Anzahl der Auswechselspieler
14.01.2015 - 16:29 Uhr
17.01.2015 - 11:56 Uhr
Zitat von Eumel
Also ich finde eigentlich, dass es bei 3 Spielern bleiben sollte. Ich fände es besser, wenn man mehr als 7 Spieler mitnehmen könne, wie es zum Beispiel in der Italienischen Liga genutzt wird.
Also ich finde eigentlich, dass es bei 3 Spielern bleiben sollte. Ich fände es besser, wenn man mehr als 7 Spieler mitnehmen könne, wie es zum Beispiel in der Italienischen Liga genutzt wird.
Sehr konservative Ansicht ;)
Allerdings finde ich es ehrlich gesagt immer noch sehr schade, dass manche Mannschaften das Spiel verletzungsbedingt zu 10 oder sogar zu 9 beenden müssen. Es kommt auch durchaus vor, dass ein Team führt, dann aber verletzungsbedingt in Unterzahl spielen muss und dabei das Spiel noch verliert. Hierbei wäre eine vierte Auswechselmöglichkeit sicherlich nicht schlecht. Der Trainer kann ja immer noch entscheiden, ob er wechseln möchte oder nicht. So könnte man nämlich auch noch mehr Schwung in die letzten 10 Spielminuten oder gar in die Verlängerung bringen.
Bestes Beispiel ist doch das WM-Finale 2014. Hummels war mit seinen Kräften am Ende. Natürlich haben wir das Spiel doch noch gewonnen, allerdings ist es auch Belastungstechnisch kein Vorteil für die Spieler, wenn sie sich durch eine Partie bzw. durch die letzten Spielminuten, sei es nun in den 90 Minuten oder in der Verlängerung, schleppen müssen.
Mein Fazit:
Ich wäre zum Einen für eine Erhöhung der Spieler, die auf der Bank sitzen. So hat man mehrere Alternativen und der Trainer kann sich dann positionsgerecht entscheiden, wen er wechseln möchte. Dazu wäre ich für eine Erhöhung der Anzahl der Wechsel von 3-4, sowie eine zusätzliche Möglichkeit bei einer Verlängerung.
18.01.2015 - 00:18 Uhr
Beim Vorschlag, die Zahl der Auswechsel- oder der Bankspieler zu erhöhen, bin ich hin- und hergerissen:
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
19.01.2015 - 15:09 Uhr
Zitat von rainer71
Beim Vorschlag, die Zahl der Auswechsel- oder der Bankspieler zu erhöhen, bin ich hin- und hergerissen:
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
Beim Vorschlag, die Zahl der Auswechsel- oder der Bankspieler zu erhöhen, bin ich hin- und hergerissen:
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
Stimmt! Das ist in der Tat ein sehr interessanter Punkt. Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht. Je mehr Spieler eingesetzt werden können, desto höher sind die Chancen, dass junge Talente zum Beispiel zum FC Bayern gehen. Das wäre natürlich ein Nachteil für alle anderen Mannschaften.
19.01.2015 - 15:26 Uhr
Nachdem ich mich lange Zeit damit begnügt habe, die Diskussionen bei transfermarkt zu verfolgen und die Beiträge je nachdem mehr oder weniger beifällig oder kritisch zur Kenntnis zu nehmen, erlauben es mir die äusseren Umstände jetzt aktiver einzusteigen.
Dieses Thema eignet sich hierzu für mich ausgezeichnet.
Spielerwechsel - die es nicht immer gegeben hat - werden, etwas vereinfachend dargestellt, als taktisches Mittel oder zum Kompensieren von Verletzungen vorgenommen. Unglücklicherweise tragen sie - wenn keine Verletzung vorliegt - dazu bei, den Spielfluss zu hemmen und das Spiel zu verzögern. Anders als Basketball, Handball und Volleyball, die - was den Spielablauf anbelangt - ganz anders strukturiert sind, lebt der Fussball davon, dass das Spiel sich kontinuierlich (eigentlich ohne Unterbrechungen mit Ausnahme der Halbzeitpause) entwickelt und ohne Auszeiten auskommt. Das Prinzip der Spielerwechsel steht dem eigentlich entgegen. Angesichts der Vorteile die aber damit verbunden sind (hauptsächlich um Verletzungen zu begegnen), dreht es sich hier nicht um deren prinzipielle Infragestellung, sondern darum, die Nachteile bei den Wechsel einzudämmen. Weitere Auswechselspieler könnten dieser Logik zufolge nur vor oder in der Pause einer Verlängerung in Frage kommen.
