| Geburtsdatum | 17.02.2007 |
|---|---|
| Alter | 19 |
| Nat. |
Frankreich |
| Größe | 1,85m |
| Vertrag bis | 30.06.2030 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | AS Rom |
Robinio Vaz [78]
15.01.2026 - 12:24 Uhr
14.07.2026 - 19:21 Uhr
Hat sich heute leider am Knie verletzt. Glücklicherweise nur eine Verletzung 1. Grades, also kein Bänderriss. ~15 Tage Ausfallzeit.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sonntagsschuss am 16.07.2026 um 17:53 Uhr bearbeitet
30.07.2026 - 23:43 Uhr
Vaz ist wieder fit und hat bereits am Mannschaftstraining teilgenommen. Reist somit also auch mit nach Wales.
26.08.2026 - 00:47 Uhr
Zitat von Sonntagsschuss
Vaz ist wieder fit und hat bereits am Mannschaftstraining teilgenommen. Reist somit also auch mit nach Wales.
Vaz ist wieder fit und hat bereits am Mannschaftstraining teilgenommen. Reist somit also auch mit nach Wales.
Spieler im Fokus – Robinio Vaz
Saisonvorschau 2026–27
Bei kaum einem Spieler der Roma liegen Gegenwart und Zukunft so weit auseinander wie bei Robinio Vaz.
19 Jahre alt.
Vertrag bis 2030.
Transfermarkt-Marktwert:
18 Mio. €.
Eine berichtete Ablöse von ungefähr 25 Mio. €.
Und gleichzeitig in seiner ersten Roma-Halbsaison:
kein einziger Startelfeinsatz in der Serie A.
Vaz ist kein gewöhnlicher dritter Stürmer.
Roma hat erheblich in einen Spieler investiert, der bei seiner Verpflichtung gerade einmal 22 Einsätze im Profifußball absolviert hatte.
Der Klub bezahlte nicht für den fertigen Robinio Vaz.
Roma bezahlte für die Hoffnung, dass aus ihm einmal ein außergewöhnlicher Angreifer wird.
Der vielleicht extremste Perspektivtransfer des Kaders
Roma besitzt mehrere junge Spieler mit großem Entwicklungspotenzial.
Rodrigo Mora.
Matías Soulé.
Jan Ziółkowski.
Daniele Ghilardi.
Niccolò Pisilli.
Muhammed Bah.
Antonio Arena.
Aber die Ausgangslage bei Vaz ist besonders.
Mora kam bereits mit 80 Pflichtspielen für Porto.
Soulé hatte vor seinem Roma-Wechsel schon eine komplette starke Serie-A-Saison bei Frosinone absolviert.
Vaz dagegen stand noch ganz am Anfang seiner Profikarriere.
Als Roma ihn verpflichtete, hatte er weniger Profispiele absolviert, als viele etablierte Spieler innerhalb einer einzigen Saison bestreiten.
Trotzdem bewegte sich das wirtschaftliche Gesamtpaket in einer Größenordnung, die normalerweise für wesentlich erfahrenere Spieler reserviert ist.
Eine außergewöhnlich schnelle Karriere
Der Weg von Robinio Vaz beschleunigte sich innerhalb weniger Monate enorm.
Geboren wurde er am 17. Februar 2007 in Mantes-la-Jolie.
Seine ersten fußballerischen Schritte machte er in der Region Mantes.
Später wechselte er in die Ausbildung von Sochaux.
2024 ging es weiter zu Olympique Marseille.
Zunächst spielte er dort für die zweite Mannschaft.
Für Marseille B kam er auf:
10 Spiele
6 Tore
Damit empfahl er sich sehr schnell für den Profikader.
Sein Debüt für Marseilles erste Mannschaft folgte am:
14. Januar 2025.
Im französischen Pokal gegen Lille.
Genau ein Jahr später, am 14. Januar 2026, bestätigte Roma seine feste Verpflichtung.
