DFB und DFB-Teams
Do., 25.06.2026
Ecuador
Ecuador
  

Daten

Ecuador   Deutschland
Sebastián Beccacece S. Beccacece Trainer J. Nagelsmann Julian Nagelsmann
368,70 Mio. € Gesamtmarktwert 962,00 Mio. €
26,3 ø-Alter 28,3

Gesamtbilanz: Weltmeisterschaft

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WM: Ecuador - Deutschland

23.06.2026 - 11:35 Uhr
  Umfrage
  % Stimmen
Noch ein Sommermärchen
 73,7  14
Egal!
 21,1  4
Muss man sich jetzt Sorgen machen?
 05,3  1
Gesamt: 19

Die Umfrage ist abgelaufen.

Anstoß: Do., 25.06.26 um 22 Uhr MESZ (16 Uhr Lokalzeit)
Ort: MetLife Stadium East Rutherford New York/New Jersey (80663 Plätze)
Übertragung: ARD / Magenta TV

Ein Sieg zum Start mit vielen Toren und einigen Defensivschwächen gegen eine unterlegene Mannschaft aus dem CONCACAF, ein zähes Spiel mit Last-Minute-Explosion im 2. Spiel, woraus ein Schaulaufen gegen Ecuador im Stadion des zukünftigen Finals resultiert. Herzlich willkommen im déjà-vu Thread zum Gruppenabschlussspiel gegen Ecuador.

Jetzt könnte man erwarten, dass das Spiel im sommerlichen Berlin stattfindet und Angela Merkel auf der Tribüne zusieht. Aber tatsächlich sind wir alle 20 Jahre älter geworden und dürfen uns auf diese Wiederholung der Geschehnisse aus der Vergangenheit am späten Donnerstagabend bei heißen Temperaturen auf den deutschen Public-Viewing-Plätzen freuen.

Eine Änderung in der Konstellation ist jedoch bedeutend anders: Während Deutschland schon als Gruppensieger der Gruppe E feststeht, muss Ecuador dieses Mal zwingend gewinnen um noch realistische Chancen auf ein Weiterkommen zu haben. Nachdem die Südamerikaner im ersten Spiel noch mehr oder weniger unglücklich gegen einen Gegner auf Augenhöhe von der Elfenbeinküste verloren, kamen sie im zweiten Spiel trotz hoher Überlegenheit nicht über ein 0:0 gegen Curaçao hinaus. Somit ist Ecuador einer der wenigen Teilnehmer, die es bislang nicht zu einem Torerfolg bei dieser WM gebracht haben. Gleichzeitig gab es aber auch erst einen Gegentreffer, so dass gleich klar wird, wo bei dem Weltranglisten-23. die Stärken und die Schwächen liegen: Das Team verfügt über eine starke Defensive, gespickt mit international herausragenden Spielern wie Hincapie, Pacho und Caicedo. In der Offensive hingegen ist die Qualität weitaus dünner, wobei mit Enner Valencia Ecuadors Lebensversicherung und Rekordtorschütze mit 36 Jahren immer noch für dieses Team aktiv ist und weiterhin verlässlich trifft. In den letzten 6 Spielen der WM-Quali hat er alle Tore für sein Land geschossen. Die Tatsache, dass diese letzten 6 Spiele aber mit einem Torverhältnis von 4:1 (mit 4 Toren durch Valencia) bestritten wurden und drei dieser Spiele 0:0 endeten zeigt wiederum deutlich, was von dieser Truppe zu erwarten ist. Jedenfalls keine Torfestivals. Und so endete die Quali für Ecuador mit 8 Siegen, 8 Unentschieden und nur 2 Niederlagen mit einem Torverhältnis von 14:5 in 18 Spielen. Richtig, das ist nicht mal ein Tor pro Spiel, womit diese Mannschaft in der Quali vor Kolumbien, Uruguay und Brasilien auf Platz 2 hinter Argentinien, die im letzten Spiel sogar (natürlich mit 1:0) geschlagen wurden, abschloss.

