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1.Bundesliga

31.07.2013 - 20:25 Uhr
1.Bundesliga |#991
05.08.2014 - 12:02 Uhr

Es ist doch nicht so schwierig, es kurz zusammen zu fassen:


 


Ein normaler Sponsor kauft sich die Brust eines Vereins. Dieser Verein hat sich über Jahre für dieses Engagement empfohlen und der Sponsor sucht sich einen erfolgreichen Verein, um sich einer breiten Masse zu präsentieren.


 


RB hat sich eine Stadt gesucht und einen Verein, der nicht erfolgreich ist, um diesen großzuziehen mit dem einzigen Ziel ihre Marke zu vermarkten. Dies wird sogar zugegeben. Im Gegensatz zu allen anderen Vereinen, hat man sich dieses Sponsoring nicht erarbeitet, sondern wurde strategisch für diese Zwecke ausgewählt.


 


Während andere Vereine ihre Brust verkaufen, verkauft Fußball-Leipzig seine komplette Seele. Die Mitgleider-Thematik lasse ich mal außen vor, das würde zu weit führen.


 


Jeder soll darüber denken, was er will - das oben genannte sind aber die Fakten. Ich bleibe lieber bei meinem Verein, der es sich hart erarbeitet hatte, um jahrelang in der Bundesliga zu spielen und der einen weiten Weg bis dahin zurück hat. Allerdings möchte ich nicht die Seele meines Vereins verkaufen, um dort wieder hinzugelangen.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Takt1kfuchs am 05.08.2014 um 12:04 Uhr bearbeitet
1.Bundesliga |#992
05.08.2014 - 12:05 Uhr

das Schreiben von langen Texten auf dem Handy nervt.


Ich wollte sagen, dass mich das Transfergebaren inklusive Umgehung von Vertragsklauseln und des FFP stoert. Ausserdem die Haltung, man waere die Rettung des Ostfußballs.


Fuer Leipzig mag das alles spannend sein, ich bin gespannt darauf, wie die Sache in 10 Jahren aussieht.  Ich behaupte mal RB hat dann die Akzeptanz von Hoffenheim jetzt, es gibt sogar Problemfans in den eigenen Reihen und diejenigen, die nur Erfolge akzeptieren sind laengst weg. Ob zu denen auch ein gewisser Oesterreicher gehoert, sehen wir dann.

•     •     •

Sonntag, 2. Juni 1991, Pokalfinale des NOFV, FC Hansa Rostock - Eisenhüttenstädter FC Stahl 1:0, Tor: Jens Wahl (43.) - Mein erstes Auswärtsspiel
"Fußball ist fast durchgängig emotionalisierter Horror." (Ror Wolf)
1.Bundesliga |#993
05.08.2014 - 12:06 Uhr
Zitat von Tomminho

Kein Sponsor der Welt will den Fußball unterstützen! Lübzer, Coca Cola, Vita Cola usw. geht es, genauso wie RedBull, darum, ihre "Plörre" zu verkaufen!


Ja, ich weiß, ein Sponsor ist kein Investor, aber die Intention ist doch identisch! Und ähnlich wie ein Investor, hat ein Sponsor eine gewisse Macht, da kein Verein überleben würde, wenn die größten Sponsoren aussteigen würden. Bei Investoren ist das sicherlich so ohne Weiteres unwahrscheinlich, was den Vereinen eine größere Planungssicherheit gibt, dafür ist die Abhängigkeit der Vereine auch größer. Darum möchte ich sowas, im Gegensatz zu maddien, auch nicht für Hansa und kann dafür damit leben, dass es finanziell bei uns nicht mehr für Liga 1 reicht.


Da das Argument "erst 2009 gegründet, keine echten Fans" immer wieder fällt: in Schwerin wurde vor kurzem der FC Mecklenburg Schwerin gegründet - muss man den jetzt auch ablehnen? Wenn ja: wann ist denn der Stichtag dafür, dass man Vereine gründen durfte bzw. ab wann sind sie abzulehnen? Ich finde es selbstherrlich, die Fans von RB so abzuqualifizieren. Lass doch den Verein erstmal 10, 20 Jahre existieren, die ersten Kinder in der Stadt damit groß werden - der Verein wird ihnen genauso ans Herz wachsen, wie andere Vereine in anderen Regionen.