Zwischen seinem Profidebüt und einem Transferpaket von ungefähr 25 Mio. € lag exakt ein Jahr.
Viel schneller kann sich eine Karriere kaum entwickeln.
22 Spiele reichen Roma für eine große Entscheidung
Bis zu seinem Wechsel hatte Vaz für Marseilles erste Mannschaft absolviert:
22 Pflichtspiele
4 Tore
Darunter befanden sich auch seine ersten Einsätze in der Champions League.
Das ist wichtig.
Vaz kam nicht ausschließlich aus einer Nachwuchsmannschaft.
Er hatte bereits Ligue 1 gespielt.
Er hatte bereits auf der größten europäischen Bühne gestanden.
Und er hatte in Frankreich erste Tore erzielt.
Trotzdem war das Datenmaterial überschaubar.
22 Spiele sind keine vollständige Beurteilung eines jungen Angreifers.
Vor allem dann nicht, wenn viele Einsätze von der Bank erfolgen.
Roma musste deshalb früh entscheiden, ob Vaz nur einen interessanten Lauf erlebte – oder ob dahinter das Profil eines zukünftigen Topstürmers steckt.
Der Verein entschied sich klar für die zweite Möglichkeit.
Vier Jahre Vertrag
Roma stattete Vaz mit einem langfristigen Arbeitspapier aus.
Der Vertrag läuft bis:
30. Juni 2030.
Das ist für beide Seiten wichtig.
Vaz benötigt nicht innerhalb weniger Monate den vollständigen Durchbruch, um seine Verpflichtung zu rechtfertigen.
Roma besitzt genügend Zeit, ihn zu entwickeln.
Und sollte er sein Potenzial ausschöpfen, kontrolliert der Verein seine Zukunft über mehrere Jahre.
Anders als bei einem kurzfristigen Talentexperiment muss Roma Vaz nicht sofort bewerten.
Aber aufgrund der hohen Investition kann der Klub seine Entwicklung auch nicht einfach dem Zufall überlassen.
Die Nummer 78
Vaz entschied sich in Rom für die:
78.
Eine ungewöhnliche Nummer.
Sie passt zu einem Spieler, dessen Karriere gerade erst beginnt.
Noch trägt er keine klassische Stürmernummer.
Keine Neun.
Keine Elf.
Keine Zahl, die automatisch einen bestimmten Status vermittelt.
Die 78 wirkt vielmehr wie der Anfang einer eigenen Geschichte.
Vaz kam nicht nach Rom, um sofort das Trikot eines etablierten Stars zu übernehmen.
Er kam, um sich seinen eigenen Platz zu erarbeiten.
Vier Tage nach der Verpflichtung das Roma-Debüt
Viel Zeit zum Kennenlernen blieb zunächst nicht.
14. Januar:
Verpflichtung.
18. Januar:
Erster Einsatz.
Beim 2:0 gegen Torino wurde Vaz in der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Malen und Dybala erzielten die Tore.
Vaz sammelte seine ersten Minuten.
Damit begann eine Phase, in der Gasperini ihn fast ausschließlich über Kurzeinsätze an die Serie A heranführte.
Vaz wurde nicht sofort zum Stammspieler gemacht.
Aber er wurde auch nicht monatelang vollständig aus dem Profikader herausgehalten.
Der Trainer wollte sehen, wie weit er bereits war.
Seine erste Serie-A-Halbsaison
FotMob führt Vaz für 2025–26 in der Serie A mit:
12 Einsätzen
0 Startelfeinsätzen
205 Minuten
1 Tor
0 Vorlagen
FotMob-Rating: 6,18
Diese Zahlen erzählen eine ziemlich klare Geschichte.
Vaz gehörte zum Kader.
Er bekam Möglichkeiten.
Aber er war noch kein regulärer Bestandteil der engeren Rotation.
