Wird jemand jemals die Bayern ablösen III
24.07.2013 - 15:05 Uhr
02.12.2020 - 13:41 Uhr
Zitat von Beercules
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Zitat von Landauer
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Zitat von Beercules
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Zitat von Landauer
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Es ist nicht so extrem wie bei den CL Erlösen.
Andererseits erzeugt der aktuelle Schlüssel die Chance, dass sich Clubs wie BvB und BMG in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Zugleich sind etablierte Clubs trotz besserer Erlöse dennoch abgestiegen. Ganz so linear kannst du die Finanzen also auch nicht assoziieren.
02.12.2020 - 17:08 Uhr
Zitat von Landauer
Es ist nicht so extrem wie bei den CL Erlösen.
Andererseits erzeugt der aktuelle Schlüssel die Chance, dass sich Clubs wie BvB und BMG in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Zugleich sind etablierte Clubs trotz besserer Erlöse dennoch abgestiegen. Ganz so linear kannst du die Finanzen also auch nicht assoziieren.
Zitat von Beercules
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Zitat von Landauer
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Zitat von Beercules
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Zitat von Landauer
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Es ist nicht so extrem wie bei den CL Erlösen.
Andererseits erzeugt der aktuelle Schlüssel die Chance, dass sich Clubs wie BvB und BMG in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Zugleich sind etablierte Clubs trotz besserer Erlöse dennoch abgestiegen. Ganz so linear kannst du die Finanzen also auch nicht assoziieren.
An den CL Erlösen wird man aber national nicht so viel ändern können. Umso bescheuerter ist es ja, die ersten Plätze zusätzlich noch mit nationalen Geldern vollzupumpen.
Vereine wie Freiburg, Augsburg, Stuttgart, Union etc. könnten mit jährlichen Mehreinnahmen von ein paar Millionen sicherlich einiges anfangen.
Insbesondere da ich behaupten würde, dass der Grenznutzen einer Million Euro abnehmend ist, je größer das Umsatzvolumen des Vereins ist.
Dass die Angleichung der nationalen Gelder kein Allheilmittel ist und automatisch zu einem spannenden Wettbewerb führt, in dem 18 Mannschaften realistische Chancen auf die Meisterschaften haben ist natürlich auch klar. Das wird es aber sowieso nie geben.
02.12.2020 - 18:07 Uhr
Zitat von Beercules
An den CL Erlösen wird man aber national nicht so viel ändern können. Umso bescheuerter ist es ja, die ersten Plätze zusätzlich noch mit nationalen Geldern vollzupumpen.
Vereine wie Freiburg, Augsburg, Stuttgart, Union etc. könnten mit jährlichen Mehreinnahmen von ein paar Millionen sicherlich einiges anfangen.
Insbesondere da ich behaupten würde, dass der Grenznutzen einer Million Euro abnehmend ist, je größer das Umsatzvolumen des Vereins ist.
Dass die Angleichung der nationalen Gelder kein Allheilmittel ist und automatisch zu einem spannenden Wettbewerb führt, in dem 18 Mannschaften realistische Chancen auf die Meisterschaften haben ist natürlich auch klar. Das wird es aber sowieso nie geben.
Zitat von Landauer
Es ist nicht so extrem wie bei den CL Erlösen.
Andererseits erzeugt der aktuelle Schlüssel die Chance, dass sich Clubs wie BvB und BMG in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Zugleich sind etablierte Clubs trotz besserer Erlöse dennoch abgestiegen. Ganz so linear kannst du die Finanzen also auch nicht assoziieren.
Zitat von Beercules
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Zitat von Landauer
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Zitat von Beercules
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Zitat von Landauer
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Nein, ich nehme die Beobachtung üblicher #2 Entwicklungen in anderen europäischen Ligen zum Anlass zu hinterfragen, warum das hierzulande nicht der Fall war. Und darauf hätte ich gern eine Antwort.
Die statistische Berechnung zeigt doch deutlich auf, dass genau hier ein auffälliger Ausreißer vorliegt, den es zu erklären gilt. Wenn der Durchschnittszweite in Europa bei 19 Meistertiteln steht, hierzulande die #2 aber nur bei 9 Titeln (1.FCN in der 2. Liga) und somit statistisch auffällig wird, dann darf man sich auch solche Fragen stellen.
