Kaderplanung Regionalligasaison 25/26
16.04.2025 - 12:18 Uhr
06.05.2025 - 17:04 Uhr
Hab gestern so ein bisschen darauf rumgedacht, was der Plan für Offensive aus dem Mittelfeld war und warum der gescheitert ist.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
- Skarlatidis: mei, natürlich auch eine Saison unter Wert, wäre ws. mehr gegangen, wenns im Team allgemein besser gelaufen wäre. Hat's nicht rausgerissen.
- Leuthard: hier glaube ich, hatte man sich eine Kratti/Keller-Entwicklung fest vorgestellt (er startete ja die ersten 2-3 Saisonspiele auch) nachdem die Vorbereitung ja ganz vielversprechend war. War dann schnell abgemeldet.
- Mashigo: hier hatte man sich sicher auch den nächsten Schritt erwartet. Ich war ja im Kontakt zur medizinischen Abteilung... der Junge trainiert auch echt schon länger wieder mit und keiner weiß, woran das wirklich so liegt/lag, dass da nix/wenig mehr geht.
- Breuer: hatte offensive Ansätze, aber auch nicht den richtigen Wumms
- Adu: hat halt auch nicht gezogen, wenn er fit war.
- Maier: Gefühlt musste er dann ran, weil die anderen Optionen halt so gar nicht funktioniert hatten. In der Hinrunde war das echt ein Leiden mit ihm.
- Andere (wie Lamby, Ortel, Kügel, Jastremski) durften sich versuchen, konnten sich aber nie erfolgreich festspielen
- Winklbauer hatte eigentlich nie wirklich eine Chance
Hätten 1-2 der "jungen Wilden" Leuthard/Mashigo/Breuer/Adu eine Entwicklung gemacht, hätten wir offensiv schon deutlich mehr reißen können. Da kam halt nix, wir haben es dann viel zu lang mit Maier versucht und dann erst mit Torsiello/Popp nachgelegt als es egtl. schon zu spät war.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
- Skarlatidis: mei, natürlich auch eine Saison unter Wert, wäre ws. mehr gegangen, wenns im Team allgemein besser gelaufen wäre. Hat's nicht rausgerissen.
- Leuthard: hier glaube ich, hatte man sich eine Kratti/Keller-Entwicklung fest vorgestellt (er startete ja die ersten 2-3 Saisonspiele auch) nachdem die Vorbereitung ja ganz vielversprechend war. War dann schnell abgemeldet.
- Mashigo: hier hatte man sich sicher auch den nächsten Schritt erwartet. Ich war ja im Kontakt zur medizinischen Abteilung... der Junge trainiert auch echt schon länger wieder mit und keiner weiß, woran das wirklich so liegt/lag, dass da nix/wenig mehr geht.
- Breuer: hatte offensive Ansätze, aber auch nicht den richtigen Wumms
- Adu: hat halt auch nicht gezogen, wenn er fit war.
- Maier: Gefühlt musste er dann ran, weil die anderen Optionen halt so gar nicht funktioniert hatten. In der Hinrunde war das echt ein Leiden mit ihm.
- Andere (wie Lamby, Ortel, Kügel, Jastremski) durften sich versuchen, konnten sich aber nie erfolgreich festspielen
- Winklbauer hatte eigentlich nie wirklich eine Chance
Hätten 1-2 der "jungen Wilden" Leuthard/Mashigo/Breuer/Adu eine Entwicklung gemacht, hätten wir offensiv schon deutlich mehr reißen können. Da kam halt nix, wir haben es dann viel zu lang mit Maier versucht und dann erst mit Torsiello/Popp nachgelegt als es egtl. schon zu spät war.
06.05.2025 - 17:21 Uhr
Find's übrigens ganz cool, wie Schweinfurt das gewuppt hatte mit den Transfers von "Regionalliga-Stars", die halt weiter auf Regionalliga-Top-Niveau performt hatten:
- Müller (22 Scorer)
- Dellinger (21 Scorer)
- Endres (17 Scorer)
- Thoman (15 Scorer)
- Schneller (Stammkeeper)
- Angleberger
- Langhans
Die kamen alle vor der Saison aus der Regio... wir brauchen sicher keine 7 neuen "alten" aber mit 2-3 gestandenen Regio-"Profis", 3-4 alten Hasen ausm aktuellen Kader und den jungen Wilden könnten wir da schon mind. im oberen Mittfeld landen in den nächsten 1-3 Jahren.