Vor allem würde ich aber dafür eintreten , dass, unabhängig von der Zahl der Einwechselungen, dieses taktische Mittel in den letzten (fünf?) Minuten eines Spiels oder auf jeden Fall mit Beginn der Nachspielzeit nicht mehr eingesetzt werden dürfte. Darüber hinaus wäre es überlegenswert, das exzessive Zeitschinden bei den Einwechselungen - durch provokatives Hinausspazieren, Applaudieren der Fans und Verabschiedung bei den Mitspielern und dem Schiedsrichter - als Unsportlichkeit zu bewerten und zu sanktionieren. Die Nachspielzeit wird dem tatsächlichen Zeitverlust eh nicht gerecht und der verloren gegangene Spielfluss wird in den letzten Minuten nicht mehr hergestellt werden können.
Das wars für den aktiven Eintritt. Darüber hinaus, so lange werden die Beiträge wohl nicht immer werden.
Dieses Thema eignet sich hierzu für mich ausgezeichnet.
Spielerwechsel - die es nicht immer gegeben hat - werden, etwas vereinfachend dargestellt, als taktisches Mittel oder zum Kompensieren von Verletzungen vorgenommen. Unglücklicherweise tragen sie - wenn keine Verletzung vorliegt - dazu bei, den Spielfluss zu hemmen und das Spiel zu verzögern. Anders als Basketball, Handball und Volleyball, die - was den Spielablauf anbelangt - ganz anders strukturiert sind, lebt der Fussball davon, dass das Spiel sich kontinuierlich (eigentlich ohne Unterbrechungen mit Ausnahme der Halbzeitpause) entwickelt und ohne Auszeiten auskommt. Das Prinzip der Spielerwechsel steht dem eigentlich entgegen. Angesichts der Vorteile die aber damit verbunden sind (hauptsächlich um Verletzungen zu begegnen), dreht es sich hier nicht um deren prinzipielle Infragestellung, sondern darum, die Nachteile bei den Wechsel einzudämmen. Weitere Auswechselspieler könnten dieser Logik zufolge nur vor oder in der Pause einer Verlängerung in Frage kommen.
Vor allem würde ich aber dafür eintreten , dass, unabhängig von der Zahl der Einwechselungen, dieses taktische Mittel in den letzten (fünf?) Minuten eines Spiels oder auf jeden Fall mit Beginn der Nachspielzeit nicht mehr eingesetzt werden dürfte. Darüber hinaus wäre es überlegenswert, das exzessive Zeitschinden bei den Einwechselungen - durch provokatives Hinausspazieren, Applaudieren der Fans und Verabschiedung bei den Mitspielern und dem Schiedsrichter - als Unsportlichkeit zu bewerten und zu sanktionieren. Die Nachspielzeit wird dem tatsächlichen Zeitverlust eh nicht gerecht und der verloren gegangene Spielfluss wird in den letzten Minuten nicht mehr hergestellt werden können.
Das wars für den aktiven Eintritt. Darüber hinaus, so lange werden die Beiträge wohl nicht immer werden.
19.01.2015 - 23:18 Uhr
Zitat von Fussballlehrer94
Stimmt! Das ist in der Tat ein sehr interessanter Punkt. Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht. Je mehr Spieler eingesetzt werden können, desto höher sind die Chancen, dass junge Talente zum Beispiel zum FC Bayern gehen. Das wäre natürlich ein Nachteil für alle anderen Mannschaften.
Zitat von rainer71
Beim Vorschlag, die Zahl der Auswechsel- oder der Bankspieler zu erhöhen, bin ich hin- und hergerissen:
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
Beim Vorschlag, die Zahl der Auswechsel- oder der Bankspieler zu erhöhen, bin ich hin- und hergerissen:
Auf der einen Seite wäre es gut für die Regeneration der Spieler und würde die Einsatzchancen junger Spieler erhöhen.
Auf der anderen Seite würden dann die Vereine die Anzahl der Kaderspieler von derzeit 25 auf 28 oder mehr erhöhen. Gerade die reichen CL-Klubs wie München würden noch mehr Spieler zusammenkaufen und es damit anderen Klubs erschweren, gute Spieler zu bekommen.
Momentan tröstet man sich damit, dass der FC Bayern nicht die ganze Liga zusammenkaufen kann, weil ja nicht alle spielen können. Je mehr Auswechselspieler, desto mehr könnte man holen.
