1. FC Köln 1. FC Köln
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Peter Stöger
Geburtsdatum 11.04.1966
Alter 60
Nat. Österreich  Österreich
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Peter Stöger [Trainer]

12.06.2013 - 15:11 Uhr
Zeige Ergebnisse 51-60 von 309.
Peter Stöger [Trainer] |#51
03.11.2014 - 15:49 Uhr
Wer die Pfiffe hier rechtfertig, hat nicht im geringsten ein Gefühl für die Fragilität des Gebildes einer jungen Mannschaft, eines Aufsteigers, eines im Findungsprozess-befindlichen Teams.
Unmut über die Leistung? Aber hallo, das vereint uns alle. Manche einzelnen Ausprägungen erschließen sich mir aber überhaupt nicht. Einfach mal die Ruhe bewahren und auch schlechte Leistungen hinnehmen. Es wird nicht die letzte gewesen sein, man wird daraus lernen, man könnte bestärkt daraus hervorgehen - man kann das ganze aber auch kippen lassen, wenn auspfeifen zur Regel wird.
Ist vollkommen deplatziert gewesen und muss nicht auch noch gerechtfertigt und unterstützt werden. Die Mannschaft hingegen schon.

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1. Fußball-Club Köln
Peter Stöger [Trainer] |#52
05.11.2014 - 10:21 Uhr
@Bundesadler: wenn du fußballerisch sehr überschaubare Leistung ansprichst, frage ich dich, was du erwartest?
Als Aufsteiger, der in zweit Jahren zweiter Liga zu deutlichen Sparzwängen genötigt war, schaffen wir in den Heimspielen gegen Gladbach, Bayern und Dortmund 4 Punkte und haben nur gegen Freiburg keine Möglichkeit gehabt, ein Mittel gegen die defensiv lauernden Breisgauer zu entwickeln. Dann reißt bereits der Geduldsfaden?

Entschuldige, aber dann empfehle ich eine deutlich entspanntere Betrachtung der Sachlage. Wir sind nicht in der Lage, einen momentan etablierten Bundesligisten wie Freiburg, Mainz, Augsburg oder Hannover spielerisch in Schach zu halten. Falls dies aber die Erwartung ist, sollte gehörig an der Erwartungsschraube gedreht werden. Duisburg sollte gezeigt haben, dass uns dies nicht einmal gegen einen Drittligisten gelingt. Und selbst in Liga 2 haben wir nahezu kein Spiel spielerisch dominiert. Dies ist auch nicht unsere Stärke, damit brauchen wir auch nicht anzufangen, bevor wir mal 2-3 Jahre am Stück in der Liga gewesen sind.

Genau deine Einstellung ist es, die Stöger kritisiert. Es wurde gebetsmühlenartig seit 16 Monaten versucht von Stöger, Schmadtke oder wem auch immer, diesen Moment vorzubereiten, dass eben auch bei einer Verzweiflung am defensiv stehenden Gegner im eigenen Haus nicht der Geduldsfaden reißt, da erwartet wird, dass der große Effzeh ja den Gegner zu kontrollieren hat.
Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die nicht akzeptieren können, dass wir Jahre davon entfernt sind, an die alten Zeiten bis Ende der Achtziger anzuknüpfen, sich FC Spiele nicht anschauen, sondern im Nachhinein das Ergebnis sagen lassen. Es würde so vieles einfacher machen in Köln.

Denn meine größte Sorge ist es, dass irgendwann diese immer wieder aufkeimende Erwartungshaltung Stöger auffrisst, bevor wir überhaupt mal einen Schritt nach vorne gekommen sind.

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Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Peter Stöger [Trainer] |#53
05.11.2014 - 11:40 Uhr
Zitat von Linksverteidiger
@Buelent
Paderborn spielt zum ersten Mal erste Liga und schafft es zum Teil ein Spiel zu kontrollieren und Torchancen zu kreieren. Zwei Jahre zweite Liga sollten kein Freifahrtschein für eine erschreckend schwache Offensive sein, die in der Rückrunde der letzen Saison größtenteils dank Nagasawa wenige kreative Momente hatte.
Es fehlt mind. ein handlungsschneller Spieler im Mittelfeld mit Auge, der einen sauberen Pass spielen kann. Zudem noch einer, der ordentliche Standards tritt und der FC hat eine Mannschaft, die defensiv und offensiv konkurrenzfähig ist.