Trainer der „Tri“ ist seit 2024 der Argentinier Sebastian Beccacece, der als Co-Trainer hinter Sampaoli mit Chile 2014 und Argentinien 2018 bereits WM-Erfahrung sammelte und eigentlich als offensiv eingestellter Coach bekannt ist. Nach seinem Amtsantritt verlor Ecuador zunächst 0:1 gegen Brasilien, danach blieb das Team in der durchaus schwierigen Qualifikation jedoch ungeschlagen und kassierte nur ein Gegentor.

Ecuadors erste WM-Teilnahme datiert aus dem Jahr 2002, ist aber seitdem schon zum 5. Mal dabei und kann deswegen mittlerweile als Stammgast bei Weltmeisterschaften angesehen werden. 2006 scheiterte die Mannschaft im Achtelfinale knapp an England, sonst war bisher immer in der Vorrunde Schluss. Eigentlich waren die Voraussetzungen für ein Erreichen der KO-Runde aufgrund der eigenen Kaderstärke und des günstigen Turniermodus noch nie so gut wie in diesem Jahr, doch die jetzige Situation erscheint angesichts der schlechten Ausgangslage und des abschließenden Spiels gegen ein bisher gut ins Turnier gestartetes Deutschland mehr als schwierig. Das wird die „Tri“ jedoch mit Sicherheit nicht von ihrem Spiel abbringen, diese Mannschaft ist physisch stark, taktisch gut eingestellt und verfügt über eine klare Hierarchie mit den beiden Anführern Caicedo und Valencia. Mithelfen dabei soll auch der ehemalige deutsche U-Nationalspieler John Yeboah, der seit 2024 für den ecuadorianischen Verband in dessen Offensive tätig ist.

Die deutsche Nationalmannschaft hingegen steht erstmals in ihrer Geschichte vor einem vermeintlich vollständig unbedeutendem WM-Spiel, da aufgrund der „Direkter-Vergleich-Regel“ der Gruppensieg bereits feststeht. Ein solches Spiel bringt zwar die Möglichkeit, Kräfte zu schonen, Ersatzspielern Spielzeit zu verschaffen und bestimmte Abläufe weiter einzustudieren. Jedoch ist es in einem solchen Turnier immer wichtig, die Spannung hochzuhalten. Sollte man ein Spiel gegen einen starken Gegner wie Ecuador auf die leichte Schulter nehmen, werden wir dieses Spiel verlieren und die gute Stimmung, die durch die nun 11 Siege in Folge entstanden ist und die sich bis dahin so positiv auf die Mannschaft ausgewirkt hat, ist dahin. Julian Nagelsmann wird also diese Vor- und Nachteile einer größeren Rotation abwägen müssen und wahrscheinlich wird dieser Punkt in diesem Thread auch noch viel diskutiert werden.

Ändern muss er auf jeden Fall die Startaufstellung in der Innenverteidigung, da Schlotterbeck aufgrund seiner Verletzung am Sprunggelenk nun für mehrere Monate ausfallen wird und das Spiel entsprechend von der Tribüne verfolgen wird. Hier wird Nagelsmann sicherlich auf Antonio Rüdiger zurückgreifen und von einer weiteren Rotation absehen, damit sich das IV-Duo der letzten Europameisterschaft wieder finden kann. Ob es dahinter zu einer Geste an den zurückgestuften Oliver Baumann kommt, wird bereits heiß diskutiert. Tatsächlich wäre dies nun eine gute Gelegenheit hierfür, dagegen spräche jedoch, dass man das Spiel auch nutzen sollte, um das Zusammenspiel der IV mit dem Torwart einzuspielen.

Das derzeitig präsenteste Diskussionsthema ist sicherlich die Frage, ob Undav nun ein Spiel von Beginn an bekommen sollte. Auch hier gibt es sicherlich viele Argumente in alle Richtungen, die in diesem Thread bestimmt in aller Ausführlichkeit diskutiert werden.

