Diskussionsrunde

Neue Regionalliga-Reform?

13.10.2013 - 10:59 Uhr
Neue Regionalliga-Reform? |#5191
28.04.2026 - 15:09 Uhr
Langsam reden die Verbände mit den Vereinen, und es blubbert ein wenig hoch, dass eben vieles doch noch ziemlich unklar ist, auch wenn der Wille zur Reform da ist.

Bayern wurde hier zuletzt schon besprochen. Um das ganze Drama nochmal zu untermahlen scheint jetzt Unterhaching nach Nürnberg II auf den Aufstieg verzichten zu wollen. Am Ende scheitert dann Leipzig in der Relegation am Tabellen Dritten aus Bayern - Ein Desaster auf allen Ebenen...

Es zeigt einfach ganz deutlich, dass wir auf der einen Seite diese Reform dringend benötigen, aber es drückt auch aus, dass viele Clubs in der Regionalliga jetzt schon am Limit sind... Und hier zeigt sich dann auch, dass die große Euphorie die Idee des Kompass Modells betreffend sehr viel geringer ist als bei den Beobachtern.

Auch auf der Informationsveranstaltung des NOFV fragten sich viele der Vereine ähnliche Dinge wie in Bayern:

Bedeutet diese Reform einen sportlichen Abstieg, wenn gerade in Nord, Nordost und Bayern Vereine gestrichen werden?
Was bedeutet einheitliche Rahmenbedingungen deutschlandweit?
Kann mein Verein unabhängig von sportlichen wirtschaftlich und infrastrukturell künftig noch Regionalliga spielen?

Darüber hinaus gibt es noch weitere Unklarheiten die Oberligen (samt Aufstiegsregelung) und die Durchführung des Spielbetriebs betreffend (u.a. Sportgerichtsbarkeit, Schiris, etc...)

Jedenfalls hielt sich auch auf dem NOFV Treffen die Begeisterung in der Breite der Teilnehmer wohl in Grenzen, und gerade da hätte man ja jetzt etwas mehr Stimmung erwartet. Zumindest hat man sich dahingehend positioniert, dass das Regionen Modell abgelehnt wurde (wie in Bayern im übrigen auch...)

Im Südwesten ebenfalls mäßige Stimmung. Man selbst sei ja eigentlich zufrieden wie es ist und würde sich nur bewegen, wenn man wirklich spürt, dass die Mehrheit in Deutschland hier wirklich was will. Zudem möchte man weder sportlich noch durch wirtschaftliche/infrastrukurelle Bedingungen Absteiger hinnehmen (Was aus deren Sicht auch Verständlich ist, bei der Größe der Liga)...

Die einzigen, die gerade wirklich pushen, sind neben ein paar größeren Clubs im NOFV die Teams der DFL... Da sieht man dann auch, wer hier noch so Chancen und wer eher Risiken bei einer Reform sieht...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 28.04.2026 um 15:12 Uhr bearbeitet
Neue Regionalliga-Reform? |#5192
28.04.2026 - 15:45 Uhr
Zitat von D0Mspatz
Langsam reden die Verbände mit den Vereinen, und es blubbert ein wenig hoch, dass eben vieles doch noch ziemlich unklar ist, auch wenn der Wille zur Reform da ist.

Bayern wurde hier zuletzt schon besprochen. Um das ganze Drama nochmal zu untermahlen scheint jetzt Unterhaching nach Nürnberg II auf den Aufstieg verzichten zu wollen. Am Ende scheitert dann Leipzig in der Relegation am Tabellen Dritten aus Bayern - Ein Desaster auf allen Ebenen...

Es zeigt einfach ganz deutlich, dass wir auf der einen Seite diese Reform dringend benötigen, aber es drückt auch aus, dass viele Clubs in der Regionalliga jetzt schon am Limit sind... Und hier zeigt sich dann auch, dass die große Euphorie die Idee des Kompass Modells betreffend sehr viel geringer ist als bei den Beobachtern.

