Deutsche Talente mit Migrationshintergrund V
15.10.2010 - 15:16 Uhr
18.10.2010 - 16:14 Uhr
Zitat von Jessica_85:
Eugen Polanski im Interview mit dem Mainzer Fanmagazin "TORToUr":
TORToUr: Was sagt dir 2012?
Polanski: Da findet ein internationaler Wettbewerb auf großer Bühne statt, die EM in dem Land, in dem ich geboren bin.
TORToUr: Für das Du hättest spielen können. Das wäre ein Freifahrtsschein für die EM gewesen...
Polanski: Ich hatte die Garantie, bei der EM zu spielen. Das reizt einen, aber für mich ist es das falsche Land.
TORToUr: Andere machen das ja. Sebastian Boenisch spielt für Polen, Christoph Dabrwoski hätte gern, aber die FIFA hat es ihm verboten... Welche Argumente gibt es dafür oder dagegen?
Polanski: Dafür spricht, dass man dort geboren ist. Meine Eltern wurden dort geboren, ich habe dort Familie, das reizt schon. Aber ich bin mit zwei Jahren nach Deutschland gekommen und war seit zehn, elf Jahren nicht mehr in Polen, weil die Zeit es nicht mehr zulässt. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier Freunde, habe hier das Fußballspiel gelernt. Der polnische Verband ist erst spät auf mich zugekommen. Der DFB war es, der mich als Nationalspieler gesehen hat. Einfach zu sagen: Jetzt bin ich polnischer Nationalspieler und spiele EM, das wäre mir zu einfach gewesen. Ich arbeite schon darauf hin, Nationalspieler zu werden, aber für Deutschland.
TORToUr: Also fehlt zu Polen einfach die Beziehung?
Polanski: Wenn man da hin fährt, muss man stolz sein, für das Land spielen zu dürfen, das Wappen auf der Brust zu tragen und das wäre für mich schwierig gewesen.
Sehr nettes Interview . Er ist wenigstens ehrlich...
Mal ne andere Frage:
Kann mir jemand was zu diesem Spieler sagen er scheint in Deutschland geboren zu sein. Er spielt aber schon für die Juniorennationalelf von Portugal
http://www.transfermarkt.de/de/cedric-soares/transfers/spieler_112988.html
Eugen Polanski im Interview mit dem Mainzer Fanmagazin "TORToUr":
TORToUr: Was sagt dir 2012?
Polanski: Da findet ein internationaler Wettbewerb auf großer Bühne statt, die EM in dem Land, in dem ich geboren bin.
TORToUr: Für das Du hättest spielen können. Das wäre ein Freifahrtsschein für die EM gewesen...
Polanski: Ich hatte die Garantie, bei der EM zu spielen. Das reizt einen, aber für mich ist es das falsche Land.
TORToUr: Andere machen das ja. Sebastian Boenisch spielt für Polen, Christoph Dabrwoski hätte gern, aber die FIFA hat es ihm verboten... Welche Argumente gibt es dafür oder dagegen?
Polanski: Dafür spricht, dass man dort geboren ist. Meine Eltern wurden dort geboren, ich habe dort Familie, das reizt schon. Aber ich bin mit zwei Jahren nach Deutschland gekommen und war seit zehn, elf Jahren nicht mehr in Polen, weil die Zeit es nicht mehr zulässt. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier Freunde, habe hier das Fußballspiel gelernt. Der polnische Verband ist erst spät auf mich zugekommen. Der DFB war es, der mich als Nationalspieler gesehen hat. Einfach zu sagen: Jetzt bin ich polnischer Nationalspieler und spiele EM, das wäre mir zu einfach gewesen. Ich arbeite schon darauf hin, Nationalspieler zu werden, aber für Deutschland.
TORToUr: Also fehlt zu Polen einfach die Beziehung?
Polanski: Wenn man da hin fährt, muss man stolz sein, für das Land spielen zu dürfen, das Wappen auf der Brust zu tragen und das wäre für mich schwierig gewesen.