Wieder freue ich mich auf das Spiel und hoffe, dass wir die Siegesserie so ausbauen, dass Derwalls Rekord von 1979/80 mit dann 12 Spielen in Serie einstellen. Überhaupt ist es einer deutschen Nationalmannschaft erst zweimal gelungen, die Vorrunde mit drei Siegen abzuschließen, zuletzt gegen eben Ecuador 2006. Das wird bis dahin aber ein hartes Stück Arbeit gegen diese starke Defensive, doch wird diese Prüfung bestanden, kann diese Mannschaft in der KO-Runde auf eine starke Vorrunde aufbauen, in der sie das nötige Durchsetzungsvermögen, das es bei einem Großturnier braucht, mehrfach nachgewiesen hat.

Und nun Ring frei für eure Diskussionen!
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WM: Ecuador - Deutschland |#1
25.06.2026 - 22:13 Uhr
Da ist er wieder unser Weltklasse Torwart Neuer...bloß nicht Baumann spielen lassen

Die Schiedsrichterin ist aber glatt für uns, daher gewinnen wir haha... ich bin für mehr weibliche Schiedsrichterinnen, sie bringen unfassbare Qualität mit...genauso wie mehr weibliche Kommentatorinnen...wo kämen wir denn da hin
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Malkos am 25.06.2026 um 22:14 Uhr bearbeitet
WM: Ecuador - Deutschland |#2
26.06.2026 - 00:09 Uhr
Das Spiel hat dann doch relativ deutlich aufgezeigt, wie schwach wir eigentlich sind.
Die Gedanken, die man im Vorfeld (Nicht-Nominierung El Mala, Verletzung Gnabry, Verletzung Karl, Verletzung Kleindienst) hatte, es könne offensiv angesichts der Formkurven von Musiala, Wirtz, Sané zu dünn sein, waren ja nicht weit hergeholt..
Ja, die Mannschaft hat eine gute Serie hingelegt, Resilienz bewiesen, Mentalität gezeigt. Die Leistungen waren aber überschaubar.

Wenn wir nur auf die jüngsten Spiele gegen vernünftige Gegner schauen, so war das gegen USA, Elfenbeinküste und Ecuador offensiv einfach schwach.
Wirtz und Musiala müssten diese Mannschaft offensiv tragen. Das können sie aufgrund ihrer Form aber in keinster Weise. Und so ist das offensiv einfach viel zu wenig. Es ist langweilig, es ist limitiert. Wir haben keine Wucht, wir haben kein Tempo, wir haben keine Qualitäten im 1vs1. Und unser Kombinationsspiel ist halt leider bei weitem nicht auf dem Niveau unserer guten Jahre (Klose, Özil, Müller).
Das ist einfach sehr viel Stückwerk, viele technische Fehler. Und gleichzeitig aber auch kein so dominantes Ballbesitzspiel im Mittelfeld, um den Gegner zu zermürben. Da sind ständig Fehler drin, die das Spiel zerfahren und unruhig wirken lassen.

Und dann kann man von draußen halt auch nicht viel nachlegen. Heute Groß und Beier...Leute, das ist doch nicht ernst gemeint. Ich hätte zumindest mal Ouédraogo erwartet. Aber generell ist auch die Qualität der Einwechselspieler (Undav aktuell natürlich ausgeklammert) überschaubar.

Man könnte meinen, dass die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt kommt. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wer dafür sorgen soll, dass die nächsten Spiele besser werden. Musiala und Wirtz nächste Woche plötzlich Weltklasse? Sicher nicht.

