solche Trainer nicht existieren oder zumindest keineswegs besser abschneiden, als Trainer, die dies anders handhaben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gaudino89 am 20.06.2011 um 12:59 Uhr bearbeitet
20.06.2011 - 13:09 Uhr
Zitat von Prince-Of-Wales:
Zitat
Ich glaube auch nicht, dass es für die Mannschaft positiv wäre, wenn sich ein Ballack als Kaderspieler Nr. 17 oder 18 auf die Bank gesetzt hätte.
Das Medienecho, wenn er 90 Minuten auf der Bank sitzt kann sich jeder vorstellen!
Das ist sicher interessante Spekulationen wert.
Immerhin hat sich auch ein Oliver Kahn hinter Lehmann auf die Bank gesetzt.
Klar ist, dass Ballack sicher ein großes Ego hat - kein Wunder, Jahre lang war er der beste Deutsche Spieler und einzige ernstzunehmende Legionär.
Aber ich traue ihm zu, dass auch er sich zunächst hinten angestellt hätte, so viel Realitätsnähe kann man ihm mMn schon attestieren. Immerhin war er praktisch ein ganzes Jahr außer Gefecht. Man hätte ihn durch Einsätze wieder heranführen, jetzt die komplette Vorbereitung mit Bayer machen lassen und dann bspw. nach der Hinrude schauen können, wohin die Reise geht.
Das Problem ist doch, dass Ballack von vorn herein keien Chance mehr hatte. DAS finde ich so bitter. Da wird einer im Mai '10 weggegrätscht, alle sind empört, geschockt...und drei Monate später interessiert es keine Sau.
Das ist auch bitter für ihn selbst, und man tut ihm damit - was die Rekonvaleszenz angeht - auch keinen Gefallen.
Mit ehrlichem Vertrauen, einer kompletten Vorbereitung, der Bühne CL nächste Saison und einer ernsthaften Chance, hätte man dem ganzen eine völlig andere Note gegeben.
Klar ist allerdings auch, dass Löw das alles nicht wollte, da er offenbar ein (menschliches?) Problem mit Ballack hat, und ihn deshalb genau wie Kuranyi, Frings oder Hildebrandt vor die Tür gesetzt hat.
Aber das ist doch der Punkt. Löw wollte nicht das Risiko eingehen, dass die Reintegration von Ballack nicht funktioniert. Natürlich hätte er das machen können, aber offensichtlich erschien ihm das Risiko des Scheiterns in Relation zum Mehrwert der zu erwartenden Leistungen als zu groß. Problematisch ist, dass sich das Ganze nun auf einer Ebene persönlicher Gekränktheit abspielt.
Ich kann die Enttäuschung Ballacks verstehen, letztlich verschlimmert jeder Tag in der Presse alles aber noch. Und wie das Team in schwierigen Situationen reagiert hätte, weiß ich nicht. Mit Kapitän Lahm, Stellvertreter und emotionalem Leader Schweinsteiger ist kein Platz mehrfür den sich selbst für den wahren und legitimen Kapitän haltenden Ballack, der wohl von der "Zecke" Lahm nicht die höchste Meinung haben dürfte (durchaus zu recht). Dennoch haben sich die Machtverhältnisse geändert und Ballack dürfte da recht isoliert daher kommen. Letztlich hat nach jetzigem Stand Lahm den Machkampf gewonnen.
Zitat
Ich glaube auch nicht, dass es für die Mannschaft positiv wäre, wenn sich ein Ballack als Kaderspieler Nr. 17 oder 18 auf die Bank gesetzt hätte.
Das Medienecho, wenn er 90 Minuten auf der Bank sitzt kann sich jeder vorstellen!
Das ist sicher interessante Spekulationen wert.
Immerhin hat sich auch ein Oliver Kahn hinter Lehmann auf die Bank gesetzt.
Klar ist, dass Ballack sicher ein großes Ego hat - kein Wunder, Jahre lang war er der beste Deutsche Spieler und einzige ernstzunehmende Legionär.
