DFB und DFB-Teams

Daten

Deutschland   Elfenbeinküste
Julian Nagelsmann J. Nagelsmann Trainer E. Faé Emerse Faé
962,00 Mio. € Gesamtmarktwert 538,00 Mio. €
28,3 ø-Alter 25,7

Gesamtbilanz: Weltmeisterschaft

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wahretabelle

WM: Deutschland - Elfenbeinküste

19.06.2026 - 21:16 Uhr
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#131
21.06.2026 - 09:21 Uhr
Schließe mich dem generellen Konsens an, ich denke die Elfenbeinküste hätte sich nach ihrer Leistung einen Punkt verdient gehabt. Von uns war das nicht die beste Leistung da wir einige Mal überrannt wurden, v.a. unsere Außenverteidiger hatten mit dem Tempo der Ivorer einige Probleme.

Nmecha und Undav wieder mit einem riesen Spiel, danach kommt aber ein kleiner Leistungsabfall. Mir haben dabei einige Spieler nicht gefallen, ich hoffe Nagelsmann rotiert gegen Ecuador einigermaßen durch obwohl wir Ecuador auf keinen Fall unterschätzen dürfen.

Gute Besserung noch an Nico Schlotterbeck, ich hoffe es ist nicht all zu schlimm!

Meine Noten:
Neuer - 3,0
Kimmich - 4,0
Tah - 3,5
Schlotterbeck - 3,5
Rüdiger - 3,5
Brown - 4,0
Pavlovic - 3,5
Nmecha - 2,0
Sané - 3,5
Leweling - 4,5
Musiala - 4,0
Wirtz - 4,0
Havertz - 4,5
Undav - 2,0
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#132
21.06.2026 - 10:34 Uhr
Zitat von sultan-martinez
Also das Gemoser hier im Thread während des Spiels ist wirklich so typisch Deutsch. Motzen, Schimpfen, Negativität hoch 10. Da kommen dann User hier angekrochen, die entweder im DFB-Forum so gut wie gar nicht zu sehen sind, oder sich nur melden, wenn Deutschland "schlecht" spielt oder hinten liegt. Auf einzelnen Spielern wird lustig draufgehackt, ohne dass man das große Ganze auch nur ansatzweise im Blick behält. Schade..


Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, außer, dass es einfach empfehlenswert ist, nicht während des Spiels oder kurz nachher die DFB-Spieltagsthreads zu lesen. Bringt eh nichts. Ich persönlich bin mit etwas Abstand ziemlich happy über gestern.

Was mir gestern gefallen hat ist die Moral der Truppe. Auch wenn man sieht, wie die Tore gefeiert wurden, das ist schon was besonderes. Die ausländischen Pressestimmen lesen sich schon wieder sehr besorgt angesichts der mannschaftlichen Geschlossenheit.

Grundsätzlich ging der Sieg auch in Ordnung. Es sind halt einzelne Dinge, besonders in bestimmten Phasen, die nicht funktioniert haben. Entgegen vielerlei Meinungen fand ich die ivorischen Außen gar nicht so furchtbar wirksam wie zuvor erwartet. Brown hatte seinen gut im Griff und Kimmich hat das über weite Strecken im Spiel im Verbund mit Nmecha und Sané auch gut umgesetzt. Das Tor darf natürlich nicht so fallen, da haben wir auf der Seite eigentlich Überzahl, da muss Kimmich ran. Dass der Abpraller von Brown dann Kessié vo die Füße fällt passt ins Bild von so vielen deutschen Gegentreffern der letzten Jahre. Aber gut, mit war vorher klar, dass wir nicht ohne Gegentor hier rausgehen.

Die Umschaltmomente nach hinten waren eigentlich weitestgehend gut, mit Brown und Nmecha (und Goretzkas Sprint…) haben wir da jetzt auch die Geschwindigkeit, selbst Kimmich hat im Sprint gar nicht so furchtbar schlecht ausgesehen. Diese Disziplin im Rückzug und diese Bereitschaft habe ich auch schon mal ganz anders gesehen, das war wirklich gut.

