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Kaderplanung, Transfergerüchte und Wünsche 2026/27

04.02.2026 - 09:37 Uhr
Verstehe ich nicht. Die ganzen Koschinat-Befürworter haben doch nach der letzten Saison behauptet, Koschinat darf jetzt seinen Kader selbst zusammenstellen und dann geht die Post ab.

Davon hat man Sonntag mal so rein gar nichts gesehen. Im Gegenteil, es wurden Spieler sogar noch vor den Bus geworfen.

Der Typ an der Seitenlinie ist irgendwann in seiner Entwicklung vor 10–15 Jahren stehen geblieben, total festgefahren und will auch nicht davon abweichen. Dazu ist er auch noch absolut beratungsresistent.

Das Schlimmste wird auch jetzt am Wochenende wieder sein, dass, wenn ich ins Stadion gehe, irgendeiner seiner Jünger mit viel zu viel Alkohol im System lauthals seinen Namen krakeelt und sich dann wie ein kleines Kind einen Ast abfeiert, wenn er ihnen zuwinkt.

Den Personenkult nutzt der Typ schon seit Monaten gnadenlos aus. Wo er sich anfangs noch dagegen gesträubt hat, nimmt er dies nun dankend an.

Jegliche Kritik ist für ihn eine persönliche Beleidigung, und nur weil er sich rhetorisch gut verkaufen kann, frisst ihm der Großteil der Kurve zahm aus der Hand.

Sorry ging ein bisschen am Thema vorbei aber hab immer noch Puls!
Zitat von Source

Verstehe ich nicht. Die ganzen Koschinat-Befürworter haben doch nach der letzten Saison behauptet, Koschinat darf jetzt seinen Kader selbst zusammenstellen und dann geht die Post ab.

Davon hat man Sonntag mal so rein gar nichts gesehen. Im Gegenteil, es wurden Spieler sogar noch vor den Bus geworfen.

Der Typ an der Seitenlinie ist irgendwann in seiner Entwicklung vor 10–15 Jahren stehen geblieben, total festgefahren und will auch nicht davon abweichen. Dazu ist er auch noch absolut beratungsresistent.

Das Schlimmste wird auch jetzt am Wochenende wieder sein, dass, wenn ich ins Stadion gehe, irgendeiner seiner Jünger mit viel zu viel Alkohol im System lauthals seinen Namen krakeelt und sich dann wie ein kleines Kind einen Ast abfeiert, wenn er ihnen zuwinkt.

Den Personenkult nutzt der Typ schon seit Monaten gnadenlos aus. Wo er sich anfangs noch dagegen gesträubt hat, nimmt er dies nun dankend an.

Jegliche Kritik ist für ihn eine persönliche Beleidigung, und nur weil er sich rhetorisch gut verkaufen kann, frisst ihm der Großteil der Kurve zahm aus der Hand.

Sorry ging ein bisschen am Thema vorbei aber hab immer noch Puls!


Anmerkung hier: Koschinat durfte im Winter 2024-2025 und Sommer 2025 den Kader zusammenstellen. Die Spieler, die er geholt hat, sind allerdings alle mehr oder weniger weg. Dieses Transferfenster haben dann vermutlich Steegmann und Pfeifer federführend übernommen und so scheint es mir, den Kader nach ihren Vorstellungen und nicht nach Koschinats Vorstellung umgebaut. Dieser Schritt war notwendig, aber dann kannst du halt nicht mit Uwe weitermachen. Es war aber klar, dass er nach Erreichen der Relegation auch im Amt bleibt. Ich glaube dass der Verein einfach nicht ehrlich zu sich selber ist, wenn es um die Trainerposition geht und man wie schon so oft hier erwähnt auf falsch verstandene Kontinuität auf dieser Position setzt.

@Gottschalkelf Danke für die Ergänzungen. Ganz genau so ist es! Die Frage ist, wie lange man das noch ertragen muss. Jeder der ein wenig Fussballsachverstand hat, sieht solche Sachen. Da ich auch Teil der Trainer Bubble war und auch noch Freunde habe die bei anderen 3. Ligisten arbeiten und mir bestätigt haben, wie gearbeitet werden muss, sind wir nach meiner Einschätzung einfach im Coaching sowohl im Training als auch Ingame allgemein nicht auf Höhe. Das habe ich aber auch schon mehrfach angemerkt. Wir drehen uns hier im Kreis.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Philip_S am 11.08.2026 um 19:33 Uhr bearbeitet
Finde den Kader nicht so stark wie manche hier. Ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Jemand meinte hier Mal sinngemäß, man müsse Koschinat einfach einen Kader hinstellen, der so gut ist, dass er egal mit welcher Vorgabe gewinnt. Denke Mal, das ist aktuell leider nicht der Fall. Egal...

