Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Es ist einmal mehr hocherstaunlich, welche Wellen es schlägt, wenn ein privater Fernsehsender, der seine Randsendezeit füllen will, auf dürftigster Informations- und Beweislage etwas in die Welt setzt. Zwar verstehen die wenigsten etwas von der Materie, haben auch keine weitergehenden Informationen, nehmen den Ball aber gerne auf und schreiben Zeitungen, Internetforen und Sonstiges voll. Weil auch mir sowohl Sachkompetenz als auch Detailinfos fehlen, habe ich bislang den Mund gehalten.
Wenn ich jetzt allerdings Uns-Fritzchen höre oder solch ein Seicht-Geschwätz
http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/1fc-kaiserslautern-pleite-oder-nicht-1390771/
lesen muß, erlaube ich mir doch, kurz zwei oder drei Sätze anzumerken:
1. Grundlage des RTL-Berichtes:
Das Nachtjournal berichtet über 20 Minuten. Die enthaltene Information ist in einem Satz zusammenzufassen, der da lautet:
"Die Stadt hat die Stadionpachten Februar bis Juni 2008 angemahnt."
Damit erschöpft sich die sachliche Information und selbst das ist unkorrekt formuliert. Denn gemahnt hat wohl die Stadiongesellschaft als Inhaberin der Pachtzinsforderung.
2. Schlussfolgerung des Berichts:
"Der FCK war wahrscheinlich insolvent und hätte daher Insolvenzantrag stellen müssen."
Mehrere Mahnungen -> Insolvenzantrag!
Wäre die Welt so einfach, gäbe es deutlich mehr Arbeitslose in Deutschland. Eine ganze Reihe Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Richter hätten nichts mehr zu tun.
Es ist durchaus richtig, dass die Zahlungsunfähigkeit einer der Insolvenzgründe ist. Wir schauen in § 17 InsO:
"Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. "
Bereits der schlichte Gestzestext zeigt, dass es nicht ausreichend ist, dass einzelne Rechnungen nicht bezahlt werden. Ausschlaggebend ist vielmehr eine sog. Liquiditätsbilanz. Hier sind die "verfügbaren liquiden Mittel" den fälligen Zahlungsverpflichtungen gegenüber zu stellen.
Zu den in der Liquiditätsbilanz anzusetzenden verfügbaren liquiden Mitteln gehören aber nicht nur das Barvermögen, also zB Bankguthaben und Kassenbestand, sondern auch "kurzfristig verwertbare Vermögensbestandteile". Das sind solche Finanzmittel, die in absehbarer Zeit beschafft werden können, d.h. insbesondere eigene Forderungen, die innerhalb der nächsten 3 Wochen bis 1 Monat fällig werden und tatsächlich zu erwarten sind (wer es genau wissen will: BGH, Urteil vom 3. 12. 1998 - IX ZR 313-97 - Fundstelle z.B. NJW 1999, 645).
Fritzchen Grünewalt dürfte Derartiges schon einmal gehört haben; jedenfalls ähnelte seine Rechtfertigung zur zweckfremden Antastung der Fananleihe (erwartete Fernsehgelder) stark der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum § 17 Abs. 1 InsO. Davon weiß er mittlerweile offensichtlich nichts mehr, wenn er nun in das RTL-Mikrofon hineinplappert, das Vorliegen von Mahnungen "der Stadt" sei ein ernsthaftes Anzeichen für die Erforderlichkeit eines Insolvenzantrages o.ä.
Welche finanziellen Mittel dem FCK damals zur Verfügung standen und welche Gelder in den jeweils nächsten Wochen zu erwarten waren, interessiert keinen der Berichterstatter und auch nicht unseren ehemaligen Finanzvorstand. Wer sich aber die Müche macht und den RTL-Bericht mehrmals anschaut, der wird ab ca. min 19:40 erkennen, dass keineswegs irgendwann einmal die Pachtzinsen Februar bis Juni oder auch nur zwei Monatspachten angemahnt wurden. Bei genauem Hinsehen ist eindeutig zu erkennen, dass sich jede Mahnung jeweils nur auf eine Monatspacht bezieht. Das bedeutet: selbst wenn die einzelnen Zahlungen deshalb verspätet erfolgten, weil der FCK damals jeweils nicht in der Lage gewesen wäre, pünktlich zu zahlen, hätte lediglich eine Zahlungsstockung vorgelegen und gerade keine Zahlungsunfähigkeit.