Sehr nettes Interview . Er ist wenigstens ehrlich...
Mal ne andere Frage:
Kann mir jemand was zu diesem Spieler sagen er scheint in Deutschland geboren zu sein. Er spielt aber schon für die Juniorennationalelf von Portugal
http://www.transfermarkt.de/de/cedric-soares/transfers/spieler_112988.html
18.10.2010 - 17:33 Uhr
Falls Du Portugiesisch verstehst, findest Du hier einiges zu seiner Lebensgeschichte: http://www.academia-de-talentos.com/jovens-promessas-cedric-soares - Allerdings steht da nichts darüber drin, wie seine Verbindungen zu Deutschland aussehen, nur, daß er als deutscher Staatsbürger in Deutschland geboren wurde, hier die ersten sechs Lebensjahre verbrachte und anschließend auf die deutsche Schule in der Nähe des José Alvalade in Lissabon gegangen ist. Dort fing er dann auch mit dem Fußball an. Ein Sproß des portugiesischen Fußballs.
18.10.2010 - 17:54 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Falls Du Portugiesisch verstehst, findest Du hier einiges zu seiner Lebensgeschichte: http://www.academia-de-talentos.com/jovens-promessas-cedric-soares - Allerdings steht da nichts darüber drin, wie seine Verbindungen zu Deutschland aussehen, nur, daß er als deutscher Staatsbürger in Deutschland geboren wurde, hier die ersten sechs Lebensjahre verbrachte und anschließend auf die deutsche Schule in der Nähe des José Alvalade in Lissabon gegangen ist. Dort fing er dann auch mit dem Fußball an. Ein Sproß des portugiesischen Fußballs.
Ah Dankeschön ;)
Verstehe leider kein Portugiesisch, aber noch die Frage hat er Potenzial zu mehr?
Wird aber egal wie gut er ist eh nicht für Deutschland spielen vermute ich mal.
Falls Du Portugiesisch verstehst, findest Du hier einiges zu seiner Lebensgeschichte: http://www.academia-de-talentos.com/jovens-promessas-cedric-soares - Allerdings steht da nichts darüber drin, wie seine Verbindungen zu Deutschland aussehen, nur, daß er als deutscher Staatsbürger in Deutschland geboren wurde, hier die ersten sechs Lebensjahre verbrachte und anschließend auf die deutsche Schule in der Nähe des José Alvalade in Lissabon gegangen ist. Dort fing er dann auch mit dem Fußball an. Ein Sproß des portugiesischen Fußballs.
Ah Dankeschön ;)
Verstehe leider kein Portugiesisch, aber noch die Frage hat er Potenzial zu mehr?
Wird aber egal wie gut er ist eh nicht für Deutschland spielen vermute ich mal.
18.10.2010 - 19:30 Uhr
Zitat von smithfan:
Solche Spieler werden die Minderheit bleiben, egal ob jetzt pro Deutschland oder pro XY. Der Großteil wird seine Chancen abwägen und wenn es dann nicht mehr für Land 1 reicht, zu Land 2 wechseln. Die FIFA hat diese Tür geöffnet und ich bezweifel, dass sie in nächster Zeit geschlossen werden kann. Mir persönlich gefällt Polanskis Einstellung, er war schon immer ein Spieler mit großem Ehrgeiz und er wird alles probieren, um es in die deutsche Nationalmannschaft zu schaffen. An der Stelle viel Glück, sportlich ist er momentan sowieso überzeugend. Andererseits möchte ich auch die anderen Spieler, die nicht so denken, nicht verdammen. Ich weiß selbst nicht, ob ich bei entsprechendem Talent und zwei möglichen Nationalmannschaften nicht auch abwägen würde, um am Ende nicht ohne jegliche Nationalmannschaftskarriere dazustehen. Das kann man als Außenstehender eben immer nur sehr schlecht beurteilen, deshalb finde ich auch solche Aussagen wie "Ich würde nie für XXX spielen" von "Nicht-Fußballer"-Usern witzig, weil sie eben nicht in dem "System" groß geworden sind. Sie haben nicht die Elite-Förderung genossen, evtl. Freunde in der betreffenden Nationalmannschaft, nette und kompetente Trainer, die einen zu den Lehrgängen einladen und fördern etc - alle möglichen Banalitäten können letztendlich einen Grund liefern, warum man eben doch für Land XY spielt, obwohl man es sich mit 11 Jahren evtl. nicht vorstellen konnte.
