04.09.2025 - 07:30 | Quelle: Transfermarkt | Lesedauer: unter 4 Min.
Bayer 04 Leverkusen
Simon Rolfes
Nur 6 Klubs verkauften für mehr Geld 

Hohen Transfereinnahmen folgt oft der Absturz: Droht Bayer 04 Schicksal wie Monaco & Co.?

Hohen Transfereinnahmen folgt oft der Absturz: Droht Bayer 04 Schicksal wie Monaco & Co.?
©IMAGO

Bayer 04 Leverkusen hat den wohl größten Umbruch hinter sich, den ein Bundesliga-Verein jemals in einem Sommer tätigte. Die Werkself investierte eine in Deutschland noch nie dagewesene Summe in Neuzugänge, verlor auf der anderen Seite aber auch eine Vielzahl an Stammspielern. Das macht sich auch in der Statistik der höchsten Transfereinnahmen in einem Sommer bemerkbar. Mit 229,5 Millionen Euro nahm Leverkusen so viel Geld ein wie weltweit überhaupt erst sechs Teams zuvor.



Die Mannschaften, die in einem Transfersommer das meiste Geld aus Spielerverkäufen erhielten, kommen größtenteils aus der gleichen Kategorie: Klubs, die eine sehr gute Phase hinter sich hatten und in der die Marktwerte der eigenen Spieler in die Höhe schossen, die in der (finanziellen) Nahrungskette aber deutlich hinter den internationalen Schwergewichten stehen. Neben Leverkusen, das nach dem Doublesieg 2023/24 noch einen zweiten Versuch mit ähnlichem Personal wagte und das Tafelsilber nun an den Mann bringen musste, trifft das auch auf Vereine wie die AS Monaco, RB Leipzig, Ajax Amsterdam oder Borussia Dortmund zu.



Auf der anderen Seite sind ebenjene Schwergewichte wie Atlético Madrid, FC Chelsea, FC Liverpool und FC Barcelona zwar vertreten, sowohl die Rojiblancos 2019/20, die Blues 2023/24 als auch die Reds in diesem Jahr verzeichneten aber trotz der großen Einnahmen ein hohes Transferminus und fallen somit in eine andere Kategorie. Barça schaffte es 2017/18 allein durch den 222-Millionen-Euro-Verkauf von Neymar in die Top-10.



Monaco hatte seine beste Phase der Vereinsgeschichte zwischen 2013 und 2018, als man fünf Jahre in Folge in die Top-3 der Ligue 1 kam. 2017 wurde sogar der Titel geholt und das Halbfinale der Champions League erreicht. Im Sommer 2018, wie bei Leverkusen also mit einem Jahr Verzögerung, folgte der große Ausverkauf: Für Kylian Mbappé, Thomas Lemar, Fabinho & Co. wurden insgesamt 365,4 Millionen Euro eingenommen – die bis heute höchste Summe eines Vereins in einer Transferphase.


Leistungsdaten
Kylian Mbappé
K. Mbappé Mittelstürmer
AS Monaco
AS Monaco
Gesamte Leistungsdaten
Alle Wettbewerbe
Spiele
60
Tore
27
Vorlagen
16


Auf der Gegenseite wurde für den Ersatz die stattliche Summe von 122,4 Millionen investiert – die Parallelen zu Bayer 04 sind also durchaus da. Die schlechte Nachricht für alle Fans der Werkself: Im Folgejahr spielte der Klub aus dem Fürstentum lange gegen den Abstieg und beendete die Saison auf Rang 17, nur zwei Punkte über dem Strich.


Großer Einbuch 2018/19 Tabellenplatz-Entwicklung der AS Monaco Zur Statistik Auch bei anderen Vereinen ist die negative Tendenz nach einer großen Verkaufswelle deutlich zu erkennen. Ajax Amsterdam nahm im Sommer 2022 216,6 Mio. Euro ein (Platz 11 weltweit) und verpasste im Jahr darauf zum ersten Mal nach vier Jahren wieder die Meisterschaft in der Eredivisie. Noch eine Saison später ging es sogar runter auf Rang fünf. Als der BVB im Sommer 2017 unter anderem Ousmane Dembélé abgab und insgesamt 209,5 Mio. Euro einnahm (Platz 12), folgte mit Rang vier in der Bundesliga die zweitschlechteste Platzierung in den erfolgreichen 2010er-Jahren. Und Leipzig kam nach den Abgängen von unter anderem Josko Gvardiol, Dominik Szoboszlai und Christopher Nkunku aus dem Sommer 2023, die zusammen 240,7 Mio. Euro einbrachten, in beiden Jahren danach nicht mehr in die Top-3 – was zuvor in vier von fünf Jahren geklappt hatte.


