| Geburtsdatum | 19.06.1996 |
|---|---|
| Alter | 30 |
| Nat. |
Italien |
| Größe | 1,86m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Offensives Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | AS Rom |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 33 | 7 | 4 | ||
![]() | Serie A | 24 | 4 | 2 | |
![]() | Europa League | 9 | 3 | 2 | |
Lorenzo Pellegrini [7]
06.07.2019 - 13:33 Uhr
07.10.2023 - 23:30 Uhr
Die ROMA muss voraussichtlich vier Wochen auf Il Capitano verzichten!
Seine Verletzung im rechten Oberschenkel-Beuger ist leider doch langwieriger, als zunächst angenommen.
Er fehlt somit in den Spielen in Cagliari, gegen Monza und Slavia Prag sowie bei Inter.
Andererseits ist es DIE Chance für Lore, seine Akkus (sowohl physisch, wie auch psychisch) wieder aufzuladen! Bei ihm hatte man - bereits seit dem Ende der letzten Saison - den Eindruck, dass er nie bei 100% Leistungsvermögen war.
Seine Verletzung im rechten Oberschenkel-Beuger ist leider doch langwieriger, als zunächst angenommen.
Er fehlt somit in den Spielen in Cagliari, gegen Monza und Slavia Prag sowie bei Inter.
Andererseits ist es DIE Chance für Lore, seine Akkus (sowohl physisch, wie auch psychisch) wieder aufzuladen! Bei ihm hatte man - bereits seit dem Ende der letzten Saison - den Eindruck, dass er nie bei 100% Leistungsvermögen war.
08.10.2023 - 11:01 Uhr
Die Verletzung kommt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Es hat doch gerade den Eindruck gemacht als könne er sein Selbstvertrauen jetzt durch seine ganzen Scorer aufbauen und zack wieder ein Monat verletzt und er muss erstmal wieder rein kommen. Ich denke auch, dass die ganze Kritik die er abbekommt, gerade weil er der Capitano ist (was nach Totti und De Rossi eh schon schwierig ist), nicht einfach so an ihm abprallt wie an einem Mourinho beispielsweise.
Zudem fehlt er wirklich bei jeder Länderspielpause und gefühlt auch bei jedem Turnier. Macht es auch nicht einfacher da eine tragende Rolle einzunehmen.
Zudem fehlt er wirklich bei jeder Länderspielpause und gefühlt auch bei jedem Turnier. Macht es auch nicht einfacher da eine tragende Rolle einzunehmen.
21.08.2025 - 20:44 Uhr
Eigentlich überraschend, dass er nicht bei Everton in Betracht gezogen wird. Würde deren Mittelfeld ziemlich aufwerten, und bei einem Jahr Restvertrag und damit einhergehend einer geringer Ablösesumme, könnte man uns kaum Bilanztricksereien vorwerfen.
Everton zahlt allerdings nicht die größten Gehälter, bspw. mit dem Roma-Gehalt wäre Pellegrini dort bereits Topverdiener hinter Grealish.
Everton zahlt allerdings nicht die größten Gehälter, bspw. mit dem Roma-Gehalt wäre Pellegrini dort bereits Topverdiener hinter Grealish.
10.09.2025 - 16:17 Uhr
Quelle: romapress.net
According to La Gazzetta dello Sport, Pellegrini’s attitude and performances in recent training sessions impressed the ex-Atalanta boss.
Gasperini, in fact, is reportedly considering deploying Pellegrini from the start in the role of central midfielder against Torino.
Anscheinend findet Gasperini gefallen an Pellegrini und möchte ihn einsetzen. Gasperini, in fact, is reportedly considering deploying Pellegrini from the start in the role of central midfielder against Torino.
Sieht so aus, dass wieder Ruhe einkehrt.
10.09.2025 - 17:43 Uhr
Zitat von don_armino
Sieht so aus, dass wieder Ruhe einkehrt.
Quelle: romapress.net
According to La Gazzetta dello Sport, Pellegrini’s attitude and performances in recent training sessions impressed the ex-Atalanta boss.
Gasperini, in fact, is reportedly considering deploying Pellegrini from the start in the role of central midfielder against Torino.
Anscheinend findet Gasperini gefallen an Pellegrini und möchte ihn einsetzen. Gasperini, in fact, is reportedly considering deploying Pellegrini from the start in the role of central midfielder against Torino.
Sieht so aus, dass wieder Ruhe einkehrt.
Würde mich freuen. Hoffentlich zahlt Pellegrini das auch mit Leistung zurück. Der Nachteil ist natürlich dann, dass Pisilli nur noch die Nr. 5 im Mittelfeld ist. In den beiden Spielen bei der U21 hat er mir sehr gefallen. Technisch scheint er noch mal einen Schritt gemacht zu haben und auch sein Passpiel war sehr stark. Auch einige interessante Schnittstellenpässe im Stile eines 10ers dabei. Kannte ich so von ihm aus dem Jugendbereich nicht. Diese Saison scheint die Saison zu sein in der man eigentlich definitiv auf ihn setzen sollte.
21.09.2025 - 21:10 Uhr
Pelle heute mit seinem ersten Saisontor im Derby gegen Lazio. Und direkt zum Man of the Match gewählt.
Noch paar so Spiele und dann gibt’s wieder Friede Freude Eierkuchen.