Edit:
Es ist halt auch nicht umsonst so, dass Nmecha und Brown bisher die auffälligsten Spieler im Offensivspiel waren, die zumindest über Tempo bzw. Nmecha auch über Physis kommen.
Es ist ja so nicht mal möglich, dass wir z.b. gegen eine Mannschaft wie Frankreich mal tiefer stehen. Wir haben ja kaum Spieler fürs Umschaltspiel, die den Ball schnell nach vorne tragen können. Musiala z.b. wirkt da so fertig und kraftlos.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marcelinho1000 am 26.06.2026 um 00:16 Uhr bearbeitet
WM: Ecuador - Deutschland |#3
26.06.2026 - 01:53 Uhr
Für mich sind die vorher gewonnen 11 Spiele auch ein Problem, da hat man sich von den Siegen etwas blenden lassen. Richtig stabil war das eben nicht und die Gegener waren auch eher nicht das Toplevel. Im Grunde spielen wir wieder den gleichen Murks wie zu der Zeit als Nagelsmann übernommen hat, nur mit weniger Verunsicherung. Es wird versucht der Mannschaft etwas zu verkopftes zu vermitteln das nicht wirklich als Automatismus abrufbar ist. Nagelsmann sprach nach dem Spiel davon, dass die Mannschaft die Positionen zu früh verlässt. Die Frage stellt sich warum. Aus meiner Sicht scheinen die Spieler Anweisungen umsetzen zu wollen, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entspricht, bzw. schlicht nicht richtig implementiert ist.
Ich würde das behaupten, was viele auch vor der EM geschrieben haben. Gib ein klares und konservatives 4-3-3 oder 4-2-3-1 und die Spieler bewegen sich besser und werden auch wieder besser im Passpiel.
Immer als Prinzip den Ball Kimmich im tiefen Spielaufbau zu geben, verstehe ich eh nicht. Der tiefe Spielaufbau ist doch überhaupt nicht die große Stärke von Kimmich. Geschieht dies Situativ aus fluidem Spiel heraus, ist das kein Problem. Aber das wirkt so erzwungen mit Ansage, dass der Gegner sich auch einfach darauf einstellen kann.
WM: Ecuador - Deutschland |#4
26.06.2026 - 06:52 Uhr
Nagelsmann presst das Team in eine Taktiksystem, das es nicht umsetzen kann. Es unterscheidet sich einfach sehr stark von dem, was die Stammspieler in ihren Vereinen bei ihren Bestleistungen spielen. Gegen Curacao fiel das nicht auf, und gegen die Elfenbeinküste hat man selbst zumindest alles gegeben und sich voll reingehauen und auch wegen der Individualleistungen von Leuten wie Undav und Nmecha knapp gewonnen. Jetzt wirkte es, als sei die Spannung weggewesen jei den Spielern, wohingegen Ecuador ja 120% für die K.O.-Runde geben musste. Man hat diesen Intensitätsunterschied gemerkt, ebenso, dass Deutschland sehr schlecht mit dem Rasen zurechtkam.
Die Nagelsmann-Wechsel waren dann der Todesstoß. Was Groß und Beier (auf der rechten Schiene!!!) bewirken sollten, ist mir schleierhaft. Stiller und Thiaw haben noch den Umständen entsprechend gut gespielt, konnten aus diesem tiefen Spielaufbau heraus nichts reißen. Man hat doch mit Amiri und Keweling die besseren Kandidaten auf der Bank…

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"Ich ziele nie. Denn wenn ich nicht weiß, wohin der Ball geht, woher soll es dann der Torwart wissen?" - Wayne Rooney

WM: Ecuador - Deutschland |#5
26.06.2026 - 08:11 Uhr
Wo soll man anfangen? JN hatte nicht den Mut (oder ist zu widerborstig) Undav von Anfang an zu bringen oder mal was anderes zu versuchen, was nicht erzwungen war. Woltemade wäre auch mal eine Option gewesen. Die IV war total unsicher und deas kreative Mittelfeld gar nicht kreativ. Was mich aber am meisten erschrocken hat, waren die planlosen und wirkungslosen Einwechslungen. Die hätte auch jemand würfeln können und es wäre nicht anders gewesen. Das hat den nicht vorhanden Spielfluss nur weiter zerfasert. Nagelsmann wirkt ohnehin planlos und echauffiert - die ganze Zeit. Viele andere Trainer haben auch schon enttäuscht, aber JN finde ich persönlich unangenehm. Den möchte ich da in seiner jetzigen dünnhäutigen Rumpelstilzchenart auch gar nicht als deutsches Aushängeschild stehen haben. Da kommt zusätzlich zur Enttäuschung über die Spielweise (die ja noch schlechter als gegen CIV war) auch noch Fremdscham auf.

