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Sebastian Hoeneß
Geburtsdatum 12.05.1982
Alter 44
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein VfB Stuttgart

Sebastian Hoeneß [Trainer]

03.04.2023 - 18:24 Uhr
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3621
22.08.2026 - 14:40 Uhr
Zitat von Lombaseggl

Zitat von Schwabe_86

Zitat von Hilde

"wissen" tut die Presse wohl auch nicht um die vermeintliche Notwendigkeit der Generierung von Transfererlösen.
Kann sich's aber, wie jedermann sonst auch, zumindest überschlägig recht einfach zusammenreimen.
Man (ich jedenfalls auch) hat schon stark den Eindruck, daß trotz gestiegener Einnahmen (selbst wenn man die anstehenden Cl-Erlöse mitrechnet) ganz gut in Vorleistung gegangen wurde (Transfers, Vertragsverlängerungen, großer Kader).
Dazu die anvisierten Investitionen in Steine: Geschäftsstelle, Kauf Carl-Benz-Center, Frauenstadion - um nur die dicksten Brocken zu nennen.

Natürlich sind wir alle am liebsten Hoeness, und würden alle Leistungsträger unbedingt an Bord behalten wollen.
Aber mit einem dicken Gehalt weniger, das zu zahlen ist, und einer guten Ablöse in der Kasse wär mir trotzdem bedeutend wohler.

Der Vfb hat aktuell ein Transferminus von 40 Millionen. Dabei werden die Kosten ja noch unterschätzt, weil da fast nur Spieler gekommen sind die überdurchschnittlich verdienen werden und Prömel ja saftig Handgeld bekommen haben wird, aber eben keine Ablöse gekostet hat.

Das der VfB mit diesem Transferminus nicht die TP abschließen kann sollte jedem klar sein und dass der Kader eh viel zu groß ist auch. Es bedeutet also nicht, dass der VfB pleite ist oder nicht in den kader investieren kann wenn man jetzt noch Transferlöse braucht, sondern es ist einfach ein ganz normaler Vorgang.

Der VfB wird heute, morgen und in Zukunft keine Probleme haben große Transfereinnahmen zu generieren wenn man es will. Es ist schon außerordentlich, dass wir jetzt ca. ne Woche vor Transferende sind und bis auf die ausgelaufene Leihe von Nübel noch keine Substanz verloren haben im kader. Das muss sich aber teilweise einfach noch ändern weil es zig Spieler gibt die jetzt entweder keien Chance mehr auf nen Stammplatz hätten oder sogar dauerhaft auf der Tribüne hocken würden. Die Namen sind uns ja lange bekannt jetzt muss Wohlgemuth eben mal umgekehrt kochen auf der Abgangsseite, dann nehmen wir da 20 Millionen + an Ablöse ein, entlasten das Gehaltsbudget und dann war das ne richtig runde Transferphase.


Mit den Zahlenspielereien kann ich immer wieder nichts anfangen. Ganz einfach, weil niemand hier alle tatsächlich auch alle relevanten Zahlen benennen kann. Schätzungen und dann immer nur Ausschnitte einer Bilanz, die viel zu komplex ist, um auf so einer Basis vernünftig diskutieren zu können. 32 Millionen hat der VfB im letzten Jahr allein an Spielerberater ausgegeben. Das ist eine Zahl, die in keiner Diskussion im vergangenen Jahr ein Rolle gespielt hat, ganz einfach, weil niemand hier diese Zahl gekannt hat. Und das gilt natürlich auch für dieses Jahr, Winter und Sommer. Auf alle hier gehandelten Zahlen kommt also noch eine stattliche Unbekannte X on Top.

Was wir jedoch wissen ist der exorbitante Anstieg der Gehaltskosten. Aber auch da gibt es noch die Unbekannte X, weil die eine oder andere Gehaltserhöhung auch mit einer handgeldzahlung und mit Beratergebühren verbunden sind oder eine Summe X bezahlt wurde, um eine AK zu löschen.

Und wir wissen, dass der Kader viel zu groß ist. Beides weiß man nicht erst seit heute, auch nicht seit gestern. All diese Fakten sind seit Monaten bekannt. Wurde im vergangenen Jahr eine Differenz zwischen den eigenen öffentlichen Zielen und dem Handeln auf dem Transfermarkt moniert, so kann man in diesem Jahr zumindest den Kopf darüber schütteln, dass man trotz dem Ziel der Kaderverkleinerung mit der Personalie Sauer nicht wenig Geld für einen verletzten Spieler ausgegeben hat, obwohl der eine Position spielt, für die niemand einen sportlichen Bedarf beim VfB festgestellt hat. Allein dieser Transfer zeigt doch eigentlich, dass die finanzielle Situation gar nciht so schlecht sein kann, wie manche es sehen oder nicht müde werden, zu propagieren. Wer kein Transferminus machen darf oder gar ein Transferplus erwirtschaften soll, der gibt nciht mehr als 10 Millionen für einen Spieler aus, den man nicht zwingend braucht. Sollte das eine Investition für die Zukunft sein, dann beweist es,m dass der Verein wirtschaftlicvh vernünftig da steht, wenn man in dieser Höhe so wiet im Voraus Geld ausgeben kann und will.

Dh, der VfB MUSS nicht Demirovic verkaufen, weil er Gehalt sparen will und Transfergebühren kassiert. Der VfB KÖNNTE Demirovic auch gar nicht verkaufen, wenn der nicht wechseln WOLLTE. Wenn die finanziellen Bedingungen des VfB für einen Verkauf jedoch akzeptiert würden, dann macht es aus wirtschaftlicher Sicht auf jeden Fall Sinn, diesen Verkauf auch zu tätigen. Und natürlich muss diese Position dann im Kader wieder ersetzt werden, weil Demirovic niemand ist, der abgegeben werden soll, um den Kader zu verkleinern und man 3 ausgemachte MS für eine Saison mit CL unbedingt benötigt.


Sehr gut ausgeführt. Die Zahlenspielereiern sind im Grossen und Ganzen sinnlos. Mich würde auch mal interessieren wer hier auf TM die Transfererlöse einträgt. Bei Milosevic stehen da 8 Millionen. Kolportiert wurden 8,5-9. Sauer ist hier mit 15 Millionen gelistet, obwohl BILD, die Sportschau, im Prinzip alle seriösen Quellen von 12,5 sprechen. Angeblich gibt's eine Bonusstruktur von der niemand weiß wie die aussieht. Also dann einfach auf die 12,5 ein paar Millionen draufrechnen ist nicht seriös.
Die gleiche kann man wahrscheinlich von Bouanani behaupten, der zwischen 15 und 20 gekostet haben soll. Wieviel genau weiss keiner. Viele Bonuszahlungen werden da aber wohl nicht geflossen sein.
Wenn man so bei jedem Transfer ein bisschen daneben liegt, kann man die Zahlen vergessen.