„Es war notwendig, dass der Kader frisches Blut bekommt, dass feste Hierarchien und Strukturen aufgebrochen werden und es Raum für neue Geschichten gibt und für Spieler, die überraschen können“, begründete Leverkusens Sportchef Simon Rolfes den Umbruch in diesen Sommer. Mit der Entlassung von Trainer Erik ten Hag, der nach nur drei Spielen im Amt wieder gehen musste, ist die erste negative Geschichte des neuen Bayer-Teams bereits geschrieben und die Tendenz zeigt nach Meisterschaft und Vizetitel in den letzten beiden Jahren eher nach unten.



Mut macht allerdings: Alle genannten Vereine fingen sich nach einer kurzen Schwächephase wieder. Monaco schaffte es ab 2020 wieder regelmäßig in die Champions League, der BVB kratzte 2023 am Titel und auch Ajax kam nach dem fünften Platz 2023/24 wieder zu alter Stärke zurück und verspielte die Meisterschaft letzte Saison erst auf den letzten Metern. Einzig bei RB Leipzig muss sich in dieser Saison noch zeigen, ob die Kurve nach dem Verpassen der europäischen Plätze wieder nach oben geht.


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OMfor13 OMfor13 08.09.2025 - 09:47
Zitat von Mikaelo
Zitat von OMfor13

Zitat von Mikaelo

Zitat von OMfor13

Zitat von Mikaelo

Zitat von JohnyFlash

Zitat von 9t3ndo

Also in der Auflistung vom Artikel sehe ich genau 2 Mannschaften, auf die die Überschrifft zu trifft: Monaco und Ajax.

Beim Rest lag es dann einfach am Trainer.
RB Leipzig: Rose hat vorher schon nicht mehr gut funktioniert
BVB: Terzic und Sahin waren beide eigentlich nicht Bundesliga tauglich, nur wurde Terzic jeweils von Sancho, Bellingham und Haaland der ***** gerettet.

Dazu kommt, das Leverkusen einzig und allein mit der Situation um dem Ajax CL-Kader zu vergleichen ist. Nur der wurde noch so ähnlich leer gekauft, wie jetzt Leverkusen.


Terzic nicht Bundesliga tauglich aber erreicht das CL Finale... genau mein Humor (und ich bin kein Dortmunder!) 😉👍️😂


Roberto di Matteo hat sogar die Champions League gewonnen und war nicht Bundesliga tauglich. Ich würde Erfolge in KO-Wettbewerben nicht überbewerten im Kontext für die Liga. Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann.
Allerdings haben diese dann häufig genug Probleme in Spielen wo man als Favorit agiert und mehr Lösungen mit dem Ball benötigt, sodass es für eine Liga Saison der falsche Stil ist, da er zu unkonstant Punkte garantiert.

Bei Terzic werden wir es wohl nie herausfinden. Mit dem zweitteuersten Kader knapp die Meisterschaft zu verpassen und Fünfter zu werden ist noch nicht so aussagekräftig. Ob wir ihn jedoch nochmal woanders an der Seitenlinie in der Bundesliga sehen. Da müssen wir uns überraschen lassen.


Bin mit dir einer Meinung, dass Meisterschaft und Ko-Wettbewerbe andere Kompetenzen von Trainer und Team erfordern.

Doch wir reden hier von der Champions League, und da finde ich dein Zitat
"Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann" schon etwas zum Schmunzeln.

Das CL-Finale erreichen, indem man mal eben Real, Barca, PSG, Liverpool, Bayern und City "auf sein Niveau runterzieht"?
Das musst du mir mal erklären. Denn dann gehe ich sofort als Cheftrainer zu Pafos und siehe sie alle verdammt runter. 🤣


Dann solltest du dir noch einmal Porto unter José Mourinho anschauen.

Es gibt einen Grund warum Mourinho einer der erfolgreichste Trainer in den europäischen Wettbewerben ist. Und Pep Guardiola der erfolgreichste Trainer in Ligawettbewerben. Seine Erfolge in den europäischen Wettbewerben allerdings im Vergleich überschaubar ist.