Auch auf der Informationsveranstaltung des NOFV fragten sich viele der Vereine ähnliche Dinge wie in Bayern:

Bedeutet diese Reform einen sportlichen Abstieg, wenn gerade in Nord, Nordost und Bayern Vereine gestrichen werden?
Was bedeutet einheitliche Rahmenbedingungen deutschlandweit?
Kann mein Verein unabhängig von sportlichen wirtschaftlich und infrastrukturell künftig noch Regionalliga spielen?

Darüber hinaus gibt es noch weitere Unklarheiten die Oberligen (samt Aufstiegsregelung) und die Durchführung des Spielbetriebs betreffend (u.a. Sportgerichtsbarkeit, Schiris, etc...)

Jedenfalls hielt sich auch auf dem NOFV Treffen die Begeisterung in der Breite der Teilnehmer wohl in Grenzen, und gerade da hätte man ja jetzt etwas mehr Stimmung erwartet. Zumindest hat man sich dahingehend positioniert, dass das Regionen Modell abgelehnt wurde (wie in Bayern im übrigen auch...)

Im Südwesten ebenfalls mäßige Stimmung. Man selbst sei ja eigentlich zufrieden wie es ist und würde sich nur bewegen, wenn man wirklich spürt, dass die Mehrheit in Deutschland hier wirklich was will. Zudem möchte man weder sportlich noch durch wirtschaftliche/infrastrukurelle Bedingungen Absteiger hinnehmen (Was aus deren Sicht auch Verständlich ist, bei der Größe der Liga)...

Die einzigen, die gerade wirklich pushen, sind neben ein paar größeren Clubs im NOFV die Teams der DFL... Da sieht man dann auch, wer hier noch so Chancen und wer eher Risiken bei einer Reform sieht...


Fast alles richtig zusammengefasst – die Grundstimmung passt ziemlich gut zu dem, was man aktuell aus den Verbänden und Vereinen hört: viel Unsicherheit, wenig echte Euphorie und vor allem die klare Erkenntnis, dass viele Regionalligisten schon jetzt am Anschlag arbeiten.

Bei einem Punkt würde ich für Bayern aber leicht widersprechen:

Das Regionenmodell ist aktuell nicht konsensfähig, ja – aber das heißt nicht, dass Bayern es inhaltlich ablehnt. Wenn man sich die Aussagen von Christoph Kern genauer anhört (Interview wurde eine Seite vorher verlinkt), dann ist die Stoßrichtung eine andere:
Bayern würde so ein Modell durchaus bevorzugen, sieht aber realistisch, dass es aktuell keine Mehrheit bekommt. Deshalb versucht man, die Gelegenheit zu nutzen und die Diskussion größer aufzuziehen, statt sich auf eine „kleine Lösung“ zu beschränken.

Und genau da liegt für mich der entscheidende Punkt:

Meine Hoffnung auf eine echte Reform liegt aktuell tatsächlich eher bei Bayern als bei anderen Regionen. Nicht, weil dort alles klar ist – sondern weil dort zumindest strategisch gedacht und nicht nur defensiv reagiert wird.

Die spannendste Richtung ist aus meiner Sicht ein kombinierter Ansatz:
Ein mögliches 2-Phasen-Modell in Verbindung mit strukturellen Anpassungen in der 2. und 3. Liga. Genau solche Überlegungen werden aktuell zumindest angedeutet und das eben aus Bayern.

Dazu passt auch, dass in Bayern eine eigene AG eingerichtet wurde, die sich mit diesen Themen beschäftigt und angeblich bereits ihre Arbeit aufgenommen hat.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch eine Aussage von Kern, dass solche Modelle vom DFB bisher wohl gar nicht wirklich zur Diskussion zugelassen wurden. Und genau da stellt sich mir schon die Frage: warum eigentlich?