Oder anders formuliert: Der RTL-Bericht enthält tatsächlich absolut keinen Hinweis auf das Vorliegen eines Insolvenzgrundes zum damaligen Zeitpunkt!
Conclusio:
Interessant finde ich daher (auch, da mittlerweile sogar Kuntz Grünewalt in die Parade fährt) vor allem zwei Fragen:
1. Wer hat den RTL-Bericht initiiert?
2. Warum spielt Grünewalt (in welcher Rolle auch immer) da mit?
Gruß aus der Pfalz
Wenn ich jetzt allerdings Uns-Fritzchen höre oder solch ein Seicht-Geschwätz
http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/1fc-kaiserslautern-pleite-oder-nicht-1390771/
lesen muß, erlaube ich mir doch, kurz zwei oder drei Sätze anzumerken:
1. Grundlage des RTL-Berichtes:
Das Nachtjournal berichtet über 20 Minuten. Die enthaltene Information ist in einem Satz zusammenzufassen, der da lautet:
"Die Stadt hat die Stadionpachten Februar bis Juni 2008 angemahnt."
Damit erschöpft sich die sachliche Information und selbst das ist unkorrekt formuliert. Denn gemahnt hat wohl die Stadiongesellschaft als Inhaberin der Pachtzinsforderung.
2. Schlussfolgerung des Berichts:
"Der FCK war wahrscheinlich insolvent und hätte daher Insolvenzantrag stellen müssen."
Mehrere Mahnungen -> Insolvenzantrag!
Wäre die Welt so einfach, gäbe es deutlich mehr Arbeitslose in Deutschland. Eine ganze Reihe Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Richter hätten nichts mehr zu tun.
Es ist durchaus richtig, dass die Zahlungsunfähigkeit einer der Insolvenzgründe ist. Wir schauen in § 17 InsO:
"Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. "
Bereits der schlichte Gestzestext zeigt, dass es nicht ausreichend ist, dass einzelne Rechnungen nicht bezahlt werden. Ausschlaggebend ist vielmehr eine sog. Liquiditätsbilanz. Hier sind die "verfügbaren liquiden Mittel" den fälligen Zahlungsverpflichtungen gegenüber zu stellen.
Zu den in der Liquiditätsbilanz anzusetzenden verfügbaren liquiden Mitteln gehören aber nicht nur das Barvermögen, also zB Bankguthaben und Kassenbestand, sondern auch "kurzfristig verwertbare Vermögensbestandteile". Das sind solche Finanzmittel, die in absehbarer Zeit beschafft werden können, d.h. insbesondere eigene Forderungen, die innerhalb der nächsten 3 Wochen bis 1 Monat fällig werden und tatsächlich zu erwarten sind (wer es genau wissen will: BGH, Urteil vom 3. 12. 1998 - IX ZR 313-97 - Fundstelle z.B. NJW 1999, 645).
Fritzchen Grünewalt dürfte Derartiges schon einmal gehört haben; jedenfalls ähnelte seine Rechtfertigung zur zweckfremden Antastung der Fananleihe (erwartete Fernsehgelder) stark der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum § 17 Abs. 1 InsO. Davon weiß er mittlerweile offensichtlich nichts mehr, wenn er nun in das RTL-Mikrofon hineinplappert, das Vorliegen von Mahnungen "der Stadt" sei ein ernsthaftes Anzeichen für die Erforderlichkeit eines Insolvenzantrages o.ä.
Welche finanziellen Mittel dem FCK damals zur Verfügung standen und welche Gelder in den jeweils nächsten Wochen zu erwarten waren, interessiert keinen der Berichterstatter und auch nicht unseren ehemaligen Finanzvorstand. Wer sich aber die Müche macht und den RTL-Bericht mehrmals anschaut, der wird ab ca. min 19:40 erkennen, dass keineswegs irgendwann einmal die Pachtzinsen Februar bis Juni oder auch nur zwei Monatspachten angemahnt wurden. Bei genauem Hinsehen ist eindeutig zu erkennen, dass sich jede Mahnung jeweils nur auf eine Monatspacht bezieht. Das bedeutet: selbst wenn die einzelnen Zahlungen deshalb verspätet erfolgten, weil der FCK damals jeweils nicht in der Lage gewesen wäre, pünktlich zu zahlen, hätte lediglich eine Zahlungsstockung vorgelegen und gerade keine Zahlungsunfähigkeit.
