Taktiktisch
10.08.2003 - 13:30 Uhr
03.07.2013 - 12:40 Uhr
Quelle: www.bz-berlin.de
Luhukay lässt Bayerns Taktik trainieren
Im Trainingslager in Bad Saarow legt Jos Luhukay viel Wert auf Taktik. Vorbild ist das Bayern-Mittelfeld.
(...)
Montag, 11.14 Uhr. Nach dem Aufwärmprogramm und einigen Passübungen stellt Luhukay die Mannschaft in einer 4-2-3-1-Aufstellung aufs Feld, jede Position wird mindestens doppelt besetzt. Dann legt Luhukay los!
Vor der kompletten Mannschaft rennt der Trainer mal nach links, mal nach rechts, sprintet nach vorne oder stürmt rückwärts. Dabei brüllt der Holländer die jeweilige Richtung über den Platz. Die Mannschaft muss auf die Bewegungen des Trainers reagieren, sich jeweils korrekt im Mannschaftsverbund verschieben.
Luhukay: „Wenn wir richtig clever verschieben, müssen wir weniger laufen. Und je weniger wir laufen, desto schöner ist es.“ Dabei kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Als Luhukay die Richtung extrem abrupt wechselt und dabei fast ins Stolpern kommt, gibt’s dafür Gelächter aus der Mannschaft. Einen Trainer, der das Taktik-Training so genau nimmt, hatte Hertha zuletzt mit Lucien Favre (55). Der führte den Klub mit seiner Akribie 2009 fast in die Champions-League. Und die Königsklasse ist auch für Luhukay ein Vorbild.
Nachdem die Mannschaft die Taktikschulung im Trainingsspiel umgesetzt hat, ruft er die Stars zu einer letzten Besprechung in den Mittelkreis. Als es ums Umschaltspiel im Mittelfeld geht, nennt Luhukay die Bayern-Stars als Vorbild. Der Hertha-Trainer: „Martinez und Schweinsteiger, schaut Euch das an, sie machen das hervorragend. So muss das aussehen.“
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Im Trainingslager in Bad Saarow legt Jos Luhukay viel Wert auf Taktik. Vorbild ist das Bayern-Mittelfeld.
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Montag, 11.14 Uhr. Nach dem Aufwärmprogramm und einigen Passübungen stellt Luhukay die Mannschaft in einer 4-2-3-1-Aufstellung aufs Feld, jede Position wird mindestens doppelt besetzt. Dann legt Luhukay los!
Vor der kompletten Mannschaft rennt der Trainer mal nach links, mal nach rechts, sprintet nach vorne oder stürmt rückwärts. Dabei brüllt der Holländer die jeweilige Richtung über den Platz. Die Mannschaft muss auf die Bewegungen des Trainers reagieren, sich jeweils korrekt im Mannschaftsverbund verschieben.
Luhukay: „Wenn wir richtig clever verschieben, müssen wir weniger laufen. Und je weniger wir laufen, desto schöner ist es.“ Dabei kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Als Luhukay die Richtung extrem abrupt wechselt und dabei fast ins Stolpern kommt, gibt’s dafür Gelächter aus der Mannschaft. Einen Trainer, der das Taktik-Training so genau nimmt, hatte Hertha zuletzt mit Lucien Favre (55). Der führte den Klub mit seiner Akribie 2009 fast in die Champions-League. Und die Königsklasse ist auch für Luhukay ein Vorbild.
Nachdem die Mannschaft die Taktikschulung im Trainingsspiel umgesetzt hat, ruft er die Stars zu einer letzten Besprechung in den Mittelkreis. Als es ums Umschaltspiel im Mittelfeld geht, nennt Luhukay die Bayern-Stars als Vorbild. Der Hertha-Trainer: „Martinez und Schweinsteiger, schaut Euch das an, sie machen das hervorragend. So muss das aussehen.“
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13.07.2013 - 11:23 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Luhukay: Wenn wir ihn nur als Back-up für Ronny gebraucht hätten, hätten wir Baumjohann nicht geholt - und auch nicht bekommen. Mein Ziel ist, dass beide oft gemeinsam auflaufen. Das getestete 4-1-4-1 - mit Ronny und Baumjohann in der Offensiv-Zentrale - ist eine Variante.
ansage vom chef... angesichts unseres überangebots im DM glaube ich aber eher, dass baumjohann im 4-2-3-1 als RA aufläuft, dafür aber relativ oft ins zentrum zieht.