Noch paar so Spiele und dann gibt’s wieder Friede Freude Eierkuchen.
08.08.2026 - 21:30 Uhr
Offiziell: Verlängerung um 1 Jahr bis 30. Juni 2027.
12.08.2026 - 16:14 Uhr
Zitat von Sonntagsschuss
Offiziell: Verlängerung um 1 Jahr bis 30. Juni 2027.
Offiziell: Verlängerung um 1 Jahr bis 30. Juni 2027.
Richtig so. Finde es sowieso schwierig, wie manche Fans diesen wahren Figlio di Roma behandeln, der wirklich schon viel für den Verein geleistet hat und für den die Roma auch jetzt bei der Verlängerung die einzelne Option war - obwohl Massara wohl aus Turin zumindest mal angeklopft hatte. Vllt findet er im Herbst seiner Karriere nochmal zu einer tollen Form, wäre eine schöne Geschichte!
22.08.2026 - 14:26 Uhr
Spieler im Fokus – Lorenzo Pellegrini
Saisonvorschau 2026–27
Bei Lorenzo Pellegrini beginnt die neue Saison mit einer Ausgangslage, die vor einigen Monaten kaum vorhersehbar gewesen wäre.
Seine Zukunft bei Roma war lange offen.
Sein Vertrag lief aus.
Mehrere Wochen war er formal ohne Vertrag.
Dann entschied sich Roma doch für eine weitere gemeinsame Saison.
Und vielleicht ist genau das inzwischen die interessanteste Perspektive:
Pellegrini muss nicht mehr der Spieler sein, auf dessen Schultern die gesamte Roma-Offensive liegt.
Mit 30 Jahren kann er beginnen, eine völlig neue Rolle innerhalb dieser Mannschaft einzunehmen.
Eine Saison mit klarer Verbesserung
Seine Serie-A-Zahlen aus 2025–26:
24 Spiele
20-mal Startelf
1.475 Minuten
4 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 6,92
Über alle Wettbewerbe:
33 Spiele
7 Tore
4 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,0
Besonders stark war Pellegrini in Europa:
9 Europa-League-Spiele
3 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,4
Damit war er noch nicht wieder auf dem Niveau seiner stärksten Roma-Jahre.
Aber nach seiner schwierigen Vorsaison war die Richtung eindeutig positiver.
Der Absturz wurde gestoppt
Seine Entwicklung über mehrere Jahre:
Saison 2020–21: 11 Tore, 9 Vorlagen – FotMob 7,3
Saison 2021–22: 14 Tore, 7 Vorlagen – FotMob 7,4
Saison 2022–23: 8 Tore, 9 Vorlagen – FotMob 7,4
Saison 2023–24: 10 Tore, 4 Vorlagen – FotMob 7,2
Saison 2024–25: 3 Tore, 2 Vorlagen – FotMob 6,9
Saison 2025–26: 7 Tore, 4 Vorlagen – FotMob 7,0
Die ganz großen Scorerzahlen sind noch nicht zurück.
Trotzdem zeigte Pellegrini unter Gasperini wieder wesentlich häufiger, warum er über Jahre zu den wichtigsten Offensivspielern der Roma gehörte.
Sieben Tore und vier Vorlagen waren zumindest wieder ein Lebenszeichen.
Top 10 unter den offensiven Mittelfeldspielern
Auch sein Ligawert bekommt im Vergleich etwas mehr Gewicht.
FotMob führte ihn bei den offensiven Mittelfeldspielern der Serie A unter anderem hinter:
Nico Paz – 7,67
Kenan Yildiz – 7,50
Francisco Conceição – 7,21
Nikola Vlašić – 7,18
Charles De Ketelaere – 7,12
Paulo Dybala – 7,09
Matías Soulé – 7,08
Nicola Zalewski – 7,01
und anschließend:
Lorenzo Pellegrini – 6,92
Damit landete Pellegrini in dieser FotMob-Kategorie noch unter den Top 10 der Serie A.
Für eine Saison mit nur 1.475 Ligaminuten ist das zumindest eine interessante Einordnung.
Sein Profil ist vollständiger, als man manchmal denkt
Pellegrinis FotMob-Perzentile im Vergleich mit Mittelfeld- und Flügelspielern:
• Herausgespielte Chancen – 84. Perzentil
• Ballkontakte – 82. Perzentil
• Gewonnene Luftkämpfe – 91. Perzentil
• Tore – 70. Perzentil
• Defensive Aktionen – 67. Perzentil
• Schussversuche – 51. Perzentil
Gerade die 84 Prozent bei herausgespielten Chancen sind bemerkenswert.
Pellegrini wird häufig über Tore, Freistöße oder einzelne technische Aktionen wahrgenommen.
Seine Kreativität ist aber weiterhin eine seiner größten Qualitäten.
Dazu kommt ein Wert, den man bei einem offensiven Mittelfeldspieler leicht übersieht:
91. Perzentil bei gewonnenen Luftkämpfen.
Mit seiner Größe und seinem Timing besitzt Pellegrini auch körperlich Eigenschaften, die ihn von vielen klassischen Zehnern unterscheiden.
Gasperini wollte einen vollständigeren Pellegrini
Gasperini machte bereits früh deutlich, dass er nicht einfach den alten offensiven Pellegrini zurückhaben wollte.
Der Trainer lobte:
seine Technik,
seinen Abschluss,
seine Läufe
und sein Timing.