Im Endeffekt ist jedes Gespräch hier müßig, weil wirklich alles altbekannt ist. Da gebe ich Philip Recht. Vieles davon habe ich drüben ja auch so geschrieben.

Die Kaderplanung in der Theorie zu loben, finde ich dann schwierig. Wer einen Kader zusammenstellt, der nicht zum Trainer passt bzw. einen Trainer mit genau einer Variante ohne jegliche Anpassungsfähigkeit hat, und daran komplett vorbei plant, hat für mich trotzdem einen maximal schlechten Job gemacht. Das meiste tut man sehenden Auges zum wiederholten Male. Ist ein bisschen wie in einer schlechten Beziehung, in der einer meint, den anderen doch noch ändern zu können... beim 4. Mal aber wirklich. Keine Ahnung, was da intern abgeht, aber nach außen völlig unverständlich. An sich bin ich ja auch ein großer Fan von Kontinuität, aber das hier ists einfach nicht.



Die Leute, die source meint, gibt es natürlich. Weiß nicht, wer in der Mehrheit ist. Ich finde jedenfalls, dass bis auf die Relegation und die kurze Phase davor die Stimmung eher durchwachsen war. Auf jeden Fall zu schlecht, für das, was bei uns möglich war. Ich glaube, es macht schon vielen keinen Spaß, sich diese Auftritte und diesen Fußball anzugucken.
Wenn der öffentliche Druck nicht so gigantisch gewesen wäre, hätten wir die Zwischenhochs mit etwas offensiverer Einstellung und der Viererkette, die der Kader selbst wollte (schon in der Hinrunde), vielleicht nicht gehabt und manchen Spieler wahrscheinlich bis heute nicht auf dem Platz oder in seiner Position gesehen. Also vielleicht in der Hinsicht doch alles nicht müßig, wenn viele reden und die Medien die Stimmung aufgreifen.
Denke auch, dass die Verantwortlichen dafür, dass wir aus der Relegation kommen, gerade verhältnismäßig wenig Kredit bei den Fans haben. Normalerweise wäre eine Niederlage zum Start gar kein Problem, da sollte niemand meckern. Aber wegen dieser krassen Vorführung mit der Historie nehme ich schon viel Kritik wahr.
@LeckerEssen07

Ich glaube, hier muss man bei der Kaderplanung schon etwas differenzieren. Koschinat war an der Saisonanalyse beteiligt und dementsprechend wurde der Kader nicht gegen, sondern mit dem Trainer zusammengestellt. Die strategische Ausrichtung der Kaderplanung gibt dabei aber nicht der Trainer alleine vor, sondern die sportliche Leitung. Das ist bei einer strategischen Kaderplanung (Aufgabengebiet von Marcus Steegmann und seinem Team) und einer taktischen Ausrichtung, die federführend Christian Flüthmann für den Verein vorgibt, auch völlig normal. Dementsprechend wird man einen Kader auch nie zu 100 Prozent auf die Vorstellungen eines einzelnen Trainers zuschneiden.

Und genau deshalb sehe ich auch nicht, dass man komplett am Trainer vorbeigeplant hätte. Die strategische und taktische Ausrichtung, die vorgegeben wurde, passt meiner Meinung nach sehr gut zu den Neuzugängen. Gerade die Doppel 6 aus Menzel und Sietan ist in der Theorie nahezu ideal für einen Fußball mit höherem Pressing, mehr Intensität und mehr Bewegung im zentralen Mittelfeld. Auch die anderen Neuzugänge passen grundsätzlich sehr gut in dieses Profil.

Wenn Koschinat diesen Weg nicht mitgehen möchte, dann hätte er das im Rahmen der Saisonanalyse und Kaderplanung entsprechend äußern müssen. Aus seinen Aussagen und Interviews der Saisonvorbereitung geht ja auch ganz klar hervor, dass er diesen Weg mitgeht und die Mannschaft deutlich dynamischer und angriffslustiger spielen lassen möchte. Wenn er die sportliche Ausrichtung akzeptiert, ist es anschließend aber auch seine Aufgabe, die Vorgaben der sportlichen Leitung umzusetzen. In Saarbrücken hat man dann aber leider das deutliche Gegenteil gesehen und ein Abziehbild der taktischen Ausrichtung der letzten Saison, von der man eigentlich Abstand nehmen wollte.