- Müller (22 Scorer)
- Dellinger (21 Scorer)
- Endres (17 Scorer)
- Thoman (15 Scorer)
- Schneller (Stammkeeper)
- Angleberger
- Langhans
Die kamen alle vor der Saison aus der Regio... wir brauchen sicher keine 7 neuen "alten" aber mit 2-3 gestandenen Regio-"Profis", 3-4 alten Hasen ausm aktuellen Kader und den jungen Wilden könnten wir da schon mind. im oberen Mittfeld landen in den nächsten 1-3 Jahren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Manu_Tto am 06.05.2025 um 17:23 Uhr bearbeitet
06.05.2025 - 19:13 Uhr
Zitat von Manu_Tto
Hab gestern so ein bisschen darauf rumgedacht, was der Plan für Offensive aus dem Mittelfeld war und warum der gescheitert ist.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
Hab gestern so ein bisschen darauf rumgedacht, was der Plan für Offensive aus dem Mittelfeld war und warum der gescheitert ist.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
Ich fand den Kader vor der Saison nicht abwegig - hab ihn ja auch in der Winterpause noch nicht abgeschrieben. Und ich steh schon dazu. Auch wenn ich natürlich ganz simpel durch die Realität widerlegt bin.
Wie schon im Thread geschrieben, glaub ich (nach sorgfältiger Abwägung), dass die vorderste Sturmfront nicht das Problem war. Ihorst war gewissermaßen ne Wildcard, die auch hätte zünden können, wie zwischenzeitlich erkennbar war. Kügel und Jastremski haben gemessen an der Chancenzahl eigentlich ne ganz gute Quote. Insbesondere wenn man einrechnet, wie die teils auf dem Flügel rumtraben mussten. Dazu ja noch das ein oder andere Alu. Also: Keine Torschützenkönigsphären, aber in einem "normalen Team" hätten beide eigentlich gut zweistellig werden können.
Dahinter halt, wie die Spiegelstrichliste auch zeigt, eine ganze Schrotflintenladung an Optionen. Dass praktisch keine aufgegangen ist, ist natürlich bitter. Man könnte ja auch noch Simic und Seidel dazuschreiben.
Die beiden kann man wohl tatsächlich als Missverständnis verbuchen, selbiges für Winklbauer. Der hat 3,5 Trainer gehabt und keiner hat ihn für tauglich befunden. Das hat dann nix mehr mit persönlichen Animositäten oder Pech zu tun.
Ich seh aber auch _einen_ Trainerfehler und zwar bei Unterberger:
Leuthard wurde früh aussortiert, an Maier (und gewissermaßen auch Skarla) ganz lange festgehalten. Ob die OA schon qua Gesamtkonstellation auf verlorenem Posten waren, kann man auch durchaus diskutieren. Aber _wenn_ man trotz wöchentlicher Probleme an Spielern klammert, dann bitte an Talenten. Es war klar, dass Maier kein Speedmonster mehr wird (und außer Form war), bei Leuten wie Leuthard, Breuer, Adu (ggf. auch Mashigo, wobei meine Meinung bekannt ist) gibt's zumindest Hoffnung, dass der Knoten platzt. Krattl und Keller sind auch im Saisonverlauf gewachsen, wenn auch auf besserem Startniveau. Schnell sind die alle, zwei linke Füße haben sie auch nicht. Aber niemand von denen durfte mal drei Partien am Stück machen.
Und wenn man das Problem "Speed" und "Kreativität" sieht, dann muss man diese Karte spielen. Worst case hätte man jetzt entweder einen starken Spieler für die RL oder eine Ablöseoption. Platz 21 wär's nicht geworden. Aktuell sind ja zumindest Breuer und Leuthard wieder im Kader oder nahe dran.
Ein weiteres Problem mag Fitness sein. Ich erinnere mich - mit Abstrichen bei Bielefeld auswärts - an kein Spiel, an dem Richtung Spielende Druck von Haching kam. Ganz im Gegenteil, da wurd's fast immer eng.
09.05.2025 - 13:08 Uhr
Basti Maier beendet seine Profikarriere nach der Saison mit 31 Jahren und steigt ins Berufsleben ein. Das verkündet der Verein.
Ich glaube für die Regio hätte er noch 3-4 Jahre in petto gehabt.
Sehr schade.
Ich glaube für die Regio hätte er noch 3-4 Jahre in petto gehabt.
Sehr schade.
09.05.2025 - 18:24 Uhr
Ich glaube, das ist okay so. Ich will sicher nicht nachtreten, zumal er sich - finde ich - in den vergangenen Wochen gefangen und leise, aber im erwartbaren Rahmen sehr solide Arbeit gemacht hat.