Die nächsten Wochen werden ungeachtet dessen jedenfalls schon noch spannend. Sollte Pejcinovic hier einschlagen wie ne Bombe, wäre es aus meiner Sicht vertretbar Demirovic für gutes Geld zu verkaufen und den Platz vielleicht mit einem Leihspieler zu besetzen. Klar ist, das wir drei Stürmer brauchen. Die Frage ist, ob es drei jenseits der 20 Millionen sein müssen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Soisches am 22.08.2026 um 14:42 Uhr bearbeitet
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3622
22.08.2026 - 17:38 Uhr
Zitat von Soisches
Zitat von Lombaseggl

Zitat von Schwabe_86

Zitat von Hilde

"wissen" tut die Presse wohl auch nicht um die vermeintliche Notwendigkeit der Generierung von Transfererlösen.
Kann sich's aber, wie jedermann sonst auch, zumindest überschlägig recht einfach zusammenreimen.
Man (ich jedenfalls auch) hat schon stark den Eindruck, daß trotz gestiegener Einnahmen (selbst wenn man die anstehenden Cl-Erlöse mitrechnet) ganz gut in Vorleistung gegangen wurde (Transfers, Vertragsverlängerungen, großer Kader).
Dazu die anvisierten Investitionen in Steine: Geschäftsstelle, Kauf Carl-Benz-Center, Frauenstadion - um nur die dicksten Brocken zu nennen.

Natürlich sind wir alle am liebsten Hoeness, und würden alle Leistungsträger unbedingt an Bord behalten wollen.
Aber mit einem dicken Gehalt weniger, das zu zahlen ist, und einer guten Ablöse in der Kasse wär mir trotzdem bedeutend wohler.

Der Vfb hat aktuell ein Transferminus von 40 Millionen. Dabei werden die Kosten ja noch unterschätzt, weil da fast nur Spieler gekommen sind die überdurchschnittlich verdienen werden und Prömel ja saftig Handgeld bekommen haben wird, aber eben keine Ablöse gekostet hat.

Das der VfB mit diesem Transferminus nicht die TP abschließen kann sollte jedem klar sein und dass der Kader eh viel zu groß ist auch. Es bedeutet also nicht, dass der VfB pleite ist oder nicht in den kader investieren kann wenn man jetzt noch Transferlöse braucht, sondern es ist einfach ein ganz normaler Vorgang.

Der VfB wird heute, morgen und in Zukunft keine Probleme haben große Transfereinnahmen zu generieren wenn man es will. Es ist schon außerordentlich, dass wir jetzt ca. ne Woche vor Transferende sind und bis auf die ausgelaufene Leihe von Nübel noch keine Substanz verloren haben im kader. Das muss sich aber teilweise einfach noch ändern weil es zig Spieler gibt die jetzt entweder keien Chance mehr auf nen Stammplatz hätten oder sogar dauerhaft auf der Tribüne hocken würden. Die Namen sind uns ja lange bekannt jetzt muss Wohlgemuth eben mal umgekehrt kochen auf der Abgangsseite, dann nehmen wir da 20 Millionen + an Ablöse ein, entlasten das Gehaltsbudget und dann war das ne richtig runde Transferphase.


Mit den Zahlenspielereien kann ich immer wieder nichts anfangen. Ganz einfach, weil niemand hier alle tatsächlich auch alle relevanten Zahlen benennen kann. Schätzungen und dann immer nur Ausschnitte einer Bilanz, die viel zu komplex ist, um auf so einer Basis vernünftig diskutieren zu können. 32 Millionen hat der VfB im letzten Jahr allein an Spielerberater ausgegeben. Das ist eine Zahl, die in keiner Diskussion im vergangenen Jahr ein Rolle gespielt hat, ganz einfach, weil niemand hier diese Zahl gekannt hat. Und das gilt natürlich auch für dieses Jahr, Winter und Sommer. Auf alle hier gehandelten Zahlen kommt also noch eine stattliche Unbekannte X on Top.

Was wir jedoch wissen ist der exorbitante Anstieg der Gehaltskosten. Aber auch da gibt es noch die Unbekannte X, weil die eine oder andere Gehaltserhöhung auch mit einer handgeldzahlung und mit Beratergebühren verbunden sind oder eine Summe X bezahlt wurde, um eine AK zu löschen.

Und wir wissen, dass der Kader viel zu groß ist. Beides weiß man nicht erst seit heute, auch nicht seit gestern. All diese Fakten sind seit Monaten bekannt. Wurde im vergangenen Jahr eine Differenz zwischen den eigenen öffentlichen Zielen und dem Handeln auf dem Transfermarkt moniert, so kann man in diesem Jahr zumindest den Kopf darüber schütteln, dass man trotz dem Ziel der Kaderverkleinerung mit der Personalie Sauer nicht wenig Geld für einen verletzten Spieler ausgegeben hat, obwohl der eine Position spielt, für die niemand einen sportlichen Bedarf beim VfB festgestellt hat. Allein dieser Transfer zeigt doch eigentlich, dass die finanzielle Situation gar nciht so schlecht sein kann, wie manche es sehen oder nicht müde werden, zu propagieren. Wer kein Transferminus machen darf oder gar ein Transferplus erwirtschaften soll, der gibt nciht mehr als 10 Millionen für einen Spieler aus, den man nicht zwingend braucht. Sollte das eine Investition für die Zukunft sein, dann beweist es,m dass der Verein wirtschaftlicvh vernünftig da steht, wenn man in dieser Höhe so wiet im Voraus Geld ausgeben kann und will.

Dh, der VfB MUSS nicht Demirovic verkaufen, weil er Gehalt sparen will und Transfergebühren kassiert. Der VfB KÖNNTE Demirovic auch gar nicht verkaufen, wenn der nicht wechseln WOLLTE. Wenn die finanziellen Bedingungen des VfB für einen Verkauf jedoch akzeptiert würden, dann macht es aus wirtschaftlicher Sicht auf jeden Fall Sinn, diesen Verkauf auch zu tätigen. Und natürlich muss diese Position dann im Kader wieder ersetzt werden, weil Demirovic niemand ist, der abgegeben werden soll, um den Kader zu verkleinern und man 3 ausgemachte MS für eine Saison mit CL unbedingt benötigt.