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lebenslang grün-weiß

Gestern standen wir noch am Abgrund; heute sind wir schon einen Schritt weiter.
WM: Ecuador - Deutschland |#6
26.06.2026 - 08:53 Uhr
Alles in allem ist das Spiel gestern, genau genommen die ganze Vorrunde keine Überraschung: Eine zusammengewürfelte Mannschaft ohne Plan mit Spielern, die auf dem Platz stehen, weil Nagelsmann was in ihnen sehen will, was nicht da ist, zusammengeführt mit einer fürchterlich verkopften Spielidee. Da ist Platz 1 der Vorrunde ziemlich gut. Curacao ist eine der schwächeren Mannschaften in diesem aufgeblähten Turnier,bei der Elfenbeinküste und Ecuador hingegen wusste man schon, dass die stärker sind, aber eben weit entfernt davon, um den Titel zu spielen.
Positiv auch, dass Nagelsmann Spielern wie Brown und Nmecha die Chance gegeben hat. Da wird allerdings auch deutlich, wie schwach Raum und Goretzka sind, die eigentlich in Nagelsmanns Weltbild gesetzt waren.
Es bleiben aber die vermeintlichen Leistungsträger, die schwach geblieben sind:
Vorneweg Neuer, dessen Aura nur leuchtet, wenn man Videos aus dem Jahr 2014 anguckt. Mit jedem anderen Torwart hätte man gestern nicht verloren. Das war wie das WM Spiel gegen Japan 2022, wo Neuer mit seinen Fehlern dazu beitrug, dass aus einem 1:0 ein 1:2 wurde.
Dann Kimmich, der mit seiner Dreifachrolle als Kapitän, RAV und Antreiber im defensiven Mittelfeld völlig überfordert ist und auch nichts anfangen kann. Defensiv zudem eine Zumutung. Nach der langen Saison möglicherweise auch nicht fit. Wie gut, dass Nagelsmann keinen zweiten RAV mitgenommen hat.....
Musiala: nicht fit und im Zentrum falsch eingesetzt.
Wirtz: bisher ein Schatten seiner selbst, spielt aber auch nicht da, wo er hingehört, weil Nagelsmann Musiala als Spielmacher missversteht.
Havertz: Überzeugt bei Arsenal in einer Mannschaft, die auf Konter setzt. Nagelsmann setzt hingegen auf sinnfreien Ballbesitz a la Löw. Kein Wunder, dass er wie ein Fremdkörper wirkt.
Pavlovic: Warum darf der spielen? Einer der Schwächsten bisher.
Tah: In den Medien der Abwehrchef, was wohl seine Klasse unterstreichen soll. Im Turnier wird deutlich, dass er wohl über seinen Zenit ist. Letztlich ein Risikofaktor. Da ist es auch kein Trost für ihn, dass der maßlos überschätzte Schlotterbeck mittlerweile verletzt ausgeschieden ist.

