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Santiago Castro
Geburtsdatum 18.09.2004
Alter 21
Nat. Argentinien  Argentinien
Größe 1,79m
Vertrag bis 30.06.2031
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein AS Rom

Leistungsdaten: 26/27

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 1--
1--

Santiago Castro [9]

27.07.2026 - 19:36 Uhr
Automatisch generierter Diskussionsthread
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sonntagsschuss am 30.07.2026 um 12:56 Uhr bearbeitet
Santiago Castro [9] |#1
27.07.2026 - 19:38 Uhr
Wird heute um 23:45 per Zug in Rom erwartet.
Santiago Castro [9] |#2
30.07.2026 - 12:56 Uhr
Ist jetzt offiziell: https://www.asroma.com/it/notizie/75703/santiago-castro-e-un-nuovo-calciatore-giallorosso

Kein Wort zur Vertragslänge. Die Ankündigungen waren auch schon mal besser...
Santiago Castro [9] |#3
30.07.2026 - 20:59 Uhr
Zitat von Sonntagsschuss
Ist jetzt offiziell: https://www.asroma.com/it/notizie/75703/santiago-castro-e-un-nuovo-calciatore-giallorosso

Kein Wort zur Vertragslänge. Die Ankündigungen waren auch schon mal besser...


Alles andere als ein vier oder fünfjahresvertrag würde mich überraschen. Ist immerhin noch richtig jung, acht Jahre jünger als Dovbyk und kann evtl. (?) der Spieler sein, der Muriel bei Atalanta für Gasperini war. Lernbegierig soll er wohl auch sein - ich bin gespannt. Gehe ehrlich gesagt auch davon aus, dass langfristig sowohl er als auch Malen spielen werden. Entweder zwei Spitzen oder er Castro als fließender Angreifer um Malen herum auf einer der beiden Positionen dahinter. Kann mir nicht vorstellen, dass wir 35 Mio für einen reinen Backup gezahlt hätten. Wir sind zwar die Chaos-Roma, aber ganz so viel Chaos fabrizieren wir glaube (und hoffe) ich dann doch nicht.

•     •     •

Daje Roma - per sempre!
Santiago Castro [9] |#4
26.08.2026 - 01:13 Uhr
Spieler im Fokus – Santiago Castro
Saisonvorschau 2026–27

Roma hat bereits einen Stürmer, der am ersten Spieltag drei Tore erzielt.

Und trotzdem investierte der Verein ungefähr:

35 Mio. €

in einen weiteren Mittelstürmer.

21 Jahre alt.

Vertrag bis 2031.

Marktwert:

32 Mio. €.

Und auf dem Rücken trägt Santiago Castro eine Nummer, die in Rom niemals einfach nur irgendeine Zahl ist:

die Neun.

Castro kam nicht als günstige Ergänzung.

Nicht als kurzfristige Leihe.

Und auch nicht ausschließlich als Absicherung hinter Donyell Malen.

Roma hat einen der interessantesten jungen Stürmer der Serie A verpflichtet – und damit gleichzeitig einen neuen Konkurrenzkampf und eine völlig neue taktische Möglichkeit geschaffen.

Die neue Nummer neun

Santiago Castro hätte sich nach seinem Wechsel problemlos für eine weniger bedeutende Trikotnummer entscheiden können.

Stattdessen nahm er sofort die:

9.

Eine Nummer, die bei Roma mit großen Mittelstürmern verbunden wird.

Roberto Pruzzo.

Rudi Völler.

Abel Balbo.

Vincenzo Montella.

Edin Džeko.

Zuletzt trug Artem Dovbyk diese Nummer.

Nun gehört sie einem 21-jährigen Argentinier, der in seiner letzten Serie-A-Saison sieben Tore erzielte.

Castro versteckt sich nicht vor den Erwartungen.

Er trägt sie sichtbar auf dem Rücken.


Eine feste Verpflichtung – und ein klares Zukunftsprojekt

Roma bestätigte den Transfer am 30. Juli 2026.

Castro kam fest vom FC Bologna.

Nach übereinstimmenden italienischen Berichten bewegt sich das Paket bei ungefähr:

35 Mio. € plus mögliche Bonuszahlungen.

Bologna soll außerdem an einem späteren Weiterverkauf beteiligt werden.