Oder anders formuliert: Der RTL-Bericht enthält tatsächlich absolut keinen Hinweis auf das Vorliegen eines Insolvenzgrundes zum damaligen Zeitpunkt!
Conclusio:
Interessant finde ich daher (auch, da mittlerweile sogar Kuntz Grünewalt in die Parade fährt) vor allem zwei Fragen:
1. Wer hat den RTL-Bericht initiiert?
2. Warum spielt Grünewalt (in welcher Rolle auch immer) da mit?
Gruß aus der Pfalz
Gute Zusammenfassung Runningman. Ich denke Frage 2 beantwortet Frage 1. Wie Flutlicht am Sonntag bereits berichtete gibt es Hinweise das der FCK dieses Jahr vor der Insolvenz stand und wer war da Finanzvorstand? Der Fritz. Flutlicht möchte am Sonntag über die aktuelle finanzielle Situation des FCK berichten. Ich bin gespannt was raus kommt.
@running-man
Well done und kann ich bitte die Nummer von Deinem Augenarzt ab 19:40 haben.
Well done und kann ich bitte die Nummer von Deinem Augenarzt ab 19:40 haben.
Quelle: epaper.suewe.de
Damoklesschwert Betze-Anleihe
Die Liste der JHV-Anträge ist voller Detailfragen in Sachen Finanzen: Wann wie viel Geld verbraucht wurde, ob das Restgeld der Anleihe schon aufgebraucht war, als man noch im letzten Jahr die neuesten NLZ-Visionen präsentierte, welche Kosten externe Berater bei der JHV 2014 verursachten, ob Sonderzahlungen und Provisionen an Mitarbeiter gezahlt wurden - beispielsweise für den Erhalt der DFL-Lizenz, wie Details der Museumskosten und deren Zuschüsse von Stadt und Land aussehen, wie hoch die aktuellen finanziellen Verpflichtungen sind, ob die Betze-Anleihe und das Verkäuferdarlehen in den letzten Jahren nötig waren, um die Lizenz zu bekommen, was aus dem Verkäuferdarlehen geworden ist, da es zweckgebunden für das NLZ und das Stadion eingesetzt werden müsse, welche Kosten die Anleihe produzierte und letztendlich, wie weiterhin die Mietreduzierung funktionieren soll, wenn der Pachtzinspool in der Saison 2017/18 aufgebraucht ist.
Gerade der letzte Punkt mit der Mietreduzierung ist interessant und wird momentan ein wenig außer Acht gelassen.
Die Liste der JHV-Anträge ist voller Detailfragen in Sachen Finanzen: Wann wie viel Geld verbraucht wurde, ob das Restgeld der Anleihe schon aufgebraucht war, als man noch im letzten Jahr die neuesten NLZ-Visionen präsentierte, welche Kosten externe Berater bei der JHV 2014 verursachten, ob Sonderzahlungen und Provisionen an Mitarbeiter gezahlt wurden - beispielsweise für den Erhalt der DFL-Lizenz, wie Details der Museumskosten und deren Zuschüsse von Stadt und Land aussehen, wie hoch die aktuellen finanziellen Verpflichtungen sind, ob die Betze-Anleihe und das Verkäuferdarlehen in den letzten Jahren nötig waren, um die Lizenz zu bekommen, was aus dem Verkäuferdarlehen geworden ist, da es zweckgebunden für das NLZ und das Stadion eingesetzt werden müsse, welche Kosten die Anleihe produzierte und letztendlich, wie weiterhin die Mietreduzierung funktionieren soll, wenn der Pachtzinspool in der Saison 2017/18 aufgebraucht ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKMitglied_16927 am 02.11.2016 um 11:59 Uhr bearbeitet Zitat von running-man
... solch ein Seicht-Geschwätz
http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/1fc-kaiserslautern-pleite-oder-nicht-1390771/
... solch ein Seicht-Geschwätz
http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/1fc-kaiserslautern-pleite-oder-nicht-1390771/
Das ist journalistisch so unfassbar schlecht, dass es schon fast wieder Kunst ist.