Zusammenfassend muss man sagen, dass Nagelsmann wie bei EM planlose Defensive bevorzugt, die er mit wirren Ideen anreichert.
In der KO Runde wird man sich wohl ins Achtelfinale retten, aber gegen Mannschaften mit Substanz wird man dann wohl ausscheiden. Immerhin besser als die letzten beiden WM, aber sehr weit unter dem eigenen Anspruch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mimi66 am 26.06.2026 um 08:55 Uhr bearbeitet
WM: Ecuador - Deutschland |#7
26.06.2026 - 11:02 Uhr
Jetzt läuft ja das übliche Spiel der Medien. Nach dem 7:1 befand sich das Team auf dem Weg ins Finale und jetzt bricht teilweise Panik aus (von Schockstarre und einer Niederlage mit Tragweite ist die Rede), weil der überbewertete Sieg gegen Curacao widerlegt worden ist. Doch das ist im heutigen multimedialen Zeitalter mit Clicks und Likes wohl unvermeidbare Normalität.
Mir fehlt teilweise eine sachliche, nüchterne Einschätzung der Leistungsstärke der deutschen Mannschaft ohne Extreme.
WM: Ecuador - Deutschland |#8
26.06.2026 - 11:15 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Jetzt läuft ja das übliche Spiel der Medien. Nach dem 7:1 befand sich das Team auf dem Weg ins Finale und jetzt bricht teilweise Panik aus (von Schockstarre und einer Niederlage mit Tragweite ist die Rede), weil der überbewertete Sieg gegen Curacao widerlegt worden ist. Doch das ist im heutigen multimedialen Zeitalter mit Clicks und Likes wohl unvermeidbare Normalität.
Mir fehlt teilweise eine sachliche, nüchterne Einschätzung der Leistungsstärke der deutschen Mannschaft ohne Extreme.


Ich finde das Rumgekumpel einzelner Medienvertreter mit der Nationalmannschaft inzwischen anstrengender als jede Medienschelte.🫠

Man muss einfach mal festhalten, dass 2 von 3 Auftritten bei dieser WM schwach waren. Gegen die Elfenbeinküste sind wir fast die Hälfte des Spiels schlechter und haben am Ende Glück, dass wir den Sieg ziehen. Dieses Spiel nur für sich genommen fände ich gar nicht so schlimm, aber in Kombination mit dem Auftritt gestern wird leider deutlich: Taktische Fehler, mangelnde Körperlichkeit und individuelle Schwächen sind bei der Mannschaft leider nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Das dürfen die Medien auch so benennen. Wenn ein Julian Nagelsmann nicht so unsouverän auftreten würden, wäre da gar nicht so viel Druck auf dem Kessel. Sein schnippisches Verhalten trägt nicht zu einer sachlichen Diskussion bei.

Stattdessen fliegen der Mannschaft die Entscheidungen ihres Trainers in puncto Personal, Taktik und sein Auftreten um die Ohren.
WM: Ecuador - Deutschland |#9
26.06.2026 - 11:40 Uhr
Zitat von sultan-martinez
Zitat von Walloschke_B

Woran ich hingegen nicht zweifle: Dass wir eine kommende Weltklassemannschaft sind. 2028 auf dem Peak, würde ich meinen. Natürlich müssen wir dazu weniger Verletzungspech haben.


Vor drei Wochen hätte ich den Take unterschrieben, mittlerweile mache ich mir hier aber auch mehr und mehr Sorgen. Der Fußball wird immer athletischer. Gerade die Premier League lebt das vor und setzt auf physisch starke und unglaublich schnelle Spieler. Die haben wir in Deutschland so gut wie gar nicht. Wirtz und Musiala kommen jetzt schon an ihre Grenzen und werden sich in diesen Attributen wohl nicht mehr weiterentwickeln. Unsere ganzen ZM-Hoffnungen wie Stiller, Kimmich, Pavlovic aber auch ein Bischoff oder Reitz können rein zweikampftechnisch ebenfalls überhaupt nicht mithalten. Selbst unsere "schnellsten" Offensivspieler wie Sane und Beier sind international gesehen keine krassen Sprinter. Nmecha ist da gut, aber der hat taktisch seine Probleme. Brown ist ein Hoffnungsschimmer. El Mala auch. Aber reicht das bei ihm für das oberste Regal, oder ist er "nur" in der Bundesliga wirklich herausragend? Ouedraogo könnte das vielleicht auch, wenn er nicht ständig verletzt wäre. Ansonsten - wer kommt denn da überhaupt nach, der in die Richtung physisch stark und schnell geht? Mir fällt niemand ein.


Ich weiss nicht. Das sehe ich nicht ganz so. Unterschiedliche Teams kommen über unterschiedliche Faktoren. Ich sehe nicht, dass nur noch die super physischen, athletischen und zweikampfstarken Teams gewinnen.