30.07.2013 - 19:05 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Wer wissen möchte, wie Hertha BSC in der kommenden Saison in der Bundesliga bestehen will, der sollte ein Blatt Papier bereithalten, ein Fußballfeld aufzeichnen und es Jos Luhukay reichen. Und schnell schauen und zuhören, das sollte man auch können. ... „Wir wollen weiter initiativ bleiben, aktiv, offensiv und attraktiv spielen“, beschreibt Luhukay die künftige Spielweise des Aufsteigers, „aber mit einer guten Balance aus Defensive und Offensive.“
Luhukay strichelt zwei Linien auf das Rechteck, das ein 100 Meter langes Fußballfeld darstellen soll: 30 Meter vor dem Tor des Gegners beginnt dessen Gefahrenzone. 30 Meter vor dem eigenen Tor markiert die zweite Strichellinie den Bereich, in dem einem selbst Gegentore drohen. Dazwischen liegen 40 Meter, die es in sich haben. Denn Herthas Spiel wird sich in der kommenden Saison dort abspielen, in dieser Mittelfeldzone. „Das ist unser Bereich“, sagt Luhukay. Stürmer, Mittelfeldspieler, Verteidiger, alle halten sich künftig meist in diesem 40 Meter langen Korridor in der Spielfeldmitte auf.
Vorige Saison standen die Berliner weiter vorn, ... So riskant können die Berliner nicht mehr agieren. Sich abwartend zwischen Strafraum und Mittellinie zurückziehen wollen sie aber auch nicht.
Die Verteidigung soll etwa 30 Meter vom eigenen Tor entfernt stehen. Anders als Zweitligaklubs ziehen sich die meisten Bundesligisten nicht zurück und wollen selbst den Ball. Den will Hertha ihnen in der Mittelfeldzone abjagen. Dort laufen fünf Berliner gemeinsam zum Ballführenden, einer greift an, die Mitspieler rücken von hinten nach. Pennen Spieler bei Hertha und laufen nicht mit, dann eröffnen sich allerdings Freiräume für den Gegner. Im Testspiel gegen Palermo waren einige Male die Abstände zu groß zwischen einzelnen Spielern und Mannschaftsteilen, durch diese Schnittstellen kamen die Italiener zu guten Torchancen. Deshalb sollen die Spieler geduldig sein und sich nur auf den Ballführenden stürzen, wenn sie Mitspieler von hinten absichern können.
Luhukay teilt den 40-Meter-Bereich sogar noch einmal ein, in eine offensive und defensive Mittelfeldzone. Erobert ein Spieler den Ball weiter vorne, dann gilt die Anweisung: Tiefe vor Breite. Das heißt: Statt zurück oder zur Seite, soll schnell Richtung Tor gepasst werden. „Wenn du hier den Ball eroberst, kann schon ein Pass zum Tor führen“, sagt Luhukay und tippt auf das Papier. „Dafür müssen die Spieler lernen, nach Balleroberung zuerst nach vorne zu schauen.“ Die Mitspieler müssten ebenso den Blick für den freien Weg zum Tor haben und sich als Passempfänger in Position bringen. Und so einen Pass muss man erst einmal spielen können.
An der Ballfertigkeit arbeitet Luhukay oft. Gelingt einmal kein Schnellangriff, sollen sich seine Spieler den Ball sicher und sauber zupassen. Das ist wichtig, um den Ball nicht zu verlieren, wenn der Gegner Druck erzeugt. „Wir dürfen kein eigenes Risiko eingehen, gerade in der 40-Meter-Zone müssen sich meine Spieler mit zwei Ballkontakten befreien können“, sagt Luhukay.