Sehr gut ausgeführt. Die Zahlenspielereiern sind im Grossen und Ganzen sinnlos. Mich würde auch mal interessieren wer hier auf TM die Transfererlöse einträgt. Bei Milosevic stehen da 8 Millionen. Kolportiert wurden 8,5-9. Sauer ist hier mit 15 Millionen gelistet, obwohl BILD, die Sportschau, im Prinzip alle seriösen Quellen von 12,5 sprechen. Angeblich gibt's eine Bonusstruktur von der niemand weiß wie die aussieht. Also dann einfach auf die 12,5 ein paar Millionen draufrechnen ist nicht seriös.
Die gleiche kann man wahrscheinlich von Bouanani behaupten, der zwischen 15 und 20 gekostet haben soll. Wieviel genau weiss keiner. Viele Bonuszahlungen werden da aber wohl nicht geflossen sein.
Wenn man so bei jedem Transfer ein bisschen daneben liegt, kann man die Zahlen vergessen.

Die nächsten Wochen werden ungeachtet dessen jedenfalls schon noch spannend. Sollte Pejcinovic hier einschlagen wie ne Bombe, wäre es aus meiner Sicht vertretbar Demirovic für gutes Geld zu verkaufen und den Platz vielleicht mit einem Leihspieler zu besetzen. Klar ist, das wir drei Stürmer brauchen. Die Frage ist, ob es drei jenseits der 20 Millionen sein müssen?


Gut die Streuung gibts ja in beide Richtungen. Mehr angegeben bei Sauer, dafür wohl weniger bei Chema. Natürlich darf man hier nicht alles für Bare Münze nehmen, aber im großen und ganzen kann man sich hier schon ein gutes Bild machen. TM hat meines Wissens oftmals eigene Informationen, wobei natürlich naheliegend das viel vom anderen Springerverlag gezogen wird.

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------------Giroud----Klose---------
Pires-------S. Cazorla------Mahrez
---------S. Dié---Khedira------------
-Hummels--Koscielny--Van Dijk-
----------------Cech--------------------
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3623
23.08.2026 - 23:25 Uhr
Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er im Affekt hinschmeißt. Dazu ist er viel zurational, zuverlässig und auch loyal gegenüber seinen Spielern. Der wird nicht (wie er selbst sagt) viele Male mit Pejcinovic telefoniert haben und mit vielen anderen Spielern über seine Pläne mit ihnen gesprochen haben, um dann 2 Wochen später hinzuschmeißen und zu denen zu sagen, habt ihr Pech gehabt, weil Demirovic oder noch jemand geht. Da hätte ich keine Sorgen.

Mittelfristig hätte ich aber durchaus Sorgen. Und zwar wegen Hoeneß eigener Worte. Hoeneß mag nett sein, aber er ist auch brutal ehrgeizig (das liegt wohl in der Familie). Er hat mehrfach gesagt, auch wieder nach der letzten Saison, dass er den VfB noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht und dass er mit diesem noch viel mehr erreichen möchte.

Was eben heißt, dass er in Bezug auf die anderen Konkurrenten Stück für Stück aufholen möchte. Wir sind von einem Abstiegskandidaten in die Championsleague gekommen, aber auch von mir gibt es Posts, wo ich z.B. sage, dass das zwar gut und schön ist, aber dass uns die Top4 sowie auch Frankfurt durch die gute Arbeit seit 2017 Jahre voraus sind. Und Wolfsburg (Haha) und Hoffenheim aufgrund von Finanzdoping eben auch mehr Mittel haben und deswegen für uns nicht dauerhaft erreichbar sind. Ab und zu Europa, wenn es gut läuft, hielte ich für das höchste der Gefühle. Inzwischen sind wir mit Frankfurt auf Augenhöhe (oder sogar vorbeigezogen), waren die letzten 3 Jahre jedes Mal vor Hoffenheim und haben uns sportlich ohnehin, aber auch finanziell an Leipzig und Leverkusen herangerobbt. Und deswegen glaube ich, dass das für Hoeneß die nächsten Targets sind. Sprich: Er will aus dem VfB einen Club machen, der meistens in der CL spielt (was dann hieße, das einer aus Leverkusen/Leipzig etwas zurückfiele). Und so illusorisch ist das sportlich auch nicht. Bayern und der BVB haben in den letzten 3 Jahren sich 3 Mal für die CL qualifiziert, der VfB, Leverkusen und Leipzig je 2 Mal und Frankfurt 1 Mal.

Und sogar die Bayern sieht er nicht außer Reichweite. Man kann sich sein Interview nach dem Pokalfinale anschauen, wo er die Leistung von Bayern und Harry Kane natürlich anerkennt, aber auch extrem frustriert ist, dass man nicht mehr aus den guten ersten 60 Minuten gemacht hat. Und noch eine Kampfansage an die Bayern hinterherschickt: "Wir werden sie knacken. Irgendwann werden wir sie packen." Wo man sich ja beim besonnenen Herr Hoeneß doch wundert und denkt, mach mal langsam, die Bayern sind meilenweit enteilt.

Und da sehe ich einfach eine Diskrepanz in der Zielsetzung und der Anstrengung. Hoeneß will diesen Verein unbedingt vioranbringen. Wenn er auf Platz 5 ist in Deutschland (hinter Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen), will er Plartz 3 und 4 angreifen und wenn er auf Platz 3 ist, will er den BVB angreifen. Und dazu fordert er vollen Fokus und volle Kraftanstrengung des Vereins.

Beim VfB (auch hier im Forum) habe ich dagegen den Eindruck, dass einige sagen, meistens für Europa qualifizieren, ab und zu für die CL ist doch gut, freuen wird uns , nehmen das Geld und stecken es in die Infrastruktur, es kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten. Sprich: Man ist mit dem Status Quo zufrieden. Das ist sicher anders als beim Ehrgeizling Hoeneß.

Und das kulminiert dann halt in den Transfers. Hoeneß hat wieder und wieder gesagt, dass er möchte, dass der Kader zusammengehalten wird und man sogar noch Qualität dazupacke. Eben weil er einen Schritt vorankommen will, im Vergleich zur letzten CL-Saison. Und dass man nun zum wiederholten Male kurz vor Transferschluss einen seiner besten Spieler, mit dem er fest plante, verkauft, wird ihn sehr frustrieren, weil man eben so nicht so vorankommt, wie er das wünscht und möchte.

