14.07.2026 - 22:59 | Quelle: dpa/Transfermarkt | Lesedauer: unter 4 Min.
Weltmeisterschaft
Mikel Oyarzabal
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Frankreich ausgeschieden: Oyarzabal & Porro schießen Spanien in erstes WM-Finale seit 2010

Frankreich ausgeschieden: Spanien im ersten WM-Finale seit 2010
©IMAGO

Die Nationalmannschaft Spaniens hat Frankreich ausgerechnet im WM-Rekordspiel von Trainer Didier Deschamps aus dem Turnier geworfen. Im ersten Halbfinale besiegte der Weltmeister von 2010 und amtierende Europameister, der seitdem erstmals wieder das WM-Endspiel erreicht, im MetLife Stadium vor 70.176 Fans den Titelträger von 2018 mit 2:0 (1:0). Den Toren von Stürmer Mikel Oyarzabal (22.) per Foulelfmeter und Rechtsverteidiger Pedro Porro sowie der spanischen Defensivtaktik konnte die bisher bei dem Turnier so oft dominante Équipe Tricolore nichts entgegensetzen.



Die Defensivstärke erwies sich mal wieder als der große Trumpf der Iberer, die im laufenden Turnier erst ein Gegentor zugelassen haben. Ihren Final-Gegner ermitteln Titelverteidiger Argentinien und England mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta.


Marktwert
Mikel Oyarzabal
M. Oyarzabal Mittelstürmer
25,00 Mio. €


Für die überraschend uninspirierten Franzosen endete die Titeljagd just an ihrem Nationalfeiertag. Sie hätten ihr drittes WM-Finale in Serie erreichen können. Stattdessen ging die Erfolgsära von Didier Deschamps als Nationaltrainer mit einem schwachen Auftritt und einer Enttäuschung zu Ende. Der 57-Jährige löste den früheren Bundestrainer Helmut Schön mit seinem 26. Einsatz als WM-Rekordcoach ab. Doch das dürfte kaum ein Trost für Deschamps sein, auf den Berichten nach Zinédine Zidane folgen soll.


Auch Frankreichs Superstar Kylian Mbappé, der bei diesem Turnier schon acht Tore erzielt hat, konnte das Aus des großen Favoriten nicht verhindern. Damit steht auch fest: An der Spitze der ewigen WM-Torjägerliste bleibt zumindest schon mal für die nächsten vier Jahre der Argentinier Lionel Messi.



Frankreich und Spanien, zwei absolute Schwergewichte des Weltfußballs. Viele hatten in der Partie vorab schon ein vorgezogenes Finale dieser WM gesehen - und die Protagonisten muntere Psychospielchen geführt. Spaniens Youngster Lamine Yamal machte den Franzosen eine kleine Kampfansage. Deren Coach Deschamps indes schob die Favoritenrolle liebend gern zum Gegner hinüber.


Dass die Spanier die Franzosen zuletzt gleich zweimal auf großer Bühne besiegt hatten, sorgte für zusätzliche Brisanz. Sowohl im Halbfinale der EM 2024 als auch in jenem der Nations League 2025 hatten die Iberer das bessere Ende für sich. Die Partie in Stuttgart vorigen Sommer war ein epischer Schlagabtausch, nach dem damaligen 5:4 waren die Erwartungen diesmal entsprechend hoch.



Doch Spaniens Matchplan war so gar nicht auf Spektakel ausgerichtet, sondern auf Kontrolle - und ging komplett auf. Das Team von Trainer Luis de la Fuente hatte phasenweise viel Ballbesitz und ließ die hochkarätige Offensive der Équipe Tricolore die meiste Zeit nicht zur Entfaltung kommen. Die Franzosen leisteten sich allerdings auch ungewöhnlich viele Ungenauigkeiten.


Der frühere Dortmunder Bundesliga-Profi Ousmane Dembélé setzte Mbappé einmal mit einer herrlichen Flanke in Szene, der Stürmer von Real Madrid stand gegen gleich drei Spanier dann aber auf verlorenem Posten (15.).



