VOITH-ARENA
02.07.2009 - 01:49 Uhr
16.02.2017 - 16:27 Uhr
@Tziward: Deine fußballerische Fachkompetenz in allen Ehren, aber die Verbesserungen den PP betreffend siehst Du wohl leicht parteiisch aus der Sicht des regelmäßigen SBC-Gängers, vermutl. sind sogar Dir nahestehende Personen direkte Profiteure. Ein PP vor den Toren der Ost entspannt natürlich die Verkehrssituation erheblich besser, alleine schon, da dort ein größeres Bauwerk möglich ist. Du scheinst ja offenbar auch zu der Erstligaträumerfraktion zu gehören. Spinnen wir diesen Traum also weiter und setzen noch den Oberrang auf die Voitharena. Gelingt der Aufstieg, steigt das Zuschauerinteresse und die Arena wird zu 90% ausgelastet sein. Was bringen uns dann 1000 Parkplätze auf dem ViP? Ich wills Dir sagen, noch mehr Waldparker und noch mehr Frust bei den Anwohnern. Wenn also schon investiert und gebaut wird, dann bitte zukunftsorientiert und zum Allgemeinwohl. Ein Parkhaus vor der Ost mit einem Fassungsvermögen von vllt. 2500 Parkplätzen tröge den Zukunftsplänen wohl eher Rechnung.
Den wirtschaftlichen Nutzen, den Du für die Stadt HDH durch den FCH siehst bleibt mir gänzlich verborgen. Narürlich fliessen auch Gelder zurück, Fussball ist aber nunmal eine Geldverbrennungsmaschine und das ist in HDH nicht anders. Die Stadtverwaltung wird in zwei Jahren keinen Cent mehr auf der hohen Kante haben, das ist eine Rechenaufgabe, die schon längst gemacht wurde, übrigens ohne FCH.
Vielleicht sehe ich das ganze zu sehr aus der Sicht des " kleinen Mannes ", für mich erscheinen die Wünsche und Planspiele des FCH einfach zu großkupfert.
Mich kotzen schon die Verpflegungspreise im Stadion an. Dreifuffzich für 'ne Wurst, wo Sanwald mir dann noch vorjammert, es bliebe nichts hängen. Als Gegenbeispiel nenne ich den Imbiss vor dem Kaufland Weststadt. Die Preise dürften jedem bekannt sein. Ich nehme aber ganz stark an, dass Kaufland dort permanent Verluste macht und die Wurst und Cola dort aus reiner Nächstenliebe so günstig anbietet.
Ich möchte mich jetzt nicht gänzlich gegen alle Vorhaben auf dem Schloßberg aussprechen aber daran erinnern, dass der Krug so lange zum Brunnen geht, bis er zerbricht. Wie schnell die Stimmung kippen kann zeigen unsere nördlichen Nachbarn und wer offenen Ohres durch Heidenheim spaziert bekommt mit, dass der FCH kritisch hinterfragt wird.
Um also einen weiteren Fünfer ins Phrasenschwein zu schmeißen möchte ich noch abschließend hinzufügen:
Schuster bleib bei deinen Rappen, überspanne den Bogen nicht.
Rot-blaue Grüsse
Den wirtschaftlichen Nutzen, den Du für die Stadt HDH durch den FCH siehst bleibt mir gänzlich verborgen. Narürlich fliessen auch Gelder zurück, Fussball ist aber nunmal eine Geldverbrennungsmaschine und das ist in HDH nicht anders. Die Stadtverwaltung wird in zwei Jahren keinen Cent mehr auf der hohen Kante haben, das ist eine Rechenaufgabe, die schon längst gemacht wurde, übrigens ohne FCH.
Vielleicht sehe ich das ganze zu sehr aus der Sicht des " kleinen Mannes ", für mich erscheinen die Wünsche und Planspiele des FCH einfach zu großkupfert.
Mich kotzen schon die Verpflegungspreise im Stadion an. Dreifuffzich für 'ne Wurst, wo Sanwald mir dann noch vorjammert, es bliebe nichts hängen. Als Gegenbeispiel nenne ich den Imbiss vor dem Kaufland Weststadt. Die Preise dürften jedem bekannt sein. Ich nehme aber ganz stark an, dass Kaufland dort permanent Verluste macht und die Wurst und Cola dort aus reiner Nächstenliebe so günstig anbietet.
Ich möchte mich jetzt nicht gänzlich gegen alle Vorhaben auf dem Schloßberg aussprechen aber daran erinnern, dass der Krug so lange zum Brunnen geht, bis er zerbricht. Wie schnell die Stimmung kippen kann zeigen unsere nördlichen Nachbarn und wer offenen Ohres durch Heidenheim spaziert bekommt mit, dass der FCH kritisch hinterfragt wird.
Um also einen weiteren Fünfer ins Phrasenschwein zu schmeißen möchte ich noch abschließend hinzufügen:
Schuster bleib bei deinen Rappen, überspanne den Bogen nicht.
Rot-blaue Grüsse
16.02.2017 - 17:17 Uhr
Erwischt. Ich bin tatsächlich einer der Erstligaträumer und ich glaube, dass der FCH das irgendwann schaffen kann und wird. Was das Parkhaus angeht muss ich wohl etwas richtigstellen. Ich persönlich bräuchte kein Parkhaus auf dem VIP-Parkplatz und gäbe es die Option der Wahl zwischen einem Parkhaus mit einem Fassungsvermögen von 2500 direkt vor der Ost oder einem für 1000 SBC-Besucher würde ich sofort ersteres nehmen. Es gibt aber nur den Plan für ein Parkhaus mit 1000 Stellplätzen und handelt der FCH aus einer rein wirtschaftlichen Sicht heraus, dann macht der Bau auf dem bisherigen VIP-Parkplatz am meisten Sinn.