Ja, RedBull hat keine Abfüllanlage in Leipzig (glaube ich) - und Adidas hat seine Werke in China und Gazprom arbeitet auch nicht an der Gelsenkirchen-Pipeline. Dafür schafft ein Erfolg von RB Leipzig sicher mehr Arbeitsplätze, als er vernichtet - auch kein schlechtes Ergebnis für die Menschen in Leipzig, wenn ihr mich fragt.



Wegen was wurde denn MB Schwerin gegründet? Des Sportes wegen, oder Platzierung einer Marke in der Bundesliga?

raba wird irgendwann auch einen Platz in der Bundesliga blockieren. Sie werden ebenso wie Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen niemals absteigen. Hinzu kommen Vereine wie Bayern, Dortmund und Schalke, welche eine so hohe Basis haben, dass Abstieg ausgeschlossen werden kann. Da sind wir also schon bei SIEBEN Vereinen welche entweder nie absteigen werden, oder oder zumindest es absolut unrealistisch ist, dass sie es werden. RB wird früher oder später genauso mit aller Macht in den Internationalen Bereich drängen, um was anderes geht es Brause-Didi nicht. Also blockieren diese Vereine nicht nur Bundesligaplätze, sondern auch noch den Wettberwerb innerhalb der Liga, in dem dann 6-7 Vereine die Internationalen Plätze unter sich aus machen. Wenn dann noch der HSV sämtliches Potenzial ausschöpft und Kühne ernst macht, dann fällt noch ein Platz weg, genauso wie bei Kind und H96.

Für was lohnt es sich dann noch hart zu arbeiten? Wofür muss dann noch Mainz, Freiburg, Bremen, Augsburg usw. sich bemühen? Das ganze Ligensystem wird durch solche unabsteigbaren Vereine nach unten gedrückt.
Über kurz oder Lang werden sich noch ganz andere Vereine in der zweiten Liga regelmäßig wiederfinden. Lautern, 1860, Köln, Nürnberg waren alle zusammen mal gute Fahrstuhlmannschaften die man auf dem Zettel haben musste. Hinzu kommen Vereine wie Stuttgart und Bremen welche in den Abstiegskampf gedrückt werden. Die harte Arbeit von Mainz und Freiburg wird ebenfalls erfolgslos bleiben.
Gladbach wird über kurz oder lang ebenfalls schauen müssen, dass sie noch irgendwie in ins internationale Geschäft kommen.

Bundesliga in Rostock? Daran sollte man auch nicht in Cottbus, oder Dresden denken. Der Zug ist abgefahren.

Wir haben 18 Plätze in der Bundesliga. Über kurz oder lang wird der Kampf in der Liga wie folgt aussehen:

CL: Bayern, Dortmund, Leverkusen, Schalke, Wolfsburg, Leipzig, Gladbach, (Hamburg sieht sieht sich ja auch in dem Kreis)
EL: Drei Verlierer vom Kampf um die CL+ Hoffenheim, Hannover, Hamburg 
Und bis hier hin sind nur Vereine genannt worden, welche entweder ein hohes Standing haben (Schalke, Bayern, Dortmund, Gladbach), oder eben eine extreme Unterstützung von außerhalb des Fußballs (Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig, Hamburg, in einem gewissen Rahmen Hannover und Leverkusen).

Neun Vereine die sich um 6-7 Plätze (je nach dem wer Pokalsieger wird) kampeln. Die zwei, drei Verlierer die dann da den Kürzeren ziehen werden extrem aufrüsten und sich ggf. übernehmen und hier gibts zwei Möglichkeiten: Entweder es ist ein Verein wie Schalke, Dortmund und Gladbach, welche dann erhebliche Konsequenzen spüren würden, oder es ist einer der extern finanzierten die keinerlei Kosequenzen fürchten müssen und immer aus dem vollen schöpfen können, egal wie schlecht sie gearbeitet haben.
Wo ist hier noch Platz für Bremen, Stuttgart, Mainz, Augsburg, Nürnberg, Köln, 1860, Lautern, Frankfurt, Rostock, Dresden, Cottbus...?