Castro unterschrieb langfristig bis zum:

30. Juni 2031.

Damit kontrolliert Roma seine gesamte nächste Entwicklungsphase.

Er ist nicht nur für eine Saison eingeplant.

Er ist einer der Spieler, um die der Verein den Angriff der kommenden Jahre aufbauen möchte.

35 Mio. € und fünf Jahre Vertrag sind keine Investition in einen gewöhnlichen Ersatzspieler.

Der Tausch der Mittelstürmer

Castros Ankunft war eng mit dem Abgang von Artem Dovbyk verbunden.

Während Castro von Bologna nach Rom wechselte, ging Dovbyk in die entgegengesetzte Richtung.

Zwei Mittelstürmer.

Zwei unterschiedliche Karrierephasen.

Dovbyk kam 2024 als amtierender Torschützenkönig der spanischen Liga nach Rom.

Castro kommt als 21-jähriger Angreifer, dessen beste Jahre vermutlich noch vor ihm liegen.

Roma tauschte damit nicht einfach einen Spieler gegen einen anderen aus.

Der Verein änderte die Perspektive auf dieser Position.

Weg von einem bereits fertigen Mittelstürmer.

Hin zu einem jüngeren, beweglicheren und langfristig entwickelbaren Angreifer.


Von Vélez nach Bologna

Castro wurde am 18. September 2004 in San Martín in der Provinz Buenos Aires geboren.

Seine fußballerische Ausbildung erhielt er bei Vélez Sarsfield.

Dort durchlief er den Nachwuchs und schaffte den Sprung in die erste Mannschaft.

Für Vélez sammelte er bereits als Teenager Erfahrungen im argentinischen Profifußball.

Er spielte in der Liga.

Im Pokal.

Und in der Copa Libertadores.

Im Januar 2024 folgte der Wechsel nach Italien.

Bologna verpflichtete einen damals 19-jährigen Stürmer, der zwar schon Profierfahrung besaß, aber noch weit davon entfernt war, ein fertiger Serie-A-Angreifer zu sein.

Zweieinhalb Jahre später verließ Castro Bologna als 32-Millionen-Euro-Spieler und neue Nummer neun der Roma.

105 Spiele für Bologna

Castro entwickelte sich in Bologna Schritt für Schritt.

Zunächst als junger Einwechselspieler.

Dann als ernsthafte Alternative.

Und schließlich als regelmäßiger Mittelstürmer.

Seine vollständige Bilanz für den Klub:

105 Pflichtspiele
22 Tore


Dazu kommen mehrere Vorlagen und ein erheblicher Anteil am Offensivspiel.

Castro wurde mit Bologna Pokalsieger.

Er spielte Champions League.

Er sammelte Erfahrung in der Europa League.

Und er lernte, wie unterschiedlich ein Mittelstürmer in Italien gefordert werden kann.

Roma kauft keinen Spieler, der die Serie A erst kennenlernen muss.

Castro kennt die Liga bereits sehr gut – obwohl er erst 21 ist.


Pokalsieger mit Bologna

Die Coppa-Italia-Saison 2024–25 besitzt in seiner Entwicklung einen besonderen Stellenwert.

Castro erzielte im Viertelfinale gegen Atalanta kurz nach seiner Einwechslung den entscheidenden Treffer.

Bologna gewann 1:0.

Später besiegte der Klub Milan im Finale und gewann erstmals seit über fünf Jahrzehnten wieder die Coppa Italia.

Castro war damit Teil einer historischen Mannschaft.

Er hat bereits erlebt, wie es sich anfühlt, ein K.-o.-Spiel mit einer einzigen Aktion zu entscheiden.

Und er weiß, wie groß die Bedeutung eines Pokaltitels für einen Verein sein kann.

Für einen 21-Jährigen bringt Castro bereits erstaunlich viel Erfahrung aus Druckspielen mit.

Seine letzte Bologna-Saison

In der Serie A kam Castro 2025–26 laut FotMob auf:

2.366 Minuten
7 Tore
2 Vorlagen
FotMob-Rating: 6,72


Die Zahlen sind solide.

Aber sie erklären gleichzeitig, warum Roma in ihm noch keinen fertigen Torjäger gekauft hat.