Den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt Heidenheim sehe ich in mehreren Punkten. Zum einen geht das Geld nicht verloren, sondern fließt quasi als „indirekte“ Konjunkturmaßnahme in regionale Unternehmen und hat durch den Rückfluss an Steuern und den kleinen wirtschaftlichen Schub damit einen gewissen Mehrwert für die Stadt und den Landkreis. Überdies lässt sich natürlich auch der Werbeeffekt für die Stadt Heidenheim nicht leugnen. Fragt man Menschen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Co. nach Heidenheim kennen diese unsere Stadt hauptsächlich durch den FCH. Grundsätzlich halte ich den Vergleich des Fußballs mit einer Geldverbrennungsmaschine für falsch.
Worin ich dir in deinem sehr lesenswerten Beitrag zustimmen möchte ist, dass der FCH definitiv wieder näher an die eigenen Fans rücken sollte. Die Vereinsführung sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass es die Fußballromantik war, die der FCH so lange versprühte, welche die große Begeisterung der Heidenheimer Bevölkerung für den FC Heidenheim entfachte.
Den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt Heidenheim sehe ich in mehreren Punkten. Zum einen geht das Geld nicht verloren, sondern fließt quasi als „indirekte“ Konjunkturmaßnahme in regionale Unternehmen und hat durch den Rückfluss an Steuern und den kleinen wirtschaftlichen Schub damit einen gewissen Mehrwert für die Stadt und den Landkreis. Überdies lässt sich natürlich auch der Werbeeffekt für die Stadt Heidenheim nicht leugnen. Fragt man Menschen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Co. nach Heidenheim kennen diese unsere Stadt hauptsächlich durch den FCH. Grundsätzlich halte ich den Vergleich des Fußballs mit einer Geldverbrennungsmaschine für falsch.
Worin ich dir in deinem sehr lesenswerten Beitrag zustimmen möchte ist, dass der FCH definitiv wieder näher an die eigenen Fans rücken sollte. Die Vereinsführung sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass es die Fußballromantik war, die der FCH so lange versprühte, welche die große Begeisterung der Heidenheimer Bevölkerung für den FC Heidenheim entfachte.
31.03.2017 - 14:38 Uhr
Ich war nicht vor Ort, habe die Pressekonferenz aber mit einem Ohr live im Internet mitverfolgt. Gerade habe ich mir die PK nochmals angeschaut und die einzelnen Aussagen aufgeschrieben. Das Ganze ist aber von mir meist sinngemäß und verkürzt wiedergegeben!
Beginn der PK.
Ilg versteht den Entschluss als Signal der Unterstützung des Vereins. Natürlich auch eine finanzielle Entlastung für die Stadt. Betonte den immensen Marktwert des FCH für die Stadt, die Region und den Landkreis.
Sanwald betont den bisherigen Werdegang des FCH und die enge Beziehung zwischen Stadt und Verein in der Vergangenheit. Lob für die Leistung des Oberbürgermeisters, Gemeinderats und Vereins. Sanwald hat kein Verständnis für die Diskussion, ob der FCH die 16 Millionen geschenkt bekommen soll. Grund dafür sind die mehr als 20 Millionen, die der FCH investiert hat. Außerdem ist das Bild vieler Leute falsch, die nicht verstehen, dass der FCH durch die Schenkung des Stadions eine Verpflichtung auf sich nimmt. Zudem betont er, dass die Stadt dem Verein zwar viel gegeben hat, gleichsam aber dem FCH auch viel abverlangt wurde. Neue Eigentumsverhältnisse des Stadions als nächster Schritt in der Entwicklung. Der jetzige Zeitpunkt ist der frühestmögliche Zeitpunkt für solch eine Änderung. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte der FCH das finanziell nicht stemmen können und auch jetzt benötigt der FCH seinen Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro um die mehr als 300 Gehälter (inklusive Dienstleister) bezahlen zu können. Dennoch kann der FCH den Wunsch der Stadt nachvollziehen. Sanwald sagt, dass jeder Verein der Stadt Heidenheim vom FCH profitiert hat. Wie auch Ilg kennt Sanwald kein einziges Anliegen eines Vereins, das vom Gemeinderat nicht positiv bewertet wurde. Sanwald betont die Wichtigkeit des Aufhebungsvertrages und dass gewährleistet sein muss, dass sich dem FCH nicht nur eine neue Verpflichtung, sondern auch neue Möglichkeiten offenbaren. Sanwald ist froh über das klare Ergebnis der Abstimmung betont aber auch, dass gestern „komische“ Dinge im Gemeinderat gesagt wurden.
- Frage an Holger Sanwald:
Herr Ilg sagte, der FCH ist ein Verein, der kein Geld zur Verfügung hat, deshalb kann man die Pacht nicht einfach erhöhen. Sie müssen ja jetzt die ungeheuer hohen Kosten auch tragen, als Verein. Gibt es da schon ein Konzept dafür?
Sanwald bemängelt, dass bei der Frage die 2500 Euro Pachtzahlung in den Vordergrund gerückt werde, diese aber aus der „Oberliga-Regionalliga“-Zeit komme. Auch damals war diese Zahl eher symbolisch zu verstehen. Es fehlt in der Darstellung der Fragestellung, dass der FCH neben den 2500€ Pacht schon seit damals die Betriebskosten für das Stadion übernommen hat, die inzwischen bei 750.000€ pro Saison liegen. Der FCH hat mehr als für Sportvereine üblich zum Aus- und Umbau des Stadions beigetragen, nämlich mehr als 20 Millionen Euro. Das müsse im Sinne einer fairen Berichterstattung der Pachtzahlung gegenübergestellt werden. Sanwald kommt auch auf die Frage zu sprechen. Der FCH versucht natürlich Einnahmen zu erwirtschaften, um den zusätzlichen finanziellen Bedarf zu decken. Er betont aber auch, dass das mit enormen Anstrengungen für den FCH verbunden ist. Der FCH ist bereit dieser Verpflichtung nachzukommen.