Was ich deshalb viel problematischer finde, ist nicht, dass der Kader nicht zu 100 Prozent auf Koschinat zugeschnitten ist. Verheerend ist vielmehr, wenn unser Trainer diesen Weg im Vorfeld mitträgt und anschließend einen völlig anderen Fußball spielen lässt als den, der vorgegeben ist und für den der Kader zusammengestellt wurde.

Genau da liegt für mich aktuell das Problem. Der Kader ist aus meiner Sicht wirklich gut und homogen zusammengestellt und passt ziemlich gut zu dem Zielbild, welches die sportliche Leitung vorgibt. Nur muss dieser Fußball dann eben auch mit dem zusammengestellten Team gespielt werden.

•     •     •

Rot-Weiss Essen du bist mein Verein!
Zitat von Gottschalkelf
@LeckerEssen07

Ich glaube, hier muss man bei der Kaderplanung schon etwas differenzieren. Koschinat war an der Saisonanalyse beteiligt und dementsprechend wurde der Kader nicht gegen, sondern mit dem Trainer zusammengestellt. Die strategische Ausrichtung der Kaderplanung gibt dabei aber nicht der Trainer alleine vor, sondern die sportliche Leitung. Das ist bei einer strategischen Kaderplanung (Aufgabengebiet von Marcus Steegmann und seinem Team) und einer taktischen Ausrichtung, die federführend Christian Flüthmann für den Verein vorgibt, auch völlig normal. Dementsprechend wird man einen Kader auch nie zu 100 Prozent auf die Vorstellungen eines einzelnen Trainers zuschneiden.

Und genau deshalb sehe ich auch nicht, dass man komplett am Trainer vorbeigeplant hätte. Die strategische und taktische Ausrichtung, die vorgegeben wurde, passt meiner Meinung nach sehr gut zu den Neuzugängen. Gerade die Doppel 6 aus Menzel und Sietan ist in der Theorie nahezu ideal für einen Fußball mit höherem Pressing, mehr Intensität und mehr Bewegung im zentralen Mittelfeld. Auch die anderen Neuzugänge passen grundsätzlich sehr gut in dieses Profil.

Wenn Koschinat diesen Weg nicht mitgehen möchte, dann hätte er das im Rahmen der Saisonanalyse und Kaderplanung entsprechend äußern müssen. Aus seinen Aussagen und Interviews der Saisonvorbereitung geht ja auch ganz klar hervor, dass er diesen Weg mitgeht und die Mannschaft deutlich dynamischer und angriffslustiger spielen lassen möchte. Wenn er die sportliche Ausrichtung akzeptiert, ist es anschließend aber auch seine Aufgabe, die Vorgaben der sportlichen Leitung umzusetzen. In Saarbrücken hat man dann aber leider das deutliche Gegenteil gesehen und ein Abziehbild der taktischen Ausrichtung der letzten Saison, von der man eigentlich Abstand nehmen wollte.

Was ich deshalb viel problematischer finde, ist nicht, dass der Kader nicht zu 100 Prozent auf Koschinat zugeschnitten ist. Verheerend ist vielmehr, wenn unser Trainer diesen Weg im Vorfeld mitträgt und anschließend einen völlig anderen Fußball spielen lässt als den, der vorgegeben ist und für den der Kader zusammengestellt wurde.

Genau da liegt für mich aktuell das Problem. Der Kader ist aus meiner Sicht wirklich gut und homogen zusammengestellt und passt ziemlich gut zu dem Zielbild, welches die sportliche Leitung vorgibt. Nur muss dieser Fußball dann eben auch mit dem zusammengestellten Team gespielt werden.


Perfekt geschrieben.

Aber… Wir wissen alle, dass Koschinat diese Vorgabe niemals umsetzen wird.

Dementsprechend wird es auch nicht mehr lange dauern, bis wir erlöst sind, sofern die Verantwortlichen konsequent sind.
@Gottschalkelf

Ja, kann ich mit kleinen Abstrichen auch so mitgehen, was Du sagst. Diese Differenzierung bringt uns für die Praxis aber leider gar nichts, denke ich.