Was überhaupt nicht funktioniert hat ist dagegen das körperliche Spiel und das Umsetzen unserer eigentlichen Stärken. Das fehlende Pressing wurde schon genannt und diese Unterlegenheit in den Zweikämpfen ebenso. Besonders die ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit waren hier unerklärlich. Dazu dieses Hadern mit dem Schiri. Gut aber, dass man sich aus dieser Phase befreien konnte, nur leider wurde das Momentum dann wieder von der Trinkpause unterbrochen.

Dazu hat unser Kombinationsspiel leider gar nicht funktioniert. Die Ivorer haben das sehr gut gemacht, die haben gewusst, dass wir kaum über Außen kommen werden, die AVs standen sehr eng bei den IVs, so dass da auch kein Durchkommen für‘s Durchkombinieren war. Karl auf Außen hätte hier durchaus geholfen, denn dass die Verteidiger alleine im 1:1 nicht sattelfest waren konnte man schon sehen.

Ja und Schlotterbeck. Das ist sehr schade und schwächt uns schon sehr. Ich finde, Rüdiger hat es gut gelöst, aber es fehlt schon ein Element im Aufbau, besonders weil Pavlovic nicht seinen besten Tag hatte. Und Butgereit kann seine ganzen einstudierten Standards wegschmeißen, wenn Schlotti nicht spielt. Die Ecken kamen leider auch alle ziemlich ungefährlich.

2006 gab es im ersten Spiel viele Tore und ein paar defensive Schwächen, im 2. Spiel dann das Zittern mit dem Happy End und dann ein Schaulaufen gegen Ecuador, gewisse Parallelen lassen sich nicht leugnen. Damals musste Huth gegen Ecuador ran, weil Metzelder glaube ich gelbgesperrt war. In dem Spiel am Donnerstag wird es um nichts gehen, mal sehen, wie Nagelsmann das nutzt. Die IV wird sich jedenfalls neu finden müssen.
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#133
21.06.2026 - 10:40 Uhr
Vorweg: Gewonnen gegen einen schwierigen und taktisch gut eingestellten Gegner! Wir haben ja traditionell gegen afrikanische Teams bei WMs unsere Probleme gehabt.
2010 ein knappes 1:0 gegen Ghana, 2014 2:2 gegen Ghana in der Grp Phase, 2:1 gegen Algerien im Achtelfinale in der Verlängerung.
Dazu kam es auch nicht gerade überraschend, dass unsere Verteidiger-insbesondere die AV-hier Probleme bekommen. Amad auf Links und Diomande auf Rechts sind für jede Abwehr schwer aufzuhalten. Kimmich musste immer wieder ins 1vs1 gehen auf seiner Seite und wurde hier auch vor dem 0:1 alleine gelassen.
Trotzdem: Gewonnen! Weil die Einwechselspieler frischen Wind reinbrachten.

Was mir sehr gut gefallen hat: Der Auftritt von Nmecha! Sehr starke Präsenz auf dem Spielfeld. Vorne immer wieder mit Distanzschüssen. Nach hinten Löcher gestopft, Gegner abgerannt, Bälle erobert. Einer der ganz großen Gewinner aus den ersten beiden Spielen.

Die Einwechselspieler brachten frischen Wind. Rüdiger ersetzte zur Halbzeit Schlotterbeck und machte es mit seiner großen Erfahrung sehr souverän. Leweling lief Gegner an und sorgte für Drucksituationen-auch wenn nicht alles gelang. Amiri Assistgeber zum wichtigen 1:1 und auch ansonsten auffällig gut im Spiel.
Und zu Undav? Was soll man sagen. Er ist ein Phänomen. Physisch präsent, stark bei der Ballannahme und dem Abschluss zum späten 2:1.