Also, ich würde, wenn's für Deutschland nicht reicht, im Zweifelsfall auch für Honduras spielen, obwohl ich da nun gar keinen Bezug zu habe und ja bekanntlich sehr pro-deutsche-Nationalmannschaft eingestellt bin. ;)
Polanski ist aber - über die mir ebenfalls ausgesprochen positiv auffallende Einstellung hinaus - klug: der ist erst 24 - und zur Erinnerung: hätten wir derzeit den 24jährigen Rolfes (2006) oder sogar den 24jährigen Schweinsteiger (2008) zur Auswahl, ich wüßte nicht, ob die so einfach im Nationalkader stünden; dabei ist der 26jährige Schweinsteiger (2010) unumstritten Weltklasse. Wieso sollte sich Polanski für den Rest seiner Karriere die Option Deutschland verbauen, nur weil er jetzt schnell ein paar Spiele für Polen machen könnte? Sagt er ja auch: sein Ziel ist die deutsche Nationalmannschaft, und damit eben eher die Taube auf'm Dach als der Spatz in der Hand. Finde ich jetzt auch karrieretechnisch nicht total dämlich. Im Gegensatz dazu haben sich KP Boateng oder, noch schlimmer, Choupo-Moting aus einer kurzen Trotzphase heraus oder für ein WM-Vorrundenaus die durchaus mögliche Karriere in der deutschen Nationalmannschaft (auf die beide, wenn man objektiv ist, eigentlich immer hingearbeitet haben) verbaut.
Solche Spieler werden die Minderheit bleiben, egal ob jetzt pro Deutschland oder pro XY. Der Großteil wird seine Chancen abwägen und wenn es dann nicht mehr für Land 1 reicht, zu Land 2 wechseln. Die FIFA hat diese Tür geöffnet und ich bezweifel, dass sie in nächster Zeit geschlossen werden kann. Mir persönlich gefällt Polanskis Einstellung, er war schon immer ein Spieler mit großem Ehrgeiz und er wird alles probieren, um es in die deutsche Nationalmannschaft zu schaffen. An der Stelle viel Glück, sportlich ist er momentan sowieso überzeugend. Andererseits möchte ich auch die anderen Spieler, die nicht so denken, nicht verdammen. Ich weiß selbst nicht, ob ich bei entsprechendem Talent und zwei möglichen Nationalmannschaften nicht auch abwägen würde, um am Ende nicht ohne jegliche Nationalmannschaftskarriere dazustehen. Das kann man als Außenstehender eben immer nur sehr schlecht beurteilen, deshalb finde ich auch solche Aussagen wie "Ich würde nie für XXX spielen" von "Nicht-Fußballer"-Usern witzig, weil sie eben nicht in dem "System" groß geworden sind. Sie haben nicht die Elite-Förderung genossen, evtl. Freunde in der betreffenden Nationalmannschaft, nette und kompetente Trainer, die einen zu den Lehrgängen einladen und fördern etc - alle möglichen Banalitäten können letztendlich einen Grund liefern, warum man eben doch für Land XY spielt, obwohl man es sich mit 11 Jahren evtl. nicht vorstellen konnte.