Das Vorgehen ist eben extrem blauäugig. Dass Koschinat immer alles erzählt, das nötig ist, ist bekannt. Dass er immer wieder zurück in alte Muster fällt, auch. Er ist ein one trick pony, wenn man so will. Dafür brauchen wir als Verein nicht einmal auf die Worte anderer zu vertrauen. Wir haben jetzt selbst 1 1/2 Jahre Erfahrung damit. Das hat uns erst den Verein gerettet und jetzt steht es halt massiv dem Fortschritt im Weg. Wenn man etwas anderes als glorifiziertes kick and rush will, muss man einen anderen Trainer holen.

Warum ist man so scharf darauf, dass Koschinat etwas gegen seine Überzeugung und eigene Qualität tut? Selbst wenn er das Mal ohne Rückfälle täte, wäre es wohl kaum besser als jemand, der es zu 100 % will und kann. Das macht halt überhaupt keinen Sinn für mich. Entweder plant man Zerstörungsfußball mit Koschinat (will ich nicht, wäre aber immerhin konsequent) oder man plant genau das, was Du sagst mit Person X. Das aktuell ist wieder von Tag 1 Selbstsabotage und mir ist mittlerweile auch egal, ob man Koschinat oder die Planung dafür in der Hauptverantwortung sieht.
Zitat von LeckerEssen07

Die Leute, die source meint, gibt es natürlich. Weiß nicht, wer in der Mehrheit ist. Ich finde jedenfalls, dass bis auf die Relegation und die kurze Phase davor die Stimmung eher durchwachsen war. Auf jeden Fall zu schlecht, für das, was bei uns möglich war. Ich glaube, es macht schon vielen keinen Spaß, sich diese Auftritte und diesen Fußball anzugucken.
Wenn der öffentliche Druck nicht so gigantisch gewesen wäre, hätten wir die Zwischenhochs mit etwas offensiverer Einstellung und der Viererkette, die der Kader selbst wollte (schon in der Hinrunde), vielleicht nicht gehabt und manchen Spieler wahrscheinlich bis heute nicht auf dem Platz oder in seiner Position gesehen. Also vielleicht in der Hinsicht doch alles nicht müßig, wenn viele reden und die Medien die Stimmung aufgreifen.


Gut, ich kann nur von meinem Empfinden in meinem Block sprechen und da wird er vom Großteil verehrt wie sonst was. Auch auf der West schau ich ja nur von außen drauf aber diese Uwe Uwe Rufe nach MITTLERWEILE jedem Heimspiel kommen nicht von ungefähr.
Hab das nur so spitz formuliert weil mich die Art und Weise immer noch maximal aufregt wollte eigentlich nicht alle über einen Kamm scheren, bei meiner Meinung bleib ich aber trotzdem. Der schadet uns mehr als es manch einer wahrhaben will.
Zitat von LeckerEssen07
@Gottschalkelf

Ja, kann ich mit kleinen Abstrichen auch so mitgehen, was Du sagst. Diese Differenzierung bringt uns für die Praxis aber leider gar nichts, denke ich.

Das Vorgehen ist eben extrem blauäugig. Dass Koschinat immer alles erzählt, das nötig ist, ist bekannt. Dass er immer wieder zurück in alte Muster fällt, auch. Er ist ein one trick pony, wenn man so will. Dafür brauchen wir als Verein nicht einmal auf die Worte anderer zu vertrauen. Wir haben jetzt selbst 1 1/2 Jahre Erfahrung damit. Das hat uns erst den Verein gerettet und jetzt steht es halt massiv dem Fortschritt im Weg. Wenn man etwas anderes als glorifiziertes kick and rush will, muss man einen anderen Trainer holen.

Warum ist man so scharf darauf, dass Koschinat etwas gegen seine Überzeugung und eigene Qualität tut? Selbst wenn er das Mal ohne Rückfälle täte, wäre es wohl kaum besser als jemand, der es zu 100 % will und kann. Das macht halt überhaupt keinen Sinn für mich. Entweder plant man Zerstörungsfußball mit Koschinat (will ich nicht, wäre aber immerhin konsequent) oder man plant genau das, was Du sagst mit Person X. Das aktuell ist wieder von Tag 1 Selbstsabotage und mir ist mittlerweile auch egal, ob man Koschinat oder die Planung dafür in der Hauptverantwortung sieht.


