Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
Zitat von Camaro626
Vielleicht kann man wenigstens bis nach der Beerdigung die F. halten.
Zitat von MatrosenMeute
Das ist dein Eindruck, den ich dir nicht nehmen werde. Ich fühle mit den Angehörigen sehr wohl mit, kann mir nur vorstellen, was ihnen durch den Kopf geht.
Ich sage aber klar mit dem Text, dass dies nicht im luftleeren Raum passiert ist. Niemand muss da hochklettern und sich in Gefahr begeben, aber die Umwelt und Einflüsse in der Situation und die Sozialisation „Hansa“ bedingen anscheinend solche traurigen Momente, die ich aufgezählt habe. So gab es bereits Vorfälle, in denen Opfer entstanden sind bzw. es in Kauf genommen wurde, dass es Opfer geben könnte.
Das Beispiel mit der Anteilnahme mit dem verletzten Jungen zeigt zudem, dass dort weder eine vergleichbare Summe zusammenkam (obwohl er keinen Anteil an seinem Leid hatte) noch gab es bedingungslose Solidarität in den Medien (im Schwesterforum erinnere ich mich an Vorwürfe gegen die Berichterstattung mit der Mutter). Ich hab kein Vereinsstatement gesehen a la „wir haben es verbockt, haben die Gefahr unterschätzt und keine Profis engagiert, wir kommen für alles erdenkliche auf“.
Passiert unseren Leuten etwas, sind wir alle da (was auch sehr wichtig ist). Passiert Leuten auf Grund von unseren Leuten etwas, scheint der solidarische Gedanke leider ein anderer zu sein.
Zur Leuchtspur, die anscheinend diese Situation entfacht hat, kam bisher keine Selbstkritik.
Zitat von Mel14Siegtorson
Alles richtige und wichtige Themen. Aber den Tod eines Menschen zum Anlass für diese Diskussion zu nehmen und mit allen anderen Dingen zu vermengen, kommt mir persönlich recht pietätlos vor.
Zitat von MatrosenMeute
Was für mich bisher total untergeht ist, dass wenig Reflexion seitens Verein und Fanszene kam, um solche Unglücke zu verhindern und einen Denkanstoß für ein neues, sicheres Erlebnis „Hansa Rostock“ zu schaffen.
Ob es das Unglück am Olympiastadion (2023?) ist, Saarbrücken, der verletzte Junge bei der Verabschiedung der Flutlichter, fliegende Schottersteine auf einen Fanzug, der schwerverletzte Paderborner beim Sturz auf der Treppe oder die beiden Pyro-Wars gegen Pauli und Dresden - es gibt ein Klima, welches Gewaltbereitschaft und unüberlegte Handlungen ermöglicht, bestärkt und teils unreflektiert stehen lässt. Bei einigen Vorkommnissen hätten bedeutend schlimmere Folgen einkehren können. Es wird auf meterhohe Pfeiler geklettert, Essensstände bestiegen und Gästeblockinfrastruktur zerstört. Menschen mit Fanutensilien anderer Teams werden bedroht und körperlich angegangen. Trotz mehrerer Hinweise wird auf den Märschen geböllert, was das Zeug hält. Eine Leuchtspur wird in einen Saarbrücker Block geschossen, die die Stimmung für Auseinandersetzung erst entfacht. All das passierte in wenigen Jahren des Hansa-Hypes.
Bisherige Stellungnahmen und Crowdfundings reichen mMn nicht, um ehrenvoll an die Vorfälle zu gedenken bzw. zu mahnen. Das Crowdfunding für den verletzten Jungen (Flutlichter) ist nur ein Bruchteil von der aktuellen Spendensumme - dabei hat er/seine Mutter das Unglück nicht herausgefordert. Man muss daraus lernen, Dinge hinterfragen, evolutionär wachsen. Keine Ahnung, ob Hansa Rostock das kann. Würde es mir wünschen.
Was für mich bisher total untergeht ist, dass wenig Reflexion seitens Verein und Fanszene kam, um solche Unglücke zu verhindern und einen Denkanstoß für ein neues, sicheres Erlebnis „Hansa Rostock“ zu schaffen.
Ob es das Unglück am Olympiastadion (2023?) ist, Saarbrücken, der verletzte Junge bei der Verabschiedung der Flutlichter, fliegende Schottersteine auf einen Fanzug, der schwerverletzte Paderborner beim Sturz auf der Treppe oder die beiden Pyro-Wars gegen Pauli und Dresden - es gibt ein Klima, welches Gewaltbereitschaft und unüberlegte Handlungen ermöglicht, bestärkt und teils unreflektiert stehen lässt. Bei einigen Vorkommnissen hätten bedeutend schlimmere Folgen einkehren können. Es wird auf meterhohe Pfeiler geklettert, Essensstände bestiegen und Gästeblockinfrastruktur zerstört. Menschen mit Fanutensilien anderer Teams werden bedroht und körperlich angegangen. Trotz mehrerer Hinweise wird auf den Märschen geböllert, was das Zeug hält. Eine Leuchtspur wird in einen Saarbrücker Block geschossen, die die Stimmung für Auseinandersetzung erst entfacht. All das passierte in wenigen Jahren des Hansa-Hypes.