Stimmt! Das ist in der Tat ein sehr interessanter Punkt. Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht. Je mehr Spieler eingesetzt werden können, desto höher sind die Chancen, dass junge Talente zum Beispiel zum FC Bayern gehen. Das wäre natürlich ein Nachteil für alle anderen Mannschaften.
Das war auch ein Punkt, den ich in meinem Beispiel bedacht habe. Wenn ein Spieler nach einer außerplanmäßigen (verletzungsbedingten) Auswechslung zwei bis drei Wochen für ALLE Wettbewerbe gesperrt wird, so lässt er sich Das wahrscheinlich nicht all zu oft gefallen.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang zum Beispiel, dass ein Spieler nach einer Auswechslung prinzipiell für einige Zeit gesperrt wird. Dann könnte man die Anzahl der Wechsel auch beliebig erhöhen.
21.01.2015 - 19:21 Uhr
Ich bin gegen eine Erhöhung der Zahl der Auswechselspieler. Zuletzt wurde ja gefordert die Zahl auf vier zu erhöhen, aber ich kann da nur den Kopf schütteln. Drei Auswechselsspieler sind einfach Tradition. Das Thema verhält sich ähnlich zu der Torlinientechnik, wo ich anfangs auch skeptisch war, später aber zugeben musste, dass die Fairness überwog. Ich befürchte, dass ein vierter Auswechselspieler dazu genutzt werden könnte, noch mehr Zeit zu verspielen. Man sieht es ja heute wie unfair die Fußballspieler sind und ganz langsam Richtung vierter Offizieller gehen und tun, als ob sie wirklich verletzt oder so sehr erschöpft sind, aber auf dem Platz können sie ja ganz normal rennen - alles nur Schauspieleinlagen, ähnlich wie bei vorgeteuschten Verletzungen. Du selbst hast es ja gesagt: " andererseits müsste man dann abwägen, ob eventuell eine Verletzung vorgetäuscht wird oder nicht ."
Vierte Auswechslung? Nein Danke.
Vierte Auswechslung? Nein Danke.
22.01.2015 - 11:38 Uhr
Zitat von Kubcn
Ich bin gegen eine Erhöhung der Zahl der Auswechselspieler. Zuletzt wurde ja gefordert die Zahl auf vier zu erhöhen, aber ich kann da nur den Kopf schütteln. Drei Auswechselsspieler sind einfach Tradition. Das Thema verhält sich ähnlich zu der Torlinientechnik, wo ich anfangs auch skeptisch war, später aber zugeben musste, dass die Fairness überwog. Ich befürchte, dass ein vierter Auswechselspieler dazu genutzt werden könnte, noch mehr Zeit zu verspielen. Man sieht es ja heute wie unfair die Fußballspieler sind und ganz langsam Richtung vierter Offizieller gehen und tun, als ob sie wirklich verletzt oder so sehr erschöpft sind, aber auf dem Platz können sie ja ganz normal rennen - alles nur Schauspieleinlagen, ähnlich wie bei vorgeteuschten Verletzungen. Du selbst hast es ja gesagt: " andererseits müsste man dann abwägen, ob eventuell eine Verletzung vorgetäuscht wird oder nicht ."
Vierte Auswechslung? Nein Danke.
Ich bin gegen eine Erhöhung der Zahl der Auswechselspieler. Zuletzt wurde ja gefordert die Zahl auf vier zu erhöhen, aber ich kann da nur den Kopf schütteln. Drei Auswechselsspieler sind einfach Tradition. Das Thema verhält sich ähnlich zu der Torlinientechnik, wo ich anfangs auch skeptisch war, später aber zugeben musste, dass die Fairness überwog. Ich befürchte, dass ein vierter Auswechselspieler dazu genutzt werden könnte, noch mehr Zeit zu verspielen. Man sieht es ja heute wie unfair die Fußballspieler sind und ganz langsam Richtung vierter Offizieller gehen und tun, als ob sie wirklich verletzt oder so sehr erschöpft sind, aber auf dem Platz können sie ja ganz normal rennen - alles nur Schauspieleinlagen, ähnlich wie bei vorgeteuschten Verletzungen. Du selbst hast es ja gesagt: " andererseits müsste man dann abwägen, ob eventuell eine Verletzung vorgetäuscht wird oder nicht ."
Vierte Auswechslung? Nein Danke.
Tradition?
Das ist erst seit 20 Jahren so XD
Nun zu meiner Ansicht: ich bin gerne für eine vierte Auwechslung; aber nur in der Verlängerung.