Die Skepsis der Vereine ist absolut nachvollziehbar – die meisten Vereine haben mehr zu verlieren als zu gewinnen. Aber wenn überhaupt Bewegung reinkommt, dann eher über einen größeren Wurf. Und da ist Bayern aktuell einer der wenigen, die zumindest in diese Richtung denken.
Neue Regionalliga-Reform? |#5193
28.04.2026 - 16:18 Uhr
Zitat von amateurligen

Zitat von D0Mspatz

Langsam reden die Verbände mit den Vereinen, und es blubbert ein wenig hoch, dass eben vieles doch noch ziemlich unklar ist, auch wenn der Wille zur Reform da ist.

Bayern wurde hier zuletzt schon besprochen. Um das ganze Drama nochmal zu untermahlen scheint jetzt Unterhaching nach Nürnberg II auf den Aufstieg verzichten zu wollen. Am Ende scheitert dann Leipzig in der Relegation am Tabellen Dritten aus Bayern - Ein Desaster auf allen Ebenen...

Es zeigt einfach ganz deutlich, dass wir auf der einen Seite diese Reform dringend benötigen, aber es drückt auch aus, dass viele Clubs in der Regionalliga jetzt schon am Limit sind... Und hier zeigt sich dann auch, dass die große Euphorie die Idee des Kompass Modells betreffend sehr viel geringer ist als bei den Beobachtern.

Auch auf der Informationsveranstaltung des NOFV fragten sich viele der Vereine ähnliche Dinge wie in Bayern:

Bedeutet diese Reform einen sportlichen Abstieg, wenn gerade in Nord, Nordost und Bayern Vereine gestrichen werden?
Was bedeutet einheitliche Rahmenbedingungen deutschlandweit?
Kann mein Verein unabhängig von sportlichen wirtschaftlich und infrastrukturell künftig noch Regionalliga spielen?

Darüber hinaus gibt es noch weitere Unklarheiten die Oberligen (samt Aufstiegsregelung) und die Durchführung des Spielbetriebs betreffend (u.a. Sportgerichtsbarkeit, Schiris, etc...)

Jedenfalls hielt sich auch auf dem NOFV Treffen die Begeisterung in der Breite der Teilnehmer wohl in Grenzen, und gerade da hätte man ja jetzt etwas mehr Stimmung erwartet. Zumindest hat man sich dahingehend positioniert, dass das Regionen Modell abgelehnt wurde (wie in Bayern im übrigen auch...)

Im Südwesten ebenfalls mäßige Stimmung. Man selbst sei ja eigentlich zufrieden wie es ist und würde sich nur bewegen, wenn man wirklich spürt, dass die Mehrheit in Deutschland hier wirklich was will. Zudem möchte man weder sportlich noch durch wirtschaftliche/infrastrukurelle Bedingungen Absteiger hinnehmen (Was aus deren Sicht auch Verständlich ist, bei der Größe der Liga)...

Die einzigen, die gerade wirklich pushen, sind neben ein paar größeren Clubs im NOFV die Teams der DFL... Da sieht man dann auch, wer hier noch so Chancen und wer eher Risiken bei einer Reform sieht...


Fast alles richtig zusammengefasst – die Grundstimmung passt ziemlich gut zu dem, was man aktuell aus den Verbänden und Vereinen hört: viel Unsicherheit, wenig echte Euphorie und vor allem die klare Erkenntnis, dass viele Regionalligisten schon jetzt am Anschlag arbeiten.

Bei einem Punkt würde ich für Bayern aber leicht widersprechen:

Das Regionenmodell ist aktuell nicht konsensfähig, ja – aber das heißt nicht, dass Bayern es inhaltlich ablehnt. Wenn man sich die Aussagen von Christoph Kern genauer anhört (Interview wurde eine Seite vorher verlinkt), dann ist die Stoßrichtung eine andere:
Bayern würde so ein Modell durchaus bevorzugen, sieht aber realistisch, dass es aktuell keine Mehrheit bekommt. Deshalb versucht man, die Gelegenheit zu nutzen und die Diskussion größer aufzuziehen, statt sich auf eine „kleine Lösung“ zu beschränken.