Was war nicht so gut? Die Offensivreihe in Hälfte 1 und zwar durchgängig alle! Havertz hat gezeigt, dass er gegen physisch starke und schnelle Verteidiger teilweise massive Probleme hat. Deswegen war und bin ich einfach kein Fan von ihm als MS und dabei wird es auch bleiben.
Musiala glücklos in vielen Aktionen. Sane nach hinten hin engagiert im großen und ganzen-nach vorne aber erneut ohne Impulse. Immerhin war dann diesmal auch früh Schluss.
Wirtz erschreckend harmlos. Da ging wirklich gar nix.

Defensiv hatte Tah diesmal mehr Probleme gehabt als gedacht. Wirkte oft etwas ungelenk und ging zum Ende hin früh zu Boden, was der Elfenbeinküste einen starken Konter ermöglichte.
Generell war man teilweise enorm anfällig.

Das man trotzdem als Sieger rausging zeigt aber auch die Mentalität der Mannschaft, die gerade zum Ende hin mit neuen Impulsen das Blatt drehen konnte.

Taktisch war der Gegner sehr stark eingestellt und ein guter Gradmesser für den weiteren Verlauf.

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#134
21.06.2026 - 11:08 Uhr
Zitat von BillyReina1972
Vorweg: Gewonnen gegen einen schwierigen und taktisch gut eingestellten Gegner! Wir haben ja traditionell gegen afrikanische Teams bei WMs unsere Probleme gehabt.
2010 ein knappes 1:0 gegen Ghana, 2014 2:2 gegen Ghana in der Grp Phase, 2:1 gegen Algerien im Achtelfinale in der Verlängerung.
Dazu kam es auch nicht gerade überraschend, dass unsere Verteidiger-insbesondere die AV-hier Probleme bekommen. Amad auf Links und Diomande auf Rechts sind für jede Abwehr schwer aufzuhalten. Kimmich musste immer wieder ins 1vs1 gehen auf seiner Seite und wurde hier auch vor dem 0:1 alleine gelassen.
Trotzdem: Gewonnen! Weil die Einwechselspieler frischen Wind reinbrachten.

Was mir sehr gut gefallen hat: Der Auftritt von Nmecha! Sehr starke Präsenz auf dem Spielfeld. Vorne immer wieder mit Distanzschüssen. Nach hinten Löcher gestopft, Gegner abgerannt, Bälle erobert. Einer der ganz großen Gewinner aus den ersten beiden Spielen.

Die Einwechselspieler brachten frischen Wind. Rüdiger ersetzte zur Halbzeit Schlotterbeck und machte es mit seiner großen Erfahrung sehr souverän. Leweling lief Gegner an und sorgte für Drucksituationen-auch wenn nicht alles gelang. Amiri Assistgeber zum wichtigen 1:1 und auch ansonsten auffällig gut im Spiel.
Und zu Undav? Was soll man sagen. Er ist ein Phänomen. Physisch präsent, stark bei der Ballannahme und dem Abschluss zum späten 2:1.

Was war nicht so gut? Die Offensivreihe in Hälfte 1 und zwar durchgängig alle! Havertz hat gezeigt, dass er gegen physisch starke und schnelle Verteidiger teilweise massive Probleme hat. Deswegen war und bin ich einfach kein Fan von ihm als MS und dabei wird es auch bleiben.
Musiala glücklos in vielen Aktionen. Sane nach hinten hin engagiert im großen und ganzen-nach vorne aber erneut ohne Impulse. Immerhin war dann diesmal auch früh Schluss.
Wirtz erschreckend harmlos. Da ging wirklich gar nix.

Defensiv hatte Tah diesmal mehr Probleme gehabt als gedacht. Wirkte oft etwas ungelenk und ging zum Ende hin früh zu Boden, was der Elfenbeinküste einen starken Konter ermöglichte.
Generell war man teilweise enorm anfällig.

Das man trotzdem als Sieger rausging zeigt aber auch die Mentalität der Mannschaft, die gerade zum Ende hin mit neuen Impulsen das Blatt drehen konnte.

