's Stüberl - Schlabberhosenrunde
12.11.2010 - 14:53 Uhr
12.09.2012 - 00:36 Uhr
Zitat von Loewenmut:
Ich bin weder politikverdrossen noch glaube ich die Populisten. Mache mir nur meine Gedanken und verstehe nach wie vor nicht wie man in die derzeitige Politik gehen kann, wenn man damit leben muss 80% zu lügen und Leuten etwas versprechen, das man sowieso nicht halten kann/wird ;) Übrigens bin ich absolut nicht gefährlich, denn sonst wäre ich in der Politik :D :D
genau darum gehts ja! meiner meinung nach lügen diese politiker doch nur, weil sie populistisch handeln und deshalb aussagen tätigen, von denen sie nicht wirtschaftlicih überzeug sind, sondern dem A und O eines politikers nachgehen: STIMMENFANG !
wer bei politikdiskussionsrunden in den letzten wochen sagte, dass unsere steuergelder nicht verschwendet werden dürfen, bekam doch jedes mal am meisten applaus! aber dann sollen die mir mal bitte ihren plan erklären, wenn wir nicht den euro retten
ganz nebenbei: wenn man griechenland pleite gehen lässt, die ihren griechischen drachmen wieder einführen, wird der sowas von abgewertet werden, dass selbst bei einem neuanfang ein strukturiertes leben dort nahezu unmöglich ist. importe könnten die sich gar nicht leisten, irgendwer müsste denen dann trotzdem von außerhalb griechenlands noch helfen ... oder könnt ihr euch vorstellen, dass GRE plötzlich zu einem völligen armutsland schrumpft?
manchmal ist es übrigens auch sehr wichtig für politiker eben nicht komplett die wahrheit zu sagen und zwar vor den schutz vor allen den spekulanten!!!
und das argument, dass den politikern das schicksal egal ist, weil sie finanziell sowieso ausgesorgt haben, halte ich für eine sehr gewagte behauptung - bspweise sollte merkel durchaus so viel stolz besitzen, um nicht als pleitekanzlerin in die geschichte eingehen zu wollen.
eher hätte ich an merkels stelle irgendwie kein bock mehr mir die ganzen anfeindungen aus dem ausland anzuhören, obwohl sie die länder doch nur retten will ...
beim länderspiel allerdings vorhin schon wieder in der tagesschau: spanien will auf keinen fall die rente kürzen :rolleyes
in diesen verhandlungen wird nun auch wieder kein einziger minister aller krisenländer nachgeben, da er sonst im eigenen land als versager dasteht und quasi keine chance mehr hat gewählt zu werden
ich hoffe aber mal doch, dass deutschland dabei am längeren hebel sitzt, da sie es sind, die das meiste geld geben
Ich bin weder politikverdrossen noch glaube ich die Populisten. Mache mir nur meine Gedanken und verstehe nach wie vor nicht wie man in die derzeitige Politik gehen kann, wenn man damit leben muss 80% zu lügen und Leuten etwas versprechen, das man sowieso nicht halten kann/wird ;) Übrigens bin ich absolut nicht gefährlich, denn sonst wäre ich in der Politik :D :D
genau darum gehts ja! meiner meinung nach lügen diese politiker doch nur, weil sie populistisch handeln und deshalb aussagen tätigen, von denen sie nicht wirtschaftlicih überzeug sind, sondern dem A und O eines politikers nachgehen: STIMMENFANG !
wer bei politikdiskussionsrunden in den letzten wochen sagte, dass unsere steuergelder nicht verschwendet werden dürfen, bekam doch jedes mal am meisten applaus! aber dann sollen die mir mal bitte ihren plan erklären, wenn wir nicht den euro retten
ganz nebenbei: wenn man griechenland pleite gehen lässt, die ihren griechischen drachmen wieder einführen, wird der sowas von abgewertet werden, dass selbst bei einem neuanfang ein strukturiertes leben dort nahezu unmöglich ist. importe könnten die sich gar nicht leisten, irgendwer müsste denen dann trotzdem von außerhalb griechenlands noch helfen ... oder könnt ihr euch vorstellen, dass GRE plötzlich zu einem völligen armutsland schrumpft?
manchmal ist es übrigens auch sehr wichtig für politiker eben nicht komplett die wahrheit zu sagen und zwar vor den schutz vor allen den spekulanten!!!
und das argument, dass den politikern das schicksal egal ist, weil sie finanziell sowieso ausgesorgt haben, halte ich für eine sehr gewagte behauptung - bspweise sollte merkel durchaus so viel stolz besitzen, um nicht als pleitekanzlerin in die geschichte eingehen zu wollen.
eher hätte ich an merkels stelle irgendwie kein bock mehr mir die ganzen anfeindungen aus dem ausland anzuhören, obwohl sie die länder doch nur retten will ...