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Eine Stärke des Hertha-Spiels waren die Standards. Kein anderer Zweitligist traf so oft Tore nach Ecken oder Freistößen.
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Luhukay strichelt zwei Linien auf das Rechteck, das ein 100 Meter langes Fußballfeld darstellen soll: 30 Meter vor dem Tor des Gegners beginnt dessen Gefahrenzone. 30 Meter vor dem eigenen Tor markiert die zweite Strichellinie den Bereich, in dem einem selbst Gegentore drohen. Dazwischen liegen 40 Meter, die es in sich haben. Denn Herthas Spiel wird sich in der kommenden Saison dort abspielen, in dieser Mittelfeldzone. „Das ist unser Bereich“, sagt Luhukay. Stürmer, Mittelfeldspieler, Verteidiger, alle halten sich künftig meist in diesem 40 Meter langen Korridor in der Spielfeldmitte auf.
Vorige Saison standen die Berliner weiter vorn, ... So riskant können die Berliner nicht mehr agieren. Sich abwartend zwischen Strafraum und Mittellinie zurückziehen wollen sie aber auch nicht.
Die Verteidigung soll etwa 30 Meter vom eigenen Tor entfernt stehen. Anders als Zweitligaklubs ziehen sich die meisten Bundesligisten nicht zurück und wollen selbst den Ball. Den will Hertha ihnen in der Mittelfeldzone abjagen. Dort laufen fünf Berliner gemeinsam zum Ballführenden, einer greift an, die Mitspieler rücken von hinten nach. Pennen Spieler bei Hertha und laufen nicht mit, dann eröffnen sich allerdings Freiräume für den Gegner. Im Testspiel gegen Palermo waren einige Male die Abstände zu groß zwischen einzelnen Spielern und Mannschaftsteilen, durch diese Schnittstellen kamen die Italiener zu guten Torchancen. Deshalb sollen die Spieler geduldig sein und sich nur auf den Ballführenden stürzen, wenn sie Mitspieler von hinten absichern können.
Luhukay teilt den 40-Meter-Bereich sogar noch einmal ein, in eine offensive und defensive Mittelfeldzone. Erobert ein Spieler den Ball weiter vorne, dann gilt die Anweisung: Tiefe vor Breite. Das heißt: Statt zurück oder zur Seite, soll schnell Richtung Tor gepasst werden. „Wenn du hier den Ball eroberst, kann schon ein Pass zum Tor führen“, sagt Luhukay und tippt auf das Papier. „Dafür müssen die Spieler lernen, nach Balleroberung zuerst nach vorne zu schauen.“ Die Mitspieler müssten ebenso den Blick für den freien Weg zum Tor haben und sich als Passempfänger in Position bringen. Und so einen Pass muss man erst einmal spielen können.
An der Ballfertigkeit arbeitet Luhukay oft. Gelingt einmal kein Schnellangriff, sollen sich seine Spieler den Ball sicher und sauber zupassen. Das ist wichtig, um den Ball nicht zu verlieren, wenn der Gegner Druck erzeugt. „Wir dürfen kein eigenes Risiko eingehen, gerade in der 40-Meter-Zone müssen sich meine Spieler mit zwei Ballkontakten befreien können“, sagt Luhukay.
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Eine Stärke des Hertha-Spiels waren die Standards. Kein anderer Zweitligist traf so oft Tore nach Ecken oder Freistößen.
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22.08.2013 - 13:08 Uhr
Quelle: www.immerhertha.de
Im Anschluss erklärte Luhukay, warum am Samstag gegen den Hamburger SV Alexander Baumjohann und Ronny nicht gemeinsam in der Startelf bringen werde.
“Wir haben nicht das Problem, dass wir offensiv nicht stark genug wären.
Zudem müsste der Trainer bei der Konstellation Baumjohann/Ronny einen seiner beiden defensiven Mittelfeldspieler opfern.
Luhukay: Würde ich einen Sechser weglassen, wäre unsere Balance ausgehebelt.