Zum Teil haben wir das auch shcon geschafft (Bremen bspw.).
Zum Teil hat Paderborn aber auch die Hütte vollgehauen bekommen, und es gab keinen Pfiffe und meine Paderborner Ex Nachbar musste sich auf der Abreit kein "Wir haben chancenlos 2:0 gg München verloren, das kann ja wohl incht wahr sein" anhören.

Wir Aufsteiger spielen sehr guten Fussball. Wir haben teilweise keine Möglichkeiten zuzugreifen aufs Spielgeschehen oder Chancen zu kreieren.
Bei Paderborn siehts nach Vorne bisweilen was gefälliger aus, dafür siehts bei uns Defensiv besser aus.
Beide stehen für den Zeitpunkt der Saison sehr gut da, und jeder mit bissl Sachverstand würde die aktellen Platzierungen (und teilweise auch schlechtere) mit Kusshand nehmen für ST 34.

Bei einem schlechten Spiel (was ja auch Stöger genau so benannt hat) zu Pfeifen und so zu tun als MÜSSTEN wir Freiburg weghauen DAS ist eben das Problem.
Das wir hätten besser Spielen müssen, und das Spiel auch hätten gewinnen können bezweifelt niemand.
Aber dieses Einfordern auf unheimlich destruktive und negative Art geht unserem Trainer mit Recht aufn Sack.
Und er steht da nicht alleine!

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"Wenn Glück nicht Teil des Spiels wäre würde ich immer gewinnen."
Phil Hellmuth
Peter Stöger [Trainer] |#54
05.11.2014 - 12:10 Uhr
Îch empfehle zu dem Thema Timo Hildebrands Beitrag in der aktuellen 11 Freunde.
Oder man schaue sich mal an, wie in Dortmund die Mannschaft nach der Niederlage zu Platz 17 noch angefeuert wurde, und beklatscht. Und da waren 45 Minuten auch alles nur nicht gut.
Und die dürften einen anderen Anspruch haben.

Ich kann entweder die Mannschaft solange man sieht das schlechte Spiele analysiert werden und die Mannschaft nach vorne gebracht werden "dulden" und die Mannschaft weiterhin aufbauen, oder eben dafür sorgen das schlechte Stimmung erzeugt wird, der Boulevard die höchsten Absatzzahlen im Feuerlegen sieht, und damit dem Verein schaden.

Was meinst du wie gut das der Mannschaft getan hätte, wenn die Leistung dennoch akzeptiert und beklatscht werden würde. Rückendeckung darf auch von Fans ausgehen.
Wenn die Mannschaft nur noch Müll spielt, sieht das natürlich irgendwann anders aus.

Aber ich halte mich da eher ans Bremer Publikum bspw.

Aber die Verschleißen auch weniger Trainer, Spieler, Funktionsteammitglieder wie wir.
Wir schaffens ja sogar nen Physio abzu ***** en...

Ich verstehs nicht.

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"Wenn Glück nicht Teil des Spiels wäre würde ich immer gewinnen."
Phil Hellmuth

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eshmael am 05.11.2014 um 12:10 Uhr bearbeitet
Peter Stöger [Trainer] |#55
06.11.2014 - 09:46 Uhr
Zitat von JOE_COLOGNE
Nur Pfeifen pfeifen ist mir zu allgemein.
Sind es nur unbelehrbare,die ihr Hirn nur allzugerne in den Energiesparmodus setzen?
Fußball hat mit Emotionen zu tun und ja,auch ich habe schon mal im Stadion gepfiffen auch wenn es dem eigenen Empfinden widerspricht und für mich keinen Sinn ergibt.
Müssen Pfiffe immer kontaproduktiv sein? Eindeutiges ja, wenn sie zur Abstrafung angebllich nicht erbrachter Leistung dienen.... War das gegen Freiburg so ?
Kann es auch so sein, dass die Pfeifer eher die Mannschaft aufwecken wollten-. Ja, auch das gibt es.
Frage an die Fans.die den FC leider nur im TV erleben können:" Welche emotionale Schiene fahrt ihr ,wie lebt ihr diese während des Spiels aus?
Jeder,der schon mal gegen die Pille getreten hat,weiß doch ganz genau, wann Pfiffe einen runterziehen und dies Darm mit Füllung ist.
Ganz sicher bei der Ein-.oder Auswechslung .Noch schlimmer ist es, wenn du während des Spieles rausgepickt wirst...Ist euch das noch nie passiert?... War das bei den Profis am Sonntag so?
Ich bin mit der Leistung von Stöger bisher zufrieden. Aber was ich total überflüssig finde ist die Anmerkung, dass er seine Spieler (alles Profis)jetzt auf Pfiffe einiger Fans in Müngersdorf einstellen muss.
Stöger sollte wissen.dass bei den überwiegenden Fans des FC nur der Verbleib in der 1.Liga zählt und daher der Erfolgs-und Erwartungsdruck dementsprechend sehr gering ist.
Wenn einige trotzdem pfeiffen-geschenkt Herr Stöger.
mir jon mit dir,wenn et sin muss durch et Führ