Da kommt es mir zu oft vor, dass bei einigen Spielern gar nichts mehr geht. Daher wäre da eine zusätzliche Wechselmöglichkeit sinnvoll.
Von fliegenden Wechseln halte ich wenig.
Da würde aus meiner Sicht der klassenunterschied zwischen den ganz starken Teams und den Mittelfeldmannschaften noch stärker werden, denn gerade ganz oben sind die Bänke ja vergleichsweise extrem gut gefüllt, während Mannschaften wie Paderborn, Bremen oder Stuttgart auf noch schwächere Spieler zurückgreifen müssten...
Und es ist eben ein Unterschied, ob ich in einem Spiel 3 frische Top-Spieler von der Bank bringe, oder 7 Topspieler durchwechsel...
22.01.2015 - 16:00 Uhr
Ich bin uneingeschränkt für die Einführung einer vierten Wechseloption - und zwar ohne Einschränkungen à la Verlängerung oder Verletzung.
Seit 20 Jahren wechseln wir jetzt dreimal aus. In diesen 20 Jahren hat sich unser Sport jedoch noch einmal entscheidend weiterentwickelt. Die Intensität ist deutlich höher, die Belastungen für jeden einzelnen Spieler ebenso, das Spiel ist schneller geworden. Ich glaube nicht, dass mich der Eindruck täuscht, dass die Anzahl von Verletzungen gegenüber den 1990er Jahren ebenfalls zugenommen hat.
Doch nicht allein um das Kraftsparen und den Einsatz eines zusätzlichen frischen Spielers geht es. Der Sport hat sich insbesondere taktisch noch einmal deutlich weiter entwickelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Trainer taktisch flexibler geworden sind und viel mehr Ideen haben, auf bestimmte Situationen zu reagieren. Durch eine vierte Auswechslung würde man dieses taktische Element stärken.
Apropos taktisches Element: Die Gefahr, dass der vierte Wechsel zum Zeitspiel missbraucht wird, sehe ich nur auf den ersten Blick. Zum einen werden die Trainer die vierte Wechseloption schnell zu schätzen wissen und daher bereits zu einem der Spielbeeinflussung wirklich dienlichen Zeitpunkt benutzen, sodass für die Nachspielzeit sowieso - wie auch bisher zuweilen - nur noch ein Wechsel übrigbleiben dürfte; also kein Unterschied. Zum anderen: Selbst wenn ein Trainer im Sinn hätte, diese Neuregelung zum Zeitspiel zu missbrauchen - das könnte man denkbar einfach unterbinden. Hierfür braucht es nicht einmal einen Regelzusatz - sondern einfach nur eine Anweisung an die Schiedsrichter, derlei Unterbrechungen konsequent nachspielen zu lassen. Wenn 4 Minuten angezeigt sind und in der 3. Minute findet ein zeitintesiver Wechsel statt - dann werden diese Minuten halt auch noch nachgespielt und es gibt insgesamt 7 Minuten drauf. Dann überlegt es sich ein Trainer schnell zweimal, ob es sich lohnt, in der Nachspielzeit zwei Spieler zu wechseln - wenn das Spiel dann fast 10 Minuten länger dauert. Durch die Regeln ist das ja bereits jetzt abgedeckt: Ein Schiedsrichter darf die angezeigte Nachspielzeit verlängern, wenn in dieser Nachspielzeit eine Unterbrechung erfolgt.
Ein weiterer Punkt ist die Anzahl von Einwechseloptionen auf der Bank. In Deutschland gilt, wie auch in den UEFA-Wettbewerben, der 18-Mann-Kader. Die nationalen Ligaverbände können diese Grenze völlig selbständig erhöhen, hier muss man nicht auf UEFA oder FIFA warten - die italienische Serie A zeigt dies. Dort sind seit einigen Jahren 23 Spieler im Spieltagskader erlaubt.
Auch diese Regeländerung scheint mir sinnvoll. Zum einen ist sie dazu geeignet, den Zusammenhalt in der Mannschaft zu stärken, wenn (nahezu) alle Spieler beisammen sind; es gibt schlicht keinen Grund, weshalb ein Teil des Kaders auf die Tribüne verbannt werden muss. Zum anderen - und das ist der sportlich entscheidende Punkt - erhöht es die Anzahl der Wechseloptionen. Bei 7 Auswechselspielern ist es schwierig, für JEDE Position einen potentiellen Ersatz dabei zu haben, Polyvalenz hin oder her. Da muss man bei einer Verletzung dann im Zweifelsfalle umstellen. Warum eigentlich? Wem schaden 23 Spieler auf der Bank?