Ilg bringt ein, dass niemand davon profitiert, wenn Pachtverträge abgeschlossen werden, die nicht bezahlt werden können.
- Frage an Holger Sanwald:
Sie hatten den Auflösungsvertrag gerade angesprochen, was muss da rein aus Ihrer Sicht, damit Sie zufrieden wären?
Für Sanwald gibt es drei Gründe diesen Vorschlag der Stadt anzunehmen. 1. politische Unabhängigkeit. 2. Andere Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft. Sanwald betont, dass der FCH bei Kreditanfragen kaum Sicherheiten vorweisen kann und somit kaum Mittel aus Fremdkapital bekommen kann. Der 3. Punkt ist eine weitere Eigenkapitalbeschaffung, wie zum Beispiel der Bau eines Parkhauses. Zum Thema Bau wundert sich Sanwald über die öffentliche Diskussion. Die Leiter von Krankenhaus, Schlosshotel, Naturtheater und Congress Centrum haben ihm alle persönlich gesagt, dass ein Parkhaus dringend erforderlich wäre. Der FCH möchte das Parkhaus definitiv bauen, eventuell auch mit Hilfe von Investoren.
- Frage an Holger Sanwald:
Die Kosten, die jetzt zusätzlich auf den FCH zukommen werden, gibt es da eine Zahl?
Sanwald verweist auf die 500.000€ die bereits gestern im Gemeiderat genannt wurden.
- Frage an Holger Sanwald:
Dieser Vertrag soll ja eine Rückkaufklausel beinhalten. Das heißt die Stadt kann ja das Gelände oder die Immobilie für einen Euro zurückerwerben, beispielsweiße im Falle der Insolvenz des Vereins. Wenn jetzt aber eine Grundschuld auf dieser Immobilie liegt, muss die Stadt dann diese Schuld mitübernehmen?
Sanwald betont, das müsse vertraglich ausgehandelt werden.
- Frage an Holger Sanwald:
Gab es Gedanken, den Deal der Stadt anzulehnen?
Der FCH hat überhaupt keinen Handlungsdruck und hat keine Veranlassung einen bestehenden Vertrag aufzulösen, wenn sich dabei nicht auch Möglichkeiten für den Verein ergeben würden. Er kritisiert in diesem Zusammenhang nochmals einige Aussagen der gestrigen Verhandlung.
- Frage an Bernhard Ilg:
Gibt es noch Bürgschaften der Stadt für die 20 Millionen Euro, die der FCH bislang eingebracht hat?
Ilg betont, diese Schuld sei überwiegend abbezahlt.
Sanwald sagt dazu: Ein Kredit aus dem ersten großen Ausbau habe mithilfe der Bürgschaft der Stadt aufgenommen werden müssen. Dieser stehe aktuell nur noch bei 100.000€.
- Frage an Bernhard Ilg:
Warum ist das Heidenheimer Modell einer Überschreibung besser, als beispielsweise eine Staffelpacht?
Ilg betont, dass eine eigene Stadtpolitik der Stadt und eine eigene Sportpolitik des Vereins das Beste sei. Ilg fragt was er denn mit dem Stadion soll. Er möchte faire Bedingungen für alle Beteiligten und kritisiert die vielen Kritiker, die ihrerseits keine sinnvollen Vorschläge brachten. Er betont zudem den engen Schulterschluss mit Holger Sanwald und dem Verein.
- Frage an Holger Sanwald:
Wird der Verein durch den Stadionerwerb möglicherweise attraktiver für größere Investoren von außen? Gibt es schon Verhandlungen?
Sanwald nennt dies als einen der strategischen Gründe für die Entscheidung. Investoren sollen beispielsweise gefunden werden für ein Parkhaus, ein Jugendinternat und einen Oberrang. Die Gelder dafür könne der FCH kaum anders aufbringen. Dabei könnten Kapitalgesellschaften gegründet werden. Allerdings betont Sanwald, dass der Spielbetrieb ein eingetragener Verein bleiben soll. Auch weil die Fans sich dies wünschen. Gespräche mit neuen Investoren gibt es noch nicht.
- Frage an Holger Sanwald:
Das nächste Projekt ist dann das Parkhaus?
Sanwald betont, dass man Schrittweise vorgehen müsse und jetzt erst einmal die Umstrukturierung der Eigentumsverhältnisse des Stadions im Vordergrund stehen. Was danach kommt weiß er noch nicht.
- Frage an Holger Sanwald:
Sind Sie vom Vorschlag der Stadt enttäuscht bzw von der Abkopplung vom Verein?
Nein! Er ist definitiv froh über das klare Votum des Gemeinderates. Die Diskussion im Vorfeld empfand er allerdings als befremdlich.
- Frage an Bernhard Ilg:
Der Zeitpunkt wirkt etwas überstürzt. Gab es ein Ereignis, das Sie zu einem schnellen Handeln gezwungen hat? Beispielsweise die Sponsorenveranstaltung mit der Vision vom Parkhaus?
Anlass war für Ilg die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins gepaart mit den strategischen Planungen. Ilg spricht zudem davon, dass auf der Sponsorenveranstaltung natürlich die Sponsoren der Adressat waren und Sanwald aufzeigen wollte, wohin es mit dem FCH gehen soll. Ilg freut sich über das geplante Parkhaus am Stadion und ist gespannt wer sein Parkhaus schneller gebaut bekommt (Stadt möchte entlang der B19 ein Parkhaus bauen).
Beginn der PK.
Ilg versteht den Entschluss als Signal der Unterstützung des Vereins. Natürlich auch eine finanzielle Entlastung für die Stadt. Betonte den immensen Marktwert des FCH für die Stadt, die Region und den Landkreis.