Sieben Tore sind für einen 21-jährigen Stürmer respektabel.

Für einen neuen Roma-Angreifer mit der Nummer neun und einer Ablöse von ungefähr 35 Mio. € sind sie aber noch keine Endstation.

Castro wurde nicht verpflichtet, um dauerhaft bei sieben Ligatoren zu bleiben.

Roma bezahlt für die Hoffnung, dass aus sieben irgendwann zwölf, fünfzehn oder noch mehr werden können.


Die xG-Werte passen fast exakt

FotMob führte Castro in der vergangenen Liga-Saison bei ungefähr:

7,2 Expected Goals.

Tatsächlich erzielte er:

7 Tore.

Damit lag seine Ausbeute fast genau im Bereich der Qualität seiner Chancen.

Er war weder ein außergewöhnlicher Überperformer noch ein extrem schlechter Verwerter.

Das ist zunächst positiv.

Seine Abschlussleistung war grundsätzlich stabil.

Gleichzeitig zeigt es, dass der nächste Sprung auf zwei Wegen entstehen kann.

Castro muss entweder:

häufiger in gute Abschlusspositionen kommen

oder:

die vorhandenen Chancen etwas besser verwerten.

Für eine zweistellige Torzahl reicht es nicht, dieselbe Saison einfach zu wiederholen.

Castro muss sein Volumen oder seine Effizienz erhöhen.


Neun vergebene Großchancen

FotMob führt für seine letzte Liga-Saison:

neun vergebene Großchancen.

Damit lag er bei Bologna an der Spitze dieser Statistik.

Solche Zahlen sollten bei einem jungen Stürmer nicht automatisch negativ gelesen werden.

Wer Großchancen vergibt, muss sie zunächst einmal erreichen.

Castro bewegte sich also regelmäßig in gefährliche Räume.

Er kam in Positionen, aus denen Tore möglich waren.

Aber seine letzte Aktion war noch nicht konstant genug.

Manchmal fehlte Ruhe.

Manchmal Präzision.

Manchmal die richtige Entscheidung zwischen Kraft und Platzierung.

Das Potenzial für mehr Tore war bereits vorhanden.

Nun muss Castro aus guten Bewegungen häufiger konkrete Treffer machen.


2,4 Schüsse pro 90 Minuten

Castro kam in der vergangenen Serie-A-Saison auf ungefähr:

2,4 Abschlüsse pro 90 Minuten.

Seine Abschlussquote lag bei:

11,1 Prozent.

Etwa 31,7 Prozent seiner Versuche gingen auf das Tor.

Das ist kein schlechtes Volumen.

Aber es ist auch noch nicht die Produktion eines Mittelstürmers, der jede Woche eine gegnerische Abwehr dominiert.

Zum Vergleich:

Ein wirklich torhungriger Angreifer sucht häufig drei oder mehr Abschlüsse pro Partie.

Castro muss deshalb lernen, seine guten Bewegungen noch konsequenter bis zum Abschluss fortzusetzen.

Er darf sich nicht ausschließlich über seine Arbeit für die Mannschaft definieren.

Die Nummer neun wird am Ende auch an Toren gemessen.


Mehr als nur ein Abschlussspieler

Castro besitzt allerdings eine Qualität, die seine reine Torbilanz nicht vollständig zeigt.

Er beteiligt sich aktiv am Kombinationsspiel.

Er kommt entgegen.

Er bindet Verteidiger.

Er öffnet Räume für Flügelspieler und offensive Mittelfeldspieler.

In der vergangenen Saison kreierte er laut FotMob:

28 Chancen
4 Großchancen


Hinzu kamen:

2 Vorlagen.

Für einen Mittelstürmer ist das interessant.

Castro wartet nicht nur auf den letzten Pass.

Er kann selbst an der Entstehung einer Chance beteiligt sein.

Er ist kein klassischer Strafraumspieler, der außerhalb der Box praktisch verschwindet.

Zwei Elfmeter herausgeholt

Castro holte in der vergangenen Serie-A-Saison zwei Strafstöße für Bologna heraus.

Auch das sagt etwas über sein Spiel aus.

Er attackiert Räume.

Er geht in direkte Duelle.

Er bringt Verteidiger zu schwierigen Entscheidungen.

