Segunda División 2014/2015
12.08.2014 - 18:46 Uhr
18.06.2015 - 00:34 Uhr
Mir ist der Fußball zu kompliziert in Spanien.
In der laufenden Saison zählt nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich. Allerdings zählt dieser ohne Auswärtstorregel. Sollte es da nämlich Unentschieden stehen, zählt dann wieder die Tordifferenz. In der Relegation zählt aber dann doch wieder die Auswärtstorregel. Aber nur bis zur Verlängerung. Sollte es nach der Verlängerung weiterhin Unentschieden stehen, dann gibt es aber kein Elfmeterschiessen, sondern dann zählt die höher Tabellenposition der abgelaufenen Saison, die ja vorher nicht zählte und weswegen man ja Relegation spielt. Aber das zählt nur wenn das Unentschieden mit dem gleichen Ergebnis wie im Hinspiel zustande kommt. Ansonsten zählt nämlich doch wieder die Auswärtstorregel. Da wundert es nicht, dass Girona dachte sie wären nach dem Anschlusstreffer zum 1-4 weiter. Da frag ich mich, was soll das Ganze? Wieso lässt man eine Mannschaft, die nach einer super Saison nach 42 Spieltage und über 20 Punkten Vorsprung Dritter wird, nicht einfach aufsteigen? Stattdessen steigt am Ende eine Mannschaft auf, die am letzten Spieltag mit Glück gerade mal Sechster wurde und in der Relegation von einem guten bzw. schlechten Tag profitiert. Ich finde das nicht fair.
In der laufenden Saison zählt nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich. Allerdings zählt dieser ohne Auswärtstorregel. Sollte es da nämlich Unentschieden stehen, zählt dann wieder die Tordifferenz. In der Relegation zählt aber dann doch wieder die Auswärtstorregel. Aber nur bis zur Verlängerung. Sollte es nach der Verlängerung weiterhin Unentschieden stehen, dann gibt es aber kein Elfmeterschiessen, sondern dann zählt die höher Tabellenposition der abgelaufenen Saison, die ja vorher nicht zählte und weswegen man ja Relegation spielt. Aber das zählt nur wenn das Unentschieden mit dem gleichen Ergebnis wie im Hinspiel zustande kommt. Ansonsten zählt nämlich doch wieder die Auswärtstorregel. Da wundert es nicht, dass Girona dachte sie wären nach dem Anschlusstreffer zum 1-4 weiter. Da frag ich mich, was soll das Ganze? Wieso lässt man eine Mannschaft, die nach einer super Saison nach 42 Spieltage und über 20 Punkten Vorsprung Dritter wird, nicht einfach aufsteigen? Stattdessen steigt am Ende eine Mannschaft auf, die am letzten Spieltag mit Glück gerade mal Sechster wurde und in der Relegation von einem guten bzw. schlechten Tag profitiert. Ich finde das nicht fair.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SFS69 am 18.06.2015 um 00:35 Uhr bearbeitet
19.06.2015 - 20:24 Uhr
Also ich würde mich über die 3.Mannschaften freuen, alle mit guten Fans und Tradition. Betis war ja eigentlich klar das sie aufsteigen, Gijon hat extrem viele Punkte durch Remis geholt und Zaragozza hätte wohl keiner mehr mit gerechnet
Girona hätte ich es aufjedenfall auch gegönnt!
Girona hätte ich es aufjedenfall auch gegönnt!
20.06.2015 - 15:45 Uhr
Zitat von bozzano
Also ich würde mich über die 3.Mannschaften freuen, alle mit guten Fans und Tradition. Betis war ja eigentlich klar das sie aufsteigen, Gijon hat extrem viele Punkte durch Remis geholt und Zaragozza hätte wohl keiner mehr mit gerechnet
Girona hätte ich es aufjedenfall auch gegönnt!
Also ich würde mich über die 3.Mannschaften freuen, alle mit guten Fans und Tradition. Betis war ja eigentlich klar das sie aufsteigen, Gijon hat extrem viele Punkte durch Remis geholt und Zaragozza hätte wohl keiner mehr mit gerechnet
Girona hätte ich es aufjedenfall auch gegönnt!Ja, klar. Natürlich hat man die sog. Traditionsvereine gern in der 1. Liga. Aber irgendwo muss man ja auch planen können. Wenn man den Aufstieg als Ziel hat und entsprechend investiert und sich ne Mannschaft aufbaut, dann ist es nicht fair, dass am Ende einer Saison mit 42 Spieltage der Aufstieg an ein paar Relegationsspielen hängt. Denn jeder kann einen schlechten Tag erwischen oder Pech haben. Wenn man die Saison dominiert, sollte man auch aufsteigen dürfen und drei direkte Aufsteiger bei 22 Mannschaften sollten schon möglich sein. Aber es gibt dazu bktl. die unterschiedlichsten Theorien.
21.06.2015 - 20:42 Uhr
Araujo erzielt 5 Minuten vor dem Ende das 2-0 für UD Las Palmas. Vorausgegangen ist ein Patzer des Keepers von Saragossa, der in diesem Spiel nicht zum ersten Mal am Ball vorbeiflog.