Taktisch war der Gegner sehr stark eingestellt und ein guter Gradmesser für den weiteren Verlauf.

Wie würde die Defensive gegen Olise, Dembélé, Mbappé, Doué oder Barcola wohl oder die Offensivreihe der Engländer aussehen, wenn es gegen CIV ein 50:50 Spiel war?
Nagelsmann dürfte sich in seinem taktischen Vorgehen bestätigt fühlen, Sané in der Startelf, Havertz auf der Neun lassen und Undav weiterhin von der Bank bringen.
Wenn dann für den Versuch des ursprünglichen Plans wieder eine Stunde vorgesehen ist, kann es gegen andere Gegner zu spät sein, einen Rückstand aufzuholen. Doch der Bundestrainer muss es als Hauptverantwortlicher am besten wissen. Wie jeder Bundestrainer hat er seine fixen Vorstellungen und bevorzugt bestimmte Spieler nicht ausschließlich aus Leistungsgründen.
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#135
21.06.2026 - 11:18 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Zitat von BillyReina1972

Vorweg: Gewonnen gegen einen schwierigen und taktisch gut eingestellten Gegner! Wir haben ja traditionell gegen afrikanische Teams bei WMs unsere Probleme gehabt.
2010 ein knappes 1:0 gegen Ghana, 2014 2:2 gegen Ghana in der Grp Phase, 2:1 gegen Algerien im Achtelfinale in der Verlängerung.
Dazu kam es auch nicht gerade überraschend, dass unsere Verteidiger-insbesondere die AV-hier Probleme bekommen. Amad auf Links und Diomande auf Rechts sind für jede Abwehr schwer aufzuhalten. Kimmich musste immer wieder ins 1vs1 gehen auf seiner Seite und wurde hier auch vor dem 0:1 alleine gelassen.
Trotzdem: Gewonnen! Weil die Einwechselspieler frischen Wind reinbrachten.

Was mir sehr gut gefallen hat: Der Auftritt von Nmecha! Sehr starke Präsenz auf dem Spielfeld. Vorne immer wieder mit Distanzschüssen. Nach hinten Löcher gestopft, Gegner abgerannt, Bälle erobert. Einer der ganz großen Gewinner aus den ersten beiden Spielen.

Die Einwechselspieler brachten frischen Wind. Rüdiger ersetzte zur Halbzeit Schlotterbeck und machte es mit seiner großen Erfahrung sehr souverän. Leweling lief Gegner an und sorgte für Drucksituationen-auch wenn nicht alles gelang. Amiri Assistgeber zum wichtigen 1:1 und auch ansonsten auffällig gut im Spiel.
Und zu Undav? Was soll man sagen. Er ist ein Phänomen. Physisch präsent, stark bei der Ballannahme und dem Abschluss zum späten 2:1.

Was war nicht so gut? Die Offensivreihe in Hälfte 1 und zwar durchgängig alle! Havertz hat gezeigt, dass er gegen physisch starke und schnelle Verteidiger teilweise massive Probleme hat. Deswegen war und bin ich einfach kein Fan von ihm als MS und dabei wird es auch bleiben.
Musiala glücklos in vielen Aktionen. Sane nach hinten hin engagiert im großen und ganzen-nach vorne aber erneut ohne Impulse. Immerhin war dann diesmal auch früh Schluss.
Wirtz erschreckend harmlos. Da ging wirklich gar nix.

Defensiv hatte Tah diesmal mehr Probleme gehabt als gedacht. Wirkte oft etwas ungelenk und ging zum Ende hin früh zu Boden, was der Elfenbeinküste einen starken Konter ermöglichte.
Generell war man teilweise enorm anfällig.

Das man trotzdem als Sieger rausging zeigt aber auch die Mentalität der Mannschaft, die gerade zum Ende hin mit neuen Impulsen das Blatt drehen konnte.

