Wolles Risiko! Plaudern wie der Trainer.
20.06.2022 - 18:33 Uhr
02.12.2022 - 11:17 Uhr
Zitat von Lauschepflock
Mit Verlaub, die Schwierigkeiten beginnen doch schon damit, dass diese sogenannten "Werte", die da durch das Tragen einer Binde vermittelt werden sollen und für die angeblich ganz Deutschland stehen soll, selbst innerhalb der deutschen, geschweige denn innerhalb der sogenannten "westlichen" Gesellschaft nicht unumstritten sind. Es ist vielmehr das "Werteverständnis" einer ganz bestimmten politischen Gruppierung innerhalb unseres Landes, bei der ich nicht mal sicher bin, ob sie tatsächlich in der Mehrheit ist. Wenn ich da z.B. die Frau Faeser sehe, wie sie extra nach Katar fliegt, um diese Binde zu zeigen und offensichtlich von irgendwelchen Herren im weißen Kaftan erwartet, dass die jetzt augenblicklich die Gesellschaft ihres Landes reformieren - natürlich im Sinne von Nancy -, da kann ich mir ein irritiertes Kopfschütteln nicht verkneifen. Vor allem, wenn gleichzeitig in Deutschland jegliche Kritik am Islam - z.B. bezüglich homophober, antiisraelischer, frauenfeindlicher etc Tendenzen - von genau solchen Nancys ganz schnell als islamophob und rechts diffamiert wird. Da bekomme ich eher den Eindruck, dass die moralischen Ansprüche hier ziemlich flexibel sein müssen. Und aus diesem Brei aus Heuchelei, Arroganz und Lehrmeisterattitüde soll sich dann ein Anspruch ableiten, dass eine Fußballmannschaft bei einer WM in einem muslimischen Land "Zeichen setzen" soll/muss? Sorry, da bin ich schon raus.
Abgesehen davon meinte ich ja nicht, dass sich "Zeichen setzen" und "Leistung bringen" gegenseitig ausschließt. Es wirkt halt nur noch schräger, ja peinlicher, wenn eine Mannschaft ein Fußballturnier mit großspurigen Posen beginnt, denen ganz offensichtlich eine Siegesgewissheit und ein Überlegenheitsgefühl innewohnt, nur um dann sportlich erbärmlichst zu versagen. Mit so etwas macht man sich einfach nur zum Gespött. Und da sehe ich ebenfalls Parallelen zu Deutschlands Ansehen in der Welt. Wir sind die mit der Binde.

Zitat von Shax_
Auch hier gilt für mich: Man muss leistungsunabhängig für Werte stehen und unabhängig der Situation um die eigenen Werte seine Leistung bringen!
Das eine kann nicht am anderen hängen.
Ja, wir müssen an unserer Konkurrenzfähigkeit arbeiten.
Und das geht nicht ohne manchmal Kompromisse bei den eigenen Werten einzugehen.
Aber daraus ein einfaches entweder/oder zu machen kann es nicht sein.
Im Übrigen wird ja genau das gemacht, bei irgendwelchen Deals mit Katar und Co. Was nicht heißt, dass das im Einzelnen immer richtig ist.
Aber man sagt genau dort: Wir haben Werte, aber müssen um konkurrenzfähig zu bleiben auch vorübergehend Augen zu drücken. Das heißt am Prinzip scheitert es nicht. Wenn, dann nur an der Umsetzung.
Zitat von Lauschepflock
Sorry, das ist für mich Schönrederei. Die Mannschaft ist nicht wegen "30 schlechter Minuten" rausgeflogen, sondern weil in diesem ganzen Konstrukt "Nationalmannschaft" unglaublich viel schief läuft. Die Nationalmannschaft ist momentan ein Sinnbild für Deutschland an sich: man arbeitet allerorten fleißig daran, die eigene Konkurrenzfähigkeit abzuschaffen, will aber immer noch die Welt belehren, wie man Sachen zu machen hat. Sowas kann nur im Debakel enden.
Zitat von MS-Energiee
Mich ärgert viel mehr, dass wir das Spiel nicht verloren haben gestern. Hätte dieses Spiel der Spanier auch so mitgespielt.
Ihr wollt als 2. weiter kommen? Okay, dann verlieren wir halt auch und wir fahren beide nach Hause.
Sehe nicht, was man der Deutschen Mannschaft gestern ansonsten vorwerfen kann. Sie sind nicht gut genug um mit 7 Hütten zu gewinnen, das ist einfach nicht realistisch. Der Soll waren 2 Tore, damit man bei nem Remis von Japan durch ist. Das hat sie geschafft.
Klar hat man es gegen Japan verkackt, aber im Endeffekt waren es 30 schlechte Minuten, die dafür gesorgt haben. Dass eine Mannschaft wegen 30 schlechter Minuten rausfliegt, ist schon eine Seltenheit in einem Turnier.
Mich ärgert viel mehr, dass wir das Spiel nicht verloren haben gestern. Hätte dieses Spiel der Spanier auch so mitgespielt.
Ihr wollt als 2. weiter kommen? Okay, dann verlieren wir halt auch und wir fahren beide nach Hause.
Sehe nicht, was man der Deutschen Mannschaft gestern ansonsten vorwerfen kann. Sie sind nicht gut genug um mit 7 Hütten zu gewinnen, das ist einfach nicht realistisch. Der Soll waren 2 Tore, damit man bei nem Remis von Japan durch ist. Das hat sie geschafft.
Klar hat man es gegen Japan verkackt, aber im Endeffekt waren es 30 schlechte Minuten, die dafür gesorgt haben. Dass eine Mannschaft wegen 30 schlechter Minuten rausfliegt, ist schon eine Seltenheit in einem Turnier.
Sorry, das ist für mich Schönrederei. Die Mannschaft ist nicht wegen "30 schlechter Minuten" rausgeflogen, sondern weil in diesem ganzen Konstrukt "Nationalmannschaft" unglaublich viel schief läuft. Die Nationalmannschaft ist momentan ein Sinnbild für Deutschland an sich: man arbeitet allerorten fleißig daran, die eigene Konkurrenzfähigkeit abzuschaffen, will aber immer noch die Welt belehren, wie man Sachen zu machen hat. Sowas kann nur im Debakel enden.
Auch hier gilt für mich: Man muss leistungsunabhängig für Werte stehen und unabhängig der Situation um die eigenen Werte seine Leistung bringen!
Das eine kann nicht am anderen hängen.
Ja, wir müssen an unserer Konkurrenzfähigkeit arbeiten.
Und das geht nicht ohne manchmal Kompromisse bei den eigenen Werten einzugehen.
Aber daraus ein einfaches entweder/oder zu machen kann es nicht sein.
Im Übrigen wird ja genau das gemacht, bei irgendwelchen Deals mit Katar und Co. Was nicht heißt, dass das im Einzelnen immer richtig ist.
Aber man sagt genau dort: Wir haben Werte, aber müssen um konkurrenzfähig zu bleiben auch vorübergehend Augen zu drücken. Das heißt am Prinzip scheitert es nicht. Wenn, dann nur an der Umsetzung.