Das letzte was diese Liga braucht ist noch so ein langweiliger, kalkulierbarer und unabsteigbarer Verein.

Zu den Arbeitsplätzen: Die fallen dann immer dann weg, wenn ein anderer für so einen Verein den Platz räumen muss.

P.s. Normale Vereine müssen sich das Interesse von Investoren und Sponsoren erarbeiten. Sie müssen zeigen, dass sie etwas drauf haben und das es sich lohnt sie zu unterstützen.
Leipzig hat sich in jahrelanger Arbeit Mateschitz erarbeitet: Konsequent die eigenen Vereine ignoriert und so getan, als wären sie es nicht wert unterstützt zu werden. Ende vom Lied ist, dass die zwei großen Vereine verschwunden sind.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 05.08.2014 um 12:13 Uhr bearbeitet
1.Bundesliga |#994
05.08.2014 - 12:11 Uhr

Jetzt sind RedBull und Hopp daran Schuld, dass bei uns Arbeitsplätze wegfallen? Lachend


Das haben wir ganz allein geschafft... Ich will den Arbeitsplätze-Effekt gar nicht hoch hängen, aber schädlich ist es nunmal nicht - auch wenn RB keine Fabrik in Leipzig hat.


Ich verstehe, glaube ich, noch immer das Problem nicht so ganz (zugegeben). Spielen wir mal ein paar Varianten durch:



    1. Variante: RedBull gründet einen Verein in Leipzig und investiert, was nötig ist, um ihn schnell nach oben zu bringen.




    2. Variante: RedBull gründet einen Verein in Leipzig und investiert "marktüblich" (was auch immer das sein soll).




    3. Variante: RedBull sponsort einen Leipziger Verein mit allem Drum und Dran (Trikot, Stadion usw.) und investiert, was nötig ist, um den Verein schnell nach oben zu bringen.




    4. Variante: RedBull sponsort einen Leipziger Verein mit allem Drum und Dran und orientiert sich dabei an den Investitionen von... Kurzurlaub.de? KiK? ...wem auch immer.



 


 


Wo genau beginnt jetzt das Problem bzw. welche Variante wäre den weniger schlimm als eine andere? Mal ganz abgesehen davon, dass sich Adidas oder Gazprom ja auch nicht an den Sponsoren von Mainz oder Braunschweig orientieren...

1.Bundesliga |#995
05.08.2014 - 12:15 Uhr
Zitat von Tomminho

Wo genau beginnt jetzt das Problem bzw. welche Variante wäre den weniger schlimm als eine andere? Mal ganz abgesehen davon, dass sich Adidas oder Gazprom ja auch nicht an den Sponsoren von Mainz oder Braunschweig orientieren...




Richtig: Vereine wie Schalke, Bayern und Dortmund haben sich über Jahre dieses Interesse erarbeiten müssen. Was hat sich Leipzig in all den Jahren gemacht? Ich sags dir: N I C H T S

Wo waren denn in den frühen 2000er Jahren diese ganzen "Fans", als Sachsen Leipzig drittklassig war? Wo waren denn diese zehntausende Fußballverrückte, die so sehr nach Fußball gelechzt haben. Sie gab es nicht! Hier dreht sich erst seit der WM alles um Fußball und heute schimpfen diejenigen die damals nen Scheiß auf den Fußball gegeben haben und diesen Untergang mit zu verantworten haben mit am meisten auf Lok und Chemie/Sachsen.

Und das man Arbeitsplätze nicht aufwiegen kann sollte klar sein: Sobald einer für Leipzig das Feld räumt und absteigen muss, muss dieser Leute entlassen weil die Einnahmenseite nicht mehr stimmt.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 05.08.2014 um 12:18 Uhr bearbeitet
1.Bundesliga |#996
05.08.2014 - 12:28 Uhr

@ Cookie_Monster:


Als Sponsor sehe ich in erster Linie die Möglichkeiten eines Vereins (Zukunft) als das Standing, was sichdieser Verein erarbeitet hat (Vergangenheit). Sonst hätten viele "Traditionsvereine" wohl weniger finanzielle Probleme. Dazu kommt dann noch die Öffentlichkeit, in der ich mich als Sponsor präsentieren kann - je breiter, desto besser.