Sanwald betont den bisherigen Werdegang des FCH und die enge Beziehung zwischen Stadt und Verein in der Vergangenheit. Lob für die Leistung des Oberbürgermeisters, Gemeinderats und Vereins. Sanwald hat kein Verständnis für die Diskussion, ob der FCH die 16 Millionen geschenkt bekommen soll. Grund dafür sind die mehr als 20 Millionen, die der FCH investiert hat. Außerdem ist das Bild vieler Leute falsch, die nicht verstehen, dass der FCH durch die Schenkung des Stadions eine Verpflichtung auf sich nimmt. Zudem betont er, dass die Stadt dem Verein zwar viel gegeben hat, gleichsam aber dem FCH auch viel abverlangt wurde. Neue Eigentumsverhältnisse des Stadions als nächster Schritt in der Entwicklung. Der jetzige Zeitpunkt ist der frühestmögliche Zeitpunkt für solch eine Änderung. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte der FCH das finanziell nicht stemmen können und auch jetzt benötigt der FCH seinen Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro um die mehr als 300 Gehälter (inklusive Dienstleister) bezahlen zu können. Dennoch kann der FCH den Wunsch der Stadt nachvollziehen. Sanwald sagt, dass jeder Verein der Stadt Heidenheim vom FCH profitiert hat. Wie auch Ilg kennt Sanwald kein einziges Anliegen eines Vereins, das vom Gemeinderat nicht positiv bewertet wurde. Sanwald betont die Wichtigkeit des Aufhebungsvertrages und dass gewährleistet sein muss, dass sich dem FCH nicht nur eine neue Verpflichtung, sondern auch neue Möglichkeiten offenbaren. Sanwald ist froh über das klare Ergebnis der Abstimmung betont aber auch, dass gestern „komische“ Dinge im Gemeinderat gesagt wurden.
- Frage an Holger Sanwald:
Herr Ilg sagte, der FCH ist ein Verein, der kein Geld zur Verfügung hat, deshalb kann man die Pacht nicht einfach erhöhen. Sie müssen ja jetzt die ungeheuer hohen Kosten auch tragen, als Verein. Gibt es da schon ein Konzept dafür?
Sanwald bemängelt, dass bei der Frage die 2500 Euro Pachtzahlung in den Vordergrund gerückt werde, diese aber aus der „Oberliga-Regionalliga“-Zeit komme. Auch damals war diese Zahl eher symbolisch zu verstehen. Es fehlt in der Darstellung der Fragestellung, dass der FCH neben den 2500€ Pacht schon seit damals die Betriebskosten für das Stadion übernommen hat, die inzwischen bei 750.000€ pro Saison liegen. Der FCH hat mehr als für Sportvereine üblich zum Aus- und Umbau des Stadions beigetragen, nämlich mehr als 20 Millionen Euro. Das müsse im Sinne einer fairen Berichterstattung der Pachtzahlung gegenübergestellt werden. Sanwald kommt auch auf die Frage zu sprechen. Der FCH versucht natürlich Einnahmen zu erwirtschaften, um den zusätzlichen finanziellen Bedarf zu decken. Er betont aber auch, dass das mit enormen Anstrengungen für den FCH verbunden ist. Der FCH ist bereit dieser Verpflichtung nachzukommen.
Ilg bringt ein, dass niemand davon profitiert, wenn Pachtverträge abgeschlossen werden, die nicht bezahlt werden können.
- Frage an Holger Sanwald:
Sie hatten den Auflösungsvertrag gerade angesprochen, was muss da rein aus Ihrer Sicht, damit Sie zufrieden wären?
Für Sanwald gibt es drei Gründe diesen Vorschlag der Stadt anzunehmen. 1. politische Unabhängigkeit. 2. Andere Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft. Sanwald betont, dass der FCH bei Kreditanfragen kaum Sicherheiten vorweisen kann und somit kaum Mittel aus Fremdkapital bekommen kann. Der 3. Punkt ist eine weitere Eigenkapitalbeschaffung, wie zum Beispiel der Bau eines Parkhauses. Zum Thema Bau wundert sich Sanwald über die öffentliche Diskussion. Die Leiter von Krankenhaus, Schlosshotel, Naturtheater und Congress Centrum haben ihm alle persönlich gesagt, dass ein Parkhaus dringend erforderlich wäre. Der FCH möchte das Parkhaus definitiv bauen, eventuell auch mit Hilfe von Investoren.
- Frage an Holger Sanwald:
Die Kosten, die jetzt zusätzlich auf den FCH zukommen werden, gibt es da eine Zahl?
Sanwald verweist auf die 500.000€ die bereits gestern im Gemeiderat genannt wurden.
- Frage an Holger Sanwald:
Dieser Vertrag soll ja eine Rückkaufklausel beinhalten. Das heißt die Stadt kann ja das Gelände oder die Immobilie für einen Euro zurückerwerben, beispielsweiße im Falle der Insolvenz des Vereins. Wenn jetzt aber eine Grundschuld auf dieser Immobilie liegt, muss die Stadt dann diese Schuld mitübernehmen?
Sanwald betont, das müsse vertraglich ausgehandelt werden.
- Frage an Holger Sanwald:
Gab es Gedanken, den Deal der Stadt anzulehnen?
Der FCH hat überhaupt keinen Handlungsdruck und hat keine Veranlassung einen bestehenden Vertrag aufzulösen, wenn sich dabei nicht auch Möglichkeiten für den Verein ergeben würden. Er kritisiert in diesem Zusammenhang nochmals einige Aussagen der gestrigen Verhandlung.
- Frage an Bernhard Ilg:
Gibt es noch Bürgschaften der Stadt für die 20 Millionen Euro, die der FCH bislang eingebracht hat?
Ilg betont, diese Schuld sei überwiegend abbezahlt.
