Nach Bericht über Millionen-Angebot
Schröder dementiert Newcastle-Offerte für Nicolas – „Planen mit Moritz zu 100 Prozent“
©IMAGO
Dieser Artikel erschien erstmals am 8. Juli und wurde nach den Aussagen Rouven Schröders aktualisiert.
Nach Nick Woltemade letztes Jahr und Bazoumana Touré vor einigen Tagen blickt Newcastle United offenbar auf den nächsten Bundesliga-Profi. Zumindest legte das ein Bericht der „Bild“-Zeitung unter der Woche nahe: Demnach hätten die Engländer ein erstes Angebot für Borussia Mönchengladbachs Torhüter Moritz Nicolas hinterlegt, hieß es. Sportdirektor Rouven Schröder dementierte ein solches nun mit deutlichen Worten.
„Wir haben kein Angebot für Moritz Nicolas vorliegen“, so der Fohlen-Boss am Sonntag im Rahmen des Gladbacher Trainingsauftakts mit Blick auf die Gerüchte um den 28 Jahre alten Schlussmann (zitiert via „Kicker“). Nicolas' Vertrag am Niederrhein ist noch bis 2029 datiert. Schröder machte deutlich, dass man beim Bundesligisten keinesfalls an einen Abgang seines Keepers denke: „Wir planen mit Moritz zu einhundert Prozent als Nummer 1.“
Die „Bild“ hatte von einem 12 Millionen Euro schweren Angebot aus Newcastle berichtet. So viel nahmen die Fohlen in ihrer Vereinsgeschichte mit einem Keeper nur bei Marc-André ter Stegen ein, als dieser 2014/15 zum FC Barcelona transferiert wurde. Dem Blatt zufolge habe man die Offerte aus England direkt abgelehnt. Mindestens 15 Mio. Euro sollten demnach nötig sein, damit der Verein gesprächsbereit ist.
Dass man bei der Borussia große Stücke auf Nicolas hält, hatte Schröder auch in der Vergangenheit bereits angedeutet, allerdings nichts kategorisch ausgeschlossen: „Wir werden sicher noch Gespräche mit Spielern führen, die uns verlassen sollen. Aber Mo ist fester Bestandteil unserer Planung für die neue Saison. Das Transferfenster ist noch sehr lange offen, ausschließen kann man gar nichts.“ In Nicolas' Kontrakt soll auch eine Ausstiegsklausel verankert gewesen sein, die jedoch offenbar am 1. Juli auslief. Somit könnte Gladbach eine Ablöse frei verhandeln.
Neben Newcastle, das zuvor auch ein Auge auf Alexander Nübel geworfen haben soll, zeigten dem Vernehmen nach auch drei weitere Klubs Interesse an Nicolas. Dabei handele es sich um Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt sowie Real Sociedad San Sebastián mit Trainer Pellegrino Matarazzo. Am konkretesten seien aber die Bemühungen von Newcastle, meldete die „Bild“. Die Magpies hatten mit Ewen Jaouen schon einen neuen Torhüter in diesem Sommer für 21,5 Mio. Euro verpflichtet. Der 20-Jährige bringt aufgrund seines Alters aber wenig Erfahrung mit und könnte daher eher für die Zukunft aufgebaut werden. Mit Nick Pope und Mark Gillespie (beide 34) gehören zudem zwei Routiniers zum Kader.
Sollte es entgegen der aktuellen Einschätzung Schröders doch noch zu einem Abschied Nicolas' von Gladbach nach 88 Spielen kommen, soll Tjark Ernst von Hertha BSC Kandidat auf eine Nachfolge sein. Fraglich ist aber, ob der 23-Jährige dann überhaupt noch eine Option wäre. Denn der Keeper soll mit Feyenoord Rotterdam verhandeln (zur News). Im Kader der Fohlen blieben dann Neuzugang Daniel Batz, Jan Olschowsky und Oldie Tobias Sippel.
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