(Selbstverständlich sollte man die 23er Bank nicht vollmachen MÜSSEN; aber das muss man jetzt mit dem 18er Kader ja auch nicht.)
@Kubcn: Du bist noch ziemlich jung, oder?
Das ist selbstverständlich kein Vorwurf - aber drei Auswechslungen als "Tradition" zu bezeichnen, ist schon ein bisschen abenteuerlich.
Seit 20 Jahren wechseln wir jetzt dreimal aus. In diesen 20 Jahren hat sich unser Sport jedoch noch einmal entscheidend weiterentwickelt. Die Intensität ist deutlich höher, die Belastungen für jeden einzelnen Spieler ebenso, das Spiel ist schneller geworden. Ich glaube nicht, dass mich der Eindruck täuscht, dass die Anzahl von Verletzungen gegenüber den 1990er Jahren ebenfalls zugenommen hat.
Doch nicht allein um das Kraftsparen und den Einsatz eines zusätzlichen frischen Spielers geht es. Der Sport hat sich insbesondere taktisch noch einmal deutlich weiter entwickelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Trainer taktisch flexibler geworden sind und viel mehr Ideen haben, auf bestimmte Situationen zu reagieren. Durch eine vierte Auswechslung würde man dieses taktische Element stärken.
Apropos taktisches Element: Die Gefahr, dass der vierte Wechsel zum Zeitspiel missbraucht wird, sehe ich nur auf den ersten Blick. Zum einen werden die Trainer die vierte Wechseloption schnell zu schätzen wissen und daher bereits zu einem der Spielbeeinflussung wirklich dienlichen Zeitpunkt benutzen, sodass für die Nachspielzeit sowieso - wie auch bisher zuweilen - nur noch ein Wechsel übrigbleiben dürfte; also kein Unterschied. Zum anderen: Selbst wenn ein Trainer im Sinn hätte, diese Neuregelung zum Zeitspiel zu missbrauchen - das könnte man denkbar einfach unterbinden. Hierfür braucht es nicht einmal einen Regelzusatz - sondern einfach nur eine Anweisung an die Schiedsrichter, derlei Unterbrechungen konsequent nachspielen zu lassen. Wenn 4 Minuten angezeigt sind und in der 3. Minute findet ein zeitintesiver Wechsel statt - dann werden diese Minuten halt auch noch nachgespielt und es gibt insgesamt 7 Minuten drauf. Dann überlegt es sich ein Trainer schnell zweimal, ob es sich lohnt, in der Nachspielzeit zwei Spieler zu wechseln - wenn das Spiel dann fast 10 Minuten länger dauert. Durch die Regeln ist das ja bereits jetzt abgedeckt: Ein Schiedsrichter darf die angezeigte Nachspielzeit verlängern, wenn in dieser Nachspielzeit eine Unterbrechung erfolgt.
Ein weiterer Punkt ist die Anzahl von Einwechseloptionen auf der Bank. In Deutschland gilt, wie auch in den UEFA-Wettbewerben, der 18-Mann-Kader. Die nationalen Ligaverbände können diese Grenze völlig selbständig erhöhen, hier muss man nicht auf UEFA oder FIFA warten - die italienische Serie A zeigt dies. Dort sind seit einigen Jahren 23 Spieler im Spieltagskader erlaubt.
Auch diese Regeländerung scheint mir sinnvoll. Zum einen ist sie dazu geeignet, den Zusammenhalt in der Mannschaft zu stärken, wenn (nahezu) alle Spieler beisammen sind; es gibt schlicht keinen Grund, weshalb ein Teil des Kaders auf die Tribüne verbannt werden muss. Zum anderen - und das ist der sportlich entscheidende Punkt - erhöht es die Anzahl der Wechseloptionen. Bei 7 Auswechselspielern ist es schwierig, für JEDE Position einen potentiellen Ersatz dabei zu haben, Polyvalenz hin oder her. Da muss man bei einer Verletzung dann im Zweifelsfalle umstellen. Warum eigentlich? Wem schaden 23 Spieler auf der Bank?
(Selbstverständlich sollte man die 23er Bank nicht vollmachen MÜSSEN; aber das muss man jetzt mit dem 18er Kader ja auch nicht.)
@Kubcn: Du bist noch ziemlich jung, oder?