Aber ich traue ihm zu, dass auch er sich zunächst hinten angestellt hätte, so viel Realitätsnähe kann man ihm mMn schon attestieren. Immerhin war er praktisch ein ganzes Jahr außer Gefecht. Man hätte ihn durch Einsätze wieder heranführen, jetzt die komplette Vorbereitung mit Bayer machen lassen und dann bspw. nach der Hinrude schauen können, wohin die Reise geht.
Das Problem ist doch, dass Ballack von vorn herein keien Chance mehr hatte. DAS finde ich so bitter. Da wird einer im Mai '10 weggegrätscht, alle sind empört, geschockt...und drei Monate später interessiert es keine Sau.
Das ist auch bitter für ihn selbst, und man tut ihm damit - was die Rekonvaleszenz angeht - auch keinen Gefallen.
Mit ehrlichem Vertrauen, einer kompletten Vorbereitung, der Bühne CL nächste Saison und einer ernsthaften Chance, hätte man dem ganzen eine völlig andere Note gegeben.
Klar ist allerdings auch, dass Löw das alles nicht wollte, da er offenbar ein (menschliches?) Problem mit Ballack hat, und ihn deshalb genau wie Kuranyi, Frings oder Hildebrandt vor die Tür gesetzt hat.
Aber das ist doch der Punkt. Löw wollte nicht das Risiko eingehen, dass die Reintegration von Ballack nicht funktioniert. Natürlich hätte er das machen können, aber offensichtlich erschien ihm das Risiko des Scheiterns in Relation zum Mehrwert der zu erwartenden Leistungen als zu groß. Problematisch ist, dass sich das Ganze nun auf einer Ebene persönlicher Gekränktheit abspielt.
Ich kann die Enttäuschung Ballacks verstehen, letztlich verschlimmert jeder Tag in der Presse alles aber noch. Und wie das Team in schwierigen Situationen reagiert hätte, weiß ich nicht. Mit Kapitän Lahm, Stellvertreter und emotionalem Leader Schweinsteiger ist kein Platz mehrfür den sich selbst für den wahren und legitimen Kapitän haltenden Ballack, der wohl von der "Zecke" Lahm nicht die höchste Meinung haben dürfte (durchaus zu recht). Dennoch haben sich die Machtverhältnisse geändert und Ballack dürfte da recht isoliert daher kommen. Letztlich hat nach jetzigem Stand Lahm den Machkampf gewonnen.
20.06.2011 - 14:00 Uhr
Zitat von Hiro:
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
20.06.2011 - 14:01 Uhr
Zitat von Gaudino89:
Aber das ist doch der Punkt. Löw wollte nicht das Risiko eingehen, dass die Reintegration von Ballack nicht funktioniert. Natürlich hätte er das machen können, aber offensichtlich erschien ihm das Risiko des Scheiterns in Relation zum Mehrwert der zu erwartenden Leistungen als zu groß. Problematisch ist, dass sich das Ganze nun auf einer Ebene persönlicher Gekränktheit abspielt.
Genau das ist es! Eine Berufung Ballacks ins Team hätte sportlich nichts gebracht!
An einem fitten Duo Schweinsteiger - Khedira kommt er nicht mehr vorbei.
Die vergangenen Quali-Spiele gegen Österreich und Aserbaidschan hatten sportlich nicht mehr den wichtigen Wert um solch ein Risiko einzugehen. So konnte Löw mit dem Personal, mit dem er die nächsten Jahre plant, das ein oder andere Expiriment wagen.
Wozu also einen Ballack ins Team berufen, 90 Minuten auf die Bank setzen und anschließend tagelang die Fragen nach dem "Warum hat er nicht gespielt?" beantworten.
Hier haben sich im Endeffekt beide Parteien gründlich ins Knie geschossen! Der DFB bzw. Löw, da man so lange mit der Entscheidung (die quasi jeder im Vorfeld erahnen konnte) gezögert hat. Einem Spieler wie Ballack hätte man viel früher reinen Wein einschenken müssen, soviel Offenheit hätte er verdient.