Im Durchschnitt spielte er nicht einmal 20 Minuten pro Einsatz.
Dadurch ist auch sein Rating nur eingeschränkt aussagekräftig.
Kurzeinsätze sind für einen jungen Stürmer schwierig.
Manchmal betritt er den Platz, wenn Roma bereits führt und das Ergebnis kontrollieren möchte.
Manchmal kommt er in eine Mannschaft, die verzweifelt ein Tor benötigt.
Manchmal bleibt kaum Zeit für mehr als zwei oder drei Ballkontakte.
205 Minuten reichen, um erste Eindrücke zu sammeln.
Sie reichen nicht, um einen 19-jährigen Angreifer abschließend zu beurteilen.
Dann kam Lecce
Am 22. März erhielt Vaz gegen Lecce seine wichtigste Gelegenheit.
Roma benötigte dringend einen Sieg.
Die Partie stand 0:0.
Vaz kam kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel.
Nur wenige Minuten später flankte Mario Hermoso in den Strafraum.
Vaz bewegte sich in die richtige Position.
Er setzte sich durch.
Und köpfte den Ball zum:
1:0.
Es blieb der einzige Treffer des Spiels.
Robinio Vaz erzielte nicht nur sein erstes Roma-Tor.
Er erzielte ein Tor, das Roma drei enorm wichtige Punkte im Kampf um die Champions League brachte.
Ein echter Mittelstürmertreffer
Die Entstehung des Tores war für sein Profil besonders interessant.
Vaz musste keinen Gegner über 30 Meter ausdribbeln.
Er musste keinen spektakulären Distanzschuss versuchen.
Er benötigte:
Timing.
Entschlossenheit.
Körperlichkeit.
Und das Gefühl für den richtigen Raum.
Er erkannte, wo Hermosos Hereingabe landen konnte.
Er attackierte den Ball.
Und brachte den Kopfball im Tor unter.
Genau solche Situationen entscheiden darüber, ob ein talentierter Angreifer irgendwann zu einem echten Mittelstürmer wird.
Viele junge Offensivspieler besitzen Technik und Tempo.
Aber Tore im Strafraum entstehen häufig aus Bewegungen, die bereits vor der Flanke beginnen.
Vaz zeigte gegen Lecce, dass er dieses Gespür grundsätzlich besitzt.
Das Tor veränderte nicht sofort die Hierarchie
Nach einem solchen Moment entsteht schnell die Erwartung, dass ein junger Spieler nun automatisch wesentlich häufiger beginnen muss.
Bei Vaz geschah das nicht.
Er blieb überwiegend Einwechselspieler.
Auch in den letzten Wochen der Saison sammelte er nur einzelne kurze Einsätze.
Gasperini änderte seine Bewertung also nicht aufgrund eines einzigen Tores vollständig.
Das kann auf den ersten Blick enttäuschend wirken.
Aber es zeigt auch, dass der Trainer seine Entwicklung realistisch beurteilen wollte.
Ein wichtiges Tor beweist Potenzial.
Es beweist noch nicht, dass ein 19-Jähriger bereits alle Anforderungen eines Serie-A-Stammspielers erfüllt.
Gasperinis bemerkenswert ehrliche Einschätzung
Der Trainer sprach während der Rückrunde sehr offen über Vaz.
Er bezeichnete ihn als große Investition des Vereins.
Gleichzeitig erklärte er, der Preis könne für einen so jungen Spieler zu einer Belastung werden.
Denn eine hohe Ablöse verändert automatisch die Wahrnehmung.
Bei einem günstigen Nachwuchsspieler werden kleine Fortschritte gefeiert.
Bei einem Transfer von ungefähr 25 Mio. € fragen viele sofort:
Warum spielt er nicht?
Warum startet er nicht?
Warum erzielt er nicht häufiger Tore?
Gasperini unterschied deshalb zwischen zwei Zeiträumen.