Zitat von finance
....Millionenschwere Schadensersatzansprüche von Kickers Offenbach könnten den FCK über die Schwelle stoßen. Das gilt ebenso für eine forensische Untersuchung der FCK-Vergangenheit durch Dritte
CSI: K-Town ermittelt. ....Millionenschwere Schadensersatzansprüche von Kickers Offenbach könnten den FCK über die Schwelle stoßen. Das gilt ebenso für eine forensische Untersuchung der FCK-Vergangenheit durch Dritte
Zitat von finance
...Und ein weiteres Mal wird die öffentliche Hand die Roten Teufel nicht raushauen können, nachdem die zurückliegenden Stützungsaktionen ihr schon eine EU-Prüfung wegen illegaler Beihilfen eingebrockt haben.
...Und ein weiteres Mal wird die öffentliche Hand die Roten Teufel nicht raushauen können, nachdem die zurückliegenden Stützungsaktionen ihr schon eine EU-Prüfung wegen illegaler Beihilfen eingebrockt haben.
Weil also geprüft worden ist...
Edit: Warum Grünewalt da mitmacht ist offensichtlich. Dass er die Leute für so blöd hält, da mitzugehen, sagt allerdings mehr über ihn aus.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 02.11.2016 um 19:35 Uhr bearbeitet
Hier noch einmal eine aufgeräumte Nachbetrachtung bei 11Freunde.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
Zitat von Ozelot
Hier noch einmal eine aufgeräumte Nachbetrachtung bei 11Freunde.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
Hier noch einmal eine aufgeräumte Nachbetrachtung bei 11Freunde.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
Ozelot! DBB ist hier von einem der TM-Helden mit einem Bann belegt! Du wirst doch jetzt nicht behaupten, dass IRGENDETWAS, das aus dieser Richtung kommt, mit dem Adjektiv "aufgeräumt" in Verbindung gebracht werden kann.....?
Solange immer und immer wieder eine Seite dazu bereit ist Feuer zu legen, wird es auch keine Ruhe geben. Eine Seite von mir, würde sich wünschen, dass Grünewalt in einer Verhältnismäßigkeit wahrenden Weise für seine Fehler zur Verantwortung gezogen wird. Weil man dann einen klaren Trennstrich ziehen kann und die neuen Verantwortlichen - zumindest in der breiten Masse der FCK Anhänger - nur für das verantwortlich gemacht werden, was sie auch selber verbrochen haben.
Auf der anderen Seite aber, glaube ich nicht, dass man ruhig und zukunftsorientiert arbeiten kann, wenn permanent irgendwelche Scharmützel auf dem Rücken des FCK ausgetragen werden. Wir sind in einer wirklich beschissenen Situation. Uns geht es finanziell dreckig und sportlich sehen nur die optimistischsten unter den FCK Fans eine Funzel am Horizont. Damit das besser wird - und das geht ja nicht von heut auf morgen - muss man sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Wir bauen hier gerade FCK from the scratch auf. Glücklicherweise haben wir hier noch ein paar alte Libraries, die wir benutzen können. Das ist die gute alte Tradition mit dem Namen FCK als Marketing-Lib. Und wir haben eine verdammt große Fanbasis als finanzielles Grundsicherungselement.
Wir haben jetzt einen Finanzvorstand, der unsere benötigte Fachexpertise sicherlich bis in den mittelmäßigen Erstligafußball abdecken kann. Wir haben einen VV und Marketingmenschen, dessen Führungs- und Vermarktungskompetenzen sicherlich auch bis in diese Gefilde gehen. Das ist super. Damit lässt sich was anfangen. Unser sportliches Fachpersonal reicht meiner Meinung nach locker, um sich in der ersten Tabellenhälfte der zweiten Liga zu etablieren. Auch relativ kurzfristig. Diesen Weg sollte man mit Stöver gehen, bis man merkt, dass es nach oben nicht mehr weitergeht. Und so wie man das in der Mannschaft machen würde, indem man Saison für Saison gleichwertigen Ersatz für weniger Geld bei den Top 5 Spielern besorgt. Und die schlechtesten Spieler nach und nach durch bessere ersetzt. So kann man das auch im Verein tun. Dazu braucht man aber in der Führung ganz viel Selbstreflexion. Und einen AR mit Weitsicht und ohne Eigeninteressen. Das sehe ich ehrlich gesagt im Moment noch nicht. Wir sind vielleicht aber auf einem guten Weg. Und ich sähe das nur ungern umgestürzt, nur weil einige ihre Eitelkeiten nicht im Griff haben.