Ja, dass die Elfenbeinküste und Ecuador uns mit reiner Physis solche Probleme bereiten, kann einen nachdenklich stimmen. Aber darüber sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir 2024 mit der europäischen Spitze auf Augenhöhe waren. Und dass die Topteams in den Punkten echt unterschiedlich sind.

Turnierfavorit Frankreich setzt darauf, sehr kompakt zu sein, keine Lücken zu lassen. Und bei Ballgewinn über Tempo, Explosivität zu kommen. Sie haben halt die Spieler für das System, und zwar massig.
Bei Tempo und Physis würde ich denen Höchstwerte geben.

Spanien nun wieder ist komplett anders. Ja, die haben mit Nico Williams und Lamine Yamal auch richtig schnelle Außen. Physis: Nee, nicht so sehr ihr Ding. Technik, Ballbesitz, Pressing, Kombinationen.
Das ist keine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft. Auch mit ihrem Stil kann man aber nach wie vor Turniere gewinnen.

Portugal kommt ebenfalls nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo. Sie sind so ein bißchen Allrounder mit einem sehr spielstarken und intelligenten Mittelfeld, können aber auch gut umschalten. Bei denen sehe ich auch nicht, dass sie eine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft wären. Geht aber auch so.

England ist dann wieder ein anderer Fall. Da sehe ich viel Physis und Intensität. Speed haben sie auch, können gut umschalten. Die können einiges. Unter Tuchel wirkt das weniger eindimensional als unter Southgate. Die hatten nach einem richtig guten Spiel (2. Hälfte Kroatien hat beeindruckt) dann ein aber auch ein merkwürdig schwaches Spiel.

Argentinien: Zweikampfstärke ja, Tempo und Athletik nicht so. Sie können alles, am besten wohl gut verteidigen und dann haben sie Messi.

Marokko: Das ist nun wieder ein Team, dass uns gar nicht liegen würde, glaube ich. Ja, die haben viel Physis und Tempo. Defensive Kompaktheit, Umschalten, Intensität.

Was ich sagen will: Man kann es so machen oder so. Es muss nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo kommen. Deshalb mache ich mir da weniger Sorgen.

Aber Deutschland wirkt noch im Übergang. Die klare Identität, die konsequent gespielt wird und auch passt, die ist noch nicht da. Physis und Tempo sind bestimmt nicht die Dinge, über die wir gewinnen können.

Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern. Das ist es wohl im Idealfall. Eine riskantere Variante als bei den meisten oben genannten. Wenn du das auf richtig hohem Level bringst, kann es funktionieren. Wenn du nicht ins Pressing kommst und zu wenig Intensität hast, wird es schwierig.
Es ist alles sehr auf Pressing und Spiel ausgelegt und wenn wir da nicht reinkommen, sieht es nicht gut aus.
Ich glaube, deshalb kann das sehr schwanken, wie unser Spiel aussieht.

Wir haben nicht die Grundkonstanten Physis, Defensive, Athletik, auf die du dich verlassen kannst.
Bei dem was wir machen, musst du unglaublich gut sein, damit es gegen gute Teams funktioniert. Ansonsten sieht's halt dann auch schnell schlecht aus.

Pavlovic etwa war absolute Klasse in der Champions League. Spielverständnis & Positionierung, Ruhe im Aufbau. Ideal hat er das Spielfeld vor sich. Wenn Deutschland in ein wildes physisches Spiel kommt, passt das nicht. Er kann Weltklasse sein, aber nicht, wenn Deutschland überhaupt nicht in das gewollte Spiel kommt. Dann wird's problematisch.

Gestern hätten wir eigentlich Robert Andrich gebraucht. Auch keinen Stiller oder Groß.
Wenn wir wirklich keine Kontrolle haben, um unser Spiel durchzubringen, dann bräuchten wir solch ein Element. Den Plan B haben wir aber nicht. Da hätte ja Nikolai Remberg besser ausgesehen als Pavlovic, Groß, Stiller.