Apropos Flanke: Die von Marc Cucurella nach 20 Minuten war eigentlich völlig harmlos, führte letztlich aber zu Spaniens Führung. Frankreichs Verteidiger Lucas Digne sah bei seinem Klärungsversuch den heraneilenden Lamine Yamal nicht und traf den 19-Jährigen am Oberschenkel. Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador entschied zu Recht auf Strafstoß - Oyarzabal verwandelte souverän. Für den Angreifer war es bereits der fünfte Treffer im laufenden Turnier, für die Franzosen der erste Rückstand - und ihr erstes Gegentor in der K.-o.-Phase dieser WM. Nach 30 Minuten musste dann auch noch ihr Abwehrspieler William Saliba angeschlagen raus und wurde durch den früheren Wolfsburger Maxence Lacroix ersetzt. Es war eine erste Halbzeit zum Vergessen für Les Bleus.


„Wir müssen einfach mehr tun“, forderte Deschamps in der Pause. Doch es wurde nicht besser aus französischer Sicht. Im Gegenteil. Dem zweimaligen Weltmeister um den diesmal völlig blassen Michael Olise vom FC Bayern München fehlten schlichtweg die Ideen. Spaniens Pedro Porro spielte einen Doppelpass mit dem Ex-Leipziger Dani Olmo und traf zum 2:0 ins rechte Eck. Yamal legte einen Tag nach seinem Geburtstag sogar noch nach, stand aber im Abseits (61.). Sein Treffer wurde zu Recht aberkannt. Frankreich bemühte sich - vor allem in Person von Mbappé - noch um eine kleine Schlussoffensive. Doch es half alles nichts. Spanien hatte in diesem Halbfinale die volle Kontrolle.



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Sambazimbo Sambazimbo 15.07.2026 - 21:06
Zitat von FCAUT
Zitat von Sambazimbo

Argentinien und England sind einfach taktisch und spielerisch nicht auf einem Level mit Spanien. Und dieses Pressing und die mannschaftliche Geschlossenheit suchen ihresgleichen. Dazu noch eine brutal gute Defensive. Diese Abläufe sind einfach perfekt. Das Mittelfeld mit Rodri, Olmo, Pedri/Fabian. Argentinien und England haben bisher noch überhaupt nicht überzeugt. Sind immer knapp weitergekommen. Gerade Argentinien mit sehr viel Glück bisher. Wenn die mit 2:0 gegen Spanien zurückliegen sollten, wird es kein Wunder mehr geben. Genau das gleiche mit England. Ich gehe von Spanien als Weltmeister aus. Da muss schon sehr viel passieren, damit es anders kommt. Natürlich haben die anderen beiden Mannschaften Messi und Kane. Aber ob das reicht, wage ich zu bezweifeln. Zumal Argentinien in der Defensive nur mit 9 Feldspielern spielt. Und das kann man sich gegen solche Spanier eigentlich nicht erlauben.


Genau das Gleiche haben auch viele "Experten" vor dem Halbfinale FRA-SPA gesagt. Frankreich der große WM-Favorit, und jetzt sang und klanglos ausgeschieden.

Spanien hat davor auch nicht so überzeugt, ein Unentschieden gegen Kap Verde, Siegestreffer gegen Portugal in der 91. Minute und Siegestreffer gegen Belgien in der 88. Minute. Natürlich ist Spanien jetzt der große Favorit, aber der erste Schritt zur Niederlage ist so zu tun als hätte man schon gewonnen.

Argentinien oder England könnten eine ruppige Taktik gegen Spanien wählen, die gelben Karten werden bei dieser WM nicht so schnell verteilt und bei ca. 15 eingesetzten Feldspielern im Spiel könnte man sich ca. alle 3 Minuten ein Foul leisten. Ist zwar nicht die feine britische Art, aber durchaus eine Möglichkeit für England oder Argentinien.


Ich gehe fest davon aus, dass beide Mannschaften Spanien den Ball überlassen werden, und dann über Konter kommen werden. Die werden kaum mitspielen wollen. Gerade Argentinien wird maximal Beton anrühren, und dann auf Messi hoffen. England sehe ich da stärker. Aber auch die werden wohl mehr defensiv agieren.
Bombensepp Bombensepp 15.07.2026 - 18:51
Zitat von Salmo-Salar
Ein Lehrstück für Taktik, welches der spanische Trainer mit seiner Mannschaft aufgeführt hat. Frankreich wurde ausgecoacht.