Ich finde deine Rechenspiele ja ganz interessant, aber sie stimmen doch einfach nicht! Hoffenheim wäre fast abgestiegen, Wolfsburg war lange eine graue Maus, Dortmund auch eigentlich tot und Leverkusen hatte auch seine Schwächephase - das haben sie alle vor allem deshalb überwunden, weil sie gute Leute (Verantwortliche!) ans Steuer geholt haben. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg oder sonst ein Verein auch nur annähernd die Investitionen in den letzten Jahren getätigt haben, die der FC Bayern getätigt hat. Offensichtlich gibt es da irgendwo Grenzen, die nicht mal einfach so pulverisiert werden, indem man Suarez für 85 Mio. holt. Und gerade Hoffenheim zeigt doch in den letzten 1,5 Jahren, dass sie mit sehr viel Bedacht in junge Talente investieren und sich somit ihre Platzierung auch irgendwo verdient haben.


Klar, über den Weg nach oben kann man immer streiten - ich weiß nicht, ob es "besser" gewesen wäre, wenn sich z.B. Hoffenheim oder Leipzig mehr Zeit mit ihrem Aufstieg gelassen hätten. Fakt ist aber, dass sie den finanziellen Background haben (nennt es Glück, unfair, furchtbar, dass sie dafür "ausgesucht" wurden) und diesen dann auch nutzen. Ich sehe aber noch keinen Verein in Deutschland, der das Preisgefüge völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat - außer dem FC Bayern vielleicht... Auch finanzstarke Vereine müssen sauber arbeiten. Jeder HSV-Fan weiß das spätestens seitletzter Saison.

1.Bundesliga |#997
05.08.2014 - 12:32 Uhr

Wenn das Thema grade Leipzig ist:


Financial Fair Play soll kommen
RB Leipzig: Rummenigge fordert DFL zum Handeln auf


 


http://www.tz.de/sport/fc-bayern/rb-leipzig-rummenigge-fordert-handeln-zr-3756512.html


 

1.Bundesliga |#998
05.08.2014 - 13:01 Uhr

@ Cookie_Monster II (sorry, aber zitieren mit Tablet klappt einfach nicht, wenn man im Texteditor nach unten scrollen muss)


Ich glaube nicht an dieses "Standing" von dem du immer sprichst. Als Sponsor oder Investor interessiert mich die Sicherheit meiner Investition und was dadurch für meine Marke rauszuholen ist. Bei den großen Vereinen ist diese Sicherheit und der Effekt für die Marke groß, also wird investiert. Das ist gewissermaßen ein perpetuum mobile, bis mal jemand aus der Vereinsführung richtigen Mist baut (siehe BVB vor einigen Jahren oder Wolfsburg).


Bei kleineren Vereinen ist der Effekt für die Marke geringer, also interessieren sich die großen Geldgeber nicht dafür. Außer ein Investor (im Falle Leipzig eben RedBull) sagt sich, dass sie alles das, was sich die Sponsoren anderer, großer Vereine dort versprechen, in einem Verein selbst am besten erreichen kann. Der Effekt, dass fleißig investiert wird, ist identisch. Und das hat nichts mit dem "Standing" zu tun, sondern mit dem Potenzial, was eine Region und ein Projekt hat.


Oder glaubst du ernsthaft, dass Gazprom in Schalke investiert, weil sie den Verein so toll finden und die Klubtradition so schätzen? Großes Fanpotenzial, großes Stadion -> große Investition. Wie bei Leipzig...

