Spieltag: Würzburger Kickers - SG Dynamo Dresden
29.07.2015 - 21:19 Uhr
Doch er gab sich keinen Illusionen hin. Wenn Marvin Stefaniak nicht krank wurde oder sich verletzte, würde er wohl erstmal weiter von der Bank kommen. Aber immer noch besser als in Istanbul bei Besiktas im Nachwuchs zu versauern. Na, vielleicht spielte auch die Transferperiode eine Rolle. Dass einige Vereine ihre Fühler nach Marvin ausgestreckt hatten, war ja bekannt, auch wenn die Ablösesumme in der Ausstiegsklausel „sehr sportlich“ war, wie es der Sport-Geschäftsführer formuliert hatte. Aber da man ja nie wissen konnte, wird die sportliche Leitung den Marvin bei Laune halten wollen. Allerdings stimmte auch dessen Leistung. Im ersten Spiel waren zwei seiner Flanken Ausgangspunkt für Tore gewesen.
So ganz aber wollte er die Hoffnung nicht aufgeben. Schließlich hatte er für das Premieren-Spiel von Dynamo gegen Würzburg ein unschlagbares Argument auf seiner Seite. Er war der einzige einsatzfähige Dynamo-Spieler, der gegen die Kickers schonmal gespielt hatte. Und nicht nur gespielt, sondern sogar ein Tor geschossen. Es war noch gar nicht so lange her, dieser 22.4.2014, als er beim 4:0 von Nürnberg II gegen die Kickers das dritte Tor geschossen hatte. Drei Würzburger Spieler von damals waren auch heute noch dabei. Nicht viel, aber immerhin.
Denn seither war viel passiert in Würzburg. Der Flyeralarm-Chef hatte ernst gemacht und den finanziellen Rahmen geschaffen, damit nicht nur der Hollerbach als Trainer bei seinem Heimatverein anheuerte, sondern auch der eine oder andere Spieler mit bemerkenswerter Vita wie Wulnikowski, Benatelli oder nun auch noch Daghfous. Das war nicht das RB-Konzept, wo mit Millionen ein Marketing-Instrument geschaffen wurde, sondern eher vergleichbar mit Aalen oder Sandhausen, die mit einem Mäzen im Rücken Schritt für Schritt fußballerisches Niemandsland erschlossen hatten und vorangekommen waren. In Bayern hatte man zunächst den 3-Jahres-Plan, der Würzburg in den Profifußball führen sollte, ein wenig belächelt. Doch das Lachen war den Großklubs und ihren Zweitvertretungen im Halse stecken geblieben, als die Hollerbach-Truppe allen davonzog. Man darf die nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ihm war nicht Bange vor dem Ausflug nach Franken. Aber es würde ganz anders zur Sache gehen als gegen Stuttgart. Das war seine zweite Hoffnung, dass er im Matchplan des Trainers doch eine tragende Rolle spielte. Vielleicht konnte er seine defensiven Fähigkeiten und seinen nie erlahmenden Kampfgeist dafür brauchen. ‚Und wenn eben nicht von der ersten Minute an, dann wann immer er ihn in die Schlacht warf‘, dachte er.
Tekerci war bereit. Für seinen nächsten Einsatz neben Lumpi, der Fielos Rolle in der Mannschaft auch ohne Kapitänsbinde übernommen hatte. Für 90 oder 30 Minuten vollen Einsatz im Dienste der Mannschaft. Für sein nächstes Tor gegen die Würzburger Kickers. Für den nächsten Schritt zum großen Ziel. Es konnte losgehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kermit_der_Frosch am 01.09.2015 um 00:06 Uhr bearbeitet
29.07.2015 - 21:48 Uhr
Fein, fein wie immer LV. Ich verspreche nicht zuviel wenn ich sage, das wird unsere Generalprobe. Die Aufstellung sollte klar sein, viele Veränderungen wird es nicht geben.
29.07.2015 - 23:49 Uhr
Ich freue mich auf unseren Besuch in der Hauptstadt Unterfrankens!
Warum?