Sanwald sagt dazu: Ein Kredit aus dem ersten großen Ausbau habe mithilfe der Bürgschaft der Stadt aufgenommen werden müssen. Dieser stehe aktuell nur noch bei 100.000€.
- Frage an Bernhard Ilg:
Warum ist das Heidenheimer Modell einer Überschreibung besser, als beispielsweise eine Staffelpacht?
Ilg betont, dass eine eigene Stadtpolitik der Stadt und eine eigene Sportpolitik des Vereins das Beste sei. Ilg fragt was er denn mit dem Stadion soll. Er möchte faire Bedingungen für alle Beteiligten und kritisiert die vielen Kritiker, die ihrerseits keine sinnvollen Vorschläge brachten. Er betont zudem den engen Schulterschluss mit Holger Sanwald und dem Verein.
- Frage an Holger Sanwald:
Wird der Verein durch den Stadionerwerb möglicherweise attraktiver für größere Investoren von außen? Gibt es schon Verhandlungen?
Sanwald nennt dies als einen der strategischen Gründe für die Entscheidung. Investoren sollen beispielsweise gefunden werden für ein Parkhaus, ein Jugendinternat und einen Oberrang. Die Gelder dafür könne der FCH kaum anders aufbringen. Dabei könnten Kapitalgesellschaften gegründet werden. Allerdings betont Sanwald, dass der Spielbetrieb ein eingetragener Verein bleiben soll. Auch weil die Fans sich dies wünschen. Gespräche mit neuen Investoren gibt es noch nicht.
- Frage an Holger Sanwald:
Das nächste Projekt ist dann das Parkhaus?
Sanwald betont, dass man Schrittweise vorgehen müsse und jetzt erst einmal die Umstrukturierung der Eigentumsverhältnisse des Stadions im Vordergrund stehen. Was danach kommt weiß er noch nicht.
- Frage an Holger Sanwald:
Sind Sie vom Vorschlag der Stadt enttäuscht bzw von der Abkopplung vom Verein?
Nein! Er ist definitiv froh über das klare Votum des Gemeinderates. Die Diskussion im Vorfeld empfand er allerdings als befremdlich.
- Frage an Bernhard Ilg:
Der Zeitpunkt wirkt etwas überstürzt. Gab es ein Ereignis, das Sie zu einem schnellen Handeln gezwungen hat? Beispielsweise die Sponsorenveranstaltung mit der Vision vom Parkhaus?
Anlass war für Ilg die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins gepaart mit den strategischen Planungen. Ilg spricht zudem davon, dass auf der Sponsorenveranstaltung natürlich die Sponsoren der Adressat waren und Sanwald aufzeigen wollte, wohin es mit dem FCH gehen soll. Ilg freut sich über das geplante Parkhaus am Stadion und ist gespannt wer sein Parkhaus schneller gebaut bekommt (Stadt möchte entlang der B19 ein Parkhaus bauen).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tziward am 31.03.2017 um 14:42 Uhr bearbeitet
01.04.2017 - 11:41 Uhr
Zitat von HS201
Man erkennt klar die wirtschaftlichen Interessen des Vereins, der nur an der Profitmaximierung interessiert ist und kein Verständnis für die Bürger und Kommune zeigt. Die Äußerung zu den Disskusionen kann man sich auch einfach sparen. Aus der kompfortablen Pachtsituation heraus konnte man sich alles erlauben und die Stadt musste alles dafür tun, dass der FCH zustimmt.
Man erkennt klar die wirtschaftlichen Interessen des Vereins, der nur an der Profitmaximierung interessiert ist und kein Verständnis für die Bürger und Kommune zeigt. Die Äußerung zu den Disskusionen kann man sich auch einfach sparen. Aus der kompfortablen Pachtsituation heraus konnte man sich alles erlauben und die Stadt musste alles dafür tun, dass der FCH zustimmt.
Natürlich ist der Verein an Profitmaximierung interessiert. Wäre er das nicht, müsste man Sanwald bei der nächsten Jahreshauptversammlung absetzen. Anders kann ein Verein im Profifußball nicht überleben – genau wie jedes andere Unternehmen auch.
Deine Aussage, der FCH hätte kein Verständnis für die Bürger zeigt, dass du die ganze Thematik immer noch nicht verstanden hast. Es war nicht der Verein, sondern die Stadt, die den Stein zum Rollen brachte. Wenn man sich die Fakten ansieht liegen die Vorteile auch stand jetzt definitiv mehr bei der Stadt als beim Verein.
Da noch keine Verhandlungen über Vertragsinhalte anstanden, entbehrt die Aussage, dass man sich alles erlauben konnte und die Stadt alles tun musste um die Zustimmung des FCH zu erwirken jeglicher Grundlage.
Zitat von HS201
Was die Pacht angeht, kann man ja mal beim Kicker Beispiele anderer Vereine nachlesen.
Was die Pacht angeht, kann man ja mal beim Kicker Beispiele anderer Vereine nachlesen.
Ebenso lässt sich auch nachlesen, wie viel Sportvereine im Regelfall zu einem solchen Bauvorhaben beisteuern…
Zitat von HS201
Da die Kreditwürdigkeit massiv steigt und das Ganze ja auch in die Bilanz des Vereins übergeht, hätte ich mir schon gewünscht, dass der FCH bereit gewesen wäre, den geschätzen Wert des Grundstücks zu bezahlen. Vielleicht ja auch einfach aus Dankbarkeit der vergangenen Unterstützung - zu Mal es ihn nicht schmerzen würde.
Da die Kreditwürdigkeit massiv steigt und das Ganze ja auch in die Bilanz des Vereins übergeht, hätte ich mir schon gewünscht, dass der FCH bereit gewesen wäre, den geschätzen Wert des Grundstücks zu bezahlen. Vielleicht ja auch einfach aus Dankbarkeit der vergangenen Unterstützung - zu Mal es ihn nicht schmerzen würde.
