Nur fünf Ligen weltweit wertvoller
Marktwerte Championship: Jander unter größten Gewinnern – Deutliches Minus für Leicester City
©TM/IMAGO
Der Ex-Nürnberger Caspar Jander zählt im Marktwert-Update der Championship zu den großen Gewinnern, obwohl er mit dem FC Southampton den Schritt in die Premier League auf kuriose Art und Weise verpasst hat. Die erfolgreichen Aufsteiger Coventry City, Ipswich Town und Hull City verlassen das englische Unterhaus, das hinter den Top-5-Ligen weiterhin die weltweit wertvollste Spielklasse noch vor der Eredivisie oder der Liga Portugal bleibt, allesamt mit einem Marktwert-Plus.
Jander, der vor der Saison für 12 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zu Southampton gewechselt war, wurde auf Anhieb Stammspieler und überzeugte mit guten Leistungen. In 36 Partien gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage. Nachdem die Saints in der regulären Saison Platz vier belegten, erreichte Jander mit seinem Team nach einem Sieg gegen Middlesbrough das Playoff-Finale gegen Hull City. Weil der Klub eine Trainingseinheit des Gegners aber unerlaubt filmen ließ, wurde er von der Partie ausgeschlossen und Middlesbrough rückte nach. Hull schaffte den Aufstieg und Southampton bleibt in der Championship. Dennoch erhält Jander ein deutliches Plus und klettert von 12 Mio. auf 18 Mio. Euro – für nur drei Profis gibt es eine höhere Aufwertung. Damit zählt er zu den 15 wertvollsten Spielern der Liga.
Neben Jander spielen fünf weitere Deutsche in der Championship. Sein Teamkollege Joshua Quarshie und Watfords Kwadwo Baah bestätigen ihren Marktwert von 4 Mio. bzw. 3 Mio. Euro. Die drei weiteren verdienen ihr Geld bei Birmingham City, das die Saison auf Platz zehn beendete. Kai Wagner erhält ein Minus von 800.000 auf 2,2 Mio. Euro, für Phil Neumann und Marvin Ducksch geht es jeweils um 500.000 Euro auf 2,5 Mio. bzw. 1,5 Mio. Euro nach unten.
Millwalls Azees größter Gewinner – Hackney bleibt wertvollster Profi
Eine größere Aufwertung als Jander erhalten nur das Millwall-Duo Femi Azeez und Tristan Crama sowie Swanseas Zan Vipotnik. Für Crama und Vipotnik geht es um 7 Mio. auf 12 Mio. bzw. 22 Mio. Euro. Azeez, der 19 Torbeteiligungen in 35 Partien beisteuerte, verdreifacht seinen Marktwert auf 15 Mio. Euro. „Wir waren bei Azeez wahrscheinlich etwas zu vorsichtig und hatten ihn zuvor etwas zu niedrig eingestuft. Aber die Form, mit der er die Saison beendete, bestätigte seine Qualität, und da in diesem Sommer großes Interesse erwartet wird – sogar von Premier-League-Teams – brauchte er eine deutliche Wertsteigerung“, erklärt Benjamin Littlemore, Content Manager UK bei Transfermarkt. Millwall verlor das Halbfinale der Playoffs gegen den späteren Aufsteiger Hull.
Middlesbroughs Sechser Hayden Hackney festigt derweil seinen Status als wertvollster Spieler der Championship. Für den 23-Jährigen geht es von 28 Mio. auf 32 Mio. Euro, obwohl sein Klub den Aufstieg verpasste. „Er ist ein Mittelfeldspieler, der alles mitbringt: Er ist ein fantastischer Passgeber, kann sich an Gegnern vorbeischlängeln und ist zudem torgefährlich“, erklärt Littlemore. „Da Middlesbrough nicht aufgestiegen ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ihn noch länger halten können. Brighton, Everton, Man United, Tottenham und Ipswich haben alle Interesse bekundet. Ich gehe davon aus, dass er für 32 Millionen oder mehr wechseln wird.“ Platz zwei belegen Vipotnik und Coventrys Rechtsverteidiger Milan van Ewijk mit je 22 Mio. Euro.
Zu den größten Verlierern des Updates zählen zahlreiche Profis von Leicester City, die binnen eines Jahres von der Premier League in die League One abgestiegen sind. Die größte Abwertung bekommt Abdul Fatawu, der von 24 Mio. auf 20 Mio. Euro fällt und damit seinen Status als wertvollster Profi nach Hackney verliert. Um 3 Mio. Euro nach unten geht es für seine Teamkollegen Caleb Okoli (9 Mio.), Victor Kristiansen (9 Mio.), Stephy Mavididi (5 Mio.) und Oliver Skipp (4 Mio.). Ein 3-Millionen-Minus erhalten außerdem Sindre Walle Egeli (15 Mio.) von Meister Coventry und Millwalls Tom Watson (7 Mio.).
Coventry und Millwall legen deutlich zu – Mega-Minus für Leicester
Leicesters Horrorsaison endet nicht nur mit dem Abstieg in die League One, sondern auch mit dem mit Abstand größten Minus aller Klubs. Vor dem Update hatten die Foxes mit 145 Mio. Euro den viertwertvollsten Kader, nach einer Abwertung von 24,4 Mio. Euro belegen sie Platz sechs. Das größte Plus verzeichnet Meister Coventry, für den es um 32,5 Mio. auf 226 Mio. Euro nach oben geht. Der wertvollste Kader der Championship wird kommende Saison somit in der Premier League antreten. Dahinter folgt Millwall, das es überraschend in die Playoffs schaffte und mit einem Plus von 22,6 Mio. auf 105 Mio. Euro belohnt wird.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).
Hinweis:
Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du Transfermarkt als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.
Füge Transfermarkt hier als bevorzugte Quelle hinzu.