Und genau da liegt für mich der entscheidende Punkt:

Meine Hoffnung auf eine echte Reform liegt aktuell tatsächlich eher bei Bayern als bei anderen Regionen. Nicht, weil dort alles klar ist – sondern weil dort zumindest strategisch gedacht und nicht nur defensiv reagiert wird.

Die spannendste Richtung ist aus meiner Sicht ein kombinierter Ansatz:
Ein mögliches 2-Phasen-Modell in Verbindung mit strukturellen Anpassungen in der 2. und 3. Liga. Genau solche Überlegungen werden aktuell zumindest angedeutet und das eben aus Bayern.

Dazu passt auch, dass in Bayern eine eigene AG eingerichtet wurde, die sich mit diesen Themen beschäftigt und angeblich bereits ihre Arbeit aufgenommen hat.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch eine Aussage von Kern, dass solche Modelle vom DFB bisher wohl gar nicht wirklich zur Diskussion zugelassen wurden. Und genau da stellt sich mir schon die Frage: warum eigentlich?


Die Skepsis der Vereine ist absolut nachvollziehbar – die meisten Vereine haben mehr zu verlieren als zu gewinnen. Aber wenn überhaupt Bewegung reinkommt, dann eher über einen größeren Wurf. Und da ist Bayern aktuell einer der wenigen, die zumindest in diese Richtung denken.


Ich würde meine Wortwahl jetzt nicht zu sehr auf die Goldwaage legen 😉

Ansonsten sehe ich in Bayern nun wirklich nicht die vorpreschenden Reformer... Was man in Bayern eigentlich will, ist alles verhindern, was eine Streichung der eigenen Liga zur Folge hat, und das auch aus guten Gründen (es geht mir hier nicht um Bayern Bashing)

Bayern lebt in der Situation, dass die meisten Vereine überhaupt kein Interesse an der Dritten Liga haben. Und wenn, dann haben sie dennoch große Probleme, diese zu finanzieren (siehe jetzt Unterhaching). Was wäre also naheliegender, als den Ball dorthin zu spielen und die Anpassungen dort zu suchen.

ABER:

Es gibt einfach sehr gute Gründe das nicht zu tun.
1. Hat sich Liga 3 gerade finanziell stabilisiert und beginnt jetzt gerade auch im Sinne der Vermarktung aber auch der Talententwicklung eine guter Baustein zu werden. Der Vorschlag, die Liga in 2 Staffeln Nord und Süd zu teilen wäre dahingehend ein Rückschritt. Zudem bleibt die Frage mehr als offen, ob wir überhaupt 40 Teams finden, die sich eine solche Liga leisten könnten, sind doch die Fahrtstrecken dann wieder sehr weit, die Attraktivität für TV Einnahmen müssten aber durch 40 geteilt werden und das Produkt ist deutlich weniger attrektiv, würde also vermutlich weniger einspielen...

2. Eine Erhöhung auf 22 Teams würde die finanzielle Stabilität wieder in die falsche Richtung kippen. Mehr TV Einnahmen lassen sich mit mehr Spielen nicht generieren. Und am Ende Teilt man dann das Geld durch mehr Clubs und hat dafür 2 Auswärtsfahrten mehr im Jahr. Nicht zuletzt ist der Sprung in Liga 3 ja jetzt schon aus einigen Regionalligen zu groß. Gerade Nord und Bayern haben ohnehin keine Vereine mehr in ihren Ligen, die es nachhaltig schaffen, sich hier hoch zu spielen. Wo kommen denn dann noch die 2 Clubs her, die unter noch schlechteren Bedingungen oben mitspielen sollen? Unterhaching hat jetzt passender Weise auch erstmal zurück gezogen.