Langfristig war er davon überzeugt, dass Vaz für Roma sehr nützlich werden kann.
Kurzfristig wollte er zunächst herausfinden, wie weit der junge Angreifer wirklich ist.
Das ist vermutlich die ehrlichste Beschreibung seiner Situation.
Die Ablöse darf nicht mit seinem aktuellen Niveau verwechselt werden
Vaz konnte nicht beeinflussen, welche Summe Roma an Marseille überweist.
Er konnte nicht bestimmen, welche Erwartungen dadurch entstehen.
Und er konnte auch nicht entscheiden, wie schnell sich die Verhandlungen entwickelten.
Trotzdem trägt er die Folgen.
Bei einem berichteten Paket von ungefähr 25 Mio. € erwarten Fans normalerweise einen Spieler, der sofort hilft.
Vaz war bei seiner Ankunft aber erst 18.
Er besaß nur ein Jahr Erfahrung im Profifußball.
Und er wechselte mitten in der Saison:
in ein neues Land,
in eine neue Liga,
in ein neues taktisches System
und zu einem Trainer mit sehr konkreten Anforderungen.
Die Summe war die Bewertung seines möglichen zukünftigen Niveaus.
Nicht die Garantie, dass er dieses Niveau bereits im Januar 2026 erreicht hatte.
Was für ein Stürmer ist Vaz?
Vaz ist 1,85 Meter groß.
Er ist rechtsfüßig.
Seine auffälligsten körperlichen Voraussetzungen sind:
Tempo.
Kraft.
Explosivität.
Und eine für sein Alter bereits interessante Physis.
Er kann Verteidiger attackieren.
Er kann Wege hinter die letzte Linie starten.
Und er besitzt genügend Körpergröße, um bei Flanken und hohen Bällen gefährlich zu werden.
Das Tor gegen Lecce war dafür das beste Beispiel.
Vaz ist kein kleiner Kombinationsstürmer, der ausschließlich zwischen den Linien auftaucht.
Er bringt das körperliche Ausgangsmaterial für einen echten zentralen Angreifer mit.
Aber Körpergröße allein macht noch keinen Zielspieler
Mit 1,85 Metern sieht Vaz auf den ersten Blick wie ein Stürmer aus, der dauerhaft hohe Bälle sichern kann.
Seine bisherigen FotMob-Daten zeigen allerdings, dass dieser Bereich noch nicht vollständig entwickelt ist.
Bei gewonnenen Luftduellen liegt sein Profil ungefähr im Mittelfeld der verglichenen Stürmer.
Auch seine gesamte Zweikampfquote besitzt noch viel Luft nach oben.
Das ist bei einem 19-Jährigen nicht ungewöhnlich.
Serie-A-Innenverteidiger sind:
erfahren.
körperlich stark.
taktisch clever.
Und sehr gut darin, einen jungen Angreifer bereits vor der Ballannahme aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Vaz besitzt die körperlichen Voraussetzungen.
Nun muss er lernen, sie gegen Verteidiger einzusetzen, die jeden kleinen Fehler bestrafen.
FotMob zeigt ein ungewöhnliches Profil
Im Vergleich mit anderen Stürmern ordnet FotMob Vaz ungefähr so ein:
Ballkontakte: 66. Perzentil
Herausgespielte Chancen: 56. Perzentil
Gewonnene Luftduelle: 51. Perzentil
Defensive Aktionen: 49. Perzentil
Tore: 57. Perzentil
Schussversuche: nur 5. Perzentil
Diese Zahlen müssen aufgrund seiner geringen Spielzeit vorsichtig betrachtet werden.
Trotzdem zeigen sie eine interessante Tendenz.
Vaz war in Rom nicht dauerhaft der reine Abschlussspieler.
Er kam vergleichsweise häufig in Ballaktionen.
Er beteiligte sich am Spiel.
Er kreierte gelegentlich Situationen für andere.