Also, ich würde, wenn's für Deutschland nicht reicht, im Zweifelsfall auch für Honduras spielen, obwohl ich da nun gar keinen Bezug zu habe und ja bekanntlich sehr pro-deutsche-Nationalmannschaft eingestellt bin. ;)
Polanski ist aber - über die mir ebenfalls ausgesprochen positiv auffallende Einstellung hinaus - klug: der ist erst 24 - und zur Erinnerung: hätten wir derzeit den 24jährigen Rolfes (2006) oder sogar den 24jährigen Schweinsteiger (2008) zur Auswahl, ich wüßte nicht, ob die so einfach im Nationalkader stünden; dabei ist der 26jährige Schweinsteiger (2010) unumstritten Weltklasse. Wieso sollte sich Polanski für den Rest seiner Karriere die Option Deutschland verbauen, nur weil er jetzt schnell ein paar Spiele für Polen machen könnte? Sagt er ja auch: sein Ziel ist die deutsche Nationalmannschaft, und damit eben eher die Taube auf'm Dach als der Spatz in der Hand. Finde ich jetzt auch karrieretechnisch nicht total dämlich. Im Gegensatz dazu haben sich KP Boateng oder, noch schlimmer, Choupo-Moting aus einer kurzen Trotzphase heraus oder für ein WM-Vorrundenaus die durchaus mögliche Karriere in der deutschen Nationalmannschaft (auf die beide, wenn man objektiv ist, eigentlich immer hingearbeitet haben) verbaut.
19.10.2010 - 17:02 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
[ Im Gegensatz dazu haben sich KP Boateng oder, noch schlimmer, Choupo-Moting aus einer kurzen Trotzphase heraus oder für ein WM-Vorrundenaus die durchaus mögliche Karriere in der deutschen Nationalmannschaft (auf die beide, wenn man objektiv ist, eigentlich immer hingearbeitet haben) verbaut.
KP Boateng hat meines Erachtens mit seiner Entscheidung gegen Deutschland nicht viel falsch gemacht. Seine starke WM hat ihm immerhin den Wechsel zu Milan ermöglicht, wo er sich ja bisher durchaus gut schlägt. Ich glaube nicht, dass es zwischen Jogi und KP jemals funktioniert hätte.
Matip oder Choupo-Moting dagegen haben etwas vorschnell entschieden, da stimme ich Dir zu. Andererseits ist auch Kamerun keine Gurkentruppe, auch wenn die WM 2020 schlecht gelaufen ist. So gesehen ist es schon verständlich, sich dafür zu entscheiden, in jungen Jahren eine WM zu spielen, anstatt jahrelang auf einen möglichen Anruf des DFB zu hoffen. Insgesamt eine schwierige Entscheidung.
[ Im Gegensatz dazu haben sich KP Boateng oder, noch schlimmer, Choupo-Moting aus einer kurzen Trotzphase heraus oder für ein WM-Vorrundenaus die durchaus mögliche Karriere in der deutschen Nationalmannschaft (auf die beide, wenn man objektiv ist, eigentlich immer hingearbeitet haben) verbaut.
KP Boateng hat meines Erachtens mit seiner Entscheidung gegen Deutschland nicht viel falsch gemacht. Seine starke WM hat ihm immerhin den Wechsel zu Milan ermöglicht, wo er sich ja bisher durchaus gut schlägt. Ich glaube nicht, dass es zwischen Jogi und KP jemals funktioniert hätte.
Matip oder Choupo-Moting dagegen haben etwas vorschnell entschieden, da stimme ich Dir zu. Andererseits ist auch Kamerun keine Gurkentruppe, auch wenn die WM 2020 schlecht gelaufen ist. So gesehen ist es schon verständlich, sich dafür zu entscheiden, in jungen Jahren eine WM zu spielen, anstatt jahrelang auf einen möglichen Anruf des DFB zu hoffen. Insgesamt eine schwierige Entscheidung.