Und dann kann es eben schon sein, dass man sich irgendwann trennt. Nicht nach häßlicher Schlammschlacht oder so, sondern mit einer Verlautbarung, dass man sich bezüglicher der sportlichen Zielsetzung und Entwicklungsperspektiven nicht mehr einig werden konnte.

Und das frustriert mich eben etwas, weil ich glaube, dass man mit so einem guten Trainer wie Hoeneß die Möglichkeit hätte, den VfB so oben zu etablieren, wie es dem BVB nach 7 Jahren Klopp mit Borussia Dortmund gelang. Dazu - so bin ich überzeugt - muss man zumindest in Championsleaguesaisons, auch ein bisschen ins Risiko gehen, damit man da erstens weit kommt (jede weiter Runde dürfte da 15-20 Mio bringen, UEFA-Ausschüttungen alleine sind 11-12 Mio) und zweitens natürlich die Spieler deutlich teurer verkaufen kann, wenn sie in der CL auftrumpfen. Und wenn man dann halt für BEK, Jeltsch oder Hendriks 50-60 Mio bekommt, kann man auf diesen Positionen auch wieder in einem Bereich einkaufen, der CL-Qualität verspricht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von justalittlethought am 23.08.2026 um 23:42 Uhr bearbeitet
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3624
24.08.2026 - 00:04 Uhr
Zitat von justalittlethought
Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er im Affekt hinschmeißt. Dazu ist er viel zurational, zuverlässig und auch loyal gegenüber seinen Spielern. Der wird nicht (wie er selbst sagt) viele Male mit Pejcinovic telefoniert haben und mit vielen anderen Spielern über seine Pläne mit ihnen gesprochen haben, um dann 2 Wochen später hinzuschmeißen und zu denen zu sagen, habt ihr Pech gehabt, weil Demirovic oder noch jemand geht. Da hätte ich keine Sorgen.

Mittelfristig hätte ich aber durchaus Sorgen. Und zwar wegen Hoeneß eigener Worte. Hoeneß mag nett sein, aber er ist auch brutal ehrgeizig (das liegt wohl in der Familie). Er hat mehrfach gesagt, auch wieder nach der letzten Saison, dass er den VfB noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht und dass er mit diesem noch viel mehr erreichen möchte.

Was eben heißt, dass er in Bezug auf die anderen Konkurrenten Stück für Stück aufholen möchte. Wir sind von einem Abstiegskandidaten in die Championsleague gekommen, aber auch von mir gibt es Posts, wo ich z.B. sage, dass das zwar gut und schön ist, aber dass uns die Top4 sowie auch Frankfurt durch die gute Arbeit seit 2017 Jahre voraus sind. Und Wolfsburg (Haha) und Hoffenheim aufgrund von Finanzdoping eben auch mehr Mittel haben und deswegen für uns nicht dauerhaft erreichbar sind. Ab und zu Europa, wenn es gut läuft, hielte ich für das höchste der Gefühle. Inzwischen sind wir mit Frankfurt auf Augenhöhe (oder sogar vorbeigezogen), waren die letzten 3 Jahre jedes Mal vor Hoffenheim und haben uns sportlich ohnehin, aber auch finanziell an Leipzig und Leverkusen herangerobbt. Und deswegen glaube ich, dass das für Hoeneß die nächsten Targets sind. Sprich: Er will aus dem VfB einen Club machen, der meistens in der CL spielt (was dann hieße, das einer aus Leverkusen/Leipzig etwas zurückfiele). Und so illusorisch ist das sportlich auch nicht. Bayern und der BVB haben in den letzten 3 Jahren sich 3 Mal für die CL qualifiziert, der VfB, Leverkusen und Leipzig je 2 Mal und Frankfurt 1 Mal.

Und sogar die Bayern sieht er nicht außer Reichweite. Man kann sich sein Interview nach dem Pokalfinale anschauen, wo er die Leistung von Bayern und Harry Kane natürlich anerkennt, aber auch extrem frustriert ist, dass man nicht mehr aus den guten ersten 60 Minuten gemacht hat. Und noch eine Kampfansage an die Bayern hinterherschickt: "Wir werden sie knacken. Irgendwann werden wir sie packen." Wo man sich ja beim besonnenen Herr Hoeneß doch wundert und denkt, mach mal langsam, die Bayern sind meilenweit enteilt.

Und da sehe ich einfach eine Diskrepanz in der Zielsetzung und der Anstrengung. Hoeneß will diesen Verein unbedingt vioranbringen. Wenn er auf Platz 5 ist in Deutschland (hinter Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen), will er Plartz 3 und 4 angreifen und wenn er auf Platz 3 ist, will er den BVB angreifen. Und dazu fordert er vollen Fokus und volle Kraftanstrengung des Vereins.

Beim VfB (auch hier im Forum) habe ich dagegen den Eindruck, dass einige sagen, meistens für Europa qualifizieren, ab und zu für die CL ist doch gut, freuen wird uns , nehmen das Geld und stecken es in die Infrastruktur, es kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten. Sprich: Man ist mit dem Status Quo zufrieden. Das ist sicher anders als beim Ehrgeizling Hoeneß.

Und das kulminiert dann halt in den Transfers. Hoeneß hat wieder und wieder gesagt, dass er möchte, dass der Kader zusammengehalten wird und man sogar noch Qualität dazupacke. Eben weil er einen Schritt vorankommen will, im Vergleich zur letzten CL-Saison. Und dass man nun zum wiederholten Male kurz vor Transferschluss einen seiner besten Spieler, mit dem er fest plante, verkauft, wird ihn sehr frustrieren, weil man eben so nicht so vorankommt, wie er das wünscht und möchte.

Und dann kann es eben schon sein, dass man sich irgendwann trennt. Nicht nach häßlicher Schlammschlacht oder so, sondern mit einer Verlautbarung, dass man sich bezüglicher der sportlichen Zielsetzung und Entwicklungsperspektiven nicht mehr einig werden konnte.