Ein Stürmer muss nicht jede gefährliche Aktion selbst abschließen, um seiner Mannschaft zu helfen.

Manchmal genügt es, eine Bewegung früher zu beginnen als der Gegenspieler.

Den Körper zwischen Ball und Verteidiger zu bringen.

Und den Kontakt zu erzwingen.

Castro kann Gefahr erzeugen, ohne dass die Aktion anschließend als eigenes Tor oder eigene Vorlage in der Statistik erscheint.

Kein klassischer großer Zielspieler

Castro ist ungefähr 1,79 Meter groß.

Damit besitzt er nicht die Körpergröße eines traditionellen Strafraumstürmers.

Er ist kein Angreifer, auf den Roma dauerhaft hohe Bälle schlagen sollte, damit er sie gegen zwei Innenverteidiger festmacht.

Seine Stärke liegt eher in:

Beweglichkeit.

Aggressivität.

Schnellen Richtungswechseln.

Kurzen Antritten.

Und der Bereitschaft, Verteidiger permanent zu beschäftigen.

Castro spielt die Neun nicht über Größe.

Er spielt sie über Energie, Bewegung und Entschlossenheit.


Trotzdem ordentlich in der Luft

Interessanterweise liegt Castros FotMob-Profil bei gewonnenen Luftduellen über dem Durchschnitt vieler verglichener Stürmer.

Ungefähr:

60. Perzentil.

Das zeigt, dass Körpergröße nicht alles ist.

Entscheidend sind auch:

Timing.

Absprung.

Positionierung.

Aggressivität.

Und der Mut, einen eigentlich größeren Verteidiger trotzdem anzugreifen.

Castro wird nicht zum klassischen Zielspieler werden.

Aber er kann bei Flanken, zweiten Bällen und langen Zuspielen trotzdem wertvoll sein.

Seine 1,79 Meter begrenzen ihn weniger, als man zunächst vermuten könnte.

Ein Stürmer für Gasperinis Fußball

Gasperini verlangt von seinen Angreifern wesentlich mehr als das Warten im Strafraum.

Sie müssen:

früh anlaufen,
Innenverteidiger unter Druck setzen,
Passwege schließen,
Bälle festmachen,
Räume tauschen
und nach Ballverlusten sofort reagieren.

Castros Spielweise passt grundsätzlich zu diesen Anforderungen.

Er ist aktiv.

Er sucht Duelle.

Er bewegt sich viel.

Und er kann unterschiedliche offensive Positionen einnehmen.

Neben der zentralen Rolle kann er als zweiter Stürmer oder zeitweise aus einem breiteren Raum agieren.

Castro gibt Gasperini taktische Freiheit, ohne dass Roma auf echte Strafraumbesetzung verzichten muss.

Der neue Malen – oder sein Partner?

Vor dem Transfer wurde Castro mehrfach als eine Art jüngere Version von Donyell Malen beschrieben.

Beide sind ungefähr gleich groß.

Beide sind schnell.

Beide können zentral spielen, ohne klassische Zielspieler zu sein.

Beide können ausweichen und anschließend erneut die Tiefe attackieren.

Aber Roma benötigt nicht zwingend zwei Spieler für exakt dieselbe Aufgabe.

Die spannendere Frage lautet:

Können Malen und Castro gemeinsam spielen?

Gasperinis Vergangenheit zeigt, dass er zwei bewegliche Angreifer durchaus zusammen einsetzen kann.

Bei Atalanta kombinierte er immer wieder unterschiedliche Stürmertypen.

Muriel und Zapata.

Højlund und Lookman.

Oder Angreifer mit einem kreativen Spieler direkt dahinter.

Malen und Castro müssen nicht ausschließlich Konkurrenten sein.

Sie könnten gemeinsam eine extrem bewegliche Doppelspitze bilden.


Dybala hinter Malen und Castro

Eine der offensivsten Möglichkeiten wäre:

Dybala
hinter
Malen + Castro.


Dybala könnte zwischen den Linien agieren.

Malen und Castro würden abwechselnd in die Tiefe starten.

Einer könnte entgegenkommen.

Der andere den Raum hinter der Abwehr attackieren.

Beide könnten nach außen ausweichen und anschließend erneut ins Zentrum ziehen.