Komisch... keine Ahnung ob hier in der Presse-Review was durcheinander gegangen ist. Irgendwie leuchtet mir nicht ein wieso ein Sechser raus müsste, wenn Ronny und AB zusammenspielen sollen. Ich würde AB einfach mal auf den rechten (linken?) Flügel ziehen... Klar kann man jetzt auch noch argumentieren das ÄBH und Allagui "unverzichtbar" und total gut drauf sind *. So gesagt hört es sich so an als stünden die Beiden so wenig zur Debatte das allein ein Wechsel im DM (Ronny für X) möglich ist. “Wir haben nicht das Problem, dass wir offensiv nicht stark genug wären.
Zudem müsste der Trainer bei der Konstellation Baumjohann/Ronny einen seiner beiden defensiven Mittelfeldspieler opfern.
Luhukay: Würde ich einen Sechser weglassen, wäre unsere Balance ausgehebelt.
* dazu fällt mir die Aussage des SKY-Kommentar beim letzten Spiel ein: Holland spielt, das ist gut, denn mit ihm hat Hertha bis jetzt kein einziges Mal verloren...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von randberliner am 22.08.2013 um 13:10 Uhr bearbeitet
09.09.2013 - 20:24 Uhr
Quelle: www.bundesliga.de
München - Falsche Neun oder doch der klassische Stoßstürmer? 4-2-3-1 oder 4-1-4-1? Die Meinungen über neue Taktikentwicklungen im Fußball sind breit gefächert. So hätte man beispielsweise Franck Ribery wohl früher nie im eigenen Sechszehner verortet. Trainerlegende Erich Rutemöller, ehemaliger Ausbildungsleiter für die Erlangung der Fußballlehrerlizenz, bringt Licht ins Dunkel.
Interessantes Interview auf Bundesliga.de mit Erich Rutemöller. Besonders interessant finde ich seine Aussagen zu den Stürmertypen, polyvalente Spieler und Spielaufbau.
16.09.2013 - 15:41 Uhr
Quelle: www.bz-berlin.de
Der Holländer hatte alles probiert, startete mit einem 4-2-3-1, stellte das System dann während des Spiels auf 4-1-4-1 um. Leider ohne Erfolg. Nun überlegt Luhukay, einen zweiten Angreifer neben Adrian Ramos am kommenden Sonntag in Freiburg zu positionieren.
Erster Anwärter scheint Sami Allagui zu sein. Seine Lieblingsposition ist vorne in der Spitze. Der Tunesier half in der Vergangenheit nur aus Not auf dem Flügel aus. Mit Per Skelbred wurde ein Rechtsaußen verpflichtet, Allagui könnte somit im Zentrum auflaufen.
Laut dieser einen Zeitung da, kann es sein das wir in Freiburg mit Allagui neben Ramos antreten und damit in einem 4-4-2 evtl. 4-1-2-1-2 auch wenn ich ehrlich gesagt weiterhin vom 4-2-3-1 ausgehe. Erster Anwärter scheint Sami Allagui zu sein. Seine Lieblingsposition ist vorne in der Spitze. Der Tunesier half in der Vergangenheit nur aus Not auf dem Flügel aus. Mit Per Skelbred wurde ein Rechtsaußen verpflichtet, Allagui könnte somit im Zentrum auflaufen.
27.11.2013 - 20:39 Uhr
Quelle: www.immerhertha.de
Auf der Suche nach der offensiven Durchschlagskraft
Von Stephan Berg
Nach der Niederlage gegen Leverkusen überlegte ich, wie ich diese Woche die Taktiktafel gestalten sollte. Ging es euch auch wie mir? Die Heimniederlagen gegen Stuttgart, Schalke und die Leverkusener liefen wie in einem schlechten Film ab – Hertha dominierte mit viel Ballbesitz, mehr Torschüssen und Flanken. Am Ende jubelten jedoch die Gäste. Für die Mannschaft von Jos Luhukay blieb nichts weiter als anerkennendes Kopfnicken für eine offensive Spielweise, Leidenschaft und Zweikampfstärke.