Aber er gelangte selbst nur selten zum Abschluss.
Für seine nächste Entwicklungsstufe muss Vaz aus Beteiligung mehr konkrete Torgefahr erzeugen.
Nur wenige Schüsse
Ein Stürmer kann langfristig nicht allein über gute Laufwege bewertet werden.
Er muss zu Abschlüssen kommen.
Das bedeutet nicht, dass Vaz jeden Ball selbst schießen sollte.
Aber er muss häufiger jene Positionen erreichen, aus denen Tore entstehen können.
Die niedrige Zahl der Schussversuche kann verschiedene Ursachen haben.
Kurze Einsatzzeiten.
Eine Mannschaft, die in manchen Schlussphasen nur noch verteidigte.
Fehlende Abstimmung mit den Mitspielern.
Oder Laufwege, die noch nicht konsequent genug auf den letzten Pass abgestimmt waren.
Das Tor gegen Lecce zeigte, wie gefährlich Vaz im Strafraum sein kann.
Die nächste Aufgabe lautet, solche Situationen häufiger zu erreichen.
Gasperinis Anforderungen gehen über Tore hinaus
Ein Mittelstürmer unter Gasperini wartet nicht einfach im Strafraum.
Er muss:
das Pressing auslösen,
Innenverteidiger anlaufen,
Bälle sichern,
Räume für die Spieler hinter sich öffnen,
in die Tiefe starten
und nach Ballverlusten sofort reagieren.
Gerade in diesen taktischen Details dürfte Vaz noch Entwicklung benötigen.
In Marseille konnte er häufig über seine Athletik und seine Unbekümmertheit kommen.
In Italien werden seine Bewegungen genauer analysiert.
Gasperini beobachtete deshalb nicht nur seine Tore.
Er wollte in Training und Kurzeinsätzen erkennen, wie nützlich Vaz bereits für die gesamte Mannschaft sein kann.
Das erklärt, warum ein talentierter 19-Jähriger trotz eines wichtigen Tores nicht automatisch in die Startelf rutschte.
Die Konkurrenz ist jetzt noch größer
Im Januar war die Situation im Sturm von vielen Verletzungen und Unsicherheiten geprägt.
Deshalb bekam Vaz früh Einsatzmöglichkeiten.
Vor der Saison 2026–27 sieht die Hierarchie anders aus.
Donyell Malen hat sich im Zentrum festgespielt.
Beim 4:0 gegen Fiorentina erzielte er am ersten Spieltag direkt einen Hattrick.
Dahinter beziehungsweise daneben steht mit Santiago Castro ein weiterer junger Mittelstürmer.
Castro besitzt bereits wesentlich mehr Serie-A-Erfahrung als Vaz.
Und er wurde ebenfalls verpflichtet, um langfristig eine wichtige Rolle zu übernehmen.
Vaz kämpft deshalb nicht nur gegen einen etablierten Stammspieler.
Er kämpft gleichzeitig gegen einen anderen jungen Angreifer, der in seiner Entwicklung bereits mehrere Schritte weiter ist.
Malen ist zunächst klar vor ihm
Gasperini sieht Malen als zentralen Stürmer.
Nicht als Flügelspieler.
Nicht als gelegentliche Alternative.
Sondern genau dort, wo auch Vaz spielen möchte.
Der Saisonauftakt hat diese Entscheidung sofort bestätigt.
Drei Tore.
Vier zu null.
Und eine bereits sehr gut funktionierende Verbindung mit Dybala.
Solange Malen fit ist und auf diesem Niveau spielt, führt der Weg in die Startelf an ihm vorbei.
Vaz muss momentan nicht beweisen, dass Malen die falsche Wahl ist.
Er muss beweisen, dass Roma auch ihm regelmäßig Minuten anvertrauen kann.
Castro könnte der entscheidende Konkurrent werden
Langfristig ist der Vergleich mit Santiago Castro vielleicht noch wichtiger.