Gleichzeitig wollte er von ihm mehr Arbeit als kompletter Mittelfeldspieler.
Nicht nur auf den letzten Pass warten.
Nicht nur Standards treten.
Nicht nur im Strafraum auftauchen.
Pellegrini sollte wieder stärker Teil des gesamten Spiels werden.
Und genau darin könnte auch seine Zukunft unter Gasperini liegen.
Dann kam das Derby
Das vielleicht wichtigste Spiel seiner Saison kam bereits früh.
Lazio gegen Roma.
Pellegrini stand erstmals in dieser Serie-A-Saison von Beginn an auf dem Platz.
Und ausgerechnet er erzielte das:
1:0.
Es blieb der einzige Treffer der Partie.
Roma gewann das Derby.
Der Moment war wesentlich größer als ein normales Ligator.
Nach Verletzung, Diskussionen über seine Zukunft und einer schwierigen Phase kehrte Pellegrini in die Startelf zurück und entschied eines der emotionalsten Spiele der gesamten Saison.
Wenn es ein Spiel gab, das gezeigt hat, dass Pellegrini noch nicht abgeschrieben werden sollte, dann dieses.
Gasperini kennt den Wert solcher Spieler
Nach dem Derby sprach Gasperini von einem sehr reifen Pellegrini und betonte, dass dessen technische Qualität außer Frage stehe.
Gleichzeitig verlangte er weiterhin die körperliche und taktische Entwicklung.
Das ist wichtig.
Denn Pellegrini bekam seinen Platz nicht aus Nostalgie.
Gasperini sah weiterhin einen Fußballer, den er auf hohem Niveau gebrauchen kann.
Plötzlich ist Pellegrini der alte Hase
Und genau hier verändert sich seine Rolle inzwischen grundlegend.
Über Jahre war Pellegrini selbst einer jener Spieler, die für die Zukunft der Roma stehen sollten.
Heute sieht der Kader anders aus.
Spieler wie:
Rodrigo Mora,
Niccolò Pisilli
oder Robinio Vaz
sind viele Jahre jünger.
Soulé befindet sich ebenfalls noch mitten in seiner Entwicklung.
Pellegrini ist mit 30 Jahren plötzlich einer der alten Hasen dieser Offensivgruppe.
Das klingt zunächst nach einem Nachteil.
Es könnte aber genau das Gegenteil werden.
Mora als Konkurrent – und vielleicht irgendwann auch als Schüler
Besonders interessant wird die Konstellation mit Rodrigo Mora.
Der Portugiese bringt enorme technische Qualität und Kreativität mit.
Er kann genau jene Räume im linken beziehungsweise zentralen offensiven Halbraum besetzen, in denen auch Pellegrini besonders gerne auftaucht.
Auf dem Papier entsteht dadurch Konkurrenz.
Aber vielleicht ist das nur die halbe Geschichte.
Mora ist 19.
Pellegrini hat mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Profifußball und fast seine gesamte Karriere mit den Anforderungen dieser Stadt verbracht.
Er kennt große Derbys.
Europäische K.-o.-Spiele.
Finals.
Krisen.
Trainerwechsel.
Er weiß, was passiert, wenn es bei Roma gut läuft.
Und er weiß genauso gut, was passiert, wenn es schlecht läuft.
Für einen jungen Spieler kann genau so ein Mitspieler enorm wertvoll sein.
Vielleicht entsteht eine Mentorenrolle
Pellegrini muss Mora nicht zwangsläufig jede Woche den Platz wegnehmen.
Er könnte ihm gleichzeitig helfen.
Laufwege.
Positionsspiel.
Entscheidungen zwischen den Linien.
Verhalten in großen Spielen.
Umgang mit dem enormen Druck in Rom.
Vielleicht liegt ein Teil von Pellegrinis neuer Bedeutung nicht nur darin, selbst Leistung zu bringen – sondern auch darin, die nächste Generation besser zu machen.
Gerade in einem zunehmend jungen Kader kann Erfahrung plötzlich wieder einen deutlich höheren Stellenwert bekommen.
Und auch Vaz erweitert die Möglichkeiten
Robinio Vaz ist eigentlich ein Mittelstürmer.
Aber bei seinem Profil ist zumindest vorstellbar, ihn in bestimmten Spielsituationen auch etwas versetzt um einen zentralen Angreifer einzusetzen.
Damit würde Gasperini auch für eine linke beziehungsweise halblinke hängende Rolle weitere Möglichkeiten besitzen.
Dazu kommen Dybala, Soulé, Mora und Pisilli.
Pellegrini wird also Konkurrenz haben.
Sehr viel Konkurrenz sogar.
Aber möglicherweise muss man Konkurrenz in dieser Saison anders betrachten.
Mehr Konkurrenz könnte Pellegrinis Körper helfen
Denn gerade bei Pellegrini ist Verfügbarkeit seit Jahren ein entscheidendes Thema.
Seine Karriere wurde immer wieder von muskulären Problemen unterbrochen.
Auch die vergangene Saison endete körperlich früher als erhofft.
Das Problem war häufig:
Wenn Pellegrini fit war, musste er sehr viel spielen.
2026–27 besitzt Roma wesentlich mehr Alternativen.
Und vielleicht ist genau das für Pellegrini ein Vorteil.
Er muss nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten absolvieren.