Das ist selbstverständlich kein Vorwurf - aber drei Auswechslungen als "Tradition" zu bezeichnen, ist schon ein bisschen abenteuerlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuemmjen am 22.01.2015 um 16:01 Uhr bearbeitet
22.01.2015 - 20:11 Uhr
Die einzige Frage ist doch, ob und wen zusätzliche Wechseloptionen bevorteilen.
Regeländerungen werden von der FIFA verordnet oder zumindest im Eigeninteresse nicht opponiert. Deswegen müssen Regeländerungen den Interessen der FIFA dienen. Das Eigeninteresse der FIFA ist, dass im Fußball nie das Ergebnis vor dem Anpfiff feststeht (ungewisser Ausgang -> Spannung -> Zuschauer -> Geld).
Aus alldem folgt, dass Regeländerungen die den Favoriten entgegenkommen keine große Chance auf Umsetzung haben.
Wer hätte nun einen Vorteil von zusätzlichen Wechselmöglichkeiten? Nun, die Mannschaft, die nicht nur eine gute erste 11 hat, sondern auch eine gute Bank. Also der Favorit.
Damit stehen die Chancen für zusätzliche Wechseloptionen nicht sehr gut.
Regeländerungen werden von der FIFA verordnet oder zumindest im Eigeninteresse nicht opponiert. Deswegen müssen Regeländerungen den Interessen der FIFA dienen. Das Eigeninteresse der FIFA ist, dass im Fußball nie das Ergebnis vor dem Anpfiff feststeht (ungewisser Ausgang -> Spannung -> Zuschauer -> Geld).
Aus alldem folgt, dass Regeländerungen die den Favoriten entgegenkommen keine große Chance auf Umsetzung haben.
Wer hätte nun einen Vorteil von zusätzlichen Wechselmöglichkeiten? Nun, die Mannschaft, die nicht nur eine gute erste 11 hat, sondern auch eine gute Bank. Also der Favorit.
Damit stehen die Chancen für zusätzliche Wechseloptionen nicht sehr gut.
24.01.2015 - 15:11 Uhr
Interresantes thema aber ich bin klar dagegen das es eine 4. ausweckslung gibt.
ich hab mir mal den lezten Spieltag der hinrunde angeschaut.
nur 1 Verein hat vor der 80min 3x geweckelt
dazu kommen 2 Vereine die 3x vor der 85min 3x geweckselt haben
insgesammt haben nur 8 Vereine 3x geweckselt
und das am letzten Spieltag der hinrunde ...klar kann man jetzt sagen keiner musste nen spieler schonen aber meiner ansicht ist dafür auch kein weckel da darum ist der letzte Spieltag auch aussagekräftig finde ich.
eine 4. ausweckslung für die verlängerung wiederum fände ich gut da so die 90 min voll durchgespielt werden können und nicht aus taktischen gründen ein weckel verschoben werden muss...
über eine 4. Auswecklung bei Verletztung könnte man nachdenken dies müsste dann aber konsequenzen haben wie z.B. der verletzte spieler ist für das nächste Spiel gesperrt, um eine gespielte Verletzung zu verhindern und/oder der Verein darf im nächsten spiel nur 2 mal weckeln..... wäre nen Gedankenspiel sehe aber ehrlichgesagt keine notwendigkeit für so eine änderung
ich hab mir mal den lezten Spieltag der hinrunde angeschaut.
nur 1 Verein hat vor der 80min 3x geweckelt
dazu kommen 2 Vereine die 3x vor der 85min 3x geweckselt haben
insgesammt haben nur 8 Vereine 3x geweckselt
und das am letzten Spieltag der hinrunde ...klar kann man jetzt sagen keiner musste nen spieler schonen aber meiner ansicht ist dafür auch kein weckel da darum ist der letzte Spieltag auch aussagekräftig finde ich.
eine 4. ausweckslung für die verlängerung wiederum fände ich gut da so die 90 min voll durchgespielt werden können und nicht aus taktischen gründen ein weckel verschoben werden muss...
über eine 4. Auswecklung bei Verletztung könnte man nachdenken dies müsste dann aber konsequenzen haben wie z.B. der verletzte spieler ist für das nächste Spiel gesperrt, um eine gespielte Verletzung zu verhindern und/oder der Verein darf im nächsten spiel nur 2 mal weckeln..... wäre nen Gedankenspiel sehe aber ehrlichgesagt keine notwendigkeit für so eine änderung
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