Taktisch war der Gegner sehr stark eingestellt und ein guter Gradmesser für den weiteren Verlauf.

Wie würde die Defensive gegen Olise, Dembélé, Mbappé, Doué oder Barcola wohl oder die Offensivreihe der Engländer aussehen, wenn es gegen CIV ein 50:50 Spiel war?
Nagelsmann dürfte sich in seinem taktischen Vorgehen bestätigt fühlen, Sané in der Startelf, Havertz auf der Neun lassen und Undav weiterhin von der Bank bringen.
Wenn dann für den Versuch des ursprünglichen Plans wieder eine Stunde vorgesehen ist, kann es gegen andere Gegner zu spät sein, einen Rückstand aufzuholen. Doch der Bundestrainer muss es als Hauptverantwortlicher am besten wissen. Wie jeder Bundestrainer hat er seine fixen Vorstellungen und bevorzugt bestimmte Spieler nicht ausschließlich aus Leistungsgründen.


Das wird man dann sehen, wenn es soweit ist😅
Mir hat gestern sehr vieles gerade in Hälfte 1 und nach dem Wiederanpfiff nicht gefallen. Dazu ist die wahrscheinlich schwere Verletzung von Schlotti schon enorm bitter und qualitativ nicht 1zu1 ersetzbar.
Aber: Wer siegt hat Recht heißt es ja gerne. Und solange die Ergebnisse stimmen, sieht sich Nagelsmann bestätigt.

Was mich positiv stimmt ist der gute Teamgeist! Das sieht man schon ziemlich deutlich und ist anders als 18 und 22, wo es erkennbar nicht stimmte.

Bisher haben weder England noch Frankreich mich komplett überzeugt. Defensiv sahen da beide Teams einige Male schlecht aus. Von daher würde man auch gegen die Chancen bekommen.
Dazu muss man ja auch nur auf die bisherigen Spiele sehen und man erkennt, dass sehr viele Topteams aktuell mal mehr mal weniger große Probleme haben.

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#136
21.06.2026 - 11:24 Uhr
Vor diesem Spiel spielte Deutschland acht Mal gegen ein afrikanisches Team, die Bilanz lautete 5-2-1.
Dabei schoss man nie mehr als zwei Tore und der einzige Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied war das 2-0 gegen Kamerun 2002. In drei dieser Siege fielen die Siegtreffer ab der 80 Minute. Alle diese Spiele waren auf ihre Art und Weise schwierig.

Wenn man sich das anschaut, könnte man sagen, dass Spiel gestern eine Zusammenfassung der deutsch-afrikanischen WM-Geschichte darstellt.

Viele Dinge wurden ja schon gesagt. Tatsächlich fand ich, dass man vielleicht sogar zu viel Wert auf die ivorischen Außen gelegt hat. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass man dadurch einige Räume zu viel an anderer Stelle nicht ideal besetzt hatte.
Ich fand auch Musiala besser als Wirtz, der sich nicht gut in das physische Spiel reinfinden konnte. Das war eben bei Nmecha z.B. anders. Der hatte in der ersten Viertelstunde auch einige unschöne Ballverluste, hat dann aber irgendwann sein Spiel auf das, was um ihn herum passiert, eingestellt.

Die wirklich schwache Phase war die Viertelstunde nach der Pause. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Team doch sehr davon überrascht war, dass die Elfenbeinküste auf das zweite Tor gehen wollte. Die erste Halbzeit war eigentlich nicht notwendigerweise so, dass man da mit einem Rückstand in die Pause gehen musste. Trotz aller Fehler hatte CIV eigentlich nur die eine wirklich gefährliche Szene und die führte zum Tor.