Er muss nicht dreimal innerhalb von acht Tagen beginnen.
Gasperini kann Belastung gezielter steuern.
Pellegrini kann für bestimmte Gegner geschont werden.
Und gerade nach seiner Verletzungshistorie könnte eine dosiertere Rolle seine Chancen erhöhen, über eine komplette Saison hinweg verfügbar zu bleiben.
Weniger Minuten können mehr Qualität bedeuten
Bei einem 20-Jährigen möchte man möglichst viele Minuten sehen.
Bei einem verletzungsanfälligen 30-Jährigen kann die Rechnung anders aussehen.
Vielleicht braucht Pellegrini keine 45 oder 50 Einsätze.
Vielleicht wären:
30 bis 35 gut gesteuerte Einsätze
wertvoller als eine Saison, in der er zunächst jedes Spiel beginnt und anschließend wieder mehrere Wochen ausfällt.
Die neue Kaderbreite könnte Gasperini genau diese Möglichkeit geben.
Und dann kommen die großen Spiele
Gerade dort könnte Pellegrinis Erfahrung wieder besonders wertvoll werden.
Champions League.
Derby.
Topspiele gegen Inter, Juventus, Napoli oder Milan.
K.-o.-Spiele.
Das sind Situationen, in denen Talent allein nicht immer reicht.
Pellegrini hat fast alles davon bereits erlebt.
Er hat Roma als Kapitän angeführt.
Er gewann die Conference League.
Er spielte ein Europa-League-Finale.
Er kennt europäische Abende im Olimpico.
Er kennt den Druck dieser Stadt besser als fast jeder junge Spieler im Kader.
Genau deshalb könnte Gasperini ihn in bestimmten großen Spielen sogar bewusst einem jüngeren Konkurrenten vorziehen.
Er muss nicht mehr jede Woche der Beste sein
Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zu früher.
Pellegrini wurde jahrelang wie der zentrale Hoffnungsträger bewertet.
Wenn Roma schlecht spielte, wurde besonders auf ihn geschaut.
Wenn Kreativität fehlte, sollte Pellegrini sie liefern.
Wenn Tore fehlten, sollte Pellegrini treffen.
Wenn die Mannschaft keine Persönlichkeit zeigte, wurde der Kapitän verantwortlich gemacht.
Diese Last ist heute wesentlich stärker verteilt.
Soulé muss Verantwortung übernehmen.
Dybala besitzt weiterhin enorme Qualität.
Mora kommt mit großen Erwartungen.
Pisilli entwickelt sich.
Auch andere Spieler sind inzwischen Gesichter dieser Mannschaft.
Pellegrini kann wieder stärker Fußballer sein.
Vielleicht wird Pellegrini wie ein guter Wein
Und genau hier könnte seine Geschichte eine überraschende Wendung nehmen.
Mit 30 Jahren wird Pellegrini nicht schneller werden.
Er wird auch nicht plötzlich körperlich explosiver sein als mit 24.
Aber Fußball besteht nicht nur daraus.
Timing.
Spielverständnis.
Ruhe.
Positionsgefühl.
Erfahrung.
Die Entscheidung, wann ein Risiko sinnvoll ist und wann nicht.
All diese Dinge können mit zunehmendem Alter sogar besser werden.
Vielleicht muss Pellegrini gar nicht mehr versuchen, der Spieler von 2021 zu werden.
Vielleicht kann eine reifere Version von Pellegrini für diese Roma genauso wertvoll sein.
Wie bei einem guten Wein:
Nicht trotz des Alters interessant – sondern möglicherweise gerade wegen des Alters.
Ein ungewöhnlicher neuer Vertrag
Sein bisheriger Vertrag endete am 30. Juni.
Danach war Pellegrini mehrere Wochen formal ohne Verein.
Am 8. August machte Roma schließlich seine Rückkehr offiziell.
Der neue Vertrag läuft zunächst nur für eine weitere Saison bis Sommer 2027.
Das passt eigentlich perfekt zu seiner Situation.
Keine langfristige Garantie.
Keine Komfortzone.
Aber gleichzeitig eine neue Gelegenheit.
Eine komplette Saison, in der beide Seiten herausfinden können, welchen Wert der 30-jährige Pellegrini für diese neue Roma noch besitzt.
8 Millionen Marktwert
Transfermarkt führt Pellegrini aktuell bei:
8 Mio. €.
Seinen Höchstwert erreichte er 2021 mit 45 Mio. €.
Natürlich wird ein mittlerweile 30-jähriger Spieler mit Verletzungshistorie diesen Bereich kaum noch einmal erreichen.
Aber vielleicht ist das inzwischen auch gar nicht mehr die interessante Messgröße.
Pellegrinis sportlicher Wert für Roma kann steigen, selbst wenn sein Marktwert es nicht tut.
Wenn er fit bleibt.
Wenn er jungen Spielern hilft.
Wenn er wichtige Champions-League-Spiele entscheidet.
Wenn er bei 25 oder 30 hochwertigen Einsätzen regelmäßig Scorer liefert.
Dann kann seine Saison sportlich sehr erfolgreich sein, völlig unabhängig davon, was irgendwann auf dem Marktwertschild steht.
Der Start wird Geduld benötigen
Zunächst geht es allerdings um den Körper.
Pellegrini arbeitet nach seiner erneuten Verletzung am rechten Oberschenkel weiterhin individuell.