3. Die Dritte Liga hat sich schon bewegt unter der Auflage, dass sich die Regionalligen auch bewegen. Warum sollten die sich jetzt nochmal bewegen?

4. Machen wir mal die Annahme, dass es wirklich einen Aufsteiger mehr geben würde, löst das überhaupt nicht das Problem, der Aufsteiger würde ja zu 50% West und Südwest gehören. Damit käme man dann in Bayern, Nord und NordOst immer noch auf lediglich 2,5 Aufsteiger und es könnte immer noch nicht jeder Meister hoch... Das Ursprungsproblem wäre dadurch gar nicht gelöst...

Und deswegen lehnt man aus DFB Sicht diesen Ansatz dieses Problem in Liga 3 zu lösen auch völlig zurecht ab.

Was aber klar ist, in der Regionalliga dieses Problem zu lösen ist auch nicht einfach. Das 2 Phasen Modell ist der Versuch, hier beide gegenläufige Grundinteressen der Profinahen- und der Amateurvereine zu koppeln. Allerdings stellen sich hier ja noch mehr Fragen. Sportlich gerechter wird dieses Modell nicht, ggf. wird eine gute Hinrunde komplett wertlos, und man bekommt Probleme mit Heim- und Auswärtsspielen. Am Ende sollen dann 8 Teams aus jeder Staffel um den Aufstieg spielen. Für viele dürfte damit die Saison eigentlich schon beendet sein... Hinzu kommt die Frage, ob das erstens Gerecht wäre (wie gesagt, die Staffeln sind ja unterschiedlich groß) und ob z.B. Bayern überhaupt 8 Teams zusammen bekommt, die daran dann interessiert wären... Was für eine Farse wäre eine Aufstiegsrunde, in der dann nur 2 Teams aufsteigen wollen...

Das kommt mir alles sehr unausgegoren vor...

Aus meiner Sicht, versucht man hier - und zwar völlig zurecht - das eigene Partikularinteresse zu bedienen, dass man fast nur aus Clubs besteht, für die die Regionalliga quasi die CL ist, weil man an Profifußball gar nicht interessiert ist. Da muss man sich dann aber auch die Frage stellen, ob an der Schnittstelle zum Profifußball Politik für genau solche Clubs machen wollen oder für Clubs, die auch wirklich die Ambitionen haben, sich Richtung Professionalisierung zu entwickeln. Und das meine ich als ernst gemeinte Frage. Was will man hier?

Von daher: Nein, ich erwarte nicht, dass gerade aus Bayern hier ein sinnvoller Vorschlag zur Lösung dieses Problems kommt. Für Bayern ist der Status Quo einfach besser, als alles, was da kommen mag. Einen Aufsteiger braucht man nicht, da eigentlich kein Interesse. Liga ist von der Größe her passend zu seinen Vereinen. Und auch politisch ergibt es Sinn an einer Bayernliga festzuhalten. Alles völlig verständlich. Sieht in anderen Regionen Deutschlands und vll sogar in der Gesamtbetrachtung so Entwicklungstechnisch aber vll anders aus...

Zuletzt muss auch allen beteiligten klar sein, dass die Situation so wie sie jetzt im Moment ist, in der Gesamtbetrachtung auch gar nicht so verkehrt ist. Das einzige Problem ist halt nur, dass die Vereine, die wirklich hoch wollen, alle in ein und der selben Liga festhängen, aus der dummer weise in den letzten Jahren nie die Relegation gewonnen wurde... Wenn die Clubs, die hoch wollen würden und das auch finanzieren könnten, einfach mal ihre Spiele sportlich gewinnen würden, dann würde niemand drüber sprechen. Demgegenüber gibt es halt auch viele Clubs, die sich gut eingerichtet haben, und denen muss man eben jetzt irgendwas anbieten. Es muss allen klar sein, dass es zwar um Gerechtigkeit geht, aber dass die Eigeninteressen der Vereine am Ende immer überwiegen werden. Und die Zahl der Clubs, die aufsteigen wollen und die sich durch die jetzige Lösung benachteiligt fühlen, ist wenn man ehrlich ist vergleichsweise klein... Und ich sehe auch nicht, wie man das lösen will, wenn man dieses Minderheitsinteresse jetzt von der 3. Liga lösen lassen will, die ja nochmal eigene Interessen rein bringen würden...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 28.04.2026 um 16:27 Uhr bearbeitet
Neue Regionalliga-Reform? |#5194
29.04.2026 - 07:44 Uhr