20.10.2010 - 05:55 Uhr
Im türkischen Forum habe ich diesen Beitrag gefunden:
Zitat von Kocaeli4161:
Mal gucken ob das stimmt.
http://www.milliyet.com.tr/emre-can-mujdesi/spor/haberdetay/20.10.2010/1303776/default.htm
Emre Can von Bayern soll sich für uns entschieden haben.Yanal soll ihn überedet haben.Ist Kapitän der Deutschen U17 und hatte 2 Tore beim 6:1 Sieg der Deutschen gegen Bosnien erzielt.
Zitat von Kocaeli4161:
Mal gucken ob das stimmt.
http://www.milliyet.com.tr/emre-can-mujdesi/spor/haberdetay/20.10.2010/1303776/default.htm
Emre Can von Bayern soll sich für uns entschieden haben.Yanal soll ihn überedet haben.Ist Kapitän der Deutschen U17 und hatte 2 Tore beim 6:1 Sieg der Deutschen gegen Bosnien erzielt.
20.10.2010 - 07:30 Uhr
Zitat von MARVSTAR_BVB:
Im türkischen Forum habe ich diesen Beitrag gefunden:
Zitat von Kocaeli4161:
Mal gucken ob das stimmt.
http://www.milliyet.com.tr/emre-can-mujdesi/spor/haberdetay/20.10.2010/1303776/default.htm
Emre Can von Bayern soll sich für uns entschieden haben.Yanal soll ihn überedet haben.Ist Kapitän der Deutschen U17 und hatte 2 Tore beim 6:1 Sieg der Deutschen gegen Bosnien erzielt.
Wäre Schade, aber an Can sind sie ja schon länger dran.
Keser dazu:
Zitat
Im Fokus stehen dagegen Spieler wie Freiburgs Ömer Toprak ("Wenn wir ihn nominieren würden, würde er keine Sekunde überlegen und sich für die Türkei entscheiden") - oder der 16 Jahre alte Emre Can aus der Jugendabteilung des FC Bayern München.
"Den möchten wir sehr gerne überzeugen, dass er bei uns sehr gut aufgestellt wäre. Er spielt diese Position, wo wir gute Leute benötigen. Er überlegt sich das noch - und wir lassen ihm Zeit."
Ist vom 06.10. Da war eine Entscheidung bzgl. Can noch nicht gefallen.
Quelle: http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_dfbteam/artikel_296053.html
Im türkischen Forum habe ich diesen Beitrag gefunden:
Zitat von Kocaeli4161:
Mal gucken ob das stimmt.
http://www.milliyet.com.tr/emre-can-mujdesi/spor/haberdetay/20.10.2010/1303776/default.htm
Emre Can von Bayern soll sich für uns entschieden haben.Yanal soll ihn überedet haben.Ist Kapitän der Deutschen U17 und hatte 2 Tore beim 6:1 Sieg der Deutschen gegen Bosnien erzielt.
Wäre Schade, aber an Can sind sie ja schon länger dran.
Keser dazu:
Zitat
Im Fokus stehen dagegen Spieler wie Freiburgs Ömer Toprak ("Wenn wir ihn nominieren würden, würde er keine Sekunde überlegen und sich für die Türkei entscheiden") - oder der 16 Jahre alte Emre Can aus der Jugendabteilung des FC Bayern München.
"Den möchten wir sehr gerne überzeugen, dass er bei uns sehr gut aufgestellt wäre. Er spielt diese Position, wo wir gute Leute benötigen. Er überlegt sich das noch - und wir lassen ihm Zeit."
Ist vom 06.10. Da war eine Entscheidung bzgl. Can noch nicht gefallen.
Quelle: http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_dfbteam/artikel_296053.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Werder2007 am 20.10.2010 um 07:40 Uhr bearbeitet
20.10.2010 - 13:46 Uhr
Ich kann es aus der Ferne zwar nicht beurteilen, aber eine solche Entscheidung von Emre Can würde nun überhaupt nicht zum Juniorenkonzept des DFB passen. Da man den sammerschen Wächterstaat mit klarer Rollenverteilung (Führungsspieler, Wasserträger, Individualisten) installiert hat, wäre es sehr untypisch, wenn gerade das Kapitänsamt an einen unsicheren Kantonisten zugeteilt werden würde, der noch auf Juniorenebene das Hemd wechselt. Insofern glaube ich die Meldung erst einmal nicht.