Schließlich fokussiert das Thread-Thema die Konkurrenz der Bayern und nicht Bayern selbst. Wenn die abgelöst werden sollen, dann geht es zuvorderst um Vereine, die das auch zu leisten imstande wären. Als ärgster Kontrahent des FCB gilt gemeinhin der BvB (#3), nur ist der noch nicht einmal Vizerekordmeister, sondern dümpelt nach mehr als einem halben Jahrhundert Bundesliga immer noch hinter den Fahrstuhl-Glubberern. Das hat für sich gesehen schon eine gewisse Aussagekraft. Da wäre erstmal Nürnberg durch den BvB zu überholen und vielleicht mal die Anzahl errungener DM in den zweistelligen Bereich zu verschieben, bevor dahingehend echte Hoffnung in Richtung Thread-Titel aufkeimen könnte.
Da die Statistik natürlich maßgeblich durch die letzten 20 Jahre verzerrt wird, könnte man sich natürlich fragen, ob es vor ca. 20 Jahren grundlegende Veränderungen gab.
Und die gab es tatsächlich, nämlich wurden die Verteilschlüssel der Fernsehgelder geändert. Es stimmt natürlich, dass sich diese Änderung jeder hätte zu Nutze machen können. Es stimmt aber auch, dass der erste Nutznießer einen Vorteil daraus ziehen konnte, der den Status immer mehr zementierte.
Bayern wäre sicherlich auch ohne Änderung weiterhin Rekordmeister, allerdings sicher nicht mit so einem immensen Abstand, wie es derzeit der Fall ist.
Na klar gab es Verzerrungen in den letzten 20 Jahren, nur waren die nationalen TV Gelder dazu nicht ausschlaggebend, sondern vielmehr das exorbitante Wachstum bei den CL Erlösen.
Die TV Gelder der Bundesliga verstärken den Effekt allerdings noch zusätzlich.
Bayern wird in den nächsten 4 Jahren ca. 120 Millionen mehr an TV Geld erhalten als Borussia Mönchengladbach.
Dortmund wird in den nächsten 4 Jahren ca. 200 Millionen mehr an TV Geld erhalten als der VFB Stuttgart.
Wie soll das nicht die Konkurrenzfähigkeit weiter verschlechtern?
Es ist nicht so extrem wie bei den CL Erlösen.
Andererseits erzeugt der aktuelle Schlüssel die Chance, dass sich Clubs wie BvB und BMG in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.
Zugleich sind etablierte Clubs trotz besserer Erlöse dennoch abgestiegen. Ganz so linear kannst du die Finanzen also auch nicht assoziieren.
An den CL Erlösen wird man aber national nicht so viel ändern können. Umso bescheuerter ist es ja, die ersten Plätze zusätzlich noch mit nationalen Geldern vollzupumpen.
Vereine wie Freiburg, Augsburg, Stuttgart, Union etc. könnten mit jährlichen Mehreinnahmen von ein paar Millionen sicherlich einiges anfangen.
Insbesondere da ich behaupten würde, dass der Grenznutzen einer Million Euro abnehmend ist, je größer das Umsatzvolumen des Vereins ist.
Dass die Angleichung der nationalen Gelder kein Allheilmittel ist und automatisch zu einem spannenden Wettbewerb führt, in dem 18 Mannschaften realistische Chancen auf die Meisterschaften haben ist natürlich auch klar. Das wird es aber sowieso nie geben.
Danke für den letzten Absatz.
Anderer Verteilschlüssel? Gerne.
Nur bitte nicht mit dem Argument „spannender Meisterschaft“ denn das erreicht man damit sowieso nicht.
03.12.2020 - 09:30 Uhr
Viel wichtiger wäre es doch, dass sich in der Bundesliga endlich mal eine Big 4 etabliert, die vom Marktwert her der internationalen Konkurrenz ebenbürtig ist.
Bis auf Bayern sind die anderen Bundesligisten gegen Top-Klubs individuell teils deutlich unterlegen.
Ziel müsste sein, dass Spieler wie Lukaku bei RB oder Gladbach spielen.
Bis auf Bayern sind die anderen Bundesligisten gegen Top-Klubs individuell teils deutlich unterlegen.
Ziel müsste sein, dass Spieler wie Lukaku bei RB oder Gladbach spielen.