Doch wie kann es Hertha schaffen, trotz hoher Ballbesitzzahlen in den Heimspielen offensiv durchschlagskräftiger zu werden? Im folgendem stelle ich drei Systeme vor, die vom stringent, gradlinigen Flügelspiel bis zum totalen Offensivfußball für Puristen ein breites Spektrum abdecken. Am Ende ist auch eure Meinung und kreativer Input gefragt. Viel Spaß bei der heutigen Ausgabe der immerhertha-Taktiktafel.
Variante A: 4-4-2 mit forciertem Flügelspiel
Beim 0:1 gegen Leverkusen schlug Hertha unglaubliche 32 Flanken. Die meisten davon waren jedoch ungefährlich, aus dem Halbfeld geschlagen und damit für die kopfballstarke Leverkusener Innenverteidigung leicht zu verteidigen. Leverkusen schloss das Spielzentrum mit seinem 4-3-3 System sehr stark. So blieb den Berlinern nur der Weg über die Flügel. Herthas Problem: Sie hatte mit Adrian Ramos nur einen starken Kopfballspieler in der vordersten Position aufgestellt, der Flanken zu verarbeiten wusste. Erst zur 75. Minute erhielt der Kolumbianer Unterstützung von Zielspieler Sandro Wagner. Anstatt Wagner im Zentrum zu unterstützen, wich Ramos jedoch oft auf den Flügel aus – seine Kopfballpräsenz im Strafraum wäre jedoch zwingend notwendig gewesen.
Ein weiteres Problem lag in der Besetzung der Mittelfeldreihe. Mit Mukhtar, Skjelbred, Ben-Hatira, Cigerci und Hosogai nominierte Luhukay Spieler, die technisch versiert sind und überwiegend durch Kurzpass- und Kombinationspiel zum Torerfolg kommen. Versteht mich nicht falsch, ich bevorzuge ebenfalls einen technisch anspruchsvollen Kombinationsfußball mit vielen Positionswechseln und direktem Spiel. Der Schlüssel zum Sieg gegen Leverkusen hätte vielleicht jedoch in einer Forcierung des Flügelspiels und einer damit einhergehenden anderen Positionsbesetzung der Mittelfeldreihe gelegen.
(...)
Variante B: 4-1-4-1 mit kreativer Doppel-10
Während Variante A etwas für die Freunde des geradlinigen Fußballs ist, verspricht die folgende Option ein Offensivspiel auf technisch-taktisch höchstem Niveau. Dieses System wird in großen Teilen bereits von Hertha praktiziert. Das Interessante an dieser Option: Die Mannschaft wird quasi in zwei Hälften geteilt. Während die Viererkette im Vergleich zu Variante A offensiv eher neutral agiert und sich nur temporär in die Angriffsbemühungen einschaltet, bildet Hosogai als alleiniger Sechser das Herz- und Verbindungsstück zwischen Offensive und Defensive. Mit seiner Spielintelligenz, Raumdeutung und Laufbereitschaft steht und fällt dieses System. Brooks würde die Position von Langkamp einnehmen, da dieses System auch spielstarke Innenverteidiger benötigt, die als erster Spieleröffner der Offensive fungieren.
(...)
Variante C: 3-4-3-System Fußball Total
Zu guter Letzt eine Variante, die wir wohl in einem Bundesliga-Spiel von Hertha BSC so nicht zu Gesicht bekommen werden, dem Fußballpuristen in mir angesichts der technisch-taktischen Möglichkeiten jedoch ein warmes Herz und leuchtende Augen bereitet. In einem extrem offensiven 3-4-3-System mit Mittelfeldraute (Vgl. Abbildung 3) ließen sich offensiv einige interessante Aspekte darstellen.