Somit wäre UD durch die Auswärtstorregel aufgestiegen.
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Grenzenloser Jubel auf der Insel. Glückwunsch!
Somit wäre UD durch die Auswärtstorregel aufgestiegen.
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Grenzenloser Jubel auf der Insel. Glückwunsch!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rainer1899 am 21.06.2015 um 20:52 Uhr bearbeitet
21.06.2015 - 20:52 Uhr
Las Palmas dreht das Duell mit Real Zaragoza noch und kehrt nach 13 Jahren zurück in die Primera División! Enhorabuena!
21.06.2015 - 21:06 Uhr
Über 90 Minuten war das ein wirklich sehr ansehnliches Spiel, in erster Linie natürlich aufgrund der offensiven Ausrichtung von Las Palmas. Auch als die Zeit knapp wurde hat man es nicht nur mit der Brechstange, sondern sich auch einige Chancen stark erspielt.
Glückwunsch auf die Insel zur Rückkehr nach 13 Jahren Absenz!
Glückwunsch auf die Insel zur Rückkehr nach 13 Jahren Absenz!
27.06.2015 - 15:37 Uhr
Gibt es jemanden, der mir mehr über Sergi Enrich von Numancia und Keko von Albacete sagen kann? Kenne nur Youtube-Videos und was ich dort gesehen habe, macht auf mich schon einen recht starken Eindruck. Keko würde ich in dieser Hinsicht mit Jairo von den Mainzern vergleichen und Enrich, naja, der hat für mich in den Videos Torriecher, Stellungsspiel und Antizipation gezeigt. Aber da die Tube natürlich keine Referenz ist, hoffe ich von dem ein oder anderen Kenner der Segunda División ein paar Details zu erfahren. Und vor Allem: Traut ihr den beiden zu, sich in der zweiten deutschen Liga durchzusetzen?
Danke im Voraus!
Danke im Voraus!
28.06.2015 - 01:06 Uhr
Zitat von Devil_till_Death
Gibt es jemanden, der mir mehr über Sergi Enrich von Numancia und Keko von Albacete sagen kann? Kenne nur Youtube-Videos und was ich dort gesehen habe, macht auf mich schon einen recht starken Eindruck. Keko würde ich in dieser Hinsicht mit Jairo von den Mainzern vergleichen und Enrich, naja, der hat für mich in den Videos Torriecher, Stellungsspiel und Antizipation gezeigt. Aber da die Tube natürlich keine Referenz ist, hoffe ich von dem ein oder anderen Kenner der Segunda División ein paar Details zu erfahren. Und vor Allem: Traut ihr den beiden zu, sich in der zweiten deutschen Liga durchzusetzen?
Danke im Voraus!
Gibt es jemanden, der mir mehr über Sergi Enrich von Numancia und Keko von Albacete sagen kann? Kenne nur Youtube-Videos und was ich dort gesehen habe, macht auf mich schon einen recht starken Eindruck. Keko würde ich in dieser Hinsicht mit Jairo von den Mainzern vergleichen und Enrich, naja, der hat für mich in den Videos Torriecher, Stellungsspiel und Antizipation gezeigt. Aber da die Tube natürlich keine Referenz ist, hoffe ich von dem ein oder anderen Kenner der Segunda División ein paar Details zu erfahren. Und vor Allem: Traut ihr den beiden zu, sich in der zweiten deutschen Liga durchzusetzen?
Danke im Voraus!
Zunächst mal kann man sagen, dass beide eine starke Saison gespielt haben. Sergi eigentlich das ganze Jahr über, Keko nach einigen Anlaufschwierigkeiten besonders in der zweiten Saisonhälfte. Bei Sergi Enrich bin ich ehrlich gesagt nicht überrascht, dass er seine Torausbeute aus den letzten Jahren diesmal deutlich hat steigern können. Die Anlagen waren auch zuvor schon zu erkennen, aber er hat insgesamt einfach viel zu viele Gelegenheiten liegen gelassen. In dieser Saison ist das dann von Beginn an besser geworden, er hat seine Chancen diesmal deutlich besser zu nutzen gewusst. In der Luft ist er äußerst unangenehm, da hat er ein ziemlich gutes Timing und eine starke Sprungkraft. Technisch könnte er für meine Begriffe noch zulegen und in Sachen Chancenverwertung ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, aber ich glaube, dass er das Zeug hat, sich da auch wirklich weiter zu entwickeln.