Mit Verlaub, die Schwierigkeiten beginnen doch schon damit, dass diese sogenannten "Werte", die da durch das Tragen einer Binde vermittelt werden sollen und für die angeblich ganz Deutschland stehen soll, selbst innerhalb der deutschen, geschweige denn innerhalb der sogenannten "westlichen" Gesellschaft nicht unumstritten sind. Es ist vielmehr das "Werteverständnis" einer ganz bestimmten politischen Gruppierung innerhalb unseres Landes, bei der ich nicht mal sicher bin, ob sie tatsächlich in der Mehrheit ist. Wenn ich da z.B. die Frau Faeser sehe, wie sie extra nach Katar fliegt, um diese Binde zu zeigen und offensichtlich von irgendwelchen Herren im weißen Kaftan erwartet, dass die jetzt augenblicklich die Gesellschaft ihres Landes reformieren - natürlich im Sinne von Nancy -, da kann ich mir ein irritiertes Kopfschütteln nicht verkneifen. Vor allem, wenn gleichzeitig in Deutschland jegliche Kritik am Islam - z.B. bezüglich homophober, antiisraelischer, frauenfeindlicher etc Tendenzen - von genau solchen Nancys ganz schnell als islamophob und rechts diffamiert wird. Da bekomme ich eher den Eindruck, dass die moralischen Ansprüche hier ziemlich flexibel sein müssen. Und aus diesem Brei aus Heuchelei, Arroganz und Lehrmeisterattitüde soll sich dann ein Anspruch ableiten, dass eine Fußballmannschaft bei einer WM in einem muslimischen Land "Zeichen setzen" soll/muss? Sorry, da bin ich schon raus.
Abgesehen davon meinte ich ja nicht, dass sich "Zeichen setzen" und "Leistung bringen" gegenseitig ausschließt. Es wirkt halt nur noch schräger, ja peinlicher, wenn eine Mannschaft ein Fußballturnier mit großspurigen Posen beginnt, denen ganz offensichtlich eine Siegesgewissheit und ein Überlegenheitsgefühl innewohnt, nur um dann sportlich erbärmlichst zu versagen. Mit so etwas macht man sich einfach nur zum Gespött. Und da sehe ich ebenfalls Parallelen zu Deutschlands Ansehen in der Welt. Wir sind die mit der Binde.


Da sprichst du sicher keinen schlechten Punkt an. Wer Werte vertreten will, muss sie definieren können. Und dann ist der Regenbogen, zumindest aufgrund der Diskussionen wofür er denn nun steht, vielleicht zu umstritten. Einen gemeinsamen Nenner muss es aber geben. Der fängt mind. bei unserer Verfassung und der Menschenwürde an. Und irgendwie landet man da auch schnell bei Menschenrechten. Um die sollte es ja gehen. Da hätte es fürs erste sicher vielleicht auch eine Alternative getan. Wenngleich ich behaupte: Wer sagt dass alle Menschen gleiche Rechte haben, der kann eigentlich nicht stolpern, wenn solche Rechte dann nochmal explizit für Minderheiten eingefordert werden, die die meisten Probleme mit dem Schutz eben jener eigenen Rechte haben. Dann kommen nämlich gerade die, denen es dahingehend eher gut geht und wollen wissen, wie es für die anderen schon passen wird. Aber wie auch immer, über die Form des Zeichens hätte man diskutieren können. Da stimme ich zu.
Ein Zeichen setzen an sich, das kann aber nicht der Fehler sein - nicht mal unbedingt aktionistisch, aber einfach sichtbar/hörbar für etwas zu stehen. Dieses Überlegenheitsgefühl ist ja dann erstmal deine Interpretation. Genau das sollte man sicher nicht versuchen zu haben oder zu vermitteln.
Ich verstehe absolut, warum das rüberkommen konnte. Aber der Schluss kann nicht sein, dass man es deswegen hätte lieber nichts machen sollen. Sondern einfach besser. Mehr kommunizieren. Klarere Aussagen.
Z.B.: Wir spielen hier Fußball und hoffen dabei erfolgreich sein zu können. Dafür geben wir sportlich alles. (Und dass dann auch auf dem Platz zeigen, das gehört dann dazu und dann sieht verlieren auch nicht schlimm aus)
Gleichzeitig wollen wir bei so einem Turnier aber auch zeigen, was uns ausmacht. Und ein Zeichen setzen, dass es wichtigere Dinge als den Fußball gibt. Für die wir jederzeit stehen, unabhängig von unserer sportlichen Tätigkeit.
Dabei ist uns bewusst, dass sich dadurch nicht morgen die Welt 1 zu 1 an uns anpasst. Aber wir glauben an unseren Weg und stehen dafür.
Es geht ums werben, nicht ums aufzwingen. Das ist vielleicht ein grundsätzlicher Punkt, an dem Demokratien in den letzten 30 Jahren hier und da auf die Nase gefallen sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shax_ am 02.12.2022 um 11:32 Uhr bearbeitet
02.12.2022 - 11:26 Uhr
Hatte die Ministerin eigentlich beim unterschreiben des Gasdeals auch solch eine Binde um oder war das jemand anderes?
Die Sportler wurden dort schön missbraucht einerseits von den Kataris andererseits von unserer Politik und dem DFB. Dieses Zeichen setzen zu erwarten und blabla zeigt nur wieder das Politik und Sport sich nicht vertragen. Der DFB bekommt ja nichtmal hin sich an seine eigenen Werte zu halten (siehe Aufstiegsregel) erstmal selber vor der Haustür kehren bevor man einen auf Moralapostel macht.
Die Sportler wurden dort schön missbraucht einerseits von den Kataris andererseits von unserer Politik und dem DFB. Dieses Zeichen setzen zu erwarten und blabla zeigt nur wieder das Politik und Sport sich nicht vertragen. Der DFB bekommt ja nichtmal hin sich an seine eigenen Werte zu halten (siehe Aufstiegsregel) erstmal selber vor der Haustür kehren bevor man einen auf Moralapostel macht.
02.12.2022 - 11:48 Uhr
Aber mal zurück zum sportlichen.
Ich finde wenn wir uns nicht gnadenlos blamieren wollen bei der Heim EM in 18 Monaten, muss eigentlich ein radikaler Schnitt gemacht werden. Dieses künstliche aufrechterhalten dieser Jogiära ist doch einfach nicht mehr zeitgemäß. Oli raus, Flick plus Staff raus, alles neu machen. Fans zurück gewinnen. Einen neuen Ansatz suchen. Anders kriegst du dieses vor Trägheit nur so strotzende Konstrukt nicht durchbrochen.
Vielleicht ist Flick ein guter Trainer, keine Ahnung. Verheizt hat man ihn allemal.
Mal eine Frage an unsere Datenpfleger. Sind eigentlich nur wir deutschen so blöde unserem Trainer einen Vertrag erfolgsunabhängig bis nach dem nächsten Turnier zu geben oder machen das alle so?
Ich finde wenn wir uns nicht gnadenlos blamieren wollen bei der Heim EM in 18 Monaten, muss eigentlich ein radikaler Schnitt gemacht werden. Dieses künstliche aufrechterhalten dieser Jogiära ist doch einfach nicht mehr zeitgemäß. Oli raus, Flick plus Staff raus, alles neu machen. Fans zurück gewinnen. Einen neuen Ansatz suchen. Anders kriegst du dieses vor Trägheit nur so strotzende Konstrukt nicht durchbrochen.
Vielleicht ist Flick ein guter Trainer, keine Ahnung. Verheizt hat man ihn allemal.
Mal eine Frage an unsere Datenpfleger. Sind eigentlich nur wir deutschen so blöde unserem Trainer einen Vertrag erfolgsunabhängig bis nach dem nächsten Turnier zu geben oder machen das alle so?
02.12.2022 - 11:51 Uhr
Zitat von Lauschepflock
Bei "eurem politischen Sumpf" habe ich aufgehört zu lesen, du Sumpfhuhn.
Zitat von Aktivist
Die Spieler, die 2014 den Titel geholt haben, dürften ebenfalls an die Gleichberechtigung von Nicht-Heterosexuellen in der Gesellschaft geglaubt haben. Vielleicht mit Ausnahme von Özil. Lauschepflock's Logik zufolge müsste das 2014 ja alles okay gewesen sein, weil die WM gewonnen wurde. Entschuldigung, aber das ist doch keine zulässige Verknüpfung: sportlicher Erfolg und die Legitimation von politischen Anliegen. Fein, Du und viele andere stehen der Ausweitung von Bürgerrechten feindselig gegenüber, aber warum zieht ihr dabei alles und jeden in euren politischen Sumpf?