Die ersten beiden Ligaspiele kommen voraussichtlich noch zu früh.
Als mögliches Ziel gilt aktuell eine Rückkehr Anfang September.
Roma muss diesmal nicht versuchen, ihn einige Tage zu früh zurückzubringen.
Gerade aufgrund der großen Auswahl im Mittelfeld und in der Offensive kann Gasperini sich erlauben, Pellegrini wirklich vollständig aufzubauen.
Auch das könnte langfristig ein Vorteil dieser neuen Kadersituation sein.
Mehr zu gewinnen als zu verlieren
Und vielleicht ist genau das die schönste Ausgangslage für Pellegrini seit Jahren.
Die Erwartungen sind niedriger.
Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Schultern.
Er ist nicht mehr Kapitän.
Er besitzt keinen garantierten Stammplatz.
Sein Vertrag läuft nur über diese Saison.
Nach der Verletzung muss er sich ohnehin zunächst wieder heranarbeiten.
Was soll er also noch verlieren?
Wenn es nicht funktioniert, werden viele sagen, dass seine beste Zeit vorbei ist.
Diese Meinung existiert ohnehin längst.
Aber wenn es funktioniert?
Wenn er gesund bleibt?
Wenn Gasperini seine Minuten richtig steuert?
Wenn er Mora oder anderen jungen Spielern hilft?
Wenn er in der Champions League noch einmal wichtige Spiele entscheidet?
Wenn aus sieben Toren wieder zehn werden?
Dann kann Pellegrini innerhalb einer Saison sehr viel zurückgewinnen.
Totgesagte leben länger
Vielleicht passt dieser Satz zu keinem Roma-Spieler vor 2026–27 besser.
Pellegrini wurde bereits abgeschrieben.
Seine Rolle wurde infrage gestellt.
Sein Vertrag lief tatsächlich aus.
Und trotzdem steht er wieder hier.
Mit einem neuen Vertrag.
Mit Gasperinis Vertrauen.
Mit einer jungen Mannschaft um sich herum.
Und mit einer Rolle, die möglicherweise wesentlich besser zu seinem heutigen Karrierepunkt passt als die alte.
Vielleicht wird Lorenzo Pellegrini nicht mehr der junge Kapitän, der alles tragen muss.
Vielleicht wird er etwas anderes:
der erfahrene Spieler, der weiß, wann er gebraucht wird.
Der jungen Spielern hilft.
Der nicht mehr jedes Spiel machen muss.
Der dafür in den wichtigen Momenten da ist.
Und vielleicht gilt bei ihm am Ende tatsächlich wie bei einem guten Wein:
Je älter, desto besser.
Video
Lazio 0:1 Roma – Pellegrini entscheidet das Derby
Sein vielleicht wichtigster Moment der vergangenen Saison.
Nach Verletzung und vielen Diskussionen um seine Zukunft kehrt Pellegrini erstmals in die Serie-A-Startelf zurück – und erzielt ausgerechnet im Derby den entscheidenden Treffer.
Ein ziemlich passendes Video für einen Spieler, der bereits damals zeigte: Abschreiben sollte man ihn besser nicht zu früh.
Saisonvorschau 2026–27
Bei Lorenzo Pellegrini beginnt die neue Saison mit einer Ausgangslage, die vor einigen Monaten kaum vorhersehbar gewesen wäre.
Seine Zukunft bei Roma war lange offen.
Sein Vertrag lief aus.
Mehrere Wochen war er formal ohne Vertrag.
Dann entschied sich Roma doch für eine weitere gemeinsame Saison.
Und vielleicht ist genau das inzwischen die interessanteste Perspektive:
Pellegrini muss nicht mehr der Spieler sein, auf dessen Schultern die gesamte Roma-Offensive liegt.
Mit 30 Jahren kann er beginnen, eine völlig neue Rolle innerhalb dieser Mannschaft einzunehmen.
Eine Saison mit klarer Verbesserung
Seine Serie-A-Zahlen aus 2025–26:
24 Spiele
20-mal Startelf
1.475 Minuten
4 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 6,92
Über alle Wettbewerbe:
33 Spiele
7 Tore
4 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,0
Besonders stark war Pellegrini in Europa:
9 Europa-League-Spiele
3 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,4
Damit war er noch nicht wieder auf dem Niveau seiner stärksten Roma-Jahre.
Aber nach seiner schwierigen Vorsaison war die Richtung eindeutig positiver.
Der Absturz wurde gestoppt
Seine Entwicklung über mehrere Jahre:
Saison 2020–21: 11 Tore, 9 Vorlagen – FotMob 7,3
Saison 2021–22: 14 Tore, 7 Vorlagen – FotMob 7,4
Saison 2022–23: 8 Tore, 9 Vorlagen – FotMob 7,4
Saison 2023–24: 10 Tore, 4 Vorlagen – FotMob 7,2
Saison 2024–25: 3 Tore, 2 Vorlagen – FotMob 6,9
Saison 2025–26: 7 Tore, 4 Vorlagen – FotMob 7,0
Die ganz großen Scorerzahlen sind noch nicht zurück.
Trotzdem zeigte Pellegrini unter Gasperini wieder wesentlich häufiger, warum er über Jahre zu den wichtigsten Offensivspielern der Roma gehörte.