Ein anderes gutes und aktuelles Beispiel ist Atalanta Bergamo. Welche in der EL Saison 23/24 Liverpool und Leverkusen zerpflückt haben. Weil Sie quasi 1 vs 1 Pressing über das ganze Spielfeld gespielt haben und körperlich und Zweikampfstärker waren.
Das Problem mit dem Spielstil ist, dass sich schwächere Mannschaften in der Liga in einen tiefen Block zurückfallen lassen und man spielerische Lösungen benötigt. Weswegen man gegen schwächere Mannschaften nicht genügend Punkte einfährt.

In KO Wettbewerben trifft man dann in der Regel auf gleichstarke oder stärkere Mannschaften, welche dann selbst Lösungen mit dem Ball suchen und dementsprechend anfälliger für Pressing sind. Da die Mannschaften weiter hochschieben und nicht damit zufrieden sind 9 Spieler hinter dem Ball zu lassen.


Nochmal: Ich stimme dir ja zu, dass Ko-Wettbewerbe ("Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!") anders sind als Meisterschaften.

Doch nehmen wir dein Beispiel Atalanta in der EL: Wenn du tatsächlich meinst, die hätten Leverkusen im Endspiel "auf ihr Niveau runtergezogen", haben wir unterschiedliche Meinungen darüber, was gut Fußball spielen bedeutet.

Aggressives Pressing, technisch exzellentes Passspiel, extrem schnelles Umschalten bei Ballgewinn. Das ist das, was ich von diesem Endspiel von Atalanta in Erinnerung habe.
Ich will es mal in einem Satz formulieren: Atalanta war für mich im Endspiel eine klasse besser als Leverkusen.

PS. Du meinst doch nicht wirklich im Ernst, dass der FC Porto in der CL-Saison 2003/2004 schlechten Fußball gespielt hat, oder?


Richtig. Atalanta war im Endspiel eine klasse besser als Leverkusen. Weil Ihr Spielstil quasi das perfekte Counterpart zum Spielstil von Leverkusen war. Auf die Saison gesehen hat Leverkusen das deutlich höhere Level gehabt. In dem Spiel war Atalanta deutlich überlegen.
Letztendlich geht es bei dem Ausdruck "auf das Level" herunterziehen nicht darum, wer das bessere Spiel absolviert hat. Sondern welche Spielanlage ist auf eine gewisse Strecke besser und wer schafft es seinen Matchplan durchzubekommen. Oder welche Mannschaft über die deutlich höhere individuelle Klasse verfügt.

Das positionale Passspiel, welches Leverkusen gespielt hat, ist auf Dauer erfolgreicher bei guter Ausführung. Als das hohe Mann gegen Mann Pressing von Atalanta. Da es weniger auf Zufall in der Offensive basiert und man eine höhere Beständigkeit im generieren von Tormöglichkeiten erzielt.
Zumal es immer einfacher ist Tore zu verteidigen als Tore zu erzielen.


Fasse mal zusammen, was du da geschrieben hast:
Atalanta war gegen Leverkusen besser und hatte den besseren Matchplan.
Wenn wir davon ausgehen, dass derjenige besser Fußball spielt, der mehr Tore schießt (ist ja das Ziel des Spiels), sagst du schlicht:
Atalanta hat besser Fußball gespielt. Damit stimmst du dem zu, was ich von Anfang an gesagt habe.

Schön, dass wir jetzt doch einer Meinung sind. 😊
JohnyFlash Mexiko JohnyFlash 04.09.2025 - 18:35
Zitat von 00Frederik
Zitat von Eggers09

Zitat von Mikaelo

Zitat von JohnyFlash

Zitat von 9t3ndo

Also in der Auflistung vom Artikel sehe ich genau 2 Mannschaften, auf die die Überschrifft zu trifft: Monaco und Ajax.

Beim Rest lag es dann einfach am Trainer.
RB Leipzig: Rose hat vorher schon nicht mehr gut funktioniert
BVB: Terzic und Sahin waren beide eigentlich nicht Bundesliga tauglich, nur wurde Terzic jeweils von Sancho, Bellingham und Haaland der ***** gerettet.

Dazu kommt, das Leverkusen einzig und allein mit der Situation um dem Ajax CL-Kader zu vergleichen ist. Nur der wurde noch so ähnlich leer gekauft, wie jetzt Leverkusen.


Terzic nicht Bundesliga tauglich aber erreicht das CL Finale... genau mein Humor (und ich bin kein Dortmunder!) 😉👍️😂


Roberto di Matteo hat sogar die Champions League gewonnen und war nicht Bundesliga tauglich. Ich würde Erfolge in KO-Wettbewerben nicht überbewerten im Kontext für die Liga. Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann.
Allerdings haben diese dann häufig genug Probleme in Spielen wo man als Favorit agiert und mehr Lösungen mit dem Ball benötigt, sodass es für eine Liga Saison der falsche Stil ist, da er zu unkonstant Punkte garantiert.