Bisherige Stellungnahmen und Crowdfundings reichen mMn nicht, um ehrenvoll an die Vorfälle zu gedenken bzw. zu mahnen. Das Crowdfunding für den verletzten Jungen (Flutlichter) ist nur ein Bruchteil von der aktuellen Spendensumme - dabei hat er/seine Mutter das Unglück nicht herausgefordert. Man muss daraus lernen, Dinge hinterfragen, evolutionär wachsen. Keine Ahnung, ob Hansa Rostock das kann. Würde es mir wünschen.
Alles richtige und wichtige Themen. Aber den Tod eines Menschen zum Anlass für diese Diskussion zu nehmen und mit allen anderen Dingen zu vermengen, kommt mir persönlich recht pietätlos vor.
Das ist dein Eindruck, den ich dir nicht nehmen werde. Ich fühle mit den Angehörigen sehr wohl mit, kann mir nur vorstellen, was ihnen durch den Kopf geht.
Ich sage aber klar mit dem Text, dass dies nicht im luftleeren Raum passiert ist. Niemand muss da hochklettern und sich in Gefahr begeben, aber die Umwelt und Einflüsse in der Situation und die Sozialisation „Hansa“ bedingen anscheinend solche traurigen Momente, die ich aufgezählt habe. So gab es bereits Vorfälle, in denen Opfer entstanden sind bzw. es in Kauf genommen wurde, dass es Opfer geben könnte.
Das Beispiel mit der Anteilnahme mit dem verletzten Jungen zeigt zudem, dass dort weder eine vergleichbare Summe zusammenkam (obwohl er keinen Anteil an seinem Leid hatte) noch gab es bedingungslose Solidarität in den Medien (im Schwesterforum erinnere ich mich an Vorwürfe gegen die Berichterstattung mit der Mutter). Ich hab kein Vereinsstatement gesehen a la „wir haben es verbockt, haben die Gefahr unterschätzt und keine Profis engagiert, wir kommen für alles erdenkliche auf“.
Passiert unseren Leuten etwas, sind wir alle da (was auch sehr wichtig ist). Passiert Leuten auf Grund von unseren Leuten etwas, scheint der solidarische Gedanke leider ein anderer zu sein.
Zur Leuchtspur, die anscheinend diese Situation entfacht hat, kam bisher keine Selbstkritik.
Vielleicht kann man wenigstens bis nach der Beerdigung die F. halten.
Ich weiß nicht, ob deine Nachricht oder der schräge Vorwurf gegen Saarbrücken paar Nachrichten davor respektloser im Umgang mit dem Thema ist.
Mir liegt alles daran, dass jeder zu unserer Leidenschaft gehen und gesund zurückkommen kann.
Und trotzdem ist es aktuell ein sensibles Thema, hier ist nunmal jemand zu Tode gekommen und das vergessen hier wohl Einige...
Wie man Zusammenhält sieht man doch an der Spendenaktion...
Also einfach mal ein bisschen runter fahren Jungs.
Wie man Zusammenhält sieht man doch an der Spendenaktion...
Also einfach mal ein bisschen runter fahren Jungs.
Sehr schwierig das richtig einzuordnen. Erstmal trifft Saarbrücken keine Schuld, hier wurde sicher nach gegebenen Vorschriften gebaut, immerhin sind wir hier in Deutschland.
Ich finde egal wie hoch der Zaun grundsätzlich ist, geht man das Risiko wissentlich ein, das man dort auch runter fallen kann. Sehr ungünstig ist natürlich, das es im vergleich zu anderen Stadien dort sehr in die Tiefe geht.
Ingesamt eine Verkettung viel blöder Umstände.deswegen auch mein tiefstes Beileid.
Was mich aber zu einem Vorredner von hier sehr erschüttert, der darauf aufmerksam macht, das anscheinend der Jung vom Flutlichtspiel absolut keine Aufmerksamkeit bekommt, für die schei**e die dort passiert ist, weder von der Medien, noch von der Szene und am schlimmsten eigentlich, das vom Verein dieses Thema in Windeseile unter den Teppich gekehrt worden ist. Jeder der hier Kinder hat, weißt wie sehr es einen als Elternteil zerstört wenn dem eigenen Kind sowas passiert, man macht sich bis ans Lebensende Vorwürfe.
Ich hoffe das hier das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde und das Thema von vorne bis hinten aufgearbeitet wird und jemand dafür rangezogen wird!!!
Ich finde egal wie hoch der Zaun grundsätzlich ist, geht man das Risiko wissentlich ein, das man dort auch runter fallen kann. Sehr ungünstig ist natürlich, das es im vergleich zu anderen Stadien dort sehr in die Tiefe geht.
Ingesamt eine Verkettung viel blöder Umstände.deswegen auch mein tiefstes Beileid.