Man kann da über die Hintergründe auch nur spekulieren, aber ich glaube ihm, wenn er sagt, dass er sich auf die Zeit nach der Karriere "sehr freut". Vielleicht hat auch ohne handfeste Verletzung notorisch irgendwas geschmerzt, vielleicht war der Spaß weg (beides kann nach den zitierten 14 Jahren Profifußball gut sein)... Womöglich war da auch schon die ziemlich, ziemlich späte Verlängerung um nur ein Jahr ein Fingerzeig.
Gemessen an seinem Potenzial hat er sich jedenfalls schon ziemlich lange eher durchgeschleppt. Ich denke aber, wir brauchen jetzt ungebremse Leidenschaft beim Neuaufbau (und sicher Kaderplätze für ambitionierte Youngster und vermutlich auch Etat für RL-"Leader").
Insofern eben: Allem Anschein nach eine reflektierte Entscheidung und alles gut. Viel Erfolg für die Zukunft - und natürlich danke für drei Jahre Haching!
Man kann da über die Hintergründe auch nur spekulieren, aber ich glaube ihm, wenn er sagt, dass er sich auf die Zeit nach der Karriere "sehr freut". Vielleicht hat auch ohne handfeste Verletzung notorisch irgendwas geschmerzt, vielleicht war der Spaß weg (beides kann nach den zitierten 14 Jahren Profifußball gut sein)... Womöglich war da auch schon die ziemlich, ziemlich späte Verlängerung um nur ein Jahr ein Fingerzeig.
Gemessen an seinem Potenzial hat er sich jedenfalls schon ziemlich lange eher durchgeschleppt. Ich denke aber, wir brauchen jetzt ungebremse Leidenschaft beim Neuaufbau (und sicher Kaderplätze für ambitionierte Youngster und vermutlich auch Etat für RL-"Leader").
Insofern eben: Allem Anschein nach eine reflektierte Entscheidung und alles gut. Viel Erfolg für die Zukunft - und natürlich danke für drei Jahre Haching!
09.05.2025 - 21:11 Uhr
Hmm, wo soll ich anfangen. Ich komme mal wieder dazu zu schreiben. Vor bald einem halben Jahr haben ziemlich viele, wilde Ereignisse mich mal kurz aus dem Alltag geholt. Und wenn man lange Krankenhäuser besucht passiert dann auch noch, dass man selbst zum Patienten wird. Ich habe die Spiele verfolgt, aber groß Gedanken darüber wollte ich mir nicht mehr machen. Spätestens nach Bielefeld, Stuttgart und Hannover war es dann ja eh eigentlich klar.
Das Leben hat sich wieder eingependelt, mit weniger Folgen als zuerst gedacht und alles gut. Also langsam wieder die Möglichkeit, Kapazität für die neuen Herausforderungen zu widmen.
Aber anfangen will ich mit zwei Namen: Unterberger und Stiefler.
Ich habe die Interviews und Analysen von Unterberger immer geschätzt. Für mein Empfinden lagen sie selten daneben und er selbst machte eigentlich einen überzeugenden Eindruck, bis er irgendwann mit seiner fehlenden Seriösität in Schiedsrichterthemen da seinen Kredit verspielte. Aber eigentlich geht es um zwei andere Punkte. Einerseits ist es gescheitert, ein Spielsystem zu finden. Betonung auf "Spiel". Im Nachgang ist man natürlich immer schlauer und weiß alles besser, aber mein persönlicher Knackpunkt ist das Spiel in Dresden mit dem heutigen Wissen. Die große Chance auf den Durchbruch gegen 10 Spieler vergeben, Welzmüller ab dem Zeitpunkt der verlorene Anker und in der Rückrunde bereits 31 statt 18 Gegentore. Und diese löchrige Abwehr bekam oben darauf noch ein Mittelfeld ohne Passsicherheit. Wir haben und spielerisch ins Nichts entwickelt. Und wenn andererseits dann auch noch Zugänge die Torsiello oder Popp ohne jegliche Spielpraxis mal zumindest etwas Spielwitz mitbringen und auch gleich offensiv ein bisschen Hoffnung erscheinen lassen, so ist es dann doch ein Zeugnis für das Training, vom konditionellen Zustand nach dem Trainingslager mit Extraeinsatz für die Waagschale ganz zu schweigen. Ja, man nicht immer so eine Entwicklung haben wie bei Krattenmacher oder Keller. Aber die Talentverarmung nach Lamby und Ortel, die sich ja langsam rankämpften vor einem Jahr, mit so gar keiner Ausbeute und eher noch Verlusten wie Seidel und Simic wirft zu viele Fragen auf, die wohl nie beantwortet werden.