Pass mal auf und denke mal über diese Analogie nach - und dann hinterfrage Dich mal, ob Du wirklich noch glaubst, Du und Deine Gleichgesinnten könnten das Rad der Zeit zurück drehen:
Zu Beginn Präsident Obamas erster Amtszeit waren ca. 39% der Amerikaner FÜR die Homoehe, 51% waren DAGEGEN. Das geht aus Umfragen aus dieser Zeit hervor. Selbst Obama hatte in seinem Wahlkampf Aussagen zu dem Thema vermieden und hatte keine Gesetzesinitiative dazu angekündigt. Sowohl unter seinem Amtsvorgänger als auch zu seiner Zeit brachten rechtskonservative Abgeordnete mehrmals Verfassungszusätze ein, die die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen verboten hätten. Keiner dieser Anträge erreichte die erforderlichen Mehrheiten; mehr und mehr Bundesstaaten führten die Homoehe ein. Teils aufgrund von Gesetzesinitiativen, teils aufgrund von höchstrichterlichen Urteilen. Schon in den 2010ern lag die Zustimmungs-/Ablehungsquote bei der Bevölkerung etwa gleichauf. Im Jahre 2020 waren 70% für die Öffnung der Ehe, nur noch 28% dagegen; und eine jüngst veröffentlichte Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigt 72% FÜR und 25% DAGEGEN. Selbst mehr als die Hälfte sich selbst als Republikaner bezeichnender Bürger begrüßt inzwischen die Homoehe. Ich vermute, auch Du hast in 2022 gar nichts mehr gegen die Homoehe hier in Deutschland, aber das war vielleicht mal anders.
Innerhalb ziemlich weniger Jahre hat sich die gesamte Einstellung einer Nation geändert, und das in einem erbittert von Konservativen verteidigten Thema hinsichtlich ihrer kulturellen Identität. Jetzt ist es praktisch unumkehrbar. Fortschritt ist unaufhaltsam und er lässt sich auch nicht umkehren. Und er marschiert stets in nur eine einzige Richtung. Konservative führen seit Anbeginn der Zeiten einen ewigen Kampf und verlieren ihn ständig.
Du glaubst tatsächlich, weil rechtes Buzzword-Bingo benutzt, werdet ihr euch am Ende durchsetzen? Kleiner Tipp, wenn Du wissen willst, wann gesellschaftlich der Point of no Return erreicht wurde, achte auf die Werbung. Wenn Unternehmen anfangen zu kalkulieren, dass sie mit einer pro-fortschrittlichen Werbekampagne mehr Kunden erreichen können als mit einer pro-rückschrittlichen, dann sind alle Messen gelesen. Zuverlässiger Indikator seit den 1910ern.
Die Spieler, die 2014 den Titel geholt haben, dürften ebenfalls an die Gleichberechtigung von Nicht-Heterosexuellen in der Gesellschaft geglaubt haben. Vielleicht mit Ausnahme von Özil. Lauschepflock's Logik zufolge müsste das 2014 ja alles okay gewesen sein, weil die WM gewonnen wurde. Entschuldigung, aber das ist doch keine zulässige Verknüpfung: sportlicher Erfolg und die Legitimation von politischen Anliegen. Fein, Du und viele andere stehen der Ausweitung von Bürgerrechten feindselig gegenüber, aber warum zieht ihr dabei alles und jeden in euren politischen Sumpf?
Pass mal auf und denke mal über diese Analogie nach - und dann hinterfrage Dich mal, ob Du wirklich noch glaubst, Du und Deine Gleichgesinnten könnten das Rad der Zeit zurück drehen:
Zu Beginn Präsident Obamas erster Amtszeit waren ca. 39% der Amerikaner FÜR die Homoehe, 51% waren DAGEGEN. Das geht aus Umfragen aus dieser Zeit hervor. Selbst Obama hatte in seinem Wahlkampf Aussagen zu dem Thema vermieden und hatte keine Gesetzesinitiative dazu angekündigt. Sowohl unter seinem Amtsvorgänger als auch zu seiner Zeit brachten rechtskonservative Abgeordnete mehrmals Verfassungszusätze ein, die die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen verboten hätten. Keiner dieser Anträge erreichte die erforderlichen Mehrheiten; mehr und mehr Bundesstaaten führten die Homoehe ein. Teils aufgrund von Gesetzesinitiativen, teils aufgrund von höchstrichterlichen Urteilen. Schon in den 2010ern lag die Zustimmungs-/Ablehungsquote bei der Bevölkerung etwa gleichauf. Im Jahre 2020 waren 70% für die Öffnung der Ehe, nur noch 28% dagegen; und eine jüngst veröffentlichte Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigt 72% FÜR und 25% DAGEGEN. Selbst mehr als die Hälfte sich selbst als Republikaner bezeichnender Bürger begrüßt inzwischen die Homoehe. Ich vermute, auch Du hast in 2022 gar nichts mehr gegen die Homoehe hier in Deutschland, aber das war vielleicht mal anders.
Innerhalb ziemlich weniger Jahre hat sich die gesamte Einstellung einer Nation geändert, und das in einem erbittert von Konservativen verteidigten Thema hinsichtlich ihrer kulturellen Identität. Jetzt ist es praktisch unumkehrbar. Fortschritt ist unaufhaltsam und er lässt sich auch nicht umkehren. Und er marschiert stets in nur eine einzige Richtung. Konservative führen seit Anbeginn der Zeiten einen ewigen Kampf und verlieren ihn ständig.
Du glaubst tatsächlich, weil rechtes Buzzword-Bingo benutzt, werdet ihr euch am Ende durchsetzen? Kleiner Tipp, wenn Du wissen willst, wann gesellschaftlich der Point of no Return erreicht wurde, achte auf die Werbung. Wenn Unternehmen anfangen zu kalkulieren, dass sie mit einer pro-fortschrittlichen Werbekampagne mehr Kunden erreichen können als mit einer pro-rückschrittlichen, dann sind alle Messen gelesen. Zuverlässiger Indikator seit den 1910ern.
Bei "eurem politischen Sumpf" habe ich aufgehört zu lesen, du Sumpfhuhn.
Man Aktivist, finde dich wieder einmal sehr anmaßend und beleidigend. Du kennst doch Lauschepflocks Gesinnung überhaupt nicht... genauso wie du die von Özil nicht kennst, maßt dir aber an sie in eine Ecke zu drücken. Hast du mit Özil persönlich gesprochen oder mit irgend einem der anderen Spieler? Ich kann nicht hinter ihre Stirn gucken. Vllt sind sie meinungskonform mit der Wertepropaganda, vllt denken sie aber auch anders und lassen sich nur dazu einspannen weil sie, würden sie eine gegenteilige Meinung öffentl. äußern, wohl keine Perspektive in der Nat.-Mannschsft hätten.
Die Meinung frei zu äußern ist in Deutschland ja nicht mehr so ungefährlich. Sieht man ja gerade an dir, Aktivist, da du Lauschepflock allein deshalb in eine gewisse "Ecke der Gleichgesinnten" schiebst nur weil dieser sagt dass diese angesprochenen Werte sicher nicht Jeder in unserer Gesellschaft teilt. Und weil keiner in diese Ecke gedrängt werden möchte hält man dann den Mund und behält seine Meinung für sich.