Und das frustriert mich eben etwas, weil ich glaube, dass man mit so einem guten Trainer wie Hoeneß die Möglichkeit hätte, den VfB so oben zu etablieren, wie es dem BVB nach 7 Jahren Klopp mit Borussia Dortmund gelang. Dazu - so bin ich überzeugt - muss man zumindest in Championsleaguesaisons, auch ein bisschen ins Risiko gehen, damit man da erstens weit kommt (jede weiter Runde dürfte da 15-20 Mio bringen, UEFA-Ausschüttungen alleine sind 11-12 Mio) und zweitens natürlich die Spieler deutlich teurer verkaufen kann, wenn sie in der CL auftrumpfen. Und wenn man dann halt für BEK, Jeltsch oder Hendriks 50-60 Mio bekommt, kann man auf diesen Positionen auch wieder in einem Bereich einkaufen, der CL-Qualität verspricht.

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Heinz von Foerster.: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3625
24.08.2026 - 00:14 Uhr
Zitat von justalittlethought
Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er im Affekt hinschmeißt. Dazu ist er viel zurational, zuverlässig und auch loyal gegenüber seinen Spielern. Der wird nicht (wie er selbst sagt) viele Male mit Pejcinovic telefoniert haben und mit vielen anderen Spielern über seine Pläne mit ihnen gesprochen haben, um dann 2 Wochen später hinzuschmeißen und zu denen zu sagen, habt ihr Pech gehabt, weil Demirovic oder noch jemand geht. Da hätte ich keine Sorgen.

Mittelfristig hätte ich aber durchaus Sorgen. Und zwar wegen Hoeneß eigener Worte. Hoeneß mag nett sein, aber er ist auch brutal ehrgeizig (das liegt wohl in der Familie). Er hat mehrfach gesagt, auch wieder nach der letzten Saison, dass er den VfB noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht und dass er mit diesem noch viel mehr erreichen möchte.

Was eben heißt, dass er in Bezug auf die anderen Konkurrenten Stück für Stück aufholen möchte. Wir sind von einem Abstiegskandidaten in die Championsleague gekommen, aber auch von mir gibt es Posts, wo ich z.B. sage, dass das zwar gut und schön ist, aber dass uns die Top4 sowie auch Frankfurt durch die gute Arbeit seit 2017 Jahre voraus sind. Und Wolfsburg (Haha) und Hoffenheim aufgrund von Finanzdoping eben auch mehr Mittel haben und deswegen für uns nicht dauerhaft erreichbar sind. Ab und zu Europa, wenn es gut läuft, hielte ich für das höchste der Gefühle. Inzwischen sind wir mit Frankfurt auf Augenhöhe (oder sogar vorbeigezogen), waren die letzten 3 Jahre jedes Mal vor Hoffenheim und haben uns sportlich ohnehin, aber auch finanziell an Leipzig und Leverkusen herangerobbt. Und deswegen glaube ich, dass das für Hoeneß die nächsten Targets sind. Sprich: Er will aus dem VfB einen Club machen, der meistens in der CL spielt (was dann hieße, das einer aus Leverkusen/Leipzig etwas zurückfiele). Und so illusorisch ist das sportlich auch nicht. Bayern und der BVB haben in den letzten 3 Jahren sich 3 Mal für die CL qualifiziert, der VfB, Leverkusen und Leipzig je 2 Mal und Frankfurt 1 Mal.

Und sogar die Bayern sieht er nicht außer Reichweite. Man kann sich sein Interview nach dem Pokalfinale anschauen, wo er die Leistung von Bayern und Harry Kane natürlich anerkennt, aber auch extrem frustriert ist, dass man nicht mehr aus den guten ersten 60 Minuten gemacht hat. Und noch eine Kampfansage an die Bayern hinterherschickt: "Wir werden sie knacken. Irgendwann werden wir sie packen." Wo man sich ja beim besonnenen Herr Hoeneß doch wundert und denkt, mach mal langsam, die Bayern sind meilenweit enteilt.

Und da sehe ich einfach eine Diskrepanz in der Zielsetzung und der Anstrengung. Hoeneß will diesen Verein unbedingt vioranbringen. Wenn er auf Platz 5 ist in Deutschland (hinter Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen), will er Plartz 3 und 4 angreifen und wenn er auf Platz 3 ist, will er den BVB angreifen. Und dazu fordert er vollen Fokus und volle Kraftanstrengung des Vereins.

Beim VfB (auch hier im Forum) habe ich dagegen den Eindruck, dass einige sagen, meistens für Europa qualifizieren, ab und zu für die CL ist doch gut, freuen wird uns , nehmen das Geld und stecken es in die Infrastruktur, es kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten. Sprich: Man ist mit dem Status Quo zufrieden. Das ist sicher anders als beim Ehrgeizling Hoeneß.

Und das kulminiert dann halt in den Transfers. Hoeneß hat wieder und wieder gesagt, dass er möchte, dass der Kader zusammengehalten wird und man sogar noch Qualität dazupacke. Eben weil er einen Schritt vorankommen will, im Vergleich zur letzten CL-Saison. Und dass man nun zum wiederholten Male kurz vor Transferschluss einen seiner besten Spieler, mit dem er fest plante, verkauft, wird ihn sehr frustrieren, weil man eben so nicht so vorankommt, wie er das wünscht und möchte.

Und dann kann es eben schon sein, dass man sich irgendwann trennt. Nicht nach häßlicher Schlammschlacht oder so, sondern mit einer Verlautbarung, dass man sich bezüglicher der sportlichen Zielsetzung und Entwicklungsperspektiven nicht mehr einig werden konnte.

Und das frustriert mich eben etwas, weil ich glaube, dass man mit so einem guten Trainer wie Hoeneß die Möglichkeit hätte, den VfB so oben zu etablieren, wie es dem BVB nach 7 Jahren Klopp mit Borussia Dortmund gelang. Dazu - so bin ich überzeugt - muss man zumindest in Championsleaguesaisons, auch ein bisschen ins Risiko gehen, damit man da erstens weit kommt (jede weiter Runde dürfte da 15-20 Mio bringen, UEFA-Ausschüttungen alleine sind 11-12 Mio) und zweitens natürlich die Spieler deutlich teurer verkaufen kann, wenn sie in der CL auftrumpfen. Und wenn man dann halt für BEK, Jeltsch oder Hendriks 50-60 Mio bekommt, kann man auf diesen Positionen auch wieder in einem Bereich einkaufen, der CL-Qualität verspricht.


So oder so wird es kommen. Woltemade darf sich nicht wiederholen, das wäre nicht beziehungsförderlich.

Ein Ehrgeizling ist er definitv nicht.

Er ist besonnen, bodenständig, empathisch, reflektiert. Ambitioniert trifft es.

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Heinz von Foerster.: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3626
24.08.2026 - 00:26 Uhr
Zitat von Fullhouse1893
Zitat von justalittlethought

Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er im Affekt hinschmeißt. Dazu ist er viel zurational, zuverlässig und auch loyal gegenüber seinen Spielern. Der wird nicht (wie er selbst sagt) viele Male mit Pejcinovic telefoniert haben und mit vielen anderen Spielern über seine Pläne mit ihnen gesprochen haben, um dann 2 Wochen später hinzuschmeißen und zu denen zu sagen, habt ihr Pech gehabt, weil Demirovic oder noch jemand geht. Da hätte ich keine Sorgen.

Mittelfristig hätte ich aber durchaus Sorgen. Und zwar wegen Hoeneß eigener Worte. Hoeneß mag nett sein, aber er ist auch brutal ehrgeizig (das liegt wohl in der Familie). Er hat mehrfach gesagt, auch wieder nach der letzten Saison, dass er den VfB noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht und dass er mit diesem noch viel mehr erreichen möchte.

Was eben heißt, dass er in Bezug auf die anderen Konkurrenten Stück für Stück aufholen möchte. Wir sind von einem Abstiegskandidaten in die Championsleague gekommen, aber auch von mir gibt es Posts, wo ich z.B. sage, dass das zwar gut und schön ist, aber dass uns die Top4 sowie auch Frankfurt durch die gute Arbeit seit 2017 Jahre voraus sind. Und Wolfsburg (Haha) und Hoffenheim aufgrund von Finanzdoping eben auch mehr Mittel haben und deswegen für uns nicht dauerhaft erreichbar sind. Ab und zu Europa, wenn es gut läuft, hielte ich für das höchste der Gefühle. Inzwischen sind wir mit Frankfurt auf Augenhöhe (oder sogar vorbeigezogen), waren die letzten 3 Jahre jedes Mal vor Hoffenheim und haben uns sportlich ohnehin, aber auch finanziell an Leipzig und Leverkusen herangerobbt. Und deswegen glaube ich, dass das für Hoeneß die nächsten Targets sind. Sprich: Er will aus dem VfB einen Club machen, der meistens in der CL spielt (was dann hieße, das einer aus Leverkusen/Leipzig etwas zurückfiele). Und so illusorisch ist das sportlich auch nicht. Bayern und der BVB haben in den letzten 3 Jahren sich 3 Mal für die CL qualifiziert, der VfB, Leverkusen und Leipzig je 2 Mal und Frankfurt 1 Mal.

Und sogar die Bayern sieht er nicht außer Reichweite. Man kann sich sein Interview nach dem Pokalfinale anschauen, wo er die Leistung von Bayern und Harry Kane natürlich anerkennt, aber auch extrem frustriert ist, dass man nicht mehr aus den guten ersten 60 Minuten gemacht hat. Und noch eine Kampfansage an die Bayern hinterherschickt: "Wir werden sie knacken. Irgendwann werden wir sie packen." Wo man sich ja beim besonnenen Herr Hoeneß doch wundert und denkt, mach mal langsam, die Bayern sind meilenweit enteilt.

Und da sehe ich einfach eine Diskrepanz in der Zielsetzung und der Anstrengung. Hoeneß will diesen Verein unbedingt vioranbringen. Wenn er auf Platz 5 ist in Deutschland (hinter Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen), will er Plartz 3 und 4 angreifen und wenn er auf Platz 3 ist, will er den BVB angreifen. Und dazu fordert er vollen Fokus und volle Kraftanstrengung des Vereins.

Beim VfB (auch hier im Forum) habe ich dagegen den Eindruck, dass einige sagen, meistens für Europa qualifizieren, ab und zu für die CL ist doch gut, freuen wird uns , nehmen das Geld und stecken es in die Infrastruktur, es kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten. Sprich: Man ist mit dem Status Quo zufrieden. Das ist sicher anders als beim Ehrgeizling Hoeneß.

Und das kulminiert dann halt in den Transfers. Hoeneß hat wieder und wieder gesagt, dass er möchte, dass der Kader zusammengehalten wird und man sogar noch Qualität dazupacke. Eben weil er einen Schritt vorankommen will, im Vergleich zur letzten CL-Saison. Und dass man nun zum wiederholten Male kurz vor Transferschluss einen seiner besten Spieler, mit dem er fest plante, verkauft, wird ihn sehr frustrieren, weil man eben so nicht so vorankommt, wie er das wünscht und möchte.

Und dann kann es eben schon sein, dass man sich irgendwann trennt. Nicht nach häßlicher Schlammschlacht oder so, sondern mit einer Verlautbarung, dass man sich bezüglicher der sportlichen Zielsetzung und Entwicklungsperspektiven nicht mehr einig werden konnte.

Und das frustriert mich eben etwas, weil ich glaube, dass man mit so einem guten Trainer wie Hoeneß die Möglichkeit hätte, den VfB so oben zu etablieren, wie es dem BVB nach 7 Jahren Klopp mit Borussia Dortmund gelang. Dazu - so bin ich überzeugt - muss man zumindest in Championsleaguesaisons, auch ein bisschen ins Risiko gehen, damit man da erstens weit kommt (jede weiter Runde dürfte da 15-20 Mio bringen, UEFA-Ausschüttungen alleine sind 11-12 Mio) und zweitens natürlich die Spieler deutlich teurer verkaufen kann, wenn sie in der CL auftrumpfen. Und wenn man dann halt für BEK, Jeltsch oder Hendriks 50-60 Mio bekommt, kann man auf diesen Positionen auch wieder in einem Bereich einkaufen, der CL-Qualität verspricht.


So oder so wird es kommen. Woltemade darf sich nicht wiederholen, das wäre nicht beziehungsförderlich.

Ein Ehrgeizling ist er definitv nicht.

Er ist besonnen, bodenständig, empathisch, reflektiert. Ambitioniert trifft es.


Ich meinte das nicht negativ und würde das alles unterschreiben.

Aber ich glaube, dass fast alle großen Trainer extrem ehrgeizig und ambitioniert sind und nicht verlieren können. Hat auch Heidel mal in Bezug auf Klopp und Tuchel gesagt (als man Klopp als Good cop und Tuchel als Bad Cop darstellen wollte): Dass jeder große Trainer für einen Verantwortlichen extrem anstrengend sei, weil er immer mehr wolle. Und Klopp, Tuchel, Guardiola, Mourinho, die konnten ja alle sehr schlecht verlieren.

Hoeneß kann das ganz gut verbergen. Aber wenn Du Dir mal das ganze Interview anhörst vom Pokalfinale, dann dringt durch, wie er schon sehr frustriert ist, dass man seine gute Phase in den ersten 50-60 Minuten nicht nutzen konnte. Gegen die Überbayern von letzter Saison, die etliche Rekorde pulverisiert hatten und gegen Paris nur 1 Tor vom Einzug ins CL-Finale entfernt waren, wo sie mMn gute Chancen auf das Triple gehabt hätten.
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3627
24.08.2026 - 00:33 Uhr
Zitat von Fullhouse1893
Zitat von justalittlethought

Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er im Affekt hinschmeißt. Dazu ist er viel zurational, zuverlässig und auch loyal gegenüber seinen Spielern. Der wird nicht (wie er selbst sagt) viele Male mit Pejcinovic telefoniert haben und mit vielen anderen Spielern über seine Pläne mit ihnen gesprochen haben, um dann 2 Wochen später hinzuschmeißen und zu denen zu sagen, habt ihr Pech gehabt, weil Demirovic oder noch jemand geht. Da hätte ich keine Sorgen.

Mittelfristig hätte ich aber durchaus Sorgen. Und zwar wegen Hoeneß eigener Worte. Hoeneß mag nett sein, aber er ist auch brutal ehrgeizig (das liegt wohl in der Familie). Er hat mehrfach gesagt, auch wieder nach der letzten Saison, dass er den VfB noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht und dass er mit diesem noch viel mehr erreichen möchte.

Was eben heißt, dass er in Bezug auf die anderen Konkurrenten Stück für Stück aufholen möchte. Wir sind von einem Abstiegskandidaten in die Championsleague gekommen, aber auch von mir gibt es Posts, wo ich z.B. sage, dass das zwar gut und schön ist, aber dass uns die Top4 sowie auch Frankfurt durch die gute Arbeit seit 2017 Jahre voraus sind. Und Wolfsburg (Haha) und Hoffenheim aufgrund von Finanzdoping eben auch mehr Mittel haben und deswegen für uns nicht dauerhaft erreichbar sind. Ab und zu Europa, wenn es gut läuft, hielte ich für das höchste der Gefühle. Inzwischen sind wir mit Frankfurt auf Augenhöhe (oder sogar vorbeigezogen), waren die letzten 3 Jahre jedes Mal vor Hoffenheim und haben uns sportlich ohnehin, aber auch finanziell an Leipzig und Leverkusen herangerobbt. Und deswegen glaube ich, dass das für Hoeneß die nächsten Targets sind. Sprich: Er will aus dem VfB einen Club machen, der meistens in der CL spielt (was dann hieße, das einer aus Leverkusen/Leipzig etwas zurückfiele). Und so illusorisch ist das sportlich auch nicht. Bayern und der BVB haben in den letzten 3 Jahren sich 3 Mal für die CL qualifiziert, der VfB, Leverkusen und Leipzig je 2 Mal und Frankfurt 1 Mal.

Und sogar die Bayern sieht er nicht außer Reichweite. Man kann sich sein Interview nach dem Pokalfinale anschauen, wo er die Leistung von Bayern und Harry Kane natürlich anerkennt, aber auch extrem frustriert ist, dass man nicht mehr aus den guten ersten 60 Minuten gemacht hat. Und noch eine Kampfansage an die Bayern hinterherschickt: "Wir werden sie knacken. Irgendwann werden wir sie packen." Wo man sich ja beim besonnenen Herr Hoeneß doch wundert und denkt, mach mal langsam, die Bayern sind meilenweit enteilt.

Und da sehe ich einfach eine Diskrepanz in der Zielsetzung und der Anstrengung. Hoeneß will diesen Verein unbedingt vioranbringen. Wenn er auf Platz 5 ist in Deutschland (hinter Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen), will er Plartz 3 und 4 angreifen und wenn er auf Platz 3 ist, will er den BVB angreifen. Und dazu fordert er vollen Fokus und volle Kraftanstrengung des Vereins.

Beim VfB (auch hier im Forum) habe ich dagegen den Eindruck, dass einige sagen, meistens für Europa qualifizieren, ab und zu für die CL ist doch gut, freuen wird uns , nehmen das Geld und stecken es in die Infrastruktur, es kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten. Sprich: Man ist mit dem Status Quo zufrieden. Das ist sicher anders als beim Ehrgeizling Hoeneß.

Und das kulminiert dann halt in den Transfers. Hoeneß hat wieder und wieder gesagt, dass er möchte, dass der Kader zusammengehalten wird und man sogar noch Qualität dazupacke. Eben weil er einen Schritt vorankommen will, im Vergleich zur letzten CL-Saison. Und dass man nun zum wiederholten Male kurz vor Transferschluss einen seiner besten Spieler, mit dem er fest plante, verkauft, wird ihn sehr frustrieren, weil man eben so nicht so vorankommt, wie er das wünscht und möchte.

Und dann kann es eben schon sein, dass man sich irgendwann trennt. Nicht nach häßlicher Schlammschlacht oder so, sondern mit einer Verlautbarung, dass man sich bezüglicher der sportlichen Zielsetzung und Entwicklungsperspektiven nicht mehr einig werden konnte.

Und das frustriert mich eben etwas, weil ich glaube, dass man mit so einem guten Trainer wie Hoeneß die Möglichkeit hätte, den VfB so oben zu etablieren, wie es dem BVB nach 7 Jahren Klopp mit Borussia Dortmund gelang. Dazu - so bin ich überzeugt - muss man zumindest in Championsleaguesaisons, auch ein bisschen ins Risiko gehen, damit man da erstens weit kommt (jede weiter Runde dürfte da 15-20 Mio bringen, UEFA-Ausschüttungen alleine sind 11-12 Mio) und zweitens natürlich die Spieler deutlich teurer verkaufen kann, wenn sie in der CL auftrumpfen. Und wenn man dann halt für BEK, Jeltsch oder Hendriks 50-60 Mio bekommt, kann man auf diesen Positionen auch wieder in einem Bereich einkaufen, der CL-Qualität verspricht.


So oder so wird es kommen. Woltemade darf sich nicht wiederholen, das wäre nicht beziehungsförderlich.

Ein Ehrgeizling ist er definitv nicht.

Er ist besonnen, bodenständig, empathisch, reflektiert. Ambitioniert trifft es.


Kann ich soweit ähnlich sehen, ausser den Teil mit in der CL weit kommen und an die Bayern oder den BVB ranrobben. So verstiegen ist Hoeneß nicht, dass er das für realistisch hält in naher Zukunft.
Wir haben uns jetzt ein Standing erarbeitet dank ihm als Verein bei dem Talente gut wachsen können, um irgendwann den nächsten Schritt zu machen. International haben wir gerade mal wieder den Kopf rausgestreckt, viel mehr war bisher nicht drin. In der Champions League ist mehr als das Achtelfinale kein realistisches Ziel. Da spielen wir gegen die Top 8 Europas. Jede Champions League und Europa League Teilnahme bringt uns aber Prestige. So hat man es sicher einfacher manche Spieler von sich zu überzeugen.
Ansonsten bin ich einverstanden. Hoeness wird hier niemals ohne triftigen Grund hinschmeißen. An einem Transfer wird das nicht hängen. Und schon gar nicht jetzt vor der Saison mit Champions League. Das wäre ja irre.
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3628
24.08.2026 - 02:36 Uhr
Hoeneß ist sicher sehr ambitioniert, aber als großen Antrieb bei ihm würde ich die Weiterentwicklung benennen. Sowohl seine persönliche Weiterentwicklung, als auch die des Vereins auf allen (aus seiner Perspektive vor allem sportlichen) Ebenen. Das hat er ja auch immer wieder gesagt, dass er beim VfB noch weitere Entwicklungsschritte für sich sieht, und z.B. beim Abgang von Woltemade dass er eben nicht immer wieder von Null anfangen will sondern auch von die Früchte seiner Arbeit ernten will.

Ich würde das aber nicht an einem einzigen Punkt festmachen, also Tabellenplatzierungen, CL-Teilnahmen, oder dem Gehaltsbudget. Zusammengenommen sind es viele Faktoren, die sich mittelfristig betrachtet in die richtige Richtung entwickeln sollten. Solange sie das tun, kann man kurzfristige einzelne Rückschläge wie z.B. eine verpasste internationale Teilnahme wegstecken. Dafür dass Hoeneß dass auch so sieht, spricht dass er sich in der Rückrunde der Saison 24/25 als das komplette Verpassen des internationalen Geschäfts drohte zum VfB bekannte, und sich auch auch trotz der Unzufriedenheit über den Abgang von Woltemade daran bisher nichts geändert hat.

Wohlgemuth hat schon recht, wenn er von einer sportlichen Entwicklung im Zeitraffer spricht. Da weiß auch Hoeneß, dass einige Limits (noch) bestehen, und wusste es sicher auch schon als er seinen Vertrag bei uns verlängert hat. Wenn die finanziellen Möglichkeiten bei ihm ein elementares Kriterium gewesen wären, wäre er mMn schon längst weg und hätte eines der Angebote u.A. aus der Premier League angenommen, wo ihm dann für Kaderplanung ordentlich Spielgeld zur Verfügung gestanden hätte. Dass er in bestimmten Situationen trotzdem emotional reagiert, wenn er die Weiterentwicklung akut gefährdet sieht, widerspricht nicht seinem Bewusstsein ob bzw. dass die langfristige Perspektive beim VfB passt.

Als ein Beispiel könnte man z.B. die Strahlkraft des VfB auf dem deutschen Talentemarkt heranziehen. Als Hoeneß übernommen hatte, musste man da noch auf Bankdrücker der Konkurrenz abzielen (Stiller/Leweling). Nach dem Erfolg der Saison 23/24 konnte man dann immerhin interessante und umworbene Talente, allerdings zu einem sehr frühem Stadium ihrer Entwicklung, für sich gewinnen (Woltemade/Jeltsch), man wurde aber bei einigen Spielern wie auch im Jahr darauf noch von der Konkurrenz ausgestochen (Ouedraogo/Gruda/Bischof/Jander/Maza). In diesem Jahr konnte man jetzt zwei der absoluten deutschen Toptalente mit Pejcinovic und Seimen für den Kader dazugewinnen, denen auf ihren Positionen ein zukünftiger Stammplatz in der Nationalelf zuzutrauen ist. Nur bei Eichhorn, bei dem allerdings sogar die Bayern wegen der finanziellen Vorstellungen abgewunken haben, war man am Ende raus. Und mit Darvich, Ulrich (und Catovic?) hat man noch Spieler in der Hinterhand die man erstmal in der Bundesliga parken kann, über die man sich vor 2 oder 3 Jahren noch als Sofortverstärkungen mit Perspektive gefreut hätte. Ich denke vor allem solche Entwicklungen hat Hoeneß im Blick, weil er auch weiß dass sich wenn sie in die richtige Richtung laufen aus ihnen der Erfolg und die Weiterentwicklung im Normalfall mehr oder weniger von selbst ergibt.
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3629
24.08.2026 - 08:11 Uhr
Das Thema ist doch eigentlich total Banane.
Die Entwicklung unseres VfB während der letzten paar Jahre ist eine einzige Erfolgsgeschichte.
sportlich sowieso, wirtschaftlich auch, immer mehr Mitglieder, Stadion immer voll - der Verein boomt!
Dazu (okay: soweit bekannt) alles harmonisch, alle scheinen an einem Strang zu ziehen. es passt.
Hoeness selber everyones darling, DER Bessermacher der Liga...

wo soll da Unzufriedenheit herkommen?!

doch wohl nicht ersthaft "nur" weil wir noch nicht bayernlike alle Kaderwünsche auf einmal erfüllen können?

irgendwas muß man halt verzapfen; in den Redaktionen wie in den Foren.
Sebastian Hoeneß [Trainer] |#3630
24.08.2026 - 08:43 Uhr
Zitat von justalittlethought
Mal noch meine 2 cent zu Hoeneß.


Hervorragend eingeordnet! Dem ist nichts hinzuzufügen...

...außer ein kleiner, aber an der Stelle sehr passender (und auch nicht so böse gemeinter, wie er sich jetzt vielleicht liest), Seitenhieb auf das Verlachen der "Drohkulisse"-Fraktion, welche den Hinweis dass solche Transfergeschichten wie Woltemade oder das was jetzt bei Demirovic droht, sich ganz sicher auch an irgendeiner Stelle auf Hoeneß Zufriedenheit und Verbleib beim VfB auswirken.

Statt das anzuerkennen und/oder die Bedenken argumentativ auszuräumen/diskutieren wird dann die Räuberpistole erfunden hier gingen manche User davon aus, dass Hoeneß morgen hinschmeißt, weil er beleidigt ist. Immer schön mit dem Verweis, man sei nicht der FC Bayern und müsse immer jemanden verkaufen 🙄

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