Sehr gut zusammengefasst! Meine Vermutung ist, dass die Verantwortlichen Koschinat für entwicklungsfähig halten und seiner Rhetorik zum Opfer gefallen sind. Es ist ja auch oft so, dass er häufig richtige verbale Analysen trifft und es dann aber an der Umsetzung durch mangelnde Fachkenntnisse fehlt.

Es ist im Fußball nun mal auch so, dass Trainer ihre Spezialgebiete haben und für einen gewissen Fußball stehen. In den seltensten Fällen ändern Trainer ihre Prinzipien und grundsätzliche Vorstellungen von Fußball. Ein Abwehrpressing und Zerstörungs Romantiker, wie Koschinat wird einfach kein Spezialist für Angriffspressing und Angriffsfussball, vor allem nicht nach so vielen Jahren Berufserfahrung.

Und genau das, haben unsere Verantwortlichen scheinbar bisher nicht begriffen, so gut sie auch den Kader vermeintlich für „Hafenstraßenfussball“ aufgestellt haben, so sehr versagen sie dann bisher in der Trainerpersonalie. Man kann nur hoffen, dass sie es irgendwann erkennen. Wenn Havelse vergeigt wird, kann es evtl. schon eng werden. Es ist jetzt schon Druck auf dem Kessel, eben wegen der Vorsaison.
Das sind teils wirklich richtig gute Analysen hier. Ich möchte nur ergänzen, dass es nicht nur Uwes Rethorik war, die ein angriffsorientierteres Spiel herbeschworen hat, sondern auch in der Vorbereitung so trainiert wurde, als würde man versuchen die Pressinglinie deutlich nach vorne zu schieben. Auch heute im öffentlichen Training hatte ich wieder den Eindruck, als würde Uwe das versuchen, um seinen Fußball mit einer offensiveren Idee zu vereinen. Ich halte das auch grundsätzlich für möglich und für den richtigen Weg.

Warum man das dann gegen Saarbrücken nicht so umsetzt, sondern wieder auf den guten alten Zerstörungsmodus setzt, muss man sich wirklich fragen. Meine Hoffnung ist, dass man das in Saarbrücken nur gemacht hat, weil man Respekt vor dem Gegner und der Aufgabe hatte. Ich kann aber im Moment wirklich nicht sagen, ob diese Hoffnung erfüllt wird. Mehr werden wir wohl erst am Samstag sehen. Ich habe das Gefühl, dass das die Hauptbedingung für uns wird, die entscheiden wird, ob diese Saison erfolgreich wird oder nicht.
Die Größe unseres Kaders finde ich ziemlich ideal und lässt auch den Jungs aus der U19 wie Gnagnon, Henze, Malaeb und Vasic mal die Chance, in den Kader zu rutschen. Viel größer darf der Kader bei der unheimlichen Ausgeglichenheit, die unser Kader mitbringt, aus meiner Sicht auch nicht sein, weil man sich ansonsten ganz andere Probleme aufmacht.

Dennoch sehe ich noch Bedarf im Mittelfeld. Auf der 10 würde ich nichts machen, weil ich uns hier mit Telalović und Pesch sehr gut aufgestellt sehe.

Den größten quantitativen Bedarf sehe ich auf der Achterposition. Hier haben wir eigentlich nur Menzel. Bei Sietan, Swajkowski oder Reisig sehe ich die notwendigen offensiven Skills nicht, um die Position zu bekleiden. Mein Wunschspieler wäre hier Florian Engelhardt, der aus meiner Sicht ein ähnliches Skillset wie Menzel mitbringt und ihn mit seiner Lautstärke auch gut ersetzen kann.

Auf der 6 sehe ich uns quantitativ gut besetzt, allerdings würde ich hier qualitativ mit einem Ankersechser nachlegen, den Koschinat gerne hätte. Reisig und Swajkowski können es zwar spielen, scheinen bei unserem Trainer aber nicht hoch im Kurs zu stehen. Aus diesem Grund würde ich versuchen, mich von Reisig zu trennen und Swajkowski zu verleihen.

Sollte man keinen erfahrenen Sechser finden, würde ich versuchen, Elijah Krahn zu verpflichten, der noch auf einen Wechsel in Liga 2 schielt. Er hält die Position auf der 6 mehr als Sietan und bringt fußballerisch richtig gute Anlagen mit. Er wäre aus meiner Sicht eine richtig gute Alternative für Sietan und würde unsere Möglichkeiten sowie die Qualität auf der 6 erhöhen.

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