Weil ich eine gewisse Zeit meines Lebens hier verbracht habe, und sowohl Land als auch Leute schätzen und lieben gelernt habe. Unterfranken zählt zu den ältesten Kulturlandschaften in Deutschland. In gewissen Teilen erinnerte mich das Maintal dabei an die Landschaften der Sächsischen Schweiz, andere Teile Unterfrankens erinnerten mich dagegen eher an das Erzgebirge. Die Einwohner der Region sind sich ihrer Position in Deutschland viel eher bewußt, als viele ihrer deutschen Landsleute. Man weiß, dass man in einer sehr schönen, aber eher strukturschwachen Region lebt. Trotzdem ist man stolz auf Geschichte, Schönheit und Brauchtum der Region. Und anders als in einigen Regionen von Deutschland ist man Fremden nicht abgeneigt. Man nimmt sie freundlich auf und versucht ihnen Land und Leute näher zu bringen. Ganz nach dem Motto: "Jetzt bist Du hier. Jetzt bist Du auch einer von uns." Der Unterfranke an sich ist dabei aber eher pragmatisch. Man weiß, dass man sich kulturell von den Bayern unterscheidet. Darauf legt man auch großen Wert. Wenn es allerdings darum geht, finanzielle Hilfe von den "bayrischen Brüdern" zu kassieren oder in der Politik mitzuentscheiden, sind die Unterfranken ganz vorne mit dabei.
Leider hat sich diese Mentalität in den letzten Jahren etwas geändert. War man früher sehr lokalpatriotisch und unterstützte die Vereine aus Würzburg oder Schweinfurt; hielt höchstens noch die Daumen für den Glubb oder die Eintracht aus "Frank"furt; so fühlen sich heutzutage auch viele jüngere Unterfranken zu den Bayern aus München hingezogen. Immerhin liegt München ja im selben Bundesland.
Spielten die beiden Würzburger Traditionsvereine lange Zeit auf Augenhöhe (in den 70er Jahren immerhin beide in der 2.Bundesliga), so konnten die Würzburger Kickers durch einen Doppelaufstieg in der Saison 2011/12 - bedingt durch die Regionalligareform - den Lokalrivalen Würzburger FV ein- und überholen. So spielt man nun innerhalb von vier Jahren, statt eine Klasse tiefer, zwei Klassen über dem Konkurrenten. Nach dem Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern und einem weiteren Jahr zur Etablierung, rief man letztes Jahr dann das Projekt "3x3" ins Leben. Hierbei sollte für drei Jahre genügend Geld zur Verfügung gestellt werden, um die Kickers in die Dritte Liga zu führen. Dazu lotste man mit Hilfe des Sponsors flyeralarm - der auch zwei Produktionsstandorte im Großraum Drseden unterhält - den den gebürtigen Würzburger Bernd Hollerbach auf den Trainerstuhl. Dieser schaffte bereits im ersten Jahr mit einer Mannschaft aus "gescheiterten", talentierten und "erfahrenen" Spielern den Aufstieg in die Dritte Liga. Dabei musste man sich, unter anderem, gegen die Vielzahl der zweiten Mannschaften der bayrischen Profivereine und den 1.FC Saarbrücken durchsetzen.
Nach meinen Beobachtungen handelt es sich dabei um eine sehr eingespielte und homogene Mannschaft. In dieser stechen einige, dem Laien unbekannte, Namen durch gute Spielzüge in der Offensive heraus. Allerdings steht die Mannschaft in erster Linie in der Defensive sehr stabil. Frei nach dem alten, abgewandelten Huub-Stevens-Motto: "Hinten steht die Null und vorne schaun mer mal...".
Persönlich wäre ich daher mit einem knappen Sieg oder zur Not auch einem Unentschieden zufrieden. Den Unterfranken wünsche ich hingegen viel Erfolg in der restlichen Saison, außer gegen uns, und viel Spaß mit ihrem Verein.
Warum?
Weil ich eine gewisse Zeit meines Lebens hier verbracht habe, und sowohl Land als auch Leute schätzen und lieben gelernt habe. Unterfranken zählt zu den ältesten Kulturlandschaften in Deutschland. In gewissen Teilen erinnerte mich das Maintal dabei an die Landschaften der Sächsischen Schweiz, andere Teile Unterfrankens erinnerten mich dagegen eher an das Erzgebirge. Die Einwohner der Region sind sich ihrer Position in Deutschland viel eher bewußt, als viele ihrer deutschen Landsleute. Man weiß, dass man in einer sehr schönen, aber eher strukturschwachen Region lebt. Trotzdem ist man stolz auf Geschichte, Schönheit und Brauchtum der Region. Und anders als in einigen Regionen von Deutschland ist man Fremden nicht abgeneigt. Man nimmt sie freundlich auf und versucht ihnen Land und Leute näher zu bringen. Ganz nach dem Motto: "Jetzt bist Du hier. Jetzt bist Du auch einer von uns." Der Unterfranke an sich ist dabei aber eher pragmatisch. Man weiß, dass man sich kulturell von den Bayern unterscheidet. Darauf legt man auch großen Wert. Wenn es allerdings darum geht, finanzielle Hilfe von den "bayrischen Brüdern" zu kassieren oder in der Politik mitzuentscheiden, sind die Unterfranken ganz vorne mit dabei.