Vielleicht hängt beides zusammen, ohne Spielsystem kein Fixpunkt für die Entwicklung? Vielleicht die Mannschaft von der Moral komplett zerlegt? Wer weiß.
Und dann kommt Stiefler, der als Kämpfer und Arbeiter weiterhin alle Ehre genießt, aber für mich beispielhaft für die Entwicklung steht. Wir wissen nun, dass er nicht der Fixpunkt der Abwehr sein konnte. Er war es als Ersatz für Welzmüller schon nicht, aber damals gab es nur das Spiel gegen Dortmund als ersten Fingerzeig. Dazu kamen nun die vielen Momente, wo er dann doch etwas zu langsam sich die Karten fing, die 11er verursachte und vorne dann halt doch trotz Chancen das Ding nicht mehr machen konnte. Er zeigte in so vielen Spielen wie auch all der Einsatz und die Mühe eben nicht mehr reicht, sei es durch Pech oder eben das Quentchen weniger zu letztem Jahr. Und damit auch für Maier oder Skarlatidis, der auch nur noch gegen Stuttgart effektiv war. Und das tut schon weh, weil es alle eigentlich geile Kicker waren und plötzlich funktioniert gar nichts mehr. Bitter.
Am Ende gesellt sich dann noch etwas hinzu, was mich weiterhin aufregt: Ja, wir haben gelernt und früher mal am Trainer gesägt, was neues probiert. Es nicht ausgesessen immerhin. Aber eines bleibt: Wenn es nicht läuft flüchtet man sich ins Alter. Mein emotionales Ende war daheim gegen Verl: Wir haben eine Abwehr als alten Säcken bis auf eine Position und lassen uns so offen herspielen, alle meterweit weg von ihren Gegenspielern, in Überzahl dann planlos. Geis und Knipping? Nachgelegte Erfahrung ohne Zündung. Junge verloren und dann weiter so Spiele wie Wiesbaden, wo weiterhin Ü30 verteidigen ohne Zugriff. Wo ist da die Jugend? Auch gegen Cottbus, was wenigstens ansehnlicher war, Abstieg durch, wo ist die Jugend? Hoops oder Schlicke hinten drin können es auch nicht schlechter machen. Wir haben uns statt Jugendkurs wieder nur in Erfahrung versucht zu retten, auch diesmal ohne Sinn und Erfolg, Robert Müller lässt grüßen. Alles nicht überzeugend.
Und nun? Eine überzeugende U19. Noch ein paar alte werden übrig bleiben wo man gespannt sein darf, ob es wenigstens für Liga 4 noch reicht und man muss hoffen, dass man mehr Transferglück hat. Wobei ich da auch einstimme in die anderen Stimmen: Uns haben zwar die Tore gefehlt, aber der Sturm war nicht das Problem. Jastremski mag mit Ball weder schnell genug noch dribbelstark sein, aber er macht die Dinger vorne drin. Dazu mit Kügel und Ihorst konnte man eigentlich schon nicht unzufrieden sein, denn auch ein Kügel konnte manches Ding machen, solange man ihm eine Vorlage präsentieren konnte. Sein Problem war ja immer das Abseits, aber spielerisch ging halt nichts. Ja, die alten ohne Durchsetzungskraft, die jungen vielleicht noch zu grün, aber letztere bekamen dann auch nicht die Chance zu wachsen und erstere keine alternativen Pläne vielleicht mit einer 10 oder sonstwas, damit mal irgendwas geht. Wie man es auch wendet, zentral muss sich was tun. Es braucht spielerische Anker. Ich kann es mir nicht ausmahlen welchen Plan man im Kopf hat, aber wenn er wieder nur die Flucht in Alter und Erfahrung ist ohne Risiko für die Jungen, das man dann nicht beim ersten Widerstand über Bord wirft, hab ich wenig Lust mir das anzusehen. Denn das Gegurke ohne den Silberstreif auf Weiterentwicklung von ein paar zu grünen Steckerlbeinen kann ich mir auch Kreisliga geben.
Achja, denn wenn sich nicht der Kader komplett ändert, dann braucht man doch wieder einen anderen Trainer. Denn beides harmoniert noch nicht Ansatzweise, dass man sagen könnte eine Vorbereitung ändert da die Welt. Ein Teil braucht mindestens eine komplette Rosskuhr, der andere kommt dann auch mit entsprechend weniger zurecht, aber ohne dem keine Aufbruchstimmung. Sandro Wagner nach seiner Ankunft lässt grüßen.