Quelle: BILD

Sitzungen der Regionalverbände durch
:
Weg für DFB-Reform frei! Ein Modell ist klarer Favorit der Klubs

Nach 14 Jahren Streit ist für den deutschen Fußball ein klares Ligen-System unterhalb der 3. Liga wieder zum Greifen nah. Mittlerweile fanden in allen fünf Regionalligen Infoveranstaltungen statt, wie man zu vier Staffeln kommt, damit anders als bisher alle Meister in die 3. Liga aufsteigen. Klar wurde dabei: Die Verbandspräsidenten wollen sich an das Votum ihrer Vereine halten – und die sind wohl mehrheitlich fürs Kompassmodell.
In Ost, Nord und West gibt es nach den jüngsten Verbandstreffen deutlich mehr Offenheit für das Kompass-Modell.

Selbst Verbandschefs, die zuvor eher als Bremser galten, wirken jetzt kompromissbereiter und wollen sich offenbar am Votum der Vereine orientieren.

Die Sorge, dass mit dem Kompass-Modell sofort viel härtere Zulassungskriterien kommen, wird im Artikel relativiert. Das sei aktuell nicht geplant.

Ende Mai sollen die Regionalligisten bundesweit abstimmen.
Neue Regionalliga-Reform? |#5195
29.04.2026 - 10:58 Uhr
Zitat von nulldrei09
Quelle: www.bild.de
Sitzungen der Regionalverbände durch
:
Weg für DFB-Reform frei! Ein Modell ist klarer Favorit der Klubs

Nach 14 Jahren Streit ist für den deutschen Fußball ein klares Ligen-System unterhalb der 3. Liga wieder zum Greifen nah. Mittlerweile fanden in allen fünf Regionalligen Infoveranstaltungen statt, wie man zu vier Staffeln kommt, damit anders als bisher alle Meister in die 3. Liga aufsteigen. Klar wurde dabei: Die Verbandspräsidenten wollen sich an das Votum ihrer Vereine halten – und die sind wohl mehrheitlich fürs Kompassmodell.
In Ost, Nord und West gibt es nach den jüngsten Verbandstreffen deutlich mehr Offenheit für das Kompass-Modell.

Selbst Verbandschefs, die zuvor eher als Bremser galten, wirken jetzt kompromissbereiter und wollen sich offenbar am Votum der Vereine orientieren.

Die Sorge, dass mit dem Kompass-Modell sofort viel härtere Zulassungskriterien kommen, wird im Artikel relativiert. Das sei aktuell nicht geplant.

Ende Mai sollen die Regionalligisten bundesweit abstimmen.


Als Bremser galten sie deshalb, weil der Autor dieses Artikels - Patrick Franz - Stimmung gegen sämtliche Funktionäre aus den anderen Regionalverbänden gemacht hat.
Neue Regionalliga-Reform? |#5196
29.04.2026 - 14:35 Uhr
Diesen Irrsinn einer Liga, in der Platz vier bis sieben von Klubs belegt wird, die nie auch nur ansatzweise den Anspruch haben können, 3. Liga zu spielen. Die Illertissens, Eichstätts, Aubstadts oder Vilzings mögen sportlich ihre Berechtigung haben. Aber nicht in einer Regionalliga, sondern in einer Bayernliga.