Mit deinen Unterstellungen erstickst du jede Diskussion, machst du andere mundtot. Du bist ein wahrer Demokrat!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Max_Mustermann am 02.12.2022 um 11:54 Uhr bearbeitet
02.12.2022 - 12:34 Uhr
Zitat von Bogdan0815
Aber mal zurück zum sportlichen.
Ich finde wenn wir uns nicht gnadenlos blamieren wollen bei der Heim EM in 18 Monaten, muss eigentlich ein radikaler Schnitt gemacht werden. Dieses künstliche aufrechterhalten dieser Jogiära ist doch einfach nicht mehr zeitgemäß. Oli raus, Flick plus Staff raus, alles neu machen. Fans zurück gewinnen. Einen neuen Ansatz suchen. Anders kriegst du dieses vor Trägheit nur so strotzende Konstrukt nicht durchbrochen.
Vielleicht ist Flick ein guter Trainer, keine Ahnung. Verheizt hat man ihn allemal.
Mal eine Frage an unsere Datenpfleger. Sind eigentlich nur wir deutschen so blöde unserem Trainer einen Vertrag erfolgsunabhängig bis nach dem nächsten Turnier zu geben oder machen das alle so?
Aber mal zurück zum sportlichen.
Ich finde wenn wir uns nicht gnadenlos blamieren wollen bei der Heim EM in 18 Monaten, muss eigentlich ein radikaler Schnitt gemacht werden. Dieses künstliche aufrechterhalten dieser Jogiära ist doch einfach nicht mehr zeitgemäß. Oli raus, Flick plus Staff raus, alles neu machen. Fans zurück gewinnen. Einen neuen Ansatz suchen. Anders kriegst du dieses vor Trägheit nur so strotzende Konstrukt nicht durchbrochen.
Vielleicht ist Flick ein guter Trainer, keine Ahnung. Verheizt hat man ihn allemal.
Mal eine Frage an unsere Datenpfleger. Sind eigentlich nur wir deutschen so blöde unserem Trainer einen Vertrag erfolgsunabhängig bis nach dem nächsten Turnier zu geben oder machen das alle so?
Absolut richtig. Der Abgang von Löw kam schon mehrere Jahre zu spät. Bierhoff hätte da gleich mit seinen Hut nehmen MÜSSEN, aber der ist immer noch da.
Nun hat man sich den ehemaligen Löw Schützling Flick als Bundestrainer geholt und wundert sich, dass sich im Prinzip nicht viel verändert hat. Da muss einfach mal frischer Wind rein.
Bierhoff muss abgelöst werden und in meinen Augen ist auch Flick nun verbrannt nach diesem peinlichen Vorrunden-Aus. Man muss sich das mal überlegen, wir sind bei den letzten beiden WM's in der Vorrunde raus und bei der letzten EM haben wir es glorreich bis ins Achtelfinale geschafft. Das ist für uns, die 2014 noch Weltmeister waren, 2016 und 2012 im Halbfinale der EM und 2010 bei der WM ebenso im Halbfinale waren eine absolute Schande!
Aber es wird sich nichts ändern, Flick wird weitermachen und Bierhoff sowieso.
Auch aus dem aktuellen Kader wird seitens der Spieler nicht viel passieren. Neuer hat einen Rücktritt offenbar bereits ausgeschlossen, wobei ich bei ihm dafür auch keinen Grund sehe, er hat insgesamt ein gutes Turnier gespielt.
Müller hat seinen Abschied mehr oder weniger verkündet, ist auch okay so, der Zenit ist einfach überschritten.
Vielleicht sagt Gündogan noch Goodbye, bei viel mehr Spielern sehe ich da keine Anhaltspunkte Adios zu sagen.
Das Problem ist ja auch, was willst du in anderthalb Jahren bis zur EM groß verändern. Bis dahin kann man das Rad nicht neu erfinden und es werden nicht plötzlich neue Spieler mit Format aus dem Boden schießen.
Man kann hoffen das Wirtz gut aus seiner Verletzung zurückkommt und vielleicht gibt es noch mal ne Überraschung wie Musiala. Aber das sind dann Details am Kader und kein großer Cut, der ist aus meiner Sicht gar nicht möglich.
Wenn man jetzt Raum, Schlotterbeck, Kehrer oder Süle nicht mehr nominiert (und die wären vor einigen Jahren alle nicht dabei gewesen), wer bleibt da noch? Wir haben ja schon nur noch C Lösungen wie Günther oder Bella Kotchap auf der Bank gehabt.
02.12.2022 - 12:35 Uhr
Zitat von Max_Mustermann
Man Aktivist, finde dich wieder einmal sehr anmaßend und beleidigend. Du kennst doch Lauschepflocks Gesinnung überhaupt nicht... genauso wie du die von Özil nicht kennst, maßt dir aber an sie in eine Ecke zu drücken. Hast du mit Özil persönlich gesprochen oder mit irgend einem der anderen Spieler? Ich kann nicht hinter ihre Stirn gucken. Vllt sind sie meinungskonform mit der Wertepropaganda, vllt denken sie aber auch anders und lassen sich nur dazu einspannen weil sie, würden sie eine gegenteilige Meinung öffentl. äußern, wohl keine Perspektive in der Nat.-Mannschsft hätten.
Die Meinung frei zu äußern ist in Deutschland ja nicht mehr so ungefährlich. Sieht man ja gerade an dir, Aktivist, da du Lauschepflock allein deshalb in eine gewisse "Ecke der Gleichgesinnten" schiebst nur weil dieser sagt dass diese angesprochenen Werte sicher nicht Jeder in unserer Gesellschaft teilt. Und weil keiner in diese Ecke gedrängt werden möchte hält man dann den Mund und behält seine Meinung für sich.
Mit deinen Unterstellungen erstickst du jede Diskussion, machst du andere mundtot. Du bist ein wahrer Demokrat!
Zitat von Lauschepflock
Bei "eurem politischen Sumpf" habe ich aufgehört zu lesen, du Sumpfhuhn.
Zitat von Aktivist
Die Spieler, die 2014 den Titel geholt haben, dürften ebenfalls an die Gleichberechtigung von Nicht-Heterosexuellen in der Gesellschaft geglaubt haben. Vielleicht mit Ausnahme von Özil. Lauschepflock's Logik zufolge müsste das 2014 ja alles okay gewesen sein, weil die WM gewonnen wurde. Entschuldigung, aber das ist doch keine zulässige Verknüpfung: sportlicher Erfolg und die Legitimation von politischen Anliegen. Fein, Du und viele andere stehen der Ausweitung von Bürgerrechten feindselig gegenüber, aber warum zieht ihr dabei alles und jeden in euren politischen Sumpf?
Pass mal auf und denke mal über diese Analogie nach - und dann hinterfrage Dich mal, ob Du wirklich noch glaubst, Du und Deine Gleichgesinnten könnten das Rad der Zeit zurück drehen:
Zu Beginn Präsident Obamas erster Amtszeit waren ca. 39% der Amerikaner FÜR die Homoehe, 51% waren DAGEGEN. Das geht aus Umfragen aus dieser Zeit hervor. Selbst Obama hatte in seinem Wahlkampf Aussagen zu dem Thema vermieden und hatte keine Gesetzesinitiative dazu angekündigt. Sowohl unter seinem Amtsvorgänger als auch zu seiner Zeit brachten rechtskonservative Abgeordnete mehrmals Verfassungszusätze ein, die die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen verboten hätten. Keiner dieser Anträge erreichte die erforderlichen Mehrheiten; mehr und mehr Bundesstaaten führten die Homoehe ein. Teils aufgrund von Gesetzesinitiativen, teils aufgrund von höchstrichterlichen Urteilen. Schon in den 2010ern lag die Zustimmungs-/Ablehungsquote bei der Bevölkerung etwa gleichauf. Im Jahre 2020 waren 70% für die Öffnung der Ehe, nur noch 28% dagegen; und eine jüngst veröffentlichte Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigt 72% FÜR und 25% DAGEGEN. Selbst mehr als die Hälfte sich selbst als Republikaner bezeichnender Bürger begrüßt inzwischen die Homoehe. Ich vermute, auch Du hast in 2022 gar nichts mehr gegen die Homoehe hier in Deutschland, aber das war vielleicht mal anders.