Also dieser Unterschied den du beschreibst existiert nicht. Diese Intention wie du sie beschreibst tritt in keiner Form nach außen. Da ist das Pfeiffen bei Auswechselungen nur besonders unangebracht und demotivierend. Das andere Pfeiffen bleibt trotzdem auch negativ.

Wir haben halt jetzt keine Söldnermannschaft mehr, wie Maniche und Co, die wirklich einfach über dem stehen konnten, weil sie viel erlebt haben und sie eh nirgendwo sonst noch so viel Kohle in den ***** geblasen kriegen würden. Jetzt sind das fast Kinder die zum Teil das erste Mal Bundesliga spielen.
Dann kommen jetzt wieder ein paar an und sagen: Das sind Profis die müssen das abkönnen.
Bla bla, nur weil die vieleicht jetzt schon Millionäre sind, macht das die längst nicht abgebrühter. Bei einigen wird sich erst noch zeigen, ob sie die Kraft haben das jedesmal wieder auszuhalten. Es hat sich auch bei einigen gestandenen Profis gezeigt, dass sie dem Druck der Kölner Fans nicht gewachsen waren. Wome, Eichner usw.... Darauf müssen einige Spieler ganz sicher eingestellt werden. Guck dir doch mal die Gesichter von Wimmer, Hector, Ujah oder Lehmann an.

Das Pfeiffen zeigt eindeutig, dass diejenigen die das tun mit dem Hintergrund ins Stadion gehen um Entertained zu werden. Das mag nicht schlecht sein. Aber es ist keiner der das Team unterstützt. Das läuft dann nach dem Motto "Brot und Spiele". So kann man das sehen. Es ändert aber nichts daran, dass der Wahre Sinn hinter dem Pfeiffen ist, dass derjenige mehr Spass erwartet hat. Wenn du also behauptest mit Pfeiffen ein Team irgendwie unterstützen zu wollen, ist das schlicht ne Lüge. Damit wird reiner Egoismus zum Ausdruck gebracht. Ob du das jetzt als "Wachmachen wollen (weil die ja alle eingeschlafen sind)" oder als Auspfeiffen (weil sie nicht das bringen was sie sollten) verstehst. Letztlich ist das nur ein Euphemismus.

Ich will auch garnicht sagen, dass man unbedingt sein Team bedinungslos unterstützen muss. Aber wenn man sich dahinstellt und mehr Leistung fordert,gleichzeitig aber das Team aktiv daran hindert, ist das total affig.
Peter Stöger [Trainer] |#56
06.11.2014 - 09:57 Uhr
@Joe: Antwort eines Fans, der den FC vor dem Fernseher erlebt. Ich versuche zumeist (übrigens ähnlich wie im Stadion) das Spiel recht sachlich zu betrachten und Bewegungsabläufe, Stellungsspiel, Kombinationen, Passspiel, Ballannahme und -weiterverarbeitung, Zweikampfverhalten und taktische Grundzüge zu bewerten und daraus meine Schlüsse für die Entwicklung des Vereins und die Bewertung der handelnden Personen zu ziehen.
Ich kann dabei auch völlig irrational emotional sein, wenn es bspw. im Betrachten des Spiels in Gesellschaft ist. Aber auch hier geht es mir um "the greater good" und das ist fraglos nicht mein kurzfristiges primäres Gefühl, sondern der mittelfristige Erfolg des Vereins. Mein persönliches Gefühl, Unmut zu bekunden, weil ich vielleicht eine Entscheidung anders getroffen hätte oder Erwartungen unerfüllt bleiben, steht in der Wichtigkeit eindeutig hinter dem Gemeinwohl "gemeinsamer Erfolg des Vereins".