Leider hat sich diese Mentalität in den letzten Jahren etwas geändert. War man früher sehr lokalpatriotisch und unterstützte die Vereine aus Würzburg oder Schweinfurt; hielt höchstens noch die Daumen für den Glubb oder die Eintracht aus "Frank"furt; so fühlen sich heutzutage auch viele jüngere Unterfranken zu den Bayern aus München hingezogen. Immerhin liegt München ja im selben Bundesland.
Spielten die beiden Würzburger Traditionsvereine lange Zeit auf Augenhöhe (in den 70er Jahren immerhin beide in der 2.Bundesliga), so konnten die Würzburger Kickers durch einen Doppelaufstieg in der Saison 2011/12 - bedingt durch die Regionalligareform - den Lokalrivalen Würzburger FV ein- und überholen. So spielt man nun innerhalb von vier Jahren, statt eine Klasse tiefer, zwei Klassen über dem Konkurrenten. Nach dem Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern und einem weiteren Jahr zur Etablierung, rief man letztes Jahr dann das Projekt "3x3" ins Leben. Hierbei sollte für drei Jahre genügend Geld zur Verfügung gestellt werden, um die Kickers in die Dritte Liga zu führen. Dazu lotste man mit Hilfe des Sponsors flyeralarm - der auch zwei Produktionsstandorte im Großraum Drseden unterhält - den den gebürtigen Würzburger Bernd Hollerbach auf den Trainerstuhl. Dieser schaffte bereits im ersten Jahr mit einer Mannschaft aus "gescheiterten", talentierten und "erfahrenen" Spielern den Aufstieg in die Dritte Liga. Dabei musste man sich, unter anderem, gegen die Vielzahl der zweiten Mannschaften der bayrischen Profivereine und den 1.FC Saarbrücken durchsetzen.
Nach meinen Beobachtungen handelt es sich dabei um eine sehr eingespielte und homogene Mannschaft. In dieser stechen einige, dem Laien unbekannte, Namen durch gute Spielzüge in der Offensive heraus. Allerdings steht die Mannschaft in erster Linie in der Defensive sehr stabil. Frei nach dem alten, abgewandelten Huub-Stevens-Motto: "Hinten steht die Null und vorne schaun mer mal...".
Persönlich wäre ich daher mit einem knappen Sieg oder zur Not auch einem Unentschieden zufrieden. Den Unterfranken wünsche ich hingegen viel Erfolg in der restlichen Saison, außer gegen uns, und viel Spaß mit ihrem Verein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bergpartisan am 29.07.2015 um 23:55 Uhr bearbeitet
30.07.2015 - 08:38 Uhr
Endlich wieder Auswärts =) In meinen Augen eine machbare Aufgabe, Würzburg ist zwar in meinen Augen der stärkste Aufsteigen, wir wollen allerdings aufsteigen und müssen solche Gegner schlagen, Punkt !
Ich Tippe auf ein 0 zu 3 wobei ich mir hier von der momentanen Euphorie leiten lasse
Mit einem 1 zu 2 oder ähnlichen kann ich auch gut leben.
Die Aufstellung dürfte dieselbe wie letzte Woche sein.
Ich Tippe auf ein 0 zu 3 wobei ich mir hier von der momentanen Euphorie leiten lasse
Mit einem 1 zu 2 oder ähnlichen kann ich auch gut leben. Die Aufstellung dürfte dieselbe wie letzte Woche sein.
30.07.2015 - 08:55 Uhr
Vielen Dank für die Laudatio über meinen derzeitigen Lieblingsspieler.
Wir werden wohl nicht sinnlos gegen das dargestellte Abwehrbollwerk anrennen. Abwarten und Toreschießen, natürlich durch die Guten.
Ich freue mich auf unseren ersten Auswärtsdreier.
Wir werden wohl nicht sinnlos gegen das dargestellte Abwehrbollwerk anrennen. Abwarten und Toreschießen, natürlich durch die Guten.
Ich freue mich auf unseren ersten Auswärtsdreier.