05.12.2020 - 09:10 Uhr
Zitat von LucimarFerreira
Viel wichtiger wäre es doch, dass sich in der Bundesliga endlich mal eine Big 4 etabliert, die vom Marktwert her der internationalen Konkurrenz ebenbürtig ist.
Bis auf Bayern sind die anderen Bundesligisten gegen Top-Klubs individuell teils deutlich unterlegen.
Ziel müsste sein, dass Spieler wie Lukaku bei RB oder Gladbach spielen.
Viel wichtiger wäre es doch, dass sich in der Bundesliga endlich mal eine Big 4 etabliert, die vom Marktwert her der internationalen Konkurrenz ebenbürtig ist.
Bis auf Bayern sind die anderen Bundesligisten gegen Top-Klubs individuell teils deutlich unterlegen.
Ziel müsste sein, dass Spieler wie Lukaku bei RB oder Gladbach spielen.
Das ist tatsächlich eine der wichtigsten Soll-Entwicklungen der Liga.
Deshalb schaue ich jede Woche auf BMG und wünsche ihnen Erfolg und Konstanz, sowohl in der Liga, wie auch der CL. Der Trainer und Kader sind vom Eberl klug zusammengestellt, da entwickelt sich richtig was. Nun muss man abwarten wie sie reifen und im Sommer dann erste Begehrlichkeiten anderer Clubs abwehren, bzw. sich das ordentlich vergolden lassen. Eberl ist dabei auch weiterhin ein gutes Händchen und Fortune zu wünschen.
Und ebenso wünsche ich der Hertha Erfolg in der Liga, wie auch mit ihrem stockenden Stadionbauprojekt. Man muss sich nur mal ansehen was Tottenham derweil auf die Beine gestellt hat, während Hertha immer noch Mieter im bald hundert Jahre alten OLY ist. Die Liga könnte frische Berliner Wachstumsimpulse wahrlich sehr gut gebrauchen.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/Tottenham_Hotspur_Stadium_South_Stand.jpg
05.12.2020 - 12:48 Uhr
Es gibt so Vereine, da kannst Du Kohle reinpumpen so viel Du willst, es wird einfach nichts Vernünftiges draus. Einer davon ist Hertha BSC.
13.12.2020 - 10:36 Uhr
Zitat von ChrisCLJ
.....
Der Ansatz in Berlin einen Grosstadtklub zu etablieren und das dieser Klub eher die Hertha ist hat aber keinen Denkfehler, auch wenn die Fans der Ostvereine dies natürlich anders sehen.
.....
Der Ansatz in Berlin einen Grosstadtklub zu etablieren und das dieser Klub eher die Hertha ist hat aber keinen Denkfehler, auch wenn die Fans der Ostvereine dies natürlich anders sehen.
Das sehe ich ebenso. Im Erfolgsfall wäre das ein spürbarer Mehrwert für die Bundesliga.
In Zeiten rechts überholender 50+1 Ausnahmen, sind aufgerüstete Traditionsvereine gern gesehen.
In Berlin kommt aktuell der Effekt von Union als "Verstärker" noch hinzu, denn innerstädtische Derbies fördern das allgemeine Interesse.
Einen DM-Anwärter sehe ich da noch lange nicht, aber wenn Hertha zukünftig eine Rolle wie z.B. Tottenham einnehmen könnte, hätte man durchaus etwas geschafft.
P.S.:
Falls Viktoria Berlin in die 3. Liga aufsteigen kann (aktuell 8 Punkte Vorsprung auf den RL-NO Zweiten) wird es bei den Berliner Proficlubs sogar noch besser. Viktoria war übrigens in der Gründerzeit des Fußballs zweimal Deutscher Meister (1908 & 1911).
14.12.2020 - 15:37 Uhr
Zitat von Landauer
Das sehe ich ebenso. Im Erfolgsfall wäre das ein spürbarer Mehrwert für die Bundesliga.
In Zeiten rechts überholender 50+1 Ausnahmen, sind aufgerüstete Traditionsvereine gern gesehen.
In Berlin kommt aktuell der Effekt von Union als "Verstärker" noch hinzu, denn innerstädtische Derbies fördern das allgemeine Interesse.
Einen DM-Anwärter sehe ich da noch lange nicht, aber wenn Hertha zukünftig eine Rolle wie z.B. Tottenham einnehmen könnte, hätte man durchaus etwas geschafft.