Einige halten das Ergebnis ja für einen Fehler, weil dadurch FRA im 1/8-Finale droht (analog zum Turnierverlauf 2024) und ich kann das nachvollziehen bis zu einem gewissen Punkt, ich jammere seit der Auslosung über den bescheidenen Turnierweg und die harte „Parallelgruppe“.
Allerdings bin ich dennoch dafür, dass man auf Sieg spielt. Niemand weiß, was Norwegen macht im letzten Spiel und wäre man „bewusst“ Zweiter geworden und müsste plötzlich mit nur einem Sieg gegen Curacao im Rücken schon eine Runde zuvor gegen FRAU spielen, wäre das einen riesiegen Biss in den eigenen Hintern Wert gewesen.

Zu guter Letzt: ich habe Goretzka eigentlich immer nur kritisiert, aber für seinen Sprint am Ende gibt es ein dickes Lob. Nicht nur, weil er den Ball geklärt hat, sondern weil der Sprint eigentlich rational betrachtet aussichtslos war - und er ihn für die 5%-Chance trotzdem gemacht hat.

•     •     •

Wer hilft mir bei der Identifikation des folgenden typischen tm.de-Geräuschs?

„KLIRR“

Ich konnte es bisher eingrenzen auf:

a) zwei aufeinanderprallende Einzeiler
oder
b) ein Glashaus
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#137
21.06.2026 - 11:35 Uhr
Zitat von Dreisambock
Vor diesem Spiel spielte Deutschland acht Mal gegen ein afrikanisches Team, die Bilanz lautete 5-2-1.
Dabei schoss man nie mehr als zwei Tore und der einzige Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied war das 2-0 gegen Kamerun 2002. In drei dieser Siege fielen die Siegtreffer ab der 80 Minute. Alle diese Spiele waren auf ihre Art und Weise schwierig.

Wenn man sich das anschaut, könnte man sagen, dass Spiel gestern eine Zusammenfassung der deutsch-afrikanischen WM-Geschichte darstellt.

Viele Dinge wurden ja schon gesagt. Tatsächlich fand ich, dass man vielleicht sogar zu viel Wert auf die ivorischen Außen gelegt hat. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass man dadurch einige Räume zu viel an anderer Stelle nicht ideal besetzt hatte.
Ich fand auch Musiala besser als Wirtz, der sich nicht gut in das physische Spiel reinfinden konnte. Das war eben bei Nmecha z.B. anders. Der hatte in der ersten Viertelstunde auch einige unschöne Ballverluste, hat dann aber irgendwann sein Spiel auf das, was um ihn herum passiert, eingestellt.

Die wirklich schwache Phase war die Viertelstunde nach der Pause. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Team doch sehr davon überrascht war, dass die Elfenbeinküste auf das zweite Tor gehen wollte. Die erste Halbzeit war eigentlich nicht notwendigerweise so, dass man da mit einem Rückstand in die Pause gehen musste. Trotz aller Fehler hatte CIV eigentlich nur die eine wirklich gefährliche Szene und die führte zum Tor.

Einige halten das Ergebnis ja für einen Fehler, weil dadurch FRA im 1/8-Finale droht (analog zum Turnierverlauf 2024) und ich kann das nachvollziehen bis zu einem gewissen Punkt, ich jammere seit der Auslosung über den bescheidenen Turnierweg und die harte „Parallelgruppe“.
Allerdings bin ich dennoch dafür, dass man auf Sieg spielt. Niemand weiß, was Norwegen macht im letzten Spiel und wäre man „bewusst“ Zweiter geworden und müsste plötzlich mit nur einem Sieg gegen Curacao im Rücken schon eine Runde zuvor gegen FRAU spielen, wäre das einen riesiegen Biss in den eigenen Hintern Wert gewesen.

Zu guter Letzt: ich habe Goretzka eigentlich immer nur kritisiert, aber für seinen Sprint am Ende gibt es ein dickes Lob. Nicht nur, weil er den Ball geklärt hat, sondern weil der Sprint eigentlich rational betrachtet aussichtslos war - und er ihn für die 5%-Chance trotzdem gemacht hat.