Für gegnerische Innenverteidiger wäre die Zuordnung schwierig.

Zwei bewegliche Stürmer vor einem Spielmacher wie Dybala könnten eine der interessantesten offensiven Varianten der Roma werden.

Aber der erste Spieltag setzt eine klare Hierarchie

Beim 4:0 gegen Fiorentina begann Malen im Sturm.

Er erzielte:

drei Tore.

Castro wurde nach 68 Minuten eingewechselt.

Er kam auf:

22 Minuten
1 Abschluss
FotMob-Rating: 6,33


Damit war die Rollenverteilung am ersten Spieltag eindeutig.

Malen begann.

Castro kam später.

Robinio Vaz blieb vollständig auf der Bank.

Castro startet die Saison zunächst als erster Herausforderer des gesetzten Mittelstürmers.

Ein Hattrick erschwert den sofortigen Angriff

Castro hätte kaum einen schwierigeren Zeitpunkt für seinen Konkurrenzkampf erwischen können.

Malen war bereits in der vergangenen Rückrunde Romas gefährlichster Torjäger.

Nun startet er die neue Saison mit einem Hattrick.

Gasperini besitzt aktuell keinen sportlichen Grund, die zentrale Position neu zu vergeben.

Castro muss deshalb geduldig bleiben.

Aber ein 35-Millionen-Euro-Transfer mit der Nummer neun wird nicht für zehnminütige Einsätze über eine komplette Saison verpflichtet.

Malen ist im Moment vorne.

Castro wird trotzdem zahlreiche Möglichkeiten bekommen müssen.


Die Vorbereitung zeigt sein Potenzial

Castro kam erst Ende Juli nach Rom.

Trotzdem erhielt er schnell Einsatzzeit.

Gegen Newport spielte er 70 Minuten.

Seine Bilanz:

1 Tor
1 Vorlage
FotMob-Rating: 8,4.


Das war der erste deutliche Hinweis darauf, wie gut sein Profil in Romas Offensive funktionieren kann.

Er beteiligte sich nicht nur als Torschütze.

Er bereitete auch einen Treffer vor.

Genau diese Mischung möchte Gasperini sehen.

Castro kann selbst abschließen und gleichzeitig Mitspieler in Szene setzen.

Die Nummer zwölf, die häufig beginnen soll

In Italien wurde Castro vor Saisonbeginn teilweise als zwölfter Mann beschrieben.

Das klingt zunächst nach Bank.

Gemeint ist aber eher:

der erste Spieler, der in die Startelf hineinrotiert.

Roma spielt:

Serie A.

Champions League.

Coppa Italia.

Dazu kommen Reisen, englische Wochen und Belastungssteuerung.

Malen kann nicht jede Partie vollständig absolvieren.

Und Gasperini wird seine Offensive an den jeweiligen Gegner anpassen.

Castro muss kein unangefochtener Stammspieler sein, um auf sehr viele Einsätze und zahlreiche Startelfnominierungen zu kommen.

Champions-League-Erfahrung mit 21

Castro betritt die Champions League nicht zum ersten Mal.

Er spielte bereits mit Bologna in diesem Wettbewerb.

Das ist für Roma wertvoll.

Viele junge Spieler benötigen zunächst Zeit, um sich an die besondere Geschwindigkeit und Intensität dieser Partien zu gewöhnen.

Castro kennt:

europäische Auswärtsspiele.

Englische Wochen.

Gegner auf höchstem Niveau.

Und den ständigen Wechsel zwischen Liga und internationalem Wettbewerb.

Er kommt jung nach Rom, aber nicht vollständig unerfahren.

Sein Verhältnis zu Soulé und Dybala

In Rom trifft Castro auf mehrere Landsleute.

Matías Soulé.

Paulo Dybala.

Nahuel Molina.

Diese Gruppe kann seine Integration erleichtern.

Vor allem sportlich entstehen interessante Verbindungen.

Soulé kann aus dem rechten Halbraum mit seinem linken Fuß Castros Tiefenläufe bedienen.

Dybala kann ihn zwischen Innen- und Außenverteidiger schicken.

Molina kennt seine Bewegungen aus dem argentinischen Fußball.

Und Rodrigo Mora bringt weitere Kreativität hinter der Spitze.