P.S.:
Falls Viktoria Berlin in die 3. Liga aufsteigen kann (aktuell 8 Punkte Vorsprung auf den RL-NO Zweiten) wird es bei den Berliner Proficlubs sogar noch besser. Viktoria war übrigens in der Gründerzeit des Fußballs zweimal Deutscher Meister (1908 & 1911).
Zitat von ChrisCLJ
.....
Der Ansatz in Berlin einen Grosstadtklub zu etablieren und das dieser Klub eher die Hertha ist hat aber keinen Denkfehler, auch wenn die Fans der Ostvereine dies natürlich anders sehen.
.....
Der Ansatz in Berlin einen Grosstadtklub zu etablieren und das dieser Klub eher die Hertha ist hat aber keinen Denkfehler, auch wenn die Fans der Ostvereine dies natürlich anders sehen.
Das sehe ich ebenso. Im Erfolgsfall wäre das ein spürbarer Mehrwert für die Bundesliga.
In Zeiten rechts überholender 50+1 Ausnahmen, sind aufgerüstete Traditionsvereine gern gesehen.
In Berlin kommt aktuell der Effekt von Union als "Verstärker" noch hinzu, denn innerstädtische Derbies fördern das allgemeine Interesse.
Einen DM-Anwärter sehe ich da noch lange nicht, aber wenn Hertha zukünftig eine Rolle wie z.B. Tottenham einnehmen könnte, hätte man durchaus etwas geschafft.
P.S.:
Falls Viktoria Berlin in die 3. Liga aufsteigen kann (aktuell 8 Punkte Vorsprung auf den RL-NO Zweiten) wird es bei den Berliner Proficlubs sogar noch besser. Viktoria war übrigens in der Gründerzeit des Fußballs zweimal Deutscher Meister (1908 & 1911).
Aber dieses"Viktoria Berlin" hat mit dem Meister von 1908 und 1911 nicht mehr viel zu tun. Aber das ist topic
Bin mir nicht sicher ob die Sache in Berlin wirklich was nachhaltiges ist. Hat der Investor wirklich vor, länger zu bleiben, oder zieht er sich, sobald sich nicht der gewünschte Erfolg nicht einstellt, wieder zurück?
Einen Trikotsponsor hat man wohl immer noch nicht. War da nicht mal von Amazon oder Tesla die Rede? Waren wohl auch nur Wunschträume.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RugbyLeaguer am 14.12.2020 um 15:39 Uhr bearbeitet
26.03.2021 - 13:27 Uhr
Hört hier jemand die Podcastserie über Uli Hoeneß "11Leben"?
Mal davon abgesehen, dass das Produkt wirklich sehr hochwertig ist, wird in den Folgen 11 und 12 schön herausgearbeitet, wie sich Bayern zur Jahrtausendwende seine Vorherrschaft sicherte. Erst da wurde eine ergebnisorientierte Komponente bei den TV-Geldern eingebaut, zudem flossen die berühmten "Kirch-Millionen".
Oh Wunder (oder auch nicht), dass zu dem Zeitpunkt langsam die absolute Vorherrschaft des FC Bayern begann.
Mal davon abgesehen, dass das Produkt wirklich sehr hochwertig ist, wird in den Folgen 11 und 12 schön herausgearbeitet, wie sich Bayern zur Jahrtausendwende seine Vorherrschaft sicherte. Erst da wurde eine ergebnisorientierte Komponente bei den TV-Geldern eingebaut, zudem flossen die berühmten "Kirch-Millionen".
Oh Wunder (oder auch nicht), dass zu dem Zeitpunkt langsam die absolute Vorherrschaft des FC Bayern begann.
22.08.2022 - 12:51 Uhr
Aus ganz aktuellem Anlass * könnte hier ja gerne wieder diskutiert werden.
*https://www.transfermarkt.de/bochum-geht-gegen-bayern-unter-ndash-de-ligt-mane-amp-amp-co-treffen-gegen-uberforderten-vfl/thread/forum/228/thread_id/145925?from=newsansicht
*https://www.transfermarkt.de/bochum-geht-gegen-bayern-unter-ndash-de-ligt-mane-amp-amp-co-treffen-gegen-uberforderten-vfl/thread/forum/228/thread_id/145925?from=newsansicht
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