Was jeder einzelne für sein persönliches Empfinden vom Verein, Spieler/Mannschaft, Trainer oder Geißbock erwartet, ist sein gutes Recht; hieraus Emotionen zu entwickeln, ist sogar nur natürlich. Wenn aus diesen Emotionen aber Unmutsäußerungen entstehen, die eine ohnehin planlose Mannschaft nur noch stärker verunsichert, untergräbt persönliche Freiheit das Gemeinwohl. Und dies werde ich, solange ich FC-Fan bin, kritisieren - so viel ich kann.

Wenn dort eine schlaffe Vorabstiegstruppe sich müde und gelangweilt vom Mitabsteiger den Schneid abkaufen lässt und dabei vor den eigenen Fans bereits frühzeitig das Handtuch wirft, weil es dem Einzelnen auf dem Platz nicht um einen gemeinsamen Erfolg geht, sondern allenfalls um persönliche Schadensminimierung, darf - von mir aus - gepfiffen werden und jedweder Unmut geäußert werden, da hier das Gemeinwohl des Vereins gefährdet ist. Aber bei spielerischer Armut und einer offenkundigen Verzweilfung der handelnden Personen, diese zu bekämpfen, hilft doch kein einziges Raunen im Publikum als "Wachmacher"?

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Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Peter Stöger [Trainer] |#57
06.11.2014 - 11:41 Uhr
Ich bin von Mitte der 90er bis ~2003 bei fast allen Heimpielen gewesen (und einem sehr großen %Satz der Auswärtsspiele).
Ich habe niemals während des Spiels gepfiffen.
Ich habe sehr wohl meinen Unmut geäußert nach dem Spiel, besonders beim Training kurz nach den Spielen.
Aber 1-2 Tage vor Spielen und dabei habe ich immer nur unterstützt. Das halte ich auch heute noch so, obwohl mich vorm Fernseher keiner hört =)

Und das hat ganz klar etwas mit meinen eigenen sportlichen Erfahrungen mit Publikum zu tun.

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"Wenn Glück nicht Teil des Spiels wäre würde ich immer gewinnen."
Phil Hellmuth
Peter Stöger [Trainer] |#58
06.11.2014 - 13:10 Uhr
Kritik ist eins und dem stellt sich Mannschaft auch, die übt sie sogar vollkommen zurecht selbst.
Raunen, pfeifen, buhen und fordern von Spielerwechsel befriedigen die eigene Emotion, führen aber in keiner Sekunde zu einer positiven Wirkung in der Mannschaft. Das und nur das ist eine hilfreiche Überlegung als Fan.

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Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Peter Stöger [Trainer] |#59
06.11.2014 - 21:02 Uhr
Nabend,
ich möchte mal versuchen die Thematik sagen wir mal von der Front aus beleuchten.