Malen befindet sich mit 27 Jahren im besten Fußballalter.
Castro ist 21.
Vaz 19.
Damit stehen hinter dem aktuellen Stammstürmer zwei junge Angreifer, die beide einen größeren Teil der Zukunft beanspruchen möchten.
Castro bringt mehr Erfahrung in der Serie A mit.
Er hat bereits über längere Phasen als Stammspieler agiert.
Vaz besitzt möglicherweise das explosivere körperliche Entwicklungspotenzial.
Die Frage lautet deshalb nicht nur, wer Malen gelegentlich ersetzt.
Es geht auch darum, welcher junge Stürmer sich langfristig als ernsthafter Anwärter auf den zentralen Platz entwickelt.
Der Saisonauftakt zeigt den aktuellen Abstand
Beim ersten Ligaspiel gegen Fiorentina saß Vaz auf der Bank.
Er wurde nicht eingewechselt.
Malen begann.
Castro kam später ins Spiel.
Damit war die Reihenfolge zunächst ziemlich klar:
Malen.
Castro.
Vaz.
Eine endgültige Saisonhierarchie ist das noch nicht.
Aber es ist das erste deutliche Signal.
Auch in den letzten Testspielen der Vorbereitung erhielt Vaz meist nur kurze Einsätze.
15 Minuten gegen Dortmund.
Sechs gegen Brighton.
20 gegen Newport.
19 gegen Cardiff.
Vaz startet 2026–27 nicht als unmittelbarer Herausforderer Malens.
Er startet als Entwicklungsstürmer, der sich seine nächste Chance erst wieder erarbeiten muss.
Die Champions League kann helfen – und gleichzeitig schaden
Roma spielt in dieser Saison auf der größten europäischen Bühne.
Dadurch entstehen mehr Spiele.
Mehr englische Wochen.
Mehr Rotationen.
Und damit theoretisch auch mehr Möglichkeiten für Vaz.
Gleichzeitig ist die Champions League kein Wettbewerb, in dem Gasperini problemlos experimentieren kann.
Roma benötigt Ergebnisse.
Malen wird in den größten Spielen beginnen.
Castro dürfte bei Rotationen zunächst die naheliegendere Alternative sein.
Vaz könnte vor allem dann wichtig werden:
bei klaren Spielständen,
in einzelnen Coppa-Italia-Partien,
nach intensiven Champions-League-Wochen
oder wenn Roma in der Schlussphase einen körperlichen Strafraumspieler benötigt.
Seine Rolle wird wahrscheinlich zunächst aus einzelnen Fenstern bestehen.
Er muss bereit sein, wenn eines davon aufgeht.
Eine andere Rolle neben einem zweiten Stürmer?
Vaz muss nicht ausschließlich als alleinige Spitze eingesetzt werden.
Seine Athletik könnte auch neben einem beweglicheren Angreifer interessant sein.
Malen kann ausweichen.
Castro kann sich an Kombinationen beteiligen.
Dybala, Soulé und Mora können hinter zwei Spitzen agieren.
Dadurch könnte Gasperini Vaz in bestimmten Spielsituationen gemeinsam mit einem weiteren Stürmer bringen.
Vor allem wenn Roma ein Tor benötigt, bietet Vaz etwas anderes:
mehr Präsenz im Strafraum,
einen zusätzlichen Abnehmer für Flanken
und einen Spieler, der Innenverteidiger körperlich beschäftigen kann.
Sein Weg zu Minuten muss deshalb nicht ausschließlich über die direkte Ablösung Malens führen.
18 Millionen Marktwert
Transfermarkt führt Vaz aktuell bei:
18 Mio. €.
Die letzte Bewertung erfolgte Ende Mai 2026.
Für einen 19-Jährigen mit nur 205 Serie-A-Minuten ist das enorm.
Der Wert zeigt, wie hoch sein Potenzial weiterhin eingeschätzt wird.