Hertha würde erstmals in einer Dreierkette verteidigen, die mit den spielstarken Brooks und Lustenberger als ersten Spieleröffnern und dem hervorragend antizipierenden Langkamp besetzt wäre. Die Vierer-Mittelfeldreihe positioniert sich taktisch gesehen in einer Raute. In dieser agiert Hosogai als alleiniger Sechser und sorgt mit seiner aggressiven Spielweise und Zweikampfstärke für die notwendige defensive Mentalität in diesem sonst extrem offensiv ausgerichteten System. Auf den Achter-Positionen agieren Cigerci und Mukhtar. Beide sind technisch und taktisch hervorragend ausgebildet, kreativ und können mit Dribblings 1gg1 Situationen auflösen.
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Von Stephan Berg
Nach der Niederlage gegen Leverkusen überlegte ich, wie ich diese Woche die Taktiktafel gestalten sollte. Ging es euch auch wie mir? Die Heimniederlagen gegen Stuttgart, Schalke und die Leverkusener liefen wie in einem schlechten Film ab – Hertha dominierte mit viel Ballbesitz, mehr Torschüssen und Flanken. Am Ende jubelten jedoch die Gäste. Für die Mannschaft von Jos Luhukay blieb nichts weiter als anerkennendes Kopfnicken für eine offensive Spielweise, Leidenschaft und Zweikampfstärke.
Doch wie kann es Hertha schaffen, trotz hoher Ballbesitzzahlen in den Heimspielen offensiv durchschlagskräftiger zu werden? Im folgendem stelle ich drei Systeme vor, die vom stringent, gradlinigen Flügelspiel bis zum totalen Offensivfußball für Puristen ein breites Spektrum abdecken. Am Ende ist auch eure Meinung und kreativer Input gefragt. Viel Spaß bei der heutigen Ausgabe der immerhertha-Taktiktafel.
Variante A: 4-4-2 mit forciertem Flügelspiel
Beim 0:1 gegen Leverkusen schlug Hertha unglaubliche 32 Flanken. Die meisten davon waren jedoch ungefährlich, aus dem Halbfeld geschlagen und damit für die kopfballstarke Leverkusener Innenverteidigung leicht zu verteidigen. Leverkusen schloss das Spielzentrum mit seinem 4-3-3 System sehr stark. So blieb den Berlinern nur der Weg über die Flügel. Herthas Problem: Sie hatte mit Adrian Ramos nur einen starken Kopfballspieler in der vordersten Position aufgestellt, der Flanken zu verarbeiten wusste. Erst zur 75. Minute erhielt der Kolumbianer Unterstützung von Zielspieler Sandro Wagner. Anstatt Wagner im Zentrum zu unterstützen, wich Ramos jedoch oft auf den Flügel aus – seine Kopfballpräsenz im Strafraum wäre jedoch zwingend notwendig gewesen.
Ein weiteres Problem lag in der Besetzung der Mittelfeldreihe. Mit Mukhtar, Skjelbred, Ben-Hatira, Cigerci und Hosogai nominierte Luhukay Spieler, die technisch versiert sind und überwiegend durch Kurzpass- und Kombinationspiel zum Torerfolg kommen. Versteht mich nicht falsch, ich bevorzuge ebenfalls einen technisch anspruchsvollen Kombinationsfußball mit vielen Positionswechseln und direktem Spiel. Der Schlüssel zum Sieg gegen Leverkusen hätte vielleicht jedoch in einer Forcierung des Flügelspiels und einer damit einhergehenden anderen Positionsbesetzung der Mittelfeldreihe gelegen.
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Variante B: 4-1-4-1 mit kreativer Doppel-10
Während Variante A etwas für die Freunde des geradlinigen Fußballs ist, verspricht die folgende Option ein Offensivspiel auf technisch-taktisch höchstem Niveau. Dieses System wird in großen Teilen bereits von Hertha praktiziert. Das Interessante an dieser Option: Die Mannschaft wird quasi in zwei Hälften geteilt. Während die Viererkette im Vergleich zu Variante A offensiv eher neutral agiert und sich nur temporär in die Angriffsbemühungen einschaltet, bildet Hosogai als alleiniger Sechser das Herz- und Verbindungsstück zwischen Offensive und Defensive. Mit seiner Spielintelligenz, Raumdeutung und Laufbereitschaft steht und fällt dieses System. Brooks würde die Position von Langkamp einnehmen, da dieses System auch spielstarke Innenverteidiger benötigt, die als erster Spieleröffner der Offensive fungieren.