Man hat halt gesehen, dass man im deutschen Team einen extrem großen Respekt vor Diomande auf Rechts und Amad auf Links hatte. Da hat man oft genug versucht, die beiden dann zu stellen, was beide AV auch erkennbar vor große Probleme gestellt hat. Kimmich aufgrund seiner geringeren Grundgeschwindigkeit mehr. Ist aber auch generell ein undankbarer Job, wenn man teilweise da ohne Hilfe da ran muss. Tatsächlich war es bis auf die Szene vorm 0:1 sogar noch ziemlich ordentlich von ihm.

Weil man gegen Ecuador wohl nach den Aussagen von Nagelsmann rotieren will, sollte man vllt offensiv über ein paar Änderungen nachdenken: Havertz, Musiala, Sane, Wirtz alle raus. Dafür Leweling, Amiri, Woltemade und Beier mal rein. Weil ich ehrlich gesagt das gefühl hatte, dass ein paar dringend mal durchschnaufen müssen. Gerade Wirtz und Musiala waren platt. Dazu kam der wenige Einfluss der genannten aufs Spielgeschehen.
Dazu wird Rüdiger wohl Schlotterbeck ersetzen müssen.

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„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#138
21.06.2026 - 11:57 Uhr
@Schilkseeschnack

Ich finde Quervergleiche immer schwierig. Jedes Spiel ist anders, bringt neue Matchpläne und Dynamiken.
2014 sahen wir defensiv gegen Ghana und Algerien auch schlecht aus und haben dagegen gegen Portugal, Frankreich, Argentinien (und quasi auch Brasilien) die Null gehalten. Dabei geht es mir nicht darum, die damalige Qualität der Einzelspieler in der Defensive mit der heutigen zu vergleichen. Hätte man damals aber nur die Spiele gegen Ghana und Algerien genutzt, um zu prognostizieren, wie weit wir kommen, hätte man wohl nicht mit diesem Turnierverlauf gerechnet.

Grundsätzlich sehe ich wie einige andere, trotz vieler eigener Tore, die Offensive eher in der Pflicht. Das fängt mit den vielen Ballverlusten an, die dem Gegner Unschaltmomente ermöglichen. Von Wirtz, Musiala, Havertz muss mehr kommen, individuell und auch im Kombinationsspiel. Das offensive 1vs1 ist weiterhin ein großes Problem.
Das ist mir mitunter zu lasch, zu zahm. Der Gegner muss spüren, dass er diese drei Spieler nur schwer verteidigt bekommt. Auch das hemmt, bindet und entlastet unsere eigene Defensive.

Und ein weiterer Punkt, der ja schon diskutiert wird, ist das Pressing/Gegenpressing. Das ist doch die große Stärke der Mannschaft und unsere Art den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Das zündet aber bisher so gar nicht. Auch in der Vorbereitung fand ich es nicht gut. Das ist ein riesiges Problem, weil es uns nicht Stärke nimmt sondern auch noch zusätzlich verwundbar macht. Das war z.b. etwas, womit Frankreich in der Nations League erstmal überhaupt nicht zurechtkam, um mal beim potenziellen Achtenfinale zu bleiben.

Eine Resthoffnung habe ich noch bei Schlotti aber wahrscheinlich, wird er uns wegfallen. Ansonsten fände ich es interessant, wie ihr nun gegen Ecuador aufstellen würdet. Pausen geben, Flow finden/behalten?
Es könnten noch zwei wertvolle Möglichkeiten sein sich einzuspielen, Spieler in Form zu bekommen und an den Abläufen (Pressing, Kombinationsspiel) zu arbeiten.

Würde gerne mal die Variante mit Undav vor Wirtz, Musiala, Havertz spielen, die dann in ständigen Positionsrochaden agieren.
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#139
21.06.2026 - 11:58 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack

Taktisch war der Gegner sehr stark eingestellt und ein guter Gradmesser für den weiteren Verlauf.

Wie würde die Defensive gegen Olise, Dembélé, Mbappé, Doué oder Barcola wohl oder die Offensivreihe der Engländer aussehen, wenn es gegen CIV ein 50:50 Spiel war?