Anderseits ist Ballack ein verletzungsanfälliger Mit-30er, der in den letzten 2-3 Jahren einiges an Qualität verloren hat. Ich hätte ihm ein bisschen mehr Realitätssinn zugetraut. Er hätte schon längst seinen Rücktritt aus der N11 verkünden sollen.
Zudem sind die Zeiten, in denen einzelne Spieler als Gesicht der Mannschaft vorangehen fast vorbei. Die Verantwortung wird auf mehreren Schultern verteilt.
Mannschaften wie Spanien international oder auch der BVB national haben das erfolgreich vorgemacht!
Auch hier gehört Ballack zu einer aussterbenden Gattung.
Aber das ist doch der Punkt. Löw wollte nicht das Risiko eingehen, dass die Reintegration von Ballack nicht funktioniert. Natürlich hätte er das machen können, aber offensichtlich erschien ihm das Risiko des Scheiterns in Relation zum Mehrwert der zu erwartenden Leistungen als zu groß. Problematisch ist, dass sich das Ganze nun auf einer Ebene persönlicher Gekränktheit abspielt.
Genau das ist es! Eine Berufung Ballacks ins Team hätte sportlich nichts gebracht!
An einem fitten Duo Schweinsteiger - Khedira kommt er nicht mehr vorbei.
Die vergangenen Quali-Spiele gegen Österreich und Aserbaidschan hatten sportlich nicht mehr den wichtigen Wert um solch ein Risiko einzugehen. So konnte Löw mit dem Personal, mit dem er die nächsten Jahre plant, das ein oder andere Expiriment wagen.
Wozu also einen Ballack ins Team berufen, 90 Minuten auf die Bank setzen und anschließend tagelang die Fragen nach dem "Warum hat er nicht gespielt?" beantworten.
Hier haben sich im Endeffekt beide Parteien gründlich ins Knie geschossen! Der DFB bzw. Löw, da man so lange mit der Entscheidung (die quasi jeder im Vorfeld erahnen konnte) gezögert hat. Einem Spieler wie Ballack hätte man viel früher reinen Wein einschenken müssen, soviel Offenheit hätte er verdient.
Anderseits ist Ballack ein verletzungsanfälliger Mit-30er, der in den letzten 2-3 Jahren einiges an Qualität verloren hat. Ich hätte ihm ein bisschen mehr Realitätssinn zugetraut. Er hätte schon längst seinen Rücktritt aus der N11 verkünden sollen.
Zudem sind die Zeiten, in denen einzelne Spieler als Gesicht der Mannschaft vorangehen fast vorbei. Die Verantwortung wird auf mehreren Schultern verteilt.
Mannschaften wie Spanien international oder auch der BVB national haben das erfolgreich vorgemacht!
Auch hier gehört Ballack zu einer aussterbenden Gattung.
20.06.2011 - 14:11 Uhr
Zitat von Gaudino89:
Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)Richtig, Hitzfeld hatte seine absolute Stärke darin, Starensembles menschlich zusammenzuhalten. Auf der anderen Seite hätte man seinen Mannschaften selten Etiketten wie "zukunftsweisender Fußball" aufgeklebt, und er war eher ein Verwalter von Starensembles, als ein leidenschaftlicher Talententwickler.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es halt auch bei Trainern nicht.
Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)Richtig, Hitzfeld hatte seine absolute Stärke darin, Starensembles menschlich zusammenzuhalten. Auf der anderen Seite hätte man seinen Mannschaften selten Etiketten wie "zukunftsweisender Fußball" aufgeklebt, und er war eher ein Verwalter von Starensembles, als ein leidenschaftlicher Talententwickler.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es halt auch bei Trainern nicht.
20.06.2011 - 14:13 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von Hiro:
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
Ich fands auch doof das sich Frings und Ballack weder im Halbfinale gegen Italien noch im Finale gegen Spanien gegen die Niederlagen gestemmt haben.