Man könnte es sich in der Erklärung einfach machen. Warum wurde ausgerechnet gegen Freiburg im Stadion gepfiffen? Man sollte bedenken, dass es das Erste Heimspiel in diesem Jahr war, welches in den freien Verkauf gekommen ist. Das Spiel war ausverkauft. Nach dem HSV (Ein Muss, das erste Spiel der Saison gegen den Absteiger Nr.1), Gladbach (Derby) Bayern (Bayern halt) und BVB (Bayern nur sympathischer) bleiben die Ultras und die DK Besitzer, bzw. die Mitglieder die den neuen FC Weg wirklich mitgehen wollen im Stadion, während die Eventmitglieder, die ja nur für die 3 Topspiele Mitglied geworden sind, lieber zuhause bleiben, weil Freiburg ja keiner sehen will. (Neulich im Fanshop: „Habt ihr noch Karten für den BVB?“ „Nein leider nicht mehr ist komplett ausverkauft, wie wär es mit Freiburg?“ „Och ne, die sind mir zu schlecht, ich hätte gerne den BVB gesehen, wer weiß ob wir nächstes Jahr noch in der Liga sind?“).
Somit sind genug Plätze frei, um diese mit den restlichen Fans aus dem halbe Millionen Fanpool zu füllen. Darunter befinden sich unter Anderem:
-die, die 5 Heimspiele warten müssen um endlich, endlich ins Stadion zu kommen. Der Gegner ist für sie ziemlich unattraktiv, aber immerhin sind die 3 Punkte locker im Sack.
-die, die ihre Dauerkarte in der 2. Liga abgegeben haben, weil sie sich sowas nicht antun wollten, jetzt aber ohne Dauerkarte da stehen, und sich wundern warum es keine mehr gibt. Diese gehen jetzt ins Stadion weil es was Besseres nicht gibt.
-die, die beim Bezahlen der Karte sagen: „Wehe wir verlieren gegen so eine Mannschaft, dann komm ich hierhin und hol mir mein Geld wieder.“
-die, die wieder ins Stadion gehen, weil der FC ja auf dem Weg in die Championsleague ist. Währenddessen schwelgen Sie in den Erinnerungen der glorreichen Zeiten: „Wenn wir BVB und Bremen schlagen, dann kann es nur nach oben gehen. Endlich wird es wieder so wie früher… Freiburg ist nur ne Zwischenstation, gegen Hertha ist ein Punkt drin, alles andere wäre ne Enttäuschung und Augsburg kann ja auch nix… Dann können ist Europa auf jeden Fall drin.“
-die, die wahrscheinlich noch garkein Spiel gesehen haben, und ihre Meinung zum FC 2014 nur vom Hörensagen äußern … und und und ( mir würde bestimmt noch mehr einfallen, wenn ich mir die Zeit nehme).
Ein schlechtes Spiel ist jetzt absolut unerwünscht, dennoch kommt das worst case szenario zustande, und somit wird gepfiffen und geraunt was das Zeug hält.
Jetzt kommt natürlich die Verwunderung auf. Es ist doch letzte Zeit so ruhig geworden, die Fans tragen die Mannschaft, alles zieht an einem Strang, warum wird denn jetzt gepfiffen? Ist die Geduld jetzt ausgereizt, oder ist die Erwartungshaltung gestiegen? Jeder weiß doch dass Platz 15 das Ziel ist.
Ich möchte da mal eine Passage hervorheben:

Zitat von usernick
Man muss sich immer vor Augen führen wo man herkommt....die nähere Vergangenheit war nicht gut, im Verein wurden viele Fehler gemacht (sowohl wirtschaftlich als auch sportlich). Das lag an einer schlechten Führung (der Fisch stinkt immer vom Kopf). Auch die Fans hatten bestimmt ihren Anteil (wenn auch nur klein) an der Sache, da wie PS sagt, zu hohe Erwartungen bestanden.

ABER das ist heute nicht mehr so! Vielmehr muss man als Verein dankbar sein, dass die Fans den Verein durch dick und dünn unterstützt haben. Welcher Verein hat in Liga 2 einen solchen Schnitt (das pusht und macht den Verein handlungsfähiger durch höhere Einnahmen aus Ticketing).


Sicherlich richtig ist, dass der FC in der 2. Liga für 2 Jahre ordentliche Unterstützung seitens der Fans im Stadion bekommen hat. Allerdings hat sich das Stadion nicht von selbst gefüllt, da waren einige Sponsorenfahrten nötig um die Eckblöcke an den Mann zu bringen (Man sagt ja immer, Leverkusen verschenkt die Karten an Bayer Mitarbeiter, aber das kann jeder wenn auch nicht als Schenkung, der sein Stadion nicht voll kriegt) Nimmt man den Pool von ner halben Millionen FC Fans – ich geh davon aus, dass es weit mehr sind – dann kann man sich entweder bei den Fans bedanken, die die Mannschaft im Stadion unterstützen, oder aber auch bei denen, die in der Zeit zum Glück nichts vom FC wissen wollten zwinker die uns nämlich in Ruhe gelassen haben, kommen in Erstligazeiten so langsam wieder aus ihren Löchern.

