FC Augsburg für Abschaffung des Videobeweises – Fan-Proteste im DFB-Pokal geplant
Angesichts der geplanten Protestaktionen gegen den Videobeweis im Profifußball am kommenden Wochenende bekommt die Fanszene Unterstützung vom Bundesligisten FC Augsburg. „Wir können die Sichtweise der Fans nachvollziehen, weil wir dies in vielen Punkten ähnlich empfinden“, wird FCA-Geschäftsführer Michael Ströll im „Kicker“ zitiert.
[...]Anstatt sich also ständig im Kreis zu drehen ob der VAR gehen soll oder nicht wäre es doch viel konstruktiver, versuchen den VAR zu verbessern und die bekannten Probleme auszumerzen, die Prozesse zu beschleunigen und "gleichere" Entscheidungen zu finden.
Gibt ja genügend gute Ideen (Challengesystem durch Trainer, simplere Automatismen über KI wie bei der WM eingeführte Ecken,Abstöße, ...)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shaq4President am 21.08.2026 um 08:51 Uhr bearbeitet Dazu kommt dann die irgendwie immer unterschiedliche Linie. Mal meldet sich der Keller wegen einer Kleinigkeit und mal werden offensichtliche Fehlentscheidungen nicht korrigiert. Der Schiri sieht manches eben nicht und dann falsch zu liegen ist okay. Aber wenn da 3 Leute auf zig Bildschirme mit zig Kamerapositionen starren, dann muss das immer zu 100% richtig sein. Sonst braucht man den Zirkus nicht.
Am schlimmsten aber finde ich mittlerweile die Umsetzung bei Abseits. Die Regel wurde ja mal sicher eingeführt, damit keine sichtbaren großen Vorteile entstehen und Angreifer nicht irgendwo lauern im Raum hinter der Abwehr. Es ist ja super, dass hier Fehler reduziert werden, aber ich glaube niemand ist zufrieden damit wenn wirklich Millimeterentscheidungen mittlerweile Tor-kein Tor ausmachen. Was früher gleiche Höhe war, wird heute bis zu Tode analysiert. Dann wird es plötzlich Abseits, weil deine Schulter, mit der du nicht mal das Tor erzielt hast, minimal vor dem Bein des Verteidigers stehst. Niemand kann mir sagen, dass diese Millimeter, die tlw Abseits bedeuten, wirklich im Sinne der Abseits- und damit einer Vorteilssituation liegen. Abseits sollte wieder zu dem zurückkehren was es mal war: du schaust auf den Bildschirm und siehst es auf dem 1. oder 2. Blick oder eben nicht, keine Linie, keine Automatik. So würden es auch Linienrichter machen.
Es muss sich was ändern. Ich finde nicht, der VAR gehört abgeschafft, gerade die 1. Pokalrunde wird das wieder beweisen, weil zu viel Fehler passieren werden wie letztes Jahr, es muss allerdings was passieren. Ich hoffe mehr Vereine wagen den Vorstoß, sodass es endlich Änderungen gibt. Das Regelwerk im Fussball muss wieder simpler werden, es kann nicht jedes Jahr gefühlt neue Handregeln geben, die alles nur komplizierter machen. Ich sitze mittlerweile vor dem TV und kann nicht mehr nachvollziehen wann etwas strafbares Hand ist und was nicht. In anderen Sportarten, die hier immer wegen Challenge genommen werden, hast du solche komplexen Themen nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fujitora am 21.08.2026 um 09:19 Uhr bearbeitet Es ist unbestreitbar, dass der VAR großen Nutzen hat in vielen Situationen. Genau so unbestreitbar ist es, dass die aktuelle Umsetzung nicht optimal ist. Heißt das man sollte den VAR komplett abschaffen? Nein. Heißt das man sollte dem VAR totale Kontrolle geben? Ebenfalls Nein. Der Sweet Spot liegt für mich offensichtlich irgendwo zwischen diesen Extremen.
Es gibt meiner Meinung nach mehrere gute Optionen. Eine wäre es den Aufgabenbereich des VAR klar einzugrenzen. In Bezug auf Schwalben, Tätlichkeiten und sonstige Unsportlichkeiten hat man meiner Meinung nach schon sehr positive Effekte erzielt.
Eine andere Option wäre die den Trainern, wie in anderen Sportarten, die Möglichkeit zu geben bei gewissen Situationen (Tor, Elfmeter, rote Karte) innerhalb eines gewissen Zeitfensters einen Protest einzulegen. Die Anzahl dieser Protest-Optionen ist begrenzt und reduziert sich bei ungerechtfertigtem Protest.
Und auch wenn es vielleicht aus emotionaler Sicht schön wäre, was da gepfiffen oder eben nicht gepfiffen wurde, hält man eigentlich nicht aus.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borussenherz am 21.08.2026 um 09:25 Uhr bearbeitet Die Diskussion sollte daher jetzt nicht lauten "Wie kriegen wir den VAR wieder abgeschafft?" sondern "Wie verbessern wir ihn und machen ihn fairer, wie schaffen wir es die Prozesse schneller und objektiver zu gestallten?". Und hierfür gibt es ja gerade für diese Saison einen ganzen Katalog an Ideen, die teilweise schon bei der WM eingeprobt wurden. Ich würde dem Prozess vertrauen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DeMarla am 21.08.2026 um 09:44 Uhr bearbeitet Statistiken lügen nicht, VAR liegt öfter richtig als falsch.