Innerhalb ziemlich weniger Jahre hat sich die gesamte Einstellung einer Nation geändert, und das in einem erbittert von Konservativen verteidigten Thema hinsichtlich ihrer kulturellen Identität. Jetzt ist es praktisch unumkehrbar. Fortschritt ist unaufhaltsam und er lässt sich auch nicht umkehren. Und er marschiert stets in nur eine einzige Richtung. Konservative führen seit Anbeginn der Zeiten einen ewigen Kampf und verlieren ihn ständig.
Du glaubst tatsächlich, weil rechtes Buzzword-Bingo benutzt, werdet ihr euch am Ende durchsetzen? Kleiner Tipp, wenn Du wissen willst, wann gesellschaftlich der Point of no Return erreicht wurde, achte auf die Werbung. Wenn Unternehmen anfangen zu kalkulieren, dass sie mit einer pro-fortschrittlichen Werbekampagne mehr Kunden erreichen können als mit einer pro-rückschrittlichen, dann sind alle Messen gelesen. Zuverlässiger Indikator seit den 1910ern.
Die Spieler, die 2014 den Titel geholt haben, dürften ebenfalls an die Gleichberechtigung von Nicht-Heterosexuellen in der Gesellschaft geglaubt haben. Vielleicht mit Ausnahme von Özil. Lauschepflock's Logik zufolge müsste das 2014 ja alles okay gewesen sein, weil die WM gewonnen wurde. Entschuldigung, aber das ist doch keine zulässige Verknüpfung: sportlicher Erfolg und die Legitimation von politischen Anliegen. Fein, Du und viele andere stehen der Ausweitung von Bürgerrechten feindselig gegenüber, aber warum zieht ihr dabei alles und jeden in euren politischen Sumpf?
Pass mal auf und denke mal über diese Analogie nach - und dann hinterfrage Dich mal, ob Du wirklich noch glaubst, Du und Deine Gleichgesinnten könnten das Rad der Zeit zurück drehen:
Zu Beginn Präsident Obamas erster Amtszeit waren ca. 39% der Amerikaner FÜR die Homoehe, 51% waren DAGEGEN. Das geht aus Umfragen aus dieser Zeit hervor. Selbst Obama hatte in seinem Wahlkampf Aussagen zu dem Thema vermieden und hatte keine Gesetzesinitiative dazu angekündigt. Sowohl unter seinem Amtsvorgänger als auch zu seiner Zeit brachten rechtskonservative Abgeordnete mehrmals Verfassungszusätze ein, die die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen verboten hätten. Keiner dieser Anträge erreichte die erforderlichen Mehrheiten; mehr und mehr Bundesstaaten führten die Homoehe ein. Teils aufgrund von Gesetzesinitiativen, teils aufgrund von höchstrichterlichen Urteilen. Schon in den 2010ern lag die Zustimmungs-/Ablehungsquote bei der Bevölkerung etwa gleichauf. Im Jahre 2020 waren 70% für die Öffnung der Ehe, nur noch 28% dagegen; und eine jüngst veröffentlichte Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigt 72% FÜR und 25% DAGEGEN. Selbst mehr als die Hälfte sich selbst als Republikaner bezeichnender Bürger begrüßt inzwischen die Homoehe. Ich vermute, auch Du hast in 2022 gar nichts mehr gegen die Homoehe hier in Deutschland, aber das war vielleicht mal anders.
Innerhalb ziemlich weniger Jahre hat sich die gesamte Einstellung einer Nation geändert, und das in einem erbittert von Konservativen verteidigten Thema hinsichtlich ihrer kulturellen Identität. Jetzt ist es praktisch unumkehrbar. Fortschritt ist unaufhaltsam und er lässt sich auch nicht umkehren. Und er marschiert stets in nur eine einzige Richtung. Konservative führen seit Anbeginn der Zeiten einen ewigen Kampf und verlieren ihn ständig.
Du glaubst tatsächlich, weil rechtes Buzzword-Bingo benutzt, werdet ihr euch am Ende durchsetzen? Kleiner Tipp, wenn Du wissen willst, wann gesellschaftlich der Point of no Return erreicht wurde, achte auf die Werbung. Wenn Unternehmen anfangen zu kalkulieren, dass sie mit einer pro-fortschrittlichen Werbekampagne mehr Kunden erreichen können als mit einer pro-rückschrittlichen, dann sind alle Messen gelesen. Zuverlässiger Indikator seit den 1910ern.
Bei "eurem politischen Sumpf" habe ich aufgehört zu lesen, du Sumpfhuhn.
Man Aktivist, finde dich wieder einmal sehr anmaßend und beleidigend. Du kennst doch Lauschepflocks Gesinnung überhaupt nicht... genauso wie du die von Özil nicht kennst, maßt dir aber an sie in eine Ecke zu drücken. Hast du mit Özil persönlich gesprochen oder mit irgend einem der anderen Spieler? Ich kann nicht hinter ihre Stirn gucken. Vllt sind sie meinungskonform mit der Wertepropaganda, vllt denken sie aber auch anders und lassen sich nur dazu einspannen weil sie, würden sie eine gegenteilige Meinung öffentl. äußern, wohl keine Perspektive in der Nat.-Mannschsft hätten.
Die Meinung frei zu äußern ist in Deutschland ja nicht mehr so ungefährlich. Sieht man ja gerade an dir, Aktivist, da du Lauschepflock allein deshalb in eine gewisse "Ecke der Gleichgesinnten" schiebst nur weil dieser sagt dass diese angesprochenen Werte sicher nicht Jeder in unserer Gesellschaft teilt. Und weil keiner in diese Ecke gedrängt werden möchte hält man dann den Mund und behält seine Meinung für sich.
Mit deinen Unterstellungen erstickst du jede Diskussion, machst du andere mundtot. Du bist ein wahrer Demokrat!
Ich glaube nicht, dass die Meinungsfreiheit gefährdet ist. Hier wird niemand einfach so verhaftet (Naja, außer in Bayern). Eher die konstruktive Debatte. Bei den Gründen bin ich nicht weit von dir entfernt.
02.12.2022 - 12:44 Uhr
Wer hat den angefangen, von Wokismus oder so reden hier? Pardon, wenn ich die genaue Redewendung nicht mehr erinnere. Das waren doch wohl andere User als ich. Und was mit dieser Sprache bezweckt wurde, ist mir nicht fremd geblieben. In der jüngsten Diskussion hier wird das sportliche Abschneiden der NatMannschaft, für das es ausschließlich sportliche Gründe gibt, zum Anlass genommen, einen gesellschaftlichen Trend zu verunglimpfen. Frei nach dem Motto, "hätten'se die Binde nich umgebunden, hätten'se jewonnen. Dit woke is eenfach Mist." Ist einfach lächerlich. Wenn mich nicht alles täuscht, hatten die Engländer vor dem Anpfiff den Kniefall zelebriert (so stand es zumindest in der Presse, ich habe kein WM-Spiel gesehen) - und sind Gruppenerster geworden. Was jetzt? Beflügelt es? Behindert es? Oder ist es am Ende doch nur die sportliche Leistung, die das Ergebnis beeinflusst?