30.07.2015 - 08:57 Uhr
Ich habe gar keine Ahnung welche Art Fußball die Kickers spielen, außer das sie wohl eher körperbetont agieren. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass Testroet diesmal für unseren Finnen anfangen wird. Ansonsten dürfte sich an der Aufstellung nicht viel ändern. Ich gehe mal davon aus das wir das Spiel machen werden und Würzburg eher defensiv stehen wird. Das wird dann der erste richtige Test für unsere Durchschlagskraft in der Offensive. Dennoch sollte ein Sieg drin sein, mein Tipp 2:0 für die Guten.
30.07.2015 - 12:16 Uhr
30.07.2015 - 13:54 Uhr
Wunschaufstellung:
Dynamo Dresden
Dynamo DresdenAnsonsten fang ich auf paar Positionen schon mal an bissl zu rotieren, das keener zu kurz kommt.
Evtl. planbare Wechsel:
- Jimi Müller für Stefaniak oder Tekerci
- Väyrynen für Testroet
- Andrich oder Dürholtz für Aosmann (je nach Lage der Dinge)
Auf zum 1. Auswärtssieg der Saison !
Will schließlich nich umsonst bis Würzburg kutschen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MarCop73 am 30.07.2015 um 13:59 Uhr bearbeitet
30.07.2015 - 14:16 Uhr
Kann bitte jemand von den Auserwählten dem Bergpartisan eine Wertung geben? Sehr schön geschrieben!
Zum Spiel: Gegen Wehen Wiesbaden haben sich die Kickers echt nicht schlecht angestellt:
http://hessenschau.de/sport/video-1716~_story-svww-wuerzburg-100.html
Das scheint eine eingespielte Truppe zu sein, die mit dem Ball etwas anzufangen weiß. Ich rechne daher nicht damit, dass sie sich nur hinten rein stellen, sondern dass Würzburg mitspielen will. Wenn es so kommt, dürfte aber gerade dieser Umstand uns in die Karten spielen und es geht 2:0 für die Guten aus.
Es tut schon weh, einen Tekerci auf der Bank sitzen zu sehen. Aber bei der Qualität, die wir derzeit auch in der Breite des Kaders haben, müssen Spieler, die Startelfformat besitzen, zwangsläufig draußen bleiben. Neben Tekerci meine ich damit zumindest Wiegers, Moll, Dürholtz, J. Müller, Kreuzer und Testroet. Und irgendwann ist auch Fetsch wieder fit. Sie alle werden hoffentlich ihre Einsatzzeiten bekommen, aber gegen Würzburg wird UN sicherlich unverändert gegenüber dem Auftaktspiel starten.
Zum Spiel: Gegen Wehen Wiesbaden haben sich die Kickers echt nicht schlecht angestellt:
http://hessenschau.de/sport/video-1716~_story-svww-wuerzburg-100.html
Das scheint eine eingespielte Truppe zu sein, die mit dem Ball etwas anzufangen weiß. Ich rechne daher nicht damit, dass sie sich nur hinten rein stellen, sondern dass Würzburg mitspielen will. Wenn es so kommt, dürfte aber gerade dieser Umstand uns in die Karten spielen und es geht 2:0 für die Guten aus.
Es tut schon weh, einen Tekerci auf der Bank sitzen zu sehen. Aber bei der Qualität, die wir derzeit auch in der Breite des Kaders haben, müssen Spieler, die Startelfformat besitzen, zwangsläufig draußen bleiben. Neben Tekerci meine ich damit zumindest Wiegers, Moll, Dürholtz, J. Müller, Kreuzer und Testroet. Und irgendwann ist auch Fetsch wieder fit. Sie alle werden hoffentlich ihre Einsatzzeiten bekommen, aber gegen Würzburg wird UN sicherlich unverändert gegenüber dem Auftaktspiel starten.
30.07.2015 - 17:36 Uhr
Aufstellung wird die gleiche sein wie im Heimspiel. Uwe Neuhaus wird aber vielleicht den Gegner überraschen und ganz anders aufstellen. Hoffen wir das Blaswich seine nervosität in den Griff bekommt und eine sichere Bank wird. Denk und hoffe auf ein 2:0 für Dynamo.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waldessohn am 30.07.2015 um 17:36 Uhr bearbeitet
30.07.2015 - 17:47 Uhr
Und die neuen Bilder sind online, dazu gab es gleich mal ein Lob in Richtung der Datenpfleger und für das Fototeam von TM in Hamburg. Jetzt alle in schwarz-gelb, den besten Farben halt....
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