Problem hier ist die Auslegung: Entscheidungen dürfen nicht von Spiel zu Spiel variieren.
Definitiv, das wollen die Gegner aber nicht sehen.
Natürlich behält man es länger im Kopf, wenn dem eigenen Team zu Unrecht das entscheidene Tor verwehrt wird, oder es eine lächterliche Rote Karte für das eigene Team gab. Dabei wird aber oft vergessen, dass es durchaus auch immer mal wieder andersherum ist. Das vergisst man allerdings schneller, weil es für einen selber nicht so emotional aufgeladen ist.
Fakt ist, insgesamt macht der VAR den Fußball fairer, wie du passend schon geschrieben hast. Und ich habe lieber einen faireren Sport, gerade wenn man sich überlegt um wie viel Geld es geht. Und sind wir uns mal ganz ehrlich, wollen wir wieder in eine Zeit von Wembleytoren und Stefan Kiesling Phantomtoren zurückkehren?
Keiner freut sich, wenn der eigene Spieler vermeindlich 3 Millimeter im Abseits war und das Tor zurückgenommen wird, aber noch weniger Leute freuen sich, wenn er 3 Meter im Abseits war und der Schiedsrichter keine Möglichkeit hat diesen Fehler zu korrigieren. Wenn hier noch die Objektivität verbessert wird, sind die Argumente für den VAR rational einfach um Welt besser als jene, die gegen ihn sprechen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DeMarla am 21.08.2026 um 09:56 Uhr bearbeitet Habe mir die Tage immer mal wieder Bundesliga Classics aus den frühen 2000ern angesehen, wo es auch noch keine Torlinientechnik gab.
Und auch wenn es vielleicht aus emotionaler Sicht schön wäre, was da gepfiffen oder eben nicht gepfiffen wurde, hält man eigentlich nicht aus.
Ganz genau so ist es. Der VAR hat den Fußball verbessert, nachdem die Schiedsrichterleistungen ohne technische Hilfsmittel teilweise bodenlos miserabel waren und ganze Spiele, Punkte und damit auch Titel fehlentschieden wurden.
Ich will nicht mehr in die Diskussionen am Montagmorgen zurückkehren, wo Fans zwei aufeinander getroffenen Mannschaften sich gegenseitig vorhalten und aufrechnen welche falsche Schiedsrichterentscheidung aus roter Karte, ungerechtfertigtem Abseits und krasse Schwalbe das Spiel entschieden hat, weil eigentlich das Ergebnis ja anders hätte ausgehen müssen.
Dennoch muss viel am bestehenden System ausgebaut und transparenter gestaltet werden. Wenn hinterher wieder eine DFL sich nach einem Spieltag irgendetwas zurecht fantasiert und die Realität kaputt halluziniert um krass offensichtliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu decken, verliert man irgendwann tatsächlich mit den Fans die Basis dieses Sports.
Aber anstatt Verbesserungspunkte vorzuschlagen, möchte man wieder alles einreißen. Und dann?
Dann kannst du mit deinen Emotionen dich freuen, wenn der Schiri mit Fehlern deinem Team das Spiel, den Pokal oder den Klassenerhalt/Aufstieg kostet.
Dann spürst du Emotionen, Emotionen allerdings, die auf einem klaren Regelverstoß beruhen, der nicht geahndet wird, und die deshalb keine echten Fußballemotionen sind, sondern nur Frust über mangelnde Integrität.
Du wirst den Sport nicht zu 100 Prozent gerecht machen können, das ist klar.
Dafür hat man den VAR auch nicht eingeführt, denn sonst würde er jede kleine Spielaktion überprüfen müssen und Schiedsrichter wären auf dem Feld nicht mehr nötig.
Und selbst dann würdest du nicht alles gerecht entscheiden können.
Es wird darüber gesprochen, dass man das Problem von der Diskussion über Schiedsrichterentscheidungen zur Diskussion über den Videoschiedsrichter verlagert hat.
Das ist eine berechtigte Kritik, nur wird nicht darüber gesprochen, wie viele Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen der VAR uns erspart hat, indem sie Situationen richtig entschieden haben, ein klassischer Availability Bias, bei dem die eine skandalöse VAR-Szene hängen bleibt und die vielen korrekt korrigierten Fälle unterschlagen werden.
Die echten Probleme liegen in den Grauzonen bei Handspiel und Fouls, in zu langen Überprüfungen, mangelnder Transparenz im Stadion und einer teilweise übertriebenen Mikroskop-Mentalität bei Abseits usw..
Viel eher sollte man genau diese Problempunkte in den Entscheidungen beleuchten und angehen, klarere Protokolle schaffen, die Schwelle des „klaren und offensichtlichen Fehlers“ strenger handhaben, die Kommunikation verbessern und die Anwendung konsequenter machen, anstatt wieder alles einzureißen und das Kind mit dem Bade auszuschütten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DerJogi am 21.08.2026 um 11:36 Uhr bearbeitet 