Was ich damit zu sagen versuche ist, dass NICHT, wie jeder denkt, die Erwartungshaltung plötzlich gestiegen ist, und die Geduld zu Ende geht, während die letzten 2 Jahre alles ruhig und unterstützend verlief, vielmehr glaube ich, dass sich in den letzten Jahren nichts geändert oder gebessert hat, man dieses nur wieder vermehrt mitbekommt, weil man wieder in der ersten Liga spielt.
Wenn man aber wie ich genau mithört, dann ist alles wie immer. Kann euch etliche Beispiele nennen, und manche sind wirklich heftig, aber das würde vermutlich den Rahmen hier sprengen. Ich versuche mal auf Drei Beispiele zu reduzieren:
-Nach Niederlage in Hannover: „Der Fahrstuhl bewegt sich wieder nach unten. Endlich, für was anderes ist der FC sowieso zu dumm“
-2. Liga 0:0 nach 10!! Minuten gegen Ahlen (Fanshop, Sky läuft) : „ So eine Sch*** die ***** en können ja garnichts. Da steigen wir direkt wieder ab, am besten bleiben wir direkt unten
-Personenbashing, zb: „der Zoller ist untauglich“ (hier im Forum gelesen, täglich auf der Arbeit zu hören), Nova soll sich verp****, warum darf Lehmann für den FC spielen… , der und der ist so schlecht, den sollte man aus Köln jagen …
Könnt mir glauben, dass diese Sprüche keine Ausnahmen sind, sondern tagtäglich vorkommen.
Schlimmstes war übrigens: „Ujah ist so ein abgef**** dunkelfarbiger (will das Schimpfwort nicht benutzen), ihn sollte man am besten zurück nach Afrika schicken …

Auf Facebook bin ich geh ich jetzt nicht ein, da kann sich jeder von euch ein Bild machen.

Das Ende vom Lied: Wenn davon 30 Leute im Stadion sind, könnte es ungemütlich werden. Und so kommt das Szenario wie gegen Freiburg schnell zu stande…. Ich geh soweit zu sagen, Wir sind meilenweit von Ruhe und niedrigen Erwartungen entfernt, wahrscheinlich hat sich garnichts geändert und es wird sich auch nicht ändern.

Passt wahrscheinlich besser in den Thread Fankultur, oder für mich zur persönlichen Verarbeitung in den Pessimissmusthread grins

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Es sei vermerkt, wenn die Sterne sagen, ich bin schöner als gestern

Peter Stöger [Trainer] |#60
07.11.2014 - 10:36 Uhr
Erneut, ein schönes Beispiel, JOE.

Natürlich geht es nicht um heute 30-Jährige, deren größte Zeit der verhinderte Abstieg mit Toni Polster war oder der Wiederaufstieg unter Zettel-Ewald. Hier ist höchst selten eine erhöhte, überhöhte oder gar unrealistische Zielsetzung gegeben (ich sagen höchst selten, ausschließen kann ich es auch hier nicht).

Nichtsdestotrotz ist ja auch genau diese Erwartungshaltung, diese Generationen des Erlebten unser Faustpfand, wenn der Name 1. FC Köln einem älteren Japaner durch Okudera noch ein Begriff ist oder ein 45-Jähriger Spanier sagt, er kenne den FC durch Littbarski, Schumacher, Schuster und Häßler, zeigt sich auch hier der Wert der Vergangenheit.

Ein ganz entscheidender Schritt war aber beim letzten Abstieg mit der Vergangenheit in Form von Beweihräucherung abzuschließen und versuchen, eine neue Geschichte zu schreiben. Der heutige FC ist eben nicht mehr der FC der Sechziger und Siebziger; genauso wenig wie der FC Everton ein Anrecht auf die Champions League-Teilnahme hat, nur weil man sich in den Achtzigern die Meisterschaften mit dem Stadtrivalen teilte.

Zu diesem neuen FC gehört auch eine moderne Vereinsführung (Spinner, Wehrle, Schmadtke), eine moderne sportliche Leitung (Schmadtke, Jacobs) und eben ein moderner Trainer, der Taktik und Entwicklung der Mannschaft über Dampfplauderei und Größenwahn stellt.

Dafür bin ich Peter Stöger (um mal nicht den Bezug des Threads zu verlieren) enorm dankbar und hoffe auf eine Weiterführung diesen Weges. Dann kommt eventuell irgendwann der Tag, an dem ich nicht mehr neidisch nach Mainz schaue, weil dort mit Heidel einer der verblüffend kompetentesten Manager im deutschen Fußball sitzt.

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Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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