Ich hätte es ihnen zugetraut, aber sie sind wohl noch nicht so weit. Und es ist super wie sie jetzt über die Presse eskalieren und endlich mal die Wahrheit sagen.
Zitat von Hiro:
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
Ich fands auch doof das sich Frings und Ballack weder im Halbfinale gegen Italien noch im Finale gegen Spanien gegen die Niederlagen gestemmt haben.
Ich hätte es ihnen zugetraut, aber sie sind wohl noch nicht so weit. Und es ist super wie sie jetzt über die Presse eskalieren und endlich mal die Wahrheit sagen.
20.06.2011 - 14:39 Uhr
Zitat von El_Jogi:
Zitat von Gaudino89:
Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)Richtig, Hitzfeld hatte seine absolute Stärke darin, Starensembles menschlich zusammenzuhalten. Auf der anderen Seite hätte man seinen Mannschaften selten Etiketten wie "zukunftsweisender Fußball" aufgeklebt, und er war eher ein Verwalter von Starensembles, als ein leidenschaftlicher Talententwickler.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es halt auch bei Trainern nicht.
Einerseits richtig, andererseits hat Hitzfeld auch ein Management, dass dann die unangenehme Aufgabe mit übernimmt, verdiente Spieler zu verabschieden. Das musste auch beim FCB wahrlich nicht immer in trauter Harmonie ablaufen, siehe zB Effenberg, Elber oder Helmer. Ab von "Blasengel"-Folklore ist sicher Thomas Helmer ein interessantes Beispiel. Der war nicht nur lange Abwehrchef, sondern auch drei Jahre Kapitän beim FCB. Hitzfeld hatte aber aus Urzeiten noch eine Rechnung mit ihm offen (Stichwort Auxerre), hat ihn als Kapitän nie abgesetzt, sondern eben nur immer öfter auf die Bank gesetzt. Und, als Libero Matthäus altersmüde gegen Manchester 1999 vom Platz schlich, hat Hitzfeld wen gebracht? Nicht Helmer, sondern Torsten Fink (Karma is a bitch. Helmer wäre wahrscheinlich in der Lage gewesen, einen Befreiungsschlag hinzubekommen)
Zitat von Gaudino89:
Ehrlich geagt fällt mir fast kein Trainer ein, der es regelmäßig und erfolgreich geschafft hat große Mannschaften aufzubauen ohne auch vermeintlich bessere Spieler dafür zu entsorgen oder links liegen zu lassen. (Hitzfeld? der konnte sich sehr gut mit allem und jedem arrangieren)Richtig, Hitzfeld hatte seine absolute Stärke darin, Starensembles menschlich zusammenzuhalten. Auf der anderen Seite hätte man seinen Mannschaften selten Etiketten wie "zukunftsweisender Fußball" aufgeklebt, und er war eher ein Verwalter von Starensembles, als ein leidenschaftlicher Talententwickler.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es halt auch bei Trainern nicht.
Einerseits richtig, andererseits hat Hitzfeld auch ein Management, dass dann die unangenehme Aufgabe mit übernimmt, verdiente Spieler zu verabschieden. Das musste auch beim FCB wahrlich nicht immer in trauter Harmonie ablaufen, siehe zB Effenberg, Elber oder Helmer. Ab von "Blasengel"-Folklore ist sicher Thomas Helmer ein interessantes Beispiel. Der war nicht nur lange Abwehrchef, sondern auch drei Jahre Kapitän beim FCB. Hitzfeld hatte aber aus Urzeiten noch eine Rechnung mit ihm offen (Stichwort Auxerre), hat ihn als Kapitän nie abgesetzt, sondern eben nur immer öfter auf die Bank gesetzt. Und, als Libero Matthäus altersmüde gegen Manchester 1999 vom Platz schlich, hat Hitzfeld wen gebracht? Nicht Helmer, sondern Torsten Fink (Karma is a bitch. Helmer wäre wahrscheinlich in der Lage gewesen, einen Befreiungsschlag hinzubekommen)
20.06.2011 - 15:05 Uhr
Zitat von jim_nihilist:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von Hiro:
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
Ich fands auch doof das sich Frings und Ballack weder im Halbfinale gegen Italien noch im Finale gegen Spanien gegen die Niederlagen gestemmt haben.