20.10.2010 - 14:06 Uhr
Was hat ein Führungsstatus mit der Entscheidung für welches Land man spielen soll zu tun? Man sollte das ganze, besonders in dem alter, mehr als Fußballmannschaft sehen und nicht als N11 oder gar Landesvertretung. Würde es auch verwundern, wenn ein Kapitän auf Klubbasis Wechselabsichten verfolgen würde? Nein ganz sicher nicht.
Bisher steht ja noch nichts fest, aber möglich ist nun mal alles. Auch, dass er die U17-Turniere noch spielt und dann direkt in die türkische U19 oder U21 wechselt.
Welche Position spielt er eigentlich genau? Wird er seine Zukunft eher im zentralen Mittelfeld haben oder doch etwas weiter vorne?
Bisher steht ja noch nichts fest, aber möglich ist nun mal alles. Auch, dass er die U17-Turniere noch spielt und dann direkt in die türkische U19 oder U21 wechselt.
Welche Position spielt er eigentlich genau? Wird er seine Zukunft eher im zentralen Mittelfeld haben oder doch etwas weiter vorne?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JackBVB am 20.10.2010 um 14:07 Uhr bearbeitet
20.10.2010 - 14:19 Uhr
Zitat von JackBVB:
Was hat ein Führungsstatus mit der Entscheidung für welches Land man spielen soll zu tun? Man sollte das ganze, besonders in dem alter, mehr als Fußballmannschaft sehen und nicht als N11 oder gar Landesvertretung.
Soweit ich das verfolgen kann, setzt die Riege unter Sammer in den Nachwuchsmannschaften stark auf die Karte Identifikation. Ablesbar auch am Umgang mit der Nationalhymne. Zusätzlich war - zumindest vor anderthalb Jahren - die von mir angesprochene Rollenverteilung en vogue. Das Kapitänsamt ist in diesem Konstrukt sicher keines, das ausgewürfelt wird. Und unter den gegebenen Umständen fände ich es höchst verwunderlich, wenn gerade der Kapitän mir nichts, dir nichts und kurzfristig die Seiten wechseln würde. Das würde vorne und hinten nicht passen. (Einzige Ausnahme: Can war schon immer sehr pro türkische Nationalmannschaft eingestellt und über das Kapitänsamt sollte verzweifelt eine Bindung an die deutsche Nationalmannschaft hergestellt werden. Glaube ich aber nicht, würde meiner Auffassung nach ebenfalls nicht zu den sammerschen Leitbildern passen.)
Was hat ein Führungsstatus mit der Entscheidung für welches Land man spielen soll zu tun? Man sollte das ganze, besonders in dem alter, mehr als Fußballmannschaft sehen und nicht als N11 oder gar Landesvertretung.
Soweit ich das verfolgen kann, setzt die Riege unter Sammer in den Nachwuchsmannschaften stark auf die Karte Identifikation. Ablesbar auch am Umgang mit der Nationalhymne. Zusätzlich war - zumindest vor anderthalb Jahren - die von mir angesprochene Rollenverteilung en vogue. Das Kapitänsamt ist in diesem Konstrukt sicher keines, das ausgewürfelt wird. Und unter den gegebenen Umständen fände ich es höchst verwunderlich, wenn gerade der Kapitän mir nichts, dir nichts und kurzfristig die Seiten wechseln würde. Das würde vorne und hinten nicht passen. (Einzige Ausnahme: Can war schon immer sehr pro türkische Nationalmannschaft eingestellt und über das Kapitänsamt sollte verzweifelt eine Bindung an die deutsche Nationalmannschaft hergestellt werden. Glaube ich aber nicht, würde meiner Auffassung nach ebenfalls nicht zu den sammerschen Leitbildern passen.)
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