Keko ist, wie eigentlich Albacete im allgemeinen, nicht gut in die Saison gekommen und war dann auch noch für einige Wochen verletzt. Im neuen Jahr hat es dann bei der Mannschaft und unter anderem bei Keko deutlich besser geklappt. Neben Pulido in der Abwehr und Portu im Mittelfeld war er auf der Außenbahn einer der entscheidenden Faktoren für den Aufschwung. Mit guter Technik, Schnelligkeit und häufigen mutigen Dribblings hat er viel Wind gemacht, oft auch in starkem Zusammenspiel mit Rechtsverteidiger Antoñito, der seine Stärken ohnehin im Offensivspiel hat. Der vielleicht einzige Grund, warum er dieses Jahr zweitklassig gespielt hat, sind seine Qualitäten im Abschluss. Da hat er noch sehr viel Luft nach oben, auch wenn es zumindest zahlenmäßig in der Rückrunde besser wurde. Abgesehen davon vereint er aber alle Qualitäten, um eigentlich schon in der neuen Saison entweder bei einem Aufstiegsaspiranten oder eben gar erstklassig zu spielen.
Wie es mit der Eignung für Liga zwei aussieht ist schwer zu sagen. Topspieler der Segunda wurden in den letzten Jahren zum Beispiel gerne mal nach England exportiert, allerdings mit eher durchwachsenen Ergebnissen. Ich glaube gerade für Mittelstürmer ist es eine Umstellung vom spanischen auf den englischen oder eben deutschen Fußball in Liga zwei. Enrich sollte sich als robuster Typ da eigentlich nicht so schwer tun, aber vielleicht sind genau die Qualitäten, die ihn in der Segunda auszeichneten, in Deutschland dann eben nicht mehr als Durchschnitt. Bei Keko sehe ich wie gesagt alle Qualitäten, um in nächster Zeit Höheres anzustreben. Allerdings hat er jetzt auch zum ersten Mal eine komplette Saison durchgespielt und nicht immer nur rund die Hälfte aller Spiele absolviert. Diese Kontinuität hat ihm gut getan, aber er hat eben auch eine gewisse Anlaufzeit gebraucht. Die Frage ist, wie er die Umgewöhnung bei einem Wechsel in die 2. Liga packen würde. Wenn er sich gut einfügt, dann wäre er wohl für fast jeden Zweitligisten eine tolle Verstärkung, aber garantiert ist das eben nicht.
Unabhängig davon denke ich übrigens, dass man in der 2. Liga und teils auch in der 1. Bundesliga ein noch besseres Auge auf den spanischen Markt haben sollte. Gerade in der Segunda gibt es oft nur Verträge bis Saisonende und starke Spieler sind entsprechend ablösefrei zu bekommen. Die Kulissen, die teils professionelleren Strukturen und, was nicht zu verachten ist, die pünktlichen Gehaltszahlungen sind schon drei große Anreize, mit denen man einige Spieler locken könnte. Mir fallen da jedes Jahr Kandidaten auf, bei denen ich auf Interessenten aus Deutschland hoffe, aber in der Regel gibt das leider nichts.
29.06.2015 - 18:36 Uhr
Erst mal meinen Dank für die ausführliche Stellungnahme, Klinsfrau.
Besonders unverständlich finde ich das im Falle meines Herzensvereins: bei Torrejon hat der FCK ja richtig gute Erfahrungen mit einem spanischen Spieler gemacht – und den kannte in Deutschland doch außer Kennern des spanischen Fußballs auch kein Mensch.
Zitat von Klinsfrau
Unabhängig davon denke ich übrigens, dass man in der 2. Liga und teils auch in der 1. Bundesliga ein noch besseres Auge auf den spanischen Markt haben sollte. Gerade in der Segunda gibt es oft nur Verträge bis Saisonende und starke Spieler sind entsprechend ablösefrei zu bekommen. Die Kulissen, die teils professionelleren Strukturen und, was nicht zu verachten ist, die pünktlichen Gehaltszahlungen sind schon drei große Anreize, mit denen man einige Spieler locken könnte. Mir fallen da jedes Jahr Kandidaten auf, bei denen ich auf Interessenten aus Deutschland hoffe, aber in der Regel gibt das leider nichts.
Auch ich denke, dass die Bundesliga da ein bisschen betriebsblind ist: Gerne holt man Spieler aus dem Ostblock oder geht aktuell in Japan shoppen – Spanien dagegen ist aus unerfindlichen Gründen geradezu Brachland was das Interesse deutscher Verein betrifft. Schon seltsam irgendwie… Unabhängig davon denke ich übrigens, dass man in der 2. Liga und teils auch in der 1. Bundesliga ein noch besseres Auge auf den spanischen Markt haben sollte. Gerade in der Segunda gibt es oft nur Verträge bis Saisonende und starke Spieler sind entsprechend ablösefrei zu bekommen. Die Kulissen, die teils professionelleren Strukturen und, was nicht zu verachten ist, die pünktlichen Gehaltszahlungen sind schon drei große Anreize, mit denen man einige Spieler locken könnte. Mir fallen da jedes Jahr Kandidaten auf, bei denen ich auf Interessenten aus Deutschland hoffe, aber in der Regel gibt das leider nichts.
Besonders unverständlich finde ich das im Falle meines Herzensvereins: bei Torrejon hat der FCK ja richtig gute Erfahrungen mit einem spanischen Spieler gemacht – und den kannte in Deutschland doch außer Kennern des spanischen Fußballs auch kein Mensch.
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