Sieben Tore und vier Vorlagen waren zumindest wieder ein Lebenszeichen.
Top 10 unter den offensiven Mittelfeldspielern
Auch sein Ligawert bekommt im Vergleich etwas mehr Gewicht.
FotMob führte ihn bei den offensiven Mittelfeldspielern der Serie A unter anderem hinter:
Nico Paz – 7,67
Kenan Yildiz – 7,50
Francisco Conceição – 7,21
Nikola Vlašić – 7,18
Charles De Ketelaere – 7,12
Paulo Dybala – 7,09
Matías Soulé – 7,08
Nicola Zalewski – 7,01
und anschließend:
Lorenzo Pellegrini – 6,92
Damit landete Pellegrini in dieser FotMob-Kategorie noch unter den Top 10 der Serie A.
Für eine Saison mit nur 1.475 Ligaminuten ist das zumindest eine interessante Einordnung.
Sein Profil ist vollständiger, als man manchmal denkt
Pellegrinis FotMob-Perzentile im Vergleich mit Mittelfeld- und Flügelspielern:
• Herausgespielte Chancen – 84. Perzentil
• Ballkontakte – 82. Perzentil
• Gewonnene Luftkämpfe – 91. Perzentil
• Tore – 70. Perzentil
• Defensive Aktionen – 67. Perzentil
• Schussversuche – 51. Perzentil
Gerade die 84 Prozent bei herausgespielten Chancen sind bemerkenswert.
Pellegrini wird häufig über Tore, Freistöße oder einzelne technische Aktionen wahrgenommen.
Seine Kreativität ist aber weiterhin eine seiner größten Qualitäten.
Dazu kommt ein Wert, den man bei einem offensiven Mittelfeldspieler leicht übersieht:
91. Perzentil bei gewonnenen Luftkämpfen.
Mit seiner Größe und seinem Timing besitzt Pellegrini auch körperlich Eigenschaften, die ihn von vielen klassischen Zehnern unterscheiden.
Gasperini wollte einen vollständigeren Pellegrini
Gasperini machte bereits früh deutlich, dass er nicht einfach den alten offensiven Pellegrini zurückhaben wollte.
Der Trainer lobte:
seine Technik,
seinen Abschluss,
seine Läufe
und sein Timing.
Gleichzeitig wollte er von ihm mehr Arbeit als kompletter Mittelfeldspieler.
Nicht nur auf den letzten Pass warten.
Nicht nur Standards treten.
Nicht nur im Strafraum auftauchen.
Pellegrini sollte wieder stärker Teil des gesamten Spiels werden.
Und genau darin könnte auch seine Zukunft unter Gasperini liegen.
Dann kam das Derby
Das vielleicht wichtigste Spiel seiner Saison kam bereits früh.
Lazio gegen Roma.
Pellegrini stand erstmals in dieser Serie-A-Saison von Beginn an auf dem Platz.
Und ausgerechnet er erzielte das:
1:0.
Es blieb der einzige Treffer der Partie.
Roma gewann das Derby.
Der Moment war wesentlich größer als ein normales Ligator.
Nach Verletzung, Diskussionen über seine Zukunft und einer schwierigen Phase kehrte Pellegrini in die Startelf zurück und entschied eines der emotionalsten Spiele der gesamten Saison.
Wenn es ein Spiel gab, das gezeigt hat, dass Pellegrini noch nicht abgeschrieben werden sollte, dann dieses.
Gasperini kennt den Wert solcher Spieler
Nach dem Derby sprach Gasperini von einem sehr reifen Pellegrini und betonte, dass dessen technische Qualität außer Frage stehe.
Gleichzeitig verlangte er weiterhin die körperliche und taktische Entwicklung.
Das ist wichtig.
Denn Pellegrini bekam seinen Platz nicht aus Nostalgie.
Gasperini sah weiterhin einen Fußballer, den er auf hohem Niveau gebrauchen kann.
Plötzlich ist Pellegrini der alte Hase
Und genau hier verändert sich seine Rolle inzwischen grundlegend.
Über Jahre war Pellegrini selbst einer jener Spieler, die für die Zukunft der Roma stehen sollten.
Heute sieht der Kader anders aus.
Spieler wie:
Rodrigo Mora,
Niccolò Pisilli
oder Robinio Vaz
sind viele Jahre jünger.
Soulé befindet sich ebenfalls noch mitten in seiner Entwicklung.
Pellegrini ist mit 30 Jahren plötzlich einer der alten Hasen dieser Offensivgruppe.
Das klingt zunächst nach einem Nachteil.
Es könnte aber genau das Gegenteil werden.
Mora als Konkurrent – und vielleicht irgendwann auch als Schüler
Besonders interessant wird die Konstellation mit Rodrigo Mora.
Der Portugiese bringt enorme technische Qualität und Kreativität mit.
Er kann genau jene Räume im linken beziehungsweise zentralen offensiven Halbraum besetzen, in denen auch Pellegrini besonders gerne auftaucht.
Auf dem Papier entsteht dadurch Konkurrenz.
Aber vielleicht ist das nur die halbe Geschichte.
Mora ist 19.
Pellegrini hat mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Profifußball und fast seine gesamte Karriere mit den Anforderungen dieser Stadt verbracht.
Er kennt große Derbys.
Europäische K.-o.-Spiele.
Finals.
Krisen.
Trainerwechsel.