Dieses Projizieren eines Spielverlaufs und von Problemen auf zukünftige Gegner macht selten Sinn, weißt du selbst. Gegen Frankreich wäre die ganze Mannschaft mental anders eingestellt. Und es ist ja nicht so, dass unsere Leute nicht regelmäßig gegen diese Kaliber spielen würden.
WM: Deutschland - Elfenbeinküste |#140
21.06.2026 - 12:24 Uhr
Zitat von Marcelinho1000
@Schilkseeschnack

Ich finde Quervergleiche immer schwierig. Jedes Spiel ist anders, bringt neue Matchpläne und Dynamiken.
2014 sahen wir defensiv gegen Ghana und Algerien auch schlecht aus und haben dagegen gegen Portugal, Frankreich, Argentinien (und quasi auch Brasilien) die Null gehalten. Dabei geht es mir nicht darum, die damalige Qualität der Einzelspieler in der Defensive mit der heutigen zu vergleichen. Hätte man damals aber nur die Spiele gegen Ghana und Algerien genutzt, um zu prognostizieren, wie weit wir kommen, hätte man wohl nicht mit diesem Turnierverlauf gerechnet.

Grundsätzlich sehe ich wie einige andere, trotz vieler eigener Tore, die Offensive eher in der Pflicht. Das fängt mit den vielen Ballverlusten an, die dem Gegner Unschaltmomente ermöglichen. Von Wirtz, Musiala, Havertz muss mehr kommen, individuell und auch im Kombinationsspiel. Das offensive 1vs1 ist weiterhin ein großes Problem.
Das ist mir mitunter zu lasch, zu zahm. Der Gegner muss spüren, dass er diese drei Spieler nur schwer verteidigt bekommt. Auch das hemmt, bindet und entlastet unsere eigene Defensive.

Und ein weiterer Punkt, der ja schon diskutiert wird, ist das Pressing/Gegenpressing. Das ist doch die große Stärke der Mannschaft und unsere Art den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Das zündet aber bisher so gar nicht. Auch in der Vorbereitung fand ich es nicht gut. Das ist ein riesiges Problem, weil es uns nicht Stärke nimmt sondern auch noch zusätzlich verwundbar macht. Das war z.b. etwas, womit Frankreich in der Nations League erstmal überhaupt nicht zurechtkam, um mal beim potenziellen Achtenfinale zu bleiben.

Eine Resthoffnung habe ich noch bei Schlotti aber wahrscheinlich, wird er uns wegfallen. Ansonsten fände ich es interessant, wie ihr nun gegen Ecuador aufstellen würdet. Pausen geben, Flow finden/behalten?
Es könnten noch zwei wertvolle Möglichkeiten sein sich einzuspielen, Spieler in Form zu bekommen und an den Abläufen (Pressing, Kombinationsspiel) zu arbeiten.

Würde gerne mal die Variante mit Undav vor Wirtz, Musiala, Havertz spielen, die dann in ständigen Positionsrochaden agieren.


Bei Wirtz und Musiala würde ich tatsächlich sagen, dass beide mal rausgenommen werden sollten. Beide waren gestern ziemlich fertig physisch. Obwohl beide nicht der Faktor sind, den ich mir gewünscht habe, sind die für das weitere Turnier wichtig. Und man sollte sie nicht verheizen.
Schlotterbeck wird wohl länger ausfallen, da muss dann Rüdiger übernehmen. Der mit seiner Galligkeit schon ein Brett sein kann. Wenn es rein um den Spielaufbau geht, hätte ich eher Thiaw genommen.

Ansonsten: Undav könnte von Beginn an starten und später übernimmt dann Woltemade. Oder umgekehrt. Weil man hier den Luxus hat, vorzeitig als Grp Sieger festzustehen, kann man einigen durchaus mal eine Pause gönnen. Und die Auswechselspieler könnten dann auch mal ihre Moralminuten bekommen.

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
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