Castro wechselt in eine Mannschaft, die genügend Spieler besitzt, um seine Laufwege regelmäßig zu finden.

Die Konkurrenz zu Robinio Vaz

Castros Verpflichtung verändert gleichzeitig die Situation von Robinio Vaz erheblich.

Vaz ist 19.

Castro 21.

Beide besitzen langfristige Verträge.

Beide kosteten Roma viel Geld.

Beide spielen hauptsächlich im Sturmzentrum.

Aber Castro kommt mit wesentlich mehr Serie-A-Erfahrung.

105 Bologna-Spielen.

22 Toren.

Europapokal.

Und einem Marktwert von 32 Mio. €.

Der erste Spieltag bestätigte die Reihenfolge:

Malen begann.

Castro wurde eingewechselt.

Vaz blieb auf der Bank.

Für Vaz ist Castro nicht nur ein weiterer Mitspieler.

Er ist der junge Stürmer, der ihm momentan den direkten Weg zu regelmäßigen Minuten versperrt.


Drei Stürmer für eine lange Saison

Mit Malen, Castro und Vaz besitzt Roma drei Mittelstürmer in völlig unterschiedlichen Entwicklungsphasen.

Malen, 27:

der aktuelle Torjäger und zunächst gesetzte Spieler.

Castro, 21:

der teure erste Herausforderer, der sofort helfen und langfristig übernehmen soll.

Vaz, 19:

das noch deutlich unfertigere Zukunftsprojekt.

Diese Struktur ergibt grundsätzlich Sinn.

Aber sie erzeugt auch eine Aufgabe für Gasperini.

Alle drei benötigen Einsatzzeit.

Besonders Castro und Vaz können sich nicht ausschließlich über Training entwickeln.

Der Trainer muss zwischen Ergebnisdruck und Spielerentwicklung die richtige Verteilung finden.

32 Millionen Marktwert

Transfermarkt führt Castro aktuell bei:

32 Mio. €.

Damit gehört er bereits zu den wertvollsten Spielern des Roma-Kaders.

Bemerkenswert ist vor allem sein Alter.

21 Jahre.

Mehrere Jahre Vertrag.

Bereits über 100 Spiele in Italien.

Und die Möglichkeit, seinen Wert durch eine starke Saison in Serie A und Champions League noch deutlich zu steigern.

Der Marktwert liegt nur knapp unter der berichteten Ablöse.

Roma hat keinen günstigen Spieler mit der Hoffnung auf eine überraschende Explosion verpflichtet.

Der Klub hat bereits einen etablierten europäischen Topwert für sein Potenzial bezahlt.


Eine Ablöse, die Tore verlangt

35 Mio. € erzeugen Erwartungen.

Auch wenn Castro erst 21 ist.

Auch wenn Malen zunächst beginnt.

Auch wenn er Zeit zur Anpassung benötigt.

Bei dieser Summe wird früher oder später auf die Torbilanz geschaut.

Sieben Ligatore waren in Bologna ordentlich.

In Rom werden sie wahrscheinlich nicht dauerhaft genügen.

Vor allem nicht mit der Nummer neun.

Castro muss nicht sofort Torschützenkönig werden.

Aber seine Entwicklung sollte in Richtung einer zweistelligen Liga-Ausbeute führen.


Was muss er verbessern?

Der erste Punkt ist die Chancenverwertung.

Neun vergebene Großchancen zeigen, dass mehr möglich war.

Castro muss vor dem Tor ruhiger werden.

Seine Abschlüsse besser platzieren.

Und erkennen, wann ein früher Schuss besser ist als ein zusätzlicher Kontakt.

Der zweite Punkt ist die Konstanz.

Er darf nicht nur in einzelnen Spielen sehr präsent sein und anschließend über Wochen kaum Abschlüsse sammeln.

Der dritte Punkt ist seine Rolle gegen tief stehende Mannschaften.

Wenn wenig Raum für Läufe vorhanden ist, muss er trotzdem Lösungen finden.

Der Schritt vom guten jungen Stürmer zum Roma-Torjäger entscheidet sich vor allem in engen Spielen gegen kompakte Abwehrreihen.

Was bringt er bereits mit?

Castro besitzt Eigenschaften, die nicht erst entwickelt werden müssen.