Und zu Özil, mir ist noch in Erinnerung, dass er in Wahlkampfzeiten gemeinsam mit Erdogan aufgetreten ist und auch entsprechende politische Aussagen mit sich hat machen lassen, daheim in der Türkei. Ich kenne die kulturpolitischen Ansichten Erdogans und seiner Partei, und die sind nun mal anders gestrickt als der Durchschnitt deutscher junger Männer 18-35 Jahre (= Nationalspieler). Kann sein, dass Özil nicht wegen der identitätspolitischen Ansichten der AKP zu Erdogan neigte, vielleicht ist er auch einfach nur ein türkischer Nationalist, das ist ja das zweite Standbein der Partei. Aber auch da dürfte sich die politische Ansicht der typischen Nationalspieler deutscher Nation deutlich unterscheiden. Weiterhin, und damit reicht es auch an Hinweisen, musste seine Gattin den islamischen Glauben annehmen, sonst hätte es die Hochzeit natürlich gar nicht erst gegeben. Und auch da wage ich mal zu behaupten, dass die Mehrzahl junger Männer in Deutschland von ihrer Angebeteten nicht verlangt, die eigene Religion anzunehmen. Was mich eben zu dem Schluss kommen lässt, dass Özil vielleicht - UND ICH HABE AUCH VIELLEICHT GESCHRIEBEN - nicht in der Mitte oder gar der Spitze bestimmter gesellschaftlicher Trends steht.
Max - und hör bloß auf wegen Meinungsfreiheit zu jammern. Du willst ernsthaft jemandem weiß machen, das sei "gefährlich"? "Weil man in gleich in eine Ecke abgeschoben werde?" Na und? Das tun Menschen seit Jahrhunderten. Zumindest werden sie hier nicht vom Staat dafür verfolgt - und nur darum geht es bei der Meinungsfreiheit. Nicht für seine Rede oder Meinung von der Gewalt des Staates verfolgt zu werden! Was die Mitmenschen von sich und ihren Ansichten halten, ist und bleibt auch weiterhin Privatsache und ich nehme so ein jämmerliches Opfergetue einfach nicht ernst. Ich sehe einen Unterschied FÜR die Rechte von jemandem einzutreten, und dafür im Kollektiv benachteiligt zu werden oder GEGEN die Rechte von jemandem einzutreten. Siehe wieder mein Exkurs zum gesellschaftlichen Fortschritt in meinem ersten Post.
Und zu Özil, mir ist noch in Erinnerung, dass er in Wahlkampfzeiten gemeinsam mit Erdogan aufgetreten ist und auch entsprechende politische Aussagen mit sich hat machen lassen, daheim in der Türkei. Ich kenne die kulturpolitischen Ansichten Erdogans und seiner Partei, und die sind nun mal anders gestrickt als der Durchschnitt deutscher junger Männer 18-35 Jahre (= Nationalspieler). Kann sein, dass Özil nicht wegen der identitätspolitischen Ansichten der AKP zu Erdogan neigte, vielleicht ist er auch einfach nur ein türkischer Nationalist, das ist ja das zweite Standbein der Partei. Aber auch da dürfte sich die politische Ansicht der typischen Nationalspieler deutscher Nation deutlich unterscheiden. Weiterhin, und damit reicht es auch an Hinweisen, musste seine Gattin den islamischen Glauben annehmen, sonst hätte es die Hochzeit natürlich gar nicht erst gegeben. Und auch da wage ich mal zu behaupten, dass die Mehrzahl junger Männer in Deutschland von ihrer Angebeteten nicht verlangt, die eigene Religion anzunehmen. Was mich eben zu dem Schluss kommen lässt, dass Özil vielleicht - UND ICH HABE AUCH VIELLEICHT GESCHRIEBEN - nicht in der Mitte oder gar der Spitze bestimmter gesellschaftlicher Trends steht.
Max - und hör bloß auf wegen Meinungsfreiheit zu jammern. Du willst ernsthaft jemandem weiß machen, das sei "gefährlich"? "Weil man in gleich in eine Ecke abgeschoben werde?" Na und? Das tun Menschen seit Jahrhunderten. Zumindest werden sie hier nicht vom Staat dafür verfolgt - und nur darum geht es bei der Meinungsfreiheit. Nicht für seine Rede oder Meinung von der Gewalt des Staates verfolgt zu werden! Was die Mitmenschen von sich und ihren Ansichten halten, ist und bleibt auch weiterhin Privatsache und ich nehme so ein jämmerliches Opfergetue einfach nicht ernst. Ich sehe einen Unterschied FÜR die Rechte von jemandem einzutreten, und dafür im Kollektiv benachteiligt zu werden oder GEGEN die Rechte von jemandem einzutreten. Siehe wieder mein Exkurs zum gesellschaftlichen Fortschritt in meinem ersten Post.
02.12.2022 - 12:59 Uhr
@Frontside66 man stand ja vor der WM 2006 vor einem ähnlichen Problem und hat dann aber den Turnaround eben mit Klinsi, Jogi und Oli hinbekommen. Da blieb auch nicht viel übrig nach 2004. Vorallem hat man die Leute hinter sich bekommen. Sterne wie Poldi, Schwini und Lahm gingen da erst auf.
Da muss nun mutig gearbeitet werden. Das erkennen auch die Deutschen und honorieren es. Diesen Mut haben sie in der aktuellen Besetzung nicht und ein paar Lichtblicke gibts ja in der Bundesliga und den NWLZs.
Da muss nun mutig gearbeitet werden. Das erkennen auch die Deutschen und honorieren es. Diesen Mut haben sie in der aktuellen Besetzung nicht und ein paar Lichtblicke gibts ja in der Bundesliga und den NWLZs.
02.12.2022 - 13:10 Uhr
Zitat von Aktivist
Wer hat den angefangen, von Wokismus oder so reden hier? Pardon, wenn ich die genaue Redewendung nicht mehr erinnere. Das waren doch wohl andere User als ich. Und was mit dieser Sprache bezweckt wurde, ist mir nicht fremd geblieben. In der jüngsten Diskussion hier wird das sportliche Abschneiden der NatMannschaft, für das es ausschließlich sportliche Gründe gibt, zum Anlass genommen, einen gesellschaftlichen Trend zu verunglimpfen. Frei nach dem Motto, "hätten'se die Binde nich umgebunden, hätten'se jewonnen. Dit woke is eenfach Mist." Ist einfach lächerlich. Wenn mich nicht alles täuscht, hatten die Engländer vor dem Anpfiff den Kniefall zelebriert (so stand es zumindest in der Presse, ich habe kein WM-Spiel gesehen) - und sind Gruppenerster geworden. Was jetzt? Beflügelt es? Behindert es? Oder ist es am Ende doch nur die sportliche Leistung, die das Ergebnis beeinflusst?
Und zu Özil, mir ist noch in Erinnerung, dass er in Wahlkampfzeiten gemeinsam mit Erdogan aufgetreten ist und auch entsprechende politische Aussagen mit sich hat machen lassen, daheim in der Türkei. Ich kenne die kulturpolitischen Ansichten Erdogans und seiner Partei, und die sind nun mal anders gestrickt als der Durchschnitt deutscher junger Männer 18-35 Jahre (= Nationalspieler). Kann sein, dass Özil nicht wegen der identitätspolitischen Ansichten der AKP zu Erdogan neigte, vielleicht ist er auch einfach nur ein türkischer Nationalist, das ist ja das zweite Standbein der Partei. Aber auch da dürfte sich die politische Ansicht der typischen Nationalspieler deutscher Nation deutlich unterscheiden. Weiterhin, und damit reicht es auch an Hinweisen, musste seine Gattin den islamischen Glauben annehmen, sonst hätte es die Hochzeit natürlich gar nicht erst gegeben. Und auch da wage ich mal zu behaupten, dass die Mehrzahl junger Männer in Deutschland von ihrer Angebeteten nicht verlangt, die eigene Religion anzunehmen. Was mich eben zu dem Schluss kommen lässt, dass Özil vielleicht - UND ICH HABE AUCH VIELLEICHT GESCHRIEBEN - nicht in der Mitte oder gar der Spitze bestimmter gesellschaftlicher Trends steht.
