Also in der Auflistung vom Artikel sehe ich genau 2 Mannschaften, auf die die Überschrifft zu trifft: Monaco und Ajax.
Beim Rest lag es dann einfach am Trainer.
RB Leipzig: Rose hat vorher schon nicht mehr gut funktioniert
BVB: Terzic und Sahin waren beide eigentlich nicht Bundesliga tauglich, nur wurde Terzic jeweils von Sancho, Bellingham und Haaland der ***** gerettet.
Dazu kommt, das Leverkusen einzig und allein mit der Situation um dem Ajax CL-Kader zu vergleichen ist. Nur der wurde noch so ähnlich leer gekauft, wie jetzt Leverkusen.
Terzic nicht Bundesliga tauglich aber erreicht das CL Finale... genau mein Humor (und ich bin kein Dortmunder!) 😉👍️😂
Roberto di Matteo hat sogar die Champions League gewonnen und war nicht Bundesliga tauglich. Ich würde Erfolge in KO-Wettbewerben nicht überbewerten im Kontext für die Liga. Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann.
Allerdings haben diese dann häufig genug Probleme in Spielen wo man als Favorit agiert und mehr Lösungen mit dem Ball benötigt, sodass es für eine Liga Saison der falsche Stil ist, da er zu unkonstant Punkte garantiert.
Bei Terzic werden wir es wohl nie herausfinden. Mit dem zweitteuersten Kader knapp die Meisterschaft zu verpassen und Fünfter zu werden ist noch nicht so aussagekräftig. Ob wir ihn jedoch nochmal woanders an der Seitenlinie in der Bundesliga sehen. Da müssen wir uns überraschen lassen.
Bin mit dir einer Meinung, dass Meisterschaft und Ko-Wettbewerbe andere Kompetenzen von Trainer und Team erfordern.
Doch wir reden hier von der Champions League, und da finde ich dein Zitat
"Manche Spielstile sind perfekt für KO Wettbewerbe, da man jeden Gegner auf sein Niveau herunterziehen und schlagen kann" schon etwas zum Schmunzeln.
Das CL-Finale erreichen, indem man mal eben Real, Barca, PSG, Liverpool, Bayern und City "auf sein Niveau runterzieht"?
Das musst du mir mal erklären. Denn dann gehe ich sofort als Cheftrainer zu Pafos und siehe sie alle verdammt runter. 🤣
Dann solltest du dir noch einmal Porto unter José Mourinho anschauen.
Es gibt einen Grund warum Mourinho einer der erfolgreichste Trainer in den europäischen Wettbewerben ist. Und Pep Guardiola der erfolgreichste Trainer in Ligawettbewerben. Seine Erfolge in den europäischen Wettbewerben allerdings im Vergleich überschaubar ist.
Ein anderes gutes und aktuelles Beispiel ist Atalanta Bergamo. Welche in der EL Saison 23/24 Liverpool und Leverkusen zerpflückt haben. Weil Sie quasi 1 vs 1 Pressing über das ganze Spielfeld gespielt haben und körperlich und Zweikampfstärker waren.
Das Problem mit dem Spielstil ist, dass sich schwächere Mannschaften in der Liga in einen tiefen Block zurückfallen lassen und man spielerische Lösungen benötigt. Weswegen man gegen schwächere Mannschaften nicht genügend Punkte einfährt.
In KO Wettbewerben trifft man dann in der Regel auf gleichstarke oder stärkere Mannschaften, welche dann selbst Lösungen mit dem Ball suchen und dementsprechend anfälliger für Pressing sind. Da die Mannschaften weiter hochschieben und nicht damit zufrieden sind 9 Spieler hinter dem Ball zu lassen.
Nochmal: Ich stimme dir ja zu, dass Ko-Wettbewerbe ("Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!") anders sind als Meisterschaften.
Doch nehmen wir dein Beispiel Atalanta in der EL: Wenn du tatsächlich meinst, die hätten Leverkusen im Endspiel "auf ihr Niveau runtergezogen", haben wir unterschiedliche Meinungen darüber, was gut Fußball spielen bedeutet.
Aggressives Pressing, technisch exzellentes Passspiel, extrem schnelles Umschalten bei Ballgewinn. Das ist das, was ich von diesem Endspiel von Atalanta in Erinnerung habe.
Ich will es mal in einem Satz formulieren: Atalanta war für mich im Endspiel eine klasse besser als Leverkusen.
PS. Du meinst doch nicht wirklich im Ernst, dass der FC Porto in der CL-Saison 2003/2004 schlechten Fußball gespielt hat, oder?
Richtig. Atalanta war im Endspiel eine klasse besser als Leverkusen. Weil Ihr Spielstil quasi das perfekte Counterpart zum Spielstil von Leverkusen war. Auf die Saison gesehen hat Leverkusen das deutlich höhere Level gehabt. In dem Spiel war Atalanta deutlich überlegen.
Letztendlich geht es bei dem Ausdruck "auf das Level" herunterziehen nicht darum, wer das bessere Spiel absolviert hat. Sondern welche Spielanlage ist auf eine gewisse Strecke besser und wer schafft es seinen Matchplan durchzubekommen. Oder welche Mannschaft über die deutlich höhere individuelle Klasse verfügt.
Das positionale Passspiel, welches Leverkusen gespielt hat, ist auf Dauer erfolgreicher bei guter Ausführung. Als das hohe Mann gegen Mann Pressing von Atalanta. Da es weniger auf Zufall in der Offensive basiert und man eine höhere Beständigkeit im generieren von Tormöglichkeiten erzielt.
Zumal es immer einfacher ist Tore zu verteidigen als Tore zu erzielen.
Fasse mal zusammen, was du da geschrieben hast:
Atalanta war gegen Leverkusen besser und hatte den besseren Matchplan.
Wenn wir davon ausgehen, dass derjenige besser Fußball spielt, der mehr Tore schießt (ist ja das Ziel des Spiels), sagst du schlicht:
Atalanta hat besser Fußball gespielt. Damit stimmst du dem zu, was ich von Anfang an gesagt habe.
Schön, dass wir jetzt doch einer Meinung sind. 😊