beim länderspiel allerdings vorhin schon wieder in der tagesschau: spanien will auf keinen fall die rente kürzen :rolleyes
in diesen verhandlungen wird nun auch wieder kein einziger minister aller krisenländer nachgeben, da er sonst im eigenen land als versager dasteht und quasi keine chance mehr hat gewählt zu werden
ich hoffe aber mal doch, dass deutschland dabei am längeren hebel sitzt, da sie es sind, die das meiste geld geben
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TimoGebhart am 12.09.2012 um 00:43 Uhr bearbeitet
12.09.2012 - 00:54 Uhr
Die wilden Sechziger - Austauschkommune
12.09.2012 - 03:50 Uhr
Zitat von TimoGebhart:
ganz nebenbei: wenn man griechenland pleite gehen lässt, die ihren griechischen drachmen wieder einführen, wird der sowas von abgewertet werden, dass selbst bei einem neuanfang ein strukturiertes leben dort nahezu unmöglich ist. importe könnten die sich gar nicht leisten, irgendwer müsste denen dann trotzdem von außerhalb griechenlands noch helfen ... oder könnt ihr euch vorstellen, dass GRE plötzlich zu einem völligen armutsland schrumpft?
Für Griechenland gibt es im Grunde nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, wobei der Default unter Abwägung aller möglichen Szenarien letzten Endes doch die bessere, wenn auch radikalere Lösung wäre. Mit dem Euro als Währung wird das Land nicht mehr auf die Beine kommen können, dazu fehlt es an wirtschaftlicher Substanz, die zukünftig das unerlässliche Wachstum generieren könnte.
Ein Neuanfang mit einer radikalen Umstrukturierung der Wirtschaft muss das Ziel sein, man muss sich ganz klar auf die Landwirtschaft und den Tourismus fokussieren, gleichzeitig die wenigen Industriebetriebe dahingehend subventionieren, dass sie über den Preis Marktanteile gewinnen können und so zum Wirtschaftswachstum beitragen. Des Weiteren sind massive Reformen hinsichtlich des Staatsapparats von Nöten, zudem muss Staatseigentum privatisiert werden. Letztlich wird es aber genau daran scheitern, ein solcher Prozess ist langwierig und auch schmerzhaft und der Mensch will so etwas im Grunde nicht, folglich würde eine Regierung die diese richtigen Schritte anpackt letzten Endes schneller vom Hof gejagt, als sie Staatsbankrott sagen können.
Zum ESM kann man eigentlich nicht viel sagen, letzten Endes ist er wirtschaftlich und auch politisch zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen alternativlos, es bleibt zu hoffen, dass mit dieser lebensverlängernden Maßnahme auch Reformen vorangetrieben werden, die eine nachhaltige Besserung der derzeitigen Lage bewirken können.
ganz nebenbei: wenn man griechenland pleite gehen lässt, die ihren griechischen drachmen wieder einführen, wird der sowas von abgewertet werden, dass selbst bei einem neuanfang ein strukturiertes leben dort nahezu unmöglich ist. importe könnten die sich gar nicht leisten, irgendwer müsste denen dann trotzdem von außerhalb griechenlands noch helfen ... oder könnt ihr euch vorstellen, dass GRE plötzlich zu einem völligen armutsland schrumpft?
Für Griechenland gibt es im Grunde nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, wobei der Default unter Abwägung aller möglichen Szenarien letzten Endes doch die bessere, wenn auch radikalere Lösung wäre. Mit dem Euro als Währung wird das Land nicht mehr auf die Beine kommen können, dazu fehlt es an wirtschaftlicher Substanz, die zukünftig das unerlässliche Wachstum generieren könnte.
Ein Neuanfang mit einer radikalen Umstrukturierung der Wirtschaft muss das Ziel sein, man muss sich ganz klar auf die Landwirtschaft und den Tourismus fokussieren, gleichzeitig die wenigen Industriebetriebe dahingehend subventionieren, dass sie über den Preis Marktanteile gewinnen können und so zum Wirtschaftswachstum beitragen. Des Weiteren sind massive Reformen hinsichtlich des Staatsapparats von Nöten, zudem muss Staatseigentum privatisiert werden. Letztlich wird es aber genau daran scheitern, ein solcher Prozess ist langwierig und auch schmerzhaft und der Mensch will so etwas im Grunde nicht, folglich würde eine Regierung die diese richtigen Schritte anpackt letzten Endes schneller vom Hof gejagt, als sie Staatsbankrott sagen können.
Zum ESM kann man eigentlich nicht viel sagen, letzten Endes ist er wirtschaftlich und auch politisch zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen alternativlos, es bleibt zu hoffen, dass mit dieser lebensverlängernden Maßnahme auch Reformen vorangetrieben werden, die eine nachhaltige Besserung der derzeitigen Lage bewirken können.
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