Was ich bei Berti sehe. Dass er für das große Ganze auch bereit ist, einen Schritt zurückzugehen. Das sehe ich bei anderen überhaupt nicht. Und der Vorstand ist nicht stark genug, weil ihm der Glanz fehlt, den zum Beispiel Stefan Kuntz am Anfang hatte.
Hätte doch nur auch Kuntz seine Eitelkeiten im Griff gehabt und sich professionelle Unterstützung in den Bereichen geholt, die er meinte alleine erledigen zu können.
Auf der anderen Seite aber, glaube ich nicht, dass man ruhig und zukunftsorientiert arbeiten kann, wenn permanent irgendwelche Scharmützel auf dem Rücken des FCK ausgetragen werden. Wir sind in einer wirklich beschissenen Situation. Uns geht es finanziell dreckig und sportlich sehen nur die optimistischsten unter den FCK Fans eine Funzel am Horizont. Damit das besser wird - und das geht ja nicht von heut auf morgen - muss man sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Wir bauen hier gerade FCK from the scratch auf. Glücklicherweise haben wir hier noch ein paar alte Libraries, die wir benutzen können. Das ist die gute alte Tradition mit dem Namen FCK als Marketing-Lib. Und wir haben eine verdammt große Fanbasis als finanzielles Grundsicherungselement.
Wir haben jetzt einen Finanzvorstand, der unsere benötigte Fachexpertise sicherlich bis in den mittelmäßigen Erstligafußball abdecken kann. Wir haben einen VV und Marketingmenschen, dessen Führungs- und Vermarktungskompetenzen sicherlich auch bis in diese Gefilde gehen. Das ist super. Damit lässt sich was anfangen. Unser sportliches Fachpersonal reicht meiner Meinung nach locker, um sich in der ersten Tabellenhälfte der zweiten Liga zu etablieren. Auch relativ kurzfristig. Diesen Weg sollte man mit Stöver gehen, bis man merkt, dass es nach oben nicht mehr weitergeht. Und so wie man das in der Mannschaft machen würde, indem man Saison für Saison gleichwertigen Ersatz für weniger Geld bei den Top 5 Spielern besorgt. Und die schlechtesten Spieler nach und nach durch bessere ersetzt. So kann man das auch im Verein tun. Dazu braucht man aber in der Führung ganz viel Selbstreflexion. Und einen AR mit Weitsicht und ohne Eigeninteressen. Das sehe ich ehrlich gesagt im Moment noch nicht. Wir sind vielleicht aber auf einem guten Weg. Und ich sähe das nur ungern umgestürzt, nur weil einige ihre Eitelkeiten nicht im Griff haben.
Was ich bei Berti sehe. Dass er für das große Ganze auch bereit ist, einen Schritt zurückzugehen. Das sehe ich bei anderen überhaupt nicht. Und der Vorstand ist nicht stark genug, weil ihm der Glanz fehlt, den zum Beispiel Stefan Kuntz am Anfang hatte.
Hätte doch nur auch Kuntz seine Eitelkeiten im Griff gehabt und sich professionelle Unterstützung in den Bereichen geholt, die er meinte alleine erledigen zu können.
Zitat von Ozelot
Hier noch einmal eine aufgeräumte Nachbetrachtung bei 11Freunde.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
Hier noch einmal eine aufgeräumte Nachbetrachtung bei 11Freunde.
http://www.11freunde.de/artikel/war-kaiserslautern-2008-insolvent
Autor ist DBB-Thomas.
Case closed.
Danke. Das ist ein guter Artikel von Thomas. Wundert mich aber nicht. Thomas ist ein netter und sehr sachorientierter Typ. Ich habe ihn kennen und schätzen gelernt. Was er da schreibt ist gut recherchiert.
Gruß Berti
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