Ich bin wirklich froh, dass niemand im Verein und kaum jemand im Gemeinderat so denkt wie du. Der FCH ist der Stadt Heidenheim nichts schuldig. Durch Grund- und Gewerbesteuer hat die Stadt Heidenheim bereits viel Geld eingenommen und wird das auch in Zukunft tun. Der FCH ist eben kein normales Wirtschaftsunternehmen, sondern liegt durch seine durchschnittlich 12.000 Besucher bei Heimspielen stark im öffentlichen Interesse der Stadt Heidenheim. Wie hoch der Werbeeffekt eines Vereins für die Stadt ist zeigen die Berechnungen der Stadt Freiburg. Die Stadt Heidenheim profitiert demnach immens vom Erfolg des FCH. Aus Dankbarkeit hat der FCH deshalb überhaupt keine Verpflichtung gegenüber der Stadt. Eine solch hohe Investition würde den FCH immens schwächen und den sportlichen Erfolg gefährden.
Bei der ganzen Sache wird vielerorts der Fehler gemacht, zu denken die Stadt Heidenheim würde hierbei Liquide Mittel einsetzen um diesen Schritt zu gehen. Im Endeffekt ist es aber genau andersrum. Die Stadt entledigt sich einer Immobilie, an der sie durch den geschlossenen Pachtvertrag auf Jahre hinweg überhaupt keinen Nutzen hat, sondern die eine hohe finanzielle Belastung birgt. Für den FCH kann die Neustrukturierung der Eigentumsverhältnisse eine große Chance sein. Gleichsam ist damit aber auch ein hohes Risiko verbunden. Stand jetzt ist das für mich jedoch eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
01.04.2017 - 14:55 Uhr
....und beim Balkan Stüble gab es die besten Pommes, möchte man hinzufügen. Unstrittig ist, dass insbesondere diejenigen Heidenheimer zum Steueraufkommen beitragen, die an der Brenz schon wohnhaft waren, bevor der Höhenflug des FCH begann. All denen wurde bei der PK der Eindruck vermittelt, sie wären in einer Stadt, vergleichbar Pjöngjang, nur kleiner und ohne Todesstrafe, aufgewachsen. Nun gut von Schmidt war nicht mehr zu erwarten. Abseits von Doppelsechs und Gegenpressing kommen seine Einlassungen mit bemerkenswerter Schlichtheit daher. Gleichwohl sollte er die Attitüde des Muster Heidenheimers ablegen. Keinen Tag seines Lebens hat er in Heidenheim gelebt, als Jugendfußballer das Angebot des SSV Ulm, dem des HSB vorgezogen. Hätte ein ehemaliger Schrottverwerter das Potential von Schmidt erkannt, stünde der VFR heute besser da und Schmidt würde auf seine regionale Verbundenheit mit dem Statement verweisen, er wäre 30 km vom Stadion entfernt zur Welt gekommen. Somit kann man nachsichtig sein, wenn der Mann aus dem Bachtal die Vor-FCH-Zeit in Heidenheim ausschließlich mit dem Besuch des Aquarenas und einer warmen Brühwurst to go am Hinterausgang des Kaufhauses Merkur bzw. Horten in Verbindung bringt. Eine diesbezügliche Nachsichtigkeit kann Sanwald für sich nicht reklamieren. Einem genuinen Heidenheimer sollte zu seiner Geburtsstadt mehr einfallen, als das Heidenheim eine "verrußte Industriestadt" war. Für diesen Ruß waren all die Firmen und seine Malocher verantwortlich, die heute die Funktionärs- und Spielergehälter des FCH finanzieren. Auf diese Firmen kann ein Heidenheimer stolz sein! Voith, Hartmann, Edelmann usw., diese Firmen werden noch für Heidenheim stehen, wenn der FCH längst wieder in den Niederungen der deutschen Fußball-Tristesse verschwunden ist. Sanwalds suboptimaler Auftritt zeigt deutlich, er dreht nun ein Rad, welches eventuell zu groß für ihn sein könnte. Mit Kritik kann man am Schlossberg nur schlecht umgehen, zudem ist man nervös, weil man sportlich durchwachsenes als beste Saison aller Zeiten verkaufen muss. Leid kann einem OB Ilg tun. Das Stuttgarter RP prüft die Rechtmäßigkeit der Stadion Schenkung. Andernorts betrachtet man die Schenkung als sehr ungewöhnlich, was übersetzt wohl nichts anderes heißt, als höchst riskant. Zum andern, was passiert, wenn es am Schlossberg zum Äußersten kommt, der Nebel fällt, Dunkelheit und Ruß übrig bleiben, hat er genügend Antidepressiva bevorratet, um eine Massenflucht zu vermeiden?
23.07.2018 - 20:44 Uhr
Wer hier einen Schritt Richtung Emanzipation oder "big Deal" sieht, der muss vollkommen naiv oder blauäugig sein. Der FCH hat bisher monatlich keine 250 Euro an die Stadt überweisen müssen. Mit anderen Worten, ein kostenloses Stadion und das noch die kommenden 20 Jahre. Jede schwäbische Hausfrau hätte gesagt, das lassen wir mal so. Aber, weil ich die Mietwohnung nun mal nicht beleihen kann, ist auch die schicke, neue Einbauküche einfach nicht drin, jedenfalls nicht ohne Sparstrumpf. Und da sind wir dann beim FCH, gesunde Finanzen, so weit, so schön. Aber, weiter kochen auf Sparflamme und wissen, mehr wie der Marnetgolf vor der Tür wirds nicht. Da kommt die beinahe Zweimillionenschenkung der Stadt gerade recht. Wer hier von Denkmalen spricht, dem sei nahe gelegt, ein Finanzberater wäre sinnvoller......, und solange die Fraktionsvorsitzenden der großen Parteien ihren Stammplatz in der FCH Lounge haben würde ich nicht vom Big Deal, sondern eher von abgekatertem Spiel sprechen.