Das Leben hat sich wieder eingependelt, mit weniger Folgen als zuerst gedacht und alles gut. Also langsam wieder die Möglichkeit, Kapazität für die neuen Herausforderungen zu widmen.
Aber anfangen will ich mit zwei Namen: Unterberger und Stiefler.
Ich habe die Interviews und Analysen von Unterberger immer geschätzt. Für mein Empfinden lagen sie selten daneben und er selbst machte eigentlich einen überzeugenden Eindruck, bis er irgendwann mit seiner fehlenden Seriösität in Schiedsrichterthemen da seinen Kredit verspielte. Aber eigentlich geht es um zwei andere Punkte. Einerseits ist es gescheitert, ein Spielsystem zu finden. Betonung auf "Spiel". Im Nachgang ist man natürlich immer schlauer und weiß alles besser, aber mein persönlicher Knackpunkt ist das Spiel in Dresden mit dem heutigen Wissen. Die große Chance auf den Durchbruch gegen 10 Spieler vergeben, Welzmüller ab dem Zeitpunkt der verlorene Anker und in der Rückrunde bereits 31 statt 18 Gegentore. Und diese löchrige Abwehr bekam oben darauf noch ein Mittelfeld ohne Passsicherheit. Wir haben und spielerisch ins Nichts entwickelt. Und wenn andererseits dann auch noch Zugänge die Torsiello oder Popp ohne jegliche Spielpraxis mal zumindest etwas Spielwitz mitbringen und auch gleich offensiv ein bisschen Hoffnung erscheinen lassen, so ist es dann doch ein Zeugnis für das Training, vom konditionellen Zustand nach dem Trainingslager mit Extraeinsatz für die Waagschale ganz zu schweigen. Ja, man nicht immer so eine Entwicklung haben wie bei Krattenmacher oder Keller. Aber die Talentverarmung nach Lamby und Ortel, die sich ja langsam rankämpften vor einem Jahr, mit so gar keiner Ausbeute und eher noch Verlusten wie Seidel und Simic wirft zu viele Fragen auf, die wohl nie beantwortet werden.
Vielleicht hängt beides zusammen, ohne Spielsystem kein Fixpunkt für die Entwicklung? Vielleicht die Mannschaft von der Moral komplett zerlegt? Wer weiß.
Und dann kommt Stiefler, der als Kämpfer und Arbeiter weiterhin alle Ehre genießt, aber für mich beispielhaft für die Entwicklung steht. Wir wissen nun, dass er nicht der Fixpunkt der Abwehr sein konnte. Er war es als Ersatz für Welzmüller schon nicht, aber damals gab es nur das Spiel gegen Dortmund als ersten Fingerzeig. Dazu kamen nun die vielen Momente, wo er dann doch etwas zu langsam sich die Karten fing, die 11er verursachte und vorne dann halt doch trotz Chancen das Ding nicht mehr machen konnte. Er zeigte in so vielen Spielen wie auch all der Einsatz und die Mühe eben nicht mehr reicht, sei es durch Pech oder eben das Quentchen weniger zu letztem Jahr. Und damit auch für Maier oder Skarlatidis, der auch nur noch gegen Stuttgart effektiv war. Und das tut schon weh, weil es alle eigentlich geile Kicker waren und plötzlich funktioniert gar nichts mehr. Bitter.
Am Ende gesellt sich dann noch etwas hinzu, was mich weiterhin aufregt: Ja, wir haben gelernt und früher mal am Trainer gesägt, was neues probiert. Es nicht ausgesessen immerhin. Aber eines bleibt: Wenn es nicht läuft flüchtet man sich ins Alter. Mein emotionales Ende war daheim gegen Verl: Wir haben eine Abwehr als alten Säcken bis auf eine Position und lassen uns so offen herspielen, alle meterweit weg von ihren Gegenspielern, in Überzahl dann planlos. Geis und Knipping? Nachgelegte Erfahrung ohne Zündung. Junge verloren und dann weiter so Spiele wie Wiesbaden, wo weiterhin Ü30 verteidigen ohne Zugriff. Wo ist da die Jugend? Auch gegen Cottbus, was wenigstens ansehnlicher war, Abstieg durch, wo ist die Jugend? Hoops oder Schlicke hinten drin können es auch nicht schlechter machen. Wir haben uns statt Jugendkurs wieder nur in Erfahrung versucht zu retten, auch diesmal ohne Sinn und Erfolg, Robert Müller lässt grüßen. Alles nicht überzeugend.