Er weiß, was passiert, wenn es bei Roma gut läuft.
Und er weiß genauso gut, was passiert, wenn es schlecht läuft.
Für einen jungen Spieler kann genau so ein Mitspieler enorm wertvoll sein.
Vielleicht entsteht eine Mentorenrolle
Pellegrini muss Mora nicht zwangsläufig jede Woche den Platz wegnehmen.
Er könnte ihm gleichzeitig helfen.
Laufwege.
Positionsspiel.
Entscheidungen zwischen den Linien.
Verhalten in großen Spielen.
Umgang mit dem enormen Druck in Rom.
Vielleicht liegt ein Teil von Pellegrinis neuer Bedeutung nicht nur darin, selbst Leistung zu bringen – sondern auch darin, die nächste Generation besser zu machen.
Gerade in einem zunehmend jungen Kader kann Erfahrung plötzlich wieder einen deutlich höheren Stellenwert bekommen.
Und auch Vaz erweitert die Möglichkeiten
Robinio Vaz ist eigentlich ein Mittelstürmer.
Aber bei seinem Profil ist zumindest vorstellbar, ihn in bestimmten Spielsituationen auch etwas versetzt um einen zentralen Angreifer einzusetzen.
Damit würde Gasperini auch für eine linke beziehungsweise halblinke hängende Rolle weitere Möglichkeiten besitzen.
Dazu kommen Dybala, Soulé, Mora und Pisilli.
Pellegrini wird also Konkurrenz haben.
Sehr viel Konkurrenz sogar.
Aber möglicherweise muss man Konkurrenz in dieser Saison anders betrachten.
Mehr Konkurrenz könnte Pellegrinis Körper helfen
Denn gerade bei Pellegrini ist Verfügbarkeit seit Jahren ein entscheidendes Thema.
Seine Karriere wurde immer wieder von muskulären Problemen unterbrochen.
Auch die vergangene Saison endete körperlich früher als erhofft.
Das Problem war häufig:
Wenn Pellegrini fit war, musste er sehr viel spielen.
2026–27 besitzt Roma wesentlich mehr Alternativen.
Und vielleicht ist genau das für Pellegrini ein Vorteil.
Er muss nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten absolvieren.
Er muss nicht dreimal innerhalb von acht Tagen beginnen.
Gasperini kann Belastung gezielter steuern.
Pellegrini kann für bestimmte Gegner geschont werden.
Und gerade nach seiner Verletzungshistorie könnte eine dosiertere Rolle seine Chancen erhöhen, über eine komplette Saison hinweg verfügbar zu bleiben.
Weniger Minuten können mehr Qualität bedeuten
Bei einem 20-Jährigen möchte man möglichst viele Minuten sehen.
Bei einem verletzungsanfälligen 30-Jährigen kann die Rechnung anders aussehen.
Vielleicht braucht Pellegrini keine 45 oder 50 Einsätze.
Vielleicht wären:
30 bis 35 gut gesteuerte Einsätze
wertvoller als eine Saison, in der er zunächst jedes Spiel beginnt und anschließend wieder mehrere Wochen ausfällt.
Die neue Kaderbreite könnte Gasperini genau diese Möglichkeit geben.
Und dann kommen die großen Spiele
Gerade dort könnte Pellegrinis Erfahrung wieder besonders wertvoll werden.
Champions League.
Derby.
Topspiele gegen Inter, Juventus, Napoli oder Milan.
K.-o.-Spiele.
Das sind Situationen, in denen Talent allein nicht immer reicht.
Pellegrini hat fast alles davon bereits erlebt.
Er hat Roma als Kapitän angeführt.
Er gewann die Conference League.
Er spielte ein Europa-League-Finale.
Er kennt europäische Abende im Olimpico.
Er kennt den Druck dieser Stadt besser als fast jeder junge Spieler im Kader.
Genau deshalb könnte Gasperini ihn in bestimmten großen Spielen sogar bewusst einem jüngeren Konkurrenten vorziehen.
Er muss nicht mehr jede Woche der Beste sein
Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zu früher.
Pellegrini wurde jahrelang wie der zentrale Hoffnungsträger bewertet.
Wenn Roma schlecht spielte, wurde besonders auf ihn geschaut.
Wenn Kreativität fehlte, sollte Pellegrini sie liefern.
Wenn Tore fehlten, sollte Pellegrini treffen.
Wenn die Mannschaft keine Persönlichkeit zeigte, wurde der Kapitän verantwortlich gemacht.
Diese Last ist heute wesentlich stärker verteilt.
Soulé muss Verantwortung übernehmen.
Dybala besitzt weiterhin enorme Qualität.
Mora kommt mit großen Erwartungen.
Pisilli entwickelt sich.
Auch andere Spieler sind inzwischen Gesichter dieser Mannschaft.
Pellegrini kann wieder stärker Fußballer sein.
Vielleicht wird Pellegrini wie ein guter Wein
Und genau hier könnte seine Geschichte eine überraschende Wendung nehmen.
Mit 30 Jahren wird Pellegrini nicht schneller werden.
Er wird auch nicht plötzlich körperlich explosiver sein als mit 24.
Aber Fußball besteht nicht nur daraus.
Timing.
Spielverständnis.
Ruhe.
Positionsgefühl.
Erfahrung.
Die Entscheidung, wann ein Risiko sinnvoll ist und wann nicht.