Gleichzeitig liegt er unter der berichteten Ablöse, die Roma im Januar investierte.
Das ist nach seiner ersten Halbsaison nicht überraschend.
Vaz hatte noch nicht genügend Spielzeit, um den Transfer sportlich vollständig zu bestätigen.
Sein Marktwert basiert im Moment stärker auf Zukunft, Alter und körperlichem Profil als auf einer langen Serie überzeugender Leistungen für Roma.
Der Vertrag nimmt Zeitdruck – die Ablöse erzeugt ihn wieder
Auf dem Papier besitzt Vaz Zeit.
Vertrag bis 2030.
19 Jahre alt.
Noch mehrere Entwicklungsjahre vor sich.
Aber die Investition sorgt dafür, dass seine Entwicklung besonders genau beobachtet wird.
Bei jeder Transferperiode wird gefragt werden:
Bleibt er?
Wird er verliehen?
Erhält er genügend Minuten?
Ist er hinter Malen und Castro zu weit entfernt?
Oder macht er im Training bereits den nächsten Schritt?
Roma muss aufpassen, dass aus einem langfristigen Projekt kein Spieler wird, der über Jahre nur zwischen Bank und Kurzeinsätzen festhängt.
Entwicklung benötigt Geduld.
Aber sie benötigt auch echten Fußball.
Wäre eine Leihe irgendwann sinnvoll?
Die Frage wird sich zwangsläufig stellen, wenn Vaz über längere Zeit kaum spielt.
Ein junger Stürmer entwickelt sich nicht ausschließlich im Training.
Er benötigt:
Startelfeinsätze.
Fehler.
Schwierige Auswärtsspiele.
90 Minuten gegen erfahrene Verteidiger.
Und Phasen, in denen trotz schwacher Leistungen weiter auf ihn gesetzt wird.
All das kann Roma ihm derzeit möglicherweise nicht regelmäßig bieten.
Gleichzeitig würde eine sofortige Leihe verhindern, dass Gasperini täglich mit ihm arbeitet und seine Entwicklung direkt steuert.
Für diese Saison muss deshalb zunächst genau beobachtet werden, ob Vaz trotz der Konkurrenz genügend echte Einsatzzeit erhält.
Was muss er verbessern?
Der wichtigste Punkt ist die Beteiligung an klaren Torchancen.
Vaz muss häufiger abschließen.
Er muss seine Laufwege besser mit den kreativen Spielern abstimmen.
Er muss lernen, wann er tief startet und wann er einen Ball entgegenkommend sichern sollte.
Auch in direkten Duellen mit Serie-A-Verteidigern kann er noch stabiler werden.
Dazu kommen Gasperinis Anforderungen im Pressing.
Der erste Anlaufweg muss stimmen.
Der Passweg muss geschlossen werden.
Und nach überspieltem Pressing darf er nicht einfach stehen bleiben.
Je zuverlässiger Vaz ohne Ball wird, desto leichter kann Gasperini ihm Minuten geben – auch wenn er in einem Spiel kein Tor erzielt.
Was bringt er bereits mit?
Bei all den offenen Punkten darf sein Ausgangsniveau nicht kleingeredet werden.
Vaz besitzt:
einen explosiven ersten Antritt,
gute körperliche Voraussetzungen,
Mut in direkten Aktionen,
Gefahr bei Hereingaben
und bereits erste Erfahrung in Ligue 1, Serie A und Champions League.
Er hat zudem gezeigt, dass er nach einer Einwechslung sofort Wirkung erzeugen kann.
Sein Tor gegen Lecce fiel nur wenige Minuten, nachdem er den Platz betreten hatte.
Vaz benötigt nicht zwingend eine lange Anlaufphase innerhalb eines Spiels.
Seine Athletik kann besonders gegen müder werdende Verteidiger sofort ein Faktor sein.