Und wer sich die Vereinsstruktur in der ersten Bundesliga genauer zu Gemüte führt, der wird feststellen, für ein zweites Freiburg ist dort kein Platz mehr, mit anderen Worten, der FCH ist schon jetzt am Ende der Fahnenstange angelangt.
Die schwäbische Hausfrau blickt mit Sorgenfalten in die heidenheimer Fussballzukunft.
Rot-blaue Grüsse
Und wer sich die Vereinsstruktur in der ersten Bundesliga genauer zu Gemüte führt, der wird feststellen, für ein zweites Freiburg ist dort kein Platz mehr, mit anderen Worten, der FCH ist schon jetzt am Ende der Fahnenstange angelangt.
Die schwäbische Hausfrau blickt mit Sorgenfalten in die heidenheimer Fussballzukunft.
Rot-blaue Grüsse
23.07.2018 - 22:31 Uhr
Die schwäbische (nicht-nur-) Hausfrau in diesen Reihen unterstützt die These, dass es dem FCH keineswegs allein darum gehen kann, der Stadt "etwas zurückzugeben". Vielmehr werden hier wohl die bereits genannten, ganz eigenen Ziele verfolgt.
Nicht konform geht sie mit der Aussage, das sei ein "abgekartetes Spiel". Von den Fraktionsvorsitzenden vielleicht abgesehen, gibt es auch Gemeinderäte, die den Business Club noch nie von innen gesehen haben, wie jeder "Otto Normalverbraucher" ihre Tickets selbst bezahlen müssen (so sie denn überhaupt welche wollen) und auch sonst keine Zuwendungen des FCH erhalten. Da gibt es schon auch Leute, die durchaus in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie alle hier pauschal unter Generalverdacht zu stellen, Vasallen des FCH zu sein, finde ich nicht ganz fair. Zumindest solange die Beweislage für einen so harten Vorwurf doch etwas dünn ist.
Nicht konform geht sie mit der Aussage, das sei ein "abgekartetes Spiel". Von den Fraktionsvorsitzenden vielleicht abgesehen, gibt es auch Gemeinderäte, die den Business Club noch nie von innen gesehen haben, wie jeder "Otto Normalverbraucher" ihre Tickets selbst bezahlen müssen (so sie denn überhaupt welche wollen) und auch sonst keine Zuwendungen des FCH erhalten. Da gibt es schon auch Leute, die durchaus in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie alle hier pauschal unter Generalverdacht zu stellen, Vasallen des FCH zu sein, finde ich nicht ganz fair. Zumindest solange die Beweislage für einen so harten Vorwurf doch etwas dünn ist.
03.08.2018 - 17:40 Uhr
Zitat von Landauer
Ein schrittweises Vorgehen dosiert die finanzielle Belastung besser und minimiert damit die Risiken.
Zitat von gobo77
Jetzt rächt sich die (meiner Meinung nach) Fehlentscheidung von vor 10 Jahren, das Albstadion zum Profistadion auszubauen anstatt in den Seewiesen ein neues Stadion zu bauen.
Jetzt rächt sich die (meiner Meinung nach) Fehlentscheidung von vor 10 Jahren, das Albstadion zum Profistadion auszubauen anstatt in den Seewiesen ein neues Stadion zu bauen.
Ein schrittweises Vorgehen dosiert die finanzielle Belastung besser und minimiert damit die Risiken.
Deine BWL-Grundkurs-Einzeiler in Ehren aber:
Ein kompletter Neubau wäre keineswegs teurer geworden, nur weil eine Tribühne lediglich saniert wurde. Abriss und Umbauarbeiten der Übergangslösung für die Regionalliga wären sogar noch weggefallen, genauso wie das bauen eines weiteren kompletten Leichtathletik-Sportparks.
Davon unabhängig geht es gobo aber wohl um die Gesamtinfrastruktur, beziehungsweise deren Limitierung durch das Bebauen eines Nadelöhrs, mit den Faktoren Platz, Verkehrsanbindung, Natur, Auflagen, u.A...
10.08.2018 - 09:07 Uhr
Voith-Arena: So kam der Pachtvertrag mit dem FCH zustande
https://www.swp.de/suedwesten/staedte/heidenheim/fch-bekommt-weiterhin-foerdergeld-27295938.html
Ich bin ja durchaus der Meinung, die Heidenheimer Zeitung sollte die sportlichen Belange des FCH kritischer betrachten. Bezüglich des Stadiondeals fällt mir die Berichterstattung allerdings zu einseitig und populistisch aus.
Da wird beispielsweise in oben genanntem Artikel darauf verwiesen, der 1.FC Kaiserslautern habe zu Zweitligazeiten bis zu 3,2 Millionen Euro Stadionpacht zahlen müssen. Gleichzeitig wird jedoch verschwiegen, dass dem 1. FC Kaiserslautern im Zuge eines Stadionausbaus die Mittel ausgingen und Stadt und Land mit einem Kredit über 65 Millionen Euro in die Bresche springen mussten. Von den 46 Millionen Euro, die von der Stadt und vom Verein in den Ausbau der Voith-Arena gesteckt wurden, entstammten hingegen knapp zwei Drittel den Mitteln des FCH. Dass es infolgedessen zu unterschiedlich hohen Pachtzahlungen kommt – zumal die jährlichen Kosten des deutlich größeren und älteren Fritz-Walter-Stadions erheblich höher sein dürften – sollte die logische Konsequenz sein.
An anderer Stelle gibt es eine Umfrage mit dem Titel: „Was meinen Sie: Sind 2 Millionen Euro für die Voith-Arena zu wenig?“. Eine solche Umfrage würde man vielleicht von einem Boulevardblatt erwarten, nicht jedoch von einer Zeitung die dem Anspruch eines gehobenerem journalistischen Niveaus entsprechen möchte. Wer kann denn diese Frage fundiert beantworten? Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass sich die 1.200 Teilnehmer der Umfrage in größerem Umfang mit den Ergebnissen des Gutachtens – deren Inhalt im Übrigen mehr als nur einen Zweizeiler verdient hätte – auseinandergesetzt haben und sich hier ein Urteil erlauben können.