Und nun? Eine überzeugende U19. Noch ein paar alte werden übrig bleiben wo man gespannt sein darf, ob es wenigstens für Liga 4 noch reicht und man muss hoffen, dass man mehr Transferglück hat. Wobei ich da auch einstimme in die anderen Stimmen: Uns haben zwar die Tore gefehlt, aber der Sturm war nicht das Problem. Jastremski mag mit Ball weder schnell genug noch dribbelstark sein, aber er macht die Dinger vorne drin. Dazu mit Kügel und Ihorst konnte man eigentlich schon nicht unzufrieden sein, denn auch ein Kügel konnte manches Ding machen, solange man ihm eine Vorlage präsentieren konnte. Sein Problem war ja immer das Abseits, aber spielerisch ging halt nichts. Ja, die alten ohne Durchsetzungskraft, die jungen vielleicht noch zu grün, aber letztere bekamen dann auch nicht die Chance zu wachsen und erstere keine alternativen Pläne vielleicht mit einer 10 oder sonstwas, damit mal irgendwas geht. Wie man es auch wendet, zentral muss sich was tun. Es braucht spielerische Anker. Ich kann es mir nicht ausmahlen welchen Plan man im Kopf hat, aber wenn er wieder nur die Flucht in Alter und Erfahrung ist ohne Risiko für die Jungen, das man dann nicht beim ersten Widerstand über Bord wirft, hab ich wenig Lust mir das anzusehen. Denn das Gegurke ohne den Silberstreif auf Weiterentwicklung von ein paar zu grünen Steckerlbeinen kann ich mir auch Kreisliga geben.
Achja, denn wenn sich nicht der Kader komplett ändert, dann braucht man doch wieder einen anderen Trainer. Denn beides harmoniert noch nicht Ansatzweise, dass man sagen könnte eine Vorbereitung ändert da die Welt. Ein Teil braucht mindestens eine komplette Rosskuhr, der andere kommt dann auch mit entsprechend weniger zurecht, aber ohne dem keine Aufbruchstimmung. Sandro Wagner nach seiner Ankunft lässt grüßen.
09.05.2025 - 21:36 Uhr
Erstmal mein Mitgefühl für die harte Zeit die du nun hoffentlich überwunden hast. In so einer Phase, wäre es natürlich toll, wenn sein Verein wenigstens etwas Positives ins Leben bringt.
Die Punkte sind leider alle richtig. Ich denke MU wurde am Ende das System Wagner aus der ersten Saison zum Verhängnis, er hat nie sein eigenes gefunden und viel zu lange am starren 442 festgehalten, ohne die richtigen Spieler dafür zu haben. Wahrscheinlich hat dafür garnicht viel gefehlt, eher ein IV von Format, neben Knipping, um eben Stiefler für die 6 frei zu machen und vllt ein kreatives Element, oder ein tolles Umschaltspiel.
Die Punkte sind leider alle richtig. Ich denke MU wurde am Ende das System Wagner aus der ersten Saison zum Verhängnis, er hat nie sein eigenes gefunden und viel zu lange am starren 442 festgehalten, ohne die richtigen Spieler dafür zu haben. Wahrscheinlich hat dafür garnicht viel gefehlt, eher ein IV von Format, neben Knipping, um eben Stiefler für die 6 frei zu machen und vllt ein kreatives Element, oder ein tolles Umschaltspiel.
10.05.2025 - 00:15 Uhr
Erstmal auch von mir: Gute Besserung weiter in allen nötigen Hinsichten. Schön, wenn du wieder dabei bist! (Der allseits geteilte UHG-Frust ist eh klar.)
Ich würde auch in weitesten Teilen zustimmen. Eventuell mit kleinen Abstrichen bei Unterbergers Analysen: Am Magenta-Mikro war das schon okay - bei den Spieltags-PKs war ich teils skeptischer. Da fing dann irgendwann das Gedisse des eigenen Kaders (grade des Sturms!) an. Ging schon damals gar nicht, das ist das Fortschieben von Verantwortung. Der Trainer ist aber der sportlich Verantwortliche.