All diese Dinge können mit zunehmendem Alter sogar besser werden.
Vielleicht muss Pellegrini gar nicht mehr versuchen, der Spieler von 2021 zu werden.
Vielleicht kann eine reifere Version von Pellegrini für diese Roma genauso wertvoll sein.
Wie bei einem guten Wein:
Nicht trotz des Alters interessant – sondern möglicherweise gerade wegen des Alters.
Ein ungewöhnlicher neuer Vertrag
Sein bisheriger Vertrag endete am 30. Juni.
Danach war Pellegrini mehrere Wochen formal ohne Verein.
Am 8. August machte Roma schließlich seine Rückkehr offiziell.
Der neue Vertrag läuft zunächst nur für eine weitere Saison bis Sommer 2027.
Das passt eigentlich perfekt zu seiner Situation.
Keine langfristige Garantie.
Keine Komfortzone.
Aber gleichzeitig eine neue Gelegenheit.
Eine komplette Saison, in der beide Seiten herausfinden können, welchen Wert der 30-jährige Pellegrini für diese neue Roma noch besitzt.
8 Millionen Marktwert
Transfermarkt führt Pellegrini aktuell bei:
8 Mio. €.
Seinen Höchstwert erreichte er 2021 mit 45 Mio. €.
Natürlich wird ein mittlerweile 30-jähriger Spieler mit Verletzungshistorie diesen Bereich kaum noch einmal erreichen.
Aber vielleicht ist das inzwischen auch gar nicht mehr die interessante Messgröße.
Pellegrinis sportlicher Wert für Roma kann steigen, selbst wenn sein Marktwert es nicht tut.
Wenn er fit bleibt.
Wenn er jungen Spielern hilft.
Wenn er wichtige Champions-League-Spiele entscheidet.
Wenn er bei 25 oder 30 hochwertigen Einsätzen regelmäßig Scorer liefert.
Dann kann seine Saison sportlich sehr erfolgreich sein, völlig unabhängig davon, was irgendwann auf dem Marktwertschild steht.
Der Start wird Geduld benötigen
Zunächst geht es allerdings um den Körper.
Pellegrini arbeitet nach seiner erneuten Verletzung am rechten Oberschenkel weiterhin individuell.
Die ersten beiden Ligaspiele kommen voraussichtlich noch zu früh.
Als mögliches Ziel gilt aktuell eine Rückkehr Anfang September.
Roma muss diesmal nicht versuchen, ihn einige Tage zu früh zurückzubringen.
Gerade aufgrund der großen Auswahl im Mittelfeld und in der Offensive kann Gasperini sich erlauben, Pellegrini wirklich vollständig aufzubauen.
Auch das könnte langfristig ein Vorteil dieser neuen Kadersituation sein.
Mehr zu gewinnen als zu verlieren
Und vielleicht ist genau das die schönste Ausgangslage für Pellegrini seit Jahren.
Die Erwartungen sind niedriger.
Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Schultern.
Er ist nicht mehr Kapitän.
Er besitzt keinen garantierten Stammplatz.
Sein Vertrag läuft nur über diese Saison.
Nach der Verletzung muss er sich ohnehin zunächst wieder heranarbeiten.
Was soll er also noch verlieren?
Wenn es nicht funktioniert, werden viele sagen, dass seine beste Zeit vorbei ist.
Diese Meinung existiert ohnehin längst.
Aber wenn es funktioniert?
Wenn er gesund bleibt?
Wenn Gasperini seine Minuten richtig steuert?
Wenn er Mora oder anderen jungen Spielern hilft?
Wenn er in der Champions League noch einmal wichtige Spiele entscheidet?
Wenn aus sieben Toren wieder zehn werden?
Dann kann Pellegrini innerhalb einer Saison sehr viel zurückgewinnen.
Totgesagte leben länger
Vielleicht passt dieser Satz zu keinem Roma-Spieler vor 2026–27 besser.
Pellegrini wurde bereits abgeschrieben.
Seine Rolle wurde infrage gestellt.
Sein Vertrag lief tatsächlich aus.
Und trotzdem steht er wieder hier.
Mit einem neuen Vertrag.
Mit Gasperinis Vertrauen.
Mit einer jungen Mannschaft um sich herum.
Und mit einer Rolle, die möglicherweise wesentlich besser zu seinem heutigen Karrierepunkt passt als die alte.
Vielleicht wird Lorenzo Pellegrini nicht mehr der junge Kapitän, der alles tragen muss.
Vielleicht wird er etwas anderes:
der erfahrene Spieler, der weiß, wann er gebraucht wird.
Der jungen Spielern hilft.
Der nicht mehr jedes Spiel machen muss.
Der dafür in den wichtigen Momenten da ist.
Und vielleicht gilt bei ihm am Ende tatsächlich wie bei einem guten Wein:
Je älter, desto besser.
Video
Lazio 0:1 Roma – Pellegrini entscheidet das Derby
Sein vielleicht wichtigster Moment der vergangenen Saison.
Nach Verletzung und vielen Diskussionen um seine Zukunft kehrt Pellegrini erstmals in die Serie-A-Startelf zurück – und erzielt ausgerechnet im Derby den entscheidenden Treffer.
Ein ziemlich passendes Video für einen Spieler, der bereits damals zeigte: Abschreiben sollte man ihn besser nicht zu früh.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Italien