Nicht dass ich falsch verstanden werde. Auch in Anbetracht der hohen Investitionen des FCH war die Pacht der Voith-Arena viel zu gering. Die einseitige Darstellung innerhalb der Berichterstattung wird der Sache allerdings nicht gerecht.
https://www.swp.de/suedwesten/staedte/heidenheim/fch-bekommt-weiterhin-foerdergeld-27295938.html
Ich bin ja durchaus der Meinung, die Heidenheimer Zeitung sollte die sportlichen Belange des FCH kritischer betrachten. Bezüglich des Stadiondeals fällt mir die Berichterstattung allerdings zu einseitig und populistisch aus.
Da wird beispielsweise in oben genanntem Artikel darauf verwiesen, der 1.FC Kaiserslautern habe zu Zweitligazeiten bis zu 3,2 Millionen Euro Stadionpacht zahlen müssen. Gleichzeitig wird jedoch verschwiegen, dass dem 1. FC Kaiserslautern im Zuge eines Stadionausbaus die Mittel ausgingen und Stadt und Land mit einem Kredit über 65 Millionen Euro in die Bresche springen mussten. Von den 46 Millionen Euro, die von der Stadt und vom Verein in den Ausbau der Voith-Arena gesteckt wurden, entstammten hingegen knapp zwei Drittel den Mitteln des FCH. Dass es infolgedessen zu unterschiedlich hohen Pachtzahlungen kommt – zumal die jährlichen Kosten des deutlich größeren und älteren Fritz-Walter-Stadions erheblich höher sein dürften – sollte die logische Konsequenz sein.
An anderer Stelle gibt es eine Umfrage mit dem Titel: „Was meinen Sie: Sind 2 Millionen Euro für die Voith-Arena zu wenig?“. Eine solche Umfrage würde man vielleicht von einem Boulevardblatt erwarten, nicht jedoch von einer Zeitung die dem Anspruch eines gehobenerem journalistischen Niveaus entsprechen möchte. Wer kann denn diese Frage fundiert beantworten? Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass sich die 1.200 Teilnehmer der Umfrage in größerem Umfang mit den Ergebnissen des Gutachtens – deren Inhalt im Übrigen mehr als nur einen Zweizeiler verdient hätte – auseinandergesetzt haben und sich hier ein Urteil erlauben können.
Nicht dass ich falsch verstanden werde. Auch in Anbetracht der hohen Investitionen des FCH war die Pacht der Voith-Arena viel zu gering. Die einseitige Darstellung innerhalb der Berichterstattung wird der Sache allerdings nicht gerecht.
06.06.2019 - 14:59 Uhr
Diese Vision ist zum Großteil einfach Blödsinn.
Weder wird es die Dreifeldhalle, noch die Rolltreppe geben.
Die Stadt Heidenheim hat aktuell damit zu kämpfen, überhaupt die Karl-Rau-Halle sanieren zu können, je nachdem, ob Landesmittel zur Verfügung stehen, rechnet man hier mit sechs bis zehn Millionen.
Die neue Halle in Herbrechtingen, ohne Zuschauerränge, hat 18. Millionen gekostet, eine Halle, wie in der Studie vorgeschlagen, wird um die 35 Millionen kosten.
Eine Rolltreppe vom Konzerthaus bis zum Schloß?
Wirklich witzig, was soll ein solches Bauwerk kosten? Soviel wie die Halle? Natürlich muß diese Rolltreppe überdacht sein, beleuchtet sein, usw..
Für eine dermaßen schwachsinnige Machbarkeitsstudie hätte man kein Planungsbüro beauftragen müssen, das hätte ich günstiger erledigt. Vermutlich haben auf dem Schloßberg so einige Fieberträume. So eine Studie hätte man machen sollen, als das alte Albstadion noch stand, dann wäre dabei nämlich herausgekommen, dass der ideale Stadionstandort in den Tieräckern gewesen wäre. Da hätte man seinem Bauwahn freien Lauf lassen können, hätte die Fans nicht in der Innenstadt gehabt und die Reutenen nicht vollkommen überlastet.
Rot-blaue Grüße
Weder wird es die Dreifeldhalle, noch die Rolltreppe geben.
Die Stadt Heidenheim hat aktuell damit zu kämpfen, überhaupt die Karl-Rau-Halle sanieren zu können, je nachdem, ob Landesmittel zur Verfügung stehen, rechnet man hier mit sechs bis zehn Millionen.
Die neue Halle in Herbrechtingen, ohne Zuschauerränge, hat 18. Millionen gekostet, eine Halle, wie in der Studie vorgeschlagen, wird um die 35 Millionen kosten.
Eine Rolltreppe vom Konzerthaus bis zum Schloß?
Wirklich witzig, was soll ein solches Bauwerk kosten? Soviel wie die Halle? Natürlich muß diese Rolltreppe überdacht sein, beleuchtet sein, usw..
Für eine dermaßen schwachsinnige Machbarkeitsstudie hätte man kein Planungsbüro beauftragen müssen, das hätte ich günstiger erledigt. Vermutlich haben auf dem Schloßberg so einige Fieberträume. So eine Studie hätte man machen sollen, als das alte Albstadion noch stand, dann wäre dabei nämlich herausgekommen, dass der ideale Stadionstandort in den Tieräckern gewesen wäre. Da hätte man seinem Bauwahn freien Lauf lassen können, hätte die Fans nicht in der Innenstadt gehabt und die Reutenen nicht vollkommen überlastet.
Rot-blaue Grüße
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