Was wäre eine erfolgreiche Saison?
Eine erfolgreiche Saison muss bei Vaz nicht bedeuten, dass er Malen verdrängt.
Auch eine zweistellige Torzahl wäre angesichts der aktuellen Hierarchie eine überzogene Erwartung.
Erfolg würde zunächst bedeuten:
mehr als reine Kurzeinsätze erhalten,
den ersten Start für Roma absolvieren,
sich als ernsthafte Rotationsoption etablieren,
seine Abläufe im Pressing verbessern,
häufiger zum Abschluss kommen
und weitere wichtige Tore erzielen.
Am Ende der Saison sollte Roma klarer wissen, ob Vaz 2027 bereits um eine größere Rolle kämpfen kann.
Wenn diese Antwort positiv ausfällt, wäre das ein bedeutender Schritt.
Eine Saison zwischen Geduld und Erwartungsdruck
Vaz ist jung genug, um Zeit zu erhalten.
Aber teuer genug, um nicht unsichtbar zu bleiben.
Genau darin liegt die Spannung.
Bei einem ablösefreien Nachwuchsspieler wären 205 Minuten und ein entscheidendes Tor ein schöner Anfang.
Bei einem Transferpaket von ungefähr 25 Mio. € wirkt dieselbe Bilanz plötzlich klein.
Beide Sichtweisen sind verständlich.
Die faire Bewertung liegt wahrscheinlich dazwischen.
Vaz hat den Transfer noch nicht gerechtfertigt.
Aber nach nur einer halben Saison und 205 Ligaminuten konnte er das auch noch gar nicht.
Die Zukunft ist noch vollständig offen
Am ersten Spieltag saß Vaz 90 Minuten auf der Bank.
Das ist kein guter Start für einen Spieler, der mehr Minuten benötigt.
Aber es ist auch kein endgültiges Urteil.
Eine Saison mit Serie A, Champions League und Coppa Italia ist lang.
Verletzungen.
Formschwankungen.
Rotation.
Taktische Veränderungen.
All das kann die Hierarchie verschieben.
Vaz muss sich darauf vorbereiten.
Denn wenn seine Gelegenheit kommt, könnte sie erneut sehr klein sein.
Zehn Minuten.
Eine Flanke.
Ein Laufweg.
Eine Torchance.
Gegen Lecce hat er bereits gezeigt, dass eine einzige Gelegenheit reichen kann.
19 Jahre.
1,85 Meter.
Vertrag bis 2030.
18 Mio. € Marktwert.
22 Marseille-Spiele vor seinem Wechsel.
205 Serie-A-Minuten für Roma.
Ein Tor.
Und dieses eine Tor entschied ein wichtiges Spiel.
Robinio Vaz ist noch kein fertiger Mittelstürmer.
Er ist aktuell nicht der erste Herausforderer Malens.
Vielleicht nicht einmal der zweite.
Aber Roma hat in ihm etwas gesehen, das eine außergewöhnlich hohe Investition rechtfertigen sollte.
Nun beginnt die schwierige Phase.
Nicht mehr entdeckt werden.
Sondern sich durchsetzen.
Das Talent hat Vaz nach Rom gebracht.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob aus diesem Talent langsam ein echter Gasperini-Stürmer entsteht.
Video
Robinio Vaz – erstes Interview als Roma-Spieler
Im offiziellen Video der Roma spricht Vaz unmittelbar nach seiner Verpflichtung über seinen Wechsel und seine ersten Ziele in der Hauptstadt.
Das Video passt besonders gut zu seiner Geschichte:
Ein 18-Jähriger kommt nach gerade einmal 22 Profieinsätzen als eine der größten Zukunftsinvestitionen des Vereins nach Rom.
Seit diesem Interview hat er sein erstes Roma-Tor erzielt.
Nun muss aus dem Versprechen seiner Ankunft Schritt für Schritt eine echte sportliche Rolle werden.
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