Von außen ist sowas natürlich ganz schwer zu beurteilen, und ich will mich da jetzt auch nicht versteigen... Aber möglich scheint mir, dass MU das Auge hat, eine vorhandene taktische Situation zu beurteilen - aber nicht die Skills, eine "Strategie" zu entwerfen. Also: Spieler x gegen Gegenspieler y etwas verschieben, ja. Einen Gesamtplan für den vorhandenen Kader entwickeln und im Training planvoll darauf vorbereiten: nein. Mutmaßlich ist das im NLZ, das grob auf das System der I hinarbeitet, auch nicht so essentiell. Im Prinzip ist's ja auch so ähnlich schon geschrieben.
Aber Spielertypen wie Krattl, Keller oder Hobsch gibt's eben nicht im Dutzend bei Aldi zu kaufen. Und dann ist's halt so, als wenn man bei Anstoß 2 einen veränderten Kader immer ins selbe falsche System schmeißt und überall Punktabzüge wegen falscher Positionen fängt. Und dann beginnt die Negativspirale, weil im Strudel nach unten auch Kreativität und Lockerheit verlorengehen. Was ich aus dem Vereinsumfeld höre, war MU zugleich auch nicht unbedingt der Mann der Einzelgespräche... Das dürfte bei SW ganz anders gewesen sein.
Richtig ist auch, dass es eine Art Neuanfang braucht, mit Bender _und_ 50 Prozent oder mehr des aktuellen Kaders dürfte das schwer werden. Das sind dann zehn bis fünfzehn Spieler, die wöchentlich mit seinen Anweisungen gescheitert sind - und so eine kritische Masse überträgt diesen Zweifel dann im Normalfall auf die Neuankömmlinge, verbal oder nonverbal.
Aber insofern kleines Schulterzucken, als dass ich (aus Fansicht und rein sportlich, ich unterstelle niemandem schlechten Charakter!) weder an Bender noch an 80% des Kaders hänge. Bender könnte ein Argument für junge Kicker sein, rein Übungs- und Teamchef-halber wär mir z.B. Matvienko genauso recht oder unrecht.
Und oh dear - man gebe uns einen fähigen Konditionstrainer! Auch das scheint rückblickend eher SWs Verantwortungsbereich gewesen zu sein (wie vermutlich fast alles). Weiß nicht, ob man das unserem "neuen" Athletiktrainer in die Schuhe schieben kann/muss, grad gegen Ende der Hinrunde schien es ja auch, als ob das Team riesen Aufwand für minimale Erträge betrieben hat... Aber das Ergebnis scheint ziemlich indiskutabel.
Ich würde auch in weitesten Teilen zustimmen. Eventuell mit kleinen Abstrichen bei Unterbergers Analysen: Am Magenta-Mikro war das schon okay - bei den Spieltags-PKs war ich teils skeptischer. Da fing dann irgendwann das Gedisse des eigenen Kaders (grade des Sturms!) an. Ging schon damals gar nicht, das ist das Fortschieben von Verantwortung. Der Trainer ist aber der sportlich Verantwortliche.
Von außen ist sowas natürlich ganz schwer zu beurteilen, und ich will mich da jetzt auch nicht versteigen... Aber möglich scheint mir, dass MU das Auge hat, eine vorhandene taktische Situation zu beurteilen - aber nicht die Skills, eine "Strategie" zu entwerfen. Also: Spieler x gegen Gegenspieler y etwas verschieben, ja. Einen Gesamtplan für den vorhandenen Kader entwickeln und im Training planvoll darauf vorbereiten: nein. Mutmaßlich ist das im NLZ, das grob auf das System der I hinarbeitet, auch nicht so essentiell. Im Prinzip ist's ja auch so ähnlich schon geschrieben.
Aber Spielertypen wie Krattl, Keller oder Hobsch gibt's eben nicht im Dutzend bei Aldi zu kaufen. Und dann ist's halt so, als wenn man bei Anstoß 2 einen veränderten Kader immer ins selbe falsche System schmeißt und überall Punktabzüge wegen falscher Positionen fängt. Und dann beginnt die Negativspirale, weil im Strudel nach unten auch Kreativität und Lockerheit verlorengehen. Was ich aus dem Vereinsumfeld höre, war MU zugleich auch nicht unbedingt der Mann der Einzelgespräche... Das dürfte bei SW ganz anders gewesen sein.
Richtig ist auch, dass es eine Art Neuanfang braucht, mit Bender _und_ 50 Prozent oder mehr des aktuellen Kaders dürfte das schwer werden. Das sind dann zehn bis fünfzehn Spieler, die wöchentlich mit seinen Anweisungen gescheitert sind - und so eine kritische Masse überträgt diesen Zweifel dann im Normalfall auf die Neuankömmlinge, verbal oder nonverbal.