Er kennt die Serie A.

Er arbeitet intensiv.

Er kann pressen.

Er kann Bälle weiterleiten.

Er kann neben einem zweiten Angreifer spielen.

Er bewegt sich klug in offene Räume.

Und er besitzt keine Angst vor großen Spielen.

Dazu kommt eine für sein Alter bemerkenswerte Erfahrung:

105 Partien für Bologna.

Europapokal.

Ein italienischer Pokalsieg.

Und mehrere Jahre gegen genau jene Verteidiger, auf die er auch im Roma-Trikot treffen wird.

Castro ist ein Entwicklungsspieler – aber keiner, der bei null beginnt.

Was wäre eine erfolgreiche erste Saison?

Bei einer Ablöse von ungefähr 35 Mio. € entstehen schnell überzogene Forderungen.

15 Ligatore.

Sofortiger Stammplatz.

Malen verdrängen.

Jedes wichtige Spiel beginnen.

Aber Castros Ausgangslage ist komplizierter.

Vor ihm steht ein Stürmer, der gerade einen Hattrick erzielt hat.

Eine erfolgreiche erste Saison wäre deshalb:

regelmäßig beginnen,
eine echte Verbindung mit Dybala und Soulé entwickeln,
auch gemeinsam mit Malen funktionieren,
in der Champions League Verantwortung übernehmen
und seine Torproduktion gegenüber der Bologna-Saison steigern.

Eine zweistellige Trefferzahl über alle Wettbewerbe sollte ein realistisches erstes Ziel sein.

Wenn daraus deutlich mehr wird, könnte die Saison außergewöhnlich werden.

Der erste Spieltag verändert nicht den Plan

Malen erzielt drei Tore.

Castro kommt von der Bank.

Damit wirkt die Hierarchie zunächst eindeutig.

Aber Roma hat Castro nicht für ein einziges Spiel verpflichtet.

Die Saison ist lang.

Malen wird Pausen benötigen.

Gasperini wird mit zwei Stürmern spielen.

Formkurven werden sich verändern.

Und Castro wird Chancen erhalten.

Entscheidend ist nicht, dass er am ersten Spieltag nur 22 Minuten spielte.

Entscheidend ist, was er mit den nächsten 22 Minuten macht.


Die Zukunft der Roma trägt die Neun

Castro ist noch kein vollständiger Stürmer.

Seine Chancenverwertung kann besser werden.

Seine Torzahl muss steigen.

Und momentan führt der Weg in die Startelf an einem Angreifer vorbei, der gerade dreimal getroffen hat.

Trotzdem ist seine Verpflichtung logisch.

Roma bekommt:

einen jungen Mittelstürmer,
der die Liga kennt,
europäische Erfahrung besitzt,
mehrere offensive Rollen spielen kann
und noch erhebliches Entwicklungspotenzial mitbringt.

21 Jahre.

32 Mio. € Marktwert.

35 Mio. € Ablöse.

Vertrag bis 2031.

105 Bologna-Spiele.

22 Tore.

Jetzt Roma.

Jetzt Champions League.

Und jetzt die Nummer neun.


Castro muss Malen nicht sofort verdrängen.

Vielleicht muss er gar nicht dauerhaft entweder neben oder hinter ihm stehen.

Vielleicht liegt die besondere Möglichkeit gerade darin, beide Varianten zu entwickeln.

Malen oder Castro.

Malen und Castro.

Dahinter Dybala, Soulé oder Mora.

Roma hat keinen Ersatz für seine Nummer eins verpflichtet.

Roma hat einen zweiten Stürmer verpflichtet, der selbst zu einer Nummer eins werden kann.


Video

Santiago Castro – die besten Szenen der Saison 2025–26

Das Video zeigt Castros wichtigste Aktionen aus seiner letzten Bologna-Saison.

Seine Bewegungen im Strafraum.

Seine Intensität.

Seine Tiefenläufe.

Seine Abschlüsse.

Und seine Beteiligung am Kombinationsspiel.

Es zeigt ziemlich gut, warum Roma in ihm mehr als einen klassischen Ersatzstürmer sieht – und gleichzeitig, in welchen Bereichen der nächste Entwicklungsschritt erfolgen muss.
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