Die Hand voll bajuwarischer Teams, die es ernst meinen mit Drittligaambitionen, dürfen dann in einer viergleisigen Regionalliga mitmischen. Und im Verzichtsfall den Klubs den Vorrang lassen, die hart um den Titel und die Rückkehr in die 3. Liga kämpfen
Auch andere Autoren machen Stimmung....völlig zurecht!

"Die Regionalliga Bayern verliert nach Unterhaching-Verzicht ihre Legitimation"
Von den Top-Sieben will nur noch Würzburg aufsteigen. Die Regionalliga Bayern wird damit endgültig zur Farce
Neue Regionalliga-Reform? |#5197
29.04.2026 - 16:29 Uhr
Das Problem ist auch, dass Christoph Kern (bfv) im BR-Interview sehr deutlich gesagt hat, dass er seine kleinen Regionalligisten unter allen Umständen verteidigen wird. Solange er (oder jemand anderes mit seiner Denkweise) etwas zu sagen hat, wird die Regionalliga Bayern sicherlich nicht aufgelöst. Deshalb auch dieser bayrische Vorstoß mit dem komplizierten Phasenmodell.
Neue Regionalliga-Reform? |#5198
01.05.2026 - 13:51 Uhr
Wenn natürlich jeder Verband ausschliesslich auf sich selbst bzw. auf die Interessen seiner Klubs schaut, wird es keine Einigung über irgendein neues System geben. Und Bayern hat ja sowieso immer seine eigene Ansicht.
So ist es ein Skandal, dass Unterhaching knapp einen Monat vor der Relegation sagt: Ach nee, doch nicht, aber vielleicht irgendwann mal doch ". Und Bayern darf dann irgendeinen Nächstplatzierten melden ( im Extremfall dann mal Bayern München U21 auf Platz 6 oder 7, darf aber aufsteigen, weil kein anderer will oder kann).
Und sich dann hinstellen und " Meister müssen aufsteigen " rausposaunen, tritt das sportliche Prinzip komplett mit Füssen. In dem Fall hätte man - für dieses Jahr- die Relegation absagen und den Nordostmeister direkt aufsteigen lassen müssen.
Und der Zeitpunkt für aufstiegsambitionierte Vereine zur Meldung für die 3. Liga sollte spätestens in der Winterpause verbindlich erklärt werden müssen, alles andere ist - sportlich betrachtet - eine Farce.
Sollte Bayern dabei bleiben, was ja wahrscheinlich rund 15 Vereine in der RL Bayern wollen, sollte man die dortige RL abschaffen und nur die aufstiegswilligen Vereine in die anderen Ligen aufnehmen.
Die könnten sich dann auch an die weiteren Wege gewöhnen, die sie ja in Liga 3 ohnehin hätten.
Wäre dann auch die von Bayern vorgeschlagene Zweiteilung, nur eben anders, aber sportlich wertvoller.

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Das Leben ist zu kurz um : schlechten Wein zu trinken und mittelmässigen Fussball zu gucken.
Neue Regionalliga-Reform? |#5199
02.05.2026 - 06:38 Uhr
Sie müssten dann halt auf Nord und Nordost verteilt werden. Wobei Nord geografisch nicht sinnvoll ist. Bleibt nur noch Nordost, aber dann ist es auch nicht wirklich fair. Deshalb sollte die Regionalliga Nordost aufgeteilt werden. Dann hat man eine Regionalliga Südost und eine erweiterte Regionalliga Nord, die beide ihre Berechtigung für einen festen Aufstiegsplatz haben.
Neue Regionalliga-Reform? |#5200
04.05.2026 - 16:45 Uhr
Wäre dann auch einfacher auf die insgesamt 80 Vereine in 4 Ligen zu kommen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das mehr als 5 oder 6 Vereine in die neuen 4 Ligen gehen wollen.

•     •     •

Das Leben ist zu kurz um : schlechten Wein zu trinken und mittelmässigen Fussball zu gucken.
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