Aber insofern kleines Schulterzucken, als dass ich (aus Fansicht und rein sportlich, ich unterstelle niemandem schlechten Charakter!) weder an Bender noch an 80% des Kaders hänge. Bender könnte ein Argument für junge Kicker sein, rein Übungs- und Teamchef-halber wär mir z.B. Matvienko genauso recht oder unrecht.
Und oh dear - man gebe uns einen fähigen Konditionstrainer! Auch das scheint rückblickend eher SWs Verantwortungsbereich gewesen zu sein (wie vermutlich fast alles). Weiß nicht, ob man das unserem "neuen" Athletiktrainer in die Schuhe schieben kann/muss, grad gegen Ende der Hinrunde schien es ja auch, als ob das Team riesen Aufwand für minimale Erträge betrieben hat... Aber das Ergebnis scheint ziemlich indiskutabel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VorstadtFlo am 10.05.2025 um 00:17 Uhr bearbeitet
20.05.2025 - 14:37 Uhr
Hallo, kurze Frage kann mir einer die Spieler nennen die für nächstes Jahr noch keinen Verein haben, also wo der Vertrag ausläuft und sie dann noch keinen Vertrag für nächste Saison haben irgendwo?
30.05.2025 - 10:57 Uhr
Ein Trainer, der aneckt – bitte ja, aber mit Rückgrat!
Dass Antwerpen in Osnabrück offenbar gehen muss, weil er intern aneckt, ist aus deren Sicht vielleicht nachvollziehbar – aus sportlicher Sicht aber eigentlich ein Armutszeugnis. Genau so einen Coach würde ich mir bei uns wünschen: einen, der Ecken und Kanten hat, der nicht immer Everybody’s Darling ist – aber der für Leistung, Klarheit und Prinzipien steht.
Einen, der sich auch mal traut, MS23 leistungstechnisch auf die Bank zu setzen – nicht aus Trotz, sondern weil es sportlich einfach nicht reicht.
Einen, der Talent vor Status stellt, Entwicklung vor Namen.
Einen, der nicht nur nach außen laut ist, sondern intern klare Linien zieht – mit Autorität, aber auch mit Integrität.
Kurz gesagt: Einen wie Andi Haidl.
Er kennt den Verein, bringt Fachlichkeit mit, hat ein gutes Auge für Talente und ist keiner, der sich wegduckt, wenn’s unbequem wird. Solche Typen braucht ein Verein, wenn er sich neu aufstellen will – nicht die weichgespülte Mittelmäßigkeit oder reine Loyalität zur Führungsetage.
Ich finde: Wenn du als Trainer bei den Spielern aneckst, weil du forderst, förderst und konsequent bist – dann machst du meistens etwas richtig.
Die Frage ist nur, ob der Verein stark genug ist, das auszuhalten – und im besten Fall: davon zu profitieren.
Ist Haidl eine realistische und richtige Lösung – oder braucht es eher jemanden von außen?
Dass Antwerpen in Osnabrück offenbar gehen muss, weil er intern aneckt, ist aus deren Sicht vielleicht nachvollziehbar – aus sportlicher Sicht aber eigentlich ein Armutszeugnis. Genau so einen Coach würde ich mir bei uns wünschen: einen, der Ecken und Kanten hat, der nicht immer Everybody’s Darling ist – aber der für Leistung, Klarheit und Prinzipien steht.
Einen, der sich auch mal traut, MS23 leistungstechnisch auf die Bank zu setzen – nicht aus Trotz, sondern weil es sportlich einfach nicht reicht.
Einen, der Talent vor Status stellt, Entwicklung vor Namen.
Einen, der nicht nur nach außen laut ist, sondern intern klare Linien zieht – mit Autorität, aber auch mit Integrität.
Kurz gesagt: Einen wie Andi Haidl.
Er kennt den Verein, bringt Fachlichkeit mit, hat ein gutes Auge für Talente und ist keiner, der sich wegduckt, wenn’s unbequem wird. Solche Typen braucht ein Verein, wenn er sich neu aufstellen will – nicht die weichgespülte Mittelmäßigkeit oder reine Loyalität zur Führungsetage.
Ich finde: Wenn du als Trainer bei den Spielern aneckst, weil du forderst, förderst und konsequent bist – dann machst du meistens etwas richtig.
Die Frage ist nur, ob der Verein stark genug ist, das auszuhalten – und im besten Fall: davon zu profitieren.
Ist Haidl eine realistische und richtige Lösung – oder braucht es eher jemanden von außen?
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