Bei Terzic werden wir es wohl nie herausfinden. Mit dem zweitteuersten Kader knapp die Meisterschaft zu verpassen und Fünfter zu werden ist noch nicht so aussagekräftig. Ob wir ihn jedoch nochmal woanders an der Seitenlinie in der Bundesliga sehen. Da müssen wir uns überraschen lassen.


Sorry aber ich kann diesen Terzic Blödsinn nicht mehr hören. DFB Pokalsieger geworden, Meisterschaft am letzten Spieltag minimal verpasst, zusätzlich 3. und 5. in der Bundesliga geworden, CL Finalist mit dem BVB und einen Punktedurchschnitt von 1,97 insgesamt in seiner Bundesligazeit. Also anhand dieser Daten möchte ich mal gerne wissen wo man da eine Untauglichkeit sehen will? Aber klar, lag natürlich alles nur an drei Spielern, wovon übrigens nur beim DFB Pokalsieg alle gleichzeitig dabei waren. 🙄 Aber so sind sie die Couch Experten, viel Meinung, wenig Ahnung...


Dieser Begriff der „Untauglichkeit“ wird ja generell sehr inflationär benutzt. Nuri Sahin ist in Dortmund gescheitert, di Matteo bei Schalke, aber sind sie deshalb direkt untauglich für die Bundesliga? Ich glaube man muss schon mehr als eine Chance erhalten, um das sagen zu können.

Jemand wie Frontzeck oder Korkut ist für mich nicht Bundesliga tauglich, die haben mehrfach bewiesen, dass sie es nicht können. Terzic war recht erfolgreich bei Dortmund. Es war nicht alles gut, aber sicherlich auch nicht alles schlecht. Das macht ihn mindestens zu einem durchschnittlichen Bundesligatrainer.


👍️👍️👍️
JohnyFlash Mexiko JohnyFlash 04.09.2025 - 18:34
Zitat von Eggers09
Zitat von Mikaelo

Zitat von JohnyFlash

Zitat von 9t3ndo

Also in der Auflistung vom Artikel sehe ich genau 2 Mannschaften, auf die die Überschrifft zu trifft: Monaco und Ajax.

Beim Rest lag es dann einfach am Trainer.
RB Leipzig: Rose hat vorher schon nicht mehr gut funktioniert
BVB: Terzic und Sahin waren beide eigentlich nicht Bundesliga tauglich, nur wurde Terzic jeweils von Sancho, Bellingham und Haaland der ***** gerettet.

Dazu kommt, das Leverkusen einzig und allein mit der Situation um dem Ajax CL-Kader zu vergleichen ist. Nur der wurde noch so ähnlich leer gekauft, wie jetzt Leverkusen.


Terzic nicht Bundesliga tauglich aber erreicht das CL Finale... genau mein Humor (und ich bin kein Dortmunder!) 😉👍️😂


Roberto di Matteo hat sogar die Champions League gewonnen und war nicht Bundesliga tauglich. Ich würde Erfolge in KO-Wettbewerben nicht überbewerten im Kontext für die Liga. Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann.
Allerdings haben diese dann häufig genug Probleme in Spielen wo man als Favorit agiert und mehr Lösungen mit dem Ball benötigt, sodass es für eine Liga Saison der falsche Stil ist, da er zu unkonstant Punkte garantiert.

Bei Terzic werden wir es wohl nie herausfinden. Mit dem zweitteuersten Kader knapp die Meisterschaft zu verpassen und Fünfter zu werden ist noch nicht so aussagekräftig. Ob wir ihn jedoch nochmal woanders an der Seitenlinie in der Bundesliga sehen. Da müssen wir uns überraschen lassen.


Sorry aber ich kann diesen Terzic Blödsinn nicht mehr hören. DFB Pokalsieger geworden, Meisterschaft am letzten Spieltag minimal verpasst, zusätzlich 3. und 5. in der Bundesliga geworden, CL Finalist mit dem BVB und einen Punktedurchschnitt von 1,97 insgesamt in seiner Bundesligazeit. Also anhand dieser Daten möchte ich mal gerne wissen wo man da eine Untauglichkeit sehen will? Aber klar, lag natürlich alles nur an drei Spielern, wovon übrigens nur beim DFB Pokalsieg alle gleichzeitig dabei waren. 🙄 Aber so sind sie die Couch Experten, viel Meinung, wenig Ahnung...


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