Ich hätte es ihnen zugetraut, aber sie sind wohl noch nicht so weit. Und es ist super wie sie jetzt über die Presse eskalieren und endlich mal die Wahrheit sagen.
Scheinbar hast du die Spiele entweder nicht gesehen oder schlecht in Erinnerung - gegen Italien habe ich eine Niederlage gesehen, mit der ich leben kann, gerade weil man super gekämpft hat! Als Gedächtnisstütze ein Auszug aus einem Spielbericht (Focus online):
Zitat
Ab der 65. Minute kam die deutsche Nationalelf wieder besser ins Spiel – über den Kampf. Ein paar gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld genügten, um neues Selbstbewusstsein zu tanken.
Im EM-Finale war Ballack dann leider nicht dabei. Wie dem auch sei - eine der traurigsten Erfahrungen war eben das Halbfinale gegen Spanien - da gab es keinerlei aufbäumen, keinen Kampf und keinen Siegeswillen. Ob es mit Ballack anders gewesen wäre? Kann ich dir nicht sagen - aber aus der Erfahrung können solche Spiele die Impulse geben, die eine psychisch gelähmte Mannschaft in einer solchen Situation braucht.
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von Hiro:
Irgendwas ist da total schiefgelaufen. Es ist von beiden Seiten ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel, was da auf dem Rücken der grandiosen Entwicklung der N11 in den letzten Jahren ausgetragen wird. Ich will, dass das aufhört!
Aus meiner Sicht ist es absolut überfällig, dass es im "Gebilde Nationalmannschaft" mal gehörig eskaliert... Das darf nicht aufhören - jetzt kann auch sämtlich andere schmutzige Wäsche auf den Tisch. Vielleicht hat ja auch einer von Yogis Schäfchen endlich mal den Mumm den Mund aufzumachen und seinem Käptain zur Seite zu stehen. Es gibt nicht einen einzigen Leader mehr in der Mannschaft - niemand, der sich gegen eine Niederlage stemmen könnte. Es sind zwar einige im Kader, denen ich das in Zukunft zutraue - aber diese Zeit ist noch nicht reif.
In dem Sinne: Mögen die Spiele weitergehen!
Ich fands auch doof das sich Frings und Ballack weder im Halbfinale gegen Italien noch im Finale gegen Spanien gegen die Niederlagen gestemmt haben.
Ich hätte es ihnen zugetraut, aber sie sind wohl noch nicht so weit. Und es ist super wie sie jetzt über die Presse eskalieren und endlich mal die Wahrheit sagen.
Scheinbar hast du die Spiele entweder nicht gesehen oder schlecht in Erinnerung - gegen Italien habe ich eine Niederlage gesehen, mit der ich leben kann, gerade weil man super gekämpft hat! Als Gedächtnisstütze ein Auszug aus einem Spielbericht (Focus online):
Zitat
Ab der 65. Minute kam die deutsche Nationalelf wieder besser ins Spiel – über den Kampf. Ein paar gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld genügten, um neues Selbstbewusstsein zu tanken.
Im EM-Finale war Ballack dann leider nicht dabei. Wie dem auch sei - eine der traurigsten Erfahrungen war eben das Halbfinale gegen Spanien - da gab es keinerlei aufbäumen, keinen Kampf und keinen Siegeswillen. Ob es mit Ballack anders gewesen wäre? Kann ich dir nicht sagen - aber aus der Erfahrung können solche Spiele die Impulse geben, die eine psychisch gelähmte Mannschaft in einer solchen Situation braucht.
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