1.Bundesliga
Weil die Bundesligamannschaft Leipzig Red Bull ist. Das kann man doch nicht gesondert betrachten. Oder gehen tatsächlich europäische Toptalente der guten Luft wegen nach Leipzig, einem Aufsteiger aus der Dritten Liga? Red Bull ist doch nicht Sponsor sondern Besitzer, Bestimmer, Entscheider. Wären die Leipziger eine Kapitalgesellschaft, würden sie längst gegen die 50+1 Regel verstoßen. Sie sind aber keine Kapitalgesellschaft sondern die sich selbst persiflierende Schablone eines Vereines.
Und es ist bei vielen Leuten eben kein Leipzig-oder-RB-Gehasse sondern einfach eine kritische Betrachtung. Wenn die Grauzonen des Financial Fairplay ausgereizt oder Vertragsklauseln umgangen werden, ist mir der leuchtende Ostpunkt auf der Bundesligakarte erstmal egal.
Die Talente im Profifußball gehen nirgendwo mehr allein wegen der guten Luft hin. Viele Hansafans würden es doch auch toll finden, wenn sie hier, durch welches Geld auch immer wieder Bundesligaluft schnuppern könnten. Die Wirtschaft ist doch schon längste Bestimmer und Entscheider bei allen Vereinen geworden und jede Schwäche, ob nun in Gesetzen oder beim Gegner wird gnadenlos ausgenutzt. Deshalb geht es den Ostvereinen nach der Wende doch auch so schlecht und sie sind nahezu vollständig aus den Bundesligen verschwunden. Es stehen einfach zu wenige Sponsoren im Gegensatz zu Ingolstadt, Frankfurt, Paderborn, Aalen, Sandhausen usw. hinter den Vereinen und es fehlte natürlich gerade nach der Wende ein bisschen die Mentalität des Raubtierkapitalismus. Das kann man eben nur zum Teil durch glückliche und geschickte Hände bei der Vereinspolitik ausgleichen. Sicher wäre es moralisch einwandfreier, wenn dem nicht so wäre und wenn da 11 Freunde aus der Region auf dem Platz stehen aber das ist doch utopisch. Wenn ich mir was wünschen könnte, würde ich auch lieber Sachsen Leipzig oder Lok Leipzig, Hansa Rostock, Energie Cottbus und Dynamo Dresden in der 2.Liga sehen als RB, Aalen und Co.
Was wäre eigentlich entscheidungsmäßig so viel anders gelaufen, wenn der Verein alleiniger Bestimmer in Leipzig wäre, außer das alberne Logo?
Wie viel Kraft und Zeit kostet es eigentlich, sich quasi jeden Tag über RB aufzuregen und in jeder Handlung etwas Schlechtes zu sehen?
Wieviel Zeit und Kraft kostet es, sich überhaupt über Fußball aufzuregen. Ist doch nur ein Spiel von 22 Leuten die einem Ball hinterherrennen.
Na dann lassen wir das Thema RB lieber sein. Ändert sich ja eh nix und Red Bull ist ein simpler Sponsor, der dem Osten auf die Beine hilft. Verstanden.
Was wäre eigentlich entscheidungsmäßig so viel anders gelaufen, wenn der Verein alleiniger Bestimmer in Leipzig wäre, außer das alberne Logo?
Massimo Bruno, Sabitzer...
Ich finde es sehr schade, wieviele sich mittlerweile mit dieser Situation abgefunden haben. Egal ob es Wolfsburg, Hoffenheim oder vor allem Red Bull ist - das hat mit dem Fußball, den ich liebe, nichts mehr zu tun. Schade, wenn man das jetzt einfach abnicken soll ...
Ich finde es sehr schade, wieviele sich mittlerweile mit dieser Situation abgefunden haben. Egal ob es Wolfsburg, Hoffenheim oder vor allem Red Bull ist - das hat mit dem Fußball, den ich liebe, nichts mehr zu tun. Schade, wenn man das jetzt einfach abnicken soll ...
Was ist den der Fußball, "den du liebst",und inwiefern ist er nicht vereinbar mit den genannten Vereinen?
Ich finde es sehr schade, wieviele sich mittlerweile mit dieser Situation abgefunden haben. Egal ob es Wolfsburg, Hoffenheim oder vor allem Red Bull ist - das hat mit dem Fußball, den ich liebe, nichts mehr zu tun. Schade, wenn man das jetzt einfach abnicken soll ...
Was ist den der Fußball, "den du liebst",und inwiefern ist er nicht vereinbar mit den genannten Vereinen?
Der Fußball, den ich liebe, besteht daraus, sich einen Wettbewerbsvorteil selbst erarbeiten zu können. Natürlich gibt es immer bessere und schlechtere Voraussetzungen - siehe Mecklenburg-Vorpommern. Aber "früher" war es eben möglich, einen solchen Nachteil durch gute Arbeit und kluge Entscheidungen ausgleichen zu können - nicht umsonst spielten wir zehn Jahre am Stück in der Bundesliga. Wirtschaftlich ging es MV damals auch nicht besser als heute.
Daher hatte ich auch nie wirklich was gegen die Bayern. Natürlich haben die genervt, weil sie immer gewonnen haben. Aber es war immer klar, dass sie es sich - nichtmal als Gründungsmitglied der Buli - mit klugen Entscheidungen und Talenten aus der Münchner Region selbst erarbeitet haben.
Leider ist das heute nicht mehr möglich, da immer mehr "Vereine" gepusht werden, dass es nichts mehr mit dem "normalen" Wettbewerbsvorteil zu tun hat.
Bei 1899 (Hopp) und Wolfsburg (VW) kann man da ja sogar noch streiten - da besteht zumindest eine Verbindung zur Stadt. Aber RB und Leipzig? Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun, das ist ein reines, verpflanztes Marketinginstrument. Und damit ist es nicht mehr der Fußball, den ich liebe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FutureBoy am 03.08.2014 um 14:40 Uhr bearbeitet Ich finde es sehr schade, wieviele sich mittlerweile mit dieser Situation abgefunden haben. Egal ob es Wolfsburg, Hoffenheim oder vor allem Red Bull ist - das hat mit dem Fußball, den ich liebe, nichts mehr zu tun. Schade, wenn man das jetzt einfach abnicken soll ...
Was ist den der Fußball, "den du liebst",und inwiefern ist er nicht vereinbar mit den genannten Vereinen?
Der Fußball, den ich liebe, besteht daraus, sich einen Wettbewerbsvorteil selbst erarbeiten zu können. Natürlich gibt es immer bessere und schlechtere Voraussetzungen - siehe Mecklenburg-Vorpommern. Aber "früher" war es eben möglich, einen solchen Nachteil durch gute Arbeit und kluge Entscheidungen ausgleichen zu können - nicht umsonst spielten wir zehn Jahre am Stück in der Bundesliga. Wirtschaftlich ging es MV damals auch nicht besser als heute.
Daher hatte ich auch nie wirklich was gegen die Bayern. Natürlich haben die genervt, weil sie immer gewonnen haben. Aber es war immer klar, dass sie es sich - nichtmal als Gründungsmitglied der Buli - mit klugen Entscheidungen und Talenten aus der Münchner Region selbst erarbeitet haben.
Leider ist das heute nicht mehr möglich, da immer mehr "Vereine" gepusht werden, dass es nichts mehr mit dem "normalen" Wettbewerbsvorteil zu tun hat.
Bei 1899 (Hopp) und Wolfsburg (VW) kann man da ja sogar noch streiten - da besteht zumindest eine Verbindung zur Stadt. Aber RB und Leipzig? Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun, das ist ein reines, verpflanztes Marketinginstrument. Und damit ist es nicht mehr der Fußball, den ich liebe.
Und das ist ja nicht mal das Schlimmste dabei. Red Bull hat neben RB Leipzig ja auch noch Salzburg, FC Liefering, FC Pasching, New York Red Bulls, Red Bull Ghana, Red Bull Brasil. Wenn diese Entwicklung so weiter geht, wird in den oberen Ligen bald nur noch Konzern X gegen Konzern Y spielen. Die Vereine werden immer mehr zu leblosen Hülsen, hinter denen sich nur noch ein großer Konzern versteckt. Talente anderer Vereine werden zu den Farmteams transferiert. Man entzieht damit "normalen" Vereinen konsequent den Boden.
Ich kann dich leider nicht zitieren, weil ich den Cursor nicht an die rihtige Stelle bekomme. Als Tablet-Nutzer ist man ja hier mittlerweile aufgeschmissen.
Ich dachte zwar immer, dass der große Wettbewerbsvorteil des FC Bayern war, dass man ihnen das Olympiastadion geschenkt hat, aber seis drum.
Der Wettbewerbsvorteil im Fußball heißt doch Geld. Und wo Sponsoren investieren, hat doch nichts mit der Nachwuchsarbeit zu tun, sondern mit dem für sich erhofften Nutzen. Nichts anderes sehe ich bei RB. Versteh mich nicht falsch: ich würde sowas für Hansa nicht wollen, da mir die Fallhöhe im Falle eines Investorenausstieges viel zu groß wäre, aber andere Vereine das machen und dann sogar 25.000 Leute gegen Aalen kommen, dann sollen sie doch. Im Endeffekt muss auch in Leipzig gut gearbeitet werden (auf dem Platz!) - dass es unterschiedliche finanzielle Voraussetzungen gibt, ist nunmal so.
Und ich bleibe auch dabei: solange die DFL der Ansicht ist, dass ihre Auflagen erfüllt sind, steht es uns nicht zu, RB seine Existenzberechtigung abzusprechen.
Ich kann dich leider nicht zitieren, weil ich den Cursor nicht an die rihtige Stelle bekomme. Als Tablet-Nutzer ist man ja hier mittlerweile aufgeschmissen.
Ich dachte zwar immer, dass der große Wettbewerbsvorteil des FC Bayern war, dass man ihnen das Olympiastadion geschenkt hat, aber seis drum.
Der Wettbewerbsvorteil im Fußball heißt doch Geld. Und wo Sponsoren investieren, hat doch nichts mit der Nachwuchsarbeit zu tun, sondern mit dem für sich erhofften Nutzen. Nichts anderes sehe ich bei RB. Versteh mich nicht falsch: ich würde sowas für Hansa nicht wollen, da mir die Fallhöhe im Falle eines Investorenausstieges viel zu groß wäre, aber andere Vereine das machen und dann sogar 25.000 Leute gegen Aalen kommen, dann sollen sie doch. Im Endeffekt muss auch in Leipzig gut gearbeitet werden (auf dem Platz!) - dass es unterschiedliche finanzielle Voraussetzungen gibt, ist nunmal so.
Und ich bleibe auch dabei: solange die DFL der Ansicht ist, dass ihre Auflagen erfüllt sind, steht es uns nicht zu, RB seine Existenzberechtigung abzusprechen.
Und du entscheidest, was wem zusteht?
Ich kann dich leider nicht zitieren, weil ich den Cursor nicht an die rihtige Stelle bekomme. Als Tablet-Nutzer ist man ja hier mittlerweile aufgeschmissen.
Ich dachte zwar immer, dass der große Wettbewerbsvorteil des FC Bayern war, dass man ihnen das Olympiastadion geschenkt hat, aber seis drum.
Der Wettbewerbsvorteil im Fußball heißt doch Geld. Und wo Sponsoren investieren, hat doch nichts mit der Nachwuchsarbeit zu tun, sondern mit dem für sich erhofften Nutzen. Nichts anderes sehe ich bei RB. Versteh mich nicht falsch: ich würde sowas für Hansa nicht wollen, da mir die Fallhöhe im Falle eines Investorenausstieges viel zu groß wäre, aber andere Vereine das machen und dann sogar 25.000 Leute gegen Aalen kommen, dann sollen sie doch. Im Endeffekt muss auch in Leipzig gut gearbeitet werden (auf dem Platz!) - dass es unterschiedliche finanzielle Voraussetzungen gibt, ist nunmal so.
Und ich bleibe auch dabei: solange die DFL der Ansicht ist, dass ihre Auflagen erfüllt sind, steht es uns nicht zu, RB seine Existenzberechtigung abzusprechen.
Solange der Kaiser der Ansicht ist, dass keine Sklaven in Katar arbeiten, solange Blatter der Ansicht ist, dass Katar alle Auflagen erfüllt..
Die DFL kann ich nicht ernst nehmen.
Wird eine Umstrukturierung der Vereinsatzung wirklich erfolgen und auch durchgesetzt? Wird man beim FFP nächstes Jahr wirklich durchgesetzt?
Ich möchte erst Ergebnisse sehen, damit ich dem Verband traue.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von kogge94 am 03.08.2014 um 19:46 Uhr bearbeitet