Max - und hör bloß auf wegen Meinungsfreiheit zu jammern. Du willst ernsthaft jemandem weiß machen, das sei "gefährlich"? "Weil man in gleich in eine Ecke abgeschoben werde?" Na und? Das tun Menschen seit Jahrhunderten. Zumindest werden sie hier nicht vom Staat dafür verfolgt - und nur darum geht es bei der Meinungsfreiheit. Nicht für seine Rede oder Meinung von der Gewalt des Staates verfolgt zu werden! Was die Mitmenschen von sich und ihren Ansichten halten, ist und bleibt auch weiterhin Privatsache und ich nehme so ein jämmerliches Opfergetue einfach nicht ernst. Ich sehe einen Unterschied FÜR die Rechte von jemandem einzutreten, und dafür im Kollektiv benachteiligt zu werden oder GEGEN die Rechte von jemandem einzutreten. Siehe wieder mein Exkurs zum gesellschaftlichen Fortschritt in meinem ersten Post.
Wer hat den angefangen, von Wokismus oder so reden hier? Pardon, wenn ich die genaue Redewendung nicht mehr erinnere. Das waren doch wohl andere User als ich. Und was mit dieser Sprache bezweckt wurde, ist mir nicht fremd geblieben. In der jüngsten Diskussion hier wird das sportliche Abschneiden der NatMannschaft, für das es ausschließlich sportliche Gründe gibt, zum Anlass genommen, einen gesellschaftlichen Trend zu verunglimpfen. Frei nach dem Motto, "hätten'se die Binde nich umgebunden, hätten'se jewonnen. Dit woke is eenfach Mist." Ist einfach lächerlich. Wenn mich nicht alles täuscht, hatten die Engländer vor dem Anpfiff den Kniefall zelebriert (so stand es zumindest in der Presse, ich habe kein WM-Spiel gesehen) - und sind Gruppenerster geworden. Was jetzt? Beflügelt es? Behindert es? Oder ist es am Ende doch nur die sportliche Leistung, die das Ergebnis beeinflusst?
Und zu Özil, mir ist noch in Erinnerung, dass er in Wahlkampfzeiten gemeinsam mit Erdogan aufgetreten ist und auch entsprechende politische Aussagen mit sich hat machen lassen, daheim in der Türkei. Ich kenne die kulturpolitischen Ansichten Erdogans und seiner Partei, und die sind nun mal anders gestrickt als der Durchschnitt deutscher junger Männer 18-35 Jahre (= Nationalspieler). Kann sein, dass Özil nicht wegen der identitätspolitischen Ansichten der AKP zu Erdogan neigte, vielleicht ist er auch einfach nur ein türkischer Nationalist, das ist ja das zweite Standbein der Partei. Aber auch da dürfte sich die politische Ansicht der typischen Nationalspieler deutscher Nation deutlich unterscheiden. Weiterhin, und damit reicht es auch an Hinweisen, musste seine Gattin den islamischen Glauben annehmen, sonst hätte es die Hochzeit natürlich gar nicht erst gegeben. Und auch da wage ich mal zu behaupten, dass die Mehrzahl junger Männer in Deutschland von ihrer Angebeteten nicht verlangt, die eigene Religion anzunehmen. Was mich eben zu dem Schluss kommen lässt, dass Özil vielleicht - UND ICH HABE AUCH VIELLEICHT GESCHRIEBEN - nicht in der Mitte oder gar der Spitze bestimmter gesellschaftlicher Trends steht.
Max - und hör bloß auf wegen Meinungsfreiheit zu jammern. Du willst ernsthaft jemandem weiß machen, das sei "gefährlich"? "Weil man in gleich in eine Ecke abgeschoben werde?" Na und? Das tun Menschen seit Jahrhunderten. Zumindest werden sie hier nicht vom Staat dafür verfolgt - und nur darum geht es bei der Meinungsfreiheit. Nicht für seine Rede oder Meinung von der Gewalt des Staates verfolgt zu werden! Was die Mitmenschen von sich und ihren Ansichten halten, ist und bleibt auch weiterhin Privatsache und ich nehme so ein jämmerliches Opfergetue einfach nicht ernst. Ich sehe einen Unterschied FÜR die Rechte von jemandem einzutreten, und dafür im Kollektiv benachteiligt zu werden oder GEGEN die Rechte von jemandem einzutreten. Siehe wieder mein Exkurs zum gesellschaftlichen Fortschritt in meinem ersten Post.
In Deutschland bedarf es doch nicht der Gewalt des Staates. Bioläden aus ganz Deutschland haben die Produkte eines Lausitzer Biobauerns ausgelistet weil dieser Mitglied der AfD ist. Auch wenn ich kein Anhänger der AfD bin bin ich der Meinung dass er "bestraft" wird weil er eine andere Meinung als gewünscht hat. Meinung wird gemacht , von der Bild, den öffentl. -rechtlichen Medien, von Propagandisten wie dir
und wer da ausschert...., ja, der wird nicht eingesperrt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Max_Mustermann am 02.12.2022 um 13:13 Uhr bearbeitet
02.12.2022 - 14:06 Uhr
Verstehe, Du möchtest also dass der STAAT einem freien Unternehmen VORSCHREIBT, mit welchen Lieferanten es Geschäfte machen soll. Ist es das? Was bist Du, Max, Sozialist? Da kannst Du das gerne haben, da können Unternehmen nicht frei ihre Geschäftsentscheidungen treffen.
Fühl dich von mir aus gerne auf den Schlips getreten, wenn ich hier überspitzt formuliere, aber viele Menschen, und besonders viele konservative Menschen, verwechseln ständig was unsere Bürgerrechte sind. Es sind nahezu ausschließlich Rechte, die der Bürger GEGEN DEN STAAT hat. Und das liegt eben an der Universalgewalt, die ein Staat besitzt und die er im Falle des Falles gegen seine Bewohner richtet. Und da sagt das Bürgerrecht eben: Staat, Du darfst das nicht tun aufgrund von z.B. Rasse, Geschlecht, Herkunft, blablabla. Das darf er auch nicht gegen Privatunternehmen. Der Staat hat einfach keinem "Bioladen" vorzuschreiben, welche Lieferanten er listet oder nicht, solange keine Gesetze verletzt. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, dass Geschäftsinhabern verbietet, AfD-Faschisten-Produkte zu vertreiben. Also, warum die Tränen? Warum das Geheule?
Ich sage euch mal, warum Bioläden vielleicht diesen Bauern nicht mehr listen: weil einfach die üblichen Kunden dem Laden fernbleiben würden, wenn man anfängt, Faschistenäpfel oder was weiß ich zu verkaufen. Genau wie ein Kneiper, der sein Lokal jetzt 7 Tage in der Woche für die örtliche Motorradgang öffnet, weniger Besuch aus dem Nonnenstift erhält. (In dem Fall aber dürfte sein Geschäft eher eine Belebung erhalten.) Was glaubt ihr eigentlich? Das ist eine freie Entscheidung und die aus GESCHÄFTSINTERESSE getroffen, genau wie sich RTL vielleicht denkt, dass sie keine Rechte für die Fussball-WM erwerben oder Bitburger sein Bier anstelle mit Regenwasser mit irgendeinem besonderen Quellwasser braut oder in der Bravo keine Werbeanzeigen von 0190-Nummern geschaltet werden. Das ist nicht Diskriminierung, das ist FREIHEIT. Und zwar die allgemeine Handlungsfreiheit nach Artikel 2 Abs. 1 des Grundgesetzes: "(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." Das schließt die Vertragsfreiheit ein.
Willst Du, Max, und Du, Lauschi, oder Du, Fronti, allen Ernstes das elementare Recht auf freie Handlungen einschränken? Was kommt als nächsten? Darf man dann nicht mehr die Straßenseite wechseln, wenn sich irgendeine Krawallbande auf dem Gehweg breitmacht? Müssen Frauen dann nachts durch unbeleuchtete Parks spazieren - allein - weil sie keine eigenen Entscheidungen zu ihrem Wohle mehr treffen dürfen? Wo zieht ihr denn die Grenze? Der Geschäftsinhaber soll die Waren weiter abnehmen, sollen die Kunden sie etwa kaufen müssen? Wollt ihr mich in Zukunft zwingen, den neuesten Disney-Schinken im Kino zu sehen, weil ich das nicht mehr alleine entscheiden darf?
Ich habe es im ersten Post bereits angedeutet: wenn ihr wissen wollt, in welche Richtung sich eine Gesellschaft unwiderbringlich entwickelt, achtet einfach auf die Werbung. Wenn Unternehmen beginnen, bestimmtes Augenmerk auf kulturelle Ansichten in ihren Werbekampagnen zu legen, dann weil sie damit mehr Geld verdienen, als wenn sie's nicht täten. Und das hat absolut nichts mit der kleinen gesellschaftlichen Gruppe zu tun, die eventuell gerade mehr Rechte als vorher erhält, sondern mit den Trends und Einstellungen in der Konsumentenzielgruppe. Wisst ihr, ein einzelnes Unternehmen kann durchaus mal falsch liegen, aber in ihrer Gesamtheit treffen sie statistisch rationale geschäftliche Entscheidungen. Und ihre einzige Erfolgsmetrik am Ende ist Gewinn. Kennt ihr noch "get woke, go broke"? Ist natürlich 180 Grad andersherum. Der Spruch wurde glaube ich so richtig bekannt durch die Pepsi-Werbung, die mit Black Lives Matter Symbolik operierte. Haben die Rechtskonservativen bis heute nicht verknust, aber Pepsi hat in jenem und im folgenden Quartal einen Gewinnzuwachs gehabt. Und ein Bioladen, der lieber keine Geschäft mit Faschisten macht, wird im Durchschnitt ebenfalls mehr Gewinne machen als einer, der da keine Unterschiede zieht. Probiert es doch einfach selber mal aus.
Und genau wie bei der Homoehe - in 20 Jahren könnt ihr allesamt euch gar nicht mehr vorstellen, dass es jemals anders hätte sein müssen. Vermutlich. Statistisch bleibt jeder Zehnte bis Vierte bei seinen alten Ansichten, aber die meisten ziehen eben mit der Herde.
Fühl dich von mir aus gerne auf den Schlips getreten, wenn ich hier überspitzt formuliere, aber viele Menschen, und besonders viele konservative Menschen, verwechseln ständig was unsere Bürgerrechte sind. Es sind nahezu ausschließlich Rechte, die der Bürger GEGEN DEN STAAT hat. Und das liegt eben an der Universalgewalt, die ein Staat besitzt und die er im Falle des Falles gegen seine Bewohner richtet. Und da sagt das Bürgerrecht eben: Staat, Du darfst das nicht tun aufgrund von z.B. Rasse, Geschlecht, Herkunft, blablabla. Das darf er auch nicht gegen Privatunternehmen. Der Staat hat einfach keinem "Bioladen" vorzuschreiben, welche Lieferanten er listet oder nicht, solange keine Gesetze verletzt. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, dass Geschäftsinhabern verbietet, AfD-Faschisten-Produkte zu vertreiben. Also, warum die Tränen? Warum das Geheule?
Ich sage euch mal, warum Bioläden vielleicht diesen Bauern nicht mehr listen: weil einfach die üblichen Kunden dem Laden fernbleiben würden, wenn man anfängt, Faschistenäpfel oder was weiß ich zu verkaufen. Genau wie ein Kneiper, der sein Lokal jetzt 7 Tage in der Woche für die örtliche Motorradgang öffnet, weniger Besuch aus dem Nonnenstift erhält. (In dem Fall aber dürfte sein Geschäft eher eine Belebung erhalten.) Was glaubt ihr eigentlich? Das ist eine freie Entscheidung und die aus GESCHÄFTSINTERESSE getroffen, genau wie sich RTL vielleicht denkt, dass sie keine Rechte für die Fussball-WM erwerben oder Bitburger sein Bier anstelle mit Regenwasser mit irgendeinem besonderen Quellwasser braut oder in der Bravo keine Werbeanzeigen von 0190-Nummern geschaltet werden. Das ist nicht Diskriminierung, das ist FREIHEIT. Und zwar die allgemeine Handlungsfreiheit nach Artikel 2 Abs. 1 des Grundgesetzes: "(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." Das schließt die Vertragsfreiheit ein.
Willst Du, Max, und Du, Lauschi, oder Du, Fronti, allen Ernstes das elementare Recht auf freie Handlungen einschränken? Was kommt als nächsten? Darf man dann nicht mehr die Straßenseite wechseln, wenn sich irgendeine Krawallbande auf dem Gehweg breitmacht? Müssen Frauen dann nachts durch unbeleuchtete Parks spazieren - allein - weil sie keine eigenen Entscheidungen zu ihrem Wohle mehr treffen dürfen? Wo zieht ihr denn die Grenze? Der Geschäftsinhaber soll die Waren weiter abnehmen, sollen die Kunden sie etwa kaufen müssen? Wollt ihr mich in Zukunft zwingen, den neuesten Disney-Schinken im Kino zu sehen, weil ich das nicht mehr alleine entscheiden darf?
Ich habe es im ersten Post bereits angedeutet: wenn ihr wissen wollt, in welche Richtung sich eine Gesellschaft unwiderbringlich entwickelt, achtet einfach auf die Werbung. Wenn Unternehmen beginnen, bestimmtes Augenmerk auf kulturelle Ansichten in ihren Werbekampagnen zu legen, dann weil sie damit mehr Geld verdienen, als wenn sie's nicht täten. Und das hat absolut nichts mit der kleinen gesellschaftlichen Gruppe zu tun, die eventuell gerade mehr Rechte als vorher erhält, sondern mit den Trends und Einstellungen in der Konsumentenzielgruppe. Wisst ihr, ein einzelnes Unternehmen kann durchaus mal falsch liegen, aber in ihrer Gesamtheit treffen sie statistisch rationale geschäftliche Entscheidungen. Und ihre einzige Erfolgsmetrik am Ende ist Gewinn. Kennt ihr noch "get woke, go broke"? Ist natürlich 180 Grad andersherum. Der Spruch wurde glaube ich so richtig bekannt durch die Pepsi-Werbung, die mit Black Lives Matter Symbolik operierte. Haben die Rechtskonservativen bis heute nicht verknust, aber Pepsi hat in jenem und im folgenden Quartal einen Gewinnzuwachs gehabt. Und ein Bioladen, der lieber keine Geschäft mit Faschisten macht, wird im Durchschnitt ebenfalls mehr Gewinne machen als einer, der da keine Unterschiede zieht. Probiert es doch einfach selber mal aus.
Und genau wie bei der Homoehe - in 20 Jahren könnt ihr allesamt euch gar nicht mehr vorstellen, dass es jemals anders hätte sein müssen. Vermutlich. Statistisch bleibt jeder Zehnte bis Vierte bei seinen alten Ansichten, aber die meisten ziehen eben mit der Herde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Aktivist am 02.12.2022 um 14:08 Uhr bearbeitet
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