Andrich neben Kroos war nicht so übel. Pascal Groß und Leon Goretzka nehmen wir noch mit. Eventuell hätte man da ein bißchen mehr drüber nachdenken sollen, was man macht, wenn man mit der Physis der Gegner Probleme hat und nicht in sein Spiel kommt. Da hätte durchaus Andrich eine Option sein können.
Es geht doch um Spielertypen für Situationen. Um Plan B, Plan C. Und du kannst 23 Feldspieler mitnehmen.

Was unsere Startelf für die Zukunft angeht: Was bleibt uns anderes übrig, als auf Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern zu gehen?
Das schreiben uns die vorhanden Spielertypen eigentlich vor.

Allerdings denke ich, dass man, wie 2014, für ein erfolgreiches Turnier mehr braucht als das. Zu allererst braucht man Kompaktheit, eine defensive Grundstabilität.

Und da bin ich dann doch wieder bei dir und muss sagen, dass die Zweikampfstärke von Khedira und Schweinsteiger super wichtig war. Und Kroos war ein Taktgeber, welcher Pavlovic so wohl nicht werden kann. Passqualität & „Spielöffner“-Level, Kontrolle des Spiels, Pressingresistenz auf Elite-Level.

2014 war ein Mittelfeld, das Spiele absichert und kontrolliert.
2026 ist ein Mittelfeld, das (im Idealfall) Spiele öffnet und dominiert, aber auch mehr Risiko akzeptiert. Das Öffnen und Dominieren müsste da schon besser funktionieren, um Erfolg zu haben.

Um bei dem Vergleich zu bleiben: Felix Nmecha könnte theoretisch ein neuer Khedira sein. Aber er ist offensiver orientiert, weniger defensiv diszipliniert, hat weniger Abräumer-Instinkt.
Aktuell wäre da Andrich wohl noch immer am nächsten. Danach vielleicht Anton Stach.

Ob du mit Spiele öffnen, dominieren, Risiko eingehen jemals Turniere gewinnen kannst, kann man sich fragen. Und ansonsten kannst du dich fragen, wie wir mit den Spielern, die wir haben, sonst spielen sollten.
Welche Spielweise könnte uns erfolgreicher machen? Schwierig.

Vielleicht wäre es nach der WM, je nach Ausgang, wieder Zeit für etwas wie Anfang 2024: Es muss ein "Worker" ins Mittelfeld. Egal, ob der erstmal internationale Elite zu sein scheint oder nicht.
Davon ist Nagelsmann ganz klar 2025 wieder abgegangen. Wie unser aktuelles Mittelfeld gegen Frankreich, England, Spanien, Portugal, Argentinien aussehen würde, kann man sich fragen.

Für dieses Turnier: Schaun mer mal. Zu große Erwartungen dürfen wir nicht haben. Aber es kann durchaus sein, dass uns die nächsten Gegner wieder besser liegen, je nach Turnierbaum.

•     •     •

"Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert."

96. KSV Holstein. St. Pauli. Passt nicht zusammen? Mir egal.
Starke Sympathien für: Freiburg, Werder, Union, IFK Göteborg, Örebro SK. Blågult.
Am meisten jedoch: Fan der deutschen Nationalmannschaft.
WM: Ecuador - Deutschland |#10
26.06.2026 - 12:52 Uhr
Man darf ja nicht vergessen, dass wir selbst gegen Luxemburg massive Probleme hatten und ohne Baumann damals verloren hätten in der Quali ! Was zeigt, dass es schon länger, genauer gesagt seit Beginn 2025!,nicht mehr wirklich klappt mit Zuordnung und Taktik.

Die Verhangnissvolle Mischung aus Spielern ohne Form und Selbstvertrauen sowie einem Trainer, der blind für das große ganze ist, wird uns irgendwann böse auf die Füße fallen.

Zwar kann man sagen: Bis auf seltene Ausnahmen wie 2006 haben wir eigentlich immer Punkte in der Grp Phase liegen gelassen. 2010 etwa Niederlage gegen Serbien.
Aber die Art und Weise gestern fand ich sehr alarmierend!

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„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

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