Nun, ich würde sagen, Frankreich hat sich selbst ausgecoacht. Ich habe es irgendwo ein auf einer anderen Plattform gelesen: Den Franzosen täte ein Stück Kreisliga-Mentalität gut. Wenn man schon im Mittelfeld so zugestellt wird - auch wen das bei diesem Goretzka-Verschnitt Rabiot und einem enttaeuschenden Tchouameni nicht die Überkunst ist - , dann probiere ich es doch mal mit langen Baellen. Die Stürmer haben allemal die Klasse, da was draus zu machen.

Noch ein Wort zu Olise: Der Mann ist kein Mittelfeldspieler! Wenn rechts vorne Dembele als besser erachtet ist, muss Olise - so sehr ich ihn schätze - draußen bleiben. Btw: Beide spielten gestern unterirdisch.
Joelnaru Borussia Dortmund Joelnaru 15.07.2026 - 16:52
Zitat von PressingPoet
Zitat von VARum

Verdient, schwächstes Spiel der WM von Frankreich, aber mit einem faden Beigeschmack.

Für mich vor dem spielentscheidenden Tor ein Handspiel. Ja, Arm angelegt, aber der Oberarm geht Richtung Ball und nur so bekommt Yamal ihn überhaupt kontrolliert/mitgenommen.
Ohne den Arm wäre er am Ball vorbeigelaufen, somit hat er sich durch den Arm einen Vorteil verschafft.
Warum sich hier der VAR nicht eingeschaltet hat bleibt sein Geheimnis.

Ebenso für mich ein Elfmeter kurz vor Schluss. Doué steht sichtbar mit dem Fuss auf der Strafraumlinie, die zum Strafraum gehört -> Elfmeter, nicht Freistoß.

Spanien nicht stark, aber kontrolliert. Frankreich hat nie ihre PS auf den Platz bekommen.


Wie schaffst Du es eigentlich ausnahmslos die Regeln falsch zu verstehen und mit deinen Meinungen zu Schiedsrichterentscheidungen daneben zu legen? Man könnte zumindest mal ein Glückstreffer erwarten. Und in dem Zug thematisierst Du das Foul gegen Rodri natürlich nicht. Weil, warum auch...

Zitat von Joelnaru

Natürlich kommt Spanien weiter, morgen gewinnt dann VARgentinien und Messi bekommt sein Spiel gegen seine 2. Heimat. Alles korrupt!!!Elf1111

Nun... hätte nicht gedacht das Spanien Frankreich über 90 Min. lang dominiert und man eher von einem Klassenunterschied am Ende reden würde. Stark.

Mal schauen ob England morgen nachzieht, würde mich schon stark wundern wenn Argentinien das packt, aber hey..dachte auch das Frankreich das heute locker macht. 🫣


Das ist ein maximal peinlicher Kommentar. Wenigstens zeigt dein 2. Absatz recht eindrucksvoll deine Expertise.


Der 1. Satz war sarkastisch gemeint, weil ja teilweise immer Leute damit um die Ecke kommen werden und kamen. Aber klar, du bist der Experte hier im Forum schlechthin 😁
Mikel Oyarzabal
Real Sociedad San Sebastián
Mikel Oyarzabal
Geb./Alter:
21.04.1997 (29)
Nat.:  Spanien
Akt. Verein:
Real Sociedad San Sebastián
Vertrag bis:
30.06.2028
Position:
Mittelstürmer
Marktwert:
25,00 Mio. €
Pedro Porro
Tottenham Hotspur
Pedro Porro
Geb./Alter:
13.09.1999 (26)
Nat.:  Spanien
Akt. Verein:
Tottenham Hotspur
Vertrag bis:
30.06.2031
Position:
Rechter Verteidiger
Marktwert:
45,00 Mio. €
Spanien
Gesamtmarktwert:
1,29 Mrd. €
Kadergröße:
26
Frankreich
Gesamtmarktwert:
1,59 Mrd. €
Kadergröße:
26
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Halbfinale   |  Di., 14.07.2026    | 21:00 Uhr

Halbfinale
14.07.26
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