Was mich aber zu einem Vorredner von hier sehr erschüttert, der darauf aufmerksam macht, das anscheinend der Jung vom Flutlichtspiel absolut keine Aufmerksamkeit bekommt, für die schei**e die dort passiert ist, weder von der Medien, noch von der Szene und am schlimmsten eigentlich, das vom Verein dieses Thema in Windeseile unter den Teppich gekehrt worden ist. Jeder der hier Kinder hat, weißt wie sehr es einen als Elternteil zerstört wenn dem eigenen Kind sowas passiert, man macht sich bis ans Lebensende Vorwürfe.
Ich hoffe das hier das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde und das Thema von vorne bis hinten aufgearbeitet wird und jemand dafür rangezogen wird!!!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eggstein am 23.05.2026 um 01:32 Uhr bearbeitet Zitat von Hakikentucky
Nur hat dieses Thema rein gar nix mit Saarbrücken zu tun, man kann da gerne drüber reden . Aber nicht im Zusammenhang den da ist jemand zu Tode gekommen, und das ist schon sehr respektlos...
Zitat von Eggstein
Was mich aber zu einem Vorredner von hier sehr erschüttert, der darauf aufmerksam macht, das anscheinend der Jung vom Flutlichtspiel absolut keine Aufmerksamkeit bekommt, für die schei**e die dort passiert ist, weder von der Medien, noch von der Szene und am schlimmsten eigentlich, das vom Verein dieses Thema in Windeseile unter den Teppich gekehrt worden ist. Jeder der hier Kinder hat, weißt wie sehr es einen als Elternteil zerstört wenn dem eigenen Kind sowas passiert, man macht sich bis ans Lebensende Vorwürfe.
Ich hoffe das hier das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde und das Thema von vorne bis hinten aufgearbeitet wird und jemand dafür rangezogen wird!!!
Was mich aber zu einem Vorredner von hier sehr erschüttert, der darauf aufmerksam macht, das anscheinend der Jung vom Flutlichtspiel absolut keine Aufmerksamkeit bekommt, für die schei**e die dort passiert ist, weder von der Medien, noch von der Szene und am schlimmsten eigentlich, das vom Verein dieses Thema in Windeseile unter den Teppich gekehrt worden ist. Jeder der hier Kinder hat, weißt wie sehr es einen als Elternteil zerstört wenn dem eigenen Kind sowas passiert, man macht sich bis ans Lebensende Vorwürfe.
Ich hoffe das hier das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde und das Thema von vorne bis hinten aufgearbeitet wird und jemand dafür rangezogen wird!!!
Nur hat dieses Thema rein gar nix mit Saarbrücken zu tun, man kann da gerne drüber reden . Aber nicht im Zusammenhang den da ist jemand zu Tode gekommen, und das ist schon sehr respektlos...
Wird meine letzte Antwort zum Thema sein.
Doch hat es, was ich versucht habe in den 2 Antworten zu erörtern. Nach dem Vorfall mit dem Jungen wäre es notwendig gewesen, aus Respekt und für die Weiterentwicklung. dass das Thema Pyro (wie weit gehen wir) konsequent aufgearbeitet wird. Jetzt fliegt in Saarbrücken eine Leuchtspur in den Heimblock und brachte „anscheinend“ diese Situation hervor. Es wurde nicht gelernt.
Im Rahmen der Sozialisation und Reproduktion ist das Besteigen von Zäunen oder baulichen Anlagen in Stadien leider eben auch Normalität, wie ich beschrieben habe. Das gucken Menschen ab und gehen leider das Risiko ein.
Mein Aufruf, dass wir alle aus dem tragischen Unfall lernen müssen, um respektvoll zu gedenken. Ob im eigenen Umfeld oder vereinsweit durch Regeln für das Miteinander.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MatrosenMeute am 23.05.2026 um 06:57 Uhr bearbeitet
Es hat ja - das sollte man fairerweise sagen - niemand etwas gegen eine gewisse "Untermalung" einer Choreo durch Pyro. Es muss halt a) im eigenen Block bleiben und sollte b) niemanden stark beeinträchtigen (z.B. durch zu viel Rauch). Auch das mag nicht jeder weil es eben kostet, aber einen großen Shitstorm gab es hier eben nur bei entweder absolut geschmacklosen Choreos, Gewalt, Zerstörungen oder Pyro in andere Blöcke. Und die Kritik ist dann tatsächlich auch gerechtfertigt, oder?
Sorry für den Doppelpost - aber in dieser Pokalrunde hat man gesehen wie der Unterschied zwischen tollem Support mit ein bisschen Pyrountermalung und echten Ausschreitungen ist. Oft stellen sich Ostvereine (Anhänger) wie zum Beispiel Hansa ja hin und zeigen mit Finger auf andere, die "sowas ja auch machen". Wir haben diese kurze Saison so viel Spirit und positive Schlagzeilen gemacht, das darf gerne So weitergehen. Beim ZDF gab es trotz des Rauches nur Lob während der mediale Fokus (zu Recht) jetzt in Südwestdeutschland steht.
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