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Variante C: 3-4-3-System Fußball Total
Zu guter Letzt eine Variante, die wir wohl in einem Bundesliga-Spiel von Hertha BSC so nicht zu Gesicht bekommen werden, dem Fußballpuristen in mir angesichts der technisch-taktischen Möglichkeiten jedoch ein warmes Herz und leuchtende Augen bereitet. In einem extrem offensiven 3-4-3-System mit Mittelfeldraute (Vgl. Abbildung 3) ließen sich offensiv einige interessante Aspekte darstellen.
Hertha würde erstmals in einer Dreierkette verteidigen, die mit den spielstarken Brooks und Lustenberger als ersten Spieleröffnern und dem hervorragend antizipierenden Langkamp besetzt wäre. Die Vierer-Mittelfeldreihe positioniert sich taktisch gesehen in einer Raute. In dieser agiert Hosogai als alleiniger Sechser und sorgt mit seiner aggressiven Spielweise und Zweikampfstärke für die notwendige defensive Mentalität in diesem sonst extrem offensiv ausgerichteten System. Auf den Achter-Positionen agieren Cigerci und Mukhtar. Beide sind technisch und taktisch hervorragend ausgebildet, kreativ und können mit Dribblings 1gg1 Situationen auflösen.
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11.03.2014 - 12:23 Uhr
Quelle: www.11freunde.de
Mainz gegen Hertha in der Spielanalyse
Das Hipster-Derby
Ein Fußballspiel, zig Formationen: Beim Sonntagsspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Hertha BSC wechseln Luhukay und Tuchel ihre taktischen Formationen öfter als andere Coaches ihren Trainingsanzug. Die 11FREUNDE-Taktikanalyse klärt, wieso das 1:1-Unentschieden ein gerechtes Ergebnis war.
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Das Hipster-Derby
Ein Fußballspiel, zig Formationen: Beim Sonntagsspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Hertha BSC wechseln Luhukay und Tuchel ihre taktischen Formationen öfter als andere Coaches ihren Trainingsanzug. Die 11FREUNDE-Taktikanalyse klärt, wieso das 1:1-Unentschieden ein gerechtes Ergebnis war.
28.03.2014 - 14:40 Uhr
Quelle: www.optasportspro.com
BLOG: Das Umschaltspiel
Es ist in aller Munde und Trainer betonen die Bedeutung dieses Moments, in dem der Ball verloren oder erobert wird. Zu recht, wie sich zeigt.
Das OptaPro-Team hat ein Ranking erstellt, das diese Umschaltmomente aufschlüsselt. Wie viele Tore haben die Mannschaften in den ersten 12 Sekunden nach einem Ballgewinn erzielt und wie oft musste ein Gegentor in den ersten 12 Sekunden nach einem Ballverlust hingenommen werden?
Die Differenz dieser beiden Werte weist Jos Luhukays Hertha gemeinsam mit den Bayern als das beste Umschaltteam der Bundesliga aus. 15 Torerfolgen stehen nur 6 Gegentore gegenüber. Eines der Geheimnisse des Berliner Erfolges in dieser Saison. Schauen wir uns die dahinterstehenden Zahlen noch etwas genauer an, stellen wir fest, dass die Hauptstädter nach Balleroberungen ungemein zielstrebig den Weg vor das gegnerische Tor suchen. 10 Treffer gelangen Ramos & Co. binnen 8 Sekunden nach dem Ballbesitzwechsel. Da kann kein anderes Team der Liga mithalten.
Und im Rückwärtsgang? Auffällig ist, dass 5 der 6 Konter-Gegentore innerhalb der ersten 8 Sekunden nach einem Ballverlust fielen. Gelingt es gegen die Hertha nicht, sofort torgefährlich zu werden, formiert die Mannschaft sehr schnell den geordneten Defensivverbund und die (Umschalt-) Chance ist verpasst. Am 25. Spieltag konnte die alte Dame dem eigenen Umschaltanspruch jedoch nicht gerecht werden. Hannover erzielte alle 3 Treffer nach Umschaltmomenten.
Hertha BSC ist der Meister des Umschaltspiels
Es ist in aller Munde und Trainer betonen die Bedeutung dieses Moments, in dem der Ball verloren oder erobert wird. Zu recht, wie sich zeigt.
Das OptaPro-Team hat ein Ranking erstellt, das diese Umschaltmomente aufschlüsselt. Wie viele Tore haben die Mannschaften in den ersten 12 Sekunden nach einem Ballgewinn erzielt und wie oft musste ein Gegentor in den ersten 12 Sekunden nach einem Ballverlust hingenommen werden?
Die Differenz dieser beiden Werte weist Jos Luhukays Hertha gemeinsam mit den Bayern als das beste Umschaltteam der Bundesliga aus. 15 Torerfolgen stehen nur 6 Gegentore gegenüber. Eines der Geheimnisse des Berliner Erfolges in dieser Saison. Schauen wir uns die dahinterstehenden Zahlen noch etwas genauer an, stellen wir fest, dass die Hauptstädter nach Balleroberungen ungemein zielstrebig den Weg vor das gegnerische Tor suchen. 10 Treffer gelangen Ramos & Co. binnen 8 Sekunden nach dem Ballbesitzwechsel. Da kann kein anderes Team der Liga mithalten.
Und im Rückwärtsgang? Auffällig ist, dass 5 der 6 Konter-Gegentore innerhalb der ersten 8 Sekunden nach einem Ballverlust fielen. Gelingt es gegen die Hertha nicht, sofort torgefährlich zu werden, formiert die Mannschaft sehr schnell den geordneten Defensivverbund und die (Umschalt-) Chance ist verpasst. Am 25. Spieltag konnte die alte Dame dem eigenen Umschaltanspruch jedoch nicht gerecht werden. Hannover erzielte alle 3 Treffer nach Umschaltmomenten.
07.08.2014 - 15:10 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Im Trainingslager haben Sie zum ersten Mal mit den taktischen Varianten der Vorjahre gebrochen und anstelle eines 4-3-3-Systems ein 3-4-3 spielen lassen. War die Mannschaft überrascht?
Kann schon sein, dass ich sie damit überrascht habe. Ich habe das Konzept am Montag zum ersten Mal vorgestellt und üben lassen, damit haben, glaube ich, nicht so viele gerechnet. In den letzten Jahren haben wir ein bewährtes System gespielt, jetzt will ich der Mannschaft mit dem 3-4-3 eine nächste Alternative an die Hand geben.
Welche Erwartungen verbinden Sie damit?
Wir wollen weder offensiver noch defensiver spielen, sondern in erster Linie unberechenbarer werden, deshalb üben wir das jetzt Stück für Stück ein. Prinzipiell glaube ich, dass dieses System in der Bundesliga gut umsetzbar ist. Entscheidend war für mich aber nicht das System an sich.
Kann schon sein, dass ich sie damit überrascht habe. Ich habe das Konzept am Montag zum ersten Mal vorgestellt und üben lassen, damit haben, glaube ich, nicht so viele gerechnet. In den letzten Jahren haben wir ein bewährtes System gespielt, jetzt will ich der Mannschaft mit dem 3-4-3 eine nächste Alternative an die Hand geben.
Welche Erwartungen verbinden Sie damit?
Wir wollen weder offensiver noch defensiver spielen, sondern in erster Linie unberechenbarer werden, deshalb üben wir das jetzt Stück für Stück ein. Prinzipiell glaube ich, dass dieses System in der Bundesliga gut umsetzbar ist. Entscheidend war für mich aber nicht das System an sich.
Jos Luhukay zum 3-4-3 System!
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