1.Bundesliga |#999
05.08.2014 - 14:48 Uhr

Das Problem mit dem Projekt RB Leipzig ist doch einfach, dass hier ein neuer Verein gezielt gebastelt wurde, um die eigene Marke öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und zu bewerben. So weit kann man noch Ähnlichkeiten zu den großen BuLi-Klubs finden. Da aber RB eine Wettbewerbsverzerrung anstiftet und somit bereits existierenden Vereinen der Region das Wasser abgräbt, wird eben u.a. Traditionsvereinen der Aufstieg/Rückkehr nach oben erschwert und diesen weiter geschadet. Gelingt RB nun der Durchmarsch (und danach sieht es ja leider aus), wird dieses Modell weitere Nachahmer finden und dann wird sich zwangsläufig bald eine solche dann nur noch kommerzielle Bundesliga ergeben. Das finanzkräftigste Werbeprodukt wird dann langfristig beste Chancen haben. Dann muss man sich halt einen neuen Verein suchen, wenn Hansa, Dynamo und Co (sicherlich auch selbstverschuldet in der Vergangenheit) bankrott in der Versenkung verschwinden. Denn ewig hält man sich nicht in Liga 3 mit dem Umfeld und Stadion. Und wenn mehr Produkt-Vereine kommen, wird's selbst in Liga 2 eng werden.


Was würde wohl passieren, wenn nun in Gelsenkirchen ein Investor wie RB einen neuen Verein kreirt, der dann den Ruhrpöttern den Boden abgräbt? Mit sportlich "unverdienten" Millionen die Züchtung unterstützt, bis in 10 Jahren oder so Schalke, BVB, Bochum und Co. eingeholt werden. Hier im Osten ist die Konkurrenz eben klein, aber selbst dort wird sich in wenigen Jahren jemand probieren und dann gute Nacht. Das kann doch nicht der Sinn sein, Fußball ist so ja schon unfassbar stark vom Kommerz getrieben, aber da hört's bei mir dann wirklich auf...   

•     •     •

Liebe: Hansa Rostock
Sympathien: Augsburg, Dortmund, Gladbach, Freiburg, Holstein Kiel, Ost-Vereine (außer RB)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von HansaFanInKiel am 05.08.2014 um 14:52 Uhr bearbeitet
1.Bundesliga |#1000
05.08.2014 - 16:36 Uhr
Zitat von Tomminho


Oder glaubst du ernsthaft, dass Gazprom in Schalke investiert, weil sie den Verein so toll finden und die Klubtradition so schätzen? Großes Fanpotenzial, großes Stadion -> große Investition. Wie bei Leipzig...




Du siehst den Zusammenhang nicht: Bisher gab es einen Markt. "Global Player" haben sich Vereine in ihrer Kragenweite gesucht und mit diesen geworben. So wird auch GasProm agiert haben - bei Schalke sind sie wohl für einen CL-Teilnehmer im deutschen Fußball am günstigsten auf die Brust gekommen.


Es bleibt aber dabei: Gasprom ist ein Sponsor. RB ist RB - Verein ist Konzern, Konzern ist Verein. Im Normalfall wäre es bei deinen "Varianten" die Nummer 5: RB sucht sich einen Verein mit seiner Kragenweite und wird dort Sponsor. Macht Matteschitz aber nicht weil nicht cool genug. Er will es selber machen - er will jegliche Presse (auch die Schlechte), er will die 100%ige Kontrolle um am liebsten Spieler im Bullenkostüm mit Flügelchen in der CL. Dafür gibts Weltweit jetzt schon gefühlte 10 Farmteams, die ihm gehören, aus denen er nach belieben Spieler hin- und herversetzen kann. Hier nen Talent parken - da nen altgedienten Profi auf Standby. Geführt werden die Vereine natürlich alle von denselben Verantwortlichen...


Wichtig ist, dass sich Fans benehmen (ist es tatsächlich), nicht zu laut sind, sich bloß nicht organisieren außerhalb der Kuhweide. Zu sagen haben sie auch nichts und wenn sie ausgelutscht sind dann gehts eben zur Schlachtbank. (siehe Salzburg). Genau das was Fußball ausmacht will man NICHT: Frenetische Fans, die wirklich mitfiebern, die unterstützen, fordern und helfen. Man möchte Eventsport alá USA - Cola, Popcorn, Klatschpappen und bitte nicht zu laut. Das wollen die (irrationalen) Fans aber nicht und versuchen etwas aufzubauen - dabei ist es ihnen aber total egal wen oder was sie anfeuern. Und genau deshalb finde ich den Boykott das einzig probate Mittel. Sollen die den Gästeblock doch mit Leipzigern vollmachen. Bundesligaathmosphäre wie damals gegen uns hat weder Verein noch Fan verdient.

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