Segunda División 2012/2013
01.08.2012 - 17:31 Uhr
Die Segunda División oder Liga Adelante ist wie bereits in der vergangenen Spielzeit auch in diesem Jahr mit einer Reihe konkurrenzfähiger und traditionsreicher Mannschaften besetzt, denen mit 42 Spielen plus eventuellen Play-offs eine kräftezehrende Spielzeit bevorsteht.
Als Absteiger kommen mit Villarreal, Sporting Gijón und Racing Santander drei Vereine hinzu, die sich in den letzten Jahren stets in der Primera División halten konnten, im Falle des submarino amarillo sogar mit regelmäßigen Ausflügen ins internationale Geschäft. Eine sofortige Rückkehr scheint zwar das kollektive Ziel zu sein, doch im neuen Umfeld mit ambitionierten Clubs wie Hércules, Elche oder Almería wird dieses Vorhaben sicherlich kein Selbstläufer. Zusätzliche Spannung soll durch die vor zwei Jahren eingeführten Play-offs generiert werden, wodurch nur zwei Teams den direkten Aufstieg feiern dürfen, während vier weitere Mannschaften sich um den letzten freien Platz duellieren.
Hierin sehen viele kleinere Teams eine große Chance - Córdoba und Alcorcón machten im letzten Jahr mit einer überraschend guten Saison vor, wie man trotz bescheidener Möglichkeiten bis zuletzt noch vom Oberhaus träumen kann.
Doch neben einem sicherlich ausgeweiteten Aufstiegsrennen hat auch der Rest der Liga viel zu bieten. Mit Mirandés befindet sich ein letztjähriger Pokal-Halbfinalist im Teilnehmerfeld, der die Favoriten reihenweise zur Strecke brachte, die Filiales von Real Madrid und dem FC Barcelona werden im Laufe der Spielzeit zu zwei kleinen „Clásicos“ bitten und in engen Stadien wie dem Toralín zu Ponferrada oder Santo Domingo zu Alcorcón wird trotz begrenzter Kapazitäten eine beeindruckende Atmosphäre herrschen.
Mit dabei sind folgende Mannschaften und für alle heißt es „seguir adelante.“
Villarreal C.F.
Sporting Gijón
Racing Santander
A.D. Alcorcón
Hércules C.F.
Córdoba C.F.
U.D. Almería
FC Barcelona B
U.D. Las Palmas
C.D. Numancia
Elche C.F.
S.D. Huesca
Xerez C.D.
Girona F.C.
C.D. Guadalajara
Recreativo Huelva
Real Murcia
C.E. Sabadell
Real Madrid Castilla
C.D. Mirandés
C.D. Lugo
S.D. Ponferradina
Als Absteiger kommen mit Villarreal, Sporting Gijón und Racing Santander drei Vereine hinzu, die sich in den letzten Jahren stets in der Primera División halten konnten, im Falle des submarino amarillo sogar mit regelmäßigen Ausflügen ins internationale Geschäft. Eine sofortige Rückkehr scheint zwar das kollektive Ziel zu sein, doch im neuen Umfeld mit ambitionierten Clubs wie Hércules, Elche oder Almería wird dieses Vorhaben sicherlich kein Selbstläufer. Zusätzliche Spannung soll durch die vor zwei Jahren eingeführten Play-offs generiert werden, wodurch nur zwei Teams den direkten Aufstieg feiern dürfen, während vier weitere Mannschaften sich um den letzten freien Platz duellieren.
Hierin sehen viele kleinere Teams eine große Chance - Córdoba und Alcorcón machten im letzten Jahr mit einer überraschend guten Saison vor, wie man trotz bescheidener Möglichkeiten bis zuletzt noch vom Oberhaus träumen kann.
Doch neben einem sicherlich ausgeweiteten Aufstiegsrennen hat auch der Rest der Liga viel zu bieten. Mit Mirandés befindet sich ein letztjähriger Pokal-Halbfinalist im Teilnehmerfeld, der die Favoriten reihenweise zur Strecke brachte, die Filiales von Real Madrid und dem FC Barcelona werden im Laufe der Spielzeit zu zwei kleinen „Clásicos“ bitten und in engen Stadien wie dem Toralín zu Ponferrada oder Santo Domingo zu Alcorcón wird trotz begrenzter Kapazitäten eine beeindruckende Atmosphäre herrschen.
Mit dabei sind folgende Mannschaften und für alle heißt es „seguir adelante.“
Villarreal C.F.
Sporting Gijón
Racing Santander
A.D. Alcorcón
Hércules C.F.
Córdoba C.F.
U.D. Almería
FC Barcelona B
U.D. Las Palmas
C.D. Numancia
Elche C.F.
S.D. Huesca
Xerez C.D.
Girona F.C.
C.D. Guadalajara
Recreativo Huelva
Real Murcia
C.E. Sabadell
Real Madrid Castilla
C.D. Mirandés
C.D. Lugo
S.D. Ponferradina
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 02.07.2013 um 02:01 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-7 von 7.
14.09.2012 - 23:14 Uhr
Zum Auftakt des fünften Spieltags konnte sich Sabadell mit 3:2 (0:2) bei Real Madrid Castilla durchsetzen und damit den Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigen.
In einem sehr munteren Spiel kamen die Gastgeber etwas besser aus den Startlöchern, wobei auch Sabadell einen ordentlichen Eindruck hinterließ. Nach einer Viertelstunde ging die Castilla dann mit 1:0 in Führung, einen schön vorgetragenen Angriff auf der linken Seite vollendete Juanfran mit einem satten Abschluss aus rund 10 Metern. Im Anschluss übernahm Sabadell die Initiative und kam insbesondere über den agilen Manu Lanza zu gefährlichen Abschlüssen. Dennoch ging auch der zweite Treffer des Tages auf das Konto der Blancos, als ein Schuss von Jesé von der Strafraumgrenze unglücklich und unhaltbar für Torhüter Nauzet Pérez abgefälscht wurde und ins Netz segelte. Vom 2:0 Rückstand erholten sich die Katalanen diesmal nicht gut, sodass Madrid die Führung ungefährdet bis zur Halbzeit halten konnte.
Im zweiten Durchgang war Sabadell dann wie ausgewechselt und setzte die Gastgeber gut unter Druck. Nur fünf Minuten dauerte es, bis Routinier Moha nach schönem Pass von Antonio Hidalgo alleine vor Tomás Mejías auftauchte und souverän einschob. Der schnelle Anschluss gab Sabadell weiteren Auftrieb, den man nur drei Minuten später zum Ausgleich nutzte, diesmal nach einer schönen Kobination über drei Stationen im gegnerischen Strafraum, an deren Ende Angreifer Aníbal unbedrängt einköpfte. Die junge Mannschaft aus Madrid wirkte mit der neuen Spielsituation überfordert und fand kein probates Mittel gegen die weiterhin energischen Gäste, sodass es erneut nur wenige Minuten dauerte, bis das Spiel durch den zweiten Treffer von Aníbal komplett gedreht wurde. Die drei Treffer binnen acht Minuten schienen den Katalenen vorerst zu genügen, man zog sich nun wieder etwas weiter zurück und lauerte auf Gegenstöße, diese Ausrichtung schmeckte auch der Castilla wieder besser. Die Partie blieb in der folgenden Phase weiterhin bei ansprechendem Tempo und hoher Intensität, auch an Chancen mangelte es nicht: Einen harten Schuss von Jesé konnte Torhüter Pérez gut parieren, Juanfran traf aus guter Position nur das Außennetz und auf der Gegenseite suchte Sabadell immer wieder den entscheidenden vierten Treffer. So ging es eigentlich bis in die mit fünf Minuten üppigbemessene Nachspielzeit, in der Ulises Davila eine riesiege Gelegenheit vergab und Pedro Mosquera mit der letzten Chance für die Gastgeber aus 20 Metern nur Zentimeter neben den Kasten zielte.
Für Sabadell ist der Saisonstart mit acht Punkten aus fünf Spielen durchaus gelungen, außerdem gelang der erste Auswärtssieg seit über 11 Monaten. Die Castilla musste die erste Heimniederlage seit Dezember hinnehmen und bleibt auch nach fünf Spielen bei sechs Zählern.
In einem sehr munteren Spiel kamen die Gastgeber etwas besser aus den Startlöchern, wobei auch Sabadell einen ordentlichen Eindruck hinterließ. Nach einer Viertelstunde ging die Castilla dann mit 1:0 in Führung, einen schön vorgetragenen Angriff auf der linken Seite vollendete Juanfran mit einem satten Abschluss aus rund 10 Metern. Im Anschluss übernahm Sabadell die Initiative und kam insbesondere über den agilen Manu Lanza zu gefährlichen Abschlüssen. Dennoch ging auch der zweite Treffer des Tages auf das Konto der Blancos, als ein Schuss von Jesé von der Strafraumgrenze unglücklich und unhaltbar für Torhüter Nauzet Pérez abgefälscht wurde und ins Netz segelte. Vom 2:0 Rückstand erholten sich die Katalanen diesmal nicht gut, sodass Madrid die Führung ungefährdet bis zur Halbzeit halten konnte.
Im zweiten Durchgang war Sabadell dann wie ausgewechselt und setzte die Gastgeber gut unter Druck. Nur fünf Minuten dauerte es, bis Routinier Moha nach schönem Pass von Antonio Hidalgo alleine vor Tomás Mejías auftauchte und souverän einschob. Der schnelle Anschluss gab Sabadell weiteren Auftrieb, den man nur drei Minuten später zum Ausgleich nutzte, diesmal nach einer schönen Kobination über drei Stationen im gegnerischen Strafraum, an deren Ende Angreifer Aníbal unbedrängt einköpfte. Die junge Mannschaft aus Madrid wirkte mit der neuen Spielsituation überfordert und fand kein probates Mittel gegen die weiterhin energischen Gäste, sodass es erneut nur wenige Minuten dauerte, bis das Spiel durch den zweiten Treffer von Aníbal komplett gedreht wurde. Die drei Treffer binnen acht Minuten schienen den Katalenen vorerst zu genügen, man zog sich nun wieder etwas weiter zurück und lauerte auf Gegenstöße, diese Ausrichtung schmeckte auch der Castilla wieder besser. Die Partie blieb in der folgenden Phase weiterhin bei ansprechendem Tempo und hoher Intensität, auch an Chancen mangelte es nicht: Einen harten Schuss von Jesé konnte Torhüter Pérez gut parieren, Juanfran traf aus guter Position nur das Außennetz und auf der Gegenseite suchte Sabadell immer wieder den entscheidenden vierten Treffer. So ging es eigentlich bis in die mit fünf Minuten üppigbemessene Nachspielzeit, in der Ulises Davila eine riesiege Gelegenheit vergab und Pedro Mosquera mit der letzten Chance für die Gastgeber aus 20 Metern nur Zentimeter neben den Kasten zielte.
Für Sabadell ist der Saisonstart mit acht Punkten aus fünf Spielen durchaus gelungen, außerdem gelang der erste Auswärtssieg seit über 11 Monaten. Die Castilla musste die erste Heimniederlage seit Dezember hinnehmen und bleibt auch nach fünf Spielen bei sechs Zählern.
10.11.2012 - 00:34 Uhr
Nachdem ich mich ein letztes Mal auf die Suche gemacht habe, bin ich nun endlich fündig geworden: Ich habe jetzt ausreichend Material, um Torarten und Vorlagengeber lückenlos einzutragen. Ich werde die Daten vom ersten Spieltag an nun kontinuierlich nachtragen, sodass wir da so schnell wie möglich auf dem aktuellesten Stand sind :)
22.11.2012 - 22:43 Uhr
Zitat von Klinsfrau:
Nachdem ich mich ein letztes Mal auf die Suche gemacht habe, bin ich nun endlich fündig geworden: Ich habe jetzt ausreichend Material, um Torarten und Vorlagengeber lückenlos einzutragen. Ich werde die Daten vom ersten Spieltag an nun kontinuierlich nachtragen, sodass wir da so schnell wie möglich auf dem aktuellesten Stand sind :)
Wie angekündigt sind die Daten jetzt auf dem neuesten Stand, den letzten Spieltag bereits inbegriffen.
Am Samstag steigt im Estadi Montilvi im übrigen ein absolutes Topspiel. Die bisherige Überraschungsmannschaft Girona trifft auf den aktuellen Tabellenführer aus Elche. Im Duell Zweiter gegen Erster warten die Katalanen mit der besten Offensive der Liga auf, Elche kann dem die mit gerade einmal acht Gegentreffern beste Defensive entgegensetzen.
Nach einem tollen Start hat Girona die fantastische Form auch nach vielen Wochen nicht verloren, stattdessen brilliert die Mannschaft von Trainer Rubi wie hier schon einmal angesprochen als hervorragend funktionierendes Kollektiv, in dem bislang kaum Schwächen zu finden sind. Spielmacher Jandro weiß auch im Alter noch als Denker und Lenker zu gefallen, in der Spitze bilden Benja und der endlich einmal verletzungsfreie Javi Acuña ein großartiges Duo, welches zuletzt für eine Menge Tore sorgte.
Die Gäste aus Elche haben nach vielen spektakulären Spielen zuletzt einen Gang heruntergeschaltet. In den letzten fünf Partien mit Beteiligung der Ilicitanos fielen gerade einmal vier Treffer und auch nie mehr als einer pro Partie. Den ersten Tabellenplatz, den man seit dem ersten Spieltag bekleidet, konnte man insbesondere durch eine ausgewogene Balance zwischen Abwehr und Angriff erobern und erfolgreich verteidigen. Neben der sattelfesten Viererkette sorgen die Routiniers Carlos Rivera, Sergio Mantecón und David Generelo für defensive Stabilität, während in der Offensive mit Stareinkauf Coro, Fidel, Carles Gil und Jordi Xumetra großartige Einzelspieler wunderbar harmonieren.
Anstoß im Montilivi ist am Samstag um 18 Uhr. Auf Seiten Gironas hofft man auf rund 9.500 Zuschauer und damit ein ausverkauftes Haus. Wäre wirklich schön, wenn man das schmucke Stadion voll bekommen und damit einen perfekten Rahmen für die Partie bieten könnte.
Nachdem ich mich ein letztes Mal auf die Suche gemacht habe, bin ich nun endlich fündig geworden: Ich habe jetzt ausreichend Material, um Torarten und Vorlagengeber lückenlos einzutragen. Ich werde die Daten vom ersten Spieltag an nun kontinuierlich nachtragen, sodass wir da so schnell wie möglich auf dem aktuellesten Stand sind :)
Wie angekündigt sind die Daten jetzt auf dem neuesten Stand, den letzten Spieltag bereits inbegriffen.
Am Samstag steigt im Estadi Montilvi im übrigen ein absolutes Topspiel. Die bisherige Überraschungsmannschaft Girona trifft auf den aktuellen Tabellenführer aus Elche. Im Duell Zweiter gegen Erster warten die Katalanen mit der besten Offensive der Liga auf, Elche kann dem die mit gerade einmal acht Gegentreffern beste Defensive entgegensetzen.
Nach einem tollen Start hat Girona die fantastische Form auch nach vielen Wochen nicht verloren, stattdessen brilliert die Mannschaft von Trainer Rubi wie hier schon einmal angesprochen als hervorragend funktionierendes Kollektiv, in dem bislang kaum Schwächen zu finden sind. Spielmacher Jandro weiß auch im Alter noch als Denker und Lenker zu gefallen, in der Spitze bilden Benja und der endlich einmal verletzungsfreie Javi Acuña ein großartiges Duo, welches zuletzt für eine Menge Tore sorgte.
Die Gäste aus Elche haben nach vielen spektakulären Spielen zuletzt einen Gang heruntergeschaltet. In den letzten fünf Partien mit Beteiligung der Ilicitanos fielen gerade einmal vier Treffer und auch nie mehr als einer pro Partie. Den ersten Tabellenplatz, den man seit dem ersten Spieltag bekleidet, konnte man insbesondere durch eine ausgewogene Balance zwischen Abwehr und Angriff erobern und erfolgreich verteidigen. Neben der sattelfesten Viererkette sorgen die Routiniers Carlos Rivera, Sergio Mantecón und David Generelo für defensive Stabilität, während in der Offensive mit Stareinkauf Coro, Fidel, Carles Gil und Jordi Xumetra großartige Einzelspieler wunderbar harmonieren.
Anstoß im Montilivi ist am Samstag um 18 Uhr. Auf Seiten Gironas hofft man auf rund 9.500 Zuschauer und damit ein ausverkauftes Haus. Wäre wirklich schön, wenn man das schmucke Stadion voll bekommen und damit einen perfekten Rahmen für die Partie bieten könnte.
17.12.2012 - 12:00 Uhr
Im absoluten Topspiel des Spieltags traf im Estadio Martínez Valero Tabellenführer Elche auf seinen ärgsten Verfolger, den Zweiten aus Almería. Einmal mehr konnte Elche die Partie zwar glanzlos, dafür aber mit beeindruckender Effizienz zu Ende bringen. 1:0 siegten die Ilicitanos am Ende, es war der vierte Heimsieg mit diesem Ergebnis in Folge. Der erste Durchgang gehörte vor knapp 17.000 Zuschauern klar den Gästen aus Almería, die viel Druck ausübten und den Ball zwei Mal über die Linie brachten. Beide Treffer wurden aber wegen Abseits aberkannt, in beiden Fällen lag das Gespann um Schiedsrichter Trujillo Suárez dabei falsch. Elche wurde nach dem Seitenwechsel stärker und hielt Almería gut vom eigenen Tor fern, den entscheidenden Treffer erzielte Innenverteidiger Xabier Etxeita nach 70 Minuten per Kopf im Anschluss an einen Eckball von Edu Albacar.
Für Elche endete mit dem Spiel eine enorm anspruchsvolle Phase. Innerhalb der letzten vier Wochen hat man den Tabellenzweiten, -dritten, -vierten und -fünften jeweils mit 1:0 besiegt und damit sämtliche Zweifel an der eigenen Qualität ausgeräumt.
Im Verfolgerduell konnte Girona am Samstag einen wichtigen Erfolg verbuchen. Im Heimspiel gegen Villarreal siegten die Katalanen mit 2:0 und schoben sich durch Almerías Niederlage am Sonntag wieder auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Vor einer etwas enttäuschenden Kulisse von 4.763 Zuschauern verlief die erste Halbzeit einigermaßen ereignislos. Keine Mannschaft schien die Initiative übernehmen zu wollen, entsprechend ergaben sich kaum Torchancen oder Räume für schnelle Gegenstöße. Dies änderte sich kurz nach der Pause, als Benja einen Eckball von Jandro zum 1:0 einköpfen konnte. Villarreal gab nun den Ton an, Girona hielt aber gut dagegen und konnte die Partie weiterhin ausgeglichen gestalten. In der 80. Spielminute gab es nach einem Handspiel von Veteran Olof Mellberg Elfmeter für die Gastgeber, Spezialist Jandro schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 2:0. Letztlich sicherte sich Girona nicht ganz unverdient die drei Punkte.
Nach den Niederlagen gegen Elche und Alcorcón hat man durch zwei Siege in Folge wieder in die Spur gefunden und gezeigt, dass man durchaus das Zeug hat, bis zum Ende oben mitzuspielen. Bei Villarreal sorgte die Niederlage für einen weiteren Dämpfer, die Erleichterung nach dem 4:0 über Alcorcón scheint schon wieder verfolgen.
Mit Ponferradina, Guadalajara und Las Palmas haben derzeit gleich drei Teams einen richtig starken Lauf und können in der Tabelle mächtig gut machen.
Ponferradina hat die letzten fünf Spiele alle gewonnen und steht nun bereits auf einem Play-off Platz. Die Mannschaft von Claudio Barragán siegte an diesem Wochenende dank eines Treffers von Acorán mit 1:0 in Numancia und feierte den dritten Auswärtssieg in Serie. Vor Beginn der Serie hatte man gerade einmal einen Punt Vorsprung auf die Abstiegsränge gehabt, diese Differenz ist nun auf satte 12 Zähler angewachsen.
Guadalajara ließ dem starken 5:1 Sieg über Numancia am letzten Wochenende nun einen 1:0 Auswärtssieg in Murcia folgen. Überschattet wurde das Spiel vom Tod von Murcias Greenkeeper Pepe Gálvez. Eine Stunde vor Spielbeginn war dieser gerade damit beschäftigt, letzte Arbeiten am Rasen vorzunehmen, als er einen Herzinfarkt erlitt und auf dem Platz zusammenbrach. Den anwesenden Sanitätern gelang es nicht, sein Leben zu retten. Lange Zeit war nicht klar, ob das Spiel angepfiffen werden würde, letztlich entschieden sich die Veratnwortlichen Murcias aber für die Austragung. Auf dem Platz zeigte sich Guadalajara dann überlegen, ging nach 71 Minuten durch Gaffoor in Führung und konnte diese trotz dessen Platzverweises zwei Minuten darauf über die Zeit retten.
In den letzten vier Spielen holte Guadalajara damit zehn Punkte, in 14 Spielen zuvor waren es gerade einmal neun gewesen.
Bei Las Palmas reichte es an diesem Wochenende zwar nur zu einem torlosen Remis in Huelva, inzwischen ist man aber seit neun Spielen ungeschlagen und konnte in dieser Zeit von einem Abstiegsplatz aus bis in die obere Tabellenhälfte klettern, nur einen Punkt hinter dem ersten Play-off-Rang
Für Elche endete mit dem Spiel eine enorm anspruchsvolle Phase. Innerhalb der letzten vier Wochen hat man den Tabellenzweiten, -dritten, -vierten und -fünften jeweils mit 1:0 besiegt und damit sämtliche Zweifel an der eigenen Qualität ausgeräumt.
Im Verfolgerduell konnte Girona am Samstag einen wichtigen Erfolg verbuchen. Im Heimspiel gegen Villarreal siegten die Katalanen mit 2:0 und schoben sich durch Almerías Niederlage am Sonntag wieder auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Vor einer etwas enttäuschenden Kulisse von 4.763 Zuschauern verlief die erste Halbzeit einigermaßen ereignislos. Keine Mannschaft schien die Initiative übernehmen zu wollen, entsprechend ergaben sich kaum Torchancen oder Räume für schnelle Gegenstöße. Dies änderte sich kurz nach der Pause, als Benja einen Eckball von Jandro zum 1:0 einköpfen konnte. Villarreal gab nun den Ton an, Girona hielt aber gut dagegen und konnte die Partie weiterhin ausgeglichen gestalten. In der 80. Spielminute gab es nach einem Handspiel von Veteran Olof Mellberg Elfmeter für die Gastgeber, Spezialist Jandro schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 2:0. Letztlich sicherte sich Girona nicht ganz unverdient die drei Punkte.
Nach den Niederlagen gegen Elche und Alcorcón hat man durch zwei Siege in Folge wieder in die Spur gefunden und gezeigt, dass man durchaus das Zeug hat, bis zum Ende oben mitzuspielen. Bei Villarreal sorgte die Niederlage für einen weiteren Dämpfer, die Erleichterung nach dem 4:0 über Alcorcón scheint schon wieder verfolgen.
Mit Ponferradina, Guadalajara und Las Palmas haben derzeit gleich drei Teams einen richtig starken Lauf und können in der Tabelle mächtig gut machen.
Ponferradina hat die letzten fünf Spiele alle gewonnen und steht nun bereits auf einem Play-off Platz. Die Mannschaft von Claudio Barragán siegte an diesem Wochenende dank eines Treffers von Acorán mit 1:0 in Numancia und feierte den dritten Auswärtssieg in Serie. Vor Beginn der Serie hatte man gerade einmal einen Punt Vorsprung auf die Abstiegsränge gehabt, diese Differenz ist nun auf satte 12 Zähler angewachsen.
Guadalajara ließ dem starken 5:1 Sieg über Numancia am letzten Wochenende nun einen 1:0 Auswärtssieg in Murcia folgen. Überschattet wurde das Spiel vom Tod von Murcias Greenkeeper Pepe Gálvez. Eine Stunde vor Spielbeginn war dieser gerade damit beschäftigt, letzte Arbeiten am Rasen vorzunehmen, als er einen Herzinfarkt erlitt und auf dem Platz zusammenbrach. Den anwesenden Sanitätern gelang es nicht, sein Leben zu retten. Lange Zeit war nicht klar, ob das Spiel angepfiffen werden würde, letztlich entschieden sich die Veratnwortlichen Murcias aber für die Austragung. Auf dem Platz zeigte sich Guadalajara dann überlegen, ging nach 71 Minuten durch Gaffoor in Führung und konnte diese trotz dessen Platzverweises zwei Minuten darauf über die Zeit retten.
In den letzten vier Spielen holte Guadalajara damit zehn Punkte, in 14 Spielen zuvor waren es gerade einmal neun gewesen.
Bei Las Palmas reichte es an diesem Wochenende zwar nur zu einem torlosen Remis in Huelva, inzwischen ist man aber seit neun Spielen ungeschlagen und konnte in dieser Zeit von einem Abstiegsplatz aus bis in die obere Tabellenhälfte klettern, nur einen Punkt hinter dem ersten Play-off-Rang
01.03.2013 - 21:11 Uhr
Deportivo Xerez ist derzeit das große Sorgenkind der Segunda División - zum einen sportlich, aber vielmehr abseits des Platzes. So wurden die Andalusier mit inzwischen 15 sieglosen Spielen zwar bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht, ein sportlicher Abstieg ist derzeit aber das geringste Problem, gegen das der Verein zu kämpfen hat. Aufgrund gravierender finanzieller Probleme ist man im neuen Jahr quasi alle Zahlungen schuldig geblieben, Spielergehälter und Steuerabgaben inklusive. Für Dezember wären außerdem 480.000 € an die Steuerbehörde Hacienda fällig gewesen, doch auch hierfür fehlte schlichtweg das nötige Geld.
In dieser Woche hat sich die Lage nun dramatisch zugespitzt, sogar ein Antrag auf die sofortige Auflösung des Vereins wird als realistische Option gehandelt und könnte dafür sorgen, dass bereits nach dem Gastspiel in Murcia am Sonntag nicht mehr klar ist, ob und wie es bis zum Saisonende weitergehen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt muss Präsident Rafael Mateos rund zwei Millionen € auftreiben, doch trotz des aus allen Ecken Spaniens bekundeten Zuspruchs ist hierfür keine Lösung in Aussicht. Um zumindest die kommenden Wochen überstehen zu können, muss der Verein unbedingt die knapp halbe Million an die Hacienda zahlen, da diese sich sonst der ohnehin schon geringen Einkünfte des Vereins annehmen und diese einziehen wird. Falls dies geschehen sollte, dürften bei Xerez schon bald alle Lichter ausgehen.
Der erhoffte Rettungsanker war in dieser Woche eine Subvention der Stadt Jerez, diese Möglichkeit scheint sich aber so gut wie zerschlagen zu haben. Von Seiten des Clubs pochte man darauf, dass die Stadtverwaltung bereits vor Jahren eine Subvention von 2 Millionen € für die Spielzeit 2007/2008 beschlossen, diese aber niemals an den Verein gezahlt hatte. Bei Verhandlungen beider Parteien, bei denen Mateos auf den zweiten Bürgermeister der Stadt, Antonio Saldaña sowie die Abgeordnete des Sportausschusses, Felisa Rosado traf, konnte keine Einigung erzielt werden. Rafael Mateos hatte als Kompromisslösung gehofft, dass die Stadtverwaltung sich in Verhandlungen mit der Steuerbehörde begeben, und - ähnlich wie in Sevilla geschehen - eine Ratenzahlung über einen langen Zeitraum vereinbaren könne, doch auch dieser Plan wurde durchkreuzt: Jerez, die am zweithöchsten verschuldete Stadt Spaniens, kann die vom Verein geforderten 2 Millionen € nicht aufbringen. "Selbst wenn das Geld vorhanden wäre", hieß es von Seiten der Vertreter, "würden die diversen Verfehlungen des Vereins die Stadt davon freistellen, es zur Verfügung zu stellen."
Ein weiteres, gleichermaßen offenes wie undurchsichtiges Schlachtfeld gibt es rund um die Investorengruppe Energy Sports aus Sevilla. Nach eigenem Verständnis besitzt Energy die Aktienmehrheit des Vereins und müsste damit eigentlich über die Entscheidungsgewalt verfügen. Francisco Gallardo, ein Anwalt der Gruppe, hat daher gestern in Sachen Vereinsauflösung auf die Bremse getreten. Er kündigte an, dass eine Auflösung erst beantragt werden könne, wenn ein Gutachten darüber vorliege, wer nun eigentlich als Mehrheitsaktionär Xerez' fungiere. Dieses Gutachten werde Energy auf der kommenden Aktionärsversammlung beantragen, welche für den 23. Mai in Cádiz angesetzt ist. Gallardo nannte eine von Energy gestemmte Kapitalerhöhung des Vereins als einzige Möglichkeit, um einen Weg aus der Krise zu finden. Energy stehe bereits mit in- und externen Investoren in Kontakt und sobald man die Kommandobrücke des Vereins betrete, werde man diesen Schritt durchführen.
Des Weiteren verwies Gallardo darauf, dass in der Ordnung einer SAD (Sociedad Anónima Deportiva), wie es Xerez ist, kein gesondertes Vorgehen für den Falle einer Auflösung stehe, weshalb eine Aktionärsversammlung zwingend notwendig sei. Falls Vereinspräsident Mateos eine außerordentliche Versammlung einberufen würde, werde man alles daran setzen, diese auf dem Rechtsweg zu stoppen, um einer Auflösung zuvorzukommen. Die harschen Ankündigungen Mateos' wertete Gallardo ohnehin lediglich als taktisches Druckmittel gegenüber der Stadtverwaltung, um doch an die so wichtigen 2 Millionen € zu kommen. Es sei vollkommen offensichtlich, dass die Städte derzeit nicht in der Lage wären, investieren zu können, da deutlich wichtigere Probleme bestünden. Im Falle Xerez' sei das Beste daher eine externe Investition, wie Energy sie beabsichtige.
Dafür gilt es aber zunächst Joaquín Morales zu stürzen. Dieser bekleidet derzeit noch den Posten, den Energy gerne einnehmen würde. Für Morales hatte Gallardo auch noch einige kräftige Seitenhiebe parat: "Der Club wird von einer Person geführt, die weder sein Besitzer, noch Besitzer der Aktien ist und sich darüber hinaus nicht wirklich für den Verein interessiert." [...] "Joaquín Morales kann nicht in den Verein investieren, weil niemand in etwas investiert, was ihm nicht gehört, außerdem verfügt er nicht einmal über die nötigen finanziellen Möglichkeiten dazu. Joaquín Morales und seine Getreuen haben klar erkennen lassen, dass sie nicht in der Lage sind, einen Verein zu führen. Wir dagegen sehen, dass der Verein sowohl in der Segunda A, als auch in der Segunda B perfekt geführt werden kann."
Morales habe, so Gallardo weiter, binnen sieben Monaten einen Schuldenberg von 2 Millionen € angehäuft: "Nach den mir vorliegenden Informationen stehen 480.000 € aus der ersten Zahlungsrate an die Hacienda aus, aber auch die Zahlungen von Einkommens- und Umsatzsteuer für das erste Halbjahr von Juli bis Dezember 2012, die sich auf 1 Million € belaufen." [...] "Im Juni steht eine weitere Rate von 480.000 € an, die Spieler sind seit zwei Monaten ohne Gehälter und das Personal der Geschäftsstelle bekommt ebenfalls kein Geld. Das heißt, dass er (Morales) in sieben Monaten Schulden in Höhe von 2 Millionen € aufgebaut hat, wenn meine Angaben stimmen. Und obendrauf kritisiert er die Führung durch die Insolvenzverwalter, obwohl er in sieben Monaten 2 Millionen € Schulden gemacht hat."
Heute ging dann wiederum Präsident Rafael Mateos in die Offensive, in einem ausführlichen Interview mit "Diario de Jerez" äußerte er sich zu den Kernfragen der aktuellen Lage. So sei die kommende Woche äußerst wichtig, dort gelte es, entscheidende Maßnahmen zu treffen. Es gebe zwar keine Deadline von Seiten der Hacienda, dennoch muss bereits in den nächsten Tagen etwas geschehen. Er schloss einen Antrag auf Vereinsauflösung weiterhin nicht aus und schilderte die Lage aus seiner Sicht:
"Fakt ist, dass die Finanzierung des Vereins mit den vorhandenen Einnahmen wunderbar funktionierte. Dann haben die Administratoren mir aber einige zu leistende Ausgaben aufgezeigt. Allerdings haben sie vom dafür bereitgestellten Geld darüber hinaus Rechnungen des vergangenen Jahres gezahlt und dabei 2 Millionen € ausgegeben. Wenn die Administratoren dem aktuellen Kreislauf nicht die 2 Millionen € entzogen hätten, mit denen sie dann alte Rechnungen beglichen, dann würden wir uns jetzt nicht in dieser Lage befinden." [...]
"Auf das Geld der Stadt haben wir niemals zurückgreifen wollen, da wir wissen, wie es um die Finanzen steht. Aber da die Dinge nicht so liefen, wie wir es uns erhofft hatten, mussten wir an diesen Schulden (Subvention 2007/2008, s.o.) festhalten." [...] "Falls die Bürgermeisterin nicht an die Seriösität des Vereins glaubt, soll sie die entsprechenden Dokumente anfordern. Wir beweisen ihr gerne die Glaubwürdigkeit des Clubs." [...] "Falls es zu keiner Einigung mit der Stadtverwaltung kommt, ist die einzige Lösung, eine Auflösung des Vereins zu beantragen." [...]
"Joaquín Morales hat angeboten, zum Wohle des Vereins seinen Rücktritt einzureichen. Falls dies eine gute Option für Xerez ist, werden wir auch versuchen, dies zu verwirklichen. Falls jemand kommt, Geld investiert und den Verein am Leben hält, bin ich ebenfalls bereits, mich zurückzuziehen. Ich bin nicht die Person, die dauerhaft hier sein muss. Derzeit bin ich aufgrund verschiedener Umstände Präsident und tue alles, was in meiner Macht steht, nicht mehr und nicht weniger. Falls jemand kommt und es besser macht als wir und außerdem Geld mitbringt, wunderbar." [...] "Es ist eine Sache, wenn ein Verein Geld braucht. Plan A ist Geld zu investieren. Plan B ist zu schauen, welche wirtschaftlichen Optionen zur Verfügung stehen. In diesem Fall verfügt der Verein über die Option, offene Schulden einzutreiben und daher verfahren wir nach Plan B. Hätten wir die Möglichkeit gehabt, Plan A umzusetzen und Geld zu investieren, hätten wir das getan. Aber so ist es nicht und deshalb sind wir jetzt bei Plan B."
Schon in der kommenden Woche könnten also bereits die Weichen für die kurz- unter umständen sogar langfristige Zukunft des Vereins gestellt werden, im positiven wie negativen Sinne. Es wäre schon eine große Überraschung, wenn die Verhandlungen mit der Stadt noch zu etwas führen würden, von daher muss sich schleunigst ein Plan C ergeben, um mal bei den Worten von Mateos zu bleiben. Leider geht es bei Xerez derzeit derart drunter und drüber, dass nicht einmal genau analysiert werden kann, was in den letzten Monaten und scheinbar auch Jahren alles schief gelaufen ist. Kurzfristig wäre eine Rettung schon einmal ein toller Erfolg, alles weitere sollte sich dann in den kommenden Monaten klären.
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470217/mateos/baja/tono/y/no/habla/disolucion.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1469664/habra/tomar/una/decision/sobre/la/posible/liquidacion.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470214/energy/asegura/tener/inversores.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470871/si/alguien/pone/dinero/y/da/viabilidad/club/yo/me/quito.html
In dieser Woche hat sich die Lage nun dramatisch zugespitzt, sogar ein Antrag auf die sofortige Auflösung des Vereins wird als realistische Option gehandelt und könnte dafür sorgen, dass bereits nach dem Gastspiel in Murcia am Sonntag nicht mehr klar ist, ob und wie es bis zum Saisonende weitergehen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt muss Präsident Rafael Mateos rund zwei Millionen € auftreiben, doch trotz des aus allen Ecken Spaniens bekundeten Zuspruchs ist hierfür keine Lösung in Aussicht. Um zumindest die kommenden Wochen überstehen zu können, muss der Verein unbedingt die knapp halbe Million an die Hacienda zahlen, da diese sich sonst der ohnehin schon geringen Einkünfte des Vereins annehmen und diese einziehen wird. Falls dies geschehen sollte, dürften bei Xerez schon bald alle Lichter ausgehen.
Der erhoffte Rettungsanker war in dieser Woche eine Subvention der Stadt Jerez, diese Möglichkeit scheint sich aber so gut wie zerschlagen zu haben. Von Seiten des Clubs pochte man darauf, dass die Stadtverwaltung bereits vor Jahren eine Subvention von 2 Millionen € für die Spielzeit 2007/2008 beschlossen, diese aber niemals an den Verein gezahlt hatte. Bei Verhandlungen beider Parteien, bei denen Mateos auf den zweiten Bürgermeister der Stadt, Antonio Saldaña sowie die Abgeordnete des Sportausschusses, Felisa Rosado traf, konnte keine Einigung erzielt werden. Rafael Mateos hatte als Kompromisslösung gehofft, dass die Stadtverwaltung sich in Verhandlungen mit der Steuerbehörde begeben, und - ähnlich wie in Sevilla geschehen - eine Ratenzahlung über einen langen Zeitraum vereinbaren könne, doch auch dieser Plan wurde durchkreuzt: Jerez, die am zweithöchsten verschuldete Stadt Spaniens, kann die vom Verein geforderten 2 Millionen € nicht aufbringen. "Selbst wenn das Geld vorhanden wäre", hieß es von Seiten der Vertreter, "würden die diversen Verfehlungen des Vereins die Stadt davon freistellen, es zur Verfügung zu stellen."
Ein weiteres, gleichermaßen offenes wie undurchsichtiges Schlachtfeld gibt es rund um die Investorengruppe Energy Sports aus Sevilla. Nach eigenem Verständnis besitzt Energy die Aktienmehrheit des Vereins und müsste damit eigentlich über die Entscheidungsgewalt verfügen. Francisco Gallardo, ein Anwalt der Gruppe, hat daher gestern in Sachen Vereinsauflösung auf die Bremse getreten. Er kündigte an, dass eine Auflösung erst beantragt werden könne, wenn ein Gutachten darüber vorliege, wer nun eigentlich als Mehrheitsaktionär Xerez' fungiere. Dieses Gutachten werde Energy auf der kommenden Aktionärsversammlung beantragen, welche für den 23. Mai in Cádiz angesetzt ist. Gallardo nannte eine von Energy gestemmte Kapitalerhöhung des Vereins als einzige Möglichkeit, um einen Weg aus der Krise zu finden. Energy stehe bereits mit in- und externen Investoren in Kontakt und sobald man die Kommandobrücke des Vereins betrete, werde man diesen Schritt durchführen.
Des Weiteren verwies Gallardo darauf, dass in der Ordnung einer SAD (Sociedad Anónima Deportiva), wie es Xerez ist, kein gesondertes Vorgehen für den Falle einer Auflösung stehe, weshalb eine Aktionärsversammlung zwingend notwendig sei. Falls Vereinspräsident Mateos eine außerordentliche Versammlung einberufen würde, werde man alles daran setzen, diese auf dem Rechtsweg zu stoppen, um einer Auflösung zuvorzukommen. Die harschen Ankündigungen Mateos' wertete Gallardo ohnehin lediglich als taktisches Druckmittel gegenüber der Stadtverwaltung, um doch an die so wichtigen 2 Millionen € zu kommen. Es sei vollkommen offensichtlich, dass die Städte derzeit nicht in der Lage wären, investieren zu können, da deutlich wichtigere Probleme bestünden. Im Falle Xerez' sei das Beste daher eine externe Investition, wie Energy sie beabsichtige.
Dafür gilt es aber zunächst Joaquín Morales zu stürzen. Dieser bekleidet derzeit noch den Posten, den Energy gerne einnehmen würde. Für Morales hatte Gallardo auch noch einige kräftige Seitenhiebe parat: "Der Club wird von einer Person geführt, die weder sein Besitzer, noch Besitzer der Aktien ist und sich darüber hinaus nicht wirklich für den Verein interessiert." [...] "Joaquín Morales kann nicht in den Verein investieren, weil niemand in etwas investiert, was ihm nicht gehört, außerdem verfügt er nicht einmal über die nötigen finanziellen Möglichkeiten dazu. Joaquín Morales und seine Getreuen haben klar erkennen lassen, dass sie nicht in der Lage sind, einen Verein zu führen. Wir dagegen sehen, dass der Verein sowohl in der Segunda A, als auch in der Segunda B perfekt geführt werden kann."
Morales habe, so Gallardo weiter, binnen sieben Monaten einen Schuldenberg von 2 Millionen € angehäuft: "Nach den mir vorliegenden Informationen stehen 480.000 € aus der ersten Zahlungsrate an die Hacienda aus, aber auch die Zahlungen von Einkommens- und Umsatzsteuer für das erste Halbjahr von Juli bis Dezember 2012, die sich auf 1 Million € belaufen." [...] "Im Juni steht eine weitere Rate von 480.000 € an, die Spieler sind seit zwei Monaten ohne Gehälter und das Personal der Geschäftsstelle bekommt ebenfalls kein Geld. Das heißt, dass er (Morales) in sieben Monaten Schulden in Höhe von 2 Millionen € aufgebaut hat, wenn meine Angaben stimmen. Und obendrauf kritisiert er die Führung durch die Insolvenzverwalter, obwohl er in sieben Monaten 2 Millionen € Schulden gemacht hat."
Heute ging dann wiederum Präsident Rafael Mateos in die Offensive, in einem ausführlichen Interview mit "Diario de Jerez" äußerte er sich zu den Kernfragen der aktuellen Lage. So sei die kommende Woche äußerst wichtig, dort gelte es, entscheidende Maßnahmen zu treffen. Es gebe zwar keine Deadline von Seiten der Hacienda, dennoch muss bereits in den nächsten Tagen etwas geschehen. Er schloss einen Antrag auf Vereinsauflösung weiterhin nicht aus und schilderte die Lage aus seiner Sicht:
"Fakt ist, dass die Finanzierung des Vereins mit den vorhandenen Einnahmen wunderbar funktionierte. Dann haben die Administratoren mir aber einige zu leistende Ausgaben aufgezeigt. Allerdings haben sie vom dafür bereitgestellten Geld darüber hinaus Rechnungen des vergangenen Jahres gezahlt und dabei 2 Millionen € ausgegeben. Wenn die Administratoren dem aktuellen Kreislauf nicht die 2 Millionen € entzogen hätten, mit denen sie dann alte Rechnungen beglichen, dann würden wir uns jetzt nicht in dieser Lage befinden." [...]
"Auf das Geld der Stadt haben wir niemals zurückgreifen wollen, da wir wissen, wie es um die Finanzen steht. Aber da die Dinge nicht so liefen, wie wir es uns erhofft hatten, mussten wir an diesen Schulden (Subvention 2007/2008, s.o.) festhalten." [...] "Falls die Bürgermeisterin nicht an die Seriösität des Vereins glaubt, soll sie die entsprechenden Dokumente anfordern. Wir beweisen ihr gerne die Glaubwürdigkeit des Clubs." [...] "Falls es zu keiner Einigung mit der Stadtverwaltung kommt, ist die einzige Lösung, eine Auflösung des Vereins zu beantragen." [...]
"Joaquín Morales hat angeboten, zum Wohle des Vereins seinen Rücktritt einzureichen. Falls dies eine gute Option für Xerez ist, werden wir auch versuchen, dies zu verwirklichen. Falls jemand kommt, Geld investiert und den Verein am Leben hält, bin ich ebenfalls bereits, mich zurückzuziehen. Ich bin nicht die Person, die dauerhaft hier sein muss. Derzeit bin ich aufgrund verschiedener Umstände Präsident und tue alles, was in meiner Macht steht, nicht mehr und nicht weniger. Falls jemand kommt und es besser macht als wir und außerdem Geld mitbringt, wunderbar." [...] "Es ist eine Sache, wenn ein Verein Geld braucht. Plan A ist Geld zu investieren. Plan B ist zu schauen, welche wirtschaftlichen Optionen zur Verfügung stehen. In diesem Fall verfügt der Verein über die Option, offene Schulden einzutreiben und daher verfahren wir nach Plan B. Hätten wir die Möglichkeit gehabt, Plan A umzusetzen und Geld zu investieren, hätten wir das getan. Aber so ist es nicht und deshalb sind wir jetzt bei Plan B."
Schon in der kommenden Woche könnten also bereits die Weichen für die kurz- unter umständen sogar langfristige Zukunft des Vereins gestellt werden, im positiven wie negativen Sinne. Es wäre schon eine große Überraschung, wenn die Verhandlungen mit der Stadt noch zu etwas führen würden, von daher muss sich schleunigst ein Plan C ergeben, um mal bei den Worten von Mateos zu bleiben. Leider geht es bei Xerez derzeit derart drunter und drüber, dass nicht einmal genau analysiert werden kann, was in den letzten Monaten und scheinbar auch Jahren alles schief gelaufen ist. Kurzfristig wäre eine Rettung schon einmal ein toller Erfolg, alles weitere sollte sich dann in den kommenden Monaten klären.
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470217/mateos/baja/tono/y/no/habla/disolucion.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1469664/habra/tomar/una/decision/sobre/la/posible/liquidacion.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470214/energy/asegura/tener/inversores.html
http://www.diariodejerez.es/article/xerezcd/1470871/si/alguien/pone/dinero/y/da/viabilidad/club/yo/me/quito.html
05.03.2013 - 13:29 Uhr
Zitat von lukas90:
Sehr interessanter Beitrag, Klinsfrau, danke dafür!
Wie sieht die Finanzierung der Segunda eigentlich aus? Partizipiert man in irgendeiner Form an den Einnahmen der Primera? Gibt es eine Zentralvermarktung der Fernsehrechte oder ist da jeder Verein auf sich allein gestellt?
Soweit ich weiß werden die Fernsehrechte in der Segunda von jedem Verein einzeln vermarktet, so wie es auch in der Primera División der Fall ist. So ist jeder Verein selbst in der Verantwortung, die eigenen Rechte so teuer wie möglich zu Verkaufen, Abnehmer sind hier die beiden großen Konzerne Mediapro und Prisa, die mit ihren Sendern GolT bzw. Canal + einen großen Teil des Fernsehmarktes ausmachen, die Rechte für einzelne Spiele aber auch an andere Sender abtreten können.
So sind die Übertragungsrechte an der Segunda auch stark gespalten. Während in Deutschland Sky die Rechte für alle Spiele hat, gibt es in der Segunda mit Canal +, Marca TV, den regionalen Sendern (TV Canarias, Esport3, TV Galicia, Telecable) sowie seit neuestem Teledeporte eine Vielzahl von Sendern, die jeden Spieltag einzelne Spiele übertragen. Ich schätze mal, dass die unter dem Strich sehr geringen Einnahmen auch darin begründet sind, dass kein Sender wirkliche Exklusivität besitzt und besonders die Regionalen Stationen für ein Spiel pro Wochenende keine Unsummen zahlen müssen.
Wie gerade schon angedeutet, fallen die Fernseheinnahmen der Segunda im Vergleich zu anderen starken zweiten Ligen (2. Bundesliga, Championship, Ligue 2) deutlich geringer aus und entsprechen auch nur einem Bruchteil von dem, was im Durchschnitt in der Primera (Real und Barca ausgenommen) gezahlt wird.
Bis vor zwei Jahren gab es für Absteiger aus der Primera zudem einen extrem harten Übergang. So wurden z.B. die Fernseheinnahmen von Valladolid durch den Abstieg 2010 von 14 Millionen € auf 2 Millionen € gesenkt. Da mit einem Abstieg zudem noch reduzierte Eintritts- und Sponsorengelder einhergehen, war ein dauerhaftes Überleben im Prinzip nur durch einen direkten Wiederaufstieg oder einen radikalen Sparkurs zu gewährleisten. Inzwischen ist dieses Problem zumindest gelindert worden, als Absteiger bekommt man im ersten Jahr noch einen größeren Anteil der vorigen Fernsehgelder, um den Übergang ein wenig sanfter zu gestalten.
Dadurch, dass die Fernseheinnahmen in der Segunda aber auch vergleichsweise gering ausfallen, sind andere Einnahmequellen wie Sponsoring und Kartenverkäufe wichtiger als in der Primera División. Im genannten Fall von Valladolid machten die Fernsehgelder in der Abstiegssaison 2009/2010 rund 65% des Gesamtbudgets aus. In der Segunda División hatte man dann nur noch die genannten 2 Millionen € zur Verfügung, bei einem Budget von 10 Millionen € machten die TV-Einnahmen plötzlich also nur noch 20% aus, während der Anteil aus Zuschauereinnahmen auf 40% anstieg.
Sehr interessanter Beitrag, Klinsfrau, danke dafür!
Wie sieht die Finanzierung der Segunda eigentlich aus? Partizipiert man in irgendeiner Form an den Einnahmen der Primera? Gibt es eine Zentralvermarktung der Fernsehrechte oder ist da jeder Verein auf sich allein gestellt?
Soweit ich weiß werden die Fernsehrechte in der Segunda von jedem Verein einzeln vermarktet, so wie es auch in der Primera División der Fall ist. So ist jeder Verein selbst in der Verantwortung, die eigenen Rechte so teuer wie möglich zu Verkaufen, Abnehmer sind hier die beiden großen Konzerne Mediapro und Prisa, die mit ihren Sendern GolT bzw. Canal + einen großen Teil des Fernsehmarktes ausmachen, die Rechte für einzelne Spiele aber auch an andere Sender abtreten können.
So sind die Übertragungsrechte an der Segunda auch stark gespalten. Während in Deutschland Sky die Rechte für alle Spiele hat, gibt es in der Segunda mit Canal +, Marca TV, den regionalen Sendern (TV Canarias, Esport3, TV Galicia, Telecable) sowie seit neuestem Teledeporte eine Vielzahl von Sendern, die jeden Spieltag einzelne Spiele übertragen. Ich schätze mal, dass die unter dem Strich sehr geringen Einnahmen auch darin begründet sind, dass kein Sender wirkliche Exklusivität besitzt und besonders die Regionalen Stationen für ein Spiel pro Wochenende keine Unsummen zahlen müssen.
Wie gerade schon angedeutet, fallen die Fernseheinnahmen der Segunda im Vergleich zu anderen starken zweiten Ligen (2. Bundesliga, Championship, Ligue 2) deutlich geringer aus und entsprechen auch nur einem Bruchteil von dem, was im Durchschnitt in der Primera (Real und Barca ausgenommen) gezahlt wird.
Bis vor zwei Jahren gab es für Absteiger aus der Primera zudem einen extrem harten Übergang. So wurden z.B. die Fernseheinnahmen von Valladolid durch den Abstieg 2010 von 14 Millionen € auf 2 Millionen € gesenkt. Da mit einem Abstieg zudem noch reduzierte Eintritts- und Sponsorengelder einhergehen, war ein dauerhaftes Überleben im Prinzip nur durch einen direkten Wiederaufstieg oder einen radikalen Sparkurs zu gewährleisten. Inzwischen ist dieses Problem zumindest gelindert worden, als Absteiger bekommt man im ersten Jahr noch einen größeren Anteil der vorigen Fernsehgelder, um den Übergang ein wenig sanfter zu gestalten.
Dadurch, dass die Fernseheinnahmen in der Segunda aber auch vergleichsweise gering ausfallen, sind andere Einnahmequellen wie Sponsoring und Kartenverkäufe wichtiger als in der Primera División. Im genannten Fall von Valladolid machten die Fernsehgelder in der Abstiegssaison 2009/2010 rund 65% des Gesamtbudgets aus. In der Segunda División hatte man dann nur noch die genannten 2 Millionen € zur Verfügung, bei einem Budget von 10 Millionen € machten die TV-Einnahmen plötzlich also nur noch 20% aus, während der Anteil aus Zuschauereinnahmen auf 40% anstieg.
09.06.2013 - 19:49 Uhr
Nachdem Villarreal sich schlussendlich doch für den direkten Weg zurück in die Primera División entschlossen hat, duellieren sich ab Mittwoch mit Almería, Girona, Alcorcón und Las Palmas der Dritte bis Sechste um den letzten freien Platz im Oberhaus. Klarer Favorit sind für meine Begriffe die Andalusier, allerdings wird das mit Sicherheit kein Selbstläufer, zumal speziell einer der beiden Finalgegner Girona oder Alcorcón vor einer historischen Chance steht.
Im Halbfinale trifft Almería zunächst aus Las Palmas, den zweiten Finalisten ermitteln wie angesprochen Girona und Alcorcón.
Eine kurze Einschätzung der Teams:
U.D. Almería: Die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Andalusier sind vom Spielermaterial her die beste der vier teilnehmenden Mannschaften. Eine klare Schwächephase in März und April (sieben Punkte aus neun Spielen) brachte die Rojiblancos um den direkten Aufstieg, der dank eines starken Saisonendspurts aber bis zum letzten Spieltag noch möglich war. Als Stärken sind das spielstarke Mittelfeld um Verza und Fernando Soriano sowie Aleix Vidal und Iago Falqué auf den Außen zu nennen, noch einmal etwas mehr ragt Angreifer Charles heraus, der sich mit 27 Treffern zum Pichichi der Segunda schoss.
In den sechs Spielen gegen die anderen Play-off Teams holte das beste Auswärtsteam der Liga vier Siege, Niederlagen gab es in den Heimspielen gegen Las Palmas (2:3) und Alcorcón (1:2).
Girona F.C.: Die Katalanen sind die positive Überraschung der Saison und haben dank eines starken Kollektivs und der akribischen Arbeit von Trainer Rubi quasi die gesamte Saison am Limit absolviert. Nachdem im vergangenen Jahr der Abstieg nur knapp abgewendet werden konnte, wurde Rubi vom Co-Trainer zum Chef befördert. Diese Maßnahme sowie punktuelle Verstärkungen der Mannschaft waren der Grundstein einer grandiosen Spielzeit. Besonders im heimischen Estadi Montilivi wusste Girona zu überzeugen, 15 Siege und eine Tordifferenz von plus 30 sprechen eine deutliche Sprache. Lange Zeit hatte man auch in Girona vom direkten Aufstieg träumen können, doch in den Schlussmonaten fielen immer wieder Leistungsträger mit Verletzungen aus, von daher ist alleine das Erreichen der Play-offs als großer Erfolg zu werten. Das Spiel der Katalanen zeichnet sich durch ein mannschaftlich geschlossenes Arbeiten gegen den Ball und schnelle Gegenangriffe dank sprintstarker Akteure wie Felipe Sanchón, Juanlu, Toni Moral oder Angreifer Javi Acuña aus. Zudem gehört die Doppelsechs bestehend aus Marcos Tébar und dem vom Außenverteidiger umfunktionierten Luso zu den besten der Liga. Für die Play-offs muss man in jedem Fall die Auswärtsschwäche in den Griff bekommen, die im Verlauf der Saison zu einer Vielzahl deutlicher Niederlagen geführt hat - alles kann man schließlich auch nicht im Montilivi korrigieren.
Gegen die anderen drei Mannschaften holte man zwei (Heim-)Siege (Las Palmas, 5:0 und Alcorcón, 3:2 nach 0:2 Rückstand), in den restlichen vier Spielen ging man - teils deutlich (Las Palmas, 2:5 und Alcorcón, 1:4) als Verlierer vom Platz.
A.D. Alcorcón: Zum zweiten Mal in Folge gehen die Madrilenen im Anschluss an eine tolle Spielzeit in die Aufstiegsspiele. Nachdem man letztes Jahr erst im Finale an Valladolid scheiterte, soll dieses Jahr trotz Außenseiterstatus der historische Sprung in die Primera División gelingen. Obwohl die Alfareros seit dem achten Spieltag auf einem der ersten sechs Plätze, teilweise sogar einem direkten Aufstiegsplatz standen, musste bis zum letzten Spieltag um den Einzug in die Aufstiegsrunde gezittert werden. Hauptgrund dafür war, dass der Mannschaft von Pepe Bordalás auf der Ziellinie scheinbar die Kräfte ausgingen. Gegen zugegeben schwere Gegner holte man binnen fünf Spielen gerade einmal einen Zähler, ehe ein 4:0 Erfolg über Sabadell am letzten Spieltag Platz fünf und eine wichtige Portion selbstvertrauen sicherte. Anders als Almería und Girona steht Alcorcón nicht unbedingt für offensives Spektakel, so wurden 14 der 21 Saisonsiege mit nur einem Tor unterschied und gerne mit 1:0 oder 2:1 errungen. Im kleinen Estadio Santo Domingo hat sich Alcorcón wie in Vorjahren als Heimmacht erwiesen (kurios: in allen drei Segunda-Jahren schloss man die Saison mit 45 Heim-Punkten ab), auch wenn dieser Nimbus durch klare Schlappen gegen Villarreal und Almería zuletzt kleine Kratzer bekam. Trainer Pepe Bordalás hat der Mannschaft einen stark flügellastigen Spielstil mit vielen hohen Hereingaben eingeimpft. Von diesem profitiert besonders Sturmtank Oriol Riera, der kopfballstarke Angreifer absolvierte mit 18 Treffern seine bislang beste Saison und ist mit klarem Abstand der erfolgreichste Torschütze des Teams. Stark ist Alcorcón zudem bei Standards sowie in den Schlussminuten: Eine Menge wichtiger Punkte wurden gerade im Santo Domingo nach Ablauf der regulären Spielzeit erzielt, gewaltigen Anteil daran hatte Edeljoker Dani Nieto, der - von einem Elfmeter abgesehen - alle acht Scorerpunkte nach der 87. Minute verzeichnete.
Im direkten Vergleich mit den drei Aufstiegskonkurrenten gab es vier Siege und nur zwei Niederlagen. In der Hinrunde konnte Alcorcón alle drei Mannschaften besiegen, in der Rückrunde ging man nur noch gegen Las Palmas als Sieger vom Feld.
U.D. Las Palmas: Nach Jahren im Mittelfeld der Segunda haben die Canarios erstmals wieder die Chance, nach zehn Jahren Abstinenz in die Primera División zurückzukehren. Zum Saisonauftakt hatte es danach wahrlich nicht ausgesehen, nach zehn Spielen stand die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz und Trainer Sergio Lobera kurz vor der Entlassung, ehe, eingeleitet durch einen Heimsieg über Sabadell, ein klarer Aufschwung einsetzte. Zehn Spiele lang blieb man in der Folge ungeschlagen, mit 24 Punkte aus dieser Zeit war man pünktlich zum Ende der Hinrunde im Rennen um die Play-offs angekommen. Dieses drohte man zum Ende der Saison aufgrund einer schwachen Endphase noch zu verlieren, am letzten Spieltag war man schließlich sogar auf einen Patzer von Ponferradina angewiesen, denen am Ende ein Tor in Lugo fehlte, um noch an Las Palmas vorbeizuziehen. Mit einer entsprechend eher mäßigen Form gehen die Amarillos nun in die Play-offs. Besonders die über weite Strecken starke Offensive um Vitolo, Thievy, Macauley Christantus und Nauzet Alemán lahmte zuletzt deutlich, in den letzten zehn Spielen erzielte Las Palmas gerade einmal acht Treffer, die Hälfte davon beim Heimsieg über Sporting vor einigen Wochen. Gelingt es den starken Einzelspielern nicht, auf den Punkt in Form zu kommen, dürften die Chancen gegen Almería minimal sein. An einem guten Tag hingegen besteht zweifellos die Möglichkeit, den Andalusiern die Stirn zu bieten.
Die Bilanz gegen die restlichen Aufstiegskandidaten weist zwei Siege und vier Niederlagen auf, nachdem in der Hinrunde alle drei Spieler verloren gingen, konnten Siege über Girona und Almería die Statistik in der Rückserie etwas aufpolieren.
Los geht es am kommenden Mittwoch um 20 Uhr mit Alcorcón gegen Girona, gleich im Anschluss empfängt dann Las Palmas Almería.
Die Rückspiele sind voraussichtlich kommenden Samstag um 17 bzw. 19 Uhr.
Im Halbfinale trifft Almería zunächst aus Las Palmas, den zweiten Finalisten ermitteln wie angesprochen Girona und Alcorcón.
Eine kurze Einschätzung der Teams:
U.D. Almería: Die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Andalusier sind vom Spielermaterial her die beste der vier teilnehmenden Mannschaften. Eine klare Schwächephase in März und April (sieben Punkte aus neun Spielen) brachte die Rojiblancos um den direkten Aufstieg, der dank eines starken Saisonendspurts aber bis zum letzten Spieltag noch möglich war. Als Stärken sind das spielstarke Mittelfeld um Verza und Fernando Soriano sowie Aleix Vidal und Iago Falqué auf den Außen zu nennen, noch einmal etwas mehr ragt Angreifer Charles heraus, der sich mit 27 Treffern zum Pichichi der Segunda schoss.
In den sechs Spielen gegen die anderen Play-off Teams holte das beste Auswärtsteam der Liga vier Siege, Niederlagen gab es in den Heimspielen gegen Las Palmas (2:3) und Alcorcón (1:2).
Girona F.C.: Die Katalanen sind die positive Überraschung der Saison und haben dank eines starken Kollektivs und der akribischen Arbeit von Trainer Rubi quasi die gesamte Saison am Limit absolviert. Nachdem im vergangenen Jahr der Abstieg nur knapp abgewendet werden konnte, wurde Rubi vom Co-Trainer zum Chef befördert. Diese Maßnahme sowie punktuelle Verstärkungen der Mannschaft waren der Grundstein einer grandiosen Spielzeit. Besonders im heimischen Estadi Montilivi wusste Girona zu überzeugen, 15 Siege und eine Tordifferenz von plus 30 sprechen eine deutliche Sprache. Lange Zeit hatte man auch in Girona vom direkten Aufstieg träumen können, doch in den Schlussmonaten fielen immer wieder Leistungsträger mit Verletzungen aus, von daher ist alleine das Erreichen der Play-offs als großer Erfolg zu werten. Das Spiel der Katalanen zeichnet sich durch ein mannschaftlich geschlossenes Arbeiten gegen den Ball und schnelle Gegenangriffe dank sprintstarker Akteure wie Felipe Sanchón, Juanlu, Toni Moral oder Angreifer Javi Acuña aus. Zudem gehört die Doppelsechs bestehend aus Marcos Tébar und dem vom Außenverteidiger umfunktionierten Luso zu den besten der Liga. Für die Play-offs muss man in jedem Fall die Auswärtsschwäche in den Griff bekommen, die im Verlauf der Saison zu einer Vielzahl deutlicher Niederlagen geführt hat - alles kann man schließlich auch nicht im Montilivi korrigieren.
Gegen die anderen drei Mannschaften holte man zwei (Heim-)Siege (Las Palmas, 5:0 und Alcorcón, 3:2 nach 0:2 Rückstand), in den restlichen vier Spielen ging man - teils deutlich (Las Palmas, 2:5 und Alcorcón, 1:4) als Verlierer vom Platz.
A.D. Alcorcón: Zum zweiten Mal in Folge gehen die Madrilenen im Anschluss an eine tolle Spielzeit in die Aufstiegsspiele. Nachdem man letztes Jahr erst im Finale an Valladolid scheiterte, soll dieses Jahr trotz Außenseiterstatus der historische Sprung in die Primera División gelingen. Obwohl die Alfareros seit dem achten Spieltag auf einem der ersten sechs Plätze, teilweise sogar einem direkten Aufstiegsplatz standen, musste bis zum letzten Spieltag um den Einzug in die Aufstiegsrunde gezittert werden. Hauptgrund dafür war, dass der Mannschaft von Pepe Bordalás auf der Ziellinie scheinbar die Kräfte ausgingen. Gegen zugegeben schwere Gegner holte man binnen fünf Spielen gerade einmal einen Zähler, ehe ein 4:0 Erfolg über Sabadell am letzten Spieltag Platz fünf und eine wichtige Portion selbstvertrauen sicherte. Anders als Almería und Girona steht Alcorcón nicht unbedingt für offensives Spektakel, so wurden 14 der 21 Saisonsiege mit nur einem Tor unterschied und gerne mit 1:0 oder 2:1 errungen. Im kleinen Estadio Santo Domingo hat sich Alcorcón wie in Vorjahren als Heimmacht erwiesen (kurios: in allen drei Segunda-Jahren schloss man die Saison mit 45 Heim-Punkten ab), auch wenn dieser Nimbus durch klare Schlappen gegen Villarreal und Almería zuletzt kleine Kratzer bekam. Trainer Pepe Bordalás hat der Mannschaft einen stark flügellastigen Spielstil mit vielen hohen Hereingaben eingeimpft. Von diesem profitiert besonders Sturmtank Oriol Riera, der kopfballstarke Angreifer absolvierte mit 18 Treffern seine bislang beste Saison und ist mit klarem Abstand der erfolgreichste Torschütze des Teams. Stark ist Alcorcón zudem bei Standards sowie in den Schlussminuten: Eine Menge wichtiger Punkte wurden gerade im Santo Domingo nach Ablauf der regulären Spielzeit erzielt, gewaltigen Anteil daran hatte Edeljoker Dani Nieto, der - von einem Elfmeter abgesehen - alle acht Scorerpunkte nach der 87. Minute verzeichnete.
Im direkten Vergleich mit den drei Aufstiegskonkurrenten gab es vier Siege und nur zwei Niederlagen. In der Hinrunde konnte Alcorcón alle drei Mannschaften besiegen, in der Rückrunde ging man nur noch gegen Las Palmas als Sieger vom Feld.
U.D. Las Palmas: Nach Jahren im Mittelfeld der Segunda haben die Canarios erstmals wieder die Chance, nach zehn Jahren Abstinenz in die Primera División zurückzukehren. Zum Saisonauftakt hatte es danach wahrlich nicht ausgesehen, nach zehn Spielen stand die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz und Trainer Sergio Lobera kurz vor der Entlassung, ehe, eingeleitet durch einen Heimsieg über Sabadell, ein klarer Aufschwung einsetzte. Zehn Spiele lang blieb man in der Folge ungeschlagen, mit 24 Punkte aus dieser Zeit war man pünktlich zum Ende der Hinrunde im Rennen um die Play-offs angekommen. Dieses drohte man zum Ende der Saison aufgrund einer schwachen Endphase noch zu verlieren, am letzten Spieltag war man schließlich sogar auf einen Patzer von Ponferradina angewiesen, denen am Ende ein Tor in Lugo fehlte, um noch an Las Palmas vorbeizuziehen. Mit einer entsprechend eher mäßigen Form gehen die Amarillos nun in die Play-offs. Besonders die über weite Strecken starke Offensive um Vitolo, Thievy, Macauley Christantus und Nauzet Alemán lahmte zuletzt deutlich, in den letzten zehn Spielen erzielte Las Palmas gerade einmal acht Treffer, die Hälfte davon beim Heimsieg über Sporting vor einigen Wochen. Gelingt es den starken Einzelspielern nicht, auf den Punkt in Form zu kommen, dürften die Chancen gegen Almería minimal sein. An einem guten Tag hingegen besteht zweifellos die Möglichkeit, den Andalusiern die Stirn zu bieten.
Die Bilanz gegen die restlichen Aufstiegskandidaten weist zwei Siege und vier Niederlagen auf, nachdem in der Hinrunde alle drei Spieler verloren gingen, konnten Siege über Girona und Almería die Statistik in der Rückserie etwas aufpolieren.
Los geht es am kommenden Mittwoch um 20 Uhr mit Alcorcón gegen Girona, gleich im Anschluss empfängt dann Las Palmas Almería.
Die Rückspiele sind voraussichtlich kommenden